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Neu-vermehrte Welperische Gnomonica, oder Gründlicher Unterricht und Beschreibung, wie man alle regulare Sonnen-Uhren auf ebenen Orten leichtlich aufreissen ... und ... kunstmässig verfertigen soll
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Beschreibung

Die«».

riß«,.l«.A.

lic. A.

fallen/ wann man/zum Beyspiel/ über eine recht gegen Mittag stehende Verncal.Uhr ein Dachlein anrichtete/ welches dieselbe gantz überschattete/ in dem Dächlein aberein einiges Löchlein an gehörigem Ort ( w elchen einer / der solcher Dinge kündig ist / leichtfinden wird) einschnitte/ und den Sonnenschein hindurch fallen liesse.

7. Noch annemlicher aber kommen diejenige Sonnen Uhren / da dergleichen HellerPunct / von einem Spiegelstück an dieim Schatten stehende Uhr geworffen / die Stun-den zeiget; welche wir oben zu Anfang dieses Capitels Widerstrahlende oder Spiegel«Sonnen Uhren genennet haben / und deren Zubereitung aufallerley Flachen gantz leichtist demjenigen/ der da verstehet/ was wir im ersten und zweyten Theil gelehret haben.Als/ zum Exempel/ wann ich eine solche Widerstrahlende «or^ontHi-Uhr verferti-gen wollte/ so macheich deroselben völligen Abriß ^ Z OD allerdings wie im erstenTheil/ und dessen Sechsten Capitel/ absonderlich aber in der Anmerckung am »4«no15 Blat gelehret worden; an die Spitze des aufrechten Zeigers i Z aber kütte ich obenbeyzan ein Stücklein von einem Spiegel/ also daß es recht vcnicai und gerad gegenMittag stehe/ soistdiegantze Kunst vollzogen/ und zwischen dieser und einer gemeinenttori2Onlal-Uhrkein anderer Unterscheid / als daß,. die Seire c Q, welche sonsten indemn gemeinen Schatten Uhren gegen Mitternacht muß gewendet seyn/ hier umge-kehrt gegen Mittag gerichtet ist; und fürs;. die gantze Uhr 4 L c I), welche sonstenin dem hellen Sonnenschein stehet/ damit des Zeigers Schatten möge erkannt werden/hier im Gegentheil muß entweder mit der Hand / oder sonst mit einem Schirm oder Ob-dach überschattet werden/ damit des Spiegels Widerschein in dem Finstern desto deut«licher möge gesehen werden. Wann dieses also in acht genommen/ und die zwölffteStund oder Mittaglini recht nach dem Magneb Zünglein oder sonsten eingerichtetworden / so werden die aufden Spiegel fallende Sonnenstrahlen 3 ^ von dar nach einemgleichen Winckel zu ruck prellen in r und daselbst im Schatten einen hellen Punct formi«ren/ der also die verlangte Stundlini deutlich zeige/ nit änderst/ als wie sonsten derSchatten des Punctes Z oder auch des angeklebten Spiegeleins/ wann hinter sich überdem a hinaus eben dergleichen Uhr jedoch umgewendet/ daß (^ O gegen Mitternachtstünde gezeichnet wäre/oie verlangte Stundlini berühren würde. Und ist der gantzeBeweiß dieser Sache gantz leicht zufassen; Dannweilen dergerad für sich ausgehendeSonnenstrahls ß t mildem ausrechten Zeiger i g den Winckel r Z i machet/ welcher demVcrtical-oder Scheltelpunct 8 HK. gleich ist; Dieser aber/ als der 2NZUIU5 inc'l-äcnriX, das ist / der Winckel des einfallenden Liechtes / allzeit gleich ist dem Winckel desWiderstrahlenden Liechtes/ oder dem HnZulorcttcxioniL j^r; so sind auch nothwen-dig dieser Winckeli 3rund der Winckel iZ r einander gleich/ und folgends auch/ weilbey i zwey gerade Winckel sind/ dieSchattenlini Z rund die Widerstrahlung Zr, ein-ander gleich / also daß eine so weit als die anderein die vor ihnenliegmde Uhr hineinlangen / und sie also beyde einerley Stundenlinien treffen müssen.

3. Es ist aber hierbey wol anzumercken/ daßgleichwol dergleichen Widerstrah-lende «original. Uhr auch also könne angerichtet werden/ daß der Theil <2 l). wiesonsten indenen gemeinen Schatten Uhren gegen Mitternacht gewendet bleibe/ wannman nehmlich dieselbe über sich wendet/ und / zum Ercmpel/ oben an die Decke einesGemachs zeichnet/ also daß der Ort des senckrechten Zeigers just in ein Fenster/ unddessen Spitze auf des Fensters Unterschwelle/ so zureden/ treffe/da dann in solchemPunct3 (Vesihe die 2. Figur l^ir. A) das Spiegelstücklein muß Norixont. gleich ge-legtwerden; also daß dievon oben herabschiessende Sonnenstrahlen 3 Z von dem Spie-gel aufwerts in r widerprellen / und daselbst an der Schattigem Decke mit einem hellenPunct die Stunde zeigen: wie ich dann vor vielen Jahren in dem Iesuiter- coiiceio zuIngolstatt dergleichen SonnenUhrmitgrossemLust angesehen.

4. Sollte nun an stattder «olixonlal-eine solche Widerstrahlende Verric^l-Uhrverfertigt werden / soist die Zeichnung abermal nit änderst als an einer gemeinen Vem-cai-Uhr/ nur daß hier alles umgewendet/ und was dort oben ist/ hier unten seyn muß/auchdie Zahlen derer Vor-und Nachmittags Stunden (welches auch bey denen vori-gen Norixonral. Uhren zu beobachten) verwechselt werden müssen. An dem äusser-sten Spitz des aufrechten Zeigers aber / oder an dem Ort / wo sonsten dieselbe Spitz hin-träffe/ wird ein Spiegclstücklein dem ttoriTonr gleich bevestiget/ welches die empfan-gene SoWenstrcchlen 5 3 über sich auf an die Verrical.Uhr (welche auch im Schatten

stehen