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Grösser- glaffes / eines Schuhes Länge in 24000. und also die Lanaeeines Zolls in 2c>oo.Theileohne Fehler oderIrrthumeintheilenkan. Nichtweniger aber unbegreifflich ist eine andere Erfindung derer ^ttwnomarumdieses ietztlauffenden IahrsyuRoerts vermittelst welcher sie nicht nur dieZeit in Stunden / die Stunden in ihre Minuten gantz unfehlbar undviel gewisser / als durch einige Schlag- oder Sonnen-Uhr oder andereInstrument jemaln geschehen kan/sondern auch eine einige Minute in 3 600.und mehr Theile geschicklich und nutzbarlich eintheilen; und solches aufeineso schlechte und simple Weise / daß ich nicht um tan dieselbe/ denen jenigenzu gefallen/ so etwan hiervon noch nicht wissen/ in etwas zu beschreiben.
Nemlich man hanget eine metalline Kugel (wiewohl auch andere Mate-rien endlich auch sich darzu gebrauchen lassen) aufs höchste von zwey Pfun-den/ meistentheils aber um ein merckliches geringer / an einem fieisslg ge-machten Kettlein in gewisser Höhe aufund zwar am allerbequemlichstenaneine Welle/ die da in zweyen unbeweglichen Gewerben oder Löchern/ wiedie Welle an einem Mühlrad/ leichtlich und doch gehab sich hin und wiederbewegen lasse. Hernach ergreifst man besagte Kugel und ziehet dieselbe mitgestreckter Ketten an sich/ lasset sie darauf fahren/ und hin undwiederlauf-fen so lang bis die Bewegung beaint mercklich abzunehmen / da dan / durcheine geschickte und hierzu lang geübte Hand/ die Kugel ohne Unterbrechungihres Gangs aufs neue wieder angezogen / die Stärcke ihres Hin» und Her-wanckens aufs neue vermehret und solcher Gestalt etliche Stunden ja gan-tze Tage lang fortgesetzet wird. Damit man nun verstehe/ wie dieses unan-fehliche und einfältige Kunsiwerck zuAbmeffung der Zeit dienen köne/so mußman wissen / daß die ersten Erfinder desselben als c-MXU5, Laiianug undsonderlich ^ccloiu8 mit sonderbarem grossen Fleiß bemercket haben/ i.daßzwar der Hin- und Herlauff eines solchen Zeitgewichtes anfänglich viel star-ker und weitlauffiger sey und einen grossen Kreisbogen beschreibe / hernachsmmerschwacherstätigskleinenundkleinere/iedennochaberder Zeit nachein Hin-und Herlauffdem andern/ odereineWiederkchr der andern gantzgleich sey / aljo daß besagte Kugel ebm just so viel Zeit bedarffzu ihrem Hin-und Herwancken/ wann sie einen weitern und grössern/ als wan sie emenwrtzenund kleinenWegzu lauffen hat/ indem sie nemlich auf dem weitenWegsovielstärckerundgeschwinder/aufdenkurtzen aber so viel schwacherund langsamer lauffet. 2. Daß je langer die Kette isi / oder je höher dasGewicht hanget/ je mehr Zeit eine solche Wiederkehr erfordere; so viel we-niger aber / wan es kürher hanget: also daß wan zwey solche Gewicht son-,steninallemgleichfind/ ausgenommen die Höhe oder Lange/ dasKürtzereviel öffter in einer Stund wiederkehret als das Längere. Woraus sie danendlich mit grossem Fleiß und sonderbarer Sorgfalt nach gewisser Proportion^ausgefunden/wie lang dieKette und wie schweer dieKugel lc. seyn müsse/ daßderselben jederHin- und Wiederlauff just und genau ein mmmumsecunöumd.i. ^ Theiligen einer Stund :c. abmesse und zubringe: Da dann zumExem-pelobgedachterkiccioiuzeines zu weg gebracht/ dessen Lange gewesen 1^eines Römischen Schuhes/ die Schwäre des meffinen Kügeleins nur 4.ckacwiXzc. dessen eine einige Wiederkehr just und genau iO.minutat6M3>d. i. -^ oder ^Theiligen einer Stund betroffen und abgemessen hat:Wovon dan mit mehrerem kan gesehen werden/ desselben ^imaZclrum No<v«m und zwar des n. Buchs xx. Kapitel.
So grossen Nutzen nundiese subtile und künstliche Zeit-Theilung in derßtern-Kunstund andernWiffenlchafftenhat/ so unbequem und unnöthig
ist