!»■ ULB Düsseldorf +1098 855 02 UNIVERSITÄTS- UND LANDESBIBLIOTHEK DÜSSELDORF KATALOGE DER HANDSCHRIFTENABTEILUNG Herausgegeben von Irmgard Siebert Band 1 2005 Harrassowitz Verlag • Wiesbaden Die mittelalterlichen Handschriften der Signaturengruppe B in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf Teill Ms. B Ibis B 100 Beschrieben von Eef Overgaauw, Joachim Ott und Gerhard Karpp 2005 Harrassowitz Verlag • Wiesbaden kr o/ts £??<&? Gedruckt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. c <%3o ' Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. Bibliographie Information published by Die Deutsche Bibliothek: Die Deutsche Bibliothek lists this publication in the Deutsche Nationalbibliografie; detailed bibliographic data is available in the internet at http://dnb.ddb.de. Informationen zum Verlagsprogramm finden Sie unter http://www.harrassowitz.de/verlag © Otto Harrassowitz KG, Wiesbaden 2005 Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen jeder Art, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung in elektronische Systeme. Gedruckt auf alterungsbeständigem Papier. Druck und Verarbeitung: Memminger MedienCentrum AG Printed in Germany ISBN 3-447-05072-1 Inhalt Einleitung 9 Liste der in diesem Band beschriebenen Handschriften 23 Anteile der Bearbeiter 24 Abgekürzt zitierte Literatur 25 Beschreibungen Ms. B 1 bis B 100 37 Regi ster der Repertorien 321 Initienregister 328 Personen-, Orts- und Sachregister 367 Vorwort der Herausgeberin Großprojekte bibliothekarischer Erschließung, wie die Richtlinienkatalogisierung von Handschriften eines darstellt, pflegen eine lange Geschichte zu haben, die von den Bibliotheken einen ebenso langen Atem erfordert. Am ersten Band der Handschriftenkataloge der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf waren nicht nur drei Bearbeiter direkt beteiligt, die Arbeiten erstreckten sich auch über die Amtszeiten dreier Bibliotheksdirektoren bzw. -direktorinnen sowie dreier Leiter der Handschriftenabteilung. Daß bei so vielen personellen Brüchen kontinuierlich weitergearbeitet werden konnte, liegt nicht nur am hohen Stand der Professionalität und der Qualität der Arbeiten der drei Beschreiber, denen an dieser Stelle herzlich dafür gedankt sei, sondern auch an der permanenten Unterstützung und redaktionellen Betreuung durch diejenige Mitarbeiterin, die das gesamte Projekt begleitet hat: Frau Silvia Boochs betreute das Alltagsgeschäft über alle Personalwechsel hinweg und behielt dabei die Fäden so weit in der Hand, daß nun, nachdem Herr Dr. Joachim Ott es als letzter der drei Beschreiber übernommen hatte, die Katalogisate zusammenzuführen, in relativ kurzer Zeit das fertige Produkt vorlag. Dafür sei Frau Boochs ausdrücklich gedankt. Dank gebührt darüber hinaus der Deutschen Forschungsgemeinschaft, ohne deren großzügige Unterstützung das Projekt nicht hätte durchgeführt werden können, sowie der Staatsbibliothek zu Berlin, in deren Handschriftenabteilung unsere Beschreiber gastlich aufgenommen wurden und wo sie das günstige Klima fanden, das eine solche Arbeit benötigt. Dem Harrassowitz Verlag bin ich für die Übernahme der verlegerischen Betreuung sehr verbunden. Ich bin zuversichtlich, dass sich diese gute Zusammenarbeit alsbald mit weiteren Bänden der Reihe fortsetzen wird. Herr Dr. Max Plassmann, der das Dezernat Sondersammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek seit 2002 leitet, hat neben Frau Boochs wesentlich dazu beigetragen, daß die ersten 100 Codices des Fonds B nun in dieser Form der Wissenschaft präsentiert werden können. Auch ihm sei hiermit herzlich gedankt. Düsseldorf, im Juni 2004 Irmgard Siebert Einleitung Geschichte der ULB Düsseldorf und ihrer Sondersammlungen Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf 1 ist aus der Öffentlichen Bibliothek des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz hervorgegangen, die dieser 1770 in Düsseldorf gründen ließ. Nachdem ihre Bezeichnung in den Napoleonischen Kriegen und den daraus folgenden politischen Veränderungen mehrfach gewechselt hatte, wurde sie seit 1822 als preußische Königliche Bibliothek Düsseldorf und seit den 1830er Jahren als Königliche Landesbibliothek Düsseldorf bezeichnet. 1904 wurde sie als Landes- und Stadtbibliothek Besitz der Stadt Düsseldorf. 1970 ging sie in der Universitätsbibliothek Düsseldorf auf. 1993 erfolgte deren Erhebung zur Universitäts- und Landesbibliothek. Wichtig für den Aufbau der Altbestände war der Erwerb der Biblioheken von etwa 25 aufgehobenen niederrheinischen und westfälischen Klöstern ab 1803. Es handelte sich vor allem um die Bestände der Klöster des Herzogtums Berg, des rechtsrheinischen Teils des Herzogtums Kleve sowie der Grafschaft Mark. Auf diese Weise wurden etwa 16.000 bis 20.000 Drucke und der Bestand mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften übernommen. Der weitere Bestandsaufbau war durch Verschiebungen in der Erwerbungspolitik und einen phasenweise sehr geringen Erwerbungsetat bestimmt. Es gelang aber immer wieder, als Depositum oder Schenkung ganze Bibliotheken zu übernehmen, die teilweise noch heute die Struktur der Altbestände bestimmen. Heute erwirbt die Universitäts- und Landesbibliothek Literatur für den aktuellen Bedarf von Forschung und Lehre an der Heinrich-Heine- Universität Düsseldorf und übernimmt die Pflichtliteratur aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Bestände umfassen etwa 2,4 Millionen Bände. Ungefähr 8.000 in- und ausländische Zeitschriften werden laufend gehalten. Zur Geschichte der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf vgl. J. Hiller von Gaertringen, Stadt und Bibliothek. Die Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf in den Jahren 1904 bis 1970. (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 28). Düsseldorf 1997; Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur); 25 Jahre Universitätsund Landesbibliothek - 100 Jahre Landes- und Stadtbibliothek: Beiträge zum Doppeljubiläum der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf (Schriften der Universitätsund Landesbibliothek Düsseldorf, 37). Düsseldorf 2004. Einleitung Die Stadt Düsseldorf hat bei der Übergabe der Landes- und Stadtbibliothek an das Land Nordrhein-Westfalen 1970 die Handschriften und Inkunabeln in ihrem Eigentum behalten, sie also vom gewachsenen Bestand der Klosterbibliotheken, in den sie ursprünglich gehörten, abgetrennt. Die meisten neuzeitlichen Handschriften und Autographen bildeten den Grundstock der Bestände des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf. Die mittelalterlichen Codices und Fragmente von Codices, ein Teil der frühneuzeitlichen Manuskripte sowie die Inkunabeln hingegen wurden 1977 als Dauerleihgabe der Universitätsbibliothek übergeben, wo sie seit 1979 in einem klimatisierten Tresor im Bibliotheksneubau untergebracht sind. Es handelt sich um 386 Handschriften, 2 die zum überwiegenden Teil mittelalterlichen Ursprungs sind. Hinzuzurechnen sind 38 Handschriften aus dem Depositum Binterim, der Bibliothek des Düsseldorfer Pfarrers und Kirchenhistorikers Anton Joseph Binterim (1779-1855). Diese sind jedoch fast ausschließlich neuzeitlich. Zur Handschriftensammlung gehören schließlich auch etwa 750 meist mittelalterliche Fragmente (ca. 1.500 Blätter), die derzeit in einem eigenen Erschließungsprojekt bearbeitet werden. Der Kernbestand der mittelalterlichen Codices wurde von Theodor Joseph Lacomblet (1789-1866), der als Leiter des Düsseldorfer Staatsarchivs nebenamtlich die Bibliothek betreute, vor 1850 in sieben Gruppen unterteilt: A Bibelhandschriften B Theologische Schriften C Martyrologische Schriften, Heiligen-Viten, geistliche Ordenssachen, Ritualien D Ritualien mit vorzüglicher Kunstausstattung E Konzilien, Dekretalen, Römisches Recht, Medizin F Scholastik, Philologie G Geschichte Das darauf fußende Signaturensystem hat trotz mancher Kritik, die man daran etwa wegen der Vermischung inhaltlicher und äußerer Kriterien bei den Gruppen C und D üben kann, bis heute Gültigkeit. Ergänzt wurde es mittlerweile um die Gruppen K und M, die Fragmente aufnehmen, und um die Gruppen N für Neuerwerbungen bis 1977 und P für Zugänge nach 1977. 2 Vgl. dazu: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur). 3 Vgl. Klaus Zechiel-Eckes (Bearb.): Katalog der frühmittelalterlichen Fragmente der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Vom beginnenden achten bis zum ausgehenden neunten Jahrhundert (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 34). Wiesbaden 2003. 10 Einleitung Der Inkunabelbestand, in dessen Einbänden sich noch zahlreiche weitere Handschriftenfragmente befinden, umfasst 998 Titel, davon 18 Fragmente. 4 Etwa 5.000 Titel aus dem 16. und ca. 7.000 aus dem 17. Jahrhundert schließen sich an. Die Drucke des 15. bis 17. Jahrhunderts werden gemeinsam mit den Handschriften im Dezernat Sondersammlungen verwaltet und auch in einem gemeinsamen Sonderlesesaal benutzt, so dass gewährleistet ist, dass die einstmals zusammengehörigen Bestände aus Klosterbibliotheken nicht durch eine Einteilung ihrer Bearbeitung anhand moderner Maßstäbe auseinandergerissen werden. Die systematische Erschließung der Handschriften wurde auf älteren Vorarbeiten u.a. Gerhard Karpps fußend mit dem 1993 erschienenen Hand- schriftencensus Rheinland 5 eingeleitet. Die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Richtlinienkatalogisierung begann 1998 und hat als erstes Ergebnis den vorliegenden Band mit den ersten 100 Handschriften des Fonds B erbracht. Vorleistungen und Hilfsmittel Die mittelalterlichen Handschriften der Düsseldorfer B-Gruppe waren in der Zeit vor ihrer modernen Erschließung in Inventaren summarisch dokumentiert. Läßt man die zum Teil ausführlichen Untersuchungen der Forschung zu einzelnen Handschriften, namentlich zu den Spitzenstücken (Ms. B 3; Ms. B 67; Ms. B 80; Ms. B 113), die im Katalogteil jeweils benannt sind, einmal beiseite, so ist auf die folgenden Vorleistungen zu verweisen: Mehrere Erschließungsansätze der Düsseldorfer Handschriften aus dem 19. und 20. Jahrhundert liegen ungedruckt vor, als Manuskript oder Typo- skript. An erster Stelle zu nennen ist der 1850 von Theodor Joseph Lacomblet abgeschlossene „Katalog der Handschriften der königlichen Landesbibliothek zu Düsseldorf'. Es handelt sich um ein in die noch heute maßgeblichen Buchstaben-Signaturengruppen unterteiltes handschriftliches Inventar mit knappen Angaben zu Beschreibstoff, Format (manchmal Blattzahl), Datierung, Inhalt und Schreibsprache jeder Handschrift, hier und da mit Notae zu Besonderheiten, etwa der künstlerischen Ausgestaltung. 6 Wie bei vielen Bibliothekskatalogen des 19. Jahrhunderts handelt es sich um ein mit Sachverstand angelegtes Verzeichnis von Grunddaten, nicht aber um 4 Vgl. Inkunabelkatalog Düsseldorf (s. Abgekürzte Literatur). 5 Handschriftencensus Rheinland (s. Abgekürzte Literatur). Nr. 442-826 verzeichnen die mittelalterlichen Handschriften der ULB Düsseldorf. 6 Teilabdruck in: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur) S. 513-516. Zu Lacomblets Methode und Systematik vgl. Karpp, Die Sammlung mittelalterlicher Handschriften in der Universitätsbibliothek Düsseldorf, in: Westfälische Forschungen 41, 1991, S. 360- 378, hier S. 361-363 (frühere Version in: Codices Manuscripti 7, 1981, S. 4-13). 11 Einleitung ein tiefergehendes Erschließungswerk. Letzterem Desiderat versuchte bereits 1930 der Düsseldorfer Bibliothekar Hermann Reuter (1880-1970) zu entsprechen. Doch blieb sein Katalog, der auf eine ausführliche Beschreibung des Äußeren, der Geschichte und des Inhalts der Düsseldorfer Handschriften bedacht war, fragmentarisch. 7 Zwischen 1909 und 1926 hatten Reuter selbst, Walther Dolch und Otto Grüters im Auftrag der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin für das Projekt „Inventarisation der deutschen Handschriften des Mittelalters" ausführliche, teilweise um Zeichnungen von Wasserzeichen ergänzte handschriftliche Beschreibungen u.a. von neun Bänden der B-Gruppe (im vorliegenden Katalogband Ms. B 82; Ms. B 94a) angefertigt. 8 14 B- Handschriften, in denen sich Texte des mittelniederdeutschen bzw. mittelniederländischen Sprachraums finden, sind beschrieben oder erwähnt in den handschriftlichen Aufzeichnungen zur „Bibliotheca Neerlandica Manuscripta" von Willem de Vreese. 9 Das Augenmerk auf die in Düsseldorf vorhandenen Handschriften der Kreuzherrenkonvente Düsseldorf und Marienfrede richtet der zweite Teil der „Bibliotheca Manuscripta Fratrum Sanctae Crucis" von Antoine van de Pasch, 1951 in Cuyk entstanden und maschinenschriftlich geblieben. Dort geht es weniger um das Beschreiben als um eine statistische Auswertung des Inhalts der betreffenden Handschriften. 10 In gedruckter Form liegen schon aus dem 19. Jahrhundert Listen mit Erwähnungen oder kurzen Beschreibungen Düsseldorfer Handschriften vor, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann; auch sie sind im Katalogteil berücksichtigt. Gemeint sind eher zufällige Produkte von Forschungsreisen oder die Ergebnisse themengebundener Recherchen. 11 Erst der 1993 erschienene Handschriftencensus Rheinland bietet eine lückenlose Erfassung aller Düsseldorfer mittelalterlichen Handschriften. Ein Census kann und will jedoch nicht mehr, aber auch nicht weniger sein als ein Be- 1 7 Standsverzeichnis. Es versteht sich, daß der enorme Vorteil eines solchen Projekts, in möglichst kurzem Erfassungszeitraum einen Gesamtüberblick über das Material zu liefern und damit das Erhaltene zunächst (nicht selten 7 Auszug aus Reuters Katalog in: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur) S. 536-539. 8 Heute im Handschriftenarchiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin; Kopien vorhanden in der ULB Düsseldorf. 9 Enthalten im Nachlaß de Vreeses in der ÜB Leiden; Kopien vorhanden in der ULB Düsseldorf. In diesem Zusammenhang ist zu verweisen auf die gedruckt vorliegenden Beschreibungen von acht B-Handschriften bei Borchling (s. Abgekürzte Literatur), im vorliegenden Katalogband Ms. B 30b, Ms. B 42, Ms. B 82. 10 Exemplar in der ULB Düsseldorf vorhanden. 11 Vgl. nur Ilgen und Wattenbach (s. Abgekürzte Literatur). 12 Näheres in der Einleitung des Handschriftencensus Rheinland (s. Abgekürzte Literatur), S. 1-21. 12 Einleitung erstmals) zu dokumentieren, den Nachteil mit sich bringt, daß die Beschreibungen mangels zeitlich ausgedehnterer Beschäftigung fehlerbehaftet sein können. Der vorliegende Katalogband und die ihm zugehörigen weiteren Katalogbände werden den auf die Düsseldorfer ULB bezogenen Teil des Handschriftencensus Rheinland ersetzen und auch dessen Fehlschlüsse zu beseitigen versuchen. Dabei ist zu betonen, daß die Erfassungsarbeit auf dem Census aufbauen konnte und durch diesen beschleunigt wurde. Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel, das hier nicht verschwiegen werden soll, ist die laufend fortgeführte Zettelkartei in der Handschriftenabteilung der ULB Düsseldorf, die der Bibliothek bekanntgewordene Sekundärliteratur zu den Düsseldorfer Handschriften dokumentiert. Allgemeine Charakterisierung der B-Gruppe Die Signaturenreihe mit der Ordnungsziffer B bildet mit knapp 220 Nummern die mit Abstand größte Gruppe der Handschriften der ULB Düsseldorf. Lacomblet betitelte sie in seinem Katalog (s.o.) „Theologische Schriften, in alphabetischer Folge", und in der Tat umfaßt die Gruppe alle Theologica, die weder der 'Bibelgruppe' A, noch den hagiographisch und liturgisch ausgerichteten Gruppen C und D oder den danach folgenden Kleingruppen des Düsseldorfer Bestands zuzuordnen waren (das Lektionar Ms. B 87 ist aufgrund einer alten inhaltlichen Fehleinschätzung ein Irrläufer). Dies bedeutet: Die B-Gruppe umfaßt viel Patristik und im übrigen einen reichhaltigen Querschnitt durch das hoch- und spätmittelalterliche theologische Schrifttum. Zu bedenken ist dabei, daß die B-Gruppe zwar vornehmlich mittelalterliche Handschriften enthält, aber auch vereinzelte frühneuzeitliche Bände, die in vorliegendem ersten und dem anschließenden zweiten Katalogband nicht erfaßt werden und auch nicht im Handschriftencensus Rheinland dokumentiert sind: Ms. B 45, 57, 63, 72, 111, 122, 127, 128, 133, 148, 149, 162, 189, 192, 196, 199, 200, 201 sind Handschriften aus dem ausgehenden 16. bis zum 18. Jahrhundert, zumeist solche des 17. Jahrhunderts. 13 Die Handschrift Ms. B 106, nach Lacomblet ein Band des 15. Jahrhunderts mit einem Passionstraktat, ging bei einem Brand von 1872 verloren. Die übrigen gut 200 Handschriften - hinzu kommen wenige Fragmente - stammen aus dem 9. bis 16. Jahrhundert (Näheres s.u.). Die Anordnung der B-Gruppe war von Lacomblet wie erwähnt prinzipiell alphabetisch gedacht, mit Orientierung an Verfassernamen und Titelansetzungen, was angesichts der zahlreichen Sammelhandschriften nur ansatzweise gelingen konnte. Insbesondere gegen Ende der Gruppe ist 13 Bis auf Ms. B 133 befinden sich diese Handschriften im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. 13 Einleitung vieles dabei, was nicht auf diese Weise einzugliedern war. Einige größere Binnengruppen fallen auf, etwa die besonders hohe Anzahl von Bernhard- Handschriften oder die Bände mit Schriften Gregors des Großen. Zum ganz überwiegenden Teil enthalten die Handschriften der B-Gruppe lateinische Texte, nur in wenigen Fällen finden sich mittelniederdeutsche bzw. mittelniederländische oder gar althochdeutsche Schriften (s.u.). Bis zur Fertigstellung des aktuellen Katalogisierungsprojekts gibt der Handschrift- encensus Rheinland einen Gesamtüberblick über die genaue Zusammensetzung des mittelalterlichen Teils der B-Gruppe. Provenienzen Das Provenienzgefüge der mittelalterlichen Handschriften der ULB Düsseldorf, das sich an der B-Gruppe am deutlichsten ablesen läßt, ist an anderer Stelle bereits zur Genüge beschrieben worden. 14 Daher kann hier ein kurzer Überblick genügen, mit besonderem Augenmerk auf die Provenienzen der in diesem Band beschriebenen Handschriften. Die meisten der nachfolgend genannten Herkunftsorte betreffen jedoch auch die Handschriften der übrigen Katalogteilbände. Grundsätzlich ist festzustellen, daß der Düsseldorfer Altbestand sich den Folgen der Säkularisation seit 1803 verdankt, die mittelalterlichen Handschriften mithin bis auf wenige Ausnahmen aus ehemaligem Kirchen- bzw. Klosterbesitz stammen. Es handelt sich fast durchweg um solche geistlichen Korporationen, die am Niederrhein oder in Westfalen ansässig waren. Quantitativ beherrschen den Bestand jene Handschriften, die aus dem Besitz der Kreuzherrenkonvente Düsseldorf und Marienfrede stammen, wo sie in den meisten Fällen auch entstanden waren (s.u.). In die Hofbibliothek Düsseldorf gelangten sie 1809 (Marienfrede) respektive Ende 1812 (Düsseldorf). Der Kreuzherrenkonvent Düsseldorf wurde faktisch wohl 1438 gegründet, wenn auch die Gründungsurkunde erst aus dem Jahr 1443 14 Die wichtigsten Provenienzen sind mit Bezug auf die Inkunabeln der Düsseldorfer ULB, aber ohne weiteres auch auf deren mittelalterliche Handschriften übertragbar, dargestellt in: Inkunabelkatalog Düsseldorf (s. Abgekürzte Literatur) S. 8-52. Zusamen- fassend G. Karpp, Die Sammlung... (1991; vgl. Anm. 6), S. 361-363; über Düsseldorf: Finger, Bibliotheken (s. Abgekürzte Literatur, streckenweise wortgleich zum Inkunabelkatalog); zuletzt: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur) S. 33-37 (allgemein), 49- 68 (K. Bodarwe: Essen, Werden), 145-162 (H. Finger: Kreuzherrenkonvente Beyen- burg, Düsseldorf, Marienfrede). Zum Kreuzherrenkonvent Düsseldorf jetzt auch U. Brzosa, Die Geschichte der katholischen Kirche in Düsseldorf von den Anfängen bis zur Säkularisation, Köln 2001 (Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte, 24), S. 241— 246. Weitere einschlägige Literatur ist im Katalogteil bei den jeweiligen Handschriften genannt. 14 Einleitung stammt. Die Stiftung erfolgte auf Initiative Herzog Gerhards II. (1437— 1475), mit dessen Haus der Konvent eng verbunden blieb. 1803 erfolgte die Aufhebung des Klosters. Der Kreuzherrenkonvent Marienfrede im Gerichtsbezirk Ringenberg geht auf eine Besitzstiftung des Johannes von Capellen aus dem Jahr 1439 zurück, deren Nutznießer zunächst die Augustinerchorherren von Schoonhoven, ab 1444 dann die Kreuzbrüder von Osterberg waren. Letztere richteten kurz danach Marienfrede als Tochtergründung ein. 1806 wurde der Konvent aufgehoben. In der Regel sind die Bände aus Marienfrede gekennzeichnet durch ein mit einem Stempeleisen in den Ober- oder Unterschnitt eingebranntes Kreuz, das auf den Ordo sanctae crucis verweist. Einige der Marienfreder Handschriften oder Teile aus solchen gehörten zuvor einem nicht eindeutig identifizierbaren Johannes Amelonck (vgl. im vorliegenden Katalogband Ms. B 7; Ms. B 61; Ms. B 74). Gelegentlich sind weitere Vorbesitzer nachmalig Düsseldorfer oder Marienfreder Kreuzherrenhandschriften bekannt geworden (vgl. hier Ms. B 24; Ms. B 74; Ms. B 100); eine besonders interessante Provenienzabfolge läßt sich bei Ms. B 98 feststellen, die vor ihrem Eintreffen in Marienfrede schon einige Stationen hinter sich hatte. Aus einem dritten Kreuzherrenkonvent, jenem von Steinhaus bzw. Beyenburg, stammt im vorliegenden Katalogband Ms. B 32, eine von drei Handschriften dieser Provenienz. Beim gräflichen Gut Steinhaus war den Kreuzherren 1298 eine Kapelle übertragen worden, und die 1303 erfolgte Stiftung des nahe an der Wupper gelegenen Berges Beyenburg bedingte die Umsiedlung der Kreuzherren aus Steinhaus dorthin wohl noch im 14. Jahrhundert. 1803 wurde der Konvent aufgelöst, 1806 gelangte sein Buchbestand nach Düsseldorf. Zahlreiche Düsseldorfer Handschriften befanden sich früher in Bibliotheken von Zisterzienserklöstern. Den bedeutendsten Anteil beanspruchen hier die Bände aus der Zisterzienserabtei Altenberg, die zugleich zu den ältesten in Düsseldorf verwahrten Handschriften zählen. Allein im vor- liegenen Katalogband sind knapp zwei Dutzend davon erfaßt. 1133 wurde, ausgehend von Morimond über Kamp am Niederrhein, die Altenberger Niederlassung gegründet. Obgleich ein eigenes Skriptorium dort vermutlich von Anfang an bestand, fehlen für die meisten der Handschriften aus ehemals Altenberger Besitz sichere Hinweise darauf, daß sie in der Abtei selbst entstanden. Man darf dies jedoch in vielen Fällen durchaus als wahrscheinlich betrachten. 1803 wurde die Abtei aufgehoben, und Ende desselben Jahres überführte man ihren Buchbesitz nach Düsseldorf, wovon mehrere Inventarlisten Zeugnis ablegen. Zahlenmäßig an zweiter Stelle zu nennen ist das Zisterzienserinnenkloster Kentrop, im vorliegenden Katalogband vertreten mit fünf Handschriften. Kentrop geht auf eine vom Grafen Engelbert I. von der Mark (| 1277) 1270/71 getätigte Ländereistiftung in Hamm und nahe der Burg Mark zurück. 1277 wurde die dort angesiedelte 15 Einleitung Frauengemeinschaft in den Zisterzienserorden aufgenommen, das Visitationsrecht übte der Altenberger Abt aus. 1290 zogen die Frauen auf den Hof Kentrop um. Formal säkularisiert wurde das Zisterzienserinnenkloster Kentrop im Jahr 1804, die tatsächliche Aufhebung erfolgte 1808, wonach der verbliebene Buchbestand nach Düsseldorf gelangte. Der 1189 von Zisterziensern besiedelten, 1803 aufgelösten Abtei Heisterbach gehörte seit 1683 die heutige Düsseldorfer Ms. B 31. Sie befand sich zuvor im Besitz des gemäß einer Legende auf einer Gründung von 1093 basierenden, 1804 säkularisierten Zisterzienserinnenklosters Blatzheim. Sechs der im vorliegenden Band beschriebenen Handschriften befanden sich in der Bibliothek des Kanonissenstifts Essen (zuletzt fürstliches, freiweltliches Damenstift genannt). Auf diesen Vorbesitz gehen die bedeutendsten Handschriften der ULB Düsseldorf zurück. Um 850 vom Hildesheimer Bischof Altfrid begründet, erlebte das Stift im Hochmittelalter seine Hochblüte. In den Handschriften finden sich neben alten Benutzungsspuren auch Zeugnisse früherer Essener bibliothekarischer Aktivitäten. Obwohl das Stift schon 1803 säkularisiert worden war, gelangten die meisten Handschriften seines Besitzes erst 1819/20 in die Düsseldorfer Landesbibliothek. Aus der nahegelegenen, kurz vor 800 vom hl. Liudger gegründeten Benediktinerabtei Werden, in bezug auf die Inkunabeln der ULB eine der wichtigsten Provenienzen, stammt Ms. B 81, die möglicherweise auch dort entstand. In der Folge der bereits 1802 eingeleiteten Säkularisierung dieser Abtei kam die Handschrift 1811 nach Düsseldorf. Folgende Herkunftsorte sind außerdem zu nennen: Ms. B 30b gehörte früher den Augustinerinnen in Marienbrink zu Coesfeld, deren Haus einer Stiftung des Priesters Johannes Vischer von 1427 zu verdanken ist und 1810 aufgelöst wurde. Ms. B 11 und Ms. B 35 stammen aus dem Marienstift Düsseldorf, das 1288 entstand und 1805 säkularisiert wurde. Als Solitäre zu betrachten sind die wenigen Handschriften des Bestands, die nie einer der oben genannten Kongregationen gehörten, sondern einer Einzelperson, lange oder kurz bevor sie nach Düsseldorf kamen. In vorliegendem Band betrifft dies Ms. B 78, ehemals Eigentum eines Pfarrers, der auf seinen Besitzeintrag wenig Sorgfalt verwendete und deshalb bis auf weiteres nicht mit vollem Namen bestimmbar ist; Ms. B 95 nannte zeitweilig ein gewisser Hermannus Nepos sein eigen. Entstehungsorte und Entstehungszeitraum Bis auf wenige Ausnahmen sind die mittelalterlichen Handschriften der Düsseldorfer ULB im Rheinland respektive im Westfälischen entstanden; ein Großteil läßt sich dem nördlichen Rheinland, also den Regionen am 16 Einleitung Niederrhein zuordnen. In den oben unter den Provenienzen genannten Klöstern sind die meisten dieser Handschriften auch entstanden. Zahlenmäßig ragt der Kreuzherrenkonvent Düsseldorf heraus, dem allein im vorliegenden Band sicher 22 Handschriften zuzuweisen sind; der Bruderkonvent in Marienfrede kommt hier auf sieben Handschriften. Bei nicht wenigen weiteren Bänden oder Teilen von solchen sind diese beiden Entstehungsorte als wahrscheinlich zu erachten. Hier beschriebene 15 Handschriften der Provenienz Altenberg könnten dortselbst auch entstanden sein; sichere Anhaltspunkte dafür fehlen allerdings. Aus dem Rahmen fallen würden Ms. B 3, Ms. B 79 und Ms. B 81, sollten sie tatsächlich, wie jeweils mit guten Gründen vermutet wurde, nicht in rheinischen Klöstern, sondern im Norden Frankreichs angefertigt worden sein. Die Handschriften der B-Gruppe stammen erwartungsgemäß größtenteils aus dem 15. Jahrhundert, überwiegend aus dessen zweiter Hälfte. In vorliegendem Katalogband betrifft dies mit etwas mehr als 60 von 100 beschriebenen Handschriften (gänzlich oder teilweise) beinahe zwei Drittel. Knapp ein Dutzend Exemplare gehören in das erste Viertel des 16. Jahrhunderts, also in noch spätere Zeit; Ms. B 1 mit einem 1548 datierten Nachtrag und Ms. B 66 als zeitlicher Ausreißer (gegen 1564) wurden gleichfalls noch aufgenommen. Die restlichen hier beschriebenen Handschriften verteilen sich zum größeren Teil auf das 14. Jahrhundert (sieben Bände gänzlich) und das 12. Jahrhundert (acht gänzlich); zwei Bände (Ms. B 31; Ms. B 67) sind aus dem 13. Jh. überliefert, keiner aus dem 11. Jahrhundert. Immerhin zwei Handschriften (Ms. B 8; Ms. B 80) sind dem 10. Jahrhundert und vier Handschriften dem 9. Jahrhundert (Ms. B 3; Ms. B 4; Ms. B 79; Ms. B 81) zuzurechnen. Nicht berücksichtigt ist in dieser Aufzählung die zeitlich und inhaltlich disparate Makulatur, die sich in vielen Bänden findet und im Katalogteil stets miterfaßt ist. Schreiber Wie es das Provenienzgefüge der Düsseldorfer Handschriften erwarten läßt, können die meisten Schreiberpersönlichkeiten in Bänden der Kreuzherrenkonvente Düsseldorf und Marienfrede dingfest gemacht werden. Herauszuheben ist der augenscheinlich fleißigste Düsseldorfer Kreuzherr, Henricus de Werdenborch (auch de Broichusen), dessen Hand sich in etwa 20 Bänden nachweisen läßt. 1427 geboren und hochbetagt 1513 gestorben, stellte er seine um die Mitte des 15. Jahrhunderts erlernte, bis zuletzt beibehaltene und daher schließlich recht altertümlich wirkende Hybrida 15 in 15 Auch unter der Bezeichnung „Bastarda" geläufig. Im vorliegenden Katalog orientieren sich jedoch die Benennungen spätmittelalterlicher Schriftarten mit Blick auf die über- 17 Einleitung den Dienst der Anfertigung von Abschriften. Insbesondere in den Jahren nach 1500, als die Vorherrschaft des gedruckten Buchs längst erreicht war, schrieb er noch immer vieles ab, gemeinsam mit einigen Mitbrüdern - besonders zu nennen ist Henricus de Gerresheim. Manchmal kam es dabei sozusagen zu einer Retrokonversion, wenn frühe Drucke die Vorlage für Handschriften abgaben. In einigen Fällen läßt sich dies nur vermuten, nachweisbar ist es für Ms. B 77, eine von Henricus de Werdenborch seiner Erinnerung nach 1508 angefertigte getreue Abschrift eines Gerson-Drucks von 1502. Jüngere Angehörige des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents und Karrieristen dort waren Henricus Millingen und Jordanus de Traiecto (Utrecht). Was den Kreuzherrenkonvent Marienfrede anbelangt, so ist Lambertus de Xanctis besonders zu erwähnen, von dem angenommen werden kann, daß er nicht allein Schreiber, sondern auch Illuminator von Handschriften war; hier und da trifft man ihn zudem als Korrektor an. Interessant ist auch Amoldus de Vorschelen, der seinen Lebensabend möglicherweise in Marienfrede verbrachte und dessen frühere Tätigkeitsstationen recht gut verfolgt werden können. Hervorzuheben sind schließlich drei frühe Schreibernennungen im Bestand, ein wohl Altenberger Mönch des 12. Jahrhunderts namens Byrchardys (Burchardus) (Ms. B 17) sowie Albertus, Pfarrer in „Goedinghen" (Ms. B 84) und Matthias dictus papa de Aquis (Ms. B 24), beide im 14. Jahrhundert tätig. Schreibende Frauen begegnen in Handschriften der Zisterzen St. Jöris/Georgenbusch {Elisabeth de Strabach) und Kentrop {Anna Kyttelers, Katharina Konnygs, Katharina de Westhoven). Äußeres (allgemein; Buchschmuck) Alles in allem lassen sich die Handschriften der Düsseldorfer B-Gruppe als durchaus repräsentative, ambitioniert ausgestaltete Gebrauchsbände charakterisieren. Viele der spätmittelalterlichen Exemplare sind noch heute in gutem Zustand, nicht zuletzt dank ihrer qualitativ guten Papiersorten und ihrer robusten, von Meisterhand gearbeiteten Einbände. Konzeptartig wirkende, flüchtig beschriftete, eher behelfsmäßig gebundene Exemplare finden sich kaum. Dies liegt unter anderem an der Tatsache, daß gerade die Kreuzherren, deren Handschriften einen Großteil des Bestands ausmachen, der guten Lesbarkeit und äußeren Qualität ihrer Textabschriften Bedeutung zumaßen: Meist in gepflegter Hybrida beschriftet, fehlt es ihnen kaum wiegend niederrheinischen Provenienzen der Düsseldorfer Handschriften in der Regel an der Nomenklatur von G. I. Lieftinck, vgl. Manuscrits dates conserves dans les Pays- Bas, Bd. 1, Textbd., Amsterdam 1964, S. XIII-XVII. 18 Einleitung jemals an einer künstlerischen Grundausstattung mit größeren Initialen, Fleuronne usw. Besonders hinzuweisen ist auf die Tatsache, daß der größere Teil der spätmittelalterlichen Handschriften der B-Gruppe Folioformat aufweist, was einen zweispaltigen Schriftraum erlaubt und eben auch genügend Platz für eine Ausschmückung bietet. Bildliche Darstellungen finden sich freilich nur in Ausnahmefällen und betreffen eher die früheren Handschriften des Bestands. Von der prominenten Handschrift Ms. B 113 mit ihren Federzeichnungen im Stil des Utrecht-Psalters einmal abgesehen (vgl. künftig den zweiten Katalogband), ist hier zuerst auf Ms. B 67 zu verweisen, eine mit einiger Wahrscheinlichkeit in der Zisterzienserabtei Altenberg entstandene, aus paläographischen Erwägungen in das erste Viertel des 13. Jahrhunderts datierbare Handschrift. Ihre sehr lebendig gestalteten kolorierten Federzeichnungen wurden in der Forschung bereits mehrfach gewürdigt. Desweiteren ist hinzuweisen auf Ms. B 31, eine wohl rheinische Handschrift aus dem 3. Viertel des 13. Jahrhunderts, die neben einigen historisierten Initialen eine bemerkenswerte Darstellung der Kreuzigung Christi durch die Tugenden enthält. Ansonsten trifft man im Bestand hier und da ein gezeichnetes Autorenportrait oder eine besonders qualitätvolle Initiale an; zahlreiche Varianten des Fleuronne, besonders die niederrheinischen Spielarten, kennzeichnen viele Bände. Einbände Die mittelalterlichen Handschriften der ULB Düsseldorf verfügen zum überwiegenden Teil noch über ihre originalen Einbände; erwartungsgemäß betrifft dies vorrangig die spätmittelalterlichen Exemplare. Dank umsichtiger Restaurierungstätigkeit konnte dieser Befund in den letzten Jahren zunehmend gesichert werden und wird durch Pflege- und Restaurierungsmaßnahmen weiterhin gesichert. Wenngleich wertvollste Spitzenerzeugnisse der alten Einbandkunst nicht geboten werden können, so breitet sich doch ein repräsentatives Spektrum des mittelalterlichen Buchbinderhandwerks aus. Allein von den in vorliegendem Teilband beschriebenen Einbänden weisen die Hälfte Streicheisendekor und Blindstempelprägung auf; neun Einbände besaßen einmal Kettensicherung, was heute freilich nur noch in Spuren erkennbar ist. Von den frühesten Handschriften weist Ms. B 81 noch einen zumindest hochmittelalterlichen Einband auf, der sogar aus der Entstehungszeit des Buchblocks, also aus dem 3. Drittel des 9. Jahrhunderts stammen könnte. Diese Gleichzeitigkeit darf man im Fall von Ms. B 29, einem Codex der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts, voraussetzen. Ungewöhnlich, für ein Altenberger Produkt 19 Einleitung allerdings nicht ganz überraschend, ist die Machart dieses Einbands, dessen Schließen und Betitelung auf den Rückdeckel ausgerichtet sind. Eine andere Minderheit im Bestand bilden Renaissance-Einbände (hier Ms. B 1; Ms. B 31; Ms. B 34; Ms. B 43; Ms. B 66). Dominant dagegen sind wie gesagt die spätmittelalterlichen Einbände. Unter den bestimmbaren Werkstätten ragt zahlenmäßig jene des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf heraus (im vorliegenden Katalogband mindestens 27 Einbände), danach folgen jene des Kreuzherrenkonvents Marienfrede (mindestens acht Arbeiten) und der Altenberger Zisterzienserabtei (drei Einbände). Auch Ms. B 93 muß in Düsseldorf gebunden worden sein, kann jedenfalls nicht mit Warendorf (so Schunke) in Verbindung gebracht werden. Ms. B 30b trägt einen Einband aus der Werkstatt der Brüder vom gemeinsamen Leben in Münster. Der Einband von Ms. B 94a ist der einstweilen nicht näher lokalisierbaren niederrheinischen Werkstatt „Calcar II" (nach Schunke) zuzuweisen; jener von Ms. B 13 könnte in Deventer entstanden sein. Dieser knappe Überblick darf hier als ausreichend betrachtet werden, dank der ausführlichen wissenschaftlichen Erschließung der den Düsseldorfer Bestand betreffenden Einbandwerkstätten durch Sylvie Karpp-Jacottet und Gerhard Karpp. 16 Texte (Besonderheiten) Neben zahlreichen häufig überlieferten Texten aus Patristik und Mittelalter finden sich im Bestand der Düsseldorfer B-Gruppe wiederholt seltene oder singulare Textzeugen, wie einige Beispiele verdeutlichen können. An erster Stelle sind - wiederum auf den vorliegenden Katalogband bezogen - einige der ältesten Handschriften zu nennen. Ms. B 3 aus dem frühen 9. Jahrhundert, schon wegen des Schriftstils (Corbie ab-Typ) und einiger Essener Verwendungsspuren außerordentlich interessant, enthält frühe Überlieferungen der Genesiskommentare des Claudius Taurinensis und Alkuins sowie des 'Neuen Hymnars', außerdem vielleicht den frühesten Textzeugen von Gregors des Großen Hoheliedkommentar; eine rührende Fußnote der monastischen Alltagshistorie ist ein am Schluß notierter Bittbrief einer Kanonisse. Für die Geschichte Essens nicht weniger aufschlußreich sind der 16 Vgl. für Altenberg Karpp-Jacottet/Karpp, Altenberg; für Marienfrede Karpp-Jacottet, Marienfrede (s. jeweils Abgekürzte Literatur); für Werden (betrifft in der B-Gruppe nur Ms. B 191) S. Karpp-Jacottet, Nachlese zu Werdener Einbänden S-SI und II, in: Einbandforschung, Informationsblatt des Arbeitskreises für die Erfassung und Erschließung Historischer Bucheinbände (AEB), Heft 12 (2003), S. 76-78. Ein entsprechender Beitrag über die Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf, in der ein beträchtlicher Teil der Handschriften der B-Gruppe gebunden wurde, befindet sich in Vorbereitung. Alle genannten Beiträge enthalten Abbildungen des nachweisbaren Stempelrepertoires der jeweiligen Werkstatt. 20 Einleitung alte Bibliothekskatalog in Ms. B 4 und die altsächsischen Heberollen in Ms. B 80, wo sich zudem - gleichfalls auf altsächsisch - Glossen zu Gregors des Großen Evangelienhomilien und eine Allerheiligenhomilie finden. Desweiteren sind hervorzuheben: aus der hochmittelalterlichen Kommentarliteratur ein Apokalypsenkommentar in Ms. B 19 und ein Bibelkommentar im dritten Teil von Ms. B 26; aus der Kanonistik das 'Regimen conscientiae' und weiteres in Ms. B 24 sowie aus der spätmittelalterlichen Homiletik das in Ms. B 46, Ms. B 47 und Ms. B 48 (sowie Ms. B 168) überlieferte Predigtwerk des Weseler Kartäusers Theodoricus Bollick. Seltene oder singulare Werke der Verfasser Johannes Blomendal (Ms. B 7) und Arnold Heymerick (Ms. B 75) wie auch informative Pilgertexte in Ms. B 39 und eine ungewöhnliche Version der 'Visio Tnugdali' in Ms. B 93 tragen desweiteren zur Bedeutung des Bestands bei. Auch die Makulatur der katalogisierten Handschriften wartete zuweilen mit einer Überraschung auf. So fanden sich als Spiegel von Ms. B 50 und Ms. B 51 Überbleibsel eines zuvor nicht bekannten Kommentars zu Alexander de Villa Dei aus der Feder eines Magisters Johannes aus Köln respektive Frankfurt am Main. Für die Forschung zum hebräischen Schrifttum von Interesse sind Fragmente eines babylonischen Talmuds in Ms. B 91 (und Ms. B 125). Die mit der niederrheinischen Herkunft der meisten Handschriften des Bestands einhergehende, allerdings nur sporadische Überlieferung auch mittelniederdeutscher (teils die Grenze zum Mittelniederländischen überschreitender) Texte ist durchweg von Bedeutung. Für den vorliegenden Katalogband zu nennen ist Ms. B 82 mit den Evangelienhomilien Gregors des Großen, die auf der Übersetzung des 'Bijbelvertaler van 1360' fußen, sowie die Übertragungen der Hoheliedpredigten Bernhards von Clairvaux in Ms. B 42 und einer größeren Anzahl von De tempore-Predigten Jordans von Quedlinburg in Ms. B 94a. Zur Anlage dieses Katalogs Die Beschreibungen des vorliegenden Katalogbandes sind gemäß den „Richtlinien Handschriftenkatalogisierung" (zuletzt in der 5. Auflage von 1992) der Deutschen Forschungsgemeinschaft erstellt und daher im allgemeinen Aufbau standardisiert. Wie dies die Beteiligung von drei Bearbeitern erwarten läßt, wird der Benutzer des Bandes allerdings mit drei im Detail abweichenden Erfassungsansätzen, man könnte auch sagen: Katalogisierungsschulen konfrontiert. Wo genau die Unterschiede und wo die Gemeinsamkeiten liegen, erschließt sich unmittelbar bei Lektüre des 21 Einleitung 1 7 Katalogs, dies muß hier nicht im einzelnen dargelegt werden. Bei der durch Joachim Ott besorgten Schlußredaktion des Bandes wurde darauf geachtet, eine größtmögliche, die Substanz aber möglichst wenig angreifende Glättung der Texte im Sinne der Einheitlichkeit des Ganzen vorzunehmen; die drei Bearbeiteranteile wurden durch Querverweise vernetzt. Jeder der drei Bearbeiter übernimmt für seinen Beitrag die ungeteilte inhaltliche Verantwortung. Joachim Ott Max Plassmann 17 Verwiesen sei lediglich darauf, daß in einem Teil der Katalogisate (Karpp, Overgaauw) in den Verfasser- und Titelzeilen der Textaufnahme solche Angaben in Klammern gesetzt sind, die in den Handschriften selbst nicht wörtlich enthalten sind; die übrigen Beschreibungen (Ott) folgen diesem System nicht. 22 Liste der in diesem Band beschriebenen Handschriften Ms. B 1 Ms. B 35 Ms. B 74 Ms. B2 Ms. B 36 Ms. B 75 Ms. B 2a Ms. B 37 Ms. B 76 Ms.B3 Ms. B 38 Ms. B 77 Ms. B4 Ms. B 39 Ms. B 78 Ms. B5 Ms. B 40 Ms. B 79 Ms. B6 Ms.B41 Ms. B 80 Ms.B7 Ms. B 42 Ms. B81 Ms. B8 Ms. B 43 Ms. B 82 Ms. B9 Ms. B 44 Ms. B 83 Ms. B 10 Ms. B 46 Ms. B 84 Ms. B 11 Ms. B 47 Ms. B 85 Ms. B 12 Ms. B 48 Ms. B 86 Ms. B 13 Ms. B 49 Ms. B 87 Ms. B 14 Ms. B 50 Ms. B 88 Ms. B 15 Ms.B51 Ms. B 89 Ms. B 16 Ms. B 52 Ms. B 90 Ms. B 17 Ms. B 53 Ms. B 91 Ms. B 18 Ms. B 54 Ms. B 92 Ms. B 19 Ms. B 55 Ms. B 93 Ms. B 20 Ms. B 56 Ms. B 94a Ms. B21 Ms. B 58 Ms. B 94b Ms. B 22 Ms. B 59 Ms. B 95 Ms. B 23 Ms. B 60 Ms. B 96 Ms. B 24 Ms. B 61 Ms. B 97 Ms. B 25 Ms. B 62 Ms. B 98 Ms. B 26 Ms. B 64 Ms. B 99 Ms. B 27 Ms. B 65 Ms. B 100 Ms. B 28 Ms. B 66 Ms. B 29 Ms. B 67 Ms. B 30a Ms. B 68 Ms. B 30b Ms. B 69a Ms. B31 Ms. B 69b Ms. B 32 Ms. B 70 Ms. B 33 Ms.B71 Ms. B 34 Ms. B 73 23 Anteile der Bearbeiter Gerhard Karpp Ms. B 1 - Ms. B 2a; Ms. B 4; Ms. B 9 - Ms. B 10; Ms. B 13; Ms. B 30b Joachim Ott Ms. B 3; Ms. B 8; Ms. B 22; Ms. B 29; Ms. B 39; Ms. B 43; Ms. B 50 - Ms. B 52; Ms. B 66; Ms. B 75 - Ms. B 100 Eef Overgaauw Ms. B5-Ms. B7;Ms. B 11-Ms. B 12;Ms.B 14-Ms. B 21; Ms. B 23 - Ms. B 28; Ms. B 30a; Ms. B 31 - Ms. B 38; Ms. B 40 - Ms. B 42; Ms. B 44 - Ms. B 49; Ms. B 53 - Ms. B 65; Ms. B 67 - Ms. B 74 24 Literatur AASS AH AHVN Altenberg, Inventar 1803 (I) Altenberg, Inventar 1803 (II) Altenberg, Inventar 1803 (III) Altenberg, Inventar 1819 (Lacomblet) Altenberg, Inventar Reuter Bernards BGPhThM BGSSE BHL Acta Sanctorum, hg. v. 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Schneider u.a., Köln 3 1986,S. 408-412 28 Literatur Handschriftencensus Rheinland Hartzheim Hemfort, Kreuzherrenhandschriften Höfer Hoffmann Huth Handschriftencensus Rheinland. Erfassung mittelalterlicher Handschriften im rheinischen Landesteil von Nordrhein-Westfalen mit einem Inventar, hg. v. G. Gattermann, bearb. v. H. Finger u.a., 3 Bde., Wiesbaden 1993. (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, 18) J. Hartzheim, Bibliotheca Coloniensis in qua vita et libri typo vulgati et manuscripti recensentur omni Archi-dioeceseos Coloniensis ..., Köln 1747 (Repr. Farnborough 1967) E. Hemfort, Illuminierte Kreuzherrenhandschriften aus Düsseldorf. Beobachtungen zur Stilkonvention monastischer Buchausstattung im ausgehenden 15. Jahrhundert am Niederrhein, in: Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 73, 1995, S. 187-211 H. 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A finding list of uncatalogued or incomplete catalogued humanistic manuscripts of the Renaissance in italian and other libraries, Bd. 3: Australia to Germany, Leiden 1983 R. Kurz, Die handschriftliche Überlieferung der Werke des heiligen Augustinus, Bd. 5: Bundesrepublik Deutschland und Westberlin. 1. Werkverzeichnis, Wien 1976; 2: Verzeichnis nach Bibliotheken, Wien 1979 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Phil.-hist. KL, Sitzungsberichte, 306; 350) M. L. W. Laistner / H. H. King, A Hand-List of Bede Manuscripts, Ithaca/N.Y. 1943 B. Lambert, Bibliotheca Hieronymiana. La tradition manuscrite des oeuvres de Saint Jeröme, 4 Bde., Steenbrugge 1969-1972 (Instrumenta patristica, 4) K. Lamprecht, Kunstgeschichtlich wichtige Handschriften des Mittel- und Niederrheins, in: Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande (Bonner Jahrbücher) 74, 1882, S. 130-146 K. Lamprecht, Initial-Ornamentik des VIII. bis XIII. Jahrhunderts. Vierundzwanzig Tafeln, meist nach rheinischen Handschriften nebst erläuterndem Text, Leipzig 1882 F. Landmann, Das Predigtwesen in Westfalen in der letzten Zeit des Mittelalters, Münster 1900 (Vorreformationsgeschichtliche Forschungen, 1) J. Leclercq, Etudes sur saint Bernard et le texte de ses ecrits, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 9, 1953, S. 9-247 Sancti Bernardi opera, hg. v. J. Leclercq / H. Rochais, 8 Bde., Rom 1957-1977; Registerbd. Turnhout1998 31 Literatur LMA McKitterick, Frauen McKitterick, Women MGH Mosler MTU van de Pasch, Bibliotheca van de Pasch, Definities Perger Perkow PG PiccA PiccDr PiccFab PiccFr PiccHH Lexikon des Mittelalters, 9 Bde., München/ Zürich 1977-1999 R. McKitterick, Frauen und Schriftlichkeit im Frühmittelalter, in: Weibliche Lebensgestaltung im frühen Mittelalter, hg. v. H.-W. Goetz, Köln/Wien 1991, S. 65-118 R. McKitterick, Women and Literacy in the Early Middle Ages, XIII in: Dies., Books, Scribes and Learning in the Frankish Kingdoms, 6th-9th Centuries, Aldershot 1994 Monumenta Germaniae Historica inde ab a. C. 500 usque ad annum 1500, Hannover u.a. 1826 ff. H. Mosler,: Die Cistercienserabtei Altenberg, Berlin 1965 (Das Erzbistum Köln, 1; Germania Sacra, N.F., II) Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters, hg. v. der Kommission für deutsche Literatur des Mittelalters der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1961 ff. A. van de Pasch, Bibliotheca Manuscripta Fratrum S[anc]tae Crucis II, Cuyk 1951 (Cruci- ferana, N.S. 14) (masch.-schriftl. Exemplar in Düsseldorf ULB) A. van de Pasch, Definities der generale kapittels van de orde van het H. Kruis 1410-1786, Brüssel 1969 M. v. Perger, Vorläufiges Repertorium philosophischer und theologischer Prosa-Dialoge des lateinischen Mittelalters, in: Gespräche lesen. Philosophische Dialoge im Mittelalter, hg. v. K. Jacobi, Tübingen 1999 (Scriptoralia, 115), S. 435-494 U. Perkow, Beiträge zur Bibliotheksgeschichte der ehemaligen Cistercienserabtei Altenberg (V), in: Cistercienser-Chronik 83, 1976, S. 1-16 Patrologiae cursus completus. Series Graeca, hg. v. J.-P. Migne, 161 Bde., Paris 1857-1866 G. Piccard, Wasserzeichen Anker, Stuttgart 1978 (Die Wasserzeichenkartei Piccard im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Findbuch 6) Ders., Wasserzeichen Dreiberg, 2 Bde., Stuttgart 1996 (Ebd., Findbuch 16,1.2) Ders., Wasserzeichen Fabeltiere, Stuttgart 1980 (Ebd., Findbuch 10) Ders., Wasserzeichen Frucht, Stuttgart 1983 (Ebd., Findbuch 14) Ders., Wasserzeichen Hand und Handschuh, Stuttgart 1997 (Ebd., Findbuch 17) 32 Literatur PiccKr PiccLi PiccO PiccP PiccSchl PiccVf PiccW PiccWW PL PLS Redlich Rep. Germ. RH Rose, Verzeichniss SC Schaller/Könsgen Schneyer Ders., Wasserzeichen Krone, Stuttgart 1961 (Ebd., Findbuch 1) Ders., Wasserzeichen Lilie, Stuttgart 1983 (Ebd., Findbuch 13) Ders., Die Ochsenkopfwasserzeichen, 3 Bde., Stuttgart 1966 (Ebd., Findbuch 2,1-3) Ders., Wasserzeichen Buchstabe P, 3 Bde., Stuttgart 1977 (Ebd., Findbuch 4,1-3) Ders., Wasserzeichen Schlüssel, Stuttgart 1979 (Ebd., Findbuch 8) Ders., Wasserzeichen Vierfüssler, 3 Bde., Stuttgart 1987 (Ebd., Findbuch 15,1-3) Ders., Wasserzeichen Waage, Stuttgart 1978 (Ebd., Findbuch 5) Ders., Wasserzeichen Werkzeug und Waffen , 2 Bde., Stuttgart 1980 (Ebd., Findbuch 9,1-2) Patrologiae cursus completus. Series Latina, hg. v. J.