der Sönnett-Uhren.
______ 139
auf einer Uhrfiäche beschreibet. Gleichwie aber in einer jeden spinn zwemtrley Orckel anzutreffen / nemlich grosse und kleine / also geben auch solchedurch ihre praMion auf eine Flache/ welche geschiehet/so allezeit eine ge-rade Lim/die bestandig durch das cemrum der spKxrx gehet/auf der cir-cumkren- dieser Kirckel beweget/die Bewegung aber durch einen Riß mitder auffersten Spitzen von der Lini auf einer Flache angedeutet zu werden /concipirt wird/auch zweyerley Linien zucoiMeriren vor: Die groffenUr-ckel werden diejenige benennet/dem Flachen durch das cemmm der Weltoder durch die Zeigerspitze gehen/unter diesen sind vornemlich diejenige/als
der Norl^on, IVleriäianu8, Äquator, und die circuli KorZril, und Machen solche
nach ihrer pwjeaion auf jede Flache / weiln die Zeigerspitze in ihren plan,'»stehet/nichts änderst/nach vorigen/als lauter grade Linien. Haben abereinige Orckel/gleichwiedie^
täglich die Sone durchzulauffen scheinet)ihr cemmm nitmit den vorbesagtengrossen gemein/auch nicht ausserhalb desselben unter sich einerley/die man^dann die kleinen Orckel benennet/ werden derselben proMionez in allerhandkrummen Linien bestehen: die Ursach der krumm Linien und deren vnietn istdiese/weiln nemlich die oben concipirte Lini oder ein ra6w8 der Sonnen in derc'llcumleren? von dergleichen täglich veränderten Orckel durch die Zeigerzspitze/die alsdann in dergleichen planiz nicht stehen kan/ bis an eine Flachemit der Bewegung alle Tag zwey andere cono8, dem venie« oder Spitzenzusammen stossen/ macht/ und die Uhrfiäche den einen immer durchschneidet/also daß hernach / nachdeme die 8caion des plZni durch solchen gediehet/entweder eine Orckel- Lini/ oder eine Mpl^, oder auch eine kargbola «nt^«yperboig, gleichwie aus der8eQion eines hölßern coni gar leicht vor Au-gen kan gestellet werden / entstehen muß.
5. Dieser Betrachtung gemäß wollen wir nun auch etwas genauer nachden Puncten m lpccic die Linien erwegen / und zwar erstlich die graben / wel-che nach obigen aus den Durchschnitten einiger zu den Bewegungen desprimi mobi!l8 und der Sonnen ^mitten grossen Orckeln und der Son-nen-Uhrfiäche entstehen: Wir fangen aber von oben an/ und besehen un-ter diesen erstlich diejenige Lini / diegrad auf unsern vemcem oder Scheutel von oben herabgehet/und deßwegen lmea verticaiizheiffet/ diesenimmtallezeit aus der 8e<Iion eines durch die Uhr-stäche/und den Scheitelpunctauf dessen Nor^ont pcrpenöicuiar gehenden plani ihren UhrsprunZ.
Dieweiln aber das ^«nick, die Mittag-und andere Linien emesOrts/nach obigen von denen des piam Memen/jo ist demnach die imea vcmcali«eines Orts diese / welche als eine gerade und bleyrechte Lini durch desZeigers Spitzen herabhanget / und also auf den Horizont pernenHcui«fället.
Hingegen ist dieiineaverrical^des plam diejenige/welche durch des Zei-gers Spitzen' auf dessen Fuß / und also perpenckcuwr auf die Uhr - Flachegehet.
Aus diesen Verticalen entstehen vornemlich die Mittag-linien / oder dieLinien der zwölfften Stund / die also benennet werden / weiln / wie bekannt/die Sonne/wann sie in dern Orckel gelanget/just den Mittag oder die zwölf-te Stund eines Orts gibet. ES entspringen aber alle dergleichen Linien ausden Seüwnen der Mittags- Orckeln und dern Uhr- Flächen. So ist dem-nach dieMittag-Lini des Orts diejenige/ welche aus der imelseQion desNeriäianl und der Sonnen - Uhrfiäche hervorkommet. Hingegen aber dieMittag "Lini des pwm oder mit einem Wort die 8ul,aMri8, dieft/welcheaus dem Durchschnitt eines auf die Uhrfiäche^perpenckcuiar fallenden an-
t HM