der kunstreiche Uhrmacher.
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Das vierte Kapitel.
Wie man die Rader und Triebe nach ihrer Grösse anordnen/ oder gegen-
einander so wohl ^rickmsttsch als McKanlschpwporcioni»
ren möge.
^Amit sich die Rader und Triebe miteinander accurat und leicht bewegen kön»nen istvonnöthen/ daß sie sich in einander wohl schicken/ welches geschiebet/wann dem Zahne und Triebstecken von einerley / oder bey nahe einerley Grös-se sind. Einige machen die Triebstecken in den Trieben schmäler dann dieZahne von dern Rädern/ dahero sie dann tieffin einander gehen/ welches soviel ist als ob die Diamerri des Rads und des Triebs kleiner waren. Ichüberlaste aber dieses denenjenigen/ bey denen eine mehrere Praxis und obier>variones dann bey mir IN dieser marerie zu finden.
L.2. Damit man aber nicht so wohl die Zähne in einem Rad als auch die Triebsiecken in einemTrieb gleich machen möge/ verhalt sich der ^rirnm-nsche Wege wie folget: Erstlich muß man diecircumferen? des Rads und des Triebes finden / welches am besten vermittelst der (so offtblßl^rogebrauchten) KeZulX De 1r, verrichtet werden kan/ die Regel verhält sick so/ wie 7 gegen 22:: soverhältsich derDiamecergegen der (^ircumlerens, oder noch »ccurarer also/wie 1 gegen 3,1416::so verhalt sich der Diameter gegen der dircumieren-. Gesetzt man habe ein Rad von 2. Zollen imviamerer, und6QZHnen/ dazu man ein Trieb vonsTnebsbecken richten will/ so sagt man erstlichwie?.^:: so verhalt sich 2. gegen 6.z so ist dann die circumseren? des Rads 6^ Zoll/ alsdann sagtman weiter/ gleichwiesich die Zahne des Rads verhalten gegen dessen Qrcumteren?/:: so verhaltenfich die Triebsteckcn von dem Tneb gegen desselben QrcumferenIi > in den Zahlen befindet es sich also
60.6.3:: 6.6.3. So ist demnach ein Triebstecken in seiner Breiten der /^ Theil eines Zolles in der ^°Ä»Runden herum. A'^
Damit wir aber auch den Diameter von dem Trieb finden mögen / müssen Wir nach der vorigenRegel umgewandt schliessen / wie 22 gegen 7 :: so verhält sich die c^rcumterenx gegen demDiamecro oder in Zahlen also 22.7 :: 63.2.so wird dann der Diameter des Triebes ^ von einemZoll geben/ welches zu dem vorbesagten Rad von 2 Zollen in Diamecro dienlich ist»
F. 3. Dieweil« aber diese Manier einigen/ die der Decimal-Rechnung/ welche hier sehr nothwen-dig ist/ nicht kundig/ schwerfallet/ so will ich demnach auch einen Wegjeigen/ wie man solches me-clianisch verrichten könne. Nachdem« man einen Circkel gezogen / theilet man selbigen in so viel The»le/ als Triebstecken zu stellen man gesonnen ist/ und beschreibet von zweyen dieser Puncten zwey Linienbiszudemcenrro, zwischen welche man die Breite von zweyen Zahnen des vorgegebmen Rads/ inde,me man solche so lang auffund abschiebet / biß sie in einerley Weite des K,acki die beeden Linien berühret/stellen muß / welche zwey Punct endlich bemercket werden / als wordurch dann ein kleinergczogener Cir-ckel die ^ircumleren- des vorgedachten Triebes geben wird»
Das fünffre Kapitels.
NoN den kerpenäiculen, oder kenäulk«,
^Nterallen Bewegungen/ diebißhero bekandt gewesen/ ist keine/ welche bisZeit so regulär ausmesse als diejenige von den perpemllcu.'pn / inzwischenaber sind die Uhren/ die dardurchciirißiret werden/ noch nicht so gantz voll-kommen/ indeme sie den Veränderungen des Wetters Llc. unterworffen/! und zwar je kürtzer und kleiner die kerpenclicul, je mehr sind auch derglei,chen Uhren diesen Fehlern untergeben. Solchem Unheil nun in gewieset^jMaas abzuhelffen hatman zwey Wege/ der ersteist/ somanden?erpen-6!cu1> lang/ denKopff schwer macht/ und dem ?erf>enck'cu! nur einen kleinen Schwung überlasst/welches anfttzo die gewohnlichste VlecKncle in Engeland ist. Der andere Wege / ist die Ausfindungdes Sinnreichen HermNuZenii/welche darinnen bestehet/ daß manden obern Theil vonderkerpen-äicul- Stangen zwischen zweyen nach der <7<ycloidalischen Figur gebogenen Federn gehen lasset. Her»lonaziVloursagt/ daß nach einiger Zeit und Darlegung der Experimenten er glaube daß dieser letztersWeg eine bessere Manier seye/ welche Her^uZem^z oie wunderbare nennet. Sojemano zu wis< '«l.ib.ke«.,sen verlanget/ wie man diese cycloidalischen Federn/ die zu allen ?erpencliculen taugen mögtcn/ma^- l>chen soll/so weiseich selbigen aufdas oben besagte Buch des HmnNuZemi, weiln man solches/ ohn-' ,?<. 5^,sich mit den Figuren zu bemühen/ nicht thun kan. Es hat aber diese Manier inzwischen vielabgenotn« o<c>!. l>..«'men/ feit deme die ^lernocle mit dem Steig rad (bey welchem es hauptsächlich apropos kommt) inden Königlichen Perpenclicul-Uhren in Schwang gerathen.
§2. Sonsten ist noch was anderes bey denen ?erperick'culen zu mercken / daß je grösser betSchwung ist/ je langsamer er auch geschehe/ dann so man zwey p<-n6u la jlacnrona, oder zwey ? r.penciiculdieeinerley Zeitlange ausmessen/ beweget/ und zwar das eine einen Viertels-Circkel/ unddas andere nickt über 3. oder 4 Grad/so wird das letztere sich etwas geschwinder als das erste bewegen»Dieses ist die wahre Ursack warum die kleinen Cronenrad- penclulcn im kalten Wetter/ oder wanttböß Wetter ist/ geschwinder / dann zu andern Zeiten/ gehen; ja wann man in den besten Königl?erpen6icul Ubren eine in Grad eingetbeilte Scheibe hinter den Knopff stellet und dern Sckwun 1Vklerviret/ wird man zu weiln wahrnehmen daß die Schwung kürtzer geschehen/ und dahero dann
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