-P. Migne, 221 Bde., Paris 1841-1864 (2. Aufl. Paris 1866-1890) Patrologiae cursus completus. Series Latina. Supplementum, hg. v. A. Hamman, 5 Bde., Paris 1958-1974 P. Redlich, Die letzten Zeiten der Abtei Altenberg, in: AHVN 72, 1901, S. 102-141 Repertorium Germanicum. Verzeichnis der in den päpstlichen Registern und Kameralakten vorkommenden Personen, Kirchen und Orte des Deutschen Reiches ..., Bd. 1 ff., Berlin bzw. Tübingen 1916 ff. U. Chevalier, Repertorium hymnologicum. Catalogue des chants, hymnes, proses, se- quences, tropes en usage dans l'Eglise latine depuis les origines jusqu'ä nos jours. 6 Bde., Löwen/Brüssel 1892-1921 V. Rose, Die Handschriften der kurfürstlichen Bibliothek und der kurfürstlichen Lande, Abt. 1- 3, Berlin 1901-1905 (Die Handschriften- Verzeichnisse der Königlichen Bibliothek zu Berlin, 13: Verzeichniss der lateinischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin; 2,1-3) Sources Chretiennes. Bd. 1 ff., Paris 1942 ff. D. Schaller / E. Könsgen, Initia carminum Latinorum saeculo undecimo antiquiorum. Bibliographisches Repertorium für die lateinische Dichtung der Antike und des frühen Mittelalters, Göttingen 1977 J. B. Schneyer, Repertorium der lateinischen Sermones des Mittelalters für die Zeit von 11 SO- SS Literatur Schneyer II Schulte GQ Schunke Sharpe Siegmund, Überlieferung Stegmüller RB Stegmüller RS 1350, 11 Bde., Münster 1969-1990 (BGPhThM, 43, Heft 1-11) J. B. Schneyer, Repertorium der lateinischen Sermones des Mittelalters für die Zeit von 1350— 1500, hg. v. L. Hödl u.a., CD-ROM, Münster 2001 J. F. von Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur des canonischen Rechts von Gratian bis auf die Gegenwart, 3 Bde., Stuttgart 1875-1880 (Repr. Graz 1956) I. Schunke, Die Schwenke-Sammlung gotischer Stempel- und Einbanddurchreibungen, nach Motiven geordnet und nach Werkstätten bestimmt und beschrieben, Bd. 1: Einzelstempel, Berlin 1979; Bd. 2: Werkstätten, Berlin 1996 (Beiträge zur Inkunabelkunde, 3. Folge, 7. 10) R. Sharpe, A Handlist of the Latin Writers of Great Britain and Ireland before 1540, Turnhout 1997 (Publications of the Journal of Medieval Latin, 1) A. Siegmund, Die Überlieferung der griechischen christlichen Literatur in der lateinischen Kirche bis zum zwölften Jahrhundert, München 1949 (Abhandlungen der Bayerischen Benediktiner-Akademie, 5) F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, 11 Bde., Madrid 1950-1980 F. Stegmüller, Repertorium commentariorum in Sententias Petri Lombardi, 2 Bde., Würzburg 1947 Tiefenbach Vergessene Zeiten VL^ Walther I H. Tiefenbach, Xanten - Essen - Köln. Untersuchungen zur Nordgrenze des Althochdeutschen an niederrheinischen Personennamen des neunten bis elften Jahrhunderts, Göttingen 1984 (Studien zum Althochdeutschen, 3) Vergessene Zeiten. Mittelalter im Ruhrgebiet, Ausstellungskatalog, hg. v. F. Seibt u.a., 2 Bde., Essen 1990 Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2. Aufl., hg. v. K. Ruh u.a., Bd. 1 ff, Berlin/NewYorkl978ff. H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum. Alphabetisches Verzeichnis der Versanfänge mittelalteinischer Dichtungen, Göttingen 1959 (Carmina medii aevi posterioris latina, 1); Ergänzungen und Berichtigungen zur 1. Aufl., Göttingen 1969 (Carmina medii aevi posterioris latina, 1,1) 34 Literatur Walther II Wattenbach Wilmart, Auteurs spirituels H. Walther, Proverbia sententiaeque Latinitatis medii aevi. Lateinische Sprichwörter und Sentenzen des Mittelalters und der frühen Neuzeit in alphabetischer Anordnung 9 Bde., Göttingen 1963-1986 (Carmina medii aevi posterioris Latina, 2, 1-9) Aus Preußischen Handschriften-Verzeichnissen, bearb. v. W. Wattenbach, in: Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde 11,1858, S.688-756 A. Wilmart, Auteurs spirituels et textes devots du moyen äge latin. Etudes d'histoire litteraire, Paris 1932 (Repr. 1971) Zumkeller A. Zumkeller, Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner-Eremitenordens in mitteleuropäischen Bibliotheken, Würzburg 1966 (Cassiciacum, 20) Nach Redaktionsschluß erschien: K. Bodarwe, Sanctimoniales litteratae. Schriftlichkeit und Bildung in den ottonischen Frauenkommunitäten Gandersheim, Essen und Quedlinburg, Münster 2004 (Quellen und Studien, 10), s. zu Ms. B 3, B 4, B 8 und B 79. 35 MS.B1 Albertus Magnus Papier • 390 Bl. • 28x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1514 (382 v ) undl548(389 v ) 1984 restauriert. Leichter Wurmfraß besonders 1. und 39. Lage ■ Quinternionen, ursprüngl. als Vor- und Nachsatz je 1 Binio, dessen 3 fliegende Bll. jeweils ausgeschnitten, die beiden restlichen Bll. jetzt separat (Wz. wie Bl. 192 u.ö.); 2 ehemalige Ansetzfalze Perg., beschrieben (s.u.) • Lagensignaturen z.T. weggeschnitten, Bl. 91-195: k.l-v.5, 201-385: A.1.-T.5. (bzw. -U.2. im Nachsatz) ■ Foliierung der Schreiberhand >1< - >382<, neuere in Blei (20. Jh.): 1-5, 383-390, jetzt ergänzt ■ Schriftraum 19-21x14, bis Bl. 40 mit Tinte markiert • 2 Spalten • 34-36 Zeilen; Blind- und Stiftliniierung wechselnd • schleifenlose Bastarda des fr. Jordanus de Traiecto, von derselben Hand marginale Dispositionsvermerke u.a. und auf freien Bll. des letzten Quinternio 1548 die Tabula 383-389" mit Kennzeichen einer Altersschrift nachgetragen; zur Geheimschrift (jetzt entziffert), einem quadratschriftlichen („hebräischen") System frei erdachter, willkürlicher Zeichen, s. Karpp, Geheimschrift (Lit.), besonders S. 399, 401^03, 413 f. (Abb. 4, 6-9) • rubriziert außer Bl. 383- 389 v • 1-5-zeilige Anfangsbuchstaben rot; im Stamm ausgespartes Ornament bei 60 roten 3-6- zeiligen (z.B. 188 v ) und 42 kunstvolleren 6-9-zeiligen blauen Initialen, einige Randausläufer (254 v , 298 r ); Zirkel- und Bleispuren von Vorzeichnungen oder Schablonen z.T. erkennbar (z.B. 324 v ) • l ra (Prol.) 16-zeilige schlicht kolorierte Deckfarbeninitiale E, spaltenbreit, rote Umrißzeichnung, grüne Akanthusranken im blauen Stamm und rötlich-gelbe auf Außen- und Binnengrund, Perlstabfleuronne; ähnl. 166 rb (Tract. XI) 13-zeilige Initiale P (Abb. : Kostbarkeiten S. 77), die im Binnenfeld (auf den Hinterläufen stehende Sau, einer Frauengestalt Flasche mit dunklem Inhalt entgegenstreckend) das antike Sprichwort „sus Minervam (docet)" figuriert (vgl. A. Otto, Die Sprichwörter und sprichwörtlichen Redensarten der Römer, Leipzig 1890, 1118. Walther, Prov. 30912a); in den oberen Ecken des Außengrundes 2-teiliges Schriftband: Hie sus nititur / docere Mineruam. 235 r 3-zeilige rote Initiale T, grüner Binnengrund mit 8-strahligem Stern, Fleuronne-Ausläufer. Brauner Kalblederband 1550/60 , wahrscheinlich Köln; VD = HD, Streicheisenlinien: Außenrahmen mit Planetenrolle (197x19: Jupiter-Mars-Sol-Venus-Mercurius-Luna-Saturn; vgl. erneuerten Einband von Ms. C 10a), Mittelstreifen mit 2 negativen Stempeln (Lilie, stilisierte Blüte), Innenrahmen mit Tugendenrolle (162x15: Justicia-Prudencia-Fortitudo-Temperanc\i&\) und Mittelfeld, längsgeteilt in 5 Streifen mit Puttenrolle (117x10: in Blattgewinde 1 Putte nach links aufsteigend mit Korb, 2 Putten nach rechts, sitzend bzw. aufsteigend); aus gleicher Werkstatt z.B. der Einband (1556/58) des Druckes P.Eccl.169. Kapital 2-farbig. 3 urspr. Kantenbleche (von 6) erhalten, 2 Schließen (teilw. ergänzt); Rückenschild (Papier, 19. Jh.; jetzt im VD): Alberti mag[m\ /Summa, pars 1F I [2. Hd.:] Ex Exemplari Scripto in Coenobio 0[ver] / closter circa Nuciam / [1. Hd.:] Ms. pap. 1514. Auf dem alten Rücken (jetzt erneuert) unten Signatur B 1 in Öl aufgetragen (19. Jh.) • Ansetzfalze (jetzt vorne und hinten im Bd.): Fragmentstreifen einer lat. Pergament-HANDSCHRIFT (zum cod. discissus s. Karpp, Geheimschrift S. 408 Anm. 4; S. 400, 404), kleine gotische Kursive, Anfang 14. Jh. (hinten: 53 Z., Schriftraum 25 x 12,5), dorther auch Spiegel in Ms. F 6 und M.Th.u.Sch.5 (Ink.) sowie Fragm. K 8: 018 (aus dem HD des Druckes Bibl.Th.I.A.94: 1515 und 1513): Sermones de tempore et de sanctis einer hochmittelalterlichen Predigtreihe, u.a. von Hugo de S. Caro und Thomas de Aquino, z.B. M.Th.u.Sch.5 (Ink.), hinterer Spiegel: Schneyer Bd. 2, S. 764 Nr. 97, 100; bzw. Vorderspiegel Bd. 5, S. 596 f. Nr.224, 230, 237. Geschrieben von fr. Jordanus de Traiecto (sc. inferiori, d.i. Utrecht) und am 27. Mai 1514 im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf vollendet (Bl. 382 vb , s.u.), dann 1548 (Bl. 389 vb , s.u.) von ihm auf freien Bll. (383-389) um die Annotatio sowie durchlaufend um zahlreiche Dispositionsvermerke u.a. ergänzt. Jordanus (zu Person, Bücherbesitz usw. Karpp, Geheimschrift S. 389 f., 404 ff. mit Anm. 18): am 29.1.1499 immatrikuliert an der Kölner Artistenfakultät (Bursa Laurentiana), 22.6.1500 Baccalarius (Keussen, Matrikel Nr. 441,13; ebenso Notiz in seinem Lehrbuch M.Th.u.Sch.5, Ink. = 37 Ms. B 1 GW 10673, Voull. Köln 440), kirchlicher Dienst in Utrecht (Bl. 382 vb , s.u.) und Priesterweihe 20.9.1505 (G. Brom, Naamlijst der Priesters, die in het bisdom Utrecht gewijd zijn van 1505 tot 1518, in : Archief voor de Geschiedenis van het Aartsbisdom Utrecht 23, 1896, S. 395: „Jordanus Huberti de Trajecto ordinis Cruciferorum"); ab 1511 als Schreiber in der Kreuzherrenkanonie Düsseldorf nachweisbar; etwa 1536/37 dort Custos (vgl. Eintrag in M.Th.u.Sch.124), vermutlich ab 1542/43 Subprior, gest. 1552/53 (van de Pasch, Definities, S. 355). Erhalten sind von seiner Hand auch Ms. B 173a, 173b, 177, 179, F 6 und F 10, einzelne Stücke und Notizen in weiteren Codices (auch Essen, Domschatzkammer Hs. 33 [Düsseldorf 1510/1520]: s. Karpp, Hss. Stift Essen, S. 180; Utrecht, Bibl. univ. 15 C 18 [Köln, 1500]: Manuscrits dates conserves dans les Pays-Bas. Bd. 2, hg. v. J.P. Gumbert, Leiden usw. 1988, Nr. 956a, Text und Abb. 949b); in den angegebenen Bänden findet sich außer seiner Geheimschrift (s.u.) mehrfach das alte Düsseldorfer Stadtwappen (gesenkter schwarzer Anker in rotem Schild, vgl. O. Korn, Siegel und Wappen der Stadt Düsseldorf, in: Düsseldorfer Jahrbuch 47, 1955, S. 17 f.) neben dem Emblem der Kreuzherren (rot-weißes Tatzenkreuz auf schwarzem Grund), hier unterhalb der Subskription Bl. 382 vb . Die Hs. kam 1812 in die Düsseldorfer Hofbibliothek, l v u.ö. der übliche rote Stempel der LuStB (quadrat., verwendet 1907-1970). W. Fauser, Die Werke des Albertus Magnus in ihrer handschriftlichen Überlieferung, Teil 1: Die echten Werke, Münster 1982 (Sancti doctoris ecclesiae Alberti Magni... Opera omnia, Erg.-Bd. 1,1), S. 294, Nr. 2 • Krämer S. 171 • Kostbarkeiten Nr. 31, S. 76 f. ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 460 • G. Karpp, Ex parte fratris Jordani. Zur Methodik einer spätmittelalterlichen Geheimschrift, in: Scrinium Berolinense. Tilo Brandis zum 65. Geburtstag, hg. v. P.J. Becker u.a., Berlin 2000, Bd. 1, S. 398-415 (mit 10 Abb.). l ra -389 vb Albertus Magnus: Summe [theologie] pars 2 a . [marg.:] 2 a pars Summe Alberthi magni alias dicte: De mirabili scientia dei ... - ... [382 vb Expl.] Ad laudem et gloriam... necnon ad fratrum Ordinis sancte Crucis vtilitatem, degentium in Duysseldorp ducatus Montensis ciuitate, dyocesis Coloniensis: per fratrem Jordanum presbiterum, in ibi conuentualem Cruciferum (quondam Rectorem altaris sancti Sebastiani siue Vicarium Cathedralis ecclesie Traiectensis): scripta et finita... anno virginei partus millesimo quingentesimo quartodecimo, die vicesimo septimo Maii mensis. / >Pro scriptore. 1515°.< Es folgen 2 Distichen (Pentameter vor Hexameter), die nach zeitweiser Überklebung wieder frei liegen: Qui librum intueris • dicere corde velis / Scriptorem dee cruciferum crux transferat astra / Sicque velis sancto • dicere clauigero / Istum Petre poli • de regno pellere noli. Darunter Wappen und Emblem (s.o.). [383 ra Tabula] Annotatio tractatuum, questionum ... - ... [389 vb ] maxime si contrarium deo precipiunt. / Per fratrem Jordanum (qui supra ante septem folia) Anno 1548 Augusti die 13. Druck: Opera omnia, ed. A. Borgnet, Bd. 32, S. 1, bis Bd. 33, S. 484 (Paris 1895); Glorieux, Rep. 6 bz; zur Überlieferung (Ms. B 1 nicht genannt): Grabmann, Mittelalterliches Geistesleben 2, S. 335, Anm. 22; Stegmüller RS Nr. 53. Zur Verfasserfrage: Op. omn. (Ed. Coloniensis), Bd. 34,1 (Münster 1978), S. V f. In der Hs. eine zusätzliche, übergeordnete Einteilung (rot) in 44 Distinktionen (zur Berichtigung der Zählung vgl. Bl. 122 v marg.), deren Anfänge durch blaue Initialen stark hervorgehoben; marginale Dispositionsvermerke, Titel, Korrekturen (z.B. Bl. 83 rb ; 52 va korr. nach Erasmus) und Notizen nachgetragen; 191 rb verstümmelter Einschub 38 Ms. B2 Se.coguaxou ougavu (schreibt „s" für rho) aus Gen. 1,14. Randnotizen des Schreibers in Geheimschrift, im Klartext: metaphi... (4 vb ), non (25 va ), hoc (53 rb ), displicet (83 rb ), glo[ssa] (107 va ), concauum (140 rb ), t'i (del.: lrigide) scolas an... (21 l ra im Falz), omittitur (326 rb ). Der Kopist nennt Bl. l r und 94 v in Randnotizen seine Schreib- und für Bl. l-94 vb seine Korrekturvorlage: Presens hie liber scriptus est ex exemplari scripto in Cenobio Regularium jm Ouercloester circa Nuciam: correctus autem ex exemplari impresso Basilee anno 1507 usque ad seeundum membrum Questionis 25 e exclusiue: fol.95. Die handschriftliche Vorlage aus dem sogenannten Oberkloster der Augustiner-Chorherren südlich von Neuss nicht näher bekannt; ein als Korrekturexemplar anzusehender Druck (Basel: Jacobus [Wolff] de Pfortzheim 1507) aus dem Besitz des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents im Bestand der Bibliothek (M.Th.u.Sch.4, 1. Expl.; beide Teile in 1 Bd.), ihm entstammt auch die nachgetragene Annotatio, das im Druck folgende Directorium nicht kopiert- Bl. 390 leer. MS.B2 Albertus Magnus. Ambrosius. Victor de Cartenna. Gratianus Augustus Papier • (Pergament) + 273 + 1 (Pergament) Bl. ■ 29 x 21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1495 (271 ra ) Die Hs. besteht aus 2 etwa gleichzeitig entstandenen Teilen (I: Bl. 1-98, II: 99-273). Wz. im nicht datierten l.Teil: A (Hand) [Bl. 1, beim Einbinden ergänzt] PiccHH 978 (1499, 1500; Doesburg, Köln), vgl. 1000 (1497, Utrecht); B (Kanne) Briquet 12499 (1492, Var. Düsseldorf 1495); C (Lilie) ~ PiccLi 1736 (1495, Siegen); die Wz. B und C auch in der 25.-28. Lage • Lagen: (V+l)" + 8 V 91 + (IV-1) 98 // 17 V 268 + (III-l) 273 , ausgeschnittene Bll. ohne Textverlust; als Vor- und Nachsatz je ein Doppelbl. (Pergament, durch Falz verstärkt), dessen fliegendes Bl. ausgeschnitten, das verbleibende in den Deckeln als Spiegel (jetzt freigelegt), mit Fragmenten, s.u. • Lagensignaturen Bl. 3-95: a2- k4, meist weggeschnitten, Bl. 99-271: al-s3, z.T. angeschnitten; 1 Wortreklamante (238 v ); neuere Foliierung in Blei (20. Jh.) • Schriftraum 19,5 x 14,5 • 2 Spalten • 37-40 Zeilen, in den Lagen 3-10 Begrenzung des Schriftraumes mit Tinte, sonst Stift • schleifenlose Bastarda von 3 Händen; den 2. Teil der Hs. schrieb Wilhelmus Oerdinghen (271 ra , s.u.), darin seine Notizen (106 ra und 245 va , Bastarda currens) und griechische Schrift (z. B. 263 rb , 271 ra , s.u.); Bl. 236 rb /240 vb von der Hand des fr. Hermannus Duyrckoep de Colonia (Zuweisung durch Schriftvergleich mit Ms. B 71, 150 r von 1493) ■ im 1. Teil Seitentitel auf den Recto-Seiten: Zählung der Sermones, die mit 3-zeiligen Lombarden beginnen • rubriziert, im 2. Teil am unteren Rand oft mehrzellige Vorgaben für den Rubrikator, z.T. angeschnitten • 2 ra 6-zeilige rote Deckfarbeninitiale L mit ausgesparten Ranken, innen Blattwerk, Randausläufer; im 2. Teil der Hs. ab Bl. 145 r meist 2-zeilige Lombarden und zu Beginn aller Stücke (außer 161 vb und 271 rb ) und ihrer einzelnen Bücher 16 rote 5-8-zeilige Initialen mit floralen Aussparungen, Initialkörper oft durch Punkturen umrissen (nach Schablonen?), z.B. 209 vb . 39 Ms. B2 Brauner Kalblederband der Zeit, aus der Werkstatt der Düsseldorfer Kreuzherren; VD durch Streicheisenlinien unterteilt in Außen- und Innenstreifen und durch Raute und Diagonalen geteiltes Mittelfeld, 20 Einzelstempel (neben dem Eigentumsstempel, Schunke, Schrift 384, u.a.: Adler ebd. 94, Blattwerk 15, Fabeltier 7, Greif 30a, Hirsch 63a, Lamm 14, Laubstab 138, Lilie 19 und 446, Schrift 273, vgl. jetzt Schunke Bd. 2, S. 70; werkstatt-typisch besonders Schweißtuch der Veronika im Quadrat und spindelähnlicher Ornamentstempel, hochrechteckig, mit Kielbogen und Maßwerk: Hausmarke?, beide nicht bei Schunke); HD vereinfacht. Am Längsschnitt aus Pergament 1 geflochtener Knopf (an Bl. 99) und 3 Reihen Blattweiser; Schnitte gelb getönt. 1 Schließe und Ansatz der 2. erhalten. Auf dem Rücken Titelschild und Signatur (Ölfarbe, 19. Jh.) B 2; auf dem VD beschädigtes Papierschild der Zeit, in Textura: [Ambro].?/«.? de trinitate etc. / Alb[tr]tus super Mulieremfortem. Als Spiegel dienen 2 jetzt freigelegte Fragmente einer lat. Pergament-HANDSCHRiFT in karolingischer Minuskel, 12. Jh. (30 Zeilen, mindestens 1 weitere abgeschnitten; Höhe des Schriftraumes ursprünglich mindestens 25, Breite 16,5/17,5 cm), rubriziert; Beschreibung s.u. Der Hauptteil der Hs. wurde laut Subskription (271 ra ) am 14. September 1495 durch Wilhelmus Oerdinghen (d.i. Krefeld-Uerdingen) vollendet, der sich 1488 als Schreiber in Ms. B 141, 173 v dyaconus nennt; vor 1508 Prior des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (H. Kelleter, Urkundenbuch des Stiftes Kaiserswerth. Bonn 1904, Nr. 575, d.i. Urk. 561; vgl.Landesarchiv NRW - HSA Düsseldorf: Düsseldorf Kreuzbrüder, Urk. 90 von 1513: Wilhelm Streitigen von Urdinghen, ein Wilh. de Stralen, dioec. Colon.: Keussen, Matrikel Köln Nr. 313,86 von 1467), 1528 erstmals unter den Defmitoren des Generalkapitels (van de Pasch, Deflnities, S. 289), starb 1538/39 als Düsseldorfer Prior und [Priester-JJubilar (ebd. S. 323). Zu Hermannus Duyrckoep de Colonia s. Keussen, Matrikel Nr. 380,86 von 1483 (vgl. van de Pasch, Deflnities, S. 241). Besitzeintrag der Zeit auf Bl. l r : Liber fratrum Cruciferorum In Düsseldorf. 1812 zur Hofbibliothek Düsseldorf. Van den Bosch, Observantie, S.138 ■ Krämer S. 171 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 461. l r Besitzvermerk (s.o.); Inhaltsverzeichnis (vom Schreiber des 2. Teils der Hs., umfaßt beide Teile). l v leer bis auf Stempel der LuStB. 2 ra _ 95 vb Albertus Magnus[?]: De muliere forte >Incipit liber sermonum domini Alberti Magni super Mulieremfortem quis inueniet etc.< [Prv 31,10] LAudes ecclesie describit Salomon in figura mulieris fortis... Druck: Albertus Magnus, Op. omn., ed. A. Borgnet, Bd. 18, Paris 1893, 5- 196. GW 699. Glorieux, Rep. 6z; Stegmüller RB Nr. 973. Einteilung in 22 Sermones, nur anfangs zusätzliche, vom Druck abweichende Unterteilung durch Majuskeln A - E (marg.). Echtheit fraglich, vgl. B. Geyer, Umstrittene Bibelkommentare..., in: Scholastik 33 (1958), S. 566; Albertus Magnus, Op. omn. (Ed. Colon.), Bd. 18 (in Vorbereitung). - 96 r - 98 v leer. 99 ra - 106 ra Ambrosius: De incarnationis dominicae sacramento [cap. 1-8]. > Ambrosius de incarnacione domini.< DEbitum fratres cupio soluendum ... - ... et ideo habet naturam diuinam. Der Text bricht in Kap. 8,85 ab. Druck: CSEL 79 (1964), 225-266, Z. 55; diese Hs. ist der ebd. S. 56 + genannten Überlieferung (Classis Phi) zuzuordnen. CPL 152. Auf Bl. 106 ra an den Text anschließend eine Notiz des Schreibers: Item Colonie in 40 Ms. B2 conuentu nostro habetur in libro exameron quod iste über de incarnacione nondum sitflnitus sed in tribus foliis deficit. Quere in Mo libro et inuenies. / Scriptum est ex libro regularium prope Nussiam qui sie continebat sicut hie scriptum est. Die beiden genannten Ambrosius-Hss. unbekannt: die (ebenfalls unvollständige) handschriftliche Vorlage dieses Stückes aus dem sog. Oberkloster der Augustiner-Chorherren südlich von Neuss (s.a. Ms. B 1, l r und 94 v ) wie ebenso die Hs. (nicht Inkunabel) des Hexameron (CPL 123) aus der Bibliothek der Kölner Kreuzherren, vgl. die Schreibernotiz Bl. 245 va , s.u. 106 va - 124 vb [Victor de Cartenna]: De Poenitentia. >Incipit über primus beati Ambrosii episcopi de penitencia. < PEnitencie officia et merita narraturus mihi, frater ... - [124 vb ] ... nulla capiaris obliuione Victoris. >Explicit über primus...< Druck: PL 17, 1059-1094. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 14. CPL 854; vgl. LThK 3 Bd. 10 (2001), 764. Als Verfasser gelegentlich auch Victor DE Tunnuna (LThK 3 Bd. 10, 770), meist (Ps.-)Ambrosius angesehen; der Text aufgefaßt als 1. Buch des hier Bl. 124 vb -144 va folgenden Stückes: Ambrosius, De poenitentia; ebenso überliefert in Berlin, Staatsbibl. Preuß. Kulturbesitz, Ms.theol.lat.fol. 139, 53 va -10f a (Wesel, Fraterhaus St. Martini, 15. Jh., 2. Hälfte), s. V. Rose, Lat. Hss. Berlin, Bd. 2,1. S. 64 (Nr. 287); vgl. zu Bl. 144 va -177 va und 177 va - 188 vb . In der Hs. keine Kapiteleinteilung. 124 vb - 144 va Ambrosius: De poenitentia >Incipit seeundus eiusdem.< SI virtutum finis ... - ... [135 r ] >Explicit über seeundus. Incipit tercius de eodem.< ... - [144 va ] ... nexu debemus absoluere. Deo gracia. Amen. Druck: CSEL 73 (1955), 119-206. CPL 156. Zur Überlieferung gemeinsam mit dem vorhergehenden Stück s. zu Bl. 106 va -124 vb . Kapiteleinteilungen nicht vorhanden. 144 va - 161 vb Ambrosius: [De virginibus ad Marcellinam sororem SUAM]. >Incipit de virginitate... ad sororem über primus. < ... - ... gladium quem querebat, inueniet. Druck: E. Cazzaniga, Torino 1948; PL 16, 197— 244. CPL 145. Dem 3. Buch wird das folgende Stück Bl. 161 vb -177 va ohne besondere Kennzeichnung angefügt; ebenso zusammenhängend überliefert in der zu Bl. 106 va -124 vb genannten Berliner Hs. (Bl. 2 r Ml ra ), vgl. auch die Subskriptionen bei Cazzaniga S. 76. Einige Abschnitte durch Lombarden hervorgehoben, keine Kapiteleinteilungen. 161 vb - 177 va [Ambrosius: De virginitate.] Nobile apud veteres Salomonis illudfertur iudicium fuisse ... - ... quia mundum ignorauit. Amen. / Explicit über tercius beati Ambrosii episcopi de virginitate. Druck: E. 41 Ms. B2 Cazzaniga, Torino 1952; PL 16, 279-316. CPL 147. Text der Hs. mit Umstellung: [Nr. 35] Qui tandem quesiverunt uxorem ... - [39] ... moribus quam annis, [34] Audite enim ... — [35] ... coniugia labefacta I ... - [39] sunt. Zur Überlieferung als Teil des vorangehenden Stückes s. zu Bl. 144 va -161 v (keine Umstellung in der dort genannten Berliner Hs.); vgl. auch die In- und Subskriptionen bei Cazzaniga S. 1 und 64. Gliederung durch Lombarden z.T. mit Abschnitten des Druckes übereinstimmend, keine Kapiteleinteilung. 177 va - 188 vb AMBROSIUS: [De VIDUIS]. Incipit de viduitate eiusdem. Liber primus. / BEne accidit, fratres, ut quoniam ... - [188 v ] ... Explicit liber primus... Druck: PL 16, 247-276. CPL 146. Der Text ist aufgefaßt als 1. Buch eines ambrosianischen Werkes „De viduitate" (vgl. die zu Bl. 106 va - 124 vb genannte Berliner Hs., Bl. 4f a -53 va ), dessen 2. Buch hier das folgende Stück Bl. 188 vb -199 rb bildet. Gliederung durch Lombarden stimmt z.T. mit Abschnitten des Druckes überein, Kapiteleinteilung nicht vorhanden. 188 vb -199 rb Ambrosius: [Exhortatio virginitatis]. Incipit secundus eiusdem de eadem. [Inc.:] QUi ad conuiuium magnum inuitantur ... - ... Explicit secundus liber ... de viduitate. Druck: PL 16, 351-380. CPL 149. Ausgelassen ist der Abschnitt Nr. 4, ebd. 352/3. Zur Überlieferung des Textes und seiner Verbindung mit dem vorangehenden Stück s. zu Bl. 177 va -188 vb . Gliederung durch Lombarden z.T. mit Abschnitten des Druckes übereinstimmend, keine Kapiteleinteilung in der Hs. 199 rb - 209 va Ambrosius: [De institutione virginis]. Incipit liber beati Ambrosii episcopi de virginis Marie professione et fldei conßrmacione. [Inc.:] COmmendas mihi pie munus tuum... Druck: PL 16, 319-348. CPL 148. Gliederung durch Lombarden, z.T. mit den Kapitelanfängen des Druckes übereinstimmend, Kapitelzählung und -Überschriften in der Hs. nicht vorhanden. 209 vb - 210 ra Gratianus Augustus: Epistula ad Ambrosium. >Incipit epistula Graciani Augusti filii Valentiniani maioris ad beatum Ambrosium...< Ambrosio religioso sacerdoti... [Inc.:] Cupio valde quem recordor absentem... Druck: CSEL 79 (1964), 3-4; PL 16, 913-914. CPL 160. Abweichend vom Druck wird der Brief in dieser Hs. nicht dem Werk De spiritu sancto des Ambrosius vorangeschickt (Bl. 232 ra -271 ra ), sondern seiner Schrift De fide (ebenso z.B. in den Op. omn., Basel: Hieronymus Froben 1555, Bd. 2, S. 39), vgl. das folgende Stück. 42 Ms. B2 210 - 232 AMBROSIUS: [De FIDE] lib. I—II. >...Incipitprefacio beatissimi patris Ambrosii in libros de trinitate ad Gracianum imperatorem.< [Inc.:] REgina aus tri venit audire sapienciam Salomonis ... - ... fidei sue trophea mereatur. / Explicit über secundus beati Ambrosii de patre et filio. In der Hs. fehlen die Bücher 3-5. Druck: CSEL 78 (1962), 3-107. CPL 150. Einteilung in 8 bzw. 4 Kapitel mit Überschriften, die mit denen der Edition weitgehend übereinstimmen. Vor dem 2. Buch ein Kapitelverzeichnis, Bl. 221 rb . 232 ra - 27 l ra Ambrosius: De SPIRITU SANCTO. Bl. 271 ra Explicit tercius über beati Ambrosii Mediolanensis episcopi de spiritu sancto ad Gracianum cesarem. / Per me Wilhelmum Oerdinghen in festo exaltacionis sancte crucis [14. Sept.] Anno 1495. Druck: CSEL 79 (1964), 2-222; diese Hs. ist der Überlieferungsgruppe UA zuzuordnen (s. ebd. S. 36 + ). CPL 151. Die Kapitelverzeichnisse sind den einzelnen Büchern vorangesetzt; Anzahl, Zuordnung, Zählung und Text der Überschriften vom Druck abweichend. Wiedergabe griechischer Zitate z.T. fehlerhaft, z.B. Bl. 263 rb (Io 3,5). Auf Bl. 245 va folgt dem 1. Buch als Notiz des Schreibers (rot durchstrichen; vgl. Bl. 106 ra ): Quere librum secundum et tercium de sancto spiritu in libro exameron in conuentu nostro Coloniensi. Continentur et in eodem libro Ambrosii über de sacramentis et liber de misteriis et sacramentis quos non habemus. Der Vermerk über die Zusammensetzung des genannten Bandes erweist diesen Codex als Hs. (nicht Inkunabel), die aber nicht näher bekannt ist (vgl. Bl. 106 ra ); die beiden zuletzt genannten Ambrosius-Texte: CPL 154, 155. 27 l rb [NOTAE DE TEMPORIBUS Ambrosii] Sicuti octavo libro ecclesiastice Historie tripartite plenius edocetur, Valentinianus maior duas duxit uxores ... - ... qua ipse mensus fuerat. / Floruerunt hoc tempore Ambrosius... iam migraverant cum beato Anthonio. Vermutlich abgefaßt vom Schreiber Wilhelmus unter Benutzung von Ms. G 2 (Wz.: um 1470/80) der Kreuzherrenbibl. Düsseldorf: Angaben zur Zeitgeschichte des Ambrosius mit Bezug auf seine antiarianischen Schriften „De patre et filio", sc. De fide (Bl. 210 ra -232 ra dieser Hs., vgl. zu den Abweichungen des Titels Bl. 210 ra , 232 ra ) und De spiritu sancto (das voranstehende Stück, Bl. 232 ra -271 ra ) nach Cassiodor, Historia ecclesiastica tripartitia, lib. 8,11,3-8; 9,21,5-8; 9,23,5. Druck: CSEL 71 (1952), 483 f., 528 f., 531 (vgl. CPL 899 etc.); vgl. zur Verfasserfrage (Cassiodor, Epiphanius) CSEL 71, XIII f. - 271 v - 273 v leer. 2 Spiegel (freistehend, mit Abklatsch in den Deckeln), Fragmente eines neumierten MISS ALE: aus dem Sanctorale am VD die Proprien zu Georgius (23. 4.), Vitalis, Philippus und Jacobus (1. 5.), am HD (kopfstehend) zu 43 Ms. B 2a Marcellinus und Petrus (2. 6.), Bonifatius, Medardus, Primus und Felicianus, Virus (15. [!] 6., ohne Modestus und Crescentia), Basilides etc. (12. [!] 6.). Ms. B 2a Johannes Castellensis Papier • 10 Bl. ■ 9x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent ■ um 1470 Mischband, handschriftlich Bl. 165-171 (2. Stück) = Ms. B 2a. Vorgebunden eine Inkunabel (M.Th.u.Sch. 12, Ink.), Bl. 1-164 (die beiden folgenden leeren Bll. ausgeschnitten): Mariale super ,Missus est' des Ps.-Albertus Magnus, De laudibus BMV [Köln: Ulrich Zell, um 1473]; GW 678. Inkunabelkatalog Düsseldorfs. 80, Nr. 14. - Ms. B 2a: I Quinternio (Bl. 165-174) ■ Wz.: Buchstabe P, PiccP IX, -945 (1468, Arnheim) und -951 (1470/71); -956 (1470, Nideggen [Düren]) • jetzt foliiert • Schriftraum 21 x 15 ■ zweispaltig • 42^6 Zeilen • schleifenlose Bastarda einer Hand ■ 1 vierzeilige rote Initiale mit Aussparung (Bl. 165 ra ) • rubriziert. Brauner Ziegeniederband der Zeit, aus der Klosterwerkstatt; VD durch Streicheisenlinien unterteilt in Außen- und Innenstreifen, Mittelfeld durch Raute und Diagonalen geteilt; 5 kleine Einzelstempel (Federblattrosette, kl. Lilie, 6blättrige Rosette, alle offen; kl. Adler in Raute, umrandet; Fabeltier im Quadrat: Schunke S. 108,7), dazu auf dem HD (dessen Aufteilung vereinfacht) werkstatt-typisch: Schweißtuch der Veronika, im Quadrat; vgl. insgesamt Schunke Bd. 2, S. 70. 2 Schließen abgerissen, Ansätze und Haften erhalten; angesetztes Zierkapital mit Lederflechtung; Schnitte gelb getönt. Pergamentspiegel: im VD zu 2 Dritteln ausgeschnitten; hinten beschrieben (Fragmente s.u.). Vom VD ein Titelschild der Zeit verloren, Reste eines Papierschildchens am Rücken (unterlegt), dort Signaturschild (Papier, 19. Jh.); da der Bd. zum Inkunabelbestand zählt, fehlt die übliche Dorsalsignatur in Öl. Fragmente: als hinterer Spiegel ein der handschriftlichen letzten Lage umgehängtes Vorsatzbl. (Ziegenpergament), auf der jetzt vom Deckel gelösten Seite (Bl. I v ) Konzept einer deutschen Urkunde, um 1480: Prior [Alart van Waltjnye/ und der Konvent der Kreuzbrüder in Düsseldorf verkaufen dem Augustinerinnenkonvent zu Niederelten (nederelten; nordwestl. von Emmerich) eine Erbrente aus Haus und Hof der Witwe Alijde van kelle und deren Sohn steuert gruter zu Doesburg (doesberch; östl. von Arnhem/NL), die ihnen durch einen Mitbruder, den Priester Bartholomeus schroeder, übertragen worden war. - Dazu als Verstärkung 2 Pergamentstreifen (Bl. IIa,b), beide aus derselben Quart-Hs. (?xl2,5), einspaltig beschrieben: ?x5 ( anscheinend auf Kommentierung angelegt), Textura 13.(?) / 14. Jh., Marginalien in Kursive 14. Jh.; lateinische Texte (kopfstehend) aus Petrus Hispanus: Summulae logicales, tract. 1 und 2. Ed. L.M. de Rijk, Assen 1972 (Philosophical texts and studies. 22): Bl. IIa r (oberer Streifen) ebd. S. 4,16/17 (sie de aliis. Propositio...) - 22; IIa v : S. 3,25 (habet...) - 29; IIb r (unterer Streifen): S. 17,17 (vnum...) - 21 (19 auo add.: ut romani a romulo, vgl. den App.); IIb v : S. 18,8 (Eadem aeeidente...) - 13. (Die Verso-Seiten nur unter Quarzlampe z.T. lesbar.). Die als Einbandmakulatur verwendete Urkunde (s.o.) nennt Alard von Waldniel, von 1476 bis kurz vor 30. März 1485 Prior des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Auf dem fliegenden Vorsatz (F) 44 Ms. B3 Besitzeintrag (darunter Inhaltsangabe) Liber fratrum Cruciferonim In Dusseldorp, um 1500 (vgl. besonders Ms. B 2, l r ). Die Hs. kam 1812 in die Düsseldorfer Hofbibliothek. Van den Bosch, Observantie, S. 142 • Krämer S. 171 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 462. 165 ra - 171 va [Johannes Castellensis: De fine religiösae perfectionis sive De adhaerendo deo], cap. 1-16. >Incipit liber Alberti Magni de adherendo deo nudato intellectu et affectu et ultima et summa perfeccione hominis quantum possibile est.< [Inc.:] COgitanti michi aliquid vltimate in quantum possibile ... - ... >Explicit liber Alberti...< Die kurze Fassung mit 16 Kapiteln. Druck: Albertus Magnus, Opera omnia, ed. A. Borgnet, Bd. 37, Paris 1898, S. 523-542. Johannes Castellensis, Dell' unione con dio (De adhaerendo deo, lateinisch und italienisch). Ed. Giacomo Huijben. Praglia 1926. (Scritti monastici 5 = Serie ascetico-mistica 4), S. 1-73 (Explicit abweichend) der Fassung mit 23 Kapiteln. Glorieux, Rep. 6 do; Bloomfield/Guyot Nr. 842. In der Hs. Kapitelüberschriften, kein Kapitelverzeichnis. Zur Überlieferung und Verfasserfrage: VL 2 Bd. 4 (1983) Sp. 652 ff, bes. 654 (J. Sudbrack); ders., Die geistliche Theologie des Johannes von Kastl, Bd. 1, Münster 1967, S. 25 ff, 49 ff. (diese Hs. in Bd. 2, ebd. 1966, S. 200, Nr. 36 genannt). - 171 vb - 174 v leer. MS.B3 Theologische Sammelhandschrift Pergament • 306 Bl. ■ 23x17 • Corbie oder Umgebung (?) • 9. Jh., 2.-3. Jz. 1987 restauriert • Lagen: 10 IV 80 + (II— l) 83 + 9 IV 155 + (III-l) 160 + 5 IV 200 + II 204 + 3 IV 228 + (IV- l) 235 + II 239 + 7 IV 295 + III 30 ' + (II+l) 306 ; abweichendes Lagenschema bei Chroust (1917; s.u.), offenbar ältere Lagenordnung dokumentierend • Bl. 306 ausweislich Leimspuren ehemaliger Rückspiegel des früheren Einbandes (s.u.) • Textverlust: je ein Bl. zwischen Bl. 83/84, 160/161, 228/229 (Näheres s.u.); unteres Drittel von Bl. 305 herausgeschnitten (Textverlust ?) • Kustoden auf erster Lagenseite: (Lage 1-22) B-Z; (Lage 23-30) AX, BU, CT, DS, ER, FQ, GP, HO; (Lage 31: Kustos „IN" fehlt wegen Blattverlusts vor Bl. 229, s.o.); (Lage 32) KM; (Lage 33-41) L, Y, Z, A, C, E-H; evtl. (leere ?) Lage „A" vor Lage 1 verloren; kein Lagenverlust zwischen Lage 33/34 (L/Y; Bl. 247/248), da Text 240-252 r lückenlos; offenbar ebensowenig zwischen Lage 36/37 (AIC; Bl. 271/272), 37/38 (CIE; Bl. 279/280), da 271 v , 279 v jeweils Textabschluß • heutige Bleistiftfoliierung: 1-306 (fehlerhafte ältere Bleistiftfoliierung eingekreist) • Schriftraum 16,5-17,5 x 12-13 • 19 Zeilen (außer 296-30P: 18 Zeilen) • vorkarolingische Minuskel, sog. Corbie ab- Typ; Überschriften (teils vergrößert), Initien und Lemmata in gemischter Capitalis und Unziale wohl 1-2 Hauptschreiber im Corbie ab-Typ; Essener Nachtragshände: 305 v 1 Hand (um 900); 83 v - 84 r , 304 v -305 r je 1 Hand (10. Jh.); l r 2 Hände (um 1200; dabei „Bibliothekarshand B"; s.u.); 45 Ms. B3 stellenweise Randergänzungen und Federproben von weiteren Händen des 9.-11. Jh. • kleine dunkel- oder hellrote und grüne Capitalis- und Unzial-Initialen; Überschriften, Initien und Lemmata in Hell- bzw. Dunkelrot und Grün, Farbe Zeilen-, wort- oder buchstabenweise wechselnd; 240 r , 252 r 6-zeilige schwarze Flechtbandinitialen F, E; 272 v auf dem linken Rand als Griffelzeichnung Ziermajuskeln ENNA (10./11. Jh.; Name ?). Heutiger Einband von 1987: weißer Schweinslederbezug über Holz; zwei Schließen • in Düsseldorf als Ms. fragm. M 002 separat verwahrt werden zwei Teile desselben Blattes eines zweispaltigen lat. Pergament-LEKTIONARS des 15. Jh. (erhalten: Teile der Lektionen Apc 18-21, zur Woche nach dem dritten Sonntag nach Ostern), ehemals aufgeklebt auf den in Düsseldorf nach 1819/20 gefertigten früheren Einband der Hs., dessen Aussehen u.a. demjenigen von Ms. B 80 entsprach (s. dort). Ehemaliger Einband gehörte zu einer Gruppe von Einbänden von 13 Hss. Essener Provenienz in der ULB Düsseldorf, die mit Fragmenten dieses Lektionars ausgestattet sind bzw. waren, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 185-189, mit Taf. 14. Ausweislich des Schriftstils, des sog. Corbie ab-Typs (vgl. bes. Chroust 1917; Lowe 1959; Gasparri 1966; Ganz 1990; Bischoff, Hss. 9. Jh., 1998; s. jeweils unten), müßte die Hs. in oder nahe Corbie geschrieben worden sein, könnte jedoch auch an einem nicht bestimmbaren entfernteren Ort, an dem dieser Stil gepflegt wurde, entstanden sein. Die enthaltene Textsammlung ist auf eine persönliche Verwendung ausgerichtet und betont die Bedeutung biblischer bzw. heiliger Frauen, weshalb die Hs. vielleicht das Auftragswerk einer hochgestellten Frau war oder für einen Frauenkonvent bestimmt gewesen bzw. in einem solchen hergestellt worden sein könnte, vgl. Bischoff (1965, in: Kat. Karl der Große; s.u.); Kahsnitz (1970; s.u.); Jullien (1989; s.u.) S. 105; Ganz (1990; s.u.); Stofferahn (1999; s.u.) S. 82-88; Bodarwe, Kontakte (2001; s.u.), S. 53 f. Da die Hs. Exzerpte aus dem 811 verfaßten Genesiskommentar des Claudius Taurinensis enthält (l v -24 v ), entstammt sie frühestens dem 2. Jahrzehnt des 9. Jh., wenn nicht den 820er Jahren (so Bullough, Texts, Chant, 1991, s.u., bes. S. 248; vgl. Gorman 1997, s.u., S. 299). Sie dürfte von nicht mehr als einer oder zwei Händen geschrieben worden sein (ohne die Nachtragshände; gegen Bishop 1990, s.u., S. 526 f., der acht Hauptschreiber sieht); Duktusschwankungen, die auf weitere Hände schließen lassen könnten, sind verursacht durch Oberflächenunterschiede des Beschreibstoffs (Haar-, Fleischseite) bzw. durch Federwechsel im Besitz des Essener Kanonissenstifts befand sich die Hs. frühestens seit dessen Gründung um 850, spätestens seit etwa 900, wie dorthin lokalisierbare Namenseinträge (bes. 305") und der Brief einer Essener Kanonisse (305 v ) zeigen. Von späteren Essener Händen stammen die Texte 83 v -84 r , 304 v - 305 r sowie l r das Inhaltsverzeichnis (außer Z. 1-3 „Bibliothekarshand B"; vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 200) und ein Besitzvermerk des 17. Jh. („Bibliothekarshand C I"; ebd. S. 199 f.): Biblioth. Canon. Essendiensium. Eine erstmals von T. J. Lacomblet in seinem 1850 vollendeten handschriftlichen „Katalog der Handschriften der Königlichen Landesbibliothek zu Düsseldorf' geäußerte Überlegung, die Hs. sei über den hl. Liudger nach Werden und von dort nach Essen gekommen, entbehrt der Grundlage. Die Hs. ist in zwei 1819 von Lacomblet erstellten Essener Bücherverzeichnissen aufgeführt, der frühere Einband (s.o.) entspricht formal denjenigen Einbänden, die für die meisten der 1819/20 aus dieser Bibliothek in die Königliche Landesbibliothek Düsseldorf gelangten Hss. angefertigt wurden, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 165-170, 173, 185-189 • Düsseldorfer Rückenschild des früheren Einbandes (nach 1819/20; s.o.) bei Restaurierung in den Vorderdeckel eingeklebt: Sententie de li plura alia <...>. Wattenbach S. 747 • W. M. Lindsay, The old Script of Corbie. Its Abbreviation Symbols, in: Revue des Bibliotheques 22, 1912, S. 405^29, hier 413 • W. M. Lindsay, Notae Latinae. An Account of Abbreviation in Latin Mss. of the Early Minuscule Period (c. 700-850), Cambridge 1915 (Repr. Hildesheim 1963), S. 455 • A. Chroust, Monumenta palaeographica. Denkmäler der Schreibkunst des Mittelalters, II. Serie, 3. Band, Lief. 24, Taf. 3, München 1917: Abb. und Transkription 25 r , 205 r , 279 v (heutiger Zählung) • H. Dausend, Die ältesten Sakramentarien der Münsterkirche zu Essen, literar-historisch untersucht, I. Teil: Das älteste Sakramentar, Essen 1920 (Liturg. Texte und Studien, 1), S. 28-35, Nr. 30 • A. Wilmart, Un nouveau temoin de l'ecriture ab de Corbie, in: Revue Benedictine 42, 1930, S. 269-272, hier 272 • K. Löffler, Das Erbe der Stifts- und Klosterbibliotheken in den öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, in: Sankt Wiborada 1, 1933, S. 55-92, hier 75 • L. W. Jones, The Scriptorium at Corbie: II. The Script and the Problems, in: Speculum 22, 1947, S. 375-394, hier 377 • Drögereit S. 23, Nr. 4 (Rezension: B. Bischoff, in: 46 Ms. B3 Anzeiger für dt. Altertum und dt. Lit. 66, 1952/53, S. 7-12, hier 8) • E. A. Lowe, Codices Latini Antiquiores. A Palaeographical Guide to Latin Manuscripts prior to the Ninth Century, Bd. 6, Oxford 1953, S. XXV, Nr. 12 • B. Bischoff, Die liturgische Musik und das Bildungswesen im frühmittelalterlichen Stift Essen, in: AHVN 157, 1955, S. 191-194, hier 194 • Werdendes Abendland an Rhein und Ruhr, Ausstellungskat., Essen 1956, S. 191, Nr. 327 (V. H. Eibern) • W. Thiele (Hg.), Epistulae Catholicae, Freiburg 1956-1969 (Vetus Latina; 26,1), S. 42* • R. Drögereit, Zur Einheit des Werden-Essener Kulturraumes in karolingischer und ottonischer Zeit, in: Karolingische und ottonische Kunst. Werden, Wesen, Wirkung, Wiesbaden 1957 (Forsch, zur Kunstgesch. und christl. Arch., 3), S. 60-83, hier S. 72, Anm. 53; S. 83 • E. A. Lowe, Codices Latini Antiquiores. A Palaeographical Guide to Latin Manuscripts prior to the Ninth Century, Bd. 8, Oxford 1959, S. 45, 67, Nr. 1183 mit Abb. (101 r ) • Karl der Große. Werk und Wirkung, Ausstellungskat., Aachen 1965, S. 210 f., Nr. 366 (B. Bischoff) • B. Fischer, Bibeltext und Bibelreform unter Karl dem Großen, in: Karl der Große. Lebenswerk und Nachleben, Bd. 2: Das geistige Leben, hg. v. B. Bischoff, Düsseldorf 1965, S. 156-216, hier 187 • W. Thiele, Die lateinischen Texte des 1. Petrusbriefes, Freiburg 1965 (Vetus Latina; Aus d. Gesch. d. lat. Bibel, 5), S. 142; S. 153, Anm. 2 • P. Verbraken, Un nouveau manuscrit du commentaire de s. Gregoire sur le Cantique des cantiques, in: Revue Benedictine 75, 1965, S. 143-145 (dazu Ders., in: Scriptorium 19, 1965, S. 363 f.) • H. J. Frede (Hg.), Epistulae ad Philippenses et ad Colossenses, Freiburg 1966— 1971 (Vetus Latina; 24,2), S. 19, 268 • F. Gasparri, Le scriptorium de Corbie ä la fin du VIII e siecle et le probleme de l'ecriture A-B, in: Scriptorium 20, 1966, S. 265-272, hier 267, 269 ■ 1000 Jahre Buchkunst am Niederrhein. Aus den Schätzen der Landes- und Stadtbibliothek, Düsseldorf 1967, S. 2, Nr. 5 • PLS Bd. 4 (1967/71), Sp. 1535, 1843, 1847 f. • Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 21, 26 f., Nr. 8 ■ Kahsnitz, Gospel Book, S. 133, 139, Nr. 8 ■ J. Semmler, Corvey und Herford in der benediktinischen Reformbewegung des 9. Jahrhunderts, in: Frühmittelalterliche Studien 4, 1970, S. 289-319, hier 313 (erwähnt als „eine weitere Essener Handschrift") ■ T. A. M. Bishop, The Script of Corbie: a Criterion, in: Varia Codicologica. Essays presented to G. I. Lieftinck, Bd. 1, Amsterdam 1972 (Litterae textuales), S. 9-16, hier S. 15, Anm. 6 (Angabe CLA VIII 1183) • Altfrid. Stift, Stadt, Bistum. Ausstellungskat. Essen 1974, S. 8, Nr. 26 • H. Gneuss, Latin Hymns in Medieval England: Future Research, in: B. Rowland (Hg.), Chaucer and Middle English Studies, in Honour of R. H. Robbins, London 1974, S. 407-424, hier 412 f., 422, Anm. 17 • T. Stührenberg, Die althochdeutschen Prudentiusglossen der Handschrift Düsseldorf F 1, Bonn 1974 (Rheinisches Archiv, 91), S. 29 • H. J. Frede (Hg.), Epistulae ad Thessalonicenses, Timoteum, Titum, Philemonem, Hebraeos, Freiburg 1975-1982 (Vetus Latina; 25,1), S. 12, 56 • M. Korhammer, Die monastischen Cantica im Mittelalter und ihre altenglischen Interlinearversionen, München 1976 (Münchener Univ.- Schriften, Phil. Fak., 6), S. 26 u.ö. (vgl. S. 384), Sigle FX • T. Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen und ihrer Sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Göppingen 1977 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 205), S. 177 • H. Knaus, Werdener Psalter. Vollständige Faksimile-Ausgabe ... Kommentar, Graz 1979, S. 31 ■ W. Kohl, Bemerkungen zur Typologie sächsischer Frauenklöster in karolingischer Zeit, in: Untersuchungen zu Kloster und Stift, Göttingen 1980 (Veröffentl. d. Max-Planck-Inst. für Gesch., 68; Studien zur Germania Sacra, 14), S. 112-139, hier 132 (erwähnt als „eine weitere Essener Handschrift") • E. A. Loew (Lowe), The Beneventan Script. A History of the South Italian Minuscule, 2 Bde. Rom 1980 (Sussidi Eruditi, 33 f.), Bd. 1, S. 209 • W. Stüwer, Das Erzbistum Köln, 3: Die Reichsabtei Werden an der Ruhr, Berlin 1980 (Germania Sacra, N.F. 12), S. 63, Nr. 10 • Catalogue of twenty Western Illuminated Manuscripts from the fifth to the fifteenth Century from the Library at Donaueschingen ..., Auktionskat. Sotheby Parke Bernet & Co., 21.6.1982, London 1982, S. 21 • Tiefenbach S. 116, Anm. 443; S. 155, 185, 191 • B. Fischer, Lateinische Bibelhandschriften im frühen Mittelalter, Freiburg 1985 (Vetus Latina; Aus d. Gesch. d. lat. Bibel, 11), S. 153 • B. Fischer, Beiträge zur Geschichte der lateinischen Bibeltexte, Freiburg 1986 (Vetus Latina; Aus d. Gesch. d. lat. Bibel, 12), S. 253 • Huth S. 215, Anm. 9; S. 224, 260 f. • J. F. Hanselmann, Der Codex Vat. Pal. Lat. 289. Ein Beitrag zum Mainzer Skriptorium im 9. Jahrhundert, in: Scriptorium 41, 1987, S. 78-87, hier 83 ■ R. Gryson (Hg.), Esaias, Freiburg 1987-1993 (Vetus Latina, 12), S. 861 f. • W. Bettecken, Stift und Stadt Essen. „Coenobium Astnide" und Siedlungsentwicklung bis 1244, Münster 1988 (Quellen und Studien, 2), S. 48 • Karpp, Bücherbesitz Essen, S. 56, 62, 97, 107, 114, Anm. 52; Abb. 6 (1") • D. Ganz, Corbie and Neustrian Monastic Culture 661-849, in: La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 ä 850, 2 Bde. Sigmaringen 1989 (Beihefte der Francia; 16/1,2), Bd. 2, S. 339-347, hier 344 f. ■ M.-H. Jullien, Les 47 Ms. B3 sources de la tradition ancienne des quatorze Hymnes attribuees ä saint Ambroise de Milan, in: Revue d'histoire des textes 19, 1989, S. 57-189, hier 105 f. u.ö. (Sigle Fz) • Kostbarkeiten Düsseldorf S. 20 f., Nr. 3 (Abb.: 101 r ; G. Karpp) • Krämer S. 234 • R. Aris, Explicatio formarum litterarum. The Unfolding of Letterforms from the First Century to the Fifteenth, St. Paul, MN, 1990, VII, 7 (Ausschnitt 101 r ) • T. A. M. Bishop, The Scribes of the Corbie a-b, in: Charlemagne's Heir. New Perspectives on the Reign of Louis the Pious (814-840), hg. v. P. Godman, R. Collins, Oxford 1990, S. 523-536, hier 526 f., 529 (genannt als "V.3") • D. Ganz, Corbie in the Carolingian Renaissance, Sigmaringen 1990 (Beihefte der Francia, 20), S. 50, 53, 55 • B. C. Barker-Benfield, The Werden ,Heptateuch', in: Anglo-Saxon England 20, 1991, S. 43-64, hier 59 • D. A. Bullough, Carolingian Renewal: Sources and Heritage, Manchester 1991, hierin: Alcuin and the Kingdom of Heaven: Liturgy, Theology, and the Carolingian Age, S. 161-240 (Nr. V), hier S. 226, Anm. 96; Texts, Chant, and the Chapel of Louis the Pious, S. 241-271 (Nr. VI), bes. 248 ff. mit Anm. S. 264 ff. (Erstfassung von „Texts, Chant ...", dort mit A. L. H. Correa, in: Charlemagne's Heir. New Perspectives on the Reign of Louis the Pious [814-840], hg. v. P. Godman, R. Collins, Oxford 1990, S. 489-508, bes. 497 ff.) • Karpp, Handschriften Essen, S. 169, 173, 183, 200; S. 201, Anm. 52; S. 204; Taf. 15a (l r ) • McKitterick, Frauen, S. 89 ■ K. Zechiel-Eckes, Die Concordia canonum des Cresconius. Studien und Edition, Frankfurt/M. 1992 (Freiburger Beitr. zur mittelalt. Gesch., 5), S. 219, Anm. 44 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 463 • Hoffmann S. 114 (mit S. 115, Anm. 9), 134 • G. Karpp, „Liber sancti Pauli" - Eine nordfranzösische Bibelhandschrift aus St. Liudgers neugegründetem „Monasterium Sancti Pauli", in: Imagination des Unsichtbaren. 