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und ähnliche Einrichtungen dienen soll, wird sie schon durch die Staats-depositenvelwllltung ersetzt. Für Zwecke des Hypothekarkredits ist sie aberüberflüssig. Denn in dieser Hinsicht reichen für die kleineren Darlehen dieins Leben zu rufenden Spar- und Darlehnstassen aus und für größere,namentlich folche mit langjähriger Amortisation, wäre es Aufgabe der Aktien-gefellfchaft für Boden- und Kommunalkredit, allmählich das Geschäft in dieHand zu bekommen. Ob dabei mit dieser Gesellschaft von der Regierungein ähnliches Abkommen zu treffen fein wird, wie dies vor einigen JahrenBaden mit der Rheinischen Hypothekenbank gethan hat, kann wohl in Er-wägung gezogen werden.
Befonderer Sorgfalt wird überall der richtigen Befristung des land-wirtschaftlichen Personalkredits zu widmen sein. Hierbei kann den Aus-führungen in der Begründung des Vorfchußtassengesetzes nur zugestimmtwerden, welche etwa folgendes enthalten: Der kleine Landwirt hat eine,höchstens zwei Hauvteinnahmen im Jahr. Zu den Schwankungen der Preiseder Bodenprodukte kommen die gänzlich unberechenbaren Schwankungen desErtrages. Der Ausfall der Ernte ist bis zur letzten Stunde, der finanzielleErtrag bis zur Zeit des Verkaufs ungewiß. Vor dem Verkauf der Erntefeine Schuld abzutragen, ist der Kleinbauer außer stände. Jeder Kreditaber hat sich nach denjenigen Fristen zu richten, innerhalb deren das ent-lehnte Kapital in dem Betriebe des Schuldners wieder erzeugt werden kann.Deswegen erscheint eine Frist von drei Jahren im Mittel sür den land-wirtschaftlichen Perfonalkredit angebracht.
Schließlich möge noch die Äußerung eines Berichterstatters aus demUnter-Elsaß hier Platz finden, welcher mit Necht sagt: „Jede Kredit-organisation ist gut, wenn sie zu Wege bringt, daß der Kreditbedürftigeund Kreditwürdige in diskreter Weife Geld bekommt, daß er über feineSchuldverhllltniffe immer im klaren erhalten wird, daß er gezwungen ist,an eine fchließliche Abstoßung seiner Schuld zu denken, und daß ihm diesauf jede Art erleichtert wird. Dazu gehört aber, daß bei dem DarleiherWohlwollen und Verschwiegenheit und bei dem Entlehner Offenheit überseine Verhältnisse und die Möglichkeit vorhanden ist, es in seinem Gewerbemit steißiger Arbeit weiter zu bringen. Dies ist aber in der Landwirtschaftzur Zeit leider nicht immer der Fall."
Über die Art der Verwendung der aufgenommenen Darlehen sindnur wenige eingehendere Mitteilungen zu erlangen gewesen. Darnach sind