der Sonnen-Uhren, 59
Stunden des kürtzesten / noch auch denen Stunden seiner cmgrantzcnden kurtzenNacht :c. gleich seyn können / als hal man auch offtbemeldte alte Stunden insgemein( ttc»l25 inX^ualez) die ungleiche Stunden genennet.
Und weilen die ^NraioZi jeder solcher Stund durch die gantze Wochen einen ge<wissen Planeten ( und zwar in der Ordnung / wie sie ihrer Meinung nach am Himmelstehen) als einen Regenten zugeeignet / unter welchen derjenige/welcher die ersteStund jedes Tages regieret / dem Tag seinen Namen gebracht / daß sie l)i« 5oli8,vi« l^unX. Sonntag/Montag :c. genennet worden / wie aus beygefügter Tavelllzu erjehen: als ist ihnen über die vonge noch ein neuer Nahm derer Planeten- Stun-den gesthöpffet worden.
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Aus diesem Bericht ist nun leichtlich abzunehmen / wie die Linien solcher ungleichenStunden müssen gezogen werden. Dann gleichwie ich in vorigem Capitel aufdenbeyden nächsten pHl-ällcUgbey der ^^mnoötiai- Lini (obgleich unter dem einen derTag nur Gunter dem andern ^t Stund lang ist) zwölff Stundpuncten gefunden/und dieselbe durch Ouehr Linien zusamm gezogen habe: Also darff ich hier nur aufde-nen beyden l>Qp>ci8 (obgleich der Tag unter dem einen z.e.ls. unter dem andern nur8. Stund lang ist) auch beyderseits zwölff Stundpuncten finden / und durch Ouehr«Linien zusammen ziehen.
Solche zwölff Puncten aber finde ich abermal auf selbe zweyerley Wege/ die invorigen Capiteln sind erklaret worden/ nemlich einmal ^ritkmcrice, andersmal 6co°
Den ersten Weg betreffend/ so ist offenbar / daß weilen zum Exempel unter der4ystcn poiuz- Höhe der längste Tag , 6. Stunden lang ist/ und der kürtzestc 8. aus webchen doch beyderjcics,!.Stunden werden müssen/ daheronothwendig die ungleichenJüdischen Stunden/wann.die Sonn in den 2 gehet/ um ^ grösser/ und wann sie inden A, tritt/um ^ kleiner werden müssen als eine gemeine bey uns gebräuchliche Stund/welches offenbar wird/ wann man so wol »6. als 8. mit,;. dividiret / und für einePlaneten > Stund heraus dringet dorten vier Drittel und hier zwey Drittel einer ge<meinen Stund.
i. Diesem nach beschreibe ich zuförderst die beyde l'ropic^ samt der ^^ulno-Hia!- und Mittag Lini / wie bißher offt geschehen.
;. Verfertigelch auf die gegebene poius- Höhe eine gemeine Uhr mit ihren Stund«Linien und zwischen denselben (weil ich hier dritrc Theil einer Stund bedai-ss) auch dieLinien entweder aller Drittel / oder doch zum wenigsten derer / welche nächst auf diegantze Stunden folgen / oder nächst vorhergehen / nach Anleitung der Anmerckung desandern Capitels im ersten Theil.
;. Dieweil nun die Vlte Planeten Stund allemal just auf den Mittag d. i. auf,!.der gemeinen Uhr fällt/ so fang ich bey solcher Mittag Lini an und nimm zu bey-den Seiten ein Drittel über die nächsten gemeinen Stund Linien hinaus aufdcm l ropi-cc> W / und ein Drittel dargegen herein auf dem ^ropic« A, / habe ich beyderseits die r!84«lliMPuncten der v.und vil. Planeten Stund/ welche durch gerade Linien zusammen ge-zogen werden müssen. Eben also/ wann ich von diesen Puncten an ferner zu beydenSeiten nimm aufdem 1>0p,cn ^ vier und auf dem ^ropicc» ^ zwey Drittel einer ge-meinen Stund / find ich die Punctender l V.und vm. Stund Liniundso fort.
4. Darben endlich auch dieser Vortheil noch zu beobachten/ daß man im End bisPuncten aufdenNVopico^Hpricosm gar ersparen kan: dann wie bekannt ist/ umdie^wnoöw treffen die gemeinen und Planeten-Stunden gantzübmin/ also daß/
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