1200 Jahre Bildende Kunst im Bistum Münster, Ausstellungskat., 2 Bde., Münster 1993, Bd. 1, S. 167-171, hier S. 171, Anm. 24 • McKitterick, Women, XIII, S. 17 • U. Fröhlich (Hg.), Epistula ad Corinthios I, Freiburg 1995 (Vetus Latina, 22), S. 78 f. • H. S. Eymann (Hg.), Epistulae ad Romanos, Freiburg 1996 (Vetus Latina, 21), S. 40 f. • Boewe-Koob S. 7 • El Kholi S. 20 f., 108 • Transit Brügge - Novgorod. Eine Straße durch die europäische Geschichte, Ausstellungskat., Essen 1997, S. 169, Nr. 11/10 (H. Finger) • M. Gorman, The Commentary on Genesis of Claudius of Turin and Biblical Studies under Louis the Pious, in: Speculum 72, 1997, S. 279-329, hier 288, 299-301, 309, 320 f. ■ Bischoff, Hss. 9. Jh., S. 229, Nr. 1062 • Das Jahrtausend der Mönche. Kloster Welt Werden 799- 1803, Ausstellungskat., hg. v. J. Gerchow, Köln 1999, S. 381, Nr. 97 (Abb.: 25 r ; K. Bodarwe) • S. A. Stofferahn, Changing views of Carolingian women's literary culture: the evidence from Essen, in: Early Medieval Europe 8, 1999, S. 69-97 (basiert auf: Ders., Women of the Book: Düsseldorf, Landes- und Universitätsbibliothek, Sammelhandschrift B.3 and its place in Carolingian literary Culture, Thesis for the degree of Master of Arts, Purdue University, West Lafayette, Ind., 1997; Typoskript vorh. in der ULB Düsseldorf) ■ Bodarwe, Sanctimoniales (2000), S. 101 (Abb.: 305 v ), 102; S. 165, Anm. 6, 12 • R. Gryson (Hg.), Apocalypsis Johannis, Freiburg 2000 (Vetus Latina; 26,2), S. 24 f. • G. Karpp, Die Anfänge einer Büchersammlung im Frauenstift Essen. Ein Blick auf die importierten Handschriften des neunten Jahrhunderts, in: G. Berghaus u.a. (Hg.), Herrschaft, Bildung und Gebet. Gründung und Anfänge des Frauenstifts Essen, Essen 2000, S. 119-133, 167, hier S. 121 (Abb. 2: 101 r ), 122, 126 ■ Bodarwe, Kontakte, S. 52-54. l r Inhaltsverzeichnis zum Band von zwei Essener Händen (um 1200); Text bei Dausend (1920; s.o.) S. 29; Karpp, Handschriften Essen, Abb. 15a.; Gorman (1997; s.o.) S. 299 f.; Stofferahn (1999; s.o.) S. 89. - Unter Quarzlicht erkennbar drei eingekreiste, inhaltlich nicht bestimmbare Griffel- Einträge von derselben Hand wie die Griffel-Einträge 305 r (s.u.; spätes 9. / frühes 10. Jh.), daher hier vielleicht ebenfalls Namen aufgeführt. l v - 24 v Claudius Taurinensis: Commentarius in Genesim. Exzerpte. >Sentiae [!] de libro Genesis.< [Am Rand: Agustinus (!)] Dixit quoque deus: Congregentur ... - ... usque in presens cernitur. >Expliciunt sententie de libro Genesis. Deo gratias. Amen.< - Aus PL 50, Sp. 898, Z. 22 - Sp. 48 Ms.B3 1038, Z. 9; nähere Angaben bei Gorman (1997; s.o.) S. 300 f., Anm. 82. Stegmüller RB Nr. 1949 f. mit Suppl. CPPM Bd. 2, Nr. 2187. Auszüge aus (1 V -5 V ) dieser Hs. mit Zuweisung an Isidorus Hispalensis abgedruckt bei E. Anspach, Taionis et Isidori nova fragmenta et opera, Madrid 1930 (Textos latinos de la edad media espanola, Secciön 2; Varia, 1), S. 101-104; hiernach PLS Bd. 4, 1843, 1847 f.; Stegmüller RB Suppl. 5264,1; C. Diaz y Diaz in: Etimologias. San Isidoro de Sevilla, Bd. 1, Madrid 1982 (Bibl. de autores crist, 433), S. 150; korrigiert von B. Fischer, Verzeichnis der Sigel für Kirchenschriftsteller, Freiburg 2 1963 (Vetus Latina. Die Reste der altlat. Bibel, 1/1), S. 511, Nr. 1217; CPL Nr. 1217; Gorman (1997; s.o., hier S. 309), dort auch ausführlich zu Verfasser und Text sowie zur Einordnung dieser Hs. (S. 299-301). - Auf den Rändern Autoritätennamen, vgl. Gorman S. 301; wegen Nennung von Augustinus und Hieronymus Hs. genannt bei Kurz, Augustinus, 5,1, S. 436, 454; 5,2, S. 141; Lambert Bd. 4A, S. 12 (Nr. 990); Bd. 4B, S. 65. - (20 r ) Auf dem rechten Rand von einer Hand des 10. Jh. Name Vuicman. 25 r - 83 v Alcuinus: Quaestiones in Genesim ad litteram per INTERROGATIONES et responsiones. Voraus Inhaltsverzeichnis (s.u.). (25 r ) Text beginnt: Interrogatio: Quomodo convenit quod in Genesi legitur ... — PL 100, Sp. 517, Z. 26 - Sp. 566, Z. 8; Hs. ohne die einleitende Epist. 80. Stegmüller RB Nr. 1085 mit Suppl. (Hs. genannt). Sharpe Nr. 87, hier S. 43 f. (Hs. genannt). Clavis des auteurs latins du moyen age, territoire francais 735-987, Bd. 2: Alcuin, Turnhout 1999 (CCCM, Clavis script. lat. medii aevi, auct. Galliae 735-987; 2), S. 485-488 (Hs. genannt). Vorlage dieser Abschrift war nach Ganz (1989; Ders. 1990; s.o.) Paris BN Ms. lat. 13373, 34 v -89 v . - (25 r ) Vorausstehendes Inhaltsverzeichnis (abgedruckt bei Dausend 1920, s.o., S. 29) nennt vier Briefe Alcuins, die in der Hs. jedoch nicht enthalten sind: Epist. 133, 81, 134, 135; vgl. Clavis des auteurs (s.o.) S. 220, 251-254 (Hs. zu Epist. 133-135 genannt). 83 v ; 84 r Benedictio cerei (Exsultet). Unvollständig. (83 v ) Beginnt: Benedictio cerei. Exultet ... - ... praecipiat Ihesus Christus filius. || (84 r ) Setzt wieder ein in der abschließenden Fürbitte | [Precamur ergo te, domine] ut nos famulos tuos ... [eingeschlossen Fürbitte pro papa, antistite, rege] - ... conservare digneris; per eundem dominum. - Vgl. etwa CC 159, 93-95. Nachtrag von einer Essener Hand des 10. Jh. 84 v - 100 v Libri regum; Proverbia; Ecclesiastes. Exzerpte. (84 v -95 r ) I Sm 1,1-19; 2,11-17.21-30; 17,41-51; II Sm 7,12-17; 12,1-15; 14,33-15,6; 24,9-17; III Rg 10,1-10; IV Rg 5,20-7,20; (95 r -98 v ) Prv 1-2; 6,1-19; 8,12- 36; (98 v -100 v ) Ecl 1,1^1.10 f.; 3,1-8.18-22; 7,2-6; 10,16 f.; 11,5-14. 49 Ms. B3 101 r - 134 r BEDA Venerabilis: In Cantica canticorum. Exzerpte. (101- 107 v ) Text Ct 1,1-8,14 in dialogischer Version, weitgehend wie CC 119 B, 185-189. (107 v -134 r ) Kommentar, beginnt: Osculetur me ... [Ct 1,1], quod est aperte dicere ... Exzerpte aus CC 119 B, S. 190, Z. 31 - S. 358 (nähere Angaben bei Stofferahn 1999, s.o., S. 91 f.). - Stegmüller RB Nr. 1610 mit Suppl. Laistner/King S. 66-70. CPL Nr. 1353. Vorlage dieser Abschrift war nach Ganz (1989; Ders. 1990; s.o.) Paris, Bibl. Ste. Genevieve, Ms. 63. 134 r - 160 v Gregorius I. papa: In Cantica canticorum. (160 v ) Bricht ab kurz vor Schluß: ... ubi consideranda sunt oc[culta] || ; ursprünglicher Textschluß (auf recto-Seite des nach Bl. 160 verlorenen Blattes) zitiert im Inhaltsverzeichnis l r . - CC 144, 3^5, Z. 880. Stegmüller RB Nr. 2639 mit Suppl. (Hs. genannt). CPL Nr. 1709. CPPM Bd. 2 Nr. 2290 (Hs. genannt). Zur Version der vorliegenden Hs., mit Apparat, Verbraken (1965; s.o.), demnach der früheste erhaltene Textzeuge von Gregors Hoheliedkommentar. 16l r - 168 v Isaias; Hieremias; Hiezechiel. Exzerpte. (161-162 v ) Is 6; 46,3-13; (162 v -163 v ) Ier 41,1-10; (163M68 V ) Ez 18; 33,1-34,18. 169 r - 228 v Epistolae novi testamenti; Apocalypsis. Exzerpte und Volltexte. (169 r -176 v ) Rm: Exz.; (176 v -181 v ) I Cor: Exz.; (181 v -182 v ) II Cor: Exz.; (182 v -183 v ) Gal: Exz.; (183 v -184 r ) Eph: Exz.; (184 r -185 r ) Phil: Exz.; (185 r -186 r ) II Th: Exz.; (186 r -191 v ) I Tim; (191 v -196 r ) II Tim; (196 r - 198 r ) Tit; (198 v -204 v ) Iac; (205-207 r ) I Pt: Exz.; (207-210 v ) II Pt; (210 v - 213 r ) I Io: Exz.; (213 r -215 r ) lud; (215 r -228 v ) Apc: Exz. 229 r - 239 v Beda Venerabilis: Homiliae duae. (229-234 v ) Homilia (1) in adventu domini. Anfang fehlt; Text setzt ein: || [paeni]tentiae recte vocatur quia non ...; (234 v -239 v ) Homilia (5) in vigilia nativitatis domini; voraus Thema Mt 1,18. - CC 122, S. 2, Z. 12 - S. 6.; S. 32-36. CPL Nr. 1367. 240 r - 255 v Vitae Euphrosynae et Marinae (= Vitas patrum Lib. 1, Nr. 19, 24). (240 r -252 r ) Vita Euphrosynae. PL 73, 643-652. BHL Nr. 2723 mit Suppl. (252-255 v ) Vita Marinae. PL 73, 691-694. BHL Nr. 5528 mit Suppl. 255 v - 271 v Hymnarium. 46 Hymnen, Bestand nach AH: Bd. 51, Nr. 41; Bd. 50, Nr. 18-20; Bd. 51, Nr. 34-39; Bd. 50, Nr. 7; Bd. 51, Nr. 22, 44; Bd. 27, Nr. 74; Bd. 51, Nr. 23, 25-30; Bd. 50, Nr. 4-5, 22-24; Bd. 51, Nr. 32- 33, 113, 114a, 112; Bd. 50, Nr. 17, 153; Bd. 27, Nr. 184; Bd. 50, Nr. 21; Bd. 50 Ms. B3 51, Nr. 121, 49, 48; Bd. 50, Nr. 8 (Str. 2 ff), 66; Bd. 27, Nr. 35; Bd. 51, Nr. 86, 84, 103; Bd. 27, Nr. 187; Bd. 14, Nr. 53. Initien bei Dausend (1920; s.o.) S. 32 f. Es handelt sich um einen der frühesten Textzeugen des sog. „Neuen Hymnars", vgl. Gneuss (1974; s.o.); Jullien (1989; s.o.) S. 105 f.; Bullough, Texts, Chant (1991; s.o.), S. 249-256. 272 r - 279 v Cantica monastica. 24 Cantica. - Druck: Korhammer (1976; s.o.) S. 254-351; vgl. PL 86, 845-886. Zu Einordnung, Bestand und Textabfolge dieser Hs. Korhammer (1976; s.o.) S. 26, 37^49; ferner Dausend (1920; s.o.) S. 33-35. 280 r - 290 r Augustinus: De opere monachorum. Auszüge aus cap. XVI, 19 -XXXII,40; inseriert Auszug aus cap. XIII, 14 f. Sicut ergo non cessavit apostolus ... (289 v ) absorbeatur mors in victoria [!]. Zusatz: Consummatione veri opuscula sancti Agustini [!] pernotata numero nongentis novem mirum Organum Christi spiritu sancto tonante qui velud profundum abyssi eruc(290 r )tuavit [!] inpenetrabile thesaurum dei. - Aus CSEL 41, S. 563, Z. 20 - S. 594, Z. 24; inseriert S. 554, Z. 20 - S. 556, Z. 6. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 172; 5,2, S. 141 (Hs. genannt). CPLNr. 305. 290™ Ephraem Syrus: Sermo asceticus, Versio Latina; Exzerpt. >Sentencia Effrem.< Sicut adstans quis ante regem loquens ei vocatus autem a conservo ... - ... a vento transferatur. - Auch Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 355, 28 v , Z. 4 - 29 r , Z. 9 (9. Jh., 1. Hälfte, aus Werden; Hs. verglichen), dort Teil des ,Liber de compunctione cordis' im sog. ,Ephraem Latinus' (so auch Druck GW 9334; nicht eingesehen), vgl. CPL Nr. 1143 (vi). Zum griech. Grundtext und zur lat. Version des Sermo asceticus CPG Nr. 3909 mit Suppl. 29l r - 304 r Augustinus: De disciplina Christiana. (304 r ) Endet: ... conversi ad dominum. Amen. - CC 46, 207-223, Z. 396. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 85; 5,2, S. 141 (Hs. genannt). CPL Nr. 310. - (300 v , 30f) Jeweils auf dem oberen Rand von einer oder zwei Händen des 10. Jh. Name nithing; ferner: (300 v ) ANE bzw. (301 r ) ANE[...]. - 304 r Unterhalb des Textendes Federproben von mehreren Händen des 10. Jh., darunter: omnia forte, abcd, omnia vincit amor. 304 v - 305 r Ambrosiaster: Commentarius in epistolam Pauli ad Romanos. Exzerpte aus cap. 8, 14; Nachtrag von einer Essener Hand des 10. Jh.: [Am Rand: Ambrosius] Quia dominus illum adsumpsit ... - ... propositum suum non custodit. - CSEL 81,1, S. 435, Z. 16 f.; S. 437, Z. 3— 24; S. 449, Z. 11-13; S. 253, Z. 17-21; S. 261, Z. 5-14; S. 435, Z. 7-10 51 Ms. B4 (Zählung Recensio y); vorliegende Version keiner der bekannten Recensiones zuzuordnen. Stegmüller RB Nr. 1249 mit Suppl. CPL Nr. 184. CPPM Bd. 2, Nr. 1749. - (305 r ) Griffel-Eintrag von derselben Hand wie die Griffel-Einträge l r (s.o.; spätes 9. / frühes 10. Jh.) mit drei Namen offenbar Essener Kanonissen (der später geschriebene Ambrosiaster-Text spart diese Zeile aus): Lancica [?], Hieua [?], Adaluuar; letzterer Name in Essen um 900 nachweisbar, vgl. G. Althoff, Das Necrolog von Borghorst, Münster 1978 (Veröffentl. d. Hist. Komm, für Westfalen, 40: Westfäl. Gedenkbücher und Nekrologien, 1), S. 147. (305 r ) Auf dem rechten Rand Federprobe von einer Hand des 10. Jh.: Kirie eleyson, domine miserere, Christus dominus /actus est obediens usque ad mortem; weitere Einträge auf dem oberen Rand getilgt. 305 v Brief einer Essener Kanonisse an die „Domina magistra" Feihin mit der Bitte, zusammen mit der Magistra Adalu Nachtwache halten zu dürfen und dem Versprechen, zum Dank die Nacht über deklinieren, lesen und beten zu wollen. Abgedruckt bei (s. Lit.-Verz.): Bischoff (1955); Kahsnitz (1970) S. 21 (dt.) bzw. S. 133 (engl.); Tiefenbach (1984) S. 191; Huth (1986) S. 260; Bettecken (1988); Bodarwe, Sanctimoniales (2000), S. 101; Bodarwe, Kontakte (2001), S. 54, Anm. 18; ferner (fehlerhaft): Chroust (1917); Dausend (1920) S. 35. In der Forschung zumeist „um 900" datiert (Stofferahn 1999, s.o., S. 75: 860er bis 870er Jahre), unter Verweis auf die Erwähnung der Namen Adalu und Feihin in Essener Namenslisten, vgl. Chroust (1917); Tiefenbach (1984) S. 155; Huth (1986) S. 260 f.; Althoff (vgl. 305 r ) S. 147, 153, 223-245. - Unterhalb des Brieftexts drei verblaßte bzw. verwischte Einträge, von Tiefenbach (1984) S. 191 als Essener Namen gedeutet. - 306 r Federproben mehrerer Hände des 10. Jh., darunter vielleicht die der Briefschreiberin 305 v . - 306 v leer. MS.B4 Alcuinus Pergament • 225 Bl. • 33x22 • nördliches Rheinland • 9. Jh., 1. Drittel 1988 von M. Schulte-Vogelheim / Essen restauriert und neu gebunden. Schafpergament; Bl. I (zeitweise Spiegel im VD) etwa 1,5 cm geringere Breite; Hs. an den Rändern teilweise wasserfleckig (bes. 1. Lage); einige Ecken fehlend, Bl. 4 untere Ecke abgerissen, mehrfach Löcher (im Schriftraum z. B. 55, 81), wenige Risse (37, 104), 190 unterer Rand ausgeschnitten • 29 Lagen: (1+IV) 8 + 18 IV 150 + (III— l) 155 + 4 IV 187 + (III— l) 191 + 3 IV 215 + (l+IV-3) 221 . Die zwischen 155/156 und nach 221 ausgeschnittenen Bll. mit Textverlust. Mehrfach Reste der alten Lagenzählung auf der letzten Verso- 52 Ms.B4 Seite unten Mitte, vollständig erhalten auf Bl. 150 v -215 v : -XVIIII- - XXVIII (mit Ausnahme der verstümmelten 20. Lage), die zunächst noch unbeschriebenen Lagen XXVI (191 v ) und XXV (199 v ) vertauscht (Textfolge also korrekt). Foliierung in Blei (19./20. Jh.), überspringt je ein Bl. nach 53, 79 und 187, später berichtigt: I, 1-53, 53a, 54-79, 79a, 80-187, 187a, 188-221 • Schriftraum: 23,5- 24,5 x 14,5-15 • Zeilenzahl: 1.-18, 21.-23., 26.-27. Lage: 29 Z.; 19.-20, 24.-25, 28.: 32 Z.; 29.: 31 Z. Blindliniierung: Doppellinie an den Längsrändern, (zumindest) 1. und letzte Z. als Durchläufer, 1.-18, 21, 23.-24, 26.-27. Lage vom innersten Doppel-Bl. ausgehend; aber 19.-20, 22, 25, 28.- 29. vom äußeren Doppel-Bl. her und mit marg. Punkturen. Karolingische Minuskel mehrerer Hände (I: Bl. l r -163 v ; II: 164-199 v , d.i. 22.-26. Lage; III: 200- 221 v ); Bl. 5 v -7 r in kleinerem Schriftgrad. Bl. I v verschiedene Einträge (s.u.), 10. und 13. Jh.; sonst wenige Marginalien, 9. Jh.; 92 r marginal 2 (Essener?) Namenseinträge Adell und Vda, etwa 10. Jh. • sparsam rubriziert im Bereich von Hand I (einige 1-2-zeilige Anfangsbuchstaben, marg. Kapitelzahlen, wenige Incipit- und Explicitzeilen, z.B. 116 v in Capitalis quadrata und Uncialis [diese jedoch auch 216-219 v ]; Bl. 35 v -38 r , 112 r Buchstabenfüllungen auch gelb und blau-grün) • wenige 2-5-zeilige einfache Initialen in Tinte (mit Aussparungen); zu Beginn von Buch 1-4 und 6, cap. 32: 5 sorgfältige Flechtbandinitialen (Schlingenmuster, in Tinte), 5-19-zeilig (Bl. 7 V , 29\ 55 v , 85 v , 156 r ). Bisher Einband der Essener Kanoniker, 18. Jh. (vgl. Ms. A 6, bes. zum Wz. des zeitgenössischen Vor- und Nachsatzbl.), auf dem Rücken Signatur in Ölfarben (19. Jh.), über den Pappdeckeln 2 Pergament- Fragmente des 15. Jh. (jetzt getrennt aufbewahrt: Ms. fragm. M 004): aus dem Temporale eines Lectionarium OFFICH (Textura, 15. Jh., 38 x 23), aufgeklebt (nach) 1820 in Düsseldorf, s. Karpp, Hss. Stift Essen, S. 183 oben, 185-189, vgl. Abb. 14a und b. Entstehung der Hs. nach paläographischen Kriterien etwa im nördlichen Rheinland (B. Bischoff, briefliche Mitteilung vom 30.7.1987), bereits seit 9./10. Jh. im Damenstift Essen, 2 r Kurztitel und Schenkungsnotiz 9./10. Jh. (Capitalis rustica, Hand ,A"): EXPOSITIO EWANGELIORVM SVPER JOHANNEM- /LIVDO DEDIT- (vgl. die Einträge in Ms. A 6, l v und A 14, 3 r ; s. Karpp, Hss. Stift Essen, S. 201 f.). Hs. genannt im Essener Bücherverzeichnis des 10. Jh. (dessen größter Teil geschrieben von einer Werden zugehörenden Hand, s. Hoffmann S. 128, Anm. 45), hier auf Bl. T (s.u.) zu Beginn der 5. Zeile: Liber alcuini. V Bibliothekarshand („B") der Essener Kanoniker, 13. Jh., 1. Hälfte: Expositio svper Johannem vsque adfinem. Ex Sanctorum Scripturis ab Alcuino Collecta. per VII Libros distincta. I v Eintrag, 14. Jh.: Pro iiij Florenis R[b]enanis. Y marg. Besitzvermerk (Hand C I): Bibliothecae Canonicorum Essendiensium, 17./18. Jh. - Stift Essen, Lacomblets Verz. 1819 [K, Nr. 29, und A.I, Nr. 3] (ed. Karpp, Hss. Stift Essen, S. 167 f.), 1820 in die Königl. Preuß. Landesbibliothek Düsseldorf. Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 27, Nr. 9 ■ Tiefenbach S. 192 f. • Krämer S. 234 • Karpp, Hss. Stift Essen, S. 173, 183, 200-204 (mit Abb. 15b und 17a) • Hoffmann S. 128 Handschriftencensus Rheinland Nr. 464 • Bischoff, Hss. 9. Jh., Nr. 1063 ■ Karpp, Büchersammlung Essen, S. 125-127, 129, mit Abb. 5: Bl. T(farbig) und Abb. 6: 2r • McKitterick, Women, XIII, S. 16 f. • Bodarwe, Kontakte, S. 54, 65 f. I v Einträge, etwa 10. Jh.: oben mehrzellig Federproben (3. Z.: sante petre sante palle [Paule] in omni confessoribus /...); zu Anfang 6 altsächsische Männernamen (latinisiert), mittig in 6 Zeilen der Essener Bibliothekskatalog mit wahrscheinlich 18 Titeln; Namen und Bücherverzeichnis ed. Tiefenbach S. 192 f. l r - 22 l v [Alcuinus: Commentaria in Evangelium Johannis] PL 100, 738D (bzw. 743D) - 1008; Stegmüller RB, Bd. 2 und 8, Nr. 1096. (l-5 r ) Beginn mit (l r -2 r ) Epistola famularum Gislae atque Rectrudae ad Alcuinum 53 Ms. B5 [2] und (2-5 r ) ALCUINUS: Epistola ad Gislam et Rectrudam [3], (5 v -7 r ) folgen Capitula zu lo (wie Novum testamentum... rec. Joh. Wordsworth / Henr. J. White [u.a.]. Bd. 1, Oxford 1889, S. 492-506, weniger übereinstimmend mit den im Druck den 46 cap. jeweils vorangesetzten Summarien). Text (7 V ff.) bricht 22 l v (im letzten Caput) durch Blattverlust ab: ...crebra consola[tione...; PL 100, 1005C, Z. 8/9. Kapitelzählung lückenhaft, vielfach vom Druck abweichend. Die zahlreichen Bibelzitate vom Schreiber marg. durch kleine Schlängel markiert. MS.B5 Henricus de Frimaria. Petrus de Alliaco. Biblia pauperum. Franco de Meschede. Guilelmus Durantis. Ps.-AIbertus Magnus. Matthias Lincopiensis. Rabbi Samuel. Johannes de Rupescissa. Tilmannus de Roede Papier • 363 Bl. • 30 x 22 • Diözese Köln (?), 1456 (I); Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?), um 1450-1455 (II); Köln, 1461 (III-IV); Rheinland (?), 15. Jh., 2. Viertel (V) Die Hs. wurde im 15. Jh. aus fünf Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Mittelfeld mit einem stehenden Andreaskreuz; Reste von zwei Schließen; Rücken und beide Spiegel erneuert (19. Jh.) • in allen Teilen: Merker aus hellem Pergament, teilweise beschriftet. Teil I ist datiert 1456; der Schreiber nennt sich Gerardus de Cappella (s. Bl. 17 r und 24 r ). Da eine weitere Handschrift von seiner Hand 1456 in der Diözese Köln geschrieben wurde (s.u.), ist auch Teil I der vorliegenden Hs. möglicherweise dort entstanden. Nach dem Wz.-Befund kann die Datierung von Teil II in den Zeitraum 1450-1455 angesetzt werden. Da ein Siebpaar der hier vorhandenen Wz. auch in zwei Hss. vorkommt, die wohl aus dem Kreuzherrenkonvent Düsseldorf stammen, ist dasselbe Kloster vermutlich die Schriftheimat von diesem Teil. Teil IV entstand 1461 in Köln; der Hauptschreiber dieses Teils ist Arnoldus de Bercka (s. Bl. 35l r ). Ebenfalls 1461 beendete derselbe Schreiber Teil III (s. Bl. 11l r )- Obwohl das Kolophon hier keine Ortsangabe enthält, liegt es nahe, daß auch dieser Teil in Köln entstanden ist. Teil V ist etwas älter als die übrigen Teile: Schrift und Wz. deuten auf eine Datierung in das zweite Viertel des 15. Jh. Eine Entstehung im Rheinland ist wahrscheinlich, aber nicht gesichert die Hs. stammt möglicherweise aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf, obwohl der in Hss. dieser Provenienz übliche Besitzvermerk hier fehlt. Auch die in der Düsseldorfer Buchbinderei benutzten Einbandstempel sind hier nicht vorhanden. Im 18. Jh. wurde die Hs. im Jesuitenkolleg in Düsseldorf aufbewahrt; s. Hartzheim Sp. 22 54 Ms. B5 (zu Arnoldus de Bercka) und 86 (zu Franco de Meschede) ■ alte Bleistiftsignaturen auf Bl. l r : 76 und Z 5 (19. oder 20. Jh.). Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 465. I Bl. 1-24: Diözese Köln (?); 1456 ■ Wz.: Traube = PiccFr I 625-626 (1454, 1455); Ochse Typ PiccVf3 VI 1080-1092(1451-1471) ■ Lagen: 2 VI 24 • Lagensignaturen von al (Bl. 1"), a2 (Bl. 2 r ) bis b5 (Bl. 17 r ) und b6 (Bl. 18 r ); Reklamant auf Bl. 12 v ■ Schriftraum 24-25 x 16-17 ■ 56-67 Zeilen • kleine, aber gut leserliche gotische Kursive von der Hand des Gerardus de Cappella (s. Bl. 17 r und 24 r ); vom selben Schreiber stammt die Hs. Köln StA W* 59 (Diözese Köln, 1456); s. Handschriftencensus Rheinland Nr. 2442 • rubriziert. l r - 17 r [Henricus de Frimaria]: Super decem praecepta. Audi, Israel... [Dt 4,1]. In hiis verbis Spiritus sanctus circa divina precepta tria tangit. Primo namque ostendit, quodsunt hilariter audienda ... - ... Marieprestare dignetur eius Filius benedictus. Qui vivit et regnat ... seculorum. Amen. Et sie est finis Expositionis circa decem precepta Domini. Finitus per me Gerardum de Cappella. 1456. - Drucke: Hain 10400-10407 u.ö. Bloomfield/Guyot Nr. 526; Stegmüller RB Nr. 3172; Zumkeller Nr. 284 und 325 (mit Nachtrag). Zum Verfasser s. DSAM Bd. 7,1, Sp. 191-198; VL 2 Bd. 3, Sp. 730-737 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 17 v - 24 r Petrus de Alliaco: Meditationes super Septem psalmos POENITENTIALES. (17 v ) Prolog. Incipiunt Meditaciones devote super septem psalmos penitenciales edite per reverendum dominum Petrum de Ayliaco episcopum Cameracensem. Vera penitencia velud scala quedam est, qua homo peccator, qui seeundum ewangelicam parabolam ... - ... satis exsequentibus apparebit. Sequitur textus. (17 v -24 r ) >Meditacio devota super primo psalmo penitenciali.< Domine Ihesu Christe, future iudex seculi, qui bonos in Celeste regnum tuum, malos vero in ignem eternum ... - ... perhenniterque regnare tu misericorditer prestare digneris, qui vivis et ... seculorum. Amen. Expliciunt Meditaciones devote super septem psalmos penitenciales edite a reverendissimo domino Petro de Ayliaco cardinali et episcopo Cameracensi. >Scripte et finite per me Gerardum de Cappella.< 1456. - Druck: Du Pin Bd. 4, Sp. 1-26. S. auch Stegmüller RB Nr. 4484 und 6408; van den Bosch, Observantie, S. 147, Anm. 146 (diese Hs. jeweils erwähnt); Bloomfield/Guyot Nr. 1738; DSAM Bd. 1, Sp. 256-260. - 24 v leer. 55 Ms. B5 II Bl. 25-38: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1450-1455 • Wz.: Traube ~ PiccFr I 6 (1451); Hirsch Typ PiccVf 1 II 170 (1449); Traube ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch Ms. B 40 und Ms. B 41); Anker ~ PiccA II 444 (1458) • Lage: (VI+2) 38 • Schriftraum 25-26 x 16-18,5 bzw. 25,5-26 x 14,5-15 (Bl. 29 v -36 r ) ■ 51-61 Zeilen (Schreiber 1), 41-56 Zeilen (Schreiber 2), 40^13 Zeilen (Schreiber 3) • gotische Kursive von drei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 25-29 v , Schreiber 2 Bl. 29 v - 36 r , Schreiber 3 Bl. 36 v -38 r • rubriziert. 25™ [VERSUS CUM COMMENTO.] Versus. Hiis dicens apparet surgentis gloria claret. [Kommentar.] In Genesi XXXIP capitulo legitur quod cum angelus venisset ad Jacob, ipse angelum apprehendens cum eo luctabatur ... Versus. Israel est dictus luctans Jacob benedictus. [Kommentar.] In Genesi V° capitulo legitur quod Enoch Deo placuit, qui translatus in paradisum Enoch ... — ... Versus. Sic affliguntur penas [!], qui prava sequuntur. — 16 spruchartige Verszeilen, je mit einem auf Bibelstellen verweisenden Kommentar; sie beziehen sich vermutlich auf die anschließende Biblia pauperum. 26 r - 29 r [BIBLIA PAUPERUM.] >De beata virgine.< Legitur in Genesi If capitulo, quod dixit Dominus serpenti: Super pectus tuum gradieris [Gn 3,14] etpostea ibidem legitur... - [letzte Bildgruppe:] >Consolacio Petri de Resurrectione Christi a Maria Magdalena.< Propheta David: Consolaciones tue letißcaverunt animam meam [Ps 93,19]. Jeremias: Quiescat vox tua ... [Ier 31,16] ... sicut dixit vobis ultimo capitulo. Versus: Interitum care prolis rex plangit [?] amare, etc. - Ohne Abbildungen. Der Text verweist auf 53 (?) Bildgruppen. Prophetensprüche und Tituli zwischen den Lektionen eingeschoben. Text an manchen Stellen erheblich erweitert im Vergleich mit den in Faksimile-Ausgaben vorliegenden Hss. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Biblia pauperum, hg. v. P. Heitz, Straßburg 1903, S. 28-32 (Hss.); H. Cornell, Biblia pauperum, Stockholm 1925; Stegmüller RB Nr. 9764; Bloomfield/Guyot Nr. 2918; VL 2 Bd. 1, Sp. 843-852; Biblia pauperum. Kings MS 5 British Library, Komm. v. J. Backhouse u.a., Luzern 1994, S. 21-63; Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, hg. v. H. Frühmorgen-Voss u.a., Bd. 2, München 1996, S. 249-327 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 29 v - 30 r ; 31 r - 34 v ; 36 r ; 30 v ; 35" Franco de Meschede: [Altercatio de utroque Johanne Bapista et Evangelista]. [S]anctissimo in Christo patri / catholice, quem sancte matri / prefecit Dominus / Ecclesie pro defensione ... -... sed nunc nomen Romani dant a Julio. Amen. Amen. Amen. - Druck: AH Bd. 29, S. 205-232. Hartzheim Sp. 86; RH Nr. 33358; H. Walther, Das Streitgedicht in der lateinischen Literatur des Mittelalters, hg. 56 Ms. B5 v. P. G. Schmidt. Hildesheim u.a. 1984, S. 129-134; Walther I Nr. 17239; VL 2 Bd. 2, Sp. 829-834 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 36 v - 38 r [De peccato in Spiritum sanctum.] (36 v ) Quaestio de blasphemia. Utrum blasphemia vel peccatum in Spiritum sanctum sit idem, quod peccatum ex certa malicia. Et videtur quod non ... — ... potest esse circumstancia cuiuslibet generis peccati. >Et tantum de hoc articulo.< (37 r ) Commentum in: Petrus Lombardus, Sententiae, Lib. 2, dist. 43. Magister Sententiarum Distinctione 43 libri secundi ponit 6 speciales [?] peccata in Spiritum sanctum, scilicet desperacio, presumpcio ... - ... per quam membra ecclesie uniuntur. Et tantum de hoc. (37 v ) leer. (38 r ) Quaestio de peccato in Spiritum sanctum. Utrum quod peccatum in Spiritum sanctum non sit irremissibile. Dicit enim Augustinus in libro de Universali [?] Domini de nullo desperando est... - ... licet Deus remittere possit. >Et tantum de hac materia, sed intencionem doc[...] sancti.< - 38 v leer. III Bl. 39-116: Köln; 1461 ■ Wz.: Lilie Gruppe PiccLi III 1414-1421 (1452-1467) • Lagen: 6 VI 110 + III 116 • bemerkenswerte Lagensignaturen 1-6 (Bl. 39 r -44 r ), a-f (Bl. 51-56), b3, c3 (Bl. 64 r und 650, al (Bl. 75"), a2 (Bl. 76") bis c5 (Bl. 103 r ) und c6 (Bl. 104 r ); Reklamanten • Schriftraum 20,5- 24x13,5-15,5 • 42-50 Zeilen ■ gotische Kursive von der Hand des Arnoldus de Bercka (s. Bl. 11 V); Bl. 39 r Schreiberspruch Assit ad inceptum virginis Filius; von einem zweiten Schreiber stammt Bl. 11 l r -l 13 v ■ rubriziert. 39 r - 11 l r [Hermannus Galigaen]: Rationale divinorum officiorum GUILELMI DURANTIS ABBREVIATUM (COLLECTORIUM). Dicturi de offlCÜS divinis de locis in quibus et de personis sive ministris a quibus et de impedimentis cum quibus huiusmodi officio exercentur ... - ... omnium bonorum largitori, qui est benedictus ... seculorum. Amen. >Completus anno Domini M° CCCC 61 °. Explicit iste über, sit scriptor crimine über. Arnolt Berck scripsit, cui post mortem requies sit. Amen. [Vgl. Colophons Nr. 21088].< - Zu Hermann Galigaen s. W. Kohl, Das Bistum Münster, Bd. 4,2: Das Domstift St. Paulus zu Münster Berlin/New York 1982 (Germania sacra, N.F.; 17,2), S. 495^196. Zuschreibung dieses Werkes an Galigaen im Kolophon der Hs. Utrecht, Catharijneconvent, BMH 19 (s. C. van Wijnbergen / H. Zapf, Verzeichnis kanonistischer Handschriften in den Niederlanden, Würzburg 1988 [Forsch, zur Kirchenrechtswiss., 3], S. 250), in anderen Hss. dagegen Henricus de Langenstein zugeschrieben (s. T. Hohmann, Initienregister der Werke Heinrichs von Langenstein, in: Traditio 32, 1976, S. 73-82, hier Nr. 46). Zum Aufbau der vorliegenden Kurzfassung s. Franz, Messe, S. 609; G. Powitz / H. Bück, Die Handschriften des 57 Ms. B5 Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1974 (Kat. der Stadt- und Universitätsbibl. Frankfurt am Main; 3,2) (zu Ms. Barth. 108, Bl. l ra -138 rb ); zu Guilelmus Durantis und zum Rationale s. Schulte GQ Bd. 2, S. 144-156; VL 2 Bd. 2, Sp. 245-247; LMA Bd. 3, Sp. 1469-1470; Guillaume Durand. Eveque de Mende (v. 1230- 1296), canoniste, liturgiste et homme politique, hg. v. Pierre-Marie Gy, Paris 1992, passim; T. M. Thibodeau, William Durand: 'Compilator rationalis', in: Ecclesia orans 9, 1992, S. 97-113 (S. 111-112: Herrn. Galigaen). lll r - 113 v Guilelmus Durantis: Rationale divinorum officiorum. Lib. VIII: De computo et calendario et pertinentibus ad illa. Excerpta. Quoniam, ut ait Augustinus XXXVIII distinctione, in ipsis sacerdotes scire tenentur computum ... - ... preciosis sumptibus orbem lustrabant. — Nachtrag eines 2. Schreibers (15. Jh., 2. Hälfte); Buch VIII des Rationale wurde in der vorangehenden Kurzfassung dieses Werkes nicht berücksichtigt. Druck: CCCM 141 B, S. 131-173. L. Thorndike / P. Kibre, A catalogue of incipits of mediaeval scientific writings in latin, London 2 1963 (The Mediaeval Acad. of America, Publ. 29), Sp. 1302 (6). Lit. s. oben zu Bl. 39 r -lll r . 113 v [De COMPUTO ECCLESIASTICO.] Notandum quod secundum alios potest [!] etiam Pascha, aliter invenitur [?] secundum hanc tabulam ... — ... IIF idus Marcii usque in diem nonas Aprilis. - Nachtrag von der Hand des Arnoldus de Bercka. - 114-116 v leer. rv Bl. 117-353: Köln; 1461 (Bl. 351 r ) • Wz.: (Bl. 117-212 und 334-353) Lilie Gruppe PiccLi III 1414-1421 (1452-1467); (Bl. 212-224) Meerjungfrau Typ Briquet 13857-13861 (1456-1481); (Bl. 225-251) Buchstabe P ~ PiccP X 369 (1461; hier auch das o.g. Wz. Lilie; auch in Ms. B 76, 86, 93, 98); (alle folgenden Wz. in Bl. 252-333, auch das o.g. Wz. Lilie) Buchstabe P = PiccP 907/1102 (1461; auch in Ms. B 44, Teil II; Ms. B 46, Teil II; in Ms. B 94b, 98); Buchstabe P = PiccP IX 909 (1462, 1463); Buchstabe P = PiccP IX 952 (1462); Buchstabe P ~ PiccP X 417 (1463; auch Ms. B 62); Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch Ms. B 46, Teil I—II; in Ms. B 62, 76, 86, 94b) • Lagen: 9 VI 224 + ([VI+2] + II) 242 + VII 256 + 6 VI 328 + (V-5) 333 (keine Textverluste) + VI 345 + IV 353 ■ Lagensignaturen in vier Reihen: (1) von al (Bl. 117 r ), a2 (Bl. 118 r ) bis h6 (Bl. 206 r ), U-i6 (Bl. 225- 235 r [unregelmäßige Lage]), kl-k6 (Bl. 243 r -249 r [unregelmäßige Lage]), 11-16 (Bl. 334 r -339 r ); (2) a-f (Bl. 213-218 1 ); (3) 1-6 in jeder Lage von Bl. 268-322 r ), an vielen Stellen abgeschnitten; (4) 1- <4> (Bl. 346-349"); keine Lagensignaturen auf Bl. 329-333 r ; Reklamanten der Schreiberhand gelegentlich nachgetragen • Schriftraum und Zeilenzahl stark wechselnd • gotische Kursive von vier Schreibern (s.u.). 58 Ms. B5 117 r - 250 r ; 334 r - 351 r [Ps.-]Albertus Magnus: Historiae totius Bibliae. (117") Prolog. Notandum über vite (id est Biblia) continet testamentum vetus et novum. Et vetus testamentum quamvis sit de Deo ... - ... intelligiturprinceps demonum. {\\l r '-25Q> T \ 334-343 r ) Text. Genesis est primus über Byblie, in quo agitur secundum hystoriam de mundi et creaturarum omnium exordio ... - ... Psalterium, quod habet 150 Psalmos. (343 v -351 r ) Register. >Incipiunt registra Hystoriarum Biblie tocius. Genesis 1° .< 1. Quod Deus 4° r modis operatur. 2. Quod septem sunt celi ... — ... Quare filii Dei sumus. >Et tantum de isto. In felici Colonia per manus Arnoldi de Bercka anno Domini 1461. Benedictus Deus etpia mater.< - An zwei Stellen wird das Werk Albertus Magnus zugeschrieben: auf Bl. 118 r Albertus Magnus (am Anfang der Erklärungen zu den Historiae des Buches Genesis) und auf Bl. 340 v Nichil plus habebatur in exemplari Alberti Magni (am Ende des Kommentars zum 2. Korintherbrief. S. auch Stegmüller RB Nr. 1072-1079 (Innsbruck ÜB Cod. 109, jedoch ohne die Zusätze von Schreiber 2), hier Albertus de Siegburg (?) zugeschrieben. - Von der Hand des Arnoldus de Bercka stammt der größte Teil des Textes, von einem zweiten Schreiber die eingeschobenen Kommentare zu den Prophetae minores (s.u.), die alle der Glossa ordinaria entnommen wurden. Jedem dieser Kommentare geht eine Einleitung von der Hand des Arnoldus de Bercka voran. Der Kommentar zu Osee (Bl. 213-224 v ) bildet eine eigene Lage mit einer eigenen Lagensignatur (s.o.); diese Lage wurde aus Doppelblättern mit einem abweichenden Wz. (Meerjungfrau) zusammengesetzt. Der Kommentar zur Apokalypse des Matthias Lincopiensis (Bl. 252-333 v ) wurde von einem dritten und vierten Schreiber geschrieben (Schreiberwechsel auf Bl. 323 r ). Dieser Kommentar wurde zwischen den Kommentaren zur Apokalypse und zur Apostelgeschichte von der Hand des Arnoldus de Bercka eingeschoben. Auch hier finden wir Papier mit abweichenden Wz. und gesonderten Lagensignaturen (s.o.). Von Schreiber 3 stammen außerdem einige Randbemerkungen auf Bl. 213-215 v , die von dem zweiten Schreiber beschrieben wurden; diese Randbemerkungen belegen, daß Schreiber 3 in unmittelbarer Nähe des Arnoldus de Bercka gearbeitet hat (s. auch Hartzheim Sp. 22, diese Hs. erwähnt). Die Datierung 1436 (Bl. 332 r ) steht nicht nur im Widerspruch zur Datierung 1461 von der Hand des Arnoldus de Bercka (Bl. 35l r ), sondern auch zu den Datierungen der vorgefundenen Wz. Sie wurde wohl aus der Vorlage übernommen. - Eingeschoben: - (213-224 v ) [Glossa ordinaria in Osee.] Verbum Domini ... [Os 1,1]. Ordo prophetarum secundum LXX* a talis est: Ozee, Arnos, Micheas, Johel, Abdyas, Jonas, Naum ... - ... in redempcionem multorum in Israel. >Et sie estfinis exposicionis litteralis ac aliarum Ozee prophete.< - Vgl. Stegmüller RB Nr. 10477 und 11813. 59 Ms. B5 (225-229 r ) [COMMENTUM IN AMOS.] Hie Arnospropheta non fuitpater Ysaye prophete, quamquam et illepropheta ... - ... usque adflnem seculi, quod nobis concedat, qui... regnat. >Et sie est finis.< - Vgl. Stegmüller RB Nr. 10479. (229-23l r ) [GLOSSA ORDINARIA IN JOHEL.] Verbum Domini... [Joel 1,1]. Fatuel propheta, pater Johel prophete, a LXX" 1 interpretibus Batuel vocatur ... — ... in multitudine sanetorum. Ad quam nos perducat etc. >Et sie estfinis JoheK - Vgl. Stegmüller RB Nr. 11814. (231-232 1 ) [GLOSSA ORDINARIA IN Abdiam.] Abdias quanto brevior, tanto est profundior. Servus Dei interpretatur, sieud Moyses famulus Dei ... - ... urbi vicina optinebu[n]t. >Et sie estßnis.< - Stegmüller RB Nr. 11816. (232-233 1 ) [Glossa ordinaria in Jonam.] Nullus tipi sui melior interpres est, quam ille, qui prophetas inspiravit... — ... inter bonum et malum. >Et sie estfinis Jone prophete. < - Stegmüller RB Nr. 11817. (233-235 1 ) [Glossa ordinaria in Micham.] Sub Ozia ceperunt prophetare Ozee, Arnos, Ysaias. Sub Joatham, filio Ozie, ineepit prophetare Micheas ... — ... alios in misericordia. Quod nobis prestare dignetur. Amen. Et sie estfinis. - Stegmüller RB Nr. 11818. (235-236 1 ) [GLOSSA ORDINARIA in Naum.] Assumpcio interpretatur grave onus, quod hostibus [!] delectat [!] vel prophetam ... - ... non est manens, sed transitoria. >Et sie est finis < - Vgl. Stegmüller RB Nr. 11819. (236-237 1 ) [GLOSSA ORDINARIA IN Abacuc] Commentatur Jeronimus super Ozee, Johel et Arnos, Abdiam et Jonam Pammachio super Naum ... - ... causatus suum, laudabo equitatem. >Et sie est finis.< - Stegmüller RBNr. 11820. (237-238 r ) [Glossa ordinaria in Sofoniam.] Hie prophetatur de eversione Iherusalem et de captivitate Jude et Beniamin ... - ... vineulis carnis teneba(n)tur. >Et sie estfinis.< - Stegmüller RB Nr. 11821. (238-239 1 ) [GLOSSA ORDINARIA IN AGGEUM.] Cum Cyrus, rex Persarum, occiso Balthasar oecupasset regnum Babilonicum ... - ... quasi anulo consignetur. >Et sie est finis exposicionis super Aggeo.< - Stegmüller RBNr. 11822. (239-242 v ) [Glossa ordinaria in Zachariam.] Cyrus, rex Persarum, qui Caldeorum Imperium destruxit, primo anno regni sui ... - ... locum merces deferat. >Et sie est finis.< - Stegmüller RB Nr. 11823. (243™) [Glossa ordinaria in Malachim.] Malachi interpretatur angelus meus, unde Origenes angelum eum fuisse putat... - ... in Helya Johannem intelligens. >Et sie estfinis exposicionis Malachie prophete.< - Stegmüller RB Nr. 11824. Druck (mit Ausnahme des Commentum in Arnos): GW 4282, Bd. 3 (benutztes Ex.: Berlin SB Inc. 2133 fol.). 60 Ms. B5 250 v - 25l v Nachträge (15. Jh., 2. Hälfte, alle von derselben Hand). (250 v ) [De LAPIDIBUS PRETIOSIS.] Saphirus paupertas blavii coloris sicud celum serenatum, sie pauperes colorem celestem habent ... - ... a lumine manifestantur. Laus Deo nostro. - Auch München SB Clm 5964 (vgl. L. Thorndike: De lapidibus, in: Ambix 3, 1960, S. 6-23, hier S. 11-12); Thorndike/Kibre (s. lll r ) Sp. 1376 (11). - (250 v ) [Versus de COLORIBUS LAPIDUM.] Jaspis habet viridem veluti plantago colorem / Signifwat mentes pietate ... - ... bene convenit ille benignis. - 30 Verszeilen. Thorndike/Kibre (s. lll r ) Sp. 654 (6); auch Uppsala ÜB C 28, Bl. 133 v -134 v ; s. M. Andersson-Schmitt / M. Hedlund, Mittelalterliche Handschriften der Universitätsbibliothek Uppsala, Katalog über die C- Sammlung, Bd. 1: C I- IV, 1-50, Stockholm 1988 (Acta Bibl. R. Univ. Upsaliensis; 26,1), S. 259. - (250 v ) Versus de coloribus lapidum. Qui pietate virent humiles, sed pectore pallent ... - ... sese faciunt speciosam. - 15 Verszeilen. - (25l r ) [GLOSSA ORDINARIA IN Apc 21, 19.] Glosa interlinealis Apocalipsis. Jaspis fides viridis virorem fidei signat. Saphirus spes similis sereno celo, quo percussus radio solis ardentem ... - ... regni semper memoriam in animo humilium. Finis. Deo gracias. - Druck: PL 124, 748-749, in der Hs. leicht verkürzt. - (251 r ) QUAESTIO DE REBUS CONSUMPTIBILIBUS. Utrum in rebus usu consumptibilibus usus facti vel abusus vel consumpeio rei possit a proprietate et dominio separari... - ... sed habenda esse omnia communia. Hec ibi, etc. - Betrifft die Frage der Besitzlosigkeit der Bettelorden. - (25 l v ) [De DECEM PRAECEPTIS.] Audi, Israel ... [Dt 4,1]. Auditus inferior est obediencia interioris hominis et versatur circa tria. Circa preeepta Domini ....... et recedere a malo intel[\i]gencia. 252 r - 325 r [Matthias Lincopiensis: Expositio in Apocalypsin.] Lib. 1, 1-15, 6. (252 r ) Prolog. Beatus qui legit ... [Apc 1,3]. Triplex gratia ad profectum in sacra Scriptura requiritur. Prima dicitur preveniens per quam illuminatur ratio ... - ... obtinenda ibi [?] 'Beatus qui legif, etc. (252 r -325 r ) Text. Apocalipsis grece, revelacio latine Ihesu Christi dicitur, id est a Ihesu Christo facta, que a Ihesu ... - ... non admittunt in levitate divine misericordie. Et hoc notat beatus Johannes: Et exierunt 7 angeli habens 7 piagas de templo [Apc 15,6]. - Zu Verf. und Werk s. D. Pacetti, L"expositio super Apocalypsim' di Mattia di Svezia (c. 1281-1350) preeipua fönte dottrinale di S. Bernardino di Siena', in: Archivum Fratrum Praedicatorum 54, 1961, S. 241-272; S. 288-297: Hss.); Stegmüller RB Nr. 5560; DSAM Bd. 10, Sp. 770-771 (Lit); A. Pilz, Magister Mathias of Sweden in his theological context. A preliminary survey, in: The editing of theological and philosophical texts from the Middle Ages, hg. v. M. Asztalos, Stockholm 1986 (Studia latina Stockholmensia, 30), S. 137-160, bes. 143-145 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 61 Ms. B5 325 r - 332 r [Beda Venerabilis: Explanatio Apocalypsis.] Lib. 15, 6-22, 21. [Et exierunt ... (Apc 15,6)]. Hoc est quod Marcus ait: Uli profecti predicaverunt ubique [Mc 16,20]. Vestiti lapide mundo candido. Quodquot, ait Apostolus, in Christo baptizati estis ... -... ultimum adiecit, cum omnibus vobis. Amen. - Druck: PL 93, 178-206. Stegmüller RB Nr. 1640; CPPM Bd. 2, Nr. 2012; CPL Nr. 1363. - Zusatz: Explicito tandem tanto tamquam [!] periculoso labore ... - ... me meritis faciant visu fructuque potiri. Amen. >1436.< - Druck: PLS Bd. 4, Sp. 2224-2225; vgl. CPL Nr. 1363. Kommentar und Zusatz auch in Köln StA GB 4° 147, Bl. 119-147 r erhalten (s. Kat. StA Köln 2, S. 155). Der Kommentar von Beda schließt unmittelbar an den des Matthias Lincopiensis an, wurde jedoch von einem anderen Schreiber eingetragen. Der von Matthias Lincopiensis nie vollendete Kommentar zur Apokalypse wurde in den Handschriften unterschiedlich ergänzt; vgl. M. Andersson-Schmitt / M. Hedlund, Mittelalterliche Handschriften der Universitätsbibliothek Uppsala, Katalog über die C- Sammlung, Bd. 2: C 51-200, Stockholm 1989 (Acta Bibl. R. Univ. Upsaliensis; 26,2), S. 149 (zu Hs. C 126, Bl. 2-103 va und 103 va -124 r , mit Literaturangaben). 332 r - 333 r [E commentario in Apocalypsin excerpta.] Concorda[n]do hystorias de preteritis in quibus notabilia que contigerunt ecclesie, conscribuntur ad prophetiam istam ... — ... in consilio Calcedonensi sub Marciano. - Stegmüller RB Nr. 9573 (längerer Text). Unvollst, in Köln StA GB 4° 147, Bl. 115 r -l 17 r erhalten (s. Kat. StA Köln 2, S. 155). 333™ [De divisione et interpretatione Apocalypsis.] Sicut omne regnum mundi bellis queritur et victoriis propagatur secundum Ysidorum Ethimologiarum XVIII, sie eciam regnum celi... - ... servat ea et que in ea scripta sunt. Ad quam beatitudinem nos perducat, qui... regnat. Amen. Deo gracias. - Vgl. Stegmüller RB Nr. 3158 mit Suppl. (Henricus de Cossey) und RB Nr. 7426 (Robertus Holcot [?]). Auch in Köln StA GB 4° 147, Bl. 117-118 v erhalten (s. Kat. StA Köln 2, S. 155). 334 r - 35l r s.o. - 351 v -353 v leer. V Bl. 354-363: Rheinland (?); 15. Jh., 2. Viertel • Wz.: Krone Typ PiccKr I 322 (1420-1445) • Lage: V 363 • Schriftraum 16-18,5 x 24-28,5 • Zeilenzahl stark wechselnd • gotische Kursive von vier Schreibern: Schreiber 1 Bl. 354-359 v , Schreiber 2 Einschub auf Bl. 355 r , Schreiber 3 Bl. 359 v -362 r , Schreiber 4 Bl. 362 r -363 r • rubriziert (nur die Textpartien der Schreiber 1 und 2). 62 Ms. B5 354 r - 357 r [Rabbi Samuel: Epistola ad Rabbi Isaac de adventu Messiae Alfonso Bonihominis interprete.] Excerpta. (354 r ) Prolog. Incipit excerptum quod extractum est ex quodam libello translato [nachgetragen: per fratrem Alphoncium de ordine Predicatorum ad Hugonempapam eius ordinis fratrum scriptum] de araboca [!] in latinum ... - ... fuit veredictio [?] christiani. (354 r -357 r ) Text. >De desolacione Judeorum.< Quomodo facti sunt in desolacionem, subito defecerunt, perieruntpropter dignitatem suam ... — ... in lingua arabica fuit communiter [?] translatus anno Domini 1 0 3°3 0 9°. - Drucke: PL 149, 337-368; M. Marsmann, Die Epistel des Rabbi Samuel an Rabbi Isaak (Diss. masch.- schriftl., München 1971), Siegen 1971, S. 202-438 (vollständiger Text). S. auch Stegmüller RB Nr. 1183,1; Kaeppeli Nr. 146 (diese Hs. genannt) und Nachtrag; VL 2 Bd. 1, Sp. 236-237. 357™ [AUCTORITATES PAGANAE DE VITA ET PASSIONE JESU CHRISTI.] >Conßrmacio per auctoritates paganorum, etc.< >Josephus Hebreorum historiographus.< Fuit hiisdem temporibus Ihesus vir sapiens, si tarnen fas est eum virum nominari... - ... est intrinsicum donum primum. - Zitate aus Werken von antiken, jüdischen und arabischen Autoren, in denen das Wirken und Leiden Christi erwähnt oder vorhergesagt wird (Flavius Josephus, die Sibyllen, Plato, Porphirius, Albumasar u.a.), dazu einige Parallelstellen in Werken christlicher Autoren. 358 r - 359 v [Henricus de Segusio: Summa super titulis Decretalium.] Lib. V, tit. 57: De poenitentiis et remissionibus. Ut sacerdos caucius in spirituali circa penitentias arbitretur, notandi sunt casus in quibus per canones certe pene sive penitencie imponuntur ... - ... circumstanciis et rerum ut Extra de /?e[nitentiis] et re[missionibus] [X. 5.38] signifacivit. - Die 46 Canones aus der Summa de poenitentia et remissionibus des Henricus de Segusia. Vgl. Schulte GQ Bd. 2, S. 128-129. Druck: Hain/Copinger Nr. 8962 (benutztes Ex.: Berlin SB Inc. 2168 fol, hier Lib. V, fol. CXIIIf a -CXV va ). Randbemerkung auf Bl. 358 r , in der ein Gutachten des Kölner Juristen Johannes Spull zu einem bestimmten casus besprochen wird; zur Person s. Keussen Bd. 1, S. 164-165, Nr. 20. 359 v - 362 r Johannes de Rupescissa: Vade mecum in tribulatione. Excerpta. In Cristo Ihesu Domino nostro fratri Petro Peru medicine magistro ordinis fratrum Minorum Johannes de Rupescissa incarceratus eiusdem ordinis. Petita promissa per me vobis de futuris eventibus, scitote terribiles eventus ... - ... donec de Avinione fugiant cardinales. Explicit Vade mecum in tribulatione editus a fratre Johanne de Rupescissa ordinis fratrum Minorum, professoris eximii. - Druck: E. Brown, Fasciculus rerum 63 Ms. B6 expetendarum et fugiendarum, Bd. 2, London 1690, S. 493-508. Zu Werk, Verf. und hsl. Überlieferung s. J. Bignami-Odier, Etudes sur Jean de Roquetaillade, Paris 1952, S. 157-173, 245-246 (Hss.), 249-250 (Auszüge); VL 2 Bd. 4, Sp. 724-729; Johannes de Rupescissa, Liber secretorum eventuum, hg. v. R. E. Lerner und C. Morerod-Fattebert Freiburg/CH 1994 (Spicilegium Friburgense, 36), S. 11-85; A. Vauchez, Jean de Roquetaillade (f 1366 ca.). Bilan des recherches et etat de la question, in: Eschatologie und Hussitismus, hg. v. A. Patschowsky und F. Smahel, Prag 1996 (Historica, Ser. nova, Suppl., 1.), S. 25-37 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 362 r [PRONOSTICATIO DE ANNO MCCCCLXF.] Item dicitur in anno Af CCCC LXf deberefieri incipiendo divisio mundi... - ... ita quod viri non uxorentur. 362 r - 363 r TlLMANNUS de Roede: Tractatus de interdicto. Ad cognoscendum veram cessacionem est primo notandum, quod duplex est cessacio. Quedam est indicta a superiore ... — ... nullo iure sit prohibitum. Explicit tractatus de interdicto quem compilavit frater Tilmannus de Roede Hospitalarius humilis, etc. - Zum mutmaßlichen Verfasser und zum Werk s. Keussen Bd. 1, S. 180-181, Nr. 10 (Tilm. Droilshagen al. de Roide); Rep. Germ. Bd. 4, Sp. 3595; G. Powitz / H. Bück, Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1974 (Kat. der Stadt- und Universitätsbibl. Frankfurt am Main; 3,2), S. 93 (zu Ms. Barth. 43, Bl. 170 va -171 vb ). - 363 v leer. MS.B6 Ambrosius Mediolanenis. Ps.