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1 (1896) Süddeutschland
Entstehung
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405
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Der PeisllNllltredit des ländl. KleingrundbesitzeZ im Großherzogtnm Hessen. 495

Schul- und Volksbibliotheken, für Wegebauten, landwirtschaftliche Fach-bildung und ähnliches werden seitens der hessischen Spar- und Darlehns-lassen sehr erhebliche Aufwendungen gemacht. Beispielsweise hat eineder ältesten Kassen in Hessen, die zu Doin-Dürckheim, im Jahr 189510 000 Mark für Gemeindezwecke beigesteuert.

Die Geldllusgleichsstelle der hessischen landwirtschaftlichen Genossen-schaften, die landwirtfchaftliche Genossenschaftsbank zu Darmstadt, standEnde 1895 mit 274 Spar- nnd Darlehnslassen, 74 landwirtschaftlichenKonsumvereinen und 10 Produktivgenossenschaften in Verbindung. IhrJahresumsatz mit den Darlehnslassen belief sich nach ihren Gefchäfts-berichten von Beginn ihrer Thätigkeit ab, wie folgt:

Umsatz in laufender Rechnung Der Umsatz ist in Prozentmit den Darlehnstafsen in des gesamten Umsatzes

1884

tausendSoll842

MarlHaben931

der Darlehnslassen25

1885

853

841

16

1886

877

1202

18

1887

1347

989

19

1888

1469

1379

18

1889

1597

1854

16

1890

2114

1738

15

1891

3203

3015

18

1892

4341

4184

20

1893

5712

5190

21

1894

5932

5913

23

1895

4992

7159

21

Der Umsatz in laufender Rechnung stellt nur den regelmäßigenVerkehr, die Einlagen in laufender Rechnung nur die Summen dar, diefür kürzere Zeit und zu jederzeitiger Abhebung der Bank übergebenweiden. Daneben haben manche Vereine noch Baardepositen im Gefamt-betrag von jetzt mehreren hunderttausend Mark auf längere Zeit gegenetwas höhere Zinsen bei der Bank angelegt, die in obenstehender Tabellenicht enthalten' sind. Der Umfatz in diefen Depositen ist allerdingsnaturgemäß nicht groß.

Die Prozentzahlen und ihre Schwankungen lassen erkennen, inwelchem Maße jeweilig die Aufbringung bezw. Anlage der mehr erforder-lichen bezw. mehr aufkommenden Gelder im Gemeindebezirk möglich war, undin welchem Umfange die Bank dazu herangezogen werden mußte. Danach