Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

jemals an einer künstlerischen Grundausstattung mit größeren Initialen,Fleuronne usw. Besonders hinzuweisen ist auf die Tatsache, daß der größereTeil der spätmittelalterlichen Handschriften der B-Gruppe Folioformataufweist, was einen zweispaltigen Schriftraum erlaubt und eben auchgenügend Platz für eine Ausschmückung bietet.

Bildliche Darstellungen finden sich freilich nur in Ausnahmefällen undbetreffen eher die früheren Handschriften des Bestands. Von der pro-minenten Handschrift Ms. B 113 mit ihren Federzeichnungen im Stil desUtrecht-Psalters einmal abgesehen (vgl. künftig den zweiten Katalogband),ist hier zuerst auf Ms. B 67 zu verweisen, eine mit einiger Wahr-scheinlichkeit in der Zisterzienserabtei Altenberg entstandene, auspaläographischen Erwägungen in das erste Viertel des 13. Jahrhundertsdatierbare Handschrift. Ihre sehr lebendig gestalteten koloriertenFederzeichnungen wurden in der Forschung bereits mehrfach gewürdigt.Desweiteren ist hinzuweisen auf Ms. B 31, eine wohl rheinische Handschriftaus dem 3. Viertel des 13. Jahrhunderts, die neben einigen historisiertenInitialen eine bemerkenswerte Darstellung der Kreuzigung Christi durch dieTugenden enthält. Ansonsten trifft man im Bestand hier und da eingezeichnetes Autorenportrait oder eine besonders qualitätvolle Initiale an;zahlreiche Varianten des Fleuronne, besonders die niederrheinischenSpielarten, kennzeichnen viele Bände.

Einbände

Die mittelalterlichen Handschriften der ULB Düsseldorf verfügen zumüberwiegenden Teil noch über ihre originalen Einbände; erwartungsgemäßbetrifft dies vorrangig die spätmittelalterlichen Exemplare. Dankumsichtiger Restaurierungstätigkeit konnte dieser Befund in den letztenJahren zunehmend gesichert werden und wird durch Pflege- undRestaurierungsmaßnahmen weiterhin gesichert. Wenngleich wertvollsteSpitzenerzeugnisse der alten Einbandkunst nicht geboten werden können, sobreitet sich doch ein repräsentatives Spektrum des mittelalterlichenBuchbinderhandwerks aus. Allein von den in vorliegendem Teilbandbeschriebenen Einbänden weisen die Hälfte Streicheisendekor undBlindstempelprägung auf; neun Einbände besaßen einmal Kettensicherung,was heute freilich nur noch in Spuren erkennbar ist. Von den frühestenHandschriften weist Ms. B 81 noch einen zumindest hochmittelalterlichenEinband auf, der sogar aus der Entstehungszeit des Buchblocks, also ausdem 3. Drittel des 9. Jahrhunderts stammen könnte. Diese Gleichzeitigkeitdarf man im Fall von Ms. B 29, einem Codex der 2. Hälfte des 12. Jahr-hunderts, voraussetzen. Ungewöhnlich, für ein Altenberger Produkt

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