-Ambrosius Mediolanensis. Vigilius Thapsensis. Expositio rhythmica de Symbolo fidei Papier • 244 Bl. • 29 x 20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1485-1490 Feuchtschäden am oberen Rand (keine Textverluste) • Wz.: Hund ~ PiccVf 3 VII 1469 (1485); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP VIII 140/241 (1486); Hand = PiccHH III 1097-1098 (1487; auch in Ms. B 84, Teil II); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP XII 86/191 (1488); Kanne Typ Briquet 12621 (1485-1496; auch in Ms. B 12, Teil I—II; Ms. B 141); Buchstabe P = PiccP VIII 128 (1486); Buchstabe P = PiccP VIII 142 (1488); Buchstabe P = PiccP XIII 26 (1483); Buchstabe P = PiccP XII 182(1488) • Lagen:(V+l)"+9V ,01 +Vl" 3 +12V 233 + (VI-l) 244 • Lagensignaturen von 64 Ms. B6 (Bl. l r ), (Bl. 2 r ), usw., bis z5 (Bl. 228 r ) und etl (Bl. 234 r ) ■ Schriftraum 21x14 • 2 Spalten Schreiber 1 32-46 Zeilen, Schreiber 2 40 Zeilen • gotische Hybrida von vermutlich zwei Schreibern: 1 Bl. 2 ra -164 ra , 2 Bl. 164 ra -244 vb • rubriziert • Bl. 2 ra 13-zeilige blaue Initiale mit rotem Fleuronne. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel); 2- und 3fache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel herald. Adler (klein, rhomb., umrandet, nach rechts), Schunke Fabeltier Nr. 7, stehender Heiliger mit Schild und Fahne (St. Georg ?) (rund, umrandet), Schunke Schrift Nr. 384 („über cruciferorum in Duseldorp") Reste von zwei Schließen • 11 Merker aus hellem Pergament • Rücken restauriert, Deckbll. neu. Die Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Besitzvermerk auf Bl. l r Liber fratrum Cruciferorum in Dusseldorp (15. oder 16. Jh.). Schrift und Ausstattung lassen vermuten, daß sie in diesem Kloster hergestellt wurde. Der Wz.-Befund deutet auf eine Entstehung um 1485-1490. Die Einbandstempel wurden in der Werkstatt der Düsseldorfer Kreuzherren benutzt (Schunke Bd. 2, S. 70). CSEL73, S. XI • KrämerS. 171 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 466. l r Besitzvermerk (s.o.), sonst leer. - l v Inhaltsverzeichnis (15. Jh., Ende oder 16. Jh., Anf.). 2 ra - 113 vb Ambrosius Mediolanensis: Epistolae. (2 ra -30 ra ) Epp. 1-16. Druck: CSEL 82,1, 3-122. (30 ra_rb ) Ep. 45. CSEL 82,2, 44-^5. (30 rVva ) Ep. 42. CSEL 82,2, 41. (30 va -113 vb ) Epp. 17-29. 31-40. 47. 41. 43-44. 46. 48. 50-72. Druck: CSEL 82,1, 123-207, 215-241; Bd. 82,2, 3-40, 47^18, 40- 41, 41^14. 45^17, 48-53, 56-192; Bd. 82,3, 3-20. Am Schluß: >Expliciunt Epistolae [!] sancti Ambrosii episcopi.< CPLNr. 160. 113 vb - 137 ra Ambrosius Mediolanensis: Epistolae. (113 rb -116 ra ) Ep. 72a (Relatio Symmachi praefecti urbis Romae). >Incipit relatio Symachi prefecti urbis Rome ad Valentinianum minorem imperatorem de reparanda ara victorie.< Druck: CSEL 82,3, 21-33. (116 ra -120 vb ) Ep. 73. >Incipit Ambrosii episcopi Epistola contra relacionem ipsam.< Druck: ebd., 34-53. (120 vb -137 ra ) Epp. 74-75. 75aund 76. Druck: ebd., 54-125. CPLNr. 160. 137 ra - 145 rb Ambrosius Mediolanensis: De obitu Theodosii. >Incipit Tractatus Ambrosii episcopi de obitu imperatoris Theodosii maioris ubi diei quadragesime eius fecit verbum.< - Druck: CSEL 73, 369^101. CPL Nr. 159. 145 rb _ i47 vb Ambrosius Mediolanensis: Epistola. Ep. 77. >Incipit Tractatus beati Ambrosii ad sororem suam Marcellinam de invencione 65 Ms. B6 reliquiarum Gervasü et Prothasii.< - Druck: CSEL 82,3, 126-140. BHL Nr. 3513.CPLNr. 160. 147 vb - 157 vb Ambrosius Mediolanensis: De Nabuthae. >Incipit de Nabuthe et Achab.< - Druck: CSEL 32,2, 469-516. Stegmüller RB Nr. 1237. CPL Nr. 138. Auch Ms. B 19, Bl. 76 ra -88 ra . 157 vb - 159 va Ambrosius Mediolanensis: Epistolae. Epp. 30 und 49. >Due Epistole Ambrosii. Prima ad Valentinianum imperatorem, secunda vero ad Severum episcopum.< - Druck: CSEL 82,1, 207-215 und CSEL 82,2, 54-55. CPL Nr. 160. 159 va - 168 ra Ambrosius Mediolanensis: De obitu Valentiniani. >Ambrosius de obitu Valentiniani imperatoris iunioris ad sororem eiusdem.< - Druck: CSEL 73, 327-367. CPL Nr. 158. 168 ra - 193 ra Ambrosius Mediolanensis: De excessu fratris Satyri. >Incipit über primus beati Ambrosii episcopi de obitu fratris sui Satiri.< - Druck: CSEL 73, 207-325. CPL Nr. 157. 193 ra - 205 va Ambrosius Mediolanensis: De apologia prophetae David. >Incipit über sancti Ambrosii episcopi in Apologiam David. Expositio Psalmi quinquagesimi.< - Druck: CSEL 32,2, 297-355. CPL Nr. 135. 205 va - 209 vb [Ps.-]Ambrosius Mediolanensis: Libellus de dignitate SACERDOTALI.] >Incipit libellus venerabilis viri Ambrosii Mediolanensis episcopi, qui pastoralis dicitur.< - Druck: PL 17, 569-580 (nur in der I.Ausgabe der PL); PL 139, 170-178 (hier Sylvester II. papa zugeschrieben). CPL Nr. 171a. 210 ra - 240 va [Vigilius Thapsensis]: Contra Arianos, Sabellianos, PHOTINIANOS [DIALOGUS]. (210 ra_rb ) Prolog. >Incipit altricacio [!] Athanasii gloriosissimi Alexandrinorum episcopi contra Arrium, Sabellium, Fotinumque hereticos de fide sancte Trinitatis.< Druck: PL 62, 179-180. (210 r -237 r ) Lib. 1. >Incipit ordo qualiter res a prinicipio gesta sit.< Druck: ebd., 155-180. (237 rb -240 va ) Lib. 3. >Incipit sentencia iudicis.< Druck: ebd., 229-238. Am Schluß: >Explicit sentencia Probi iudicis data pro Athanasio Alexandrino antistite catholice fidei sectatore contra hereticos maleglorios perversi dogmatis exquisitores videlicet Arrium, Sabellium et Fotinum.< CPL Nr. 807. 66 Ms. B7 240 va - 244 vb [Expositio RHYTHMICA de Symbolo apostolorum.] >Sequitur rigmus [!] dulcis de fide catholica.< Clamat nobis vox divina / regnum discors quodfestina /manet desolacio. /Est et domus ruitura ... - ... mereatur regnare perhenniter. >Amen.< - Walther I Nr. 2821. Auch Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 46, Bl. 183 v -186 v ; vgl. Rose, Verzeichniss, Nr. 342. MS.B7 Johannes Blomendal Papier • 204 Bl. ■ 21x14 • Borken (Westfalen) • 15. Jh., 2. Viertel Bl. 23, 39 und 40 fast vollständig ausgerissen (Textverluste) • Wz.: Ochsenkopf (geringfügig variiert auch in Ms. B 129, Teil II: Borken/Westfalen ?, 1447); Ochse Gruppe PiccVf 3 VI 1040- 1070(1446-1463) • Lagen: 17 VI 204 • bemerkenswerte Lagenzählung, jeweils auf dem letzten Bl. einer Lage und auf dem ersten Bl. der nächsten Lage: von a (Bl. 12 v ), b (Bl. 13"), c (Bl. 24 v ), a?(Bl. 25 1 ), usw. bis v (Bl. 120 und von XlP (Bl. 132 v ), 13 (Bl. 133 r ), 14 (Bl. 144 v ), usw. bis 22 (Bl. 192 v ) und23(Bl. 193 1 ) ■ Schriftraum 13,5-15,5 x 9-10,5 • 2 Spalten ■ 28-38 Zeilen • regel-mäßige gotische Hybrida von der Hand des Arnoldus de Vorschelen • rubriziert ■ Bl. 3 ra 9-zeilige rote Initiale mit schlichtem grünen Fleuronne; Bl. 21 rb , 35 ra , 36 va , 43 rb u.ö. 2-5-zeilige Initialen vom selben Typ; am oberen Rand zahlreiche verlängerte Buchstaben mit Männerköpfen (Masken) in Rot und Grün. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); doppelte Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Muster aus Rechtecken in Mittelfeld; Einzelstempel Hirsch (rechteckig, nach links, umrandet) und Greif (oder Löwe, nach rechts, umrandet), in sieben Reihen zu vier Stempeln angeordnet • 2 Schließen (beide erneuert) • Brandkreuz im oberen Schnitt (Marienfrede) • Rücken restauriert, Deckbll. neu; auf dem Vorderschnitt Fasciculus virtutum et viciorum (16. oder 17. Jh.) • Fragment: schmaler Pergamentstreifen im Gelenk (vorne). Schriftraum (?) x 10,5. Frühgotische Textualis. 12. Jh., 2. Hälfte. Aus: [Usuardus Sangermanensis: Martyrologium], Anfang der Notiz über die hll. Vitalis und Agricola (27. November). Druck: J. Dubois, Le martyrologe d'Usuard. Texte et Commentaire, Brüssel 1965 (Subsidia Hagiographica, 40), S. 349. Fragment aus derselben Hs. in Ms. B 61. Nach den Angaben im Schreibervermerk (Bl. 2 vb ) und im Kolophon (Bl. 202 rb ) entstand die Hs. in Borken (Westfalen). Der Wz.-Befund weist auf eine Datierung im 2. Viertel des 15. Jh. hin. Die Hand des Schreibers Arnoldus de Vorschelen ist auch in Ms. B 61, 112, 120, 129 und Ms. C 93 sowie in Darmstadt LuHB Hs 2273 zu finden. Um 1450 übertrug er einen hochdt. Vaterunser-Kommentar ins Niederdt. (vgl. Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, hg. v. W. Stammler, Bd. 1, Berlin/Leipzig 1933, Sp. 142; VL 2 Bd. 10, Sp. 175). 1436 ist er in Duisburg nachweisbar (vgl. G. Achten u.a., Die lateinischen Gebetbuchhandschriften der hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt, Wiesbaden 1972 [Die Hss. d. Hess. Landes- und Hochschulbibl. Darmstadt, 3], S. 64, zur Darmstädter Hs.) und hielt sich wohl erst danach, jedenfalls im 2. Drittel des 15. Jh., in Borken/Westfalen auf. Der Schreiber ist möglicherweise mit Arnoldus Marie Pacis 67 Ms. B7 conventus bzw. Amoldus Marie Pacis, der 1461-1489/1490 (Todesjahr) als Kreuzherr in Marienfrede belegt ist, identisch (s. van de Pasch, Defmities, S. 114, 117, 119, 122, 127 und 186). Falls diese Vermutung zutrifft, war der Schreiber, als er die vorliegende Hs. und den in Darmstadt aufbewahrten Libellus precum schrieb, noch kein Kreuzherr in Marienfrede • ein früherer Besitzer der Hs. ist Johannes Amelonck, der seinen Namen am Anfang und am Schluß der Hs. eingetragen hat: Oratepro Johanne Amelonck (Bl. l r und 204 va ). Er ist möglicherweise identisch mit Johannes Amelinck bzw. Amelin bzw. Ameling, f 1501/1502, Kreuzherr in Busancois, Dep. de ITndre, vgl. van de Pasch, Defmities, S. 160, 162, 227. Amelonck ist auch Vorbesitzer von Ms. B 61, 74, 120, 129, Ms. C 94; in Ms. B 129 (Vorselaer, 1450) ist er als Schreiber beteiligt • später gelangte die Hs., wohl aus dem Besitz des Johannes Amelonck, in die Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Besitzvermerke: Bl. l r Conventus Beate Marie Pacis ordinis sancte Crucis (18. Jh. ?) und Bl. 204™ Liber Mariepacis (15. Jh., 4. Viertel). Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 467. l ra - 202 rb Johannes Blomendal: Fasciculus. (l ra-rb ) Prolog. In hoc brevi opusculo de dictis multorum doctorum aliqua de viciis et virtutibus, pena et gloria ... - ... admittar bonitatis infinite. (l va -2 vb ) Alphabetisches Register über die behandelten Begriffe. Hec sunt vocabula principalia huius operis sub quibusposui ea, que ad ipsapertinebant... -... dicerem aut repeterem. Abstinencia. Accidia. Adiurare. Adulacio ... — ... Ymago. Ypocrisis. Yronia. >Amoldus de Vorschelen scripsit.< (2 ra -200 va ) Text. Incipit liber dictus Fasciculus [Nachtrag, 15. Jh.]. Abstinencia prout absolute dich subtractionem ciborum, nee nominat vicium nee virtutem [vgl. Summa theologica 2 a 2 ae , q. 146, ar. 1] ... - ... et perplexas devitare curavi. Ad laudem Domini nostri... seculorum. Amen. >Explicit libellus qui Fasciculus dicitur, collectus per fratrem Johannem Bloemendal ordinis minorum.< (200 va -202 r ) Register. Quia sub quibusdam vocabulis nonnulla posui ad materiam aliam ... — ... requirente possunt inveniri. Activa vita et contemplativa: require vocabulo Vita. Actus ierarchie ... - ... effectus amoris: require Amor. (202 r ) Epilog. In hoc brevi opusculo posui aliquid de quolibet vicio et quolibet [!] virtute ... - ... ab aliis dieta interserui. >Huius libelli possessor oret devote pro compilatore et scriptore. Amen. Amoldus de Vorschelen scripsit in Borken. Deo gracias.< — Im Prolog verzeichnet der Verf. die von ihm benutzten Quellen und erwähnt, daß er das Werk als Hilfsmittel bei der Vorbereitung von Predigten angefertigt hat. An den Rändern zahlreiche Verweise der Schreiberhand auf die Summa theologica des Thomas von Aquin. Zum Verf., Franziskaner in Köln oder Soest (2. Viertel des 14. Jh.), s. Hartzheim S. 161; O. Bonmann, Johannes Blomendal von Köln und sein literarischer Nachlaß, in: Franziskanische Studien 28, 1941, S. 36-52, 98-106; E. Wegerich, Bio-bibliographische Notizen über Franziskanerlehrer des 15. Jh., in: Ebd., 29, 1942, S. 150-197, hier 166-169; K. Hengst (Hg.), Westfälisches Klosterbuch. Lexikon der vor 68 Ms. B8 1815 errichteten Stifte und Klöster von ihrer Gründung bis zur Aufhebung, Teil 2: Münster - Zwillbrock, Münster 1994 (Veröffentl. d. Hist. Komm, für Westfalen, 44), S. 367; DHGE Bd. 26, Sp. 1311-1312 Geweils ohne Kenntnis des hier überlieferten Werkes). 202 va - 204 va [EXPOSITIO IN CT 2,1.] Ego sum ... [Ct 2,1]. Scribitur in libro de enigmatibus, id est obscuris questionibus, regina Sabba egressa est ad regem Salomonem ... - ... merito ergo dich: Ego ßos campi. Ad quem nos perducat... Ihesus. Amen. Benedictum sit nomen Domini. - Nachgetragen: Orate pro Johanne Amelonck. Liber Mariepacis [15. Jh., Ende]. - 204 vb leer. MS.B8 Homiliarium (Augustinus. Alcuinus. Smaragdus Sancti Michaelis. Gregorius I. papa) Pergament ■ 144 Bl. • 27x19,5 • Essen, Kanonissenstift • 10. Jh. 1990 restauriert • Lagen: 18 IV 144 ■ Schriftraum 21 x 13 • 21 Zeilen • karolingische Minuskel • 1 Hand ■ an den Textanfängen 2-3-zeilige hellrote Capitalis- und Unzial-Initialen, zumeist grün bzw. gelb gefüllt; Überschriften teilweise grün oder gelb unterlegt; in Tabula 23 r Abkürzung OjW[E]Z,[IA] durchgehend in Blau; Farben sämtlich verblaßt. Heutiger Einband von 1990: weißer Schweinslederbezug über Holz; zwei Schließen • in Düsseldorf als Ms. fragm. M 009 separat verwahrt werden Fragmente zweier Doppelbll. aus einem lat. Pergament-LEKTIONAR des 15. Jh. (erhalten: Teile der Lektionen zum vierten Sonntag nach Ostern und zur Woche danach, zu den Rogationes, zur Pfingstvigil und zu Pfingsten; von denselben Doppelbll. stammen Einbandfragmente zu Ms. B 4, 79, 113), ehemals aufgeklebt auf den in Düsseldorf nach 1819/20 gefertigten früheren Einband der Hs., dessen Aussehen u.a. demjenigen von Ms. B 80 entsprach (s. dort). Ehemaliger Einband gehörte zu einer Gruppe von Einbänden von 13 Hss. Essener Provenienz in der ULB Düsseldorf, die mit Fragmenten dieses Lektionars ausgestattet sind bzw. waren, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 185-189, mit Taf. 14. Schreibstil verweist nach Hoffmann (s.u.) auf eine Entstehung der Hs. im Kanonissenstift Essen im 10. Jh., frühestens 2. Viertel (ähnlich Kahsnitz, s.u.); daß sie als Homiliar Verwendung fand, zeigen sporadische, von mehreren Händen des 10./11. Jh. interlinear oder auf den Rändern nachgetragene Ziffern einer Lektionenzählung und diesbezügliche Randvermerke (z.B. 4 V auf dem unteren Rand: Lectio VII evangelium q[u]od recentissime recitatum est) ■ ehemaliges Rückenschild des früheren Einbandes (s.o.) bei Restaurierung in den Vorderdeckel eingeklebt: Homeliae diversorum ■ da der frühere Einband (s.o.) formal denjenigen Einbänden entspricht, die für die meisten der 1819/20 aus der Bibliothek des Essener Kanonissenstifts (zuletzt: fürstliches, freiweltliches Damenstift) in die Königliche Landesbibliothek Düsseldorf gelangten Hss. angefertigt wurden, kann diese Provenienz auch für vorliegende Hs. vorausgesetzt werden; vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 165-170, 173, 185-189. 69 Ms. B8 Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 27, Nr. 10 ■ Kahsnitz, Gospel Book, S. 122-166, hier S. 140, Nr. 10 • Tiefenbach S. 185 • Huth S. 215, Anm. 9 • Karpp, Bücherbesitz Essen, S. 63, 81, 111, Anm. 27 • KrämerS. 235 • Karpp, Handschriften Essen, S. 173, 183 f. ■ McKitterick, Frauen, S. 90, Anm. 87 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 468 • Hoffmann S. 113-153, hier 121, 132, Abb. 10 (22 r ) ■ McKitterick, Women, XIII, S. 18, Anm. 71 • Boewe-Koob S. 7 • El Kholi S. 44, 109 • Bodarwe, Sanctimoniales (2000), S. 114; S. 166, Anm. 21. l r Bis auf wenige Federproben leer. l v - 17 r Augustinus: Sermones 76, 134, 115. Hier Sermo 76 (1 V -7 V ) Cathedra Petri, Sermo 134 (7 V -12 V ) Simon et Iuda zugeordnet; Sermo 115 (12M7 r ) ohne liturgische Zuordnung. - PL 38, 479^183, 742-746, 655- 657; Ed. Sermo 76: R. Demeulenaere, Le sermon 76 de Saint Augustin sur la marche de Jesus et de Pierre sur les eaux, in: Evlogia. Melanges offerts ä A. A. R. Bastiaensen ..., Steenbrugge 1991 (Instrumenta patristica, 24), S. 51-63, hier 56-63 (diese Hs. benutzt, vgl. S. 55). E. Krotz, Auf den Spuren des althochdeutschen Isidor, Heidelberg 2002 (Beitr. zur alt. Literaturgesch.), S. 141 (Hs. genannt). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 393; 5,2, S. 141 (Hs. genannt). CPLNr. 284. 17 r - 20 v Alcuinus: Commentaria in Evangelium Johannis, Lib. 3, cap. 12 (unvollständig). (20 v ) Endet: ... dicta clausa secum habuit. - PL 100, 819-822, Z. 6 (Text der Hs. leicht gekürzt). Stegmüller RB Nr. 1096 mit Suppl. Sharpe Nr. 87, hier S. 37. Clavis des auteurs latins du moyen age, territoire francais 735-987, Bd. 2: Alcuin, Turnhout 1999 (CCCM, Clavis Script, lat. medii aevi, auct. Galliae 735-987; 2), S. 371-375. 21 r - 22 r Smaragdus Sancti Michaelis: Collectiones in epistolas et EVANGELIA. Exzerpt. Beginnt 'In natali s. Pauli'; endet (22 r ): ... recepit in mente. - PL 102, 396-397, Z. 25. Stegmüller RB Nr. 7695 mit Suppl. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 503; 5,2, S. 141 (Hs. genannt). 22 r - 144 v Gregorius I. papa: Homiliae in evangelia, Lib. 1. Stegmüller RB Nr. 2646 mit Suppl. CPL Nr. 1711. CPPM Bd. 2, Nr. 2289. - (22-23 1 ) Epistola ad Secundinum, episcopum Taurominitanum. - CC 141, 1 f. - (23 r ) Tabula zu (25-144 v ), weitgehend wie CC 141, 3 f. - (23 v -24 v ) Oratio de mortalitate (unvollständig). (24 v ) Endet: ... dampnationis parcat. - CC 140A, 1102-1103, Z. 45. Zur Einordnung dieses Einschubs CPLNr. 1714; CC 141, S. LII-LIV. - (25-144 v ) Homiliae 1-20 in evangelia. - CC 141, 5-169. 70 Ms. B9 MS.B9 Augustinus. Caesarius Arelatensis Papier • I + 144 + I (Perg.) Bl. • 22 x 15 ■ Köln oder Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1459 Lagen: I 1 + (IV+1)'° + 13 V 140 + II 144 . Bl. 98 ein Papierstück samt Blattweiser ausgerissen • zu Bl. 2-140 Lagensignaturen al-o5. Foliierung 1977 Schriftraum: 15 x 9 • 23-29 Zeilen • schleifenlose Bastarda einer schwankenden Hand (des Düsseldorfer Kreuzherrn Arnoldus Erley alias de Sti[e]pel?, s. Ms. B 10, Bl. 110 ff; u.ö.). 24-71 r Nota-Vermerke auf dem Rand ■ rubriziert • 2-7-zeilige rote Lombarden zu den Textanfängen; 4 r 9-zeilige Fleuronne-Initiale M, blau-rot gespalten, dazu grün in der ornamentalen Füllung vor allem des Binnengrundes, spaltenlange Fleuronne- Ausläufer auf dem Rand; s.a. 98 v . Brauner Kalblederband 15. Jh., mit 4 F.inzelstempeln aus der Werkstatt der Düsseldorfer Kreuzherren (herald. Adler in Raute; Fabeltier Schunke S. 108,7; Dreipunktornament; Federblattrosette, 6bl.); die Lagenmitten verstärkt durch Pergamentfälze, soweit beschriftet: alle Fragmente aus einer lat. Hs., 14./15. Jh. (abweichend: Falz zwischen Bl. 25/26, ..Arnoldi Pellik[am?]...). Blattweiser (Perg.) an Bl. 4, 15, 24. Auf dem VD geringe Reste eines Signaturschildes, rot beschriftet; auf dem Rücken Signatur in Ölfarben (19. Jh.), auf derem grauen Feld mit Blei hinzugesetzt „155"; Schließe abgerissen. Fragmente: beide Pergamentspiegel freistehend, einseitig beschrieben. Im VD latein. Urkunde von 1431 Sept. 5 (jetzt gelöst; 18 Z. parallel zum Längsrand der Hs., an den Seitenrändern beschnitten, etwas Textverlust): Anweisung des Kölner Offizials an den Pfarrer (?) usw. von Rheinbach (Rembach) bei Bonn in der Streitsache zwischen den Eheleuten Theodericus Wiatz (auch Watz) und Henno Vayntzembecker (vgl. Keussen, Matrikel Köln Nr. 219,29 von 1443, u.ö.), unterzeichnet: Jo. de S[?].... - Im HD latein. Urkunde von 1356/1360 (Pergament, kopfstehend, urspr. mehr als 42 Z., 3seitig beschnitten mit Textverlusten; Kursive 14. Jh.) des [Kölner?] Offizials in der Streitsache zwischen Gobelinus de Drinhusen [bei Aachen] (Sauerland 3, Nr. 484: can. Traiect. 1345, u.ö.; 4, Nr. 500: gest. 1357) und Mag. Johannes de Brandenburg [Ort in Luxemburg] jun., lic. in artibus (Sauerland 3, Nr. 653: can. S. Mariae Aquensis 1347, u.ö.; 4, Nr. 832: gest. 1361/62) wegen der Scholasterie [des Aachener Marienstifts], vgl. die Urk. Sauerland 4, Nr. 366 (1356 Nov. 30) und P. Offergeid, Die persönliche Zusammensetzung des alten Aachener Stiftskapitels bis 1614. Aachen, TH Phil. Diss. 1974, S. 240, 128, 935 f. (Anm. 3); außerdem genannt: P. Petrus [de Monteruco] Cardinalis [Offergeid, S. 597 f.], Procurator Johannes de Papia; Mag., Substitut David Martini. Hs.(als Codex zur Joh.-Exegese etc.) geschrieben 1459 (98 r , 143 r ) im Kreuzherrenkonvent Köln oder Düsseldorf. Vorlage aller Texte waren m.E. die exegetischen Stücke der Hs. Stadtarchiv Köln, GB 4° 225, Bl. 2", 3 r -85\ 91 v -137 r (J. Vennebusch, Die theol. Hss. 2, S. 238-240, dazu Abb. 7 in Bd. 3: Kreuzherrenkonvent Köln, 1443). l v Besitzeintrag, Ende 15. Jh.: ...etpertinet fratribus sancte Crucis in Duysseldorp. Von dort 1812 zur Düsseldorfer Hofbibliothek. Van den Bosch, Observantie, S. 136 • Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 469. r und l r leer. l v Inhaltsverzeichnis und Besitzeintrag, beides 15. Jh. 71 Ms. B9 2 r - 3 r [De dilectione] Dominus ac redemptor noster, karissimi, ut magna dilectio esset... dicens Io XIII [Zitat aus: Io 15,12]: Hoc est preceptum meum... Item dedit speciale exemplum ... — ... ex deo natus est (I Io 4,7). Ebenso Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), Bl. 2™. 3 V - 98 r Augustinus: In Iohannis epistulam [ad Parthos tractatus decem]. (3 V ) Vorausgehend einige Joh. (s.a. 2 r f., 98 r ff.) betreffende Kurztexte: Beato Iohanni divinitus concessum est, ut tanta cor eius... et si solumßat, suffwit. Z. 1-13 aus Petrus Damiani, Sermo 63: CCCM 57, (S. 362 ff.) S. 369, Z. 281-290; auch PL 144, 863D. Textbeginn der Fortsetzung (Z. 13-21): Et ergo si succendi cor nostrum igne caritatis querimus verba huius epistole sedule pensare studeamus... Z. 13-16 aus Gregorius Magnus, Hom. in Ezechielem, Hb. II, homil. III, 21 (Schluß): CC 142, S. 254, Z. 557 f.; PL 76, (969 f.) 971 B.- Folgt Überschrift (Z. 22): >INcipit über omeliarum Aurelii Augustini Patricii Monice in epistolam beati Iohannis apostoli...< — ... >Explicit... Omelia decima et ultima sub anno domini M° cccc° lix° mense Junio.< Druck: PL 35, 1977-2062. CPL 279; Stegmüller RB, Nr. 1477; Kurz, Augustinus, 5,1. S. 136 f. (diese Hs. genannt, Nr. 11); 5,2. S. 141. Ebenso (also mitsamt den voranstehenden Kurztexten) in Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), 3-85 v . 98 r - 143 r [Caesarius Arelatensis:] Expositio in Apocalypsim. >Incipit explanacio Aurelii Augustini... prout exposuit sermocinando coram populo. Sermo primus etc.< Inc. (98 v ): In lectione reuelacionis...; zuvor (98 r ) Prolog Stegmüller RB, Nr. 834 (abschließend mit: Hie est Iohannes qui sciens superuenisse... reddidit spiritum etc., 3 Z., Nachtrag eines oben ausgelassenen Textstückes). Eingeteilt in 18 Homilien. Druck: ed. G. Morin, Op. omn. 2, Maredsous 1942, S. 210-277; auch PL 35, 2417-2452 (Ps.- Augustinus). CPL 1016; Stegmüller RB, Nr. 1495, 2445 (beide mit Suppl.; diese Hs. nicht genannt); Kurz, Augustinus, 5,1. S. 113 (diese Hs. genannt, Nr. 2); 5,2. S. 141. In der Hs. vereinigt der sermo XVI die Kap. 16 und 17 der Editionen (mit 19 Kap.). - Ebenso Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), 91 v -137 r . - 143 v -144 v und II r leer. 72 Ms. B 10 Ms. B 10 Augustinus. Ps.-Richardus de Sancto Victore. Bernardus Claraevallensis Papier • 207 Bl. • 29,5-30x21,5-22 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent ■ 1460 Im 2. Teil (Bl. 110-207) zunehmend Wasserschäden am oberen Rand; die 15. Lage mit stärkerem Tintenfraß, nachfolgend geringer; Bl. 175-184 seitlich eingerissen. Lagen: I 2 + 8 V 82 + (IV+1) 91 + yioi + ]V io9 H 9 yift + (v_ 2 )207 Nacn 205 und 207 j e ein leeres ßl ausgesc hnitten. Lagensignaturen zu Bl. 3-109: al -14, zu 110-207: al - 5k. 1-2 fehlerhafte Foliierungen (Blei) 19. und 20. Jh., dazu neu foliiert 1977. Schriftraum: 20,5 x 14 ■ 2 Spalten • 32-39 Zeilen • schleifenlose Bastarda des Henricus de Werdenborch und des Arnoldus Erley (s.u.). In den Lagenmitten Pergamentfälze, meist beschriftet, aus 2 Urkunden 15. Jh., Textproben: (Bl. 134/135) ...Datum anno domini millesimo quadringentesimo tricesimo primo..., (Bl. 164/165): ...Perusii anno millesimo quadringentesimo tricesimo tercio die vicesima mensis Januarii... ■ rubriziert • im 1. Teil 14 Fleuronne-Initialen zu Beginn der literarischen Vorbemerkung (3 ra ) und der 13 Bücher, 6-8-zeilig, eine 11-zeilig und den unteren Rand ausfüllend (3 rb ), blau-rot gespaltener Stamm, wenig Grün, anfangs meist mit spaltenlangen Ausläufern, Perlstäben usw.; im 2. Teil, abgesehen von einer abweichenden 13-zeiligen Fleuronne-Initiale (lll ra ), zu den Kapitelanfängen nur schmucklose rote Lombarden. Dunkelbrauner Kalblederband 15. Jh., nur Streicheisenlinien, im 19. Jh. repariert (Rücken mit braunem Schafleder überklebt, 2 Spiegel erneuert). Auf dem VD Pergamenttitelschild, Ende 15. Jh., in Textura: Confessiones beati Augustini... XXXI. [!] Auf Bl. l r hinzugefügt (Blei), 19./20. Jh.: „163". Beide Schließen komplett abgenommen, je 5 Buckel entfernt. Hs. 1460 von 2 Düsseldorfer Kreuzherren geschrieben: 3-106 r durch den Presbyter (und späteren Subprior) Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (106 ra : vollendet 16. Nov. 1460; van de Pasch, Definities, S. 114 u.ö., gest. 1513; als Kopist in ca. 20 Düsseldorfer Hss. genannt oder identifizierbar); 110-204 v durch den Presbyter Arnoldus Erley alias de [Bochum-] Stiepel, de prope Blankenstein, beides Hattingen (204 va : vollendet 4. April 1460; van de Pasch, Definities, S. 208, gest. 1496/97). Dieser 2. Teil (3.-5. Stück) m.E. geschrieben nach Vorlage der 3 letzten Texte in der Hs. Stadtarchiv Köln, GB 4° 208, 92 r -189 v (Kat. StA Köln 2, S. 228-230: um die Mitte des 15. Jh., aus dem Besitz des Kölner Kreuzherrenkonvents, dazu Kölner Vorbesitzer). l r : Pertinet fratribus atque conuentui ordinis sancti enteis in Düsseldorf. 1812 zur Düsseldorfer Hofbibliothek. Van den Bosch, Observantie, S. 135, 137, 140 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 470. l r Besitzeintrag und Inhaltsverzeichnis, Ende 15. Jh. l v - 2 V leer bis auf Schriftraummarkierung. 3 ra [Augustinus:] Retractationes, lib. II, cap. 6: Confessionum libri tredeeim (als Einleitung zum nachfolgenden Stück). Inc.: Confessionum mearum... Magnus es domine et laudabiblis valde. >Explicit retractacio.<; wie Ms. B 13, 19 rb unten (Glossenhand). Druck: CC 57, S. 94; CSEL 36, S. 73 Ms. B 10 137-138 (cap. 32); auch PL 32, 632. CPL 250; Kurz, Augustinus, 5,1. S. 208 f. (diese Hs. nicht genannt); 5,2. S. 141. 3 rb - 106 ra Augustinus: Confessiones. >Incipit confessionum... über primus.< Druck: CC 27, 1-273; auch PL 32, 659-868. CPL 251; Kurz, Augustinus, 5,1. S. 64 (diese Hs. genannt, Nr. 11); 5,2. S. 141. >Explicit... Anno domini M.cccc.lx. [korrigiert aus lix ?] die sexta post Martini episcopi.< [Vom Schreiber in seiner Kursive hinzugesetzt:] Per manus fratris Henrici de Werdenborch [marg. nachgetragen: suppriorem] ad honorem dei etc. - 106 r -109 v leer. 110 ra - 172 ra [PS.-] RlCHARDUS DE SANCTO VICTORE: EXPOSITIO IN CANTICA CANTICORUM. (lll ra ) IN lectulo... (Ct 3,1) Anima que deum querit... Zuvor (110™) Kapitelverzeichnis mit 40 cap. Druck: PL 196, 410-520. Stegmüller RB, Nr. 7330 (diese Hs. genannt); J.W.M. Schellekens, De betwisting van Richard van St.-Victors auteurschap der Expositio in Cantica canticorum, beschouwd vanuit de handschriften en Hadewijch, in: Ons geestelijk erf. 64, 1990, (S. 107-129) hier S. 114, 125 („D 1"). In der Hs. nicht enthalten Prol. und Kap. AI-A2. Dieses Stück vermutlich Korrekturvorlage für Ms. B 30a, 166-212 va (Kreuzherrenkonvent Marienfrede, 1472). Textüberlieferung wie Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), 92-155 v . 172 rb - 188 ra Bernardus [Claraevallensis]: De gradibus humilitatis [et SUPERBIAE]. >Incipit Retractatio beati Bernardi in libris de XII gradibus humilitatis.< In hoc opusculo... Druck: Opera, ed. J. Leclercq, H.M. Rochas, Bd. 3, Rom 1963, S. 13-59; auch PL 182, 939-972. Bloomfield/Guyot Nr. 2561. In der Hs. Inhaltsübersichten der je 12 Gradus humilitatis und superbiae (Ed. S. 13-14) zwischen Retractatio und Praefatio (Ed. S. 15-16); Überschriften (rot) nur zu den Gradus superbiae (Ed. S. 38-58). Textüberlieferung wie Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), 156-172 r . 188 rb - 204 va Bernardus Claraevallensis: De praecepto et DISPENSATIONE. Inc.: Domno abbati Columbensi... Qua mente iam tacebo... (204 va ) >Explicit... Anno domini 1460 mense Aprili pridie nonas luna nona [!]. Ipso die sancti Ambrosii confessoris.< [Hinzugesetzt:] Per manus Arnoldi de Stipelpresbiteri. Druck: Opera, Bd. 3, S. 253-294; PL 182, 859- 894. Bloomfield/Guyot Nr. 4330. In der Hs. keine Kapitelzählung, Texteinteilung durch einige rote Lombarden, nur z.T. mit der Kapitel- oder Abschnittzählung der Ed. übereinstimmend. Textüberlieferung wie Hs. Stadtarchiv Köln (s.o.), 172 v -189 v . - 204 vb -207 vb leer. 74 Ms. B 11 Ms. B 11 Petrus Lombardus Pergament • 217 Bl. • 25,5x18 • Deutschland (?) • 14. Jh., 2. Drittel Lagen: (IV-^t) 4 (Textverlust) + (II-l+l) 8 (Textverlust ?) + IV 16 + II 20 + 3 IV 44 + (IV+1) 53 + IV 61 + (III+l) 68 + IV 76 + (IV+1) 85 + (V+l) 96 + 3 V 126 + (III-l)' 31 + 2 V 151 + VI 163 + III 169 + 2 V 189 + VI 201 + (V+l) 2 ' 2 + (IV-3) 2 ' 7 ■ Reklamanten verschiedener Hände, teilweise des jeweiligen Schreibers • 2 Spalten • Schriftraum 20,5-21 x 14 • Zeilenzahl wechselnd • gotische Textualis, gelegentlich mit kursiven Ansätzen, von sechs Schreibern: 1 Bl. l ra -4 vb und 213 ra -217 rb ; 2 Bl. 5 ra -8 rb und 21 ra - 68*; 3 Bl. 9 ra -20 va ; 4 Bl. 68 va -131 va ; 5 Bl. 132 ra -201 vb ; 6 Bl. 202 ra -212 vb • rubriziert. Helles Schweinsleder über dicken Holzdeckeln (15. Jh.) • fünf Buckel auf Vorderdeckel und Rückdeckel; Reste von zwei Langriemenschließen; Spuren einer dreieckigen Kettenbefestigung auf dem Rückdeckel (unten). Die Schrift weist auf eine Entstehung der Hs. im zweiten Drittel des 14. Jh. hin. Sie wurde, nach der Schrift zu urteilen, vermutlich in Deutschland geschrieben. Die große Zahl der Schreiber ist bemerkenswert, ebenso die unregelmäßige Lagenbildung, die bei einem homogenen Werk dieser Art nicht üblich ist. Am Lagenende ist an mehreren Stellen eine Spalte (oder mehr) leer geblieben, auch wenn die anschließende Lage von demselben Schreiber beschriftet wurde. Dieser Befund läßt vermuten, daß mehrere Schreiber gleichzeitig gearbeitet haben und daß die Lagen der Vorlage nicht gebunden waren • die Hs. stammt aus der Bibliothek des Marienstiftes in Düsseldorf, vgl. Besitzvermerk im Vorderdeckel: Iste Über pertinet ecclesie collegiate beate virginis Marie in Dusseldorp (15. oder 16. Jh.). Kurz, Augustinus, 5,2, S. 141 • Krämer S. 174 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 471. l ra - 217 ra [Petrus Lombardus: Commentaria in Psalmos.] Kurzfassung. Am Anfang unvollständig (Blattverluste), in der ersten Lage in abweichender Anordnung im Vergleich mit dem Druck. (l ra ~ rb , Z. 18) Comment. in Ps. 1,4-5. [...] omnia Uhus prosperabantur. Sed impii non sie ....... sequi consilium est. Druck: PL 191, Sp. 64, Z. 18 - Sp. 67, Z. 21. (l rb , Z. 19 -2 rb , Z. 24) Comment. in Ps. 31,1-11. Beati quorum ... [Ps 31,1]. Non dich in quibus non invenit peccatum ... - ... id est non resiste[nte]s. Druck: aaO, Sp. 317-324, Z. 22. (2 rb , Z. 25 - 3 va , Z. 11) Comment. in Ps 6. Domine ... [Ps 6,1]. Furor, id est ex greco, quod ira et quandoquepro furore ... - ... vehemeter infuturo. Druck: aaO, Sp. 104, Z. 18 v. unten - Sp. 109, Z. 38. (3 va , Z. 12 - 4 vb ) Comment. in Ps. 4. Cum invocarem ... [Ps 4,1]. Dicat quasi: Vestri dii, o ydolatre, cum invocantur ... - ... et anima una in Deum. Druck: aaO, Sp. 84, Z. 5 - Sp. 90, Z. 4. (5 ra -8 rb ) Comment. in Ps. 2, 3 und 4 (Anfang). Druck: aaO, Sp. 69-84, Z. 2. (8 V ) leer. (9 r -217 ra ) Expos. 75 Ms. B 11 in Ps 5,7 - 150,6. Übliche Anordnung der Psalmen. Druck: aaO, Sp. 98, Z. 18 - Sp. 1295. Bl. 28 va (nach der Expos, in Ps. 30): Beati quorum ... [Ps 31,1]. Require in primo quaterno. - Frühere Drucke: Hain 10202-10203 u.ö. S. auch Stegmüller RB Nr. 6637; Lambert Bd. 4A, Nr. 990 (S. 12, diese Hs. genannt); DSAM Bd. 12,2, Sp. 1606. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. S. Wittekind, Kommentar mit Bildern. Zur Ausstattung mittelalterlicher Psalmenkommentare (...) am Beispiel des Psalmenkommentars des Petrus Lombardus (...), Frankfurt/Main usw. 1994 (Europ. Hochschulschriften, Reihe 28, Bd. 212), S. 49-67 und 227-286; M. L. Colish, Peter Lombard, Bd. 1, Leiden usw. 1994 (Brill's Studies in intellectual history; 47,1), S. 170-188. (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 217 ra ~ rb [Bernardus Claraevallensis: De gradibus humilitatis et SUPERBIAE.] Excerptum. >Gradus ascensionis.< Gradus ascendendi. >Primus.< Corde et corpore super humilitatem ostendere, deßxis in terra luminibus ... - ... XII. Consuetudo peccandi. >Explicit sufficiencia Exposicionis Psalterii per Augustinum et Jeronimum edita casu mediante (?).< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 13-14. Der Text folgt dem vorangehenden Werk unmittelbar. Die Rubrik am Ende bezieht sich auf den vorangehenden Psalmenkommentar des Petrus Lombardus. Die hier eingetragene Zuschreibung des Werkes an Augustinus und Hieronymus ist bemerkenswert. 217 r SENTENTIAE. Nota. Inops egenus et pauper, inops quia mortalis ...; Nota. Penituit eum, non quiapenitencia in Deum ...; Nota. Armilla moraliter dicitur ornamentum ...; Nota. Humanitas Dei dyabolum collidit ... - ... dyabolum perforat. — 217 v leer. 76 Ms. B 12 Ms. B 12 Augustinus, Aurelius. Ps.-Augustinus, Aurelius. Caesarius Arelatensis. Petrus Chrysologus (?). Alcherus Claraevallensis (?). Gennadius Massiliensis. Pelagius Haereticus. Pomerius, Iulianus. Iulianus Toletanus. Epigrammata. Ps.-Seneca, Lucius Annaeus Papier • 319 Bl. • 29x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1485-1500 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus drei Teilen zusammengesetzt. Einband: Rücken aus Leder, Deckel aus Pappe (19. Jh., Ende oder 20. Jh., Anf.) • in allen Teilen: Merker aus hellem Pergament am Anfang jedes Textes; laufende Titel. Die drei Teile, aus welchen die Hs. zusammengesetzt wurde, sind in den Zeitraum 1485-1500 zu datieren; dies belegt der Wz.-Befund. Bemerkenswert sind die Datierungen von einer der Schreiberhände in den Teilen I und II auf Bl. 82 v in profesto Panthaleonis [27. Juli], Bl. 102 r in profesto Barbare [3. Dezember], Bl. 117 r in profesto Valentini [13. Februar], Bl. 157 va in festivitate [?] Nycolai [...] [6. Dez. ?] und Bl. 229 v in festivitate Prothi et Jacinti [11. September], jeweils am unteren Rand. Nach den teilweise identischen Wz. und Schreiberhänden und nach den stilistisch übereinstimmenden Fleuronne-Initialen zu urteilen, sind die drei Teile wohl alle am selben Ort entstanden, vermutlich im Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Ein gleichzeitiger Besitzvermerk auf Bl. l r belegt die Herkunft der Hs. aus der Bibliothek dieses Klosters: Liber fratrum Sancte Crucis in Dusseldorp (15. Jh., Ende oder 16. Jh., Anf.) verschiedene der hier enthaltenen Werke des Augustinus und Ps.-Augustinus, wie auch die Briefe des Ps.-Seneca und die Disputatio divitis et pauperis sind auch in der Hs. Köln StA GB fol. 1 überliefert (s. J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 1: Die Folio-Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln/Wien 1976 [Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,1], S. 3-6). Letztere Hs., datiert 1456, stammt aus dem Kreuzherrenkonvent in Köln. Bemerkenswert sind die nur selten überlieferten Epigramme des Diogenes Laertius (Bl. 315 va -316 ra ); nur in diesen Werken wurde die klassische Rechtschreibung des Lateinischen benutzt. Van den Bosch, Observantie, S. 137 • Kurz, Augustinus, 5,2, S. 141-142 • Kristeller S. 522 • KrämerS. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 472. I Bl. 1-121: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1485-1500 ■ Wz.: Stern mit Krone Typ Briquet 6112 (1484; auch in Teil II); Lilie Typ PiccLi III 1719-1733 (1491-1499; auch in Teil II und in Ms. B 71, Teil II); Buchstabe P ~ PiccP IV 339 (1489, 1490); Buchstabe P Typ PiccP XIII 85-141 (1478-1506); Kanne Typ Briquet 12477-12478 (1476-1484; auch in Teil II); Kanne Typ Briquet 12621 (1483-1496; auch in Teil II und in Ms. B 6; Ms. B 141) • Lagen: (V+l)" + 11 V 121 • 77 Ms. B 12 Reklamanten der Schreiberhand in jeder Lage, gelegentlich abgeschnitten; Lagensignaturen ab (Bl. 2"), (Bl. 30 bis m4 (Bl. 115") und m5 (Bl. 116 r ), in der 1. Lage alle abgeschnitten • Schriftraum 19-20,5 x 14,5-15 • 2 Spalten • Schreiber 1 33-38 Zeilen, Schreiber 2 38 Zeilen • gotische Hybrida von 2 Schreibern (bei Schreiber 1 von sehr guter Qualität): Schreiber 1 Bl. l ra - 117 rb , Schreiber 2 Bl. 117 rb -121 vb ; Schreiber 1 ist identisch mit Schreiber 3 in Teil II ■ rubriziert • Bl. 2 ra , 3™, ll rb , 23 rb , 32 rb , 45 ra , 47*, 82™ und 90 ra 8-11-zeilige Fleuronne-Initialen von mäßiger bis durchschnittlicher Qualität, gelegentlich mit Ausläufern an den Rändern, stilistisch uneinheitlich, wohl von verschiedenen Händen eingetragen (15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel); die Initiale auf Bl. 47 rb enthält im Buchstabeninneren eine Federzeichnung des hl. Augustinus im Bischofsgewand, mit Mitra und Stab, stehend vor einer Landschaft, mit einem geöffneten Buch in der rechten Hand. l r Besitzvermerk (s.o.). - l v Inhaltsverzeichnis (Nachtrag, 15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel); vom selben Schreiber stammen die laufenden Titel. 2 ra - 45 ra Augustinus, Aurelius: De doctrjna christiana. (2 ra -3 va ) Prolog. >Incipit prohemium sancti Augustini episcopi in quattuor libros De doctrina christiana.< Druck: CC 32, 1-6. (3 va -45 ra ) Text. >Incipit über primus beati Augustini De doctrina Christiana.< Druck: CC 32, 6—167. Stegmüller RB Nr. 1455; CPL Nr. 263. 45 ra - 82 Augustinus, Aurelius: De diversis quaestionibus LXXXIII. (45 ra —47 ra ) Prolog. >Retractatio beati Augustini in librum LXXXtrium questionum. Ex primo libro Retractacionum, capitulo XV [!].< Entspricht Augustinus, Retractationes I, 26. Drucke: CC 44 A, XCIV-CI; CC 57, 74- 87. CPL Nr. 250. (47 ra -82 va ) Text. >Incipit über beati Augustini episcopi De diversis questionibus octogintatribus. Utrum anima a seipsa sit. Capitulum primum.< Druck: CC 44 A, 11-249. CPL Nr. 289. 82 va - 117 rb Augustinus, Aurelius: De libero arbitrio. >Incipit über eiusdem De libero arbitrio. < - Druck: CC 29, 209-225. CPL Nr. 260. 117 rb_vb [Ps.-] Augustinus, Aurelius: Sermo app. 143. >Incipit sermo beati Augustini De ieiunio Quadragesime.< - Druck: PL 39, 2025-2026. Entspricht Ps.-Maximinus Taurinensis: Homilia 18. Druck: PL 57, 567-570. CPL Nr. 220 und 368; CPPM Bd. 1, Nr. 928 und 5828. 117 vb — 118 rb [Ps.-]Augustinus, Aurelius: Sermo ad fratres in eremo 72. >Sermo eiusdem de duplici morte.< - Teildruck: PL 40, 1357. Entspricht Augustinus, Aurelius: Enarratio in Ps. 48, Sermo 2, Abschnitte 2-4. Druck: CC 38, S. 565, Z. 7 - S. 568, Z. 2. CPPM Bd. 1, Nr. 1199; CPL Nr. 283 (vgl. CPL Nr. 377). 78 Ms. B 12 118 va_vb [PS.-]AUGUSTINUS, AURELIUS: SERMO AD FRATRES IN EREMO 76. >Sermo eiusdem de cogitacionibus.< - Druck: PL 40, 1358. CPPM Bd. 1, Nr. 1203. 118 vb — 121 vb [Ps.-]Augustinus, Aurelius: De sobrietate et castitate. >De sobrietate eiusdem sermo.< Druck: PL 40, 1105-1112. Bloomfield/Guyot Nr. 1146; CPPM Bd. 1, Nr. 1110; CPPM Bd. 2, Nr. 3080; CPL Nr. 374. II Bl. 122-229: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1485-1500 • Wz.: Kanne Typ Briquet 12621 (1483-1496; auch in Teil I und in Ms. B 6; Ms. B 141); Kanne Typ Briquet 12477-12478 (1476- 1484; auch in Teil I); Kanne Typ Briquet 12497-12499 (1488-1508; auch in Teil III); Stern mitKrone Typ Briquet 6112 (1484; auch in Teil I); Lilie Typ PiccLi III 1719-1733 (1491-1499; auch in Teil I und in Ms. B 71, Teil II); Kanne Typ Briquet 1497-1499 (1488-1508; auch in Teil III) ■ Lagen: 10 V 22 ' + (V-2) 229 (Textverluste nach Bl. 229) • Lagensignaturen ab al (Bl. 122"), a2 (Bl. 123") bis 14 (Bl. 225 r ) und 15 (Bl. 226 r ), an manchen Stellen abgeschnitten; nachgetragene Reklamanten bis Bl. 20 l v • Schriftraum 20-21 x 14-15 • 2 Spalten • Schreiber 1 33-40 Zeilen, Schreiber 2 und 3 38-40 Zeilen • gotische Hybrida von drei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 122 ra -181 ra , Schreiber 2 Bl. 181 ra -203 va , Schreiber 3 Bl. 203 vb -229 vb ; Schreiber 3 ist mit Schreiber 1 in Teil I identisch • rubriziert • Bl. 122 ra 12-zeilige rot/blau geteilte Initiale mit braunem, rotem und gelbem Fleuronne; 5-8-zeilige Initialen vom gleichen Typ auf Bl. 140 ra , 157 vb , 164 va , 169 rb , 171*, 181 va , 185 va , 192 va , 193 rb und 193 va , stilistisch unterschiedlich (einige qualitätvoll), teilweise von derselben Hand, die einige Initialen in Teil I eingetragen hat. 122 ra - 157 va Augustinus, Aurelius: De sermone Domini in monte. >Incipit Über Aurelii Augustini De sermone Domini secundum Matheum in monte habito. Liber primus.< - Druck: CC 35, 1-188. Stegmüller RB Nr. 1470; CPL Nr. 274. 157 va - 158 va Augustinus, Aurelius: Sermo 224. >Ammonicio beati Augustini episcopi adpopulum.< - Drucke: PL 38, 1093-1095; C. Lambot: Le sermon CCXXIV de saint Augustin et ses recensions interpolees, in: Revue Benedictine 79, 1969, S. 193-205 (der Text entspricht der 'Forme E' bei Lambot). CPPM Bd. 1, Nr. 603; CPL Nr. 284. 158 va - 159 va [Caesarius Arelatensis (Ps.-Augustinus, Aurelius)]: Sermo 46.] >Sermo beati Augustini vel Libellus de ebrietate cavenda.< - Druck: CC 103, 205-211. Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Sermo app. 294. Druck: PL 39, 2303-2306. S. auch CPPM Bd. 1, Nr. 1079 und 4210; CPL Nr. 1008. 79 Ms. B 12 159 va - 160 rb [Caesarius Arelatensis: Sermo 63.] >Sermo eiusdem de penitencia.< - Druck: CC 103, 212-214. Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Sermo de poenitentia. Druck: PL 67, 1082-1083. S. auch PLS Bd. 4, Sp. 248. CPPM Bd. 1, Nr. 154, 2168 und 4392; CPL Nr. 1008. 160 rb_vb [Ps.-]Augustinus, Aurelius: [Sermo app. 97.] >Sermo eiusdem depace.< - Druck: PL 39, 1931-1932. S. auch CPPM Bd. 1, Nr. 882 a; CPL Nr. 368. 160 vb - 161 vb [Petrus Chrysologus (?) (Ps.-Augustinus, Aurelius): SERMO 53.] >Alius sermo eiusdem de pace.< - Druck: CC 24, 293-296. Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Sermo app. 61. Druck: PL 39, 1858- 1859. CPPM Bd. 1, Nr. 846; CPL Nr. 227 und 368. 161 vb - 162 ra [Ps.-] Augustinus, Aurelius: [Sermo app. 73.] >Sermo eiusdem de ieunio et oratione.< - Druck: PL 39, 1886-1887. Entspricht Ps.- Petrus Chrysologus: Sermo app. 6. Druck: PL 52, 678-679. S. auch CPPM Bd. 1, Nr. 858 und 6346; CPL Nr. 368. 162 ra - 163 ra Augustinus, Aurelius: Sermo 211. >Sermo eiusdem de oratione dominica.< - Druck: PL 38, 1054-1058. Bloomfield/Guyot Nr. 8332; CPL Nr. 284. 163 ra " vb [Ps.-] Augustinus, Aurelius: Sermo app. 56, 2-4. >Sermo eiusdem de flagellis.< - Druck: PL 39, Sp. 1851, LZ. v. unten - Sp. 1853, Z. 20 (Textschluß). CPPM Bd. 1, Nr. 841 und 4413; CPL Nr. 368. 163 vb - 164 ra [Ps.-] Augustinus, Aurelius: Sermo ad fratres in eremo 74. >Sermo eiusdem de futura vita cogitandum.< - Druck: PL 40, 1358. Auszug aus: Augustinus, Aurelius (?): Sermo 395. Druck: PL 39, 1716— 1717. CPPM Bd. l,Nr. 1201. 164 ra_rb [Ps.-]Augustinus, Aurelius: Sermo ad fratres in eremo 73. Überschrift: De non se vindicando. Sermo Augustini. Nachtrag (15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel). - Druck: PL 40, 1357-1358. CPPM Bd. 1, Nr. 1200. 164 rb - 169 ra [Ps.-] Augustinus, Aurelius: De essentia divinitatis. >Incipit über beati Augustini episcopi de essencia divina.< - Druck: PL 42, 1199-1208. Wichtigste Quelle: Eucherius Lugdunensis: Formulae spiritualis intelligentiae, cap. 1. Druck: CSEL 31, 3-62, bes. 7-9. Lambert Bd. 3A, Nr. 314; CPPM Bd. 2, Nr. 35, 172 und 863; CPL Nr. 488 und 633, Nr. 14. 80 Ms.B 12 169 - 171 [Caesarius Arelatensis: Sermo 100.] >Sermo beati Augustini de decem preceptis Domini et de decem plagis Egypciorum.< - Druck: CC 103, S. 406-413. Entspricht (Ps.-)Augustinus, Aurelius: Sermo app. 21. Druck: PL 39, 1783-1786. CPPM Bd. 1, Nr. 806; CPLNr. 1008. 171 ra - 181 ra [Ps.-]Augustinus, Aurelius: Dialogus quaestionum LXV Orosii percontantis et Augustini respondentis. >Incipit Liber questionum Orosii presbiteri LXV et tot responsionum Augustini episcopi.< - Druck: PL 40, 733-752. S. auch PLS Bd. 2, Sp. 1364; CPPM Bd. 2, Nr. 151; CPLNr. 373 a. 181 - 185 [Gennadius Massiliensis] (Ps.-Augustinus, Aurelius): Liber sive diffinitio ecclesiasticorum dogmatum. (181 ra-va ) Kapitelverzeichnis. >Incipit liber Augustini de dogmatibus christianis.< (181 va -185 va ) Text. - Druck: PL 42, 1213-1222. S. auch CPPM Bd. 2, Nr. 174, 766 und 1085; CPLNr. 958. 185 va - 192 va [Pelagius Haereticus] (Ps.-Augustinus, Aurelius): De VITA CHRISTIANA AD IULIANAM VIDUAM. >Incipit liber eiusdem de vita christiana.< - Drucke: PL 40, 1031-1046 und PL 50, 382^102. Bloomfield/Guyot Nr. 1883 und 6195. CPPM Bd. 2, Nr. 157, 710 und 1415; CPL Nr. 730. 192 va - 193 rb [Alcherus Claraevallensis (?)] (Ps.-Augustinus, Aurelius): [De spiritu et anima, cap. 35]. >Augustinus de creacione primi hominis.< - Druck: PL 40, 805-806. Zum mutmaßl. Verfasser s. Dict. aut. eist., Sp. 28-29; Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Bd. 1, Freiburg u.a. 1993, Sp. 349-350. S. auch CPPM Bd. 2, Nr. 153 und 3008. 193 rb - 203 va Augustinus, Aurelius: De opere monachorum. (193 rb_va ) Prolog. >Prologus in librum beati Augustini De opere monachorum, sumptus ex libro Retractacionum.< Entspricht Augustinus, Aurelius: Retractationes II, 21. Druck: CC 57, 106-107. (193 va -203 va ) Text. >Incipit liber saneti Augustini De opere monachorum.< Druck: PL 40, 547-578; CSEL 41, 529-576. In der Hs. fehlen der Schluß von Kap. 30 (ab: ut Uli corrigipossint, non ut infirmentur ...) und die Kap. 31-33. CPL Nr. 305. 203 va - 22 l vb Augustinus, Aurelius: De vera religione. >Incipit liber beati Augustini de vera religione. Capitulum primum.< - Druck: CC 32, 187-260. CPLNr. 264. 81 Ms. B 12 221 vb — 226 vb Augustinus, Aurelius (?): Sermo 351. >Incipit omelia sive über eiusdem de penitencia.< - Text in 16 Kapiteln verteilt. Druck: PL 39, 1535-1549. CPLNr. 284, Sermo 351. 226 vb - 227 va [GODEFRIDUS BABIO (?) (PS.-AUGUSTTNUS, AURELIUS)]: Sermo de poenitentia. >Capitulum XVII.< - Der Text bildet Kapitel 17 vom vorangehenden Werk. Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Sermo 393. Druck: PL39, 1713-1715. CPPMBd. 1,Nr. 758; CPLNr. 