Druckschrift 
Franz Petrarcas poetische Briefe
Entstehung
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Erstes Buch.

1. Widmung. l )

(An Barbato da Sulmona.)Wenn noch der fromme Fürst auf Erden weilte, 2 )Den mir ein Unstern nahm, geliebter Freund, 3 )Dann suchte nicht mein Brief, der Sehnsucht Bote,Den Weg voll Fährnis durch der Länder Weite,Durch wilde Meeresflut; 4 ) mit eignen AugenSah' ich dein Antlitz, deiner Stimme KlangDräng' an mein Ohr. Nicht also will's der Tod.

') Widmung. Nach L. Geiger, Petrarca 118 widmete P. mit diesemGedichte die nachfolgenden Episteln seinem Freunde Barbato kurz vordessen 1363 erfolgendem Tode. Nach Rossetti p. 3 bogleitete P. mitdiesem Gedichte die Übersendung des Canzoniere an Barbato. Jedenfallsstammt das Gedicht aus der späteren Lebenszeit P.'s. Es ist klar, dafsseit dem Tode der Madonna Laura (-J-1348) eine lange Zeit verflossensein mufste, ehe P.v. 72 ff. schreiben konnte. Die Abfassungszeit dürfteum 1363 anzusetzen sein, als P. gegen 60 Jahre alt war. Er hatte seinenoch nicht gesammelten poetischen Briefe zu einem Buche vereinigt, daser nun dem Barbato übersendet.

*) König Robert von Neapel, f 1343, ein Enkel Karls von Anjou; alsGraf von Provence war er P.'s Landesherr.

3 ) Barbato da Sulmona, Kanzler dos Königs Robert; die FreundschaftP.'s zu ihm äul'sert sich in den Briefen innig, obwohl er ihn erst 1341bei seinem Aufenthalte in Neapel kennen lernte und ihn nur noch einmal1343 sah.

*) Da P. sich seit 1362 in Venedig aufhielt, ist die Reise von Venedignach Neapel gemeint.