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Neu-vermehrte Welperische Gnomonica, oder Gründlicher Unterricht und Beschreibung, wie man alle regulare Sonnen-Uhren auf ebenen Orten leichtlich aufreissen ... und ... kunstmässig verfertigen soll
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138
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Beschreibung

2. Aus dieser Betrachtung folget nun leicht daß die Mittag-und ^m-noQial- Lini/die Höhe des roll und HquatQlK auch das Genick oder derScheitelpunct unsers Orts gantz äisserenc (und zwar meinstens) von de-mjenigen des piani oder seines gleichlauffenden Horizonts seye / dchewdan auch kockt/ daß/ wan die beyden Mriäjanivoneinander unttlschieden/ dieStundm auch bey denenselben unterschieden sind / und also erst auf unsernUenckanum recluciret werden müssen / sotten aber in einigen Fällen die lVleri.^iani des plant und des Orts übereintreffen / wan nemlich das planum nichtläeclinirte: so könte doch die Uhr/so die Fläche inclinirend oder äeclinirendwäre / eben wie eine nori-omal. Uhr ohne reclualon der Stunden nach einergewissen koiuz.Höhe conttruiret werden.

3. Damit aber ferner nicht nur allein dieses bisherige / sondern auch fol-gendes noch besser möge verstanden werden/wollen wir anjetzo einige wei-tere Erklärung der vornehmsten Puncten/Linien/und anderer Sachen/ wel-che bey dieser conttru^lon der Uhren vorkommen / mit benfügen. Unterdenen Puncten ist erstlich der Fuß des Zeigers zu betrachten nöthig / alsaus welchen ins künfftige verschiedene o^cranoneZ müssen angestellet wer-den/es ist aber derselmge dasjenige kuMum auf der Uyrftäche / aus dementweder ein aufrechter Zeiger eieret wird/ oder auf welches von einer(Mch dem nechstfolgenden ersten Kapitel) des etwas krumm- gestelltenZei-gerS Spitzen eine perpenäicuiar-Lim fallet. Nach diesem kommet des Zei-gers äusserster Punct oder die Spitze zu bemercken absonderlich vor/ inde-me solche als ein Punct von der Welt-Achse cotMenret wird/dann ob mangleich besagte ^xin ins gemein durch das «mrum der Erden zu gehen lup.Lomret/so find doch alle Puncten auf und über derselben Oberfläche wegender Sonnen fthr grossen Entfernung messeätu eben so beschaffen/ gleich alswann sie im Erd- cemro selbsten stünden / also daß in Ansehung der bemeld-ten grossen äiltanx unftre Erden nicht änderst als vor ein xunäum pn/licumgelten könne. Weiln nun die gantze Erde respe^lve so klein und gering ist / sowerden auch alle Mckel/die zu den Bewegungen des primi mol)ill5 und derSonnen gehören/und nach allgemeiner MeynunZ durch das Erd-als derWelt-cemrum gehen/aufeben solche Weiß durch jede auf der Erden vorge-gebene Puncten als eben fast der Welt- cenuum gehen/und daheroeinejedeSpitze des Zeigers das cemrum der Welt-5pnxrx und ihrer meinsten cir.cuiorum anbey auch alle grade durch des ZeigersSpitzen mit derWelt-Achseparallel- lauffendc Linien/ eben auch die ^x>5 munck seyn können. Indememan aber durch des Zeigers Spitzen eine dergleichen besagte parallel - Limziehet/ bist sie eine Flache / die zur Sonnen-U hr gewidmet ist/ anrühret/ wirddurch derselben Zwischenstand/die Achs-Lini abgeschnitten/dern äusserstesalsdann einen neuenPunct uns zeiget/welcher das Uhr - cemmm benennetwird/und solches müssen alle Sonnen, Uhren ausser den Orientalen und 0c-«iäenmlen und denen die solchen in ihrer Beschaffenheit und Stand nahebeykommen/haben/als dernStunden-Linien insgesamt mit der Welt-Achsparallel/ alle andere aber in jenen besagten Punct zusammen lauffen.

4. Wan wir nun ferner betrachten/ daß alle Arckel in einer 5pk2em.welchediene/damit man fichdieBewegungen des pnmi mobile und derSonen deut-lichvorstellenmöge/um eine jede vorgegchene Zeigerspitze/gleichsam als umihr und der Welt-centrum und dan um einejede mit der Welt-Achs parallel«lauffende Lim gehen/so könen selbige Mrckel-Flächen/indeme andere Flächenentgegen und dazwischen komm/nit änderst als Linien mit ihren imerleaio»nckuz auf solchen machen/dahero dast auch die Sonne wan sie in ihrer Bewe-gung in dergleichen Urckelflachen zu gehen scheinet/ eben dergleichen Linien

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