393. 227 va - 229 vb [Ps.-]Augustinus: De triplici habitaculo. >Incipit über beati Augustini episcopi de tribus habitaculis.< - Drucke: PL 40, 991-998; PL 53, 831-838 (Ps.-Patricius Sanctus). CPPM Bd. 1, Nr. 155, 490, 556 und 1341; CPL Nr. 1106 (Ps.-Patricius Sanctus). 229 vb [Ps.-]AUGUSTINUS: PROLOGUS IN DULCILOQUIA. Sicut ignis ardens ex aridorum adiectione lignorum, vim virtutis sue augmentatur ... - ... suo incitamenta et incre [...]. Vorgabe für den Rubrikator am unteren Rand: Incipit prologus in dulciloquia sancti Augustini episcopi. - Nachtrag (15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel). Text unvollständig wegen Blattverlust nach Bl. 229. Das Werk ist nur aus dieser Hs. bekannt. III Bl. 230-319: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1485-1500 • Wz.: Kanne Typ Briquet 12497-12499 (1488-1508; auch in Teil II); Lilie Typ PiccLi III 1736-1738 (1495-1510); Ochsenkopf Typ PiccO Dt 161-163 (1488-1497; auch in Ms. B 71, Teil I) ■ Lagen: (IV+2) 239 + 8 V 319 • Lagensignaturen ab bl (! Bl. 232 1 ), b2 (Bl. 2330 bis k4 (Bl. 313 r ) und k5 (Bl. 314"), an vielen Stellen abgeschnitten; vermutlich ältere Lagensignaturen 1-5 (mit Bleistift) in jeder Lage ab Bl. 260 r • Schriftraum 21,5 x 15 • 2 Spalten • Schreiber 1 24—33 Zeilen, Schreiber 2 32-35 Zeilen, Schreiber 3 29-38 Zeilen, Schreiber 4 34-45 Zeilen • gotische Hybrida von vier Schreibern: Schreiber 1 Bl. 230 ra -249 vb , Schreiber 2 Bl. 250 ra -253 ra , Schreiber 3 Bl. 253 ra -281 rb , Schreiber 4 281 va -318 vb ; Schreiber 4 hat seine Texte wohl über einen längeren Zeitraum eingetragen (kleine Änderungen in der Schrift, Tintenwechsel) • rubriziert. 230 ra - 281 rb [Pomerius, Iulianus] (Ps.-Prosper de Aquitania): DE VITA CONTEMPLATIVA. (230 ra_vb ) Prolog. >Incipit prologus beati Prosperi ad Julianum pontificem de vita contemplativa.< Druck: PL 59, 415—417. (230 vb -231 rb ) Kapitelverzeichnis. Druck: aaO, 417-418. (231 va -281 rb ) Text. >Incipit über primus beati Prosperi de contemplativa vita.< Druck: aaO, 418-520. CPL Nr. 998; CPPM Bd. 2, Nr. 3583 und 3705. Am Schluß: >Tskoo.< >Versus. Ut gaudere solet fessus iam nauta labore ...< Walther I Nr. 19805 (= Walther II Nr. 32412 und Schaller/Könsgen Nr. 16856). 82 Ms. B 12 281 rb - 311 ra IULIANUS [TOLETANUS]: PROGNOSTICUM FUTURI SAECULI. >Incipit prefacio Juliani episcopi in Prognosticon futuri seculi.< - Druck: CC 115, 11-126 (in der Hs. ohne Prolog). CPL Nr. 1258. 31 l ra - 314 vb DlALOGUS INTER CRUCIFIXUM ET PECCATOREM. >Incipit colloquium peccatoris et crucifixi Ihesu Christi.< >Peccator.< Ignosce, rogo, benignissime Domine Ihesu Christe, indignissimo et infelici tecum atque de te aliquantulum volenti ... - ... quam sperare auderes et optare. >Explicit Dyalogus crucifixi sive Colloquium peccatoris et crucifixi Ihesu Christi.< - Druck: Hain 5486. Zur Verfasserfrage (nicht Jacobus de Gruytrode) vgl. J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 4: Handschriften der Sammlung Wallraf, Köln/Wien 1986 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,4), S. 47 (zu Hs. W 133, Bl. 100 r -102 v ). 314 vb - 315 va [De VITA MONASTICA.] >Sequitur quidam tractatulus Petri Blesensis de profectu eorum, qui latere appetunt.< Petrus Blesensis dicit: Juxta sententiam cordis mei, si paradisus in hac vita presenti vel in claustro vel in scolis est ... - ... super sedes duodecim iudicantes duodecim tribus Israel. Amen. - Über den Wert des Klosterlebens für das Heil der Seele. Die Zuschreibung an Petrus von Blois (in der Überschrift) beruht auf einem Zitat aus dessen Epistola 13 (Druck: PL 207, Sp. 42, Z. 23-27) am Anfang dieses Werkes. Es folgen Zitate aus Werken des Richard von Sankt Viktor, Hieronymus, Bernhard von Clairvaux (?) u.a. 315 va - 316 va Epigrammata de secta et moribus Diogenis Sinopensis. (315 va -316 ra ) >Hic ponitur secta Diogenis cynici cum quibusdam epigrammatibus. Diogenes sectam suam omnibus promulgat.< Quisquis avet cynicae praecepta capescere sectae / et fieri cynicus nomine reque similis ... - ... verberibus caedat et procul a se abigat. >TsXoa.< 66 Verszeilen. (316 ra ) >Pallium Diogenicum loquitur.< Quondam ego, si rede memimini, velamina amaena ... - ... cynici contego Diogenis. 4 Verszeilen. (316 ra_r ) >Pera diogenica loquitur.< O cynice, ex gremio tibi holuscula laeta capaci ... - ... excucias nocte dieque similis. 12 Verszeilen. (316 r ) >Baculus diogenicus loquitur.< Substinuit quondam me glandifera arbor Olympi... - ... substineo assidue. 4 Verszeilen. (316 rb ) >Crepide diogenice loquuntur.< Cornigeri tauri quondam velavimus artus ... -... tegimus cynici. 2 Verszeilen. (316 rb ) >Dolium diogenicum loquitur.< Quondam hominem dulces potus nectarque deorum ... - ... mihi contineo. 4 Verszeilen. (316 r ) >Barba diogenica loquitur.< Mallem ego (sie me dii bene ament) sordentia menta ... - ... sordiduli scaphii. >TsXoo.< 4 Verszeilen. - Nicht gedruckt. Die humanistisch geprägten Epigramme verweisen auf Anekdoten in der 83 Ms. B 13 Biographie des Diogenes Sinopensis (Diogenes cynicus) in Diogenes Laertius: De vita et moribus philosophorum, Cap. VI, 2. 316 va - 317 va [Ps.-]Seneca, Lucius Annaeus: Epistolae ad Paulum APOSTOLUM ET PAULI AD Senecam. >Incipiunt Epistole Senece ad Paulum et Pauli ad Senecam < - Drucke: PLS Bd. 1, Sp. 673-678; L. Bocciolini Palagi, II carteggio apocrifo di Seneca e san Paolo, Florenz 1978, S. 61-74 u.ö. S. auch Stegmüller RJB Nr. 234; M. Schanz / C. Hosius u.a., Die römische Literatur in der Zeit der Monarchie bis auf Hadrian, München 1935 (Neudr. 1967) (Handb. d. Altertumswiss., Abt. 8, Teil 2), S. 714-717; CPL Nr. 191 (jeweils mit Angaben über weitere Ausgaben und zur hsl. Überlieferung). 317 va - 318 vb DlSPUTATlO DIVITIS ET PAUPERIS. >Disputacio divitis et pauperis.< >Dives ait:< Utinam ad desideratas aliquando merear pervenire huius seculi divicias, ut voluptates ... - ... habere virtutes, non amittere vicia, quod fieri non potest. Amen. - Zur hsl. Überlieferung s. J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 1: Die Folio-Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln/Wien 1976 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,1), S. 6 (zu Hs. GB fol. 1, Bl. 166 r -167 v ). -319™ leer. Ms. B 13 Augustinus. Petrarca Papier • 97 Bl. • 30,5x22 • Deventer • 1438 Alte Wasser- und Feuchtigkeitsschäden an vielen Blatträndern. Lagen: (VI-1)" + 2 VI 35 + V 45 + 2 VI 69 + (VI-1) 80 + VI 92 + (III— l) 97 . Das 1. und letzte Bl. (leer) der Hs. ausgeschnitten, ebenso 1 (leeres) Bl. nach 80; in der 6. Lage zusätzlicher Papierstreifen, gezählt als 67 a und mitgeheftet (s. den Gegenfalz Bl. 59/60). Wortreklamanten rechts unten auf dem Verso aller (!) Bll., z.T. weggeschnitten. Foliierung in Blei, 20. Jh. • Schriftraum: 23,5-25 x 14,5-15,5; in der Regel durch Längsknicke der Bll. markiert (z.B. 2. Lage) • 44-52 Zeilen • niederländische Bastarda (s.a. W. Oeser, Beobachtungen zur Entstehung und Verbreitung schlaufenloser Bastarden. Eine Studie zur Geschichte der Buchschrift im ausgehenden Mittelalter, in: Archiv für Diplomatik 38, 1992, S. 235- 343, hier S. 301, Anm. 146 und Abb. 7) des Johannes Gebing (u.a.) • Textkorrekturen und Randbemerkungen des Schreibers und anderer Hände des 15. Jh., vornehmlich einer kleinen Glossenhand • geringe Rubrizierung bis 80 r ; 27 v , 52 v Anfangsbuchstaben mit Zeichnung von Gesichtern. Dunkelbrauner Kalblederband, (nord-)niederländisch (Deventer?), ca. 1470/1480 (Jan Storm van Leeuwen / Den Haag, briefl. 26.10.2002), der Buchblock an Kopf und Fuß mit den Eichendeckeln abschließend, der Längsschnitt 0,5 cm vorstehend. 8 Einzelstempel (im Bestand der Bibliothek sonst 84 Ms.B 13 nicht vertreten), alle nicht identifiziert: Drache, nach rechts, in langgestrecktem Rechteck; 6-blättr. Rosette; kl. 5-blättr. Rosette, offen; Pelikan mit Jungen, in Kreis, umrandet, nach links; Lilie in Raute, umrandet; böhmischer Löwe (herald.), nach links steigend, in Quadrat; Agnus Dei (Osterlamm, ohne Kelch, stehend), in Kreis nach links, umrandet; herald. Adler, nach links, in Quadrat, umrandet. Auf dem Oberschnitt Brandkreuz, 2 Schließenleder samt Haken abgerissen; auf dem HD 4 Buckel, alle entfernt; Rücken im 19. Jh. erneuert. Auf dem VD oben eingeritzt: Confess[iones] sancti Augustini, auf dem Längsschnitt (verblaßt): Enchiridion S. Aug., beides 15. Jh.; Rückensignatur eingekratzt (früher in Ölfarben?), an Bl. 19 und 81 Reste von 2 Blattweisern (rotes Leder). Fragment: ehemaliger Spiegel aus dem VD (im 19./20. Jh. ausgerissen, jetzt zugeordnet und signiert: Ms. fragm. K 10: 002), Pergament, seitlich beschnittenes Doppelbl. (Textverluste), 30,5 x 21,5 (urspr. Blattmaße: ca. 23 x 18-18,5), Schriftraum 2spaltig: 18-19,5 x 13-13,5; 37-42 Zeilen; Überschriften rot; Textualis, 14. Jh. Text: Justinianus, Institutiones, Hb. III, 9.6-12.0; 29.1—Hb. IV,1.7. Druck: Codex iuris civilis. Ed. P. Krüger. 11. Aufl. Berlin 1908 (Nachdr. Hildesheim 1988), S. 34-35; 42- 44. Textumfang: (l r , Klebeseite) sua iura ... - ... ipso quidem, (l v ) iure arrogator ... - ... et tunc locum; (X) ... per ac]ceptilationem ... -... de obligationibus ex[... (Sp. seitlich beschnitten), (2 V ) ...]ille quidem ... — ... crimen uideri. Laut Schreibersubskriptionen (17 v , 19 r , 80 r , 97 v ; s.u.) Entstehung der Hs. 1438 in Deventer (80 r : das 2. Stück beendet am Montag, dem 21. Juli), geschrieben von dem dortigen Kanoniker Jo[hannes] Gebynch, vielfach belegt 1401-1443 (1451?), z.B. 1401 als Geistlicher im Bistum Münster (Rep. Germ., Bd. 2,1: 1378-1415, Sp. 220, 431, 631, 772), ab 1408 (bis 1425) genannt in den Stadtrechnungen von Deventer (G.M. de Meyer, De stadsrekeningen van Deventer, Bd. 2: 1401-1410. Groningen 1971, 423), 1411-1431/1443 belegt als Kanoniker des Kapitels von St. Lebuinus in Deventer (Gemeentearchief Deventer, Archief van de H. Geest, Nr. 180; Charterlijst, Nr. 104), zugleich Generalvikar des Propstes Herman Dwerg (dies noch 1431, s. Rep. Germ., Bd. 5,1: 1431-1447, S. 262 f., Nr. 1612) und Güterverwalter der Propstei (A.J. Mensema, Repertorium op de leenregisters van de leen- en hofhorige goederen van de proosdij van St.-Lebuinus te Deventer 1408- 1809. Zwolle 1981, Bd. 1, S. IX; s. Lehnsreg. der Propstei im Kapitelsarchiv, Inv.nr. 112-113), mit Kontakten zur Stadtkämmerei in Deventer und zum Bischof von Utrecht; in dieser Funktion zuletzt 1443 in Deventer belegt (z.B. Inv. des Kapitels, Nr. 108-109: „Rekeningen..."); später Kanoniker an St. Severin in Köln und um 1450 Sekretär eines deutschen Kaufmanns in Brügge? - Hs. z.T. kopiert nach einer Vorlage (s. 80") des Kanonikers Jofhannes] Lubberti aus Deventer, als solcher genannt Rep. Germ., Bd. 4,1: 1417-1431, Sp. 884 (19.1.1425) und z.B. 1430 und 1434 bei G.M. de Meyer, Bd. 5: 1425-1434. Groningen 1979. S. 317, 532.- Brandkreuz aus Marienfrede, 16. Jh. (s. Karpp- Jacottet, Marienfrede, S. 285, zu b); l r marg. Besitzeintrag, 18. Jh.: Conuentus B.M. Pacis, d.i. Kreuzherrenkonvent Marienfrede / Kreis Wesel. Von dort 1809 in die Hofbibliothek Düsseldorf. Van den Bosch, Observantie, S. 137 ■ A. Sottili, I codici del Petrarca nella Germania occidentale. Bd. 1. Padua 1971. Nr. 19, S. 476 f. (Censimento dei codici Petrarchesi. 4.) ■ Kristeller, Iter Italicum3, 1983, S. 522a • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 473. l r — 19 r Augustinus: Enchiridion de fide, spe et caritate. Überschrift von der Glossenhand ergänzt: ...sancti Augustini episcopi. Datus ad Laurencium primicerium notarium sancte Romane ecclesie ... - (17 v ) Explicit... Scripsi taliter qualiter Dauentrie 1438 -Jo- Gebynch. - Druck: CC 46, 39-46 und 49-114; PL 40, 231-290. CPL 295; Kurz, Augustinus, 5,1. S. 104 (diese Hs. genannt, Nr. 13); 5,2. S. 142. Hs. mit Kapitelzählung (I- CXXVI), entspricht der Nummerierung (arab.) der 122 Abschnitte der Ed. CC, doch durch Teilung der Kap. 33, 74, 76, 101 entsprechend vermehrt. Rand- und Textkorrekturen u.a. besonders von Text- und Glossenhand; l r auf dem linken Rand Eintrag der Glossenhand: Augustinus, Retractationes, 85 Ms. B 13 lib. II, cap. 63 (bzw. 89); Druck: CC 57, S. 140. 14 v mit marg. Schreibervermerk: istud latus non habet hie locum sed intrabit inferius ad latus mundum sie signatum [folgt Hinweishand] et ibi scribatur et hie deleatur, s.u. marg. Notiz Bl. 21 r . (17 va -19 rb ) Kapitelverzeichnis I-CXXV (da XXIII gleichfalls dem Text von XXII zugeordnet), wie Ed. S. 39-^-6 (cod. M). Darunter von der Texthand Nota: ista tabula ponenda erat ante prineipium huius libri Enchiridion, ponitur autem post finem eius de quo non est curandum dummodo lector de hoc auisatus extiterit. -Jo- Gebynch. - T leer (ohne Textauslassung). 19 v - 80 r Augustinus: Confessiones. Druck: CC 27, 1-273; PL 32, 659- 868. CPL 251; Kurz, Augustinus, 5,1. S. 65 (diese Hs. genannt, Nr. 12); 5,2. S. 142. - Zuvor (19 rb unten) von der Glossenhand >Retractatio beati Augustini in librum sequentem<...\ AUGUSTINUS, Retract. lib. II, cap. 6 (bzw. 32), Z. 1-20; entspricht Ms. BIO, 3 ra . - Zahlreiche Marginalien vor allem von Text- und Glossenhand, z.B. 28 v Notiz zu lib. IV,6 (11), Z. 9: Orestes Pilades / vide in paupere Henrico [des Hartmann von Aue?]. Zählung der Bücher >/< - Terciusdecimus oberhalb der Kolumne, keine Kapitel- oder Abschnittszählung. Bl. 21 r (marg., durchstrichen): hie intrabit latus superius scriptum in correpto folio sie signatum [folgt Hinweishand], der Text von 14 v an der richtigen Stelle wiederholt (CC 27, S. 7, Z. 14 - S. 10, Z. 13; eos uelle ... - ... domine). Das Verso des Zusatzbl. 67 a mit 3 Erläuterungen der Texthand (Recto leer), überschrieben (von Marginalienhand): Hec non sunt de textu sed pro euidentiori intellectu, zu 67 v , Z. 16 und 20 (CC 27, S. 221, Z. 2 und 8) und 69 r (ebd. S. 228, Z. 7); nur diese letzte Stelle durch marg. Markierung bezeichnet, vgl. die Randnotiz auf dem Verso von Bl. 67 a : male notasti. - (80 r ) Explicit... copiaui taliter qualiter ex volumine mihi per magistrum Jo. Lubberti canonicum Dauentriensem concesso anno domini 1438, et finiui eodem anno die lune in profesto beate Marie Magdalene [Mo., 21. Juli], Deo gracias, per me manu propria Jo Gebynch, canonicum Dauentriensem. - 35 v (ohne Textauslassung) und 80 v leer. 81 r [Franciscus Petrarca: Epistola ad Clementem sextum Romanum PONTIFICEM]. Familiarium rerum lib. V, 19. Febris tue nuncius... si tecum egrotantem ecclesiam saluam esse cupis. Druck: Le Familiari. Ed. V. Rossi. Florenz 1934 (Nachdr. 1968). S. 43-45. (Petrarca Opere. 11.) - Kristeller s.o. (Lit.) 81 r - 97 v Franciscus Petrarca: Invectivae contra medicum. Liber Inuectiuarum... (Inc.:) Quisquis es qui iacentem calamum ... — ... lacessentem oderis et valeasprecor /Explicit... Scripsi taliter qualiter 1438 86 Ms. B 14 in Quadragesima Dauentrie -Jo Gebynch canonicus Dauentriensis. Druck: ed. P.G. Ricci. Rom 1950. S. 25-98. Kristeller s.o. (Lit.) In der Hs. lib. I-IV mit zusätzlicher Unterteilung in Kapitel (marg., in arab. Ziffern), Marginalien des Schreibers. Ms. B 14 Augustinus, Aurelius Papier und Pergament • I+175 + IB1. ■ 29x20,5 • Westdeutschland • 15. Jh., 3. Viertel (?) Pergament: das äußere und innere Doppelbl. jeder Lage • Wz.: Buchstabe Y (3 Siebpaare) Typ Briquet 9177-9183 (1451-1483); Buchstabe P (nur Bl. 74) Gruppe PiccP III 521-524 (1469-1471) • Lagen: 12 VI 144 + VII 158 + VI 170 + (III-l)' 75 • Reklamanten der Schreiberhände; Lagensignaturen ab (Bl. l r ), (Bl. 2 1 ), usw. bis/?<3> (Bl. 173 1 ) undp<4> (! Bl. 174 r ) ■ Schriftraum 20-21 x 14-15 • Schreiber 1 33 Zeilen, Schreiber 2 34-36 Zeilen • qualitätvolle gotische Hybrida von zwei Schreibern, Schreiberwechsel auf Bl. 33 m rubriziert ■ Bl. l ra 9-zeilige, rot/blau geteilte Initiale mit rotem und grünem Fleuronne, Bl. l va 8-zeilige Initiale vom gleichen Typ, beide von guter Qualität. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh.); doppelte Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel wegen der Abnutzung des Lederbezugs nicht identifizierbar • Spuren einer Kettenbefestigung am Rückdeckel (oben) Merker aus rotem Pergament • Rücken restauriert, Deck-, Vor- und Nachsatzbll. neu (1968) • auf dem Vorderschnitt: Aug. de Trinitate (Quentel ?). Nach den Angaben im Kolophon wurde die Hs. am 10. November 1433 fertiggestellt (s. Bl. 174 va ). Da der anonyme Schreiber den hl. Augustinus hier als pater noster bezeichnet, war er Angehöriger eines Ordens, der die Augustinerregel befolgte. Schrift und Ausstattung deuten auf eine Entstehung in Westdeutschland, möglicherweise in einem Kreuzherrenkonvent oder in einem Kloster der Kongregation von Windesheim. Die Jahreszahl 1433 im Kolophon steht im Widerspruch zu der Datierung nach dem Wz.-Befund, der eher auf eine Entstehung im 3. Viertel des 15. Jh. hinweist. Vermutlich wurde die Datierung aus der Vorlage übernommen. Die Schrift und der Stil der Fleuronne-Initialen schließen jedoch die frühere Datierung nicht aus; vgl. Manuscrits dates conserves en Belgique, Bd. 2: 1401-1440, Manuscrits conserves ä la Bibliotheque Royale Albert I er Bruxelles, Brüssel 1972, Abb. 283-285 (Brüssel Bibl. Royale Ms. 384, Bibel aus Köln ?, 1423) • Die Hs. stammt aus der Bibliothek des Zisterzienserinnenklosters Kentrop (bei Hamm). Besitzvermerk Ad bibliothecam in Kentrup. 1673 (Bl. l v ), vermutlich von der Hand des Johann Jakob von Quentel, Zisterzienser aus Altenberg, Propst von Kentrop (zur Person s. zu Ms. B 42). Kurz, Augustinus, 5,2, S. 142 • Krämer S. 392 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 474. 87 Ms. B 15 I r leer (ursprüngl. Spiegel). - I v Besitzvermerk (s.o.) und Notizen über den Inhalt der Hs. (Quentel ?). l ra - 174 va Augustinus, Aurelius: De Trinitate. (l ra " rb ) Prolog. >Incipit prefacio beati Augustini episcopi in quindecim libros de summa Trinitate.< (l rb ~ va ) Kapitelverzeichnis zu Buch 1. (l va -174 va ) Text. >Incipit liber primus beati Augustini Aurelii de Trinitate ad Aurelium papam.< Am Schluß: >Explicit liber decimus quintus et ultimus beati Augustini episcopi, patris nostri, de summa et semper adoranda Trinitate, sub anno Domini millesimo quadringentesimo tricesimo tercio in profesto sancti Martini episcopi et confessoris [10. Nov. 1433], qui oretpro nobis. Deo gracias.< - Druck: CC 50, 1-380 und CC 50a, 381-535. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 238-240 (diese Hs. genannt); CPL Nr. 329. Auch in Ms. B 15, Bl. 2 ra -129 va . 174 va ORATIO. >0 pie Salvator, qui sanguine me liberasti, tu, miserere mei ....... legentis in isto.< ,vb -vb 174 - 175 Augustinus, Aurelius: Oratio in librum de Trinitate. >Incipiunt orationes beati Augustini episcopi.< - Am Ende unvollständig wegen Blattverlust. Druck: CC 50a, 549-555, Z. 81 (bis ... animas copiis, non desideriis). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 240 (diese Hs. genannt); CPL Nr. 328. Ms. B 15 Augustinus, Aurelius. Ps.-Bernardus Claraevallensis. Bernardus Morlanensis (?). Gebuinus Trecensis (?). Bernardus Claraevallensis Papier • 296 Bl. III); um 1483 (IV) 29 x 21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1483 (I- Die Hs. wurde im 15. Jh. aus vier Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., Ende); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Rahmen; Einzelstempel im inneren Rahmen und im Mittelfeld: Schunke Schrift Nr. 384 („liber cruciferorum in Duseldorp"); Fabeltier Nr. 7; Rosette (6 Bll.), nicht umrandet; kleiner herald. Adler (nach rechts, rhomb., umrandet); Laubstab (nicht umrandet) • Reste von 2 Schließen • in allen Teilen: Merker aus hellem Pergament • Fragment im Vorderdeckel: Teil eines Doppelbl.; Pergament. 13,5 x 29. Schriftraum (?) x 12. Gotische Textualis in zwei Größen; rubriziert. 14. Jh., 2. Drittel. Aus einem Breviar • Fragment im Rückdeckel: Teil eines Doppelbl.; Pergament. 11 x 24. Schriftraum (?) x 11. Gute gotische Textualis formata. 14. Jh., 2. Hälfte. Aus einem unvollendeten 88 Ms.B 15 Lektionar (?). Enthält Apc 1,2-i und Apc 7,9; es fehlen die Anfangsbuchstaben und die Überschriften. Teil I und Teil III geschrieben 1483 von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513), einem Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 21, 48, 60, 77, 88, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1). Teil II stammt von der Hand seines Mitbruders Lambertus de Xanctis und von einem anonymen Schreiber; auch dieser Teil entstand 1483, wohl ebenfalls im Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Lambertus de Xanctis, Sohn des Malers Henricus Bruyn (Bruynkens), war spätestens seit 1460 Mitglied des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, später zeitweilig Prior des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf; er starb am 16.7.1496; als Schreiber ist er u.a. auch nachweisbar in Ms. B 30a, 139, 193, Ms. C 28; möglicherweise war er Illuminator mehrerer Bände aus Marienfrede, zur Person vgl. W. Sauer, Meister Heinrich Bruynkens, der Maler, von Xanten und dessen Sohn Lambert, Prior des Kreuzbrüderklosters zu Düsseldorf, 1467-1496, in: Beiträge zur Gesch. d. Niederrheins 14, 1900, S. 215-219; van de Pasch, Definities, S. 175, 208; Haaß S. 135, 140; Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199 f., 204; E. Hemfort, Illuminierte Handschriften aus dem Kreuzherrenkonvent Marienfrede. Neue Stilformen im Einflußbereich niederrheinischer Kunstregionen, in: R. Schlusemann u.a. (Hg.), Sources for the History of Medieval Books and Libraries, Groningen 2000 (Boekhist. Reeks, 2), S. 185-220, hier 199-217. Teil IV enthält weder eine Datierung noch eine Lokalisierung, aber wegen der übereinstimmenden Wz. entstand er wahrscheinlich etwa gleichzeitig ebenfalls im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf. Teil II beginnt auf der ursprünglich leer gebliebenen letzten Versoseite von Teil I • die Stempel belegen, daß der Einband in der Buchbinderwerkstatt des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf angefertigt wurde. Besitzvermerk auf Bl. l r : Liberfratrum sancte Crucis in Dusseldorp (15. Jh., Ende). Van den Bosch, Observantie, S. 137, Anm. 30 • Kurz, Augustinus, 5,2, S. 142 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 475. I Bl. 1-130: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; 1483 • Wz.: Buchstabe P ~ PiccP IX 374-375 (1484, 1485; auch in Teil II und IV und in Ms. B 60, Teil III); Buchstabe P ~ PiccP XII 189 (1478; auch in Teil IV); Buchstabe P Typ PiccP IX 858-890 (15. Jh., 3. Viertel; auch in Ms. B 60, Teil III), Buchstabe P Typ PiccP IV 551-566 (1474-1481; auch in Teil IV und in Ms. B 60, Teil III) Buchstabe P Typ PiccP IV 571-582 (1474-1480; auch in Teil IV und in Ms. B 60, Teil III) Buchstabe P ~ PiccP IX 274 (1484; auch in Teil III); Kanne Typ Briquet 12482 (1474-1480) und ein nicht identifiziertes Wz. Buchstabe P (auch in Teil III) • Lagen: 13 V 130 • Reklamanten der Schreiberhand in den meisten Lagen; Lagensignaturen 5 (Bl. 5 1 ), von bl (Bl. 1 V), bl (Bl. \T) bis m5 (Bl. 125 r ) (kl-k.5 zweimal vergeben); Kapitelzählung am oberen Rand ■ Schriftraum 21 x 14,5 • 2 Spalten • 34-38 Zeilen (gegen Ende allmählich weniger) • gepflegte gotische Hybrida von zwei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 2 ra -39 vb , Schreiber 2 (Henricus de Werdenborch) Bl. 40 ra -130 rb • rubriziert • zahlreiche 4-8-zeilige Initialen in Rot und Blau, mit rotem, grünem und violettem Fleuronne, auf Bl. 4 ra , 4 rb , 15 rb , 25 v \ 26 rb u.ö. l r Besitzvermerk (s.o.) und Inhaltsverzeichnis (15. Jh., Ende). - l v leer. 89 Ms. B 15 2 ra - 129 va Augustinus, Aurelius: De Trinitate. (2 ra -3 vb ) >Incipiunt in Nomine Domini nostri capitula libri primi beati Augustini Aurelii De sancta Trinitate.< Kapitelverzeichnis. (4 ra -129 va ) Text. Am Schluß: >Expliciunt libri sancti Augustini episcopi De Trinitate per manus fratris Henrici de Werdenborch ad laudem Dei, ipso die Invencionis corporis sancti Stephani prothomartyris anno Domini M° CCCC LXXXIIf [3. August 1483].< - Druck: CC 50-50A. S. auch Kurz, Augustinus, 5,1, S. 238-240 (diese Hs. genannt); CPL Nr. 329. Auch in Ms. B 14, Bl. l ra -174 va . 129 va - 130 rb [Ps.-]Augusttnus, Augustinus: Sermo de Trinitate. >Sermo Augustini episcopi de sancta Trinitate.< - Der Text wurde aus drei Teilen zusammengesetzt: (129 va ) Alcuinus, Flaccus: De fide sanctae Trinitatis, Lib. II, Prologus. Druck: PL 101, 23. (129 va ) Ibid., Lib. I, cap. 1 (Excerptum). Druck: PL 101, Sp. 14, Z. 5-9. (129 va -130 va ) Leo Papa, III.: Symbolum orthodoxae fidei. Druck: PL 129, 1260 A-1262 B. II Bl. 131-217: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; 1483 (Bl. 217 vb ) ■ Wz.: Buchstabe P ~ PiccP IX 374-375 (1484, 1485; auch in Teil I und IV und in Ms. B 60, Teil III); Kanne Typ Briquet 12496- 12503 (1485-1537) • Lagen: 8 V 210 + (IV-1) 217 (ohne Textverlust) • Reklamanten der Schreiberhand in den meisten Lagen • Lagensignaturen 1-5 (Bl. 131-135 r ), von bl (141 r ), b2 (1420 bis k4 (Bl. 214 1 ) (el-e5 nicht vergeben) • Schriftraum 20,5 x 14 • 2 Spalten • 34-39 Zeilen ■ regelmäßige gotische Hybrida von zwei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 130 va -158 ra , Schreiber 2 (Lambertus de Xanctis) Bl. 158 ra -217 vb • rubriziert • 5-6-zeilige rote und blaue Initialen mit blauem, grünem und rotem Fleuronne auf Bl. 130 va , 142 va und 182 va . 130 va - 217 vb Augustinus, Aurelius: De consensu Evangelistarum. >Incipit liber primus Aurelii Augustini episcopi De consensu Evangelistarum.< Am Schluß: >Finitur [!] liber Augustini episcopi De consensu Evangelistarum per me fratrem Lambertum de Xanctis. Ad honorem Dei.< - Druck: CSEL 43. CPL Nr. 273. III Bl. 218-236: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; 1483 (Bl. 236 va ) ■ Wz.: Buchstabe P ~ PiccP IX 274 (1484; auch in Teil I) und ein nicht identifiziertes Wz. Buchstabe P (auch in Teil I) • Lagen: V 227 + (V-1) 236 • Lagensignaturen 3 (Bl. 220°) und 5 (Bl. 222 r ), 7-5 (Bl. 228 r -232 r ) ■ Schriftraum 20,5x14,5 • 2 Spalten • 35 Zeilen • regelmäßige gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Werdenborch • rubriziert • Bl. 218 ra und 218 rb 4-bzw. 6-zeilige Initiale mit violettem, grünem und rotem Fleuronne. 90 Ms.B 15 218 ra - 236 va Augustinus, Aurelius: De spiritu et littera. (218 ra ) Prolog. >Prologus beati Augustini in librum De littera et spiritu. [Überschrift auf Rasur.]< (218 ra -236 va ) Text. Am Schluß: >Explicit über beati Augustini episcopi De spiritu et littera per manus fratris Henrici de Werdenborch supprioris. Anno etc. M° CCCC LXXXIII in crastino sancti Lamberti episcopi et martyris [18. Sept. 1483]. - Druck: CSEL 60, 153— 229. CPL Nr. 343. - 236 vb leer. IV Bl. 237-296: wohl Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1483 • Wz.: Buchstabe P Typ PiccP IV 551-566 (1474-1481; auch in Teil I und in Ms. B 60, Teil III); Buchstabe P Typ PiccP IV 571-582 (1474-1480; auch in Teil I und in Ms. B 60, Teil III); Buchstabe P ~ PiccP XII 189 (1478; auch in Teil I); Buchstabe P ~ PiccP IX 374-375 (1484, 1485; auch in Teil 1 und II und in Ms. B 60, Teil III); Buchstabe P~ PiccP XII 116 (1478) • Lagen: 6 V 295 • Lagensignaturen von (Bl. 237 r ), (Bl. 238") bis/5 (Bl. 291 1 ) ' Schriftraum 21 x 15 • 2 Spalten • 41-47 Zeilen (Schreiber 1) bzw. 38^49 Zeilen (Schreiber 2) • gotische Hybrida von zwei Schreibern, Schreiberwechsel auf Bl. 263 ra • rubriziert. 237 ra - 273 vb [Ps.-]Bernardus Claraevallensis (Ps.-Bonaventura Sanctus): Vitis MYSTICA. Cap. 1^14. (237 ra ) Prolog. >Incipit prologus in libellum sancti Bernhardi De vite vera.< - Druck: PL 184, 635-728 (Ps.- Bernardus Claraevallensis); Bonaventura, Opera omnia, hg. v. d. Patres Collegii a S. Bonaventura, Bd. 8, Quaracchi 1898, S. 159-229 (abweichende Fassung). Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 73; G. E. Mohan, Initia Operum Franciscalium, S. Bonaventura, New York 1975, S. 129*; Distelbrink Nr. 240. 273 vb - 283 ra Bernardus [Morlanensis (?)] (Ps.-Bernardus Claraevallensis): [Instructio sacerdotalis]. >Epistola beati Bemardi ad sacerdotem.< - Druck: PL 184, 771-772. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 72; DSAM Bd. 1, Sp. 1506-1507. 283 ra - 289 va [Gebuinus Trecensis (?)]: Gemmae crucifixi. >Incipiunt Gemme crucifixi.< Excede, homo, paulisper sensus carnis et irruencia corporearum fantasmata voluptatum ... - ... ad diligendum Dominum accendentes. Amen. - Druck: J. Ciarisse, Bijdragen en aanteekeningen, behoorende tot de verhandeling over Geert Groete, in: Archief voor kerkelijke geschiedenis, inzonderheid van Nederland 3, 1831, S. 28—43. Zu Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. DSAM Bd. 1, Sp. 1506-1507 (Bernardus Morlanensis ?); K. H. Staub / H. Knaus, Bibelhandschriften; Ältere theologische Texte, Wiesbaden 1979 (Die Hss. d. Hess. Landes- und 91 Ms. B 16 Hochschulbibl. Darmstadt, 4), S. 116 (zu Hs 358, Bl. 68-77 v ); Kat. StA Köln 2, S. 82-83 (zu Hs. GB 4° 74, Bl. 149 v -159 r ); DHGE Bd. 20, Sp. 230- 231. 289 va - 290 ra HYMNI. (289 va ) O pugna mirabilis / O tropheum dignum / Agnus lupumperimit... Druck: AH Bd. 31, Nr. 52. (289 va " vb ) Pater noster commiserans filiorum excessibus / eosque falli considerans ... Druck: AH Bd. 21, Nr. 54, Str. 1, 3 (Str. 3 abweichend vom Druck) und Zusatzstrophen. (289 vb -290 ra ) [In Exaltatione sanctae Crucis.] Salve, crux, arbor vite preclara / Christi vexillum thronus et ara... Druck: AH Bd. 54, Nr. 121, Str. 1-3, 7-10, 13-14. 290 ra - 29 l va Bernardus Claraevallensis: Epistola [174]. Ad CANONICOS LUGDUNENSES [DE CONCEPTIONE S. MARIAEJ. >Epistola beati Bernardi ad clerum Lugdunensem.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 7, S. 388-392. - 291 vb -296 vb leer. Ms. B 16 Beda Venerabilis. Hrabanus Maurus Pergament • 176 Bl. • 33,5x23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Hälfte Die Hs. wurde aus drei etwa gleichzeitig entstandenen Teilen zusammengesetzt. Helles Schafsleder über Pappdeckeln (19. Jh.) • Merker an Bl. 71 und 145 (an Bl. 145 abgerissen). Die Hs. stammt aus der Bibliothek der Zisterzienserabtei Altenberg. Besitzvermerk auf Bl. l r : Liber Sande Marie de Berge (15. Jh.). Es fehlen die für Hss. dieser Provenienz üblichen Besitzvermerke des 12. oder 13. Jh. In Format, Schrift und Ausstattung ist vorliegende Hs. den etwa gleichzeitig entstandenen Altenberger Hss. Ms. B 17, Ms. B 18, Ms. B 19 und Ms. B 25 sehr ähnlich. Lamprecht, Handschriften, S. 137, Nr. 90 • Lamprecht, Initial-Ornamentik, S. 30, Nr. 98 • Höfer S. 148, Nr. 3 • K. Löffler, Das Erbe der Stifts- und Klosterbibliotheken in den öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, in: Sankt Wiborada 1, 1933, S. 55-92, hier 75 ■ Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 4, Nr. 17 ■ Mosler S. 38, Nr. 6 • Perkow S. 1, Nr. 7 ■ Hammer, Skriptorium, S. 409-410 • Krämer S. 9 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 476. 92 Ms. B 16 I Bl. 1-70: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Hälfte ■ Lagen: 8 1^ + (J.V-2) 70 (ohne Textverluste) • Lagenzählung der Schreiberhand, von ./. (Bl. 8 V ), •//• (Bl. 16 v ), usw. bis VIII. (Bl. 64 v ) • Schriftraum 24 x 16,5-17 • 2 Spalten • 35-37 Zeilen • qualitätvolle frühgotische Textualis • rubriziert • Bl. l va , 2 va , 23 va und 46 va 7-zeilige rote Spaltleisteninitialen von guter Qualität. Ähnliche Initialen in der aus der Zisterzienserabtei Kamp stammenden Düsseldorfer Hs. Ms. D 6; vgl. Kat. Zisterzienser, S. 560-561, Nr. F 25; s. auch H. J. Roth, Zur Deutung der Pflanzen- Miniaturen in einigen Altenberger Kodizes, in: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land 26, 1976, S. 1-8, hier S. 2, Anm. 3. l r leer, bis auf einen Besitzvermerk (s.o.) und ein Inhaltsverzeichnis (14. oder 15. Jh.). l va _ 69 vb Beda Venerabilis: In Ezram et Neemiam prophetas ALLEGORICA EXPOSITIO. (l va -2 va ) Prolog und Kapitelverzeichnis. >Incipit prefacio venerabilis Bede presbiteri in Ezram scribam.< (3 va -69 v ) Text. - Druck: CC 119 A, 235-392. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 39—40; Stegmüller RB Nr. 1607; CPL Nr. 1349 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 70 ra [Ps.-Marbodus Redonensis (Ps.-Cato): Carmen 45. Proverbia PHILOSOPHI CATONIS.] >Versus perfectarum sententiarum Bedae.< Utilibus monitis prudens accomodet aurem / Non leta extollant animum ... - ... devotus et impleat actu. - Druck: PL 171, 1735-1736 (in der Hs. mit zahlreichen Varianten); Poetae latini minores, hg. v. Aem. Behrens, Bd. 3, Leipzig 1880, S. 236; Anthologia latina sive Poesis latinae supplementum, P. 1, fasc. 2, 2. Aufl. Leipzig 1906 (Neudr. Amsterdam 1972), S. 179-182 (Carmen Nr. 716). Walther I Nr. 19923; Walther II Nr. 32710; Schaller/Könsgen Nr. 16936. Die Zuschreibung an Beda ist bemerkenswert; zur Verfasserfrage s. W. Bulst, Studien zu Marbods Carmina varia (...), in: Nachr. d. Ges. der Wiss. Göttingen, Phil.-hist. Kl. 4, N.F., Bd. 2, Fasc. 10, Göttingen 1939, S. 235-236 (gegen die Verfasserschaft Marbods). - Am Schluß zwei Zusatzverse: Torquatus nitidus vario de marmore termas / Hec precepta legat devotus et impleat actu. - Aus: Alcuinus, Flaccus, Carm. 62,1. Druck: MGH Poet, lat., Bd. 1, S. 275. Walther I Nr. 75691; Schaller/Könsgen Nr. 5960. - 70 rb ~ vb leer. II Bl. 71-144: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Hälfte ■ Lagen: 4 IV 102 + III 108 + 4 IV 140 + (IV^) 144 (wohl ohne Textverluste) • Lagenzählung der Schreiberhände, von / (Bl. 78 v ), .II. (Bl. 86 v ), usw. bis .IX. (Bl. 140 v ) ■ Schriftraum 24 x 17 ■ 2 Spalten ■ 32-35 Zeilen • frühgotische 93 Ms. B 17 Textualis von drei Schreibern: 1 Bl. 71 ra - vb und 73 rb -101 rb , 2 Bl. 71 vb -73 ra , 3 Bl. 101 va -144 vb • rubriziert. 71 ra - 144 vb [Hrabanus Maurus]: Commentaria IN LIBROS MACCHABAEORUM. (71 ra " rb ) Prolog 1. Widmungsbrief an Ludwig den Frommen (Ep. 35). >Incipit prologus Rabani Mauri in librum Machabeorum.< Druck: PL 109, 1125-1128; MGH Epistolae, Bd. 5, S. 469^470. (71 va_vb ) Prolog 2. Widmungsbrief an Geroldus archidiaconus (Ep. 19). Druck: PL 109, 1127-1128; MGH Epistolae, Bd. 5, S. 424-425. (71- 73 rb ) Kapitelverzeichnis. (73 rb -144 vb ) Text. >Incipit expositio Rabani Mauri in librum Machabeorum.< Druck: PL 109, 1128-1256. Stegmüller RB Nr. 7058-7059 (diese Hs. erwähnt). III Bl. 145-176: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Hälfte • Lagen: 4 IV 176 • Lagenzählung der Schreiberhände, von. I. (Bl. 152 v ) bis.///. (Bl. 168 v ) ■ Schriftraum 23,5-24 x 17 ■ 2 Spalten • 35 Zeilen • frühgotische Textualis von sechs Schreibern: 1 Bl. 145 ra -148 vb und 153 rb (teils), 2 Bl. 149 ra -153 rb , 3 Bl. 153 va -160 vb , 4 Bl. 161 ra -164 vb , 5 Bl. 165 ra " vb . 167 va " vb und 172 ra_vb , 6 Bl. 166 ra ~ vb . 168 ra -171 vb undl73 ra -176 va • rubriziert. 145 ra - 173 rb Beda Venerabilis: Expositio Actuum apostolorum. (145 ra_r ) Prolog. >Incipit prefacio venerabilis Bedae presbiteri Expositionis in Actus apostolorum.< (145 vb -173 rb ) Text. - Druck: CC 121, 1-99. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 20-23; Stegmüller RB Nr. 1616-1617; CPL Nr. 1358 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 173 rb - 176 va [Beda Venerabilis: Nomina regionum atque locorum de Actibus apostolorum.] >Item nomina locorum.< - Druck: CC 121, 165- 175. S. auch Stegmüller RB Nr. 1618; CPPM Bd. 2, Nr. 2343; CPL Nr. 1359 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). - 176 vb leer. Ms. B 17 Beda Venerabilis. Vita sancti Pachomii abb. Vita sancti Mauri abb. Pergament • 171 Bl. • 34,5x23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Hälfte 94 Ms. B 17 Lagen: 21 IV 168 + (III-3) 171 • Lagenzählung der Schreiberhand, von F (Bl. 8 V ) bis XXI (Bl. 168 v ), meist in Rot, jeweils mit einem Punkt links, rechts, oben und unten • Schriftraum 24,5 x 16,5 • 2 Spalten • 29-33 Zeilen • gepflegte frühgotische Textualis von der Hand des Byrchardys (s.u.) • rubriziert; Überschriften und Anfangsbuchstaben abwechselnd in Rot, Blau und Grün • Bl. l v Zierseite, nur mit der Überschrift des anschließenden Werkes in roten und schwarzen Großbuchstaben; Bl. 2 ra , 4 ra , 4 rb , 130™ 131 vb , 154 va und 156 ra 4-6-zeilige schlichte Silhouetten- Initialen in Rot, Blau oder Grün, gelegentlich mit kleinen Ausläufern in einer zweiten Farbe. Beschabtes helles Schafleder über Pappdeckeln (19. Jh.). Schrift und Ausstattung lassen vermuten, daß die Hs. in der 2. Hälfte des 12. Jh. entstanden ist. Der Schreiber nennt sich Byrchardys (Burchardus) (Bl. 129 vb ). Da der Besitzvermerk >Liber Sanctae Mariae de Berge< der Zisterzienserabtei Altenberg dreimal von der Schreiberhand eingetragen wurde (Bl. 99 r [zwischen den Spalten], 129 vb und 171 rb ), war der Schreiber vermutlich Mönch in diesem Kloster (vgl. Mosler S. 208). Wattenbach S. 747 • Lamprecht, Handschriften, S. 137, Nr. 90 • Lamprecht, Initial-Ornamentik, S. 30, Nr. 98 • Clemen, Kunstdenkmäler, S. 69, Nr. 6 ■ Höfer S. 147, Nr. 2 • Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 4, Nr. 16 ■ Mosler S. 39, Nr. 10 ■ 1000 Jahre Buchkunst am Niederrhein. Aus den Schätzen der Landes- und Stadtbibliothek, Düsseldorf 1967, S. 4, Nr. 10 • Perkow S. 1, Nr. 6 • Hammer, Skriptorium, S. 409 und 410 • Krämer S. 9 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 476. l r leer. l va _ i29 vb Beda Venerabilis: In Marci Evangelio expositio. (1 v ) Zierseite (s.o.). >Incipit Prologus venerabilis Bede presbiteri in librum Evuangelii [!] secundum Marcum.< (2 ra ~" vb ) Prolog. (2 vb -4 ra ) Kapitelverzeichnis. (4 ra -129 vb ) Text. >Incipit tractatus.< Am Schluß: Schreiberspruch >Memento mei Deus meus in bonum<, Besitzvermerk (s.o.) und das Kolophon Beda Dei famulus auctor libri fuit huius I Scriptor Byrcardys hinc lector sis memor eius [Colophons Nr. 16526]; die Schrift des Kolophons imitiert eine hochmittelalterliche Urkundenschrift. - Druck: CC 120, 427-648. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 50- 55 (diese Hs. genannt); Stegmüller RB Nr. 1613; CPL Nr. 1355. Zum Kolophon s. Wattenbach S. 747 (Schreibername hier fälschlich als Ricardis gelesen). 130 ra - 154 va Vita sancti Pachomii abbatis [interprete Dionysio ExiGUO]. (130 ra ~ vb ) Prolog (Widmungsbrief des Dionysius Exiguus). >Incipit Prologus in Vitam sancti Pachomii.< (130 v -154 va ) >Incipit Vita sancti Pachomii abbatis.< Text. - Drucke: PL 73, 227-272; H. van Cranenburgh, La vie latine de saint Pachöme traduite du grec par Denys le Petit, Brüssel 1969 (Subsidia hagiographica, 46) (ohne Kenntnis dieser Hs.). BHLNr. 6410. 95 Ms. B 18 154 va - 171 rb [Odo Glannafoliensis]: Vita sancti Mauri abbatis. (154 va -156 ra ) Prolog. >Incipit Prefacio in Vitam beati Mauri abbatis.< (156 ra -171 rb ) Text. >Incipit Vita beatissimi Mauri abbatis.< Am Schluß: Schreiberspruch (wie auf Bl. 129 vb ) und Besitzvermerk (s.o.). - Druck: AASS, Januar, Bd. 2, S. 321-332. BHL Nr. 5773. - 171 v leer. Ms. B 18 Beda Venerabilis Pergament • 224 Bl. • 33,5x23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Hälfte Tintenfraß auf Bl. 2, 7-23 und 221-224, gelegentlich mit Textverlust • Lagen: 28 IV 224 ■ Lagenzählung I-XXVIII (Bl. 224 v ), gelegentlich mit einem Punkt links und rechts, ab Bl. 120 v in einem roten Rahmen • Schriftraum 22,5-23 x 16-16,5 • 2 Spalten • 30-31 Zeilen frühgotische Textualis von zwei Schreibern, bei Schreiber 1 unregelmäßig (mehrere Schreiber ?); Schreiberwechsel auf Bl. 176 va ; Interpunktion im Spätmittelalter ergänzt • rubriziert • Bl. l va und 8 va 10- bzw. 9-zeilige Silhouetten-Initiale, Bl. 124 va und 156 ra 7- bzw. 14-zeilige Spaltleisteninitiale (vermutlich nachgetragen); verschiedene kleine rote und grüne Silhouetteninitialen in anspruchsloser Gestaltung. Helles Rindleder über Holzdeckeln (14. Jh. ?), eingehend restauriert ■ zwei Langriemenschließen (eine vollständig) von Rückdeckel nach Vorderdeckel; kunstvoll gestaltete Scharnierschließe in der Gestalt eines Vogels; Spuren einer dreieckigen Kettenbefestigung auf dem Vorderdeckel (oben); vergleichbarer Einband: Ms. B 49 • Titel (Etikett) Beda super Lucam (15. Jh.) auf dem Vorderdeckel mit Spuren einer Fenestra (nur unter einer Quarzlampe lesbar); Spuren von vier Buckeln auf dem Vorderdeckel ■ Bl. 8, 55 und 124 Merker aus einem schmalen, dem Bl. entnommenen Pergamentstreifen • Fragment im Rückdeckel: Teil eines Doppelbl.; Pergament. 33 x 13. Schriftraum 20,5 x 13. 2 Spalten. 47 Zeilen; sehr kleine gotische Textualis. 13. Jh., 1. Hälfte. Aus: [Petrus Lombardus: Collectanea in Epistolas sancti Pauli]. Links: [...] 'Cum autem venissem' [II Cor 2,12] Christipredicandi, etc.... -... epistolis, quia ' Vos estis' [II Cor 3,2] [...]. Druck: PL 192, Sp. 20, Z. 2 - Sp. 23, Z. 21. Rechts: [...] 'Semper enim' [II Cor 4,10]. Vere moriißcatione Ihesu circumferimus ... - ... non carent. 'Seimus enim' [II Cor 5,1] [...]. Druck: aaO, Sp. 33, Z. 3 - Sp. 35, Z. 15. v. unten. Stegmüller RB Nr. 6657. Schrift und Ausstattung weisen auf eine Datierung in der 2. Hälfte des 12. Jh. hin. Es ist unsicher, ob die Hs. in der Zisterzienserabtei Altenberg entstanden ist, aber der Besitzvermerk Liber sanete Marie de Berge (13. Jh.) im Vorderdeckel belegt, daß sie schon frühzeitig in diesem Kloster aufbewahrt wurde • nachgetragenes Inhaltsverzeichnis (15. Jh.), ebenfalls im Vorderdeckel. Mosler S. 39, Nr. 11 • Perkow S. 1, Nr. 8 ■ Krämer S. 9 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 477. 96 Ms. B 19 Tleer. l va - 224 ra Beda Venerabilis: In Lucae Evangelium expositio. (l va -2 va ) Prolog I. (2 v M vb ) Prolog II. (4 vb -8 rb ) Kapitelverzeichnis. (8 rb -224 ra ) Text. >Incipit Expositionis in Lucam liber primus Bede presbiteri.< - Druck: CC 120, 1^125. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 44-50; Stegmüller RB Nr. 1614 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.); CPL Nr. 1356. Auch in Ms. B 21, Bl. 4 ra -176 rb . 224 ra_va [Ps.-]Bernardus [Claraevallensis]: De amore. >Tractatus beati Bernardi de amore < Amor sponte te cor afficit I Spontaneumque efficit... -... deficit omnis virtus alia. >Explicit Tractatus beati Bernardi de amore.< Nachtrag (13. Jh., 2. Hälfte). - Druck: AH Bd. 15, Nr. 226 ('De vero amore'), am Schluß leicht abweichend vom gedruckten Text. RH Nr. 1005; Walther I Nr. 931. - 224 vb leer. Ms. B 19 Beda Venerabilis. Ambrosius Mediolanensis. Ps.-Irenaeus Lugdunensis. Hieronymus, Sophronius E. Richardus de Sancto Victore Pergament • I + 199 Bl. • 33 x 23,5 ■ Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Hälfte Die Handschrift wurde im 12. oder 13. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt. Helles Schafleder über Pappdeckeln (19. Jh.) • Merker aus hellem Leder an Bl. 76 und 153 (verloren). Schrift und Ausstattung datieren die beiden Teile der Handschrift in die 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Wie die in jeder Hinsicht sehr verwandten Ms. B 17 und Ms. B 18, entstanden sie vermutlich in der Zisterzienserabtei Altenberg • die erste Lage von Teil II hat die Lagenzählung XVII; dieser Teil beginnt mit dem Schluß eines Werkes von Hieronymus. Die bemerkenswerten Korrekturen in der Lagenzählung in Teil I lassen sich nicht aus einer Änderung in der Anlage der Hs. erklären • alte Besitzvermerke: Bl. I r Liber Sancte Marie virginis de Berghe (15. Jh.) und Bl. 153 r Liber Sancte Marie de Berge (12. oder 13. Jh.). MoslerS. 40, Nr. 15 ■ Perkow S. l,Nr. 5 ■ Kurz, Augustinus, 5,2, S. 142-143 • Krämer S. 9 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 479. 97 Ms. B 19 I Bl. 1-152: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Hälfte • Lagen: 2 Einzelbl. (Bl. I—II) + 19 IV 152 • Lagenzählung ab / (Bl. 8 V ) bis XVIII (Bl. 144 v ), meist mit einem Punkt links und rechts; Korrekturen: auf Bl. 72 v /^verbessert aus XII, auf Bl. 80 v X verbessert aus XIII, usw., bis auf Bl. 128 v XVI verbessert aus XVIIII; Reklamanten nur auf Bl. 96 v und 112 v erhalten • Schriftraum 23,5 x 17 • 2 Spalten • Bl. l ra -97 vb und 137 ra -152 vb 32 Zeilen, Bl. 98 ra -136 vb 28 Zeilen • frühgotische Textualis von fünf Schreibern: Schreiber 1 Bl. l ra -56 vb , Schreiber 2 Bl. 57 ra -75 vb , Schreiber 3 Bl. 76 ra -96 vb , Schreiber 4 Bl. 97 ra -133 vb , Schreiber 5 Bl. 134 ra -152 rb ; Schreiber 1 ist mit Schreiber 6 in Ms. B 16, Teil III identisch, Schreiber 5 mit Schreiber 1 in Teil II derselben Hs. • rubriziert • Bl. 76 ra 7-zeilige rote Spaltleisteninitiale. I r Urkunde vom Jahr [1191] (ursprünglich Spiegel), ausgestellt von Bruno III., Elekt von Köln (1191-1193). Betrifft die Zisterzienserabtei Altenberg. Am oberen, unteren und linken Rand beschnitten (Textverluste). Druck: Urkundenbuch der Abtei Altenberg. Bd. 1, bearb. v. H. Mosler, Bonn 1912 (Urkundenbücher der geistlichen Stiftungen des Niederrheins; 3,1), S. 27- 28, Nr. 29. - I v leer. If Zusatzbl. aus Papier (19. Jh.). Abschrift der Urkunde auf Bl. I r , hier vollständiger als im Original; dies belegt, daß die Urkunde erst nachher beschnitten wurde. - II V leer. l ra - 75 vb Beda Venerabilis: Super Epistolas catholicas expositio. >Incipit Expositio in Septem canonicas Epistolas venerabilis Bede presbiteri.< -Druck: CC 121, 179-342. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Stegmüller RB Nr. 1632-1638; Laistner/King S. 30-37 (jeweils ohne Nennung dieser Hs.); CPPM Bd. 2, Nr. 2011; CPL Nr. 1362. 76 ra - 88 ra [Ambrosius Mediolanensis: De Nabuthae.] >Tractatus sancti Ambrosii de vinea Naboth.< - Druck: CSEL 32, 2, 467-516; der letzte Satz (sed oportet nos ... - ... accipere mereamus) fehlt in der Hs. Stegmüller RB Nr. 1237; CPL Nr. 138. Auch in Ms. B 6, Bl. 147 vb -157 vb . 88 ra - 15 l Va [PS.-]lRENAEUS LUGDUNENSIS: COMMENTARIUS IN APOCALYPSIN. (88 ra -89 ra ) Prolog. >Incipit Prologus Herennii Lugdunensis episcopi in Apokalypsin.< Sciendum est quia Johannes apostolus et aevangelista a Domitiano principe Christianorum persecutore ... - ... condescendamus ad litteram. >Explicit prologus.< (89 ra —15 l va ) Text. >Incipit opus.< ''Apocalypsis Ihesu ChristV. Quasi dicat, merito legendum est opus et memoriae commendandum, quia est Apokalypsis ... - ... in gratia terminum poneret. >Expliciunt glose in Apokalipsin.< - CPPM Bd. 1, Nr. 2643 (nur diese Hs. erwähnt). In Anlage und Aufbau mit den Anseimus Laudunensis zugeschriebenen Apc-Kommentaren stark verwandt 98 Ms. B 19 (Stegmüller RB Nr. 1363-1371, s. auch Nr. 11066). Vgl. W. Kamiah, Apokalypse und Geschichtstheologie, Berlin 1935 (Historische Studien, 285), S. 15, Anm. 26 (diese Hs. bespr.); F. Ohly, Hohelied-Studien. Grundzüge einer Geschichte der Hohelied-Auslegung des Abendlandes bis um 1200, Wiesbaden 1958 (Schriften d. Wiss. Gesellsch. an der Johann Wolfgang Goethe-Univ. Frankfurt am Main. Geisteswiss. Reihe, 1), S. 112— 116; G. Lobrichon, L'ordre de ce temps et les desordres de la fin. Apocalypse et societe, du IX e ä la fin du Xf siecle, in: The use and abuse of eschatology in the Middle ages, hg. v. W. Verbeke u.a., Leuven 1988 (Mediaevalia Lovaniensia; Ser. I: Studia, 15), S. 221-241, hier 225-228 (diese Hs. bespr.). 151 va - 152 rb [Paschasius Radbertus] (Ps.-Augustinus, Aurelius): De CORPORE ET SANGUINE Domini. Excerpta. >Sermo sancti Augustini episcopi. Utrum sub figura an sub veritate hoc mysticum calicis fiat sacramentum.< Veritas ait: Caro mea est vere cibus ... - ... nullum fiat paganis [...]. - Am Ende unvollständig. Auszüge aus Kap. 4-13. Druck: J.-P. Bouhot: Extraits du 'Corpore et Sanguine Domini' de Pascase Radbert sous le nom d'Augustin, in: Recherches Augustiniennes 12, 1977, S. 119-173, hier S. 121-126, Z. 38 und 142-146 (Hss.; diese Hs. erwähnt als Nr. 16); vgl. CCCM 16, 27-85. CPPM Bd. 2, Nr. 208. - 152 va_vb leer. II Bl. 153-199: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Hälfte ■ Lagen: (IV-1) 159 + 5 IV 199 ■ Lagenzählung von XVII (Bl. 159 v ) bis AX (Bl. 183 v ) • Schriftraum 23-25 x 17-18 ■ 2 Spalten (mit Ausnahme von Bl. 153 r ) • Bl. 153 ra -193 rb 35 Zeilen, Bl. 194 ra " rb 38 Zeilen, Bl. 194 va -199 vb 35- 47 Zeilen ■ frühgotische Textualis ■ rubriziert. 153 r [HlERONYMUS, SOPHRONIUS E.: COMMENTARII IN DANIELEM.] Excerptum. [...] Die sub qua arbore videris eos loquentes sibi, qui ait, sub cyno. Dixitque ei Daniel... -... ei respondere debeamus. - Vor dem jetzigen Anfang des Textes wurden einige Wörter entfernt. Druck: CC 75 A, S. 948, Z. 799 - S. 950, Z. 847. Stegmüller RB Nr. 3358; Lambert Bd. 2, S. 153 (diese Hs. erwähnt); CPL Nr. 588. 153 r - 199 ra HlERONYMUS, SOPHRONIUS E.: COMMENTARIUS IN EPISTOLAM AD EPHESIOS. (153-154 vb ) Prolog. >Incipit prologus sancti Iheronimi presbiterK Druck: PL 26, 467^72. (154 vb -199 ra ) Text. >Inicium Commentarii beati Iheronimi presbiteri in Epistolam sancti Pauli ad Ephesios.< Druck: aaO, 471-590. Stegmüller RB Nr. 3400; Lambert Bd. 2, S. 219 (diese Hs. erwähnt); CPL Nr. 591. 99 Ms. B 20 199 ra_vb [RlCHARDUS DE SANCTO VICTORE (PS.-HUGO DE SANCTO VICTORE): Liber exceptionum.] Sermo 4. - Am Ende unvollständig wegen Blattverlust. Druck: PL 177, 907-909, Z. 27 v. unten (als Sermo 4 der dort Hugo von St. Viktor zugeschriebenen Sermones centum); J. Chätillon (Hg.), Richard de Saint-Victor, Liber exceptionum, Paris 1958 (Textes philosophiques du moyen age, 5), S. 381-383, Z. 24. Schneyer Bd. 5, S. 162, Nr. 4. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 70; Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 487. Ms. B 20 Beda Venerabilis Papier • 172 Bl. • 29,5x21,5 ■ Westdeutschland (?) ■ um 1430-1435 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus drei Teilen zusammengesetzt. In allen Teilen: Kapitelzählung in arabischen Ziffern am oberen Rand. Hellbraunes Schafleder über Holzdeckeln (15. Jh.) (Lederbezug erneuert) • Merker aus hellem Pergament an Bl. 1 mit dem Buchstaben M (für Marcus), an Bl. 98 mit den Buchstaben Ac (für Acta apostolorum) ■ Fragmente: schmale Pergamentstreifen (1-3 cm) als Falzverstärkung in jeder Lagenmitte; 14. Jh., 4. Viertel oder 15. Jh., 1. Viertel. Teile einer Urkunde. Zwischen Bl. 6 V und 7 r : Erwähnung von Bernardus de Berne, canonicus ecclesie Sancte Crucis Leodiensis (Aussteller der Urkunde ?). Die drei Teile, aus welchen die Hs. zusammengesetzt wurde, sind etwa gleichzeitig und am selben Ort entstanden. Dies belegen die übereinstimmenden Wz. in den Teilen I, II und III und die identischen Schreiberhände in den Teilen I und III. Die Lagensignaturen in Teil III schließen bei denen in Teil II an. Die mit dl, d2, usw. anfangenden Lagensignaturen in Teil I belegen dagegen, daß dieser Teil ursprünglich nicht zu den Teilen II und III gehörte. Die Wz. weisen für die Datierung in den Zeitraum um 1430-1435. Der paläographische Befund läßt vermuten, daß die Hs. in Westdeutschland entstanden ist, wegen der großen Zahl der Schreiber wohl in einer monastischen Werkstatt. Handschriftencensus Rheinland Nr. 480. I Bl. 1-97: Westdeutschland (?); um 1430-1435 • Bl. 65-70 Tintenfraß, stellenweise mit Textverlust (nur auf Bll. mit dem Anker-Wz.); Bl. 1 beschädigt • Wz.: Dreiberg Typ PiccDr II 841 (1432; auch in Teil II und III); Anker Typ PiccA II 941-964 (1430-1434) • Lagen: 2 VI 24 + (VI-1) 35 (Blattverlust ohne Textverlust) + VI 47 + VII 61 + VI 73 + 2 V 93 + II 97 ■ Reklamanten der 100 Ms. B 20 Schreiberhand; Lagensignaturen ab dl (Bl. l r ), dl (Bl. 2^ bis ml (Bl. 94 r ) und ml (Bl. 95") • Schriftraum 20-21 x 14-15 • 2 Spalten • Schreiber 1 36-41 Zeilen, Schreiber 2 36-48 Zeilen, Schreiber 3 und 4 36-40 Zeilen, Schreiber 5 34-41 Zeilen, Schreiber 6 35-38 Zeilen • gotische Kursive von sechs Schreibern: Schreiber 1 Bl. l ra -33 ra , Schreiber 2 Bl. 33 ra -50 rb und 74 ra - fb , Schreiber 3 Bl. SQP-IQ™, Schreiber 4 Bl. 70 ra -73 vb und 95 ra -96 vb , Schreiber 5 Bl. 74 va -84 vb , Schreiber 6 Bl. 84 vb -94 vb ; Schreiber 6 ist mit Schreiber 2 in Teil III dieser Hs. identisch • rubriziert. l ra - 95 vb Beda [Venerabilis]: In Marci Evangelium Expositio. (i ra - vb ) Prolog. >Incipit Prologus Bede presbiteri in Evangelio Evangeliste Marci.< Druck: CC 120, 431^32. (l vb -3 ra ) Kapitelverzeichnis. Druck: aaO, 433- 436. (3 ra -95 v ) Text. >Incipit Tractatus Bede presbiteri in Evangelio Marci Evangeliste.< Druck: aaO, 437-648. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 50-55; Stegmüller RB Nr. 1613; CPL Nr. 1355 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). - 96 ra -97 vb leer. II Bl. 98-135: Westdeutschland (?); um 1430-1435 • Wz.: Dreiberg Typ PiccDr II 841 (1432; auch in Teil I und III) • Lagen: V 107 + 2 VI 131 + II 135 ■ Reklamant auf Bl. 119 v ; Lagensignaturen ab al (61.980,02(81. 990^8 dl (Bl 132") und dl (Bl. 133 r ) • Schriftraum 20 x 14,5 ■ 2 Spalten ■ 36-45 Zeilen gotische Kursive • rubriziert • Bl. 98 ra 6-zeilige rote Initiale mit braunem Fleuronne. 98 ra - 130 vb Beda [Venerabilis]: Expositio Actuum apostolorum. (98 ra_v ) Prolog. >Incipit prologus Bede presbiteri ad Accam episcopum in Actus apostolorum.< Druck: CC 121, 3-5. (98 vb -130 vb ) Text. >Incipit Expositio eiusdem Bede presbiteri in Actus apostolorum.< Druck: aaO, 6— 99. In der Hs. fehlt der letzte Satz der Ausgabe (Intercedentem pro nobis ... - ... conteret incolumem). Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 20-23; Stegmüller RB Nr. 1616-1617; CPL Nr. 1358. 130 vb - 134 vb Beda [Venerabilis]: Nomina regionum atque locorum de Actibus apostolorum. Der Text schließt unmittelbar (ohne Leerzeile oder Überschrift) an dem vorangehenden Text an. Titel am unteren Rand nachgetragen: Item Beda de nominibus locorum (15. Jh.). - Druck: PL 23,1297-1306; PL 92, 1033-1040; CC 121, 165-178. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Stegmüller RB Nr. 1618; CPPM Bd. 2, Nr. 2343; CPL Nr. 1359. -135™ leer. 101 Ms. B21 III Bl. 136-172: Westdeutschland (?); um 1430-1435 • Wz.: Dreiberg = PiccDr II 841 (1432; auch in Teil I und II) und ein nicht identifiziertes Dreiberg-Wz. • Lagen: 3 V 165 + (IV-1) 172 Lagensignatur g/(Bl. 165"); Reklamanten auf Bl. 145 v und 155 v • Schriftraum 19-20 x 14,5 • 2 Spalten • Schreiber 1 32-33 Zeilen, Schreiber 2 37-42 Zeilen • gotische Kursive von zwei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 136 ra -146 rb , Schreiber 2 Bl. 146 va -172 rb ; Schreiber 2 ist mit Schreiber 6 in Teil I dieser Hs. identisch • rubriziert. 136 ra - 172 ra Beda Venerabilis: Explanatio Apocalypsis. (136 ra -137 va ) Prolog. >Incipit prefacio venerabilis Bede presbiteri ad Accam episcopum in Apocalipsim beati Johannis apostoli.< Druck: PL 93, 129-134; Th. W. McKay (Hg.), in: Saints, Scholars and Heroes. Studies in honor of Ch. W. Jones, Bd. 1, Collegeville 1979, S. 211-212 (nicht eingesehen). Anders als in den Ausgaben, ist der Widmungsbrief in der Hs. an Acca, nicht an Eusebius gerichtet. (137 vb -138 ra ) Kapitelverzeichnis. (138 ra -172 ra ) Text. >Incipit Exposicio venerabilis Bede presbiteri in Apocalipsim beati Johannis. Capitulum primum.< Druck: PL 93, 133-206. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 25-30; Stegmüller RB Nr. 1640; CPPM Bd. 2, Nr. 2012; CPL Nr. 1363 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). Unmittelbar anschließend: Explicito [!] tandem tanto tamque periculoso labore ... — ... visu fructuque potiri. Druck: Rose, Verzeichniss, Bd. 1, S. 198; PLS Bd. 4, Sp. 2224-2225. S. auch CPPM Bd. 2, Nr. 2012. - 172 v leer. Ms. B 21 Beda Venerabilis. Richardus de Sancto Victore Papier • 293 Bl. • 28,5x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1511 Wz.: Herz Typ Briquet 4325-^1326 (1495-1523; auch in Ms. B 77, 89, 91); Hand (2 Wz.) Typ Briquet 11421-11433 (1487-1588) und zwei nicht identifizierte Wappen-Wz. • Lagen: I 2 (Vorsatzbl.) + 28 V 282 + (VI-1) 293 (Blattverlust ohne Textverluste) • Reklamanten der Schreiberhand; Lagensignaturen ab al (Bl. 3 r ), a2 (Bl. 4 r ) bis s5 (Bl. 177 r ) und von al (Bl. 183 r ) bis 16 (Bl. 288 r ) • Schriftraum 19-20 x 14-14,5 • 2 Spalten • 33—41 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Werdenborch. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (16. Jh., 1. Viertel [nach 1511]); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Rahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel: Schunke Adler Nr. 94; Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; Lilie Nr. 446; Schrift Nr. 273 (Maria), 384 („liber cruciferorum in Duseldorp"; vgl. Schunke Bd. 2, S. 70) und Blattwerkornament, rechteckig, nicht umrandet • Reste von zwei Schließen ■ Titel auf dem Vorderdeckel: Beda super Lucam et I [Ric]hardus de Trinitate 102 Ms. B21 etc. [...] [Etikett, 16. Jh.] • Fragmente im Vorderdeckel: 2 zusammengenähte Doppelbl., fast vollständig; Pergament; je 15 x 20 (Blattgröße 15 x 11). Schriftraum 13 x 8,5. 33 Zeilen, gotische Textualis; rubriziert. 14. Jh., 3. Viertel. Aus einem nicht identifizierten spätmittelalterlichen THEOLOGISCHEN Text über die oboedientia [S. 2] und die corpora superiora [S. 3]. Initium eines Abschnitts auf S. 2: Quid tu ... [Is 22,16]. Quidfacis in domo mea ... Ausweislich der Kolophone auf Bl. 176* 254 ra und 293* 1511 geschrieben von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513), einem Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 48, 60, 77, 88, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143,188,194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1). Kahsnitz, Gospel Book, S. 161, Anm. 1 (fälschlich Essen als Provenienz genannt) • van den Bosch, Observantie, S. 135, Anm. 16 und 18; S. 136, Anm. 19; S. 142, Anm. 69 • Kämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland, Nr. 481. l ra -2 vb Siehe unten. 3 ra Inhaltsverzeichnis der Schreiberhand. - 3 V leer. 4 ra - 176 rb Beda Venerabilis: In Lucae Evangelium expositio. (4 ra_vb ) Prolog I. >Acca episcopus ad Bedam presbiterum.< (4 vb -6 rb ) Prolog II. >Beda ad Accam episcopum prefatio.< (6 rb -7 rb ) Kapitelverzeichnis. (7 va - 176 r ) Text. Am Schluß: >Explicit Exposicio venerabilis Bede presbiteri super Lucam. Anno Domini M D XI in Vigilia sancti Mathei apostoli et evangeliste [23. Febr. oder 2. März 1511], per manus fratris Henrici de Werdenborch alias de Broichusen, cuius finis sit cum electis Dei in regno celorum.< - Druck: CC 120, 1-425. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 44-50; Stegmüller RB Nr. 1614 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.); CPL Nr. 1356. Auch in Ms. B 18, Bl. l va -224 ra . 176 va - 183 vb Richardus [de Sancto Victore: De eruditione hominis INTERIORIS.] Lib. III. - Druck: PL 196, 1347-1366. Stegmüller RB Nr. 7338. - Unmittelbar anschließend: Et regnum perpetuum graciose tribuitur ... - ... rex angelorum. >Explicit über Richar[di] de visione Danielis 4 0r bestiarum.< 184 ra - 232 rb Richardus de Sancto Victore: De Trinitate. (184 ra -185 rb ) Prolog. >Incipit prologus magistri Rychardi de Sancto Victore in librum suum de sancta et individua Trinitate feliciter.< (185 r v ) Kapitelverzeichnis. (185 vb -232 rb ) Text. >Incipit primus magistri Richardi De sancta Trinitate. Quod rerum noticiam triplici apprehendimus modo experiendo, concinando et credendo.< Am Schluß: >Explicit über magistri Richardi de Sancto Victore De sancta Trinitate. Scriptus per fratrem 103 Ms. B21 //[enrici] de PTer[denborch].< - Drucke: PL 196, 897-892 (ohne Kapitelverzeichnis); Richard de Saint-Victor, De Trinitate, hg. v. J. Ribailler, Paris 1958 (Textes philosophiques du Moyen Age, 6); SC 63 (mit Kapitelverzeichnis). S. auch Bernards S. 333. 232 va - 254 ra Richardus de Sancto Victore: [De eruditione hominis INTERIORIS]. Lib. II. >Incipit Tractatus magistri Richardi canonici et prioris ad Sanctum Victorem apud Parisius de visione Nabug\odor\osox\ regis et conscientie securitate et profectuum innovacione. Capitulum I.< Am Schluß: Explicit Tractatus magistri Richardi canonici et prioris ad Sanctum Victorem apud Parisius de visione Nabugodonosor de consciencie securitate vel profectuum innovacione. Ad laudem Christi per manus fratris Henrici de Werdenborch conscriptus. Anno etc. D Xf. - Druck: PL 196, 1299-1348. Stegmüller RB Nr. 7338. 254 ra - 265 rb Richardus de Sancto Victore: Mysticae annotationes in PS. 28. (254 ra ~ vb ) Prolog. Incipit prologus eiusdem magistri Richardi super Psalmum 'Afferte Domino'. Entspricht Ps.-Richardus de Sancto Victore: Explicatio in Cantica canticorum. Cap. 41. Druck: PL 196, 521-522. Stegmüller RB Nr. 7330. Zur Verfasserfrage s. Ohly, Hohelied-Studien, S. 221-228. (254 vb -265 rb ) Text. Am Ende unvollständig. Druck: PL 196, 285- 308, Z. 18. Stegmüller RB Nr. 7326. Zwischen Prolog und Text ist keine inhaltliche Beziehung nachweisbar. Auch in Ms. B 30a, Bl. 214 ra -222 rb (ohne Prolog). 265 va - 293 rb [Richardus de Sancto Victore: Beniamin minor.] (265 va - 292 r ) Text. Am Schluß: Et sie est finis. Sit lau(s) et gloria trinis. Amen. Druck: PL 196, 1-64; SC 419. Stegmüller RB Nr. 7325; zur hsl. Überlieferung s. J. Chätillon, Le 'De duodeeim patriarchis' ou 'Beniamin minor' de Richard de Saint-Victor. Description et essai de Classification des manuscrits, in: Revue d'histoire des textes 21, 1991, S. 159-236 (ohne Kenntnis dieser Hs.). (292 va -293 rb ) Kapitelverzeichnis. Am Schluß: >Explicit tabula. Anno Domini M D XI in festo sanete Lucie virginis et martyris [13. Dez. 1511]. Kapitelverzeichnis nicht im Druck. - 293 v leer. Fragment: Bl. 1-2 (Vorsatzbl.) • Papier • Wz.: Kanne Typ Briquet 12629-12630 (1515-1550) ■ 28,5x21 • Schriftraum 19-19,5 x 14,5 • 2 Spalten • 31-35 Zeilen • gotische Hybrida ■ wohl Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 16. Jh., 1. Viertel. 2 ra-vb. jra-vb QrIGENES: [Homiliae in Genesim INTERPRETE Rufino AQUILEIENSI.] (2 ra_v ) Homilia 1. Excerpta. >Incipit Expositio allegorica Origenis doctoris eximii super Pentateucum.< [l]n prineipio ... [Gn 1,1]. Quod est omnium prineipium, nisi Dominus noster et Salvator omnium ... - 104 Ms. B 22 ... qui sunt fructus, quos [...]. Am Ende unvollständig wegen Blattverlust. Drucke: PG 12, 145-149, Z. 19; SC 7 bis, S. 24-34, Z. 3. (l ra_vb ) Homilia 3. Excerpta. [...] Nam si vox humana [aer] esse ictus, id est lingua repercussus ... - ... qui vana, inepta, secularia, impudica [...]. Am Anfang und am Ende unvollständig wegen Blattverlust. Drucke: PG 12, Sp. 176, Z. 28 - Sp. 180, Z. 24; SC 7 bis, S. 118,Z.49-S. 132, Z. 70. CPGNr. 1411. Ms. B 22 Beda Venerabilis. Honorius Augustodunensis. Augustinus. Nicolaus Magni de Iawor Papier • 204 Bl. • 29,5 x 21,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • um 1470/75 2001 restauriert • 33 Wz., darunter: (Bl. 1-3, 5-6, 8-10) Siebpaar Ochsenkopf Typ PiccO IX 186, 1. Gruppe (1477; auch Ms. B 107b, Bl. 82, 89, 190-209: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1475/76); (Bl. 4, 7) Buchstabe P ~ PiccP IX 996 (1473); (Bl. 11-20) Buchstabe P ~ PiccP IX 988 (1475) mit Siebpaarvariante; (Bl. 21-30) Siebpaar Buchstabe P (auch Ms. B 136, Bl. 2-5, 8-11: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1477); (Bl. 31^10) Siebpaar Buchstabe P Typ PiccP XIII 427, 436 (1473; auch Ms. B 136, Bl. 1, 6-7, 12-48: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1477); (Bl. 41-50) Siebpaar Buchstabe P Typ PiccP XII 511, 512 (1476; auch Ms. B 136, Bl. 49-60 u.ö.: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1477); (Bl. 51-58) Siebpaar Lilienwappen (auch Ms. B 136, Bl. 61-65 u.ö.: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1477); (Bl. 59-88) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP III 368, 395 (1471/72; auch Ms. B 107b, Bl. 84, 87, 91-189, 210-229, 231, 238: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1475/76); (Bl. 89-98) Siebpaar Buchstabe P Gruppe PiccP III 861-868 (1471/74); (Bl. 99-108) Siebpaar Dreiberg - PiccDr VII 2128, 2129 (1472/74); (Bl. 109-118) Buchstabe P Typ PiccP III 358 (1470) mit Siebpaar-Variante (auch Ms. B 107b, Bl. 232, 234-235, 237: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1475/76); (Bl. 119-124) Buchstabe P ~ PiccP III 514 (1472); (Bl. 125-134, 185-204) Siebpaar Buchstabe P Typ PiccP IX 1027, 1045 (1468/75); (Bl. 135-144) Buchstabe P ~ PiccP IX 949 (1468) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 145-154) Siebpaar Buchstabe P = PiccP III 246, 265 (1468/69; auch Ms. B 107b, Bl. 11-20, 31-80: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1475/76) • Lagen: 5 V 50 + IV 58 + 6 V 1 18 + III 124 + 8 V 204 • Lagen- und Doppelblattzählung (nur stellenweise erhalten): (Lage 1-6) ...fl~f<4>; (Lage 7-13) <11-15> ... ; (Lage 14-16) -a5 ... c-c5; (Lage 17-21) al-a5 ... • Schriftraum 20,5-21 x 14-15 • 2 Spalten • 36^14 Zeilen • gotische Hybrida • 5 Hände (A: 2 ra -58 ra ; B: 59 ra -62 va , 66 ra -136 va ; C: 63 ra -65 vb ; D: 136 vb -169 va , 173 vb -201 ; E: 171 ra -173 va ) • rubriziert; stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; rote Lombarden, teilweise ornamental gespalten und mit Grün gefüllt; 2 ra 9-zeilige ornamental gespaltene rote Fleuronne-Lombarde I, Besatz Akanthus und Perlen auf grünem Grund, auf dem linken Seitenrand in rot-grünem Perl- und Fadenstab auslaufend. Brauner Schafslederbezug über Holz (Rücken bei Restaurierung mit braunem Kalbleder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen); Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf, 15. Jh., 4. Viertel ■ 2 Schließen von Restauratorhand Blattweiser aus braunem Leder ■ als Falze in Lagenmitte teilweise Fragmente nicht identifizierbarer lat. Handschriften des 14. und 15. Jh. • im Vorderdeckel Leimabdruck eines Doppelbl. aus einer lat. (Pergament-) Handschrift, 14. Jh., 2. Hälfte, zweispaltig, einen lemmatisierten Text (Kommentar ?) über Sakrament und Priesteramt enthaltend; vermutlich zugehörig einzelne der Falze 105 Ms. B 22 in Lagenmitte (s.o.) • im Rückdeckel Leimabdrucke dreier ehemals zusätzlich zum verlorenen Rückspiegel (s.u.) eingeklebter Fragmente einer lat. Handschrift des 14. Jh. (?) und einer oder zweier lat. liturgischer Handschriften des 14./15. Jh. (erhalten Teil einer Evangelienlektion und Teil eines liturgischen Gesangsstücks, Quadratnotation auf vier Linien) • zwischen Bl. 194/195 Gegenfalz des ursprünglichen Pergament-Rückspiegels: Fragment einer Urkunde oder eines Notariatsinstruments, lat., 14. Jh., 2. Hälfte; Inhalt nicht erschließbar, genannter Ort: Hasselt (Hasselt bei Kleve ?; Hasselt/Belgien ?). Hs. entstand nach Maßgabe der Wz. (s.o.) um 1470/75 im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. l r Besitzvermerk des 15./16. Jh., wahrscheinlich von der Hand des Düsseldorfer Kreuzherren Henricus de Werdenborch (1427— 1513; zur Person vgl. Ms. B 89): Liber iste pertinet fratribus Cruciferorum in Duysseld.; es folgt kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band von derselben Hand; l r auf dem unteren Rand weiteres Inhaltsverzeichnis zum Band von einer Hand des 15. Jh., mit Griffel geschrieben oder Abdruck einer Notiz. Ende 1812 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel geringer Rest eines Titel- und Signaturschildes wahrscheinlich des 16. Jh. (Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent) am hinteren Buchrückenansatz oben geringer Rest wahrscheinlich eines Düsseldorfer Titelschildes der Zeit nach 1812. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 1, 39, 45, 47, 50 • van den Bosch, Observantie, S. 136, Anm. 19; S. 137, Anm. 31; S. 140, Anm. 43, 45 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 482 • Buchpaten gesucht (2) S. 12 f., Nr. 1 (mit Abb. des Einbandes). 1™ Bis auf den o.g. Besitzvermerk mit Inhaltsverzeichnis leer. 2 ra - 58 ra Beda Venerabilis: Super Epistolas catholicas expositio. - CC 121, 183-342 (Hs. ohne den Prolog). Stegmüller RB Nr. 1632-1638 mit Suppl. (Hs. genannt). Laistner/King S. 30-37. CPL Nr. 1362. CPPM Bd. 2, Nr.2011.-58 rl ^ v leer. 59 ra - 60 ra HONORIUS AUGUSTODUNENSIS: SUMMA GLORIA DE APOSTOLICO et AUGUSTO, cap. 29 (Schluß), 30-34 (Zählung MGH). At [recte: Et] si hoc ad medium deducitur ... - ... introire valeamus. Amen. - Druck: PL 172, Sp. 1268, Z. 33 - Sp. 1270; J. Dieterich, in: MGH Libelli de lite, Bd. 3, Hannover 1897 (Repr. 1957), S. 77, Z. 20 - S. 80, Z. 19. Bernards S. 327- 336, hier 330 (Hs. genannt). 60 ra - 62 va HONORIUS AUGUSTODUNENSIS: SPECULUM ECCLESIAE. Exzerpt ,De morte' (Anhang zum Sermo in adventu domini; Schneyer Bd. 2, S. 724, Nr. 64). >Incipit sermo devotus.< Qui seculum pro deo relinquens ... - ... adepturos gaudeant. Amen. - PL 172, Sp. 1081, Z. 35 - Sp. 1088, Z. 7. - Angeschlossen acht Verse Walther I Nr. 13948 (II Nr. 21213). 62 vb - 88 rb Beda Venerabilis: Expositio Actuum apostolorum. (62 vb ) Rubrik; (63 ra -88 rb ) Text. - CC 121, 3-99. Laistner/King S. 20-23. Stegmüller RB Nr. 1615 mit Suppl. (Hs. genannt). CPL Nr. 1357. 106 Ms. B 22 88 rb - 91 ra Beda Venerabilis: Nomina regionum atque locorum de actibus apostolorum. - CC 121, 167-178. Stegmüller RB Nr. 1618 mit Suppl. CPL Nr. 1359. CPPM Bd. 2, Nr. 2343. 91 rb - 124 rb Beda Venerabilis: Explanatio Apocalypsis. - PL 93, 129- 206; mit dem Schluß 'Explicato (124 rb : Explicito) tandem', vgl. CPL Nr. 1363; CPPM Bd. 2, Nr. 2012. Stegmüller RB Nr. 1640 mit Suppl. (Hs. genannt). Laistner/King S. 25-30. - 124 v leer. 125 ra - 153 vb Augustinus: Enchiridion. (125 ra -127 vb ) Kapitelverzeichnis (132 Kap.); (127 vb -153 vb ) Text. - CC 46, 50-114 (nur Text). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 104; 5,2, S. 143 (Hs. genannt). CPL Nr. 295. - 154™ leer. 155 ra - 169 va HONORIUS AUGUSTODUNENSIS: COGNITIO VITAE. Anfangsrubrik: >Incipit prologus in librum beati Augustini de cognicione vere vite.< - Druck: PL 40, 1005-1032; J. A. Endres, Honorius Augustodunensis. Beitrag zur Geschichte des geistigen Lebens im 12. Jahrhundert, Kempten/München 1906, S. 138-140 (cap. de vitiis et virtutibus; nicht in PL). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 61; 5,2, S. 143 (Hs. genannt). Lambert Bd. 3A, Nr. 521. CPPM Bd. 2, Nr. 156 (Ps.-Augustinus), 924 (Ps.-Hieronymus). - 169 vb -170 v leer. 171 ra - 20 l rb Nicolaus Magni de Iawor: De superstitionibus. >Tractatus de supersticionibus.< Quoniam lumbi... [Ps 37,8]. Constatfidem veram caritate informatam lumen existere ... - ... etpresupposicione divine voluntatis. - Teilabdruck: A. Franz, Der Magister Nikolaus Magni de Jawor. Ein Beitrag zur Literatur- und Gelehrtengeschichte des 14. und 15. Jahrhunderts, Freiburg i. Br. 1898, S. 163-191 (zur handschriftlichen Überlieferung ebd., S. 255-264); J. Hansen, Quellen und Untersuchungen zur Geschichte des Hexenwahns und der Hexenverfolgung im Mittelalter, Bonn 1901 (Repr. Hildesheim 1976), S. 67-71. Stegmüller RB Suppl. Nr. 3210,1. J. Tfiska, Repertorium biographicum universitatis Pragensis praehussiticae 1348-1409, Prag 1981, S. 406. VL 2 Bd. 6, Sp. 1078-1081. - 201 v -204 v leer. 107 Ms. B 23 Ms. B 23 Johannes Beleth. Bernoldus Constantiensis. Ps.-Alcuinus, Flaccus. Nicolaus de Plove Papier • I + 297 + I Bl. • 21 x 14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • 1502 (I-II); um 1500-1505 (III) Die Hs. wurde im frühen 16. Jh. aus drei Teilen zusammengesetzt. Braunes Rindleder (16. Jh., 1. Viertel) über neuen Holzdeckeln; 2- und 3-fache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein stehendes Andreaskreuz im Mittelfeld; Einzelstempel Schunke Adler Nr. 94; Blattwerk Nr. 15; Hirsch Nr. 63a; Lamm Nr. 14; Lilie Nr. 19, 446; dazu ein weiterer Lilien-Stempel, 2 Rosetten, Heilige (stehend, mit Palmzweig, rechteckig, umrandet), Ranke (Bordüre), Adler (klein, rhomb., umrandet, nach rechts) und Schriftband Maria (rechteckig) • Reste einer Schließe • alter Titel [S]ww[ma] magistri Jo. ße/e[th] / [...]o officio [Etikett, 16. Jh.] Merker aus hellem Pergament ■ Deckel, Rücken und Bünde wurden erneuert; die ursprünglichen Teile werden gesondert aufbewahrt • Fragment Bl. I (Vorsatzbl., ursprüngl. Spiegel): Einzelbl.; Pergament. 20 x 13. Schriftraum 15,5 x 10. 20 Zeilen; gotische Textualis. 13. Jh., 4. Viertel. Aus einem Psalterium. (I") Ps 55, 11-57, 9. Bl. I r stellenweise unleserlich ■ Fragment Bl. II (Nachsatzbl., ursprüngl. Spiegel): Teil eines Einzelbl.; Pergament. 20,5 x 13. Schriftraum 18 x 10. 40 Zeilen; frühgotische Textualis. 13. Jh., 2. Hälfte. Aus einem Lectionarium oder Evangelistarium. (IO >Feria Ulf. Secundum Lucam.< Lc 8, 27-39. (IO Mc 12, 41-44. (II V ) >Marci ev. Marcum.< Mc 10, 25-30. (II V ) Mt 5, 13-16. (H v ) >Secundum Lucam.< Lc 1, 18-25. (II V ) >Secundum [Johannem]. Anne.< Jo 5, 21-24 (unvollständig; Lesung zum Fest der hl. Anna). Bl. II V stellenweise unleserlich. Vorliegende Hs. vereint drei vollständige liturgische Traktate und Teile von zwei weiteren Traktaten zum selben Thema. Die Teile I und II wurden 1502 vom presbyter Henricus de Gerresheim (bei Düsseldorf) für die Kreuzherren in Düsseldorf geschrieben; dies belegen die Kolophone auf Bl. 94 v und 15l r (Teil II entstand vor Teil I). Der Schreiber ist von 1512 bis zu seinem Tod 1536/37 als Angehöriger desselben Klosters nachgewiesen (s. van de Pasch, Defmities, S. 255, 287 und 316; seine Hand ist außerdem nachweisbar in Ms. B 59, 60, 89-91, 138). Ob der Schreiber bereits 1502 Kreuzherr war, steht nicht fest; zur Person s. auch Hartzheim S. 118-119; Haaß S. 17, 123; U. Brzosa, Die Geschichte der katholischen Kirche in Düsseldorf von den Anfängen bis zur Säkularisation, Köln 2001 (Bonner Beitr. zur Kirchengesch., 24), S. 52 f. Teil III stammt von der Hand eines zweiten Schreibers. Dieser Teil ist weder datiert noch lokalisiert, wäre aber nach dem Wz.-Befund in den Zeitraum 1500-1505 zu datieren. Wegen der übereinstimmenden Wz. stammt dieser Teil wohl aus derselben Werkstatt wie die Teile I und II, also vermutlich aus dem Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Daß der Titel von Teil III von der Schreiberhand auf der Versoseite des letzten Bl. von Teil II (Bl. 152 v ) eingetragen wurde, bestätigt ebenfalls, daß diese beiden Teile in derselben Werkstatt hergestellt wurden. Der Einband stammt, wie die Stempel belegen, aus der Buchbinderei des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 483. 108 Ms. B 23 I Bl. 1-94: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); 1502 • Wz.: Kanne Typ Briquet 12490-12494 (1484-1525; auch in Teil II); Hand Typ Briquet 11423-11429 (1496-1450; auch in Teil III) Lagen: 7 VI 84 + V 94 • Lagensignaturen ab (Bl. f) bis H5 (Bl. 89 r ), jeweils aus einem Großbuchstaben in roter Tinte und einer Ziffer in Bleistift zusammengesetzt • Schriftraum 15 x 8,5-9 29-32 Zeilen • unregelmäßige gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Gerresheim (s. Bl. 94 v ) ■ rubriziert • Bl. 2 r 7-zeilige rote Initiale mit grünem und gelbem Fleuronne. r leer. 2 r - 94 v Johannes Beleth: Summa de officiis ecclesiasticis. >Incipit Summa magistri Johannis Beleth de divino officio secundum modum communem et secularium.< Am Schluß: >Explicit Summa magistri Johannis Beleth de ecclesiasticis officiis. Ad honorem Dei per manus fratris Henrici de Gerissem presbiteri, ad profectum fratrum sancte Crucis in Dusseldorp. Anno 1502 infesto Corone Domini [7. Mai 1502], post completas hora 8.< - Drucke: PL 202, 13-166; CCCM 41^UA (ohne Kenntnis dieser Hs.). S. auch Franz, Messe, S. 443^144; DSAM Bd. 8, Sp. 285-286 (Lit); LMA Bd. 5, Sp. 557; P. Masini, 'Magister' Johannes Beleth: Ipotesi di una traccia biografica, in: Ephemerides liturgicae 107, 1993, S. 248-259; DHGE Bd. 26, Sp. 1289-1290. II Bl. 95-152: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); 1502 • Wz.: Kanne Typ Briquet 12490-12494 (1484-1525; auch in Teil I) • Lagen: V 104 + 4 VI 152 ■ Lagensignaturen vom gleichen Typ wie in Teil I, erhalten ab D3 (Bl. 131 r ) bis e6 (Bl. 146") • Schriftraum 15 x 8,5-9 • 29-32 Zeilen • unregelmäßige gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Gerresheim (s. Bl. 151") ■ rubriziert • Bl. 96 r , 106 v und 129 r 5-9-zeilige rote Initialen mit grünem und gelbem Fleuronne (wie in Teil I). 95 r - 127 v [Bernoldus Constantiensis]: Micrologus DE ECCLESIASTICIS OBSERVATIONIBUS. (95-96 r ) Kapitelverzeichnis. >Incipit tabula capitulorum libri venerabilis Rabbani de ecclesiasticis observacionibus qui dicitur Mycrologus.< (96-127 v ) Text. Überschrift zwischen Kap. 22 und 23 (Bl. 106 r ): >Explicit Rabanus De officio misse. Incipit Ordo preparacionis ad missam secundum morem Romanum eiusdem Rabbani. Capitulum XXIII. < - Druck: PL 151, 977-1022. Zu Werk, hsl. Überlieferung und Verf. s. S. Bäumer, Der Micrologus, ein Werk Bernold's (!) von Konstanz, in: Neues Archiv d. Gesellschaft f. ältere dt. Geschichtskunde 18, 1892, S. 432- 446; Franz, Messe, S. 414-416; Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 61; I. S. Robinson, Zur Arbeitsweise Bernolds von Konstanz und seines Kreises, 109 Ms. B 23 in: Deutsches Archiv 34, 1978, S. 51-122; D. S. Taylor, A new inventory of manuscripts of the Micrologus de ecclesiasticis observationibus of Bernold of Constance, in: Scriptorium 52, 1998, S. 162-191, bes. S. 177 (diese Hs.; Sigle D); VL 2 Bd. 1, Sp. 795-798; LMA Bd. 1, Sp. 2007-2008. 127 v - 128 v [Berno Augiensis: De quibusdam rebus ad missae officium PERTINENTIBUS.] Cap. 5-6. Excerpta. >De concordantia officiorum dominicalium.< >Dominica prima post Octavas Penthecosten. Oratio.< Deprecationem nostram quesumus, Domine, benignus exaudi, que in quibusdam sacramentorum libris bis solet poni ... - ... per quatuor piagas mundi. - Druck: PL 142, 1066-1073, Z. 14. Zu Werk und Verf. s. Franz, Messe, S. 413-414; VL 2 Bd. 1, Sp. 737-743. 128 v - 143 v [Ps.-Alcuinus, Flaccus: De divinis officiis.] Cap. 1-32. Excerpta. >Sequitur de festis.< >De Nativitate Domini.< Querendum est cum in nocte dicatur 'Christus natus\ cur angeluspastoribus evangelizat ... - ... in [eternam] non peccabis [Sir 7,40]. - Druck: PL 101, 1175 A - 1230 D. Der Anfang fehlt; einige Abschnitte (oder Teile davon) zu den Heiligenfesten fehlen in der Ausgabe. Zur Verfasserfrage s. DHGE Bd. 2, Sp. 38; Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 55. 143 v - 148 v EXPOSITIO MISSAE. >Incipit Expositio misse.< Am Schluß: Et sie missa finita, finitur et Expositio eius. - Drucke: M. Gerbert, Monumenta veteris liturgiae alemannicae, Bd. 2, St. Blasien 1779 (Neudr. Hildesheim 1967), S. 276-283; PL 138, 1163-1173 (Neudr. d. Ausg. v. Gerbert); PL 147, 191-200 u.ö. S. Franz, Messe, S. 344-345. 148 v - 149 v [Ps.-Alcuinus, Flaccus: De divinis officiis.] Cap. 39 (partim). >Sequitur Tractatulus de vestimentis ecclesie.< Sandalie dieuntur solee. Est autem genus calciamenti quo induuntur ministri ecclesie ... — ... maior autem horum est charitas [I Cor 13,13]. >Explicit Tractatulus de vestibus ecclesiasticis.< - Druck: PL 101, 1242-1243, 22. Z. v. unten. 149 v - 151 r [Ps.-Alcuinus, Flaccus: De divinis officiis.] Cap. 18 (partim). >Incipit et sequitur questio, quare natalicia sanetorum in leticia, Parasceven vero in tristicia celebramus. A venerabili Beda presbitero edita et consummata.< Questionem a tua dilectione mihi propositam eo difßcilius aggredior elueidandam ... - ... quantum de felicissimo ßliorum partu tripudiat. Deo gracias. >Anno 1052 [! recte 1502] ipso die Tiburcii et Valeriani [14. April 1502] per fratrem Henricum Gerisheym presbiterum.< -Druck: PL 101, Sp. 1211, 7. Z. v. unten- 1215, 8. Z. v. oben. - 151 v -152 v leer. 110 Ms. B 23 III Bl. 153-297: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1500-1505 ■ Tintenfraß in Bl. 248-259 ■ Wz.: Hand Typ Briquet 11423-11429 (1496-1540; auch in Teil I); Buchstabe R Typ Briquet 8987 (1493-1523) • Lagen:2V l72 + (IV-2) 178 + 4V 2l8 + (V-l) 227 + 7V 297 ■ Lagensignaturen ab (Bl. 153") bis/?J (Bl. 292 r ) • Schriftraum 15,5 x 9,5 ■ 31-35 Zeilen • gute gotische Hybrida • rubriziert • Bl. 153 r 7-zeilige rote Initiale mit schwarzem Fleuronne. 153 r - 293 v Nicolaus de [Plove]: Tractatus sacerdotalis de SACRAMENTIS DEQUE DIVINIS OFFICIIS ET EORUM ADMINISTRATIONIBUS. (Titel auf Bl. 152 v ) >Incipit Tractatus venerabilis magistri Nicolai de Ploue decretorum doctoris de ecclesiasticis sacramentis.< (153 r -154 r ) Prolog. Medice, cura ... [Lc 4,23]. Sicut ait Gregorius prima parte sui Pastoralis capitulo secundo: Quis autem cogitacionum vulnera occultiora nesciat ... - ... de cetero puniendum. (154 r -293 r ) Text. Quoniam natura humana post lapsum considerata sub alligatione peccati maxime eget gracia Dei... - ... promissam largiri dignetur tempore oportuno. (293™) Unmittelbar anschließend: Versus. Suscipe completi laudes, O Christe, laboris ... - ... toto robore mentis [4 Verszeilen]. Finit Tractatus perutilis de administratione sacramentorum, de expositione officii misse, de dicendis horis canonicis deque censuris ecclesiasticis canonice observandis. - Drucke: Hain 3250-3263, Straßburg 1508 und 1512, Basel 1512, Lyon 1565 u.ö.; Tractatus universi iuris, Venedig 1584, Bd. 14. Vorliegende Hs. wurde möglicherweise aus einem Frühdruck abgeschrieben. Zu Verf., Werk und hsl. Überlieferung s. Schulte GQ Bd. 2, S. 443^144; Franz, Messe, S. 560- 562; Bloomfield/Guyot Nr. 3038; I. Fischer, Handschriften der Ratsbücherei Lüneburg, Reihe 2: Die theologischen Handschriften, Bd. 1: Folioreihe, Wiesbaden 1972, S. 166-167 (zu Hs. Theol. fol. 84, Bl. 184-272 ra ); M. Kowalczyk u.a., Catalogus codicum manuscriptorum medii aevi latinorum qui in Bibliotheca Jagellonica Cracoviae asservantur, Bd. 5: Numeros continens inde a 668 usque ad 771, Breslau 1993, S. 208-209 (zu Cod. 727, S. 241-442); H. Hauke, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München, Clm 27270-27499, Wiesbaden 1975(Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis; 4,5), S. 281 (zu Clm 27481, Bl. l ra -68 va , wo das Werk Matthäus von Krakau zugeschrieben wird); DSAM Bd. 11, Sp. 253-254 (Lit.). -294-297 r leer. 111 Ms. B 24 Ms. B 24 Paulus de Hungaria. Summa confessorum. Honorius Augustodunensis. Petrus de Palude. Alcherus Claraevallensis (?). Florigerus sive Liber florum Augustini. Ps.-Augustinus. Ps.-Bernardus Claraevallensis. Regimen conscientiae Papier • 188 Bl. • 22x15,5 • Deutschland (?); Rheinland (?) • 14. Jh., 2. Drittel; 1336; 1380 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus vier Teilen zusammengesetzt. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel: herald. Adler (klein, nach rechts, rhomb., umrandet), Rosette (sechs Bll., eckig, offen), Christuskopf (quadrat., umrandet) ■ Reste von zwei Schließen alter Titel [Re]gimen [...] auf dem Vorderdeckel (15. Jh, 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel) • Merker aus hellem Pergament Fragmente: Teil eines Einzelbl. als Spiegel im Vorderdeckel und ein Teil eines Doppelbl. als Spiegel im Rückdeckel; Pergament. 14 x 21 und 14 x 22. 2 Spalten; Spaltenbreite 9. Gotische Textualis; rubriziert. 14. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Missale. Textpartien der Missa pro defunctis. Die Datierung der Teile I und III beruht im wesentlichen auf der Datierung der identifizierten Wz. Obwohl die benutzten Papiersorten wohl alle in Italien hergestellt wurden, entstanden diese Teile nach dem paläographischen Befund eher in Deutschland. Teil II entstand 1336 (s. Bl. 36 v ), wohl auch in Deutschland, aber ebenfalls auf italienischem Papier. Auch Teil IV enthält eine Datierung der Schreiberhand: 1380 (Bl. 186 ra ). Der Schreiber dieses Teils nennt sich Matthias de Aquis (auch Aachen); er war wahrscheinlich in Westdeutschland, vermutlich im Rheinland tätig nach den Angaben in einem Legatierungsvermerk auf Bl. 186 rb (15. Jh., 1. Hälfte) war die Hs. im Besitz des Henricus Eycholz: Iste liber post mortem patris [?] / Henrici Eycholz pastoris Indulg(entiarum) I legandum est [...] I prespitero [?] de [...]a sine contradictione I aliq[...]nt oretis pro anima sua. Der Vermerk wurde stellenweise unleserlich gemacht und durchgestrichen; es ist unsicher, ob er sich nur auf Teil IV oder auf die ganze Hs. bezieht. Henricus Eycholz ist 1438 als Pfarrer an der Pfarrkirche S. Mariae Indulgentiarum (S. Maria Ablaß) in Köln belegt (s. Keussen Bd. 1, S. 225, Nr. 35, dort: Eycholtz) • spätestens gegen Ende des 15. Jh. befand sich die Hs. (in ihrer heutigen Zusammensetzung) in der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Dies belegt der Besitzvermerk auf Bl. l r : Item [!] liber pertinet fratribus sancte Crucis in Duysseldorp et continentur in eo isla ... [15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel]. Die Einbandstempel wurden in der Buchbinderei desselben Klosters benutzt (der Adler-Stempel kommt auch auf den Einbänden von Ms. B 15 und Ms. B 23 vor). Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 484. 112 Ms. B 24 I Bl. 1-16: Deutschland (?); 14. Jh., 2. Drittel • Wz.: Glocke Typ V. A. Mosin / 1. Traljic, Filigranes des XHIe et XlVe siecles, 2 Bde. Zagreb 1957, 2986-2995 (1335-1365/66), entspricht Typ Briquet 4022-4031 (1330-1379), Wz. italienischer Provenienz • Lagen: (IV+1) 9 +(III+l) 16 • Schriftraum 18,5-20,5x12 • 40-44 Zeilen • schlichte, unregelmäßige gotische Kursive. l r Besitzvermerk (s.o.) und Inhaltsverzeichnis (15. Jh., letztes Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel). - l v Schematische Übersicht über eine Predigtreihe, auf dem Kopf stehend eingeheftet (wie Bl. 188 v ). 2 r - T [Paulus de Hungaria] (Ps.-Fredoli, Berengarius): [Summa de POENITENTIA]. (2 r ) Prolog. Berengarius cardinalis de modo confitendi, etc. [Nachgetragene Überschrift, 15. Jh.]. Quoniam circa confessiones animarum pericula sunt et difficultates ... - ... de carnalibus virtutibus. (2 r - 7 V ) Text. Videamus quo tempore incepit confessio. Et ad hec sunt quinque opiniones. Quidam dicunt ... - ... continencia est virtus continendi ab illecebris. Am Ende unvollständig. - Drucke: R. Duellius, Miscellaneorum quae ex codicibus manuscriptis collegit, Bd. 1, Augsburg 1723, S. 59-83 (nicht eingesehen); Bibliotheca Casinensis, Bd. 4, Monte Cassino 1880, hier im Florilegium Casinense, S. 191-213, rechte Spalte, 5. Z. v. oben. Der Schluß des Textes in der Hs. fehlt in der Ausgabe: Castitas est virtus in contrariis actionibus libidinis ... - ... peccatis letantur principes tenebrarum. S. auch Schulte GQ Bd. 2, S. 531-532, Nr. 25; H. Weisweiler, Handschriftliches zur Summa de penitentia des Magister Paulus von Sankt Nikolaus, in: Scholastik 5, 1930, S. 248-260, hier 249-252 (vorliegende Hs. gehört der oD-Redaktion an); Glorieux, Repertoire, Bd. 1, Nr. 227 f.; P. Michaud-Quantin, Sommes de casuistique et manuels de confessions au moyen äge (Xlle-XVIe siecles), Löwen 1962 (Analecta mediaevalia Namurcensia, 3), S. 24-26 und S. 51, Anm. 19; Bloomfield/Guyot Nr. 4866 und 4919; Kaeppeli Nr. 3184 und Bd. 4, S. 219; LMA Bd. 6, Sp. 1828 (Lit.), jeweils ohne Kenntnis dieser Hs. T - 12 v [Summa confessorum.] (7 v ) Prolog 1. Incipit alius über de eodem. [V]eccatum est hominis inordinatio atqueperversio ... - ... voluntas hominis ac or[...]data [ac. or. verbessert in enunciata höre]. (7 V ) Prolog 2. [H]ec sunt instrumenta in quibus extrahimus [verbessert in: decrivimus] ad cognoscendum peccatum et quomodo valeamus salubriter conßteri ... - ... ultimo de VII virtutibus. (7 V -12 V ) Text. In Nomine Patris et Filii et Spiritus sancti. Amen. [H]oc modo facienda est [est verbessert aus fuit] confessio. Si quis accedat ad sacerdotem causa confitendi peccata sua, primo removeat capucium ... - ... culpam cognoscere et non flere, etc. Explicit Summa Berengarii. - Beichtspiegel für den Gebrauch durch Beichtväter ohne 113 Ms. B 24 höhere theologische Schulung; enthält Abschnitte über die Tugenden und die Laster und über die Zehn Gebote. Diese Summa wurde von dem Schreiber als zweites Buch des vorangehenden Werkes betrachtet, sie ist jedoch ein eigenständiges Werk. Vermutlich auch in Chalon-sur-Saöne, B.M. 6, Bl. 151 r — 156 r überliefert; vgl. Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques de France, Departements, Bd. 6, Paris 1887, S. 362. 12 v - 16 r [HONORIUS AUGUSTODUNENSIS] (PS.-AUGUSTINUS, AURELIUS): COGNITIO VITAE. Cap. 1-18. Dyalogus sancti Augustini cum fratribus. Nachgetragene Überschrift: Liber beati Augustini de cognicione vere vite et est defectus. Et habetur [?] in libro Bede super Epistolas canonicas (15. Jh., 2. Hälfte). Am Schluß: Explicit liber Augustini de cognicione vere vite, quem fecit fratribus heremitis in Montepisano ipso existente fratre, anno etatis sue XXX" 0 primo, anno Domini CCCC"° IX 0 . Deo gratias. — Druck: PL 40, 1005-1016. S. auch Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 28; M.-O. Garrigues, L'Oeuvre d'Honorius Augustodunensis. Inventaire critique, in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 38, 1986, S. 7-136; 39, 1987, S. 123-228; 40, 1988, S. 129-190, hier 39, 1987, S. 140-147; CPPM Bd. 2, Nr. 156 und 924. - 16 v leer. II Bl. 17-26: Deutschland (?); 1336 (Bl. 36 v ) • Wz.: Glocke Typ Moäin/Traljic (s. Teil I) 2978-2985 (1330-1341), entspricht Typ Briquet 4023 (1332-1342); Kanne Typ Mosin/Traljiö (s. Teil I) 6856- 6858 (1342-1350), entspricht Typ Briquet 12464-12472 (1322-1352); beide Wz. sind italienischer Provenienz • Lage: V 26 • Schriftraum 18-19 x 12-12,5 • 38 Zeilen • gotische Kursive von zwei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 17 r -18 v , Schreiber 2 Bl. 19 r -26 v . 17 r - 18 v [Petrus de Palude: De paupertate Christi et apostolorum.] Excerpta. Constitucionem 'Ad conditorem canonum' (Extrav. Jo. XXII 14.3), quidam nituntur multipliciter ut sequitur inpugnare. Primo in eo, quod dicta constitucio ... - ... tali iure, iure utendi. D. finis. Nachtrag (15. Jh.) auf Bl. 17 r (am oberen Rand): Occupacio de usu rei sine proprietate eius, an liceat religiosis, sed confuse respondet sicut a[...], ergo me non informat debite. Scio pro certo quod proprietas rei mihi non licet, etc. - Kommentar zur Bulla 'Ad conditorem canonum' (1322); handelt über die Frage des Besitzes und die Nutzung von Gütern durch die Geistlichkeit, insbesondere durch die Bettelorden. Der Text entstand 1328. S. Kaeppeli Nr. 3289; J. Dunbabin, A hound of God. Pierre de la Palud and the fourteenth-century Church, Oxford 1991, S. 155-163. 114 Ms. B 24 19 r - 26 v [Alcherus Claraevallensis] ([Ps.-]Augustinus, Aurelius): De DILIGENDO Deo. Am Schluß: Expliciunt Meditaciones beati Augustini. Deo gracias. - Druck: PL 40, 847-864. Der Schluß (omnes tarnen una perfectione ... - ... regni coelestis una felicitas) fehlt in der Hs. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 27; PLS Bd. 2, Sp. 1365; Dict. aut. eist., Sp. 28-29; CPPM Bd. 2, Nr. 3070 und 3072a. III Bl. 27-40: Deutschland (?); 14. Jh., 2. Drittel • Wz.: Zange Typ Mosin/Traljic (s. Teil I) 7102 (1345-1360), entspricht Typ PiccWW I 151-237 (1323-1382), Wz. italienischer Provenienz • Lagen: IV 34 + (IV-2) 40 • Schrittraum 20,5 x 12,5 • 45-57 Zeilen • sehr kleine, aber gut leserliche gotische Kursive • rubriziert. 27 r - 33 r Florigerus [sive Liber florum sancti Augustini]. (27-33 1 ) Text. >Incipit Liber florum collectus et continuatus de diversis libris summi et incomparabilis doctoris Augustini. Capitulum primum. Quid est Deus. Augustinus in primo libro Confessionum [?] X° eiusdem.< Da mihi, Domine, scire et intelligere quis sis, et quid est quod amo ... - ... sie aeeipietur, sie aperietur, sie invenietur teprestante, qui vivit... seculorum. Amen. >Explicit Florigerus.< (33 r ) Prolog. >Hic est prologus istius libri, qui debet poni in principio.< Prologus in verbis exhaustis fönte beato presulis Aurelii salientis gurgite lato ... -... Hunc ergo librum Florigerum appellamus. - Zu Werk, hsl. Überlieferung und Drucke s. zu Ms. B 27, Bl. 149 va -163 vb . 33 r QUAESTIO DE NATURA HUMANA. Queritur utrum Deus possit induere humanam naturam. Et videlicet quod non ....... minor est manifesta. 33 r - 35 v [Ps.-]Augustinus: [Manuale]. Cap. 1-24. >Incipit Liber de verbo Dei.< - Druck: PL 40, 951-962. S. auch DSAM Bd. 1, Sp. 1132; Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 28; Bloomfield/Guyot Nr. 4957; PLS Bd. 2, Sp. 1366; Kurz, Augustinus, 5,1, S. 158-160 (Liste der Hss. mit den Cap. 1-24 des Manuale und den Cap. 38—41 des De interiori domo des Ps.- Bernardus Claraevallensis; diese Hs. genannt); CPPM Bd. 2, Nr. 3074. 35 v - 36 v [Ps.-Bernardus Claraevallensis: De interiori domo.] Cap. 38^41. Am Schluß: >Explicit Liber Augustini de Verbo Del Deo gracias. M° CCC°XXX° VI°.< - Druck: PL 184, 546 D-552. Der Text schließt ohne Überschrift bei dem vorangehenden Werk an; das Kolophon belegt, daß beide Werke vom Schreiber als ein einziges betrachtet wurden. Vgl. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 71. Beide Werke auch in Ms. B 64, Bl. 122 v -139 r . 115 Ms. B 24 36 v - 40 v [Honorius Augustodunensis: Elucidarius.] Excerpta. Dicitur quod nemo sciat, quid sit Deus et valde obsurdum [!] est adorare id, quod nescimus. Ab ipso ergo exordium ... - ... mansiones sunt diverse pro meritis remunerationes. - Druck: PL Bd. 172, 1109-1162 B (vollständiger Text). Vgl. Y. Lefevre, L'Elucidarium et les lucidaires, Paris 1954, S. 169-170, 447^148. Vgl. G. Achten, Die theologischen lateinischen Handschriften in Quarto der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin, Teil 2, Wiesbaden 1984 (Staatsbibl. Preuß. Kulturbesitz. Kat. d. Handschriftenabt, Reihe 1, Bd. 1,2), S. 217 (zu Ms. theol. lat. qu. 369, Bl. 67 vb -68 ra ). IV Bl. 41-188: Rheinland (?); 1380 (Bl. 186 ra ) ■ Wz.: Hund Typ PiccVf 2 VII 1327-1346 (1370-1385) ■ Lagen: (IV+1) 49 + 16 IV 177 + (V+l) 188 • Bl. 41 und 188 sind jüngere Zusatzbll. (15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel) • Reklamanten der Schreiberhand • Schriftraum 17-17,5 x 12 ■ 2 Spalten • 35-41 Zeilen • gotische Kursive von der Hand des Matthias dictus papa de Aquis (aus Aachen, s. Bl. 180 rb ). 41™ leer. 42 ra - 186 ra Regimen CONSCIENTIAE. (42 ra ) Prolog. Regimen consciencie secundum [...]tam rationem canonibus explicatum utiliter confert saluti animarum, nam consciencia erronea ... — ... penitus nomine [?] declinando. (42 ra -180 r ) Text. [A]bbas. Hie primo videndum est, quis possit esse abbas et de ipsius potestate ... — ... non ut volui, tum ut potui collegi ad laudem Domini nostri Ihesu Christi, cui est ... seculorum. Amen. Explicit über in quo habentur aliqua iura scripta per manus Mathie dicti papa de Aquis presbyteri. Orate pro eo. (180 rb -186 ra ) Register. Sequitur statim tabula supra Regimen consciencie. Abbas. Quis possit esse abbas. A. De potestate abbatis ....... Et in hoc terminatur tabula supra Regimen consciencie, quod de diversis collegi doctoribus ad honorem Domini nostri Ihesu Christi et beati Francisci ordinis mei institutoris ... et paragraphos determinatos. Completum monasterii Westphalensis anno Domini millesimo CCC° XXX° in Vigilia Omnium sanetorum [31. Oktober 1330]. Scriptus est über iste et completus per manus Mathie dicti papa presbyteri sub anno Domini M° CCC°LXXX°, ipsa die Tyburcii et Valeriani martyrum [14. April 1380]. Et si propter oblivionem aliquarum litterarumve [rectius: vel ?] linearum aliquis sibi maledixerit, sit ille maledictus in eternum, quia libenter scripsisset melius, si potuisset. - Alphabetisch angeordnetes kirchenrechtliches Repertorium. Text nur aus dieser Hs. bekannt. Nach den Angaben am Schluß war der unbekannte Verfasser ein Franziskaner und hat sein Werk 1330 in einem Kloster seines Ordens in Westfalen (Herford, 116 Ms. B 25 Soest, Paderborn oder Münster ?) fertiggestellt. Da der Schreiber Matthias von Aachen erst 1380 arbeitete, kann er nicht als Verfasser betrachtet werden. - (180 rb ) Nachtrag (14. Jh., Ende oder 15. Jh., 1. Viertel): [Casus EPISCOPALES.] Sacerdotes reservent episcopo maiora peccata ut pu[...] homicidia, sacrilegia, incendia ....... monetam falsificant. 186 v - 187 r [DlVISIO LIBRORUM LEGALIUM ET IURIS CANONICI.] Ut legentibus hanc Summam aut alias summas iuris constare possit de hiis que breviata sunt... - ... Got. Gotfridus, Reym. Reymundus. Nachtrag (15. Jh., 1. Hälfte). - Auch in Soest StB Cod. 30, S. 329-330; s. B. Michael, Die mittelalterlichen Handschriften der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Soest..., Wiesbaden 1990, S. 198-199; Freiburg ÜB Hs. 456, Bl. 92-93 rb ; s. W. Hagenmaier, Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau (ab Hs. 231), Wiesbaden 1980 (Kat. der Universitätsbibl. Freiburg im Breisgau; 1,3), S. 142-143). 187 v NOTAE ET SENTENTIAE. Nota. Septem impedimenta libri consciencie. Primum peccati [?] defensio ...; Sol Lunaque Mars Mer. Jupiter. Venus accipe Saturn.; Sol. Ver. Mer. Luna, Jupiter et Mars; Sodalitatis benevolenciam cum omni mentis sinceritate sedule ... - Nachträge von verschiedenen Händen (14.-15. Jh.), teilweise unleserlich. Es folgen einige weitere Notizen dieser Art. 188 r leer. - 188 v Schematische Übersicht über eine Predigtreihe, auf dem Kopfstehend eingeheftet (wie Bl. l v ). MS. B 25 Ps.-Ignatius Antiochenus. Bernardus Claraevallensis. Godefridus Altissiodorensis Pergament • 161 Bl. • 24x17 ■ Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 3. Viertel; 12. Jh., 4. Viertel Die Hs. wurde im späten 12. Jh. (?) aus zwei Teilen zusammengesetzt. Beschabtes helles Schafleder über Pappdeckeln (19. Jh.) • Fragment Bl. 161 (Nachsatzbl.): Pergament; 24 x 17. Schriftraum 17,5 x 12. 24 Zeilen. Frühgotische Textualis; der Schreiber ist vermutlich mit dem Schreiber von Teil II identisch. Altenberg, Zisterzienserabtei (?), 12. Jh., 4. Viertel. Aus: [Augustinus, Aurelius: Collectio Quinquaginta homiliarum sancti Augustini 117 Ms. B 25 (COLLECTIO Q).] Homiliae 1, 3 und 4. [...] [tribula]//o/?e? Quid est coram Deo, nisi conscientiae puritate? ... - ... liberatos veludpenn[atos] [...]. Entspricht dem letzten Teil von Sermo 16, Epistola 147 (ganz) und dem ersten Teil von Sermo 113. CPPM Bd. 1, Nr. 765. Zur hsl. Überlieferung s. CC 103, LXXV-LXXXIV. Nach dem paläographischen Befund stammt Teil I aus der 2. Hälfte des 12. Jh. Terminus post quem bildet das Sterbejahr des Herve de Bourg-Deols (1149/1150), da der Brief über sein Leben und seine Werke (Bl. 135 r -136 v ) erst nach seinem Tod geschrieben wurde. Da Bernhard von Clairvaux in den Überschriften auf Bl. l v und 60 r nicht als sanctus bezeichnet wird, kann die Datierung von Teil I wohl vor 1174 angesetzt werden, denn erst in diesem Jahr wurde Bernhard kanonisiert. Teil II entstand dagegen erst nach 1174. Hier, in der Überschrift auf Bl. 137 r , hat Bernhard den Titel sanctus (s.u.). Auch die Schrift von Teil II weist eher auf das vierte als auf das dritte Viertel des 12. Jh. hin. Daß die beiden Teile in der Zisterzienserabtei Altenberg entstanden sind, ist wahrscheinlich, aber nicht gesichert. Wegen der Übereinstimmung des Schriftraums, der Zeilenzahl und der Schreiberhand stammt auch Bl. 161 (Nachsatzbl.) wohl aus derselben Schreiberwerkstatt • aus dem späten 12. oder dem frühen 13. Jh. datieren die Besitzvermerke der Altenberger Abtei auf Bl. 60 r , 115 r und 160 v : Liber sancte Marie de Berge. Jüngere Besitzvermerke: Bl. 160 v Liber sancte Marie virginis in Veteri Monte [14. Jh.] und Bl. l r Est liber istepie Veteri de Monte Marie [15. Jh.]. Bl. l r (am äußeren Rand) Nachgetragenes Inhaltsverzeichnis (15. Jh.). Wattenbach S. 747 • Mosler S. 40, Nr. 16 • Perkow S. 1, Nr. 10 • Krämer S. 9 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 485. I Bl. 1-136: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel (vor 1174) • Lagen: 17 IV 136 • zeitgenössische Lagenzählung I-XVII, jeweils zwischen zwei Punkten • Schriftraum 17-17,5 x 11- 12 • 23 Zeilen • sehr gepflegte frühgotische Textualis • rubriziert • Bl. 1 v 5-zeilige Silhouetteninitiale in Schwarz, Rot und Gelb; Bl. 10 v , 22 v , 33 v , 44 v und 60 r 2^-zeilige Initialen vom selben Typ. l r [Ps.-Ignatius Antiochenus: Epistolae IV mediaevales.] Nachtrag (13. Jh., 2. Viertel). Es fehlt der 2. Brief an Johannes. - Druck: PG 5, 941- 946; F. X. Funk, F. Diekamp (Hg.), Patres apostolici, Bd. 2, Tübingen 1913, S. 319-322. Stegmüller RB Nr. 165 und 165, 2; CPGNr. 1028. l v - 60 r Bernardus Claraevallensis: De consideratione ad EUGENIUM PAPAM. >Incipit opus domni Bernardi abbatis de Claravalle De consideratione liber primus ad Eugenium papam.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 379^103 (mit Kenntnis dieser Hs.). 60 r - 93 v [Godefridus Altissiodorensis] (Ps.-Bernardus Claraevallensis): [Declamationes de colloquio Simonis cum Jesu]. (60 r ) Prolog. (60 v -61 v ) Kapitelverzeichnis. (61 v —93 v ) Text. >Incipiunt dicta Bernardi abbatis Clarevallensis super verba Evangelii 'Dixit Symon Petrus 118 Ms. B 25 ad Jesum\ etc.< - Druck: PL 184, 437-476 (ohne Kapitelverzeichnis). Zu Verfasser und Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 71; DSAM Bd. 6, Sp. 228; DHGE Bd. 20, Sp. 529-532; Dict. aut. eist., Sp. 279-280. 93 v - 134 v [Bernardus Claraevallensis et alii: Sententiae, sermones ET DICTA.] - (93 v -94 r ) [Bernardus Claraevallensis: Sententia III, 24.] Iturus Iherusalem Dominus Betfage venit, inde duos de suis in castellum [cf. Mt 21,1], quod contra ipsos erat, misit ... - ingressus in urbem. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6, 2, S. 82-83. Vgl. Leclercq, Inedits bernardins (s.u.), S. 149. - (94 r -95 r ) [Bernardus Claraevallensis: Sermo de Annuntiatione Mariae.] Missus est angelus Gabriel ad Mariam [Lc 1,26], id est praedicator divini Verbi adpeccatorem ... - ... recordacio passionis Christi. - Druck: Leclercq, Etudes, S. 57-58 (nach dieser Hs.). - (95-96 1 ) [Bernardus Claraevallensis: Sententia III, 21.] Videndum est autem, qui sunt pii Uli, scilicet qui Deurn colunt. Pietas est eultus ... - ... propter iusticiam. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6, 2, S. 77. Entspricht im wesentlichen einem Teil von Sermones de diversis, Sermo 72; vgl. Leclercq/Rochais Bd. 6,1, S. 307, Z. 12 - S. 308, Z. 21. - (96™) [Bernardus Claraevallensis (?): Sententia.] Legale praeeeptum fuit, quod virga Aaron poneretur in templo, quae protulit frondes ... - ... et unitatis conservet. - Auch in Zürich, Zentralbibl., Rh. 68, S. 17-18; vgl. L. C. Mohlberg, Mittelalterliche Handschriften, Zürich 1952 (Kat. d. Handschr. d. Zentralbibl. Zürich, 1), S. 187. - (96 v -97 v ) [Quaestio de Sacramento Eucharistiae.] Cum panis et vinum per consecrationem vertantur in Christum, queritur utrum in totum Christum integraliter an in partem illius ... - ... eum habere diceretur. - Auch in Köln StA GB 4° 59, Bl. 107 r ; vgl. Kat. StA Köln 2, S. 60. - (97 v -98 r ) [Bernardus Claraevallensis: Sententia III, 7.] Sobrie et iuste et pie vivamus in hoc saeculo. [Tit 2,12]. Sobrie nobis, iuste proximo, pie Deo. Sobriae [!] in duobus, id est in cavenda voluptate carnis ... - ... propter Deum agenda sunt. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,2, S. 68. Entspricht [Ps.-Hugo de Sancto Victore: Elucidationes variae in Scripturam moraliter.] Lib. V, Tit. 23. Druck: PL 177, 763; Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 70. Es folgen 59 weitere kurze Texte. Ähnliche Sammlungen von Sententiae und Predigten des Bernhard von Clairvaux (und seiner Nachfolger) sind u.a. erhalten in den Hss. Stuttgart LB HB VII 55, Bl. l-80 v (vgl. J. Autenrieth, Die Handschriften der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart, Bd. 3: Codices iuridici et politici [HB VI 1-139]; Patres [HB VII 1-71], Wiesbaden 1963 119 Ms. B 26 [Die Handschr. d. Württemberg. Landesbibl. Stuttgart; Reihe 2, Bd. 3], S. 201-204); Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 699, Bl. 85-1 ll v (vgl. H. Rochais, Textes Bernardins dans un manuscrit de Berlin, in: Analecta Cisterciensia 23, 1967, S. 153-178) und Luxemburg BN Ms. 32 (vgl. J. Lerclercq, Inedits bernardins dans un manuscrit d'Orval, in: Studia Anselmiana, Bd. 20: Analecta monastica, Bd. 1. Rom 1948, S. 142-166). 135 r - 136 v Epistola de vita et operibus Hervaei [Burgidolensis]. >Incipit epistola libros magistri Hervei vitamque continens.< - Druck: PL 181, 9-12. Zu Herve de Bourg-Deols s. DSAM Bd. 7,1, Sp. 373-377. S. auch Bernards S. 330 (diese Hs. genannt). II Bl. 137-161: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 4. Viertel • Lagen: 3 IV 160 + 1 Einzelbl. (Bl. 161) • Schriftraum 17-17,5 x 11,5 x 12 • 23 Zeilen ■ frühgotische Textualis; der Schreiber ist vermutlich mit dem Schreiber von Bl. 161" identisch (s. oben) • rubriziert • Bl. 135 r 2-zeilige rote Silhouetteninitiale. 137 r - 160 v Bernardus Claraevallensis: De diligendo Deo. >Incipit über sancti Bernardi abbatis Clarevallensis De diligendo Dei.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 109-154. 161™ Nachsatzbl; s. oben (Fragment). Ms. B 26 Bernardus Claraevallensis. Godefridus Altissiodorensis. Commentarius in Sacram Scripturam Pergament • 129 Bl. • 17,5x11 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 3. Viertel Die Hs. wurde aus drei Teilen zusammengesetzt. Helles Rindleder über Pappdeckeln (1992) • Rostspuren von Metallteilen eines älteren Einbandes auf Bl. 1-8 ■ Merker an Bl. 116. Die drei Teile der Hs. sind etwa gleichzeitig entstanden, vermutlich am selben Ort. Die in Teil I enthaltene Vita sancti Malachiae ep. schrieb Bernhard von Clairvaux kurz nach dem Tod des 120 Ms. B 26 Malachias am 2. oder 3. November 1148. Teil I kann somit nicht vor 1149 entstanden sein. Da Bernhard von Clairvaux in den Überschriften auf Bl. l v und 65 v nicht als sanctus bezeichnet wird, wurden seine hier enthaltenen Werke wohl noch vor seiner Kanonisation im Jahr 1174 abgeschrieben. Die in Teil II enthaltene frühe Fassung von Kap. 5 der Vita prima sancti Bernardi wurde Kurz nach dem Tod des Bernhard von Clairvaux am 20. August 1153 (aber sicher vor seiner Kanonisation) verfaßt. Da Bernhard auch in der Überschrift des ihm gewidmeten Epitaphs (Bl. 82 r ) nicht als sanctus bezeichnet wird, entstand auch Teil II wohl 1174, vermutlich aber schon kurz nach seinem Tod. Die in Teil III überlieferten Werke sind nicht nach inhaltlichen Kriterien datierbar; die Schrift weist aber, wie auch in den Teilen I und II, auf eine Datierung in das 3. Viertel des 12. Jh. hin. Auch bezüglich der Blatteinteilung und der Zeilenzahl sind sich die drei Teile sehr ähnlich. Bemerkenswert ist, daß die Bll. von Teil I und die der 1. Lage von Teil III etwas kleiner als die übrigen Bll. sind ■ ein Besitzvermerk des späten 12. Jh. auf Bl. l r (Liber sanctae Mariae [de] S[er]ge) belegt, daß die Hs. (in ihrer heutigen Zusammensetzung ?) schon bald nach ihrer Entstehung in der Zisterzienserabtei Altenberg aufbewahrt wurde; daß die einzelnen Teile hier auch entstanden sind, ist wahrscheinlich, aber nicht gesichert. Wattenbach S. 747 • J. Leclercq, Textes cisterciens dans des bibliotheques d'Allemagne, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 7, 1951, S. 46-70, hier 49 ■ Mosler S. 40, Nr. 17 • Perkow S. 2, Nr. 13 • Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 299-300 ■ Brown, La Notion de la legitimite (s.u.), S. 107-108 ■ Krämer S. 10 • R. Kottje, Zu den Bibliotheken von Altenberg, Kamp, Heisterbach und Himmerod im 13. Jahrhundert, in: R. Kottje (Hg.), Die niederrheinischen Zisterzienser im späten Mittelalter. Reformbemühungen, Wirtschaft und Kultur, Köln 1992 (Zisterzienser im Rheinland, 3), S. 149-155, hier 154 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 486. Bl. 1-66: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel • Lagen: 8 IV* 4 + (II-2) 66 • Schriftraum 12,5-14 x 7,5 ■ 22-23 Zeilen • karolingische Minuskel von vier Schreibern: Schreiber 1 Bl. 1 V -8 V ; Schreiber 2 Bl. 9-35 v ; Schreiber 3 Bl. 36 r -48 v und 57 r -66 r ; Schreiber 4 Bl. 49 r -56 v • rubriziert. l r [Versus de sancto Malachia EP.] Hie vitam Scotiae lege I pontificis Malachyae I Nempe Deo caram ... Nachtrag (12. Jh., 2. Hälfte). - Druck: Leclercq, Etudes, S. 177 (nach dieser Hs.); H. Härtel / F. Ekowski, Handschriften der Niedersächsischen Landesbibliothek Hannover: Teil 2: Ms I 176a - Ms Noviss. 64, Wiesbaden 1982 (Mittelalterl. Handschr. in Niedersachsen; 6), S. 61-62 (nach Ms 1 188, Bl. 101 r ). l v - 65 v Bernardus Claraevallensis: Vita sancti Malachiae ep. (1 v - 3 V ) Prolog: >Incipit prologus domni Bernardi abbatis in Vitam sancti Malachiae episcopi et confessoris.< (3 V -65 V ) Text. >Vita venerabilis viri Malachye episcopi.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 307-378 (mit Benutzung dieser Hs. als Hs. V). BHL Nr. 5188; N. Palmer, Zisterzienser und ihre Bücher. Die mittelalterliche Bibliotheksgeschichte von Kloster 121 Ms. B 26 Eberbach im Rheingau ..., Regensburg 1998, S. 205, Anm. 40 (diese Hs. erwähnt). 65 v - 66 r Bernardus [Claraevallensis]: Hymnus de sancto Malachia EP. >Ymnus domni Bernardi abbatis de sancto Malachya episcopo et confessore.< - Druck: PL 182, 1118; AH Bd. 19, Nr. 333. RH Nr. 12000; Walther I Nr. 11855. - 66 v leer. II Bl. 67-82: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel • Lagen: 2 IV 82 ■ Schriftraum 14,5 x 8 • 22-24 Zeilen • karolingische Minuskel von drei Schreibern: Schreiber 1 Bl. 67 r -75 r ; Schreiber 2 Bl. 75 v -81 v ; Schreiber 3 Bl. 82" • rubriziert. 67 r - 81 v [Godefridus] Altissiodorensis: Vita [prima] sancti Bernardi ABB. Recensio prior, Cap. 5. >Incipit de obitu reverendissimi domni Bernardi abbatis Clarevallis.< - Druck: A. H. Bredero, Un brouillon du Xlle siecle: l'autographe de Geoffroy dAuxerre, in: Scriptorium 13, 1959, S. 27-60, hier S. 32^14 (nach dieser Hs.). BHL Nr. 1208. S. auch G. Hüffer, Der heilige Bernard von Clairvaux. Eine Darstellung seines Lebens und Wirkens, Bd. 1: Vorstudien, Münster 1886, S. 119-124 (diese Hs. besprochen, Teilausg.); A. H. Bredero, Etudes sur la „Vita prima" de Saint Bernard, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 17, 1961, S. 3-72, 215-260; 18, 1962, S. 3-59, hier 17, 1961, S. 7, 19, 54-60 (Teilausg.), 67 und 240; A. H. Bredero, Bernardus van Clairvaux (1091-1153): tussen cultus en historie, Kampen 1993 (dt.: Bernhard von Clairvaux [1091-1153]: zwischen Kult und Historie, Stuttgart 1996), passim. - 81 v Proverbium. O mala tempora, pectora pessima nunc ... Nachtrag (14. Jh.). Walther II Nr. 19486. 81 v Versus. Te Bernarde, pater, dum dens mortis rapit ater ... 2 Verszeilen. Nachtrag (12. Jh., 2. Hälfte). 82 r Epitaphium sancti Bernardi abb. Versus. Epitafium Bernardi abbatis. Queque suae sortis, aufert manus invida mortis I Nil in divinam iuris Habens animam ... - ... solamen sit Deus eius. Amen. Explicit. - Drucke: Leclercq, Etudes, S. 177-178 (nach dieser Hs.); J. Stohlmann, Altenberg und Bernhard von Clairvaux. Zum Jubiläum des Altenberger Dom-Vereins, in: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land 44, 1994, S. 20-22 (nach dieser Hs.). Text nur aus dieser Hs. bekannt. 82 r Epitaphium Eugenii papae IV. Versus. Incipit Epitafium domni Eugenii pape. Heredis Petri memoror modulamine metri I Pauperis ingenii ... - ... 122 Ms. B 26 ad requiem perpetuumque diem. - Druck: Leclercq, Etudes, S. 191. Text nur aus der vorliegenden Hs. bekannt. - 82 v leer, bis auf einige spätere Notizen. III Bl. 83-129: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel • Lagen: 3 IV 106 + (III-l)" 3 + 2 IV 129 • Schriftraum 13-13,5 x 7,5-8 ■ 24-25 Zeilen ■ karolingische Minuskel • rubriziert. 83 r - 116 r [Commentarius in Sacram Scripturam.] (83 r ) Prolog 1. Quatuor sunt regulae scripturarum, id est hystoria, quae res gestas loquitur ... -... revelata facie Deum vident. Druck: H.-M. Rochais, Une collection de textes divers de S. Bernard dans le manuscrit Tours 343, in: Recherches de theologie ancienne et medievale 29, 1962, S. 153, Nr. 93 (nach der Hs. Tours BM 343, Bl. 112 v , dort Bernhard von Clairvaux zugeschrieben). Stegmüller RB Nr. 11781,6 (Glossa ordinaria in Genesim. Prothema). (83 r ) Versus de sex diebus. Versus de VI diebus. Prima dies luxit Deus hec cum prima creavit I Dividit ex unda ... - ... quos lumine fecit. 16 Verszeilen. (83™) Prolog 2. De prologo beati Jeronimi presbiteri. Sugillatio id est derisio vel depressio seu suffocacio ... - ... hie pro condere ponitur. (83 v - 116 r ) >Bresit. Genesis.< >In principio.< (Gn 1,1). Id est inicio omnium creaturarum. >Creavit Deus celum et terram.< Spiritualiter. >Inprincipio.< Hoc est infilio ....... non potest imitari. - Glossen und Kommentare zu Gn, Ex, Lv, Num, Dt, I Rg, Dn, Ct, Mt, Mc, Lc, Io, Apc, Act, Iac. Text nur in dieser Hs. nachgewiesen. Das bemerkenswerte Werk richtet sich nach dem Muster der Glossa ordinaria, ist damit jedoch an keiner Stelle identisch. 116 r - 120 r [Varia theologica.] Kurze Abschnitte. Initien hier in Auswahl verzeichnet. (116 r ) Ieronimus in Annalibus Hebreorum de XV signis XV dierum ante diem iudieii. Signum prime diei. Maria omnia in altitudinem ... (117 r ) >De prima et seeunda resurrectione.< Prima resurrectio anime est, quando a vieiis ad virtutes resurgimus ... (117 r ) In omni claustro quatuor illa genera monachorum esseprobantur, que describit beatus Benedictus ... (118 v ) Si non sunt honorande reliquie martyrum, quomodo legimus 'Preciosa in conspectu Domini ...' (119 r ) Ita se natura habet, ut amara sit veritas ... (119 v ) Clericus, qui Christi servit ecclesie, interpretatur primo vocabulum suum... 120 v - 124 v Sibylla Tiburtina. - Drucke: PL 70, 1181-1186; E. Sackur, Sibyllinische Texte und Forschungen, Halle 1898, S. 177-187 (nicht eingesehen); E. A. R. Brown, La notion de la legitimite et la prophetie ä la cour de Philippe Auguste, in: La France de Philippe Auguste. Le temps des 123 Ms. B 26 mutations, hg. v. R.-H. Bautier, Paris 1982 (Colloques internationaux du C.N.R.S., 602), S. 77-111, hier 109-110 (Teilausg. nach der vorliegenden Hs.). S. auch Stegmüller RB Nr. 4100; B. Bischoff, Die lateinischen Übersetzungen und Bearbeitungen der Oracula Sibyllina, in: Mittelalterliche Studien, Bd. 1, Stuttgart 1966, S. 150-170; VL 2 Bd. 8, Sp. 1140-1152 (Lit.). 124 v - 126 v Varia theologica. (124 v ) Kurze Abschnitte. Initien hier in Auswahl verzeichnet. Vir qui stat supra murum adamantinum, quo magis temptacionibus ceditur ... (125 r ) Jacob ditissimi patris filius solus et nudus in baculo suo ... (125 v ) De vera penitentia. Penitentia vera est penitenda non admittere et admissa deflere ... (125 v ) Paciencia Dei qua parcit contemptus,parcit negatus ... (126 r ) Vigorfidei Christiane tribus temporibus incitatur: vespere, mane, meridie ... 126 v - 128 v De ordinatione locorum, quae sunt in Jerusalem. De ordinatione locorum, que sunt in Jerusalem. Omnis homo, qui audire voluerit, quomodo ordinatum sit ipsum sepulchrum Domini, ipse ecclesie ordinem audiat... - ... civitate est multitudopalmarum. — Beschreibung von Kirchen und biblischen Orten in Jerusalem und Umgebung. Text nur aus dieser Hs. bekannt. 128 v - 129 r [Hildebertus Lavardinensis: Versus.] (128 v -129 r ) Carmina minora. Carmen 45. De corpore et sanguine Domini. Tollimur e medio,fatis urgentibus, omnes I et trahimur quo nos ... - ... panis imago manet. - Drucke: PL 171, Sp. 1192, 6. Z. v. unten - Sp. 1194, 12. Z. v. oben; Hildebertus, Carmina minora, hg. v. A. Brian Scott, Leipzig 1969, S. 35-36, Nr. 45. Walther I Nr. 17396 und 19311. - 129™ Liber de sacra Eucharistia. § 12-14. Überschrift: Aqua pariter sanguini commiscetur ... - ... per quam ecclesia ßguratur. Text: Inmiscetur aqua vino, quia significamur I Nos qui salvificis alimentis vivificamur ... - ... animarum vulnera curat. § 14 am Ende unvollständig. - Druck: PL 171, Sp. 1204, 7. Z. v. oben - Sp. 1205, 19. Z. v. oben. 129 v [Nomina geographica.] Tyanre est civitas Lidie, que est provincia Asye. Lictores sunt homines, qui martirizare positi sunt ... — ... prope montem Carmelum. - Vermutlich Teil eines längeren Werkes. Die genannten Orte liegen alle im Mittelmeergebiet und in Kleinasien; es betrifft nur teilweise biblische Orte. 124 Ms. B 27 Ms. B 27 Guilelmus Tornacensis. Florigerus sive Liber florum sancti Augustini. Pharetra doctorum Pergament • 310 Bl. • 34,5x23,5 • Westdeutschland ■ 1302 oder wenig früher Lagen: 7 V 70 + III 76 + 2 V 96 + IV 104 + 20 V 304 + III 310 • Reklamanten der Schreiberhand in jeder Lage • Schriftraum 23,5 x 15,5 • 2 Spalten • 33-34 Zeilen • rubriziert • Bl. l ra 4-zeilige rot/blau geteilte Fleuronne-Initiale. Neuer Einband (1981), Halbleder über Holzdeckeln. Teile eines früheren Einbandes werden gesondert in einem Schuber aufbewahrt: braunes Rindleder über Holzdeckeln (16. Jh., 1. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen; Einzelstempel: Blattwerk mit mehreren Blüten, offen (2 Typen) und Blattwerk mit Blüte, dreieckig, offen; Rollenstempel: Laubstab mit Blüten, offen (2 Typen); Spuren von zwei Schließen • Reste von Merkern aus hellem Pergament. Der in einem gleichzeitigen Vermerk am Schluß (Bl. 310 rb ) erwähnte Abt Heinrich von Altenberg (1289-1302) darf nicht als Schreiber der Handschrift betrachtet werden. Wenn liber als das ungenannte Objekt von presentatus gelesen wird, belegt der Vermerk vielmehr, daß die Handschrift 1302 von Abt Heinrich erworben (oder von ihm in Auftrag gegeben) und seinem Kloster als Geschenk überreicht wurde (vgl. H. Mosler, Altenberg, Neustadt/Aisch 1959, S. 45^16). Das in diesem Vermerk genannte Jahr 1302 bildet somit keine Datierung, sondern einen terminus ante quem für die Datierung der Hs. Schrift und Ausstattung lassen vermuten, daß sie, wenn sie nicht gerade 1302 fertiggestellt wurde, nur wenig früher entstanden ist, vermutlich in Westdeutschland (Rheinland ?). Mosler S. 40, Nr. 18 • Perkow S. 2, Nr. 24 • Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 • Hammer, Skriptorium, S. 410 ■ Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 487. l ra - 149 va [Guilelmus Tornacensis: Flores Bernardl] (l ra va ) Prolog. >Incipit prologus excerptorum beati Bernardi abbatis.< Cum non essem alicui exercicio magnopere occupatus, placuit michi, ut opuscula viri illustrissimi Bernardi ... - ... iuxta se positas designavi. (l va ~ v ) Kapitelverzeichnis zu Buch 1. (2 ra -146 va ) Lib. I-X. >De eo quid sit Dem. In libro De consideratione. I.< Quid est Deus? Qui est, merito quid est nil competencius eternitati ... — ... corpori claritatis sue. >Explicit liber )C' S .< (146 va -149 va ) [De sancta Maria virgine.] >Capitula subscripta excepta sunt de quibusdam sententiis venerabilis patris beati Bernardi, in quibus continentur verba quedam melliflua de beatissima Dei genitrice Maria. De dignitate et excellencia beate Marie virginis in sermone de assumpcione eiusdem.< Non est quod me delectet magis, non est quod terreat magis, quam de virginis matris habere sermonem ... - ... misericors est et mater 125 Ms. B 27 misericordie. >Amen.< >Expliciunt exceptiones collecte de diversis opusculis beati Bernardi egregii abbatis Clarevallensis. Flagrat Bernardus sacer in dictis quasi nardus, e quibus his tractus, über est inscripta redactus< (Walther I Nr. 6575). - Drucke: GW 3928-3929. Stegmüller RB Nr. 1731,1 mit Suppl.; BloomfieldVGuyot Nr. 1155. Kapitelverzeichnis vor jedem Buch. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. M. Bernards, Zur Verbreitung der Bernhardflorilegien, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige 64, 1952, S. 234- 241; ders., Überlieferung, S. 335; Ders., Zur Überlieferung der Bernhardschriften, in: Citeaux in de Nederlanden 5, 1954, S. 153-172 (nicht eingesehen); Ders., Flores Sancti Bernardi, in: Bernhard von Clairvaux, Mönch und Mystiker. Internationaler Bernhardkongress Mainz 1953, hg. v. J. Lortz, Wiesbaden 1955 (Veröffentlichungen des Instituts für europäische Geschichte Mainz, 6), S. 192-201 (mit Zitaten aus dieser Hs. in Anm. 36 und 39). 149 va - 163 vb Florigerus [sive Liber florum sancti Augustini]. (149 va " v ) Prolog. >Prologus in verbis exhaustis fönte beato, presulis Aurelii salienti gurgite pleno. Sic Augustinum, lector cognosce, vocatum, Hunc dum sacra fides suscepit fönte renatum [Walther I Nr. 14821].< Quorundam librorum gloriosi et incomparabilis doctoris Augustini tractatus percurrentes, ut pigri lectores ... - ... hunc ergo librum Florigerum appellamus. >Explicit prologus.< (150 ra -163 v ) Text. >Florigerus liber hie non immerito vocitatur, nempe gero flores, quibus incola mens recreatur. Incipit liber florum collectus et continuatus de diversis libris summi et imperialis doctoris Augustini [Walther I Nr. 6664].< >Capitulum primum. Quid est Deus? Augustinus in libro confessionum.< Da michi, Domine, scire et intelligere [Aug., Conf. 1,1,1], quid sis vel quid es, quod cum amo te, Deum meum amem ... - ... sie invenietur, sie aperietur [Aug., Conf, 13,38,53]. Te prestante, qui vivis et regnas ... seculorum. Amen. Explicit liber florum beati Augustini episcopi. - Druck: G. Morin, A travers les manuscrits de Bäle, in: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 26, 1927, S. 175-249, hier 211-213 (Prolog und Kapitelverzeichnis). Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Wilmart, Auteurs spirituels, S. 453, Anm. 3; Stegmüller RB Nr. 8720 mit Suppl.; G. Meyer / M. Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, Abteilung B: Theologische Pergamenthandschriften, Bd. 1, Basel 1960, S. 385 (zu Hs. B IV 23, Bl. 19 rb -26 rb ; Lit.); G. Powitz / H. Bück, Die Handschriften des Bartholomaeusstifts und des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1974 (Kat. der Stadt- und Universitätsbibl. Frankfurt am Main; 3,2), S. 386 (zu Ms. Barth. 126 Ms. B 28 173, Bl. 10-30 v ); Kurz, Augustinus, 5,1, S. 427^129. Auch in Ms. B 24, Bl. 7 r -33 r .-164 r leer. 164 va - 310 ra Pharetra [doctorum]. Lib. I-IV. (164 va -165 vb ) Prolog und Quellenverzeichnis. In conversionis mee primordio cum ob mentis recreacionem auctoritates sanctorum legerem ... -... aliqua de aliis libris et glosis. (165 vb -166 rb ) Kapitelverzeichnis zu Lib. 1. (166 rb -310 rb ) Text. >Liber primus. De Deo.< Gregorius in Moralibus. Deus ipse manet intra omnia, ipse extra omnia, ipse supra omnia, ipse intra omnia ... - ... ab omnibus que voluerit, prohibetur. Explicit Pharetra. Gleichzeitiger Nachtrag von einer 2. Hand: Legentes in hoc libro orent devote pro domino Henrico abbate Bergensi, cuius industria est presentatus conventui. Anno Domini Af. CCC. If. - Drucke: GW 4646-4648 und 4650; Bonaventura, Opera omnia, hg. v. A. C. Peltier, Bd. 7, Paris 1866, S. 3-231 u.ö. Zu Werk, Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. Bonaventura, Opera omnia, Bd. 8, Quaracchi 1898, S. CXV, Nr. 11; Glorieux, Repertoire, Nr. 305 bk und 311 t; Bernards S. 334-335 (diese Hs. genannt); Stegmüller RS Nr. 1141; Distelbrink Nr. 178; DSAM Bd. 6, Sp. 1141 (mit Angaben über Drucke); Meyer/Burckhardt (s. 149 va ) S. 370-371 (zu Basel ÜB B IV 20, Bl. 27 va ); Bloomfield/Guyot Nr. 2530; Sharpe Nr. 2056. 310 va Sachregister zu den Flores Bernardi. Nachtrag (14. Jh., 2. Hälfte). - 310 vb leer. Ms. B 28 Ps.-Bernardus Claraevallensis. Bernardus Claraevallensis Pergament • 184 Bl. • 23 x 16 • Kentrop, Zisterzienserinnenkloster • um 1470-1480 Lagen: 2 IV 16 + (IV-2) 22 + 7 IV 78 + V 88 + 10 IV 168 + (IV+1-1) 176 + IV 184 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagenzählung I-XXII {XXIII in der letzten Lage vermutlich entfernt); Lagensignaturen /-////, in den meisten Lagen erhalten ■ Schriftraum 14-15 x 10-11 • 30-31 Zeilen • drei Schreiber: Schreiber 1 Bl. l-20 v (gotische Hybrida); Schreiber 2 Bl. 23-8l- v (gotische Textualis mir verlängertem/und langem s auf Bl. 23", gotische Hybrida auf Bl. 23 v -26 v , gotische Textualis mit einstöckigem a auf Bl. 26 v -81 v ); Schreiber 3 Bl. 89-184 v und 82-87 v (gotische Textualis, auf Bl. 89-126 r und 132 r —136 v mit einstöckigem a). Schreiber 2 ist mit Schreiber 3 (Katharina Konnygs) in Ms. B 38 identisch, Schreiber 3 mit Schreiber 2 in Ms. B 38 • rubriziert • Einband: helles Schafleder über Pappdeckeln (19. Jh.). 127 Ms. B 28 Da zwei der drei Schreiberhände durch Schriftvergleich auch in Ms. B 38 nachgewiesen werden konnten, liegt es nahe, daß vorliegende Hs. wie Ms. B 38 im Zisterzienserinnenkloster Kentrop entstanden ist. Ms. B 38 ist datiert 1473; die Datierung der vorliegende Hs. könnte somit in den Zeitraum 1470-1480 angesetzt werden. Die Schreiberhand, die noch im 15. Jh. in roter Tinte Nachträge an den Rändern eingetragen hat, findet sich auch in den aus Kentrop stammenden Ms. B 37 und Ms. B 38. Außerdem findet sich die Hand, die im späten 17. Jh. das Inhaltsverzeichnis (im Vorderdeckel) und die Randbemerkungen (Bl. l r , 23", 58 r u.ö.) nachgetragen hat, auch in Ms. B 37, Ms. B 38 und Ms. B 42. Damit ist Kentrop nicht nur als Schriftheimat, sondern auch als Bibliotheksheimat gesichert. Krämer S. 192 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 488. l r - 14 r [Ps.-]Bernardus Claraevallensis: [Tractatus de effectu SACRAE COMMUNIONIS.] (1™) Prolog. >Incipit sermo beati Bernadi [!] [...; Rasur nach Bernadi] de Sacramento.< Accessuri itaque ad thronum veri Salomonis nostri pacifici Domini Ihesu Christi ad thronum gratie ... - ... aliquod aliquando solacium. (l v -14 r ) >Incipitprimus gradus divi Bernardi de venerabili Sacramento.< Accessurus igitur et ascensurus ad thronum gratie, thronum altaris ad communicandum vivificis sacramentis corporis et sanguinis Domini ... — ... effectus, animam convertamus. - Auch in Berlin SB Ms. theol. lat. qu. 338, Bl. 203 v -220 r , dort jedoch ohne die Zuschreibung an Bernhard v. Clairvaux (s. G. Achten, Die theologischen lateinischen Handschriften in Quarto der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin, Teil 2, Wiesbaden 1984 (Staatsbibl. Preuß. Kulturbesitz. Kat. d. Handschriftenabt, Reihe 1, Bd. 1,2), S. 161). 14 r - 20 v [DE DUODECIM EFFECTIBUS DE VENERABILI SACRAMENTO.] >Primus effectus de venerabili sacramento.< Prima virtus sive effectus sacre communionis digne communicantibus et per predictos gradus ad sacri altaris communionem accedentibus ... - ... o dulcissime Domine Ihesu. >Amen.< - Das Werk schließt unmittelbar bei dem vorangehenden Werk an. Kurze Beschreibung der Hs. (19. Jh.), eingeheftet zwischen Bl. 16 und 17. - 21-22 v leer. 23 r - 41 v Bernardus Claraevallensis: De praecepto et DISPENSATIONE. (23 r ) Prolog. >Incipit prologus libri beati Bernhardi Clarevallis abbatis de precepto et dispensacione.< (23 r -41 v ) Text. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 241-294. 41 v - 58 r Bernardus Claraevallensis: De gratia et libero arbitrio. (41 v ) Prolog. >Incipit prologus beati Bernhardi abbatis in librum de libero arbitrio et gracia.< (41 v -58 r ) Text. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 155-203. 128 Ms. B 29 58 r - 73 v Bernardus Claraevallensis: De diligendo Deo. >Incipit über eiusdem de diligendo Deum [!].< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 111- 154. 73 v - 81 v Bernardus Claraevallensis: Epistolae. (73 v -81 r ) Epistola 7. Ad Adam monachum. >Incipit epistola beati Bernardi Clarevallis ad [...] Adam Aberacensem [Rasur nach ad, Aberac. durchgestrichen].< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 7, S. 31-46. - 81™ Epistola 5. Ad Adam monachum. Druck: aaO, S. 28-29. 89 r - 184 v ; 82 r - 87 v [Bernardus Claraevallensis]: Sermones super CANTICA CANTICORUM. Sermones 52-86. >Sermo LIIF S [!] super Cantica canticorum.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 2, S. 90-320. Sermo 85 läuft nach Bl. 184 v weiter auf Bl. 82-86 r ; Sermo 86 folgt auf Bl. 86-87 v . Bl. 82-87 v waren ursprünglich leer geblieben. Stegmüller RB Nr. 1721 mit Suppl. Ms. B 29 Bernardus Claraevallensis Pergament • I+152 + IB1. • 33x23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Hälfte 1998 restauriert ■ Lagen: 19 IV 152 ■ Lage 1-14 Kustoden auf Schlußseiten der Lagen: F-XIIIF ■ Schriftraum 22,5 x 16,5 • 2 Spalten • 30 Zeilen • karolingische Minuskel • 1 Hand • Ct- Zitate an den Predigtanfängen bzw. im Kontext in Rot; einfache rote Initialbuchstaben, l ra 12-zeilige rote Silhouetteninitiale P. Brauner Kalblederbezug über Holz aus der Entstehungszeit des Buchblocks (s.u.) mit Streicheisenlinien (Streifenrahmen, Rautenmuster; auf dem Rücken Rautenmuster) und kleinen Einzelstempeln Lilie in Raute, Gitter kreisförmig auf dem Vorderdeckel Kettenspuren • bei Restaurierung ergänzt: zwei Langriemenschließen unter Verwendung zweier alter Beschläge, gemäß altem Zustand auf Rückdeckel schließend; auf dem Vorderdeckel fünf Buckelbeschläge aus Messing Spuren von Blattweisern ehemalige Pergamentspiegel bei Restaurierung freistehend eingebunden; ausführlich zum Einband Schrijen (s.u.). Die Hs. wurde jüngst, ausgehend von einer Neubeurteilung ihres Schriftstils und ihrer als typisch französisch eingestuften ,umgekehrten' Einbandtechnik (Ausrichtung von Schließen und Betitelung auf den Rückdeckel, Schutzbuckel auf dem Vorderdeckel), deutlich vor 1200 datiert und vermutungsweise in die Zisterzienserabtei Morimond lokalisiert (Finger und Schrijen; s.u.). Doch deutet gerade der paläographische Befund eher auf ihre Entstehung im ausgehenden 12. Jh., jedenfalls nicht vor dessen Mitte. Entgegen Finger S. 5 f. und Schrijen S. 437 spricht die Form der Kustoden (s.o.) nicht gegen diese Datierung, da sich derartige Kustoden auch noch in späteren ehemaligen Altenberger Hss. finden (vgl. etwa Ms. B 102: um 1200; Ms. B 117, 118, 131: 13. Jh.; Ms. B 51 [I], 129 Ms. B 30a 87: 14. Jh.). Schließlich beweist der Einband von Ms. B 117, in der Zisterzienserabtei Altenberg 1276 geschrieben, daß dort die o.g. Einbandtechnik eingesetzt wurde. So erscheint es naheliegend, daß auch vorliegende Hs. in Altenberg geschrieben und gebunden wurde, zumal sie sich dort zumindest kurz nach ihrer Herstellung bereits befand, wie ein paläographisch etwa zeitgleicher Besitzvermerk in frühgotischen Majuskeln auf dem freistehenden ehemaligen Vorderspiegel verso zeigt: LIBER SANCTE MARIE DE BERGE ■ auf dem freistehenden ehemaligen Vorderspiegel verso Vermerke von zwei Händen des 14./15. Jh.: sermo 83; pars secunda beati Bernhardi super cantica; ferner von einer weiteren spätmittelalterlichen Hand Eintrag: X / Villi (152™ wiederholt) • auf einem an den freistehenden ehemaligen Vorderspiegel (s.o.) angeklebten Pergamentstreifen recto von einer Hand des 14./15. Jh. kurze Liste mit Angaben zu Gesängen an Heiligenfesten • von einer Hand des 17. Jh. zwei Vermerke: ' l r auf dem oberen Rand: Habentur in hoc libro Sermones S. P. N. Bernardi a Sermone 37 usque 83 in Cantica; 2 152 va unterhalb der Textspalte: Duo Sermones S. Bernardi in Cantica videntur hie adhuc deesse; darüber Vermerk von einer Hand des 13./14. Jh.: defectus duorum sermonum ■ auf dem Rückdeckel Spuren eines mittelalterlichen Titelschildes (Fenestra) • auf dem Rücken Reste von drei Schildern, Beschriftung nur auf den beiden oberen erkennbar: Düsseldorf, nach 1803: <> Bernarn Cantica see.s posteriores s. memb. s.a. Altenberg, 16. Jh. (?): <.. Ber>«a//ca S'e Paste • die nach Aufhebung der Altenberger Abtei im November/Dezember 1803 in die Düsseldorfer Hofbibliothek gelangte Hs. ist verzeichnet in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 871 bzw. 1092; Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 871 bzw. 1092; Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [1] bzw. [34] (vgl. Redlich S. 118 f.); Altenberg, Inventar 1819 (Lacomblet), Nr. [22]; Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 37. Mosler S. 40, Nr. 19 • Perkow S. 1, Nr. 11 • Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 489 • Buchpaten gesucht (2) S. 14-17, Nr. 2 (mit Abb. des Einbandes) • Finger, Gedanken, S. 3-7 H. Finger, Die Altenberger Klosterbibliothek (1133-1803). Versuch eines knappen historischen Überblicks, in: Altenberger Blätter, Heft 11, März 2001, S. 5-15, hier 7 • Hammer, Buchmalerei, S. 22 • P. H. J. M. Schrijen, Ein Altenberger Bucheinband aus der Zisterzienser-Abtei zu Morimond. Ein Beitrag zur Geschichte der Bucheinbandtechnik, in: Bücherschätze S. 435-464, Abb.21(l r ). l ra - 152 va Bernardus Claraevallensis: Sermones 37-83 super Cantica canticorum. - Ed.: Leclercq/Rochais Bd. 2, S. 9-302 (Hs. genannt Bd. 1, S. XXVI). Stegmüller RB Nr. 1721 mit Suppl. - 152 vb leer. Ms. B 30a Bernardus Claraevallensis. Richardus de Sancto Victore Papier • I + 222 Bl. • 29x21 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent • 1473 (I); 1472 (II) Die Hs. wurde im 15. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld ■ Spuren von vier Buckeln auf dem Rückdeckel 130 Ms. B 30a ■ 2 Schließen ■ Merker an Bl. 166 und 213 • auf dem Vorderschnitt: D. Bern I ardus super I Ccmtica canti (18. Jh.?). Beide Teile der Hs. stammen von der Hand des Gerardus Messynck de Dingden, Kreuzherr in Marienfrede. Teil I ist datiert 1473, Teil II 1472. Im Kolophon auf Bl. 164 ra erwähnt der Schreiber, daß er 1473 31 Jahre alt war; wohl 1490/91 ist er in Marienfrede gestorben (s. van de Pasch, Definities, S. 188). Von seiner Hand stammen auch Ms. B 52, Ms. B 53, Teil I und Teile von Ms. B 153. Der im Kolophon auf Bl. 164 ra erwähnte Korrektor F. L. X. ist vermutlich Frater Lambertus de Xanctis (aus Xanten), der ab 1460/61 als Kreuzherr (und Schreiber) in Marienfrede belegt ist (zur Person s. Ms. B 15; außerdem nachweisbar in Ms. B 139, Ms. B 193, Ms. C 28) • der etwa gleichzeitige Einband und die von Teil I nach Teil II durchlaufenden Lagensignaturen belegen, daß die beiden Teile unmittelbar nach ihrer Fertigstellung zusammengebunden wurden • ein Besitzvermerk auf Bl I r belegt, daß die Hs. in der Bibliothek von Marienfrede aufbewahrt wurde: Liber fratrum sancte Crucis conventus Mariepacis (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel) bemerkenswert sind die Vermerke >Capitulum II textus< (Bl. 91 va ), >Capitulum tercium textus< (Bl. 143 ra ), >Capitulum III textus< (Bl. 166 va ), >Capitulum IUI textus< (Bl. 182 va ) und >Capitulum V textus< (Bl. 202 ra ). Diese Vermerke wurden von einer 2. Hand (Hand des Korrektors ?) an den Rand nachgetragen, jeweils am Anfang einer neuen Predigt bzw. eines neuen Kapitels. Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 490. I Bl. 1-165: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; 1473 (Bl. 164 ra ) • Wz.: Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP III 442 (1470; auch in Ms. B 74, Teil II—III); Buchstabe P = PiccP XVI 221 (1470; auch in Teil II); Buchstabe P (Siebpaar), nicht identifiziert, auch in Ms. B 47 (wohl Marienfrede, um 1475-1480); Buchstabe P (Siebpaar) Gruppe PiccP IX 966-1023 (1472-1477; auch in Ms. B 47); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP IX 815-816 (1472; auch in Ms. B 94b); Lilie Typ PiccLi III 1569-1570 (1471) • Lagen: Vorsatzbl. (Bl. I) + 13 VI 156 + (VI-3) 165 ■ Reklamanten der Schreiberhand (?); Lagensignaturen von al (Bl. l r ), a2 (Bl. 2 r ), usw. bis 06 (Bl. 162 r ), an manchen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 20-20,5 x 13-13,5 • 2 Spalten • 42^14 Zeilen • gute gotische Hybrida von der Hand des Gerardus Messynck de Dingden (s. Bl. 164 ra ); derselbe Schreiber schrieb auch Teil II • rubriziert • Bl. 7 ra 10-zeilige rot/blau geteilte Initiale mit rotem, grünem und violettem Fleuronne von guter Qualität. I r Besitzvermerk (s.o.) und Inhaltsverzeichnis derselben Hand. - I v -l v leer. 2 ra - 164 ra Bernardus Claraevallensis: Sermones super Cantica CANTICORUM. Sermones 1-86. (2 ra -4 rb ) Unvollständiges Register (A-P). (5 ra -6 vb ) leer. (7 ra -164 ra ) Text. >Incipiunt Sermones beati Bernardi abbatis super Cantica canticorum Salomonis. Sermo primus.< Überschrift auf Bl. 6 . Am Schluß: >Hunc ultimum sermonem beatus Bernardus morte preventus non finivit, sicut dixit se legisse in Clarevalle abbas de Monterna.< 2. Hand: >Correctum 1480 per F. L. X. Orate pro eo. Ave Maria, etc.< 1. Hand: >Hos sermones beati Bernardi abbatis Clarevallensis 131 Ms. B 30a super Cantica scripsit frater Gerhardus Messynck de Dyngeden presbiter conventualis Mariepacis, ordinis Cruciferorum, finiendo eosdem anno Domini M CCCC LXXIII in festo Vincencii martiris [22. Jan. 1473], hora ferme sexta de sero et 31° sue etatis anno. Deo gracias.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 1, S. 1-255 und Bd. 2, S. 1-320. Stegmüller RB Nr. 1721 mit Suppl. - 164 rb -165 vb leer. II Bl. 166-222: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; 1472 (Bl. 212 va und 222 rb ) • Wz.: Buchstabe P = PiccP XVI 222 (1471, 1472); Buchstabe P ~ PiccP XVI 221 (1470; auch in Teil I); Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2035/2128 (1470-1474) ■ Lagen: 4 VI 213 + (VI-3) 222 • Reklamanten der Schreiberhand (?); Lagensignaturen von pl (Bl. 166 r , p2 [Bl. 167 r ], usw. bis t6 (Bl. 219") • Schriftraum 20-20,5 x 13-13,5 • 2 Spalten • 42^4 Zeilen • gute gotische Hybrida von der Hand des Gerardus Messynck de Dingden (s.o.) • rubriziert • Bl. 166 va 12-zeilige rot/blau geteilte Initiale mit rotem, grünem und violettem Fleuronne von guter Qualität; Bl. 214 ra 4-zeilige Initiale vom gleichen Typ. 166 ra - 213 rb [Ps.-] Richardus de Sancto Victore: Explicatio in Cantica CANTICORUM. (166 ra-rb ) Register. >Incipit tabula capitulorum tractatus magistri Richardi de Sancto Victore super Cantica canticorum.< (166 r -213 r ) Text. Cap. 1—41. >Incipit tractatus magistri Richardi de Sancto Victore super Cantica canticorum. Quomodo inquiete queratur Deus et de amplioris gracie desiderio. Capitulum primum.< (212 va ) Kolophon zwischen Cap. 40 und 41: >Explicit tractatus magistri Richardi de Sancto Victore super Cantica canticorum per me fratrem Gerhardum Messinck, filium huius parrochie scilicet Dyngeden, presbiterum Mariepacis, anno Domini M CCCC LXXII in profesto conversionis sancti Pauli [24. Jan. 1472].< Der Prolog und Cap. 42 fehlen. - Druck: PL 196, 410-522. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Stegmüller RB Nr. 7330 mit Suppl. (diese Hs. genannt); DSAM Bd. 13, Sp. 602-603. Zur Verfasserfrage s. J. W. M. Schellekens, De betwisting van Richard van St. Victors auteurschap der Expositio in Cantica canticorum (...), in: Ons geestelijk erf 64, 1990, S. 107-129 (mit Benutzung dieser Hs. als D2). - 213 v leer. 214 ra - 222 rb Richardus de Sancto Victore: [Mysticae annotationes] IN PS. 28. >Incipit tractatus magistri Rychardi de Sancto Victore super Psalmum ' Afferte Deo filii DeV', etc.< Überschrift auf Bl. 213 vb . Am Schluß: >Explicit tractatus magistri Richardi de Sancto Victore in festo Agathe, hora octava de mane, anno Domini M 472 [5. Febr. 1472] per me fratrem Gerhardum Messynck de Dyngeden.< Am Ende unvollständig. - Druck: PL 196, 285-308, Z. 18 von oben. S. auch Stegmüller RB Nr. 7326 mit Suppl. 132 Ms. B 30b (diese Hs. genannt); DSAM Bd. 13, Sp. 618-620. Auch in Ms. B 21, Bl. 254 ra -265 r , dort mit Cap. 41 der Explicatio in Cantica canticorum des Hugo von Sankt Viktor als Prolog. - 222 v leer. Ms. B 30b Ps.-Richardus de Sancto Victore, deutsch Pergament • 117 Bl. • 22x15,5 • Münster i.W., Fraterhaus (?) • 1426 Bl. l r starke Schmutz- und Klebespuren. Lagen: (V-2) 8 + (1+IV) 17 + 12 IV 113 + II 117 . Eines der beiden am Ende der 1. Lage ohne Textverlust ausgeschnittenen Bll. der 2. Lage als Bl. 9 vorgcklebt. Lagensignaturen zu Bl. 10-113: bl-o4; Reklamanten (ab 3. Lage); Foliierung in Blei, 19. Jh. Schriftraum 16-16,5 x 10 • 31-32 Zeilen, Bl. 50-57: 34 Zeilen; Liniierung in Tinte ■ Textura von 2 Händen (Handwechsel 27 r ), vgl. W. Oeser, Beobachtungen zur Entstehung und Verbreitung schlaufenloser Bastarden. Eine Studie zur Geschichte der Buchschrift im ausgehenden Mittelalter, in: Archiv für Diplomatik 38, 1992, S. 235-343, hier S. 255, Anm. 33; gelegentlich zeitgenössische Randkorrekturen ■ rubriziert (im Kapitelverzeichnis auch blaue Anfangsbuchstaben), rote Kapitelzahlen über dem Recto, Lombarden im Bereich der 1. Hand 2-zeilig, dann 3-zeilig • 3 r Deckfarbeninitiale / in Blattgold, Blau und Rotbraun, spaltenlange Randverzierung mit schmaler Leiste und 4 auslaufenden Blattranken; vgl. das Missale aus Nienborg (dazu W. Oeser, Beobachtungen zur Strukturierung und Variantenbildung der Textura. Ein Beitrag zur Paläographie des Hoch- und Spätmittelalters, in: Archiv für Diplomatik 40, 1994, S. 359-439, hier S. 406), vollendet 1425 im Fraterherrenhaus zu Münster, als Leihgabe im dortigen Diözesanarchiv, Hs. 180; W. Oeser, Brüder des gemeinsamen Lebens in Münster als Bücherschreiber, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 5, 1964, Sp. 197-398, bes. 282 ff., mit Abb. 2). Einband im 19. Jh. repariert und ergänzt (VD und Rücken Schafleder); erhalten vom Einband des 15. Jh. nur der HD (dunkelbraunes Kalbleder) mit 3 Einzelstempeln (Osterlamm, Schriftleisten „ihesus" und „maria") aus der Werkstatt der Brüder vom gemeinsamen Leben in Münster, der Fraterherren „Zum Springbom" (Schunke S. 156 Nr. 117, 283 Nr. 157, 286 Nr. 230, alle bezeichnet: „Coesfeld I- O"; Bd. 2, 1996, S. 58 f., dort noch nicht berücksichtigt J. Vennebusch, Einbandstempel des Chorherrenstiftes Böddeken und des Fraterhauses in Münster, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 23, 1982, 1421-1428; ders., Beiträge aus dem Kölner Stadtarchiv..., in: Einbandforschung, H. 4, Febr. 1999, S. 20-23, hier S. 21 zu Schunke, Bd. 2, S. 58); s. Ms. A 17 und C 103, Einbände ders. Werkstatt in der ULB Düsseldorf (s.a. Karpp-Jacottet, Marienfrede, S. 286, Sp. a.) - Im 19. Jh. vorderes Gelenk verstärkt durch Falz aus einer Pergament-Hs.: liturgisches Fragment mit rotem Vierliniensystem, Textura 15. Jh. 2 Schließen abgerissen. Hs. 1426 vollendet (117 v ), wahrscheinlich im Fraterherrenhaus zu Münster i.W.; von dort in das „Große Schwesternhaus" der Augustinerinnen auf dem Klinkenberg in Coesfeld/Westf, vgl. Das Bistum Münster 1: Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel. Bearb. von W. Kohl. Berlin 1968, S. 84 ff. (Germania sacra, N.F. 3.); diese Hs. nicht genannt. l r dessen Besitzvermerk, 17./18. Jh: Über Conventus Virginum /In Marienbrink /... (2. und 3. Z. unter Rasur, kaum leserlich). Ob 117 v mit Johannes (am Ende der Subskription, hinzugesetzt?) ein zeitgenössischer Name, vielleicht der Stifter (1427) und 1. Rektor des Coesfelder Hauses, der Münsteraner Fraterherr Johannes Vischer (gest. 1442; s.a. W. Kohl, S.86 f., 101), gemeint ist? - Mundart: mittelniederdeutsch (bzw. mittelniederländisch mit östlichem Einfluß). 133 Ms. B31 C. Borchling, Mittelniederdeutsche Handschriften. 4. Reisebericht, Göttingen 1913, S. 84 f. • van den Bosch, Observantie, S. 135 ■ Kostbarkeiten UBD, Nr. 30, S. 74 f. (mit Abb. von Bl. 3 r ) • K. Ruh, Richard von St. Viktor, Art. in: VL 2 Bd. 8 (1992), Sp. 44-54 • J.W.M. Schellekens, De betwisting van Richard van St.-Victors auteurschap der Expositio in Cantica canticorum, beschouwd vanuit de handschriften en Hadewijch, in: Ons geestelijk erf 64, 1990, (S. 107-129) hier S. 113, 126 (Hss.liste: Sigle D) • G. Karpp, Die Sammlung mittelalterlicher Handschriften in der ÜB Düsseldorf, in: Westfälische Forschungen 41, 1991, (S. 360-378) S. 369 f. (mit Abb.) • Krämer S. 149,166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 491. l v - 117 r PS.-RlCHARDUS DE SANCTO VICTORE: EXPOSITIO IN CANTICA CANTICORUM, deutsch. (l v ) >Hyr beghynt de tafele der capittelen... (3 r ) >Hyr beghint een tractaet meyster Rychardus van sunte Victoer up Cantica canticorum. (Inc.:) Wo got ghesocht wert in rüsten unde...< IN minen beddekyn hebbe ik ghesoecht bi nachte ... (Ct 3,1) - ... (115 v ; Kap. 40 Expl.:) To welken uns brengen moete Ihesus Cristus de brudegom der hilligher kerken... amen. >Hyr endet een tractaet...< (115 v Zusatzkap., Inc.:) Cum in mynen hof myn suster... (Ct 5,1) - (117 r ) ...To welken werscap myn suster myne bruet. cum na den arbeide der stryden. Amen. >Hyr endet dit boec. God sys ghelouet.< (117 v , sonst leer:) >Dyt boec waert gheendighet in den iaer vns heren do men screef dusent vierhundert unde sesundetwintich. De des ghebruken de bidden ynnichliken vor de ghene deet bearbeydet unde ghetughet hebben. - Ihesus - Maria - Iohannes<. Druck, lat.: PL 196, 410— 522. Stegmüller RB, Nr. 7331 (Suppl.); K. Ruh (Lit.) Sp. 49 (diese Hs. genannt), dort auch zur fraglichen Verfasserschaft, Teileditionen usw. Textumfang: (1 V -2 V ) Kapitelverzeichnis (etwa wie bei Th. Mertens, Hendrik Mande en het Hoogliedcommentaar van (Pseudo-?) Richard van Sint- Victor, in: Ons geestelijk erf 57, 1983, S. 270-292; S. 274 f. abgedruckt), Kap. 1^10, dann am Ende das (ungezählte) Zusatzkapitel; ohne Prol. Ms. B 31 Bernardus Claraevallensis Pergament • I + 224 + I Bl. • 26,5x18,5 • Rheinland (?) ■ 13. Jh., 3. Viertel Lagen: Vorsatzbl. (Bl. I) + (V-l) 9 (Textverlust) + 5 V 59 + (V-l) 69 (Bl. 61 fehlt, Textverlust) + 2 IV 85 + V 95 + (VI-3) 104 (ohne Textverlust) + (V-l) 114 (Bl. 105 fehlt, Textverlust) + 3 IV 138 + V 148 + IV 156 + 5 V 206 + IV 214 + V 224 + (IV-6) 226 + Nachsatzbl. (Bl. 227) • Schriftraum 20-20,5 x 13-13,5 ■ 2 Spalten • 35 Zeilen • qualitätvolle gotische Textualis von zwei Schreibern: 1 Bl. l ra -122 rb , 2 Bl. 123 rb -226 rb • rubriziert ■ am Anfang fehlt vermutlich eine Widmungsminiatur; Bl. 122 v Miniatur 134 Ms. B31 (blattgroß, beschädigt): Kreuzigung Christi durch die Tugenden. Laut Swarzenski 1936 (s.u., mit Abb. 158) bezieht sich die Miniatur auf eine Textstelle in der auf Bl. 123 r anfangenden Osterpredigt des Bernhard von Clairvaux. Ferner abgebildet in Ph. Verdier, Un monument inedit de l'art mosan du Xlle siecle. La crucifixion du Walters Art Gallery, in: Revue beige d'archeologie et d'histoire d'art 30, 1961, S. 115-175, hier 170-171; H. Kraft, Die Bildallegorie der Kreuzigung Christi durch die Tugenden, Frankfurt 1976 (Diss. Berlin), S. 167 (Abb. I); J. Hamburger, The Rothschild Canticles, New Haven/London 1990, Abb. 141. Zu Ikonographie und Parallelüberlieferung s. H. Swarzenski, Beiträge zur Niederrheinischen Buchmalerei, Berlin 1934, S. 27-28 (diese Hs. besprochen); A. Katzenellenbogen, Allegories of the virtues and vices in mediaeval art, London 1939 (Neudr. Nendeln 1968), S. 38-39 (diese Hs. genannt); P. Thoby, Le Crucifix des origines au Concile de Trente, Nantes 1959, S. 138 (dazu die Rezension v. E. Lucchesi Palli in: Zs. f. kathol. Theologie 84, 1962, S. 359- 368, hier 366); R. Füglister, Das lebende Kreuz, Einsiedeln 1964 (Diss. Freiburg/CH), S. 130-133 (diese Hs. genannt); G. Schiller, Ikonographie der christlichen Kunst, Bd. 2, Gütersloh 1968, S. 149- 152 (diese Hs. genannt); G. Plotzek-Wederhake, Buchmalerei in Zisterzienserklöstern, in: Kat. Zisterzienser, S. 357-378, hier 375-376; Kraft, Bildallegorie (s.o.), passim (diese Hs. besprochen S. 6-14); Hamburger, aaO, S. 75; Regensburger Buchmalerei. Von frühkarolingischer Zeit bis zum Ausgang des Mittelalters, Red. F. Mütherich und K. Dachs, München 1987, S. 84, Nr. 61 und Abb. 133; H. M. Barth, Liebe - verwundet durch Liebe. Das Kreuzigungsbild des Regensburger Lektionars als Zeugnis dominikanischer Passionsfrömmigkeit, in: Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg 17, 1993, S. 229-268 (diese Hs. besprochen S. 232-233) • historisierte Initialen: (23 rb ) Initiale G mit Geburt Christi; Swarzenski 1936 (s.u.), Tafelbd, Abb. 159; (51 ra ) Initiale H mit Darbringung Christi; (94 vb ) Initiale Q mit Verkündigung; ebd., Abb. 160; (170 rb ) Initiale T mit Krönung Maria; ebd., Abb. 161. Die Initiale auf Bl. 123 ra wurde ausgeschnitten ■ Bl. 9 va , 32 va , 37 rb , 136™, 148 rb , 153 va , 157 rb , 162 ra , 184 vb , 187 ra , 189 vb und205 va 5-10-zeiligeFleuronne-Initialen. Helles Schweinsleder über Holzdeckeln; auf dem Vorderdeckel die Datierung 1607 und die nicht identifizierten Buchbinder-Initialen SVS; qualitätvolle Rollenstempel im Renaissance-Stil, darunter ein Stempel mit den Figuren der Fides, Fortitudo und Caritas mit der Inschrift FIDES. I EST.SU II FORT1T I UDO.70 II CAR1T I AS BEN.; s. dazu K. Haebler, Rollen- und Plattenstempel des XVI. Jahrhunderts, 2 Bde. Leipzig 1928-1929 (Neudr. Nendeln/Wiesbaden 1968), Bd. 2, S. 45 (Haebler liest TO statt 70) • frühneuzeitl. Metallbeschläge, zwei Schließen (eine defekt); fast identische Beschläge auf den Einbänden der Hss. Berlin SB Ms. lat. fol. 737 und Hdschr. 328 ■ Fragment Bl. I (früher Spiegel): Pergament; 26,5 x 18,5; Schriftraum 21 x 13; 2 Spalten; 40 Zeilen; gotische Textualis; rubriziert. Bl. I va 6-zeilige rot/blau geteilte Fleuronne-Initiale. 14. Jh., 1. Hälfte. I r leer; I v aus: [Ps.-Bernardus Claraevallensis: De interiori domo.] Prooemium und Cap. 1 (unvollständig). Druck: PL 184, 507-510, Z. 4 (bis ... videns se nudam) ■ Fragment Bl. 227 (früher Spiegel): Pergament; 26,5 x 18; Schriftraum 20,5 x 12,5; 2 Spalten; 35 Zeilen; qualitätvolle gotische Textualis; rubriziert. Rheinland (?); 13. Jh., 3. Viertel. 227 ra_vb aus: [Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum.] Dominica in Kalendis Novembris. Sermo 5 (am Anfang und am Ende unvollständig). Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 318, Z. 22 - S. 321, Z. 23. Das Fragment stammt aus einer Schwesterhs. des Ms. B 31: Schriftraum und Zeilenzahl sind identisch, der Textanfang von Bl. 227 r entspricht genau dem Textanfang von Bl. 210 r ; Bl. 227" enthält nur sieben Wörter mehr als Bl. 210 n . Dieser Befund läßt vermuten, daß Fragment und Hs. in derselben Werkstatt hergestellt wurden. Schrift und Miniaturen weisen darauf hin, daß die Hs. im 3. Viertel des 13. Jh. im Rheinland entstanden ist. Laut Kraft, Bildallegorie (s.o.), S. 6 und 131 wurde sie von der Hand eines niederrheinischen Künstlers ausgestattet. Die öfter vertretene Auffassung, die Hs. sei in Heisterbach entstanden, beruht wohl nur darauf, daß sie dort seit 1683 aufbewahrt wurde. Laut Vermerk auf Bl. 135 Ms.B31 226 r führte sie in diesem Jahr der Heisterbacher Abt Godfried Broichausen von dem Zistersienserinnenkloster Blatzheim (südwestl. Köln) nach seinem Kloster: Hunc librum sermonum ex Blatzheim ad Heisterbacensem bibliothecam transtulit reverendissimus dominus Godefridus Broichausen abbas Heisterbacensis dum visitaret monasterium anno 1683 [17. Jh., Ende]. Zu Blatzheim s. H. E. Onnau, Das Cistercienserinnenkloster Blatzheim, in: Klöster und Stifte im Erftkreis, hg. v. H. Weingarten, Brauweiler 1988, S. 65-84. Clemen, Kunstdenkmäler, S. 69, Nr. 7 • H. Swarzenski, Die lateinischen illuminierten Handschriften an Rhein, Main und Donau, 2 Bde. Berlin 1936, Textband, S. 95-96, Nr. 11; Tafelband, Abb. 158-161 • Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 5 • Kraft, Bildallegorie (s.o.), S. 131 Krämer S. 89, 343 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 492 • S. H. Brunsch, Das Zisterzienserkloster Heisterbach von seiner Gründung bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Siegburg 1998 (Bonner hist. Forsch, 58), S. 466. l ra - 104 vb [Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum.] Pars hiemalis. (l ra -9 va ) In Adventu Domini. Sermones 1-7. Sermo 1 am Anfang unvollständig wegen Blattverlust. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 164, Z. 10 - S. 196. (9 va -23 ra ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermo 1-6. Druck: aaO, S. 197-244. (23 ra -30 ra ) In Nativitate Domini. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 244-270. (30 ra -31 ) Guerricus Igniacensis: Sermo 1 de Nativitate Domini. Druck: PL 185, 29-32. (31 va -32 va ) De festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 270-273. (32 va -37 rb ) In Circumcisione Domini. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 273- 281. (37 ra -42 rb ) In Epiphania Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 291- 309. (42 rt M3 rb ) In Octava Epiphaniae Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 310- 313. (43 r —46 va ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 314-326. (46 va -49 ra ) [Vita metrica sanctae Agnetis v. et m.] >In festo sancte Agnetis.< Festiva celebritatis hodierne gaudia I Sande Agnetis passio nobis est gloriosissima ... - ... regnanti in patris solio I cum Spiritu Paraclyto in secula seculorum. Amen. Auch in Köln StA GB 4° 195, Bl. 144-147 v überliefert (s. J. Vennebusch, Die homiletischen und hagiographischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 1: Die Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln u.a. 1993 [Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 6,1], S. 165). (49 ra -51 ra ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 327-334. (51 ra -53 va ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 334- 344. (53 va -55 va ) In Septuagesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 344-352. (55 va -62 vb ) In Quadragesima. Sermones 1-4 und 6. Sermo 6 am Ende unvollständig wegen Blattverlust. Druck: aaO, S. 353-371, 377-380, Z. 8. Bl. 61 fehlt. (62 ra -92 vb ) In Quadragesima de Psalmo 'Qui habitat'. Sermones 1-17. Sermo 1 am Anfang unvollständig wegen Blattverlust. Druck: aaO, S. 386, Z. 21 - S. 492. (92 vb -94 va , 5. Z. v. unten) In Natali s. Benedicti. Sermo. Am Ende unvollständig. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, 136 Ms. B31 S. 1-9, Z. 2. (94 va , 4. Z. v. unten - 104 ra ) Sermones super 'Missus est'. Sermones 1-3 (ohne Praefatio). Druck: aaO, Bd. 4, S. 13^16. - 104 rb_vb leer. Bl. 105 fehlt. 106 ra - 226 vb [Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum.] Pars aestivalis. (106 ra -107 va ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 3, 2 und 1. Der Anfang von Sermo 3 fehlt wegen Blattverlust. Druck: aaO, Bd. 5, S. 37, Z. 16^12, und 13-34. (112 ra -116 ra ) In Ramis palmarum. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 42-55. (116 ra -117 ra ) Guerricus Igniacensis: Sermo 1 in dominica in Ramis palmarum. Druck: PL 185, 127-130. (117 ra -120 vb ) Feria IV in hebdomadae sanctae. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 56- 67. (121 ra -122 rb ) In Coena Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 67-72. (122 v ) Miniatur (s. oben). (123 ra -132 va ) In Resurrectione Domini. Sermones 1-4. Druck: aaO, S. 73-111. Der Anfang von Sermo 1 fehlt (Initiale ausgeschnitten). (132 va -135 va ) In Octava Paschae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 112-121. (135 va -136 ra ) In Rogationibus. Sermo. Druck: aaO, S. 121-123. (136 ra -148 rb ) In Ascensione Domini. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 123-160. (148 rb -153 vb ) In die Pentecostes. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 160-176. (153 vb -156 va ) In Nativitate s. Johannis Bapt. Sermo. Druck: aaO, S. 177, Z. 24-S. 184. Der Anfang (Sit procul ab his ... - ... mutos loqui) fehlt. (156 va -157 rb ) In Vigilia ss. Petri et Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 185- 187. (157 rb -162 va ) In sollemnitate app. Petri et Pauli. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 188-201. (162 ra -163 rb ) Dominica IV post Pentecosten. Sermo. Druck: aaO, S. 202-205. (163 rb -165 vb ) Dominica VI post Pentecosten. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 206-213. (165 vb -166 vb ) De altitudine et bassitudine cordis. Sermo. Druck: aaO, S. 214-216. (166 vb -170 rb ) In labore messis. Sermones 3, 1 und 2. Druck: aaO, S. 222-228 und 217-222. (170 rb - 174 rb ) In Assumptione b. Mariae. Sermones 4 (am Ende unvollständig), 1-2 und 6. Druck: aaO, S. 244-245, Z. 9, 228-238 und 260-261. (174 rb -178 va ) Dominica infra octavam Assumptionis. Sermo. Druck: aaO, S. 262-274. (178 va -183 ra ) In Nativitate b. Mariae. Sermo. Druck: aaO, S. 275-288. (183 ra -184 vb ) Sermo ad abbates. Druck: aaO, S. 288-293. (184 vb -187 ra ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de Nativitate b. Mariae virginis. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 44. Druck: PL 144, 736-740. S. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (187 ra -189 vb ) In Commemoratione s. Michaelis. Sermones 1-2. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 294-303. (189 vb -202 va ) In festivitate Omnium sanctorum. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 327-370. (202 va -204 vb ) In transitu s. Malachiae ep. Sermo. Druck: aaO, S. 417^23. (204 vb -205 va ) Epistola 374. Ad fratres Hiberniae de morte b. Malachiae. Druck: aaO, Bd. 8, S. 335-337. (205 va -212 vb ) Dominica in Kalendis Novembris. Sermones 1-5. Druck: aaO, Bd. 5, S. 304-326. (212 vb -217 va ) In 137 Ms. B 32 festivitate s. Martini ep. Sermo. Druck: aaO. S. 399^12. (217 ra -218 va ) In Natali s. Clementis. Sermo. Druck: aaO, S. 412-417. (218 va -219 vb ) In Vigilia s. Andreae ap. Sermo. Druck: aaO, S. 423^126. (219 vb -222 ra ) In Natali s. Andreae. Sermo 1. Druck: aaO, S. 427-433. (222 ra -224 vb , 225 ra ~ vb , 226 ra_rb ) In Dedicatione ecclesiae. Sermones 1-3, 5 und 6. Sermo 3 am Ende unvollst., Sermo 5 am Anfang und am Ende unvollst., Sermo 6 am Anfang unvollst., jeweils wegen Blattverluste. Druck: aaO, S. 370-381, Z. 8; S. 391, Z. 5-S. 394, Z. 6; S. 397, Z. 21-45. 398. Am Schluß: Explicit über sermonum beati Bernardi abbatis de toto anno. Sit laus et gloria Christo [Nachtrag, 14. Jh., 1. Viertel]. Bestand nach Schneyer: Bl. l ra -30 ra : Bd. 1, S. 446-452, Nr. 1-7. 13-22. Bl. 30 ra -31 va : Bd. 2, S. 248, Nr. 6. Bl. 31 va -46 va : Bd. 1, S. 446-452, Nr. 24. 26. 25. 27-33. Bl. 49 ra -60 ra : Bd. 1, S. 446^49, Nr. 89. 91-93. 34-39. Bl. 62 ra -104 ra : Bd. 1, S. 446^148, Nr. 44-60. 96. 9- 11. Bl. 106 ra -116 ra : Bd. 1, S. 446-449, Nr. 96-98 und 61-63. Bl. 116 ra — 117 ra : Bd. 2, S. 250, Nr. 30. Bl. 117 ra -184 vb : Bd. 1, S. 446-452, Nr. 64-68. 175. 69-79. 100-104. 80-81. 83. 167-170. 108. 105-107. 109-110 und 166. Bl. 184 vb -187 ra : Bd. 4, S. 251, Nr. 7. Bl. 187 ra -204 rb : Bd. 1, S. 449- 451, Nr. 111-118. Bl. 205 va -226 rb ) Bd. 1, S. 448^151, Nr. 84-88. 120-123. 126-128 und 130-131. Zur hsl. Überlieferung s. H. Rochais, J. Leclercq, La tradition des sermons liturgiques de S. Bernard, in: Scriptorium 15, 1961, S. 240-284, hier S. 256-260 (vorliegende Hs. gehört der 'Serie Pf complete' an). Laut Leclercq, Etudes, S. 227, wäre vorliegende Hs. die Vorlage von Köln StA W 255; auch in der Kölner Hs. ist die Kreuzigung Christi durch die Tugenden dargestellt. - 226 v leer (Federproben). Ms. B 32 Bernardus Claraevallensis Alte Sign.: B 62 ■ Papier und Pergament • 201 Bl. • 21x14 • Beyenburg, Kreuzherrenkonvent • 1446 Pergament: das innere und äußere Doppelbl. jeder Lage • Wz.: Krone Typ PiccKr I 313 (1428— 1462) und zwei nicht identifizierte Trauben-Wz. • Lagen: 4 VI 48 + V 58 + 12 VI 201 (Bl. 68a nach Bl. 68); Reklamanten der Schreiberhand; bemerkenswerte Lagensignaturen, erhalten ab Bl. 13 r : bl-b4, cl—c4, usw., normalerweise auf der Rektoseite des 1., 2., 4. und 6. Blattes jeder Lage (abweichend in der 5. und in der letzten Lage) • Schriftraum 14,5 x 8 • 17-25 Zeilen • unregelmäßige, etwas bizarr wirkende gotische Hybrida von der Hand des Kreuzherren Johannes Rode; vgl. W. Oeser, Beobachtungen zur Entstehung und Verbreitung schlaufenloser Bastarden. Eine Studie zur Geschichte der Buchschrift im ausgehenden Mittelalter, in: Archiv für Diplomatik 38, 1992, S. 235- 343, hier 289 (Schrift dieser Hs. besprochen) • rubriziert. 138 Ms. B 32 Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Andreaskreuz im Mittelfeld • Reste einer Schließe • Rücken erneuert • Fragmente: 2 Teile von einem (?) Einzelbl. als Spiegel im Vorderdeckel und Rückdeckel; Pergament; je 13,5 x 21; Schriftraum (?) x 17,5; Zeilenzahl nicht feststellbar; gepflegte gotische Textualis; Quadratnotation auf vier roten Linien; rubriziert; 14. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Antiphonarium. Gesänge für die Oktav der Epiphania Domini. Im Vorderdeckel u.a.: >In octava Epiphanie. Ad Vesperas.< Ante luciferum [genitus] ... CAO, Bd. 3, Nr. 1434. Im Rückdeckel: >Antiphona.< B[ap]tizat miles regem, servus dominum ... CAO, Bd. 3, Nr. 1553; >Invitatorium.< Christus apparuit nobis, v[enite adoremus]. CAO, Bd. 3, Nr. 1054. Nachgetragene Notizen und Kritzeleien (15. Jh., 2. Hälfte). Nach den Angaben im Kolophon (Bl. 200") entstand die Hs. im Jahr 1446. Der Schreiber nennt sich dort Johannes Rode; er ist 1447 als conventualis domus Lapidee, also als Angehöriger des Kreuzherrenkonvents in Beyenburg (Steinhaus) bei Wuppertal belegt (s. van de Pasch, Definities, S. 87). Die Hs. dürfte somit in diesem Kloster entstanden sein • auf Beyenburg als Bibliotheksheimat der Hs. deuten ein alter Inhalts- und Besitzvermerk im Vorderdeckel: Liber sermonum beati Bernardi abbatis de diversis. Et est fratrum sancte Crucis domus Lapidee wie auch die Signatur B .X., ebenfalls im Vorderdeckel (beide 15. Jh., 2. Hälfte). Zum Kloster Beyenburg s. P. van den Bosch, Sie teilten mit Jedermann. Eine kurze Geschichte des Ordens der Kreuzherren, Bonn 1978, S. 47—48 (Lit.). Krämer S. 83 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 493. l r - 178 r Bernardus [Claraevallensis]: Sermones de diversis. Incipiunt Sermones beati Bernardi abbatis de diversis. De >nimia quadam fallacia presentis vite. Sermo primus.< Sermones 1-32. 40^42. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,1, S. 73-221 und 234-261 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Schneyer Bd. 1, S. 449-451, Nr. 132-163 und 171-173. 178 v - 200 r BERNARDUS [CLARAEVALLENSIS]: PARABOLAE. >Parabola beati Bernardi de filio regis. Sermo tricesimus sextus.< Parabolae 1. 5. 6 (ohne Introductio) und 2. Am Schluß: >Expliciunt Sermones beati Bernhardi abbatis de diversis. Per mefratrem Johannem Rode, anno gratie millesimo CCCC quadragesimo sexto, tercio nonas octobris [5. Oktober 1446], ad laudem sancte Trinitatis ac virginis gloriose et omnium sanctorum. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,2, S. 261-267, 282-285, 288- 295 und 267-273 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Der Text der Parabolae schließt unmittelbar bei den vorangehenden Sermones de diversis an. Nur die erste Parabola wird als Sermo bezeichnet. Parabola 6 entspricht Gilbertus Foliotus: Epistola 287. Druck: PL 190, 961-966. Zur hsl. Überlieferung s. H.-M. Rochais, Enquete sur les sermons divers et les sentences de saint Bernard, Rom 1962 (= Analecta sacri ordinis Cisterciensis 18, 1962, Fase. 3-4), passim (ohne Kenntnis dieser Hs.); Ders., Complement aux paraboles de saint Bernard, in: Citeaux 13, 1962, S. 273- 281 (nicht eingesehen). 139 Ms. B 33 200 r - 20 l v Predigtmaterialien. (200 r ) Exemplum. In Passione Domini relevatus [?] exemplar perfectionis omnium virtutum ut iam supra est factum ... (200 v ) Nisi habundaverit ... [Mt 5,20]. Duo tanguntur in hoc Ewangelio, quorum unum est super omnia, que possunt dici ... (200 v ) Audistis, quia dictum ... [Mt 5,21]. Hoc est unum deXpreceptis ... (201 r ) Ab occultis ... [Ps 18,13]. Nota. IX suntpeccata aliena. Primum est iussio, cum iubet aliquis aliquem precare de gratia ... (20l v ) [Petrus Cantor: Sermo in festo Omnium sanctorum.] Vidi turbam ... [Apc 7,9]. Thronus iste, quem vidit Johannes, est collectio sanctorum ... - Schneyer Bd. 4, S. 732, Nr. 104. Nachgetragene Notizen (15. Jh., 2. Hälfte), an manchen Stellen unleserlich. Ms. B 33 Bernardus Claraevallensis. Commentarius in Ps 118 Papier • II + 205 Bl. • 21 x 14,5 ■ Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); Westdeutschland • um 1450-1455 Die Hs. wurde im späten 15. oder im frühen 16. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel); doppelte und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel: kleiner herald. Adler (nach rechts, rhomb., umrandet), Blüte sechsblatt (nicht umrandet), Lilie (nicht umrandet) ■ Reste von zwei Schließen • Reste der alten Signatur D IUI (?) auf dem Vorderdeckel (Etikett, 15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh.) • Rücken beschädigt • Fragment im Rückdeckel: Pergament; 13,5 x 21; gotische Kursive. Teil einer Urkunde, datiert 1427, stark abgerieben, nur stellenweise leserlich. Der Wz.-Befund deutet für beide Teile der Hs. auf eine Entstehung um 1450-1455 • die Hs. stammt aus dem Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Besitzvermerk auf Bl. I r : Iste über pertinet conventui fratrum ordinis Sande Crucis in Duysseldorp [16. Jh., 1. Viertel] • Schrift und Ausstattung von Teil I sind denen in anderen Handschriften aus dem Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent sehr ähnlich; vermutlich ist dieser Teil auch dort entstanden. Jedes der vier Wz. in Teil I kommt auch in den Papiersorten vor, die für Ms. B 40 benutzt wurden. Die schlichte kursive Schrift in Teil II ist dagegen in Hss. dieser Herkunft nicht üblich; es fehlen hier außerdem die in Kreuzherren-Hss. häufig vorkommenden Fleuronne-Initialen. Dieser Befund läßt vermuten, daß Teil II zwar in Westdeutschland, aber wahrscheinlich nicht im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent entstanden ist. Die Einbandstempel (s.o.) sind auf weiteren Einbänden aus dem Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent belegt (Ms. B 40, Ms. B 41 u.ö.). Der Pergamentstreifen zwischen Bl. I und II stammt aus derselben Hs. wie die bemerkenswerten Makulaturfragmente (Schreibübungen) in den Deckeln von Ms. B 40. Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 494. 140 Ms. B 33 I Bl. 1-118: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1450-1455 • Wz.: Ochsenkopf = PiccO XIV 96 (1453-1458; auch in Ms. B 54); Traube = PiccFr I 266-267 (1453); Krone (nicht identifiziert; auch in Ms. B 64, Teil I und Ms. B 152) und 2 x Buchstabe P: I = PiccP IX (1721-1727; auch in Ms. B 55 und Ms. B 152); II = PiccP IX (1701-1712; auch in Ms. B 152) alle Wz. bis auf P II auch in Ms. B 40; • Lagen: i" + 12 V 1 l8a (Bl. 72a nach 72, Bl. 118a nach 118) • Lagensignaturen ab al (Bl. l r ), a2 (Bl. 2\ usw. bis m5 (Bl. 114 r ) • Schriftraum 14,5 x 9 (bis Bl. 51 r ) bzw. 15,5 x 9,5 (ab Bl. 51 v ) • Bl. l-50 v 26-29 Zeilen, Bl. 51-118 v 29-32 Zeilen; ab Bl. 51 r (Anfang einer neuen Lage) vermutlich Kammliniierung (9 Zeilen; siehe die unregelmäßige Liniierung auf Bl. 99 v , 100 r , 109 v u.ö.) unregelmäßige gotische Hybrida, vermutlich von zwei Schreibern; Schreiberwechsel auf Bl. 41 v • rubriziert • Bl. 2 r , 92 v und 107 v 2-8-zeilige Fleuronne-Initialen im niederländisch-westdeutschen Stil. I r Besitzvermerk (s.o.) und Inhaltsverzeichnis derselben Hand. - I v —II V leer. l r - 91 v Bernardus Claraevallensis: Sermones de diversis. (1™) Übersicht über die nachfolgenden Predigten. (l v -17 r ) >Incipiunt sermones beati Bernhardi de diversis. Primo de nimia quadam fallacia presentis vite. Sermo primus.< Sermones 1-3. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,1, S. 73-93. (17 r -18 v ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in Quadragesima de Oratione dominica. Druck: PL 183, 181-183. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 70. (18 v -76 r ) Sermones 4-31. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,1, S. 94-218. (76-77 v ) Sermones per annum. De altitudine et bassitudine cordis. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 214-216. (77 v -91 v ) Sermones 32. 40-^12. Am Schluß: >Expliciunt sermones beati Bernardi de diversis.< Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,1, S. 218-221 und 234-261. Zur hsl. Überlieferung s. H. M. Rochais, Saint Bernard est-il l'auteur des sermons 40, 41 et 42 'De diversis'?, in: Revue benedictine 72, 1962, S. 324-345, hier 327-328 (diese Hs. besprochen, jedoch mit der falschen Signatur B 53). 92 r - 107 v Bernardus Claraevallensis: Ad clericos de conversione. (92™) Kapitelverzeichnis. (92 v -107 v ) Text. >Incipiunt sermones beati Bernardi frequentes ad clericos. Capitulum primum de conversione ad Dominum.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 61-116. 107 v - 118 r Bernardus Claraevallensis: Parabolae. >Incipiunt Parabole beati Bernhardi abbatis Clarevallensis. Et primo de filio regis.< Parabolae 1. 5. 6 und 2. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,2, S. 261-267. 282-285. 288-295 und 267-273. Es fehlt die Introductio zu Parabola 6. Dieselben Parabolae (in derselben Reihenfolge) auch in Ms. B 32, Bl. 178 v - 200 r (Lit.).-118 v -118a v leer. 141 Ms. B 34 II Bl. 119-203: Westdeutschland; um 1450-1455 • Wz.: Ochsenkopf- PiccO VII 852-853 (1449- 1455); Ochsenkopf Typ PiccO VII 407 (1448-1453; auch in Ms. B 54) • Lagen: VI 130 + (VII-1) 143 (Textverlust) + V 153 + 2 VI 177 + (V+l)' 88 + VI 200 + (III-3) 203 (ohne Textverlust) • Schriftraum 16- 17x9,5-10 • 37^13 Zeilen • schlichte gotische Kursive ■ rubriziert. 119 r - 203 v [COMMENTARIUS IN Ps. 118, 1-120.] Beati immaculati ... [Ps 118,1]. Iste Psalmus, quanto est in superfwie verborum apertior, tanto misteriorum profunditate est profundior. Similibus quidem verbis ... - ... naturalia destruit, scientiam destruit. - Stegmüller RB Nr. 8772 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Vollständig erhalten (Kommentar bis Ps 118,176) in Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 312, Bl. l-135 v (s. Rose, Verzeichniss, Nr. 501, dort mit einer Übersicht über den Inhalt und die Arbeitsweise des Verfassers). Auch in Hs. St. Agatha/Cuijck (NL), Kreuzherrenkonvent, C 11, Bl. l-155 v (s. I. Stahl, Die Handschriften der Klosterbibliothek Frenswegen, Wiesbaden 1994, S. 110, wo das Werk einem nicht weiter bekannten Ambrosius episcopus Angliae zugeschrieben wird). Ms. B 34 Bernardus Claraevallensis. Ps.-Bernardus Claraevallensis. Ps.-Anselmus Cantuariensis Pergament • 217 Bl. • 30x21,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 14. Jh., 2. Viertel Lagen: 6 VI 84 + I 86 + 10 VI 206 + (VI-1) 217 (Textverlust) • Schriftraum 24 x 15,5-16 • 2 Spalten • 38 Zeilen • schlanke, qualitätvolle gotische Textualis von fünf Schreibern: 1 Bl. l ra -85 va , 2 Bl. 87 ra - 96* 3B1. 96 va -127 ra , 4 Bl. 127 ra -194 va , 5 Bl. 195 ra -217 rb • rubriziert • 2-8-zeilige Fleuronne- Initiale am Anfang jeder Predigt, gelegentlich mit einem Fleuronne-Stab am linken Rand (Bl. 9 va , 10 va , 15 vb u.ö.), mit Schnabelflügelblättern (Bl. 51 rb , 52 ra , 74 ra ), mit einem Drachen (Bl. 54 vb , 60 va , 79 rb ) oder mit einem Fisch (Bl. 47 ra ) im Buchstabeninneren oder in den Ausläufern. Die Initialen auf Bl. 40*, 49*, 77 vb , 80 va und 127 va wurden ausgeschnitten (einige Textverluste). Helles, stark verschmutztes Schweinsleder über Holzdeckeln (16. Jh.); dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen, die mit Rollenstempeln besetzt sind (Bogenfries und Ranke mit Blüten); Einzelstempel Blumentopf (nicht umrandet) im Mittelfeld • Spuren von 4 Buckeln vorne und hinten • 2 Schließen (eine erneuert) • aus derselben (wahrscheinlich Altenberger) Werkstatt wie der Einband von Ms. B 43. 142 Ms. B 34 Schrift und Ausstattung (Fleuronne-Initialen) lassen vermuten, daß die Hs. im 2. Viertel des 14. Jh. entstanden ist. Sie stammt aus der Bibliothek der Zisterzienserabtei Altenberg. Dies belegt der Besitzvermerk auf Bl. 217 vb : Est über istepie, Veteri de Monte Marie. Si quisfuratur, anathema sit et moriatur (14. Jh., 2. Hälfte). Ob die Hs. auch in Altenberg geschrieben wurde, ist unsicher • im Vorderdeckel: Gomanis Contiled (?; 17. Jh. ?) zahlreiche Randbemerkungen und Korrekturen (16.-18. Jh.). Mosler S. 40, Nr. 20 • Perkow S. 2, Nr. 12 • Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 495. l ra - 85 va Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. (l ra -9 r ) >Incipiunt sermones beati Bernardi abbatis de adventu Domini.< In Adventu Domini. Sermones 1-7. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 161-196. (9 rb -10 rb ) In Vigilia s. Andreae ap. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 423-426. (10 rb -14 rb ) InNatali s. Andreae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 427^140. (14 rb -15 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in festo s. Nicolai ep. Druck: PL 184, 1055-1060. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 59. Druck: PL 144, 835-839. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (15 va -28 va ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermones 1-6. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 197-244. (28 va -35 ra ) In Nativitate Domini. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 244-270. (35 ra ~ vb ) De festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Sermo. Druck: aaO, S. 270-273. (35 vb -40 ra ) In Circumcisione Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 273- 291. (40 ra -45 ra ) In Epiphania Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 291- 309. (45 ra " vb ) In Octava Epiphania. Sermo. Druck: aaO, S. 310-313. (45 vb - 49 ra ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 314-326. (49 rb -51 rb ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 327-334. (51 rb -53 va ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 334-344. (53 va -55 va ) In Septuagesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 344-352. (55 va -62 rb ) In Quadragesima. Sermones 5. 1-4 und 6. Druck: aaO, S. 372-376. 353-370 und 377-380. (62 rb -64 vb ) In Natali s. Benedicti. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 1-12. (64 -71 va ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 3. und 1-2. Druck: aaO, S. 34-42 und 13-34. (71 va -73 ra ) Richardus de Sancto Victore: Mysticae adnotationes in Ps. 71. Druck: PL 196, 383-388. Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Stegmüller RB Nr. 7326 mit Suppl.; DSAM Bd. 13, 618-620. (73 ra -74 ra ) In Annuntiatione Dominica. Sermo 3, Abschnitte 7-10. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 39-42. (74 ra - 76 vb ) Sententiae III, 127. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 6,2, S. 246-255. Stegmüller RB Nr. 1731. Zur Verfasserfrage s. Wilmart, Auteurs spirituels, S. 228-229 (Guigo Carthusianus ?); Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 73. (76 vb -80 va ) In Ramis palmarum. Sermones 1-3. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 42-55. (80 va -84 ra ) Feria IV hebdomadae sanctae. 143 Ms. B 34 Sermo. Druck: aaO, S. 56-67. (84 ra -85 va ) In Cena Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 67-72. Bestand nach Schneyer: Bl. l ra -9 rb : Bd. 1, S. 442, Nr. 1-7. Bl. 9 rb -10 rb : Bd. 1, S. 449, Nr. 122-123. Bl. 14 rb -15 va : Bd. 4, S. 251, Nr. 15. Bl. 15 v M9 ra : Bd. 1, S. 443, Nr. 13-24. 26. 25. 27-33. Bl. 49 rb -53 va : Bd. 1, 5. 447, Nr. 89. 91-93. Bl. 53 va -61 rb : Bd. 1, S. 444, Nr. 34-35. 40. 36-39. Bl. 62 rb -74 ra : Bd. 1, S. 447, Nr. 96. 99. 97-98. und 99 (!). Bl. 76 vb -85 va : Bd. 1,S. 445, Nr. 61-65. 85 va - 86 ra [Ps.-]Bernardus Claraevallensis: Soliloquium. >Incipit Soliloquium beati Bemardi.< Nachtrag (14. Jh., 2. Hälfte). Aus zwei Quellen zusammengesetzt. (85 va -85 vb , 10. Z. v. unten) [Guilelmus de Sancto Theodorico: De contemplando Deo.] Prooemium. Druck: PL 184, 365-367, Z. 2 u.ö. Zur Verfasserfrage s. SC 61 bis, S. 18-19; CCCM 86, XXIV- XXV. (85 vb , 10. Z. v. unten - 86 ra ) [Disputatio cuiusdam iusti cum Deo.] Surge et exi hinc. Domine, bonum est nos hie esse ... -... itead onera vestra [Ex 5,4]. Druck: PL 184, Sp. 1155, 12. Z. v. unten - Sp. 1156, 2. Z. v. unten. Dieser Teil der Disputatio als eigenständiger Text in Cittä del Vaticano BAV Reg. lat. 285, Bl. 20 v (s. A. Wilmart, Codices Reginenses latini, Bd. 2, Cittä del Vaticano 1945, S. 97). - 86 rb ~ vb leer. 87 ra - 194 va Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars aestivalis. (87 ra -94 ra ) In Resurrectione Domini. Sermones 1-4. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 73-111. (94 ra -96 rb ) In Octava Paschae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 112-121. (96 rb ~ vb ) In Rogationibus. Sermo. Druck: aaO, S. 121-123. (96 vb -106 va ) In Ascensione Domini. Sermones 1- 6. Druck: aaO, S. 123-160. (106 va -lll ra ) In die Pentecostes. Sermo 1. Druck: aaO, S. 160-176. (lH ra -112 ra ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo de excellentia ss. Sacramenti. Excerpta. Unde nobis hoc, bone Ihesu, ut nos vermiculi reptantes super faciem terre ... - ... fratrem fratres reeepturi. Druck (vollständig): PL 184, Sp. 983, Z. 21-992. (112 ra -115 vb ) Ps.-Bernardi Claraevallensis: Sermo de excellentia ss. Sacramenti. Unvollständig. Panem anglorum inadvertavit homo ... - ... sumentibus provisum est in salutem et gloriam. Amen. Druck: PL 184, Sp. 981-990, 15. Z. v. unten. (115 vb -119 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in Nativitate s. Johannis Bapt. Druck: PL 184, 991-1002. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 23. Druck: PL 144, 627-637. Vgl. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (119 vb -122 ra ) In Nativitate s. Johannis Bapt. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 176-184. (122 ra -127 ra ) Guerricus Igniacensis: Sermones in Nativitate s. Johannis Bapt. Sermones 1-4. Druck: PL 185, 163-176. (127 ra ~ va ) In Vigilia apostolorum Petri et Pauli. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 185-187. (127 va -131 ra ) In sollemnitate apostolorum Petri et Pauli. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 188-201. (131 ra — 144 Ms. B 34 132 ra ) Dominica IV post Pentecosten. Druck: aaO, Bd. 5, S. 202-205. (132 ra -134 ra ) Dominica VI post Pentecosten. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 206-213. (134 ra ~ vb ) De altitudine et bassitudine cordis. Sermo. Druck: aaO, S. 214-216. (134 vb -137 va ) In labore messis. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 217-228. (137 va -145 vb ) In Assumptione b. Mariae. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 228-260. (145 vb -149 rb ) Dominica infra octavam Assumptionis. Sermo. Druck: aaO, S. 262-274. (149 rb_va ) In Assumptione b. Mariae. Sermo 6. Druck: aaO, S. 260-261. (149 va -153 ra ) In Nativitate b. Mariae. Sermo. Druck: aaO, S. 275-288. (153 ra -155 ra ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de Nativitate b. Mariae v. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 44. Druck: PL 144, 736-740. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (155 ra -156 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de Exaltatione Crucis. Entspricht im wesentlichen Ps.-Petrus Damiani: Sermo 47. Druck: PL 144, 761-766. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (156 va -157 vb ) Sermo ad abbates. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 288-293. (157 vb -159 vb ) In commemoratione s. Michaelis. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 294-303. (160 ra -170 ra ) In Festivitate omnium sanctorum. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 327-370. (170 ra -176 ra ) Dominica in Kalendis Novembris. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 304-326. (176 ra -178 ra ) In transitu s. Malachiae ep. Sermo. Druck: aaO, S. 417-423. (178 ra ~ va ) Epistola 374. Ad fratres Hiberniae de morte b. Malachiae. Druck: aaO, Bd. 8, S. 335-337. (178 va -182 rb ) In festivitate s. Martini ep. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 399^112. (182 rb -184 ra ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de s. Martino ep. Entspricht im wesentlichen Ps.-Petrus Damiani: Sermo 56. Druck: PL 144, 815-822. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. (184 ra -185 rb ) In Natali s. Clementis. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 412-417. (185 rb -192 va ) In Consecratione ecclesiae. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 370-398. (192 va -194 va ) In obitu domni Humberti. Sermo. Druck: aaO, S. 440^147. Bestand nach Schneyer: Bl. 87 ra -103 rb : Bd. 1, S. 446, Nr. 66-69 und 71-75. Bl. 103 va -lll ra : Bd. 1, S. 446, Nr. 76-79. Bl. 115 vb -119 va : Bd. 4, S. 250, Nr. 1. Bl. 119 vb -122 ra : Bd. 1, S. 447, Nr. 100. Bl. 122 ra -127 ra : Bd. 2, S. 251, Nr. 41^14 (Nr. 44 mit abweichendem Initium). Bl. 127 ra -131 ra : Bd. 1, S. 448, Nr. 101-104. Bl. 131 ra -134 ra : Bd. 1, S. 446, Nr. 80-81 und 83. Bl. 134 ra -137 va : Bd. 1, S. 451, Nr. 167. 169-170 und 168. Bl. 137 va -143 ra : Bd. 1, S. 448, Nr. 105-108. Bl. 145 vb -149 rb : Bd. 1, S. 448, Nr. 109. Bl. 149 rb_va : Bd. 1, S. 452, Nr. 177. Bl. 149 va -153 ra : Bd. 1, S. 448, Nr. 110. Bl. 153 va -155 ra : Bd. 4, S. 251, Nr. 7. Bl. 156 va -157 vb : Bd. 1, S. 451, Nr. 166. Bl. 157 vb -178 ra : Bd. 1, S. 446-448, Nr. 111-117. 84-88 und 118. Bl. 178 va -182 rb : Bd. 1, S. 449, Nr. 120. Bl. 184 rb -194 va : Bd. 1, S. 449, Nr. 121. 126-131 und 125. - 194 vb leer. 145 Ms. B 35 195 ra - 217 rb [Bernardus Claraevallensis]: Sermones in Psalmo 'Qui HABITAT'. >In XL a . Sermo primus de Psalmo 'Qui habitaf. Praefatio. Sermones 1-17. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 383^192. Schneyer Bd. 1, S. 444-445, Nr. 43-60. 2 j 7 va-vb [p s .]_anselmus Cantuariensis: Sermo de conceptione beatae Mariae VIRGINIS. >Sermo beati Anselmi Cantuariensis archiepiscopi de concepcione Marie virginis gloriose.< Nachtrag (14. Jh., 2. Hälfte). - Druck: PL 159, 319-320, 6. Z. v. oben (bis ... dies in erit [!] hoc festo ce/e[brandus]). Entspricht Jacobus de Voragine: Legenda aurea, hg. v. Th. Graesse, 3. Ausg. Regensburg 1890 (Neudr. Osnabrück 1969), Cap. 189, S. 869-870, 10. Z. v. oben. Ms. B 35 Bernardus Claraevallensis Papier • 186 Bl. • 29x21 • Westdeutschland ■ um 1445-1455 Die Hs. wurde aus zwei, etwa gleichzeitig entstandenen Teilen zusammengesetzt. Braunes Leder (Schafleder ?) über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh.) • Reste von zwei Schließen. Die beiden Teile der Hs. entstanden, wie es die Wz. belegen, vermutlich im Zeitraum 1445-1455. Beide Teile stammen von demselben Schreiber. Obwohl die Schrift italianisierend wirkt, ist eine italienische Herkunft der Hs. eher unwahrscheinlich, da die identifizierten Wz. alle in Deutschland (meist in Westdeutschland), aber nicht in Italien nachgewiesen sind • Besitzvermerk der Marienkirche in Düsseldorf auf Bl. III V : Ex libris Collegiatae Marianae [?] Dusseldorpii [18. Jh. ?]. Zur Bibliothek des Stifts St. Marien s. Finger, Bibliotheken, S. 213-235, hier 221-224. Ein Eintrag im Vorderdeckel belegt, daß die Hs. wohl bereits in der Mitte des 16. Jh. in derselben Bibliothek aufbewahrt wurde: In 1550 XVI Julii baptizata est Maria Leonora, Clive Willhelmi ducis filia. Der Vermerk betrifft die am 15. Juni 1550 geborene Tochter Wilhelms V., Herzogs von Kleve, Jülich und Berg (Wilhelm der Reiche, reg. 1539-1592) und der Maria v. Österreich (1531-1581), die wohl in der Düsseldorfer Marienkirche getauft wurde. Krämer S. 174 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 497. 146 Ms. B 35 I Bl. I—III, 1-76: Westdeutschland; um 1445-1455 • Wz.: Ochsenkopf Typ PiccO VII 889 (1446- 1444); Ochsenkopf Typ PiccO 1762 (1444-1450) • Lagen: (II-l) 1 " + 7 V 70 + III 76 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagenzählung 1-8, jeweils auf der ersten Rektoseite und der letzten Versoseite jeder Lage; Lagensignaturen 1-5 und + auf den ersten sechs Rektoseiten jeder Lage ■ Schriftraum 18,5x12 • 41 Zeilen • italianisierende Bastarda. I r - III V leer, bis auf vier Registereinträge zu den anschließenden Predigten. Nachträge (15. Jh., 2. Hälfte). l r - 76 v Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. Incipiunt Sermones beati Bernardi abbatis hyemales de tempore et de sanctis. (l r -9 v ) In Adventu Domini. Sermones 1-7. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 161-196. (9 V -21 V ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 197-244. (21 v -26 r ) In Nativitate Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 244-262. (26-27 v ) Guerricus Igniacensis: Sermo I de Nativitate Domini. Druck: PL 185, 29-32. (30™) In Nativitate Domini. Sermo 4. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 263-266. (30 v -31 v ) De festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Sermo. Druck: aaO, S. 270-273. (31 v —36 r ) In Circumcisione Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 273-291. (36 r -40 v ) In Epiphania Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 291-309. (40M1 1 ) In Octava Epiphaniae. Sermo. Druck: aaO, S. 310-313. (41 r -44 r ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermo 1. Druck: aaO, S. 314-316. (44 r -46 r ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 327-334. (46™) Ps.-Bernardus Claraevallensis: In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: PL 183, 365-366. (46M9 r ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 334-344. (49-5l r ) In Septuagesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 344- 352. (51-53 v ) In Quadragesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 353-364. (53 v -54 r ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo in Quadragesima. Druck: PL 183, 181-183. (54-58 r ) In Quadragesima. Sermones 3-6. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 364-380. (58 r -61 r ) In Natali s. Benedicti. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 1-12. (61-67 r ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 13—42. (67-70 1 ) In Ramis palmarum. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 42-51. (70-73 v ) Feria IV hebdomadae sanctae. Sermo. Druck: aaO, S. 56-67. (73 v -74 v ) In Cena Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 67-72. (74 v -76 v ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: In Cena Domini. Sermo 3. Druck: PL 183, 259-262. Am Schluß: Et sie est finis huius prime partis. Bestand nach Schneyer: (l r -26 v ) Bd. 1, S. 442-443, Nr. 1-7. 13-21. (26 r - 27 v ) Bd. 2, S. 248, Nr. 6. (30 r -76 v ) Bd. 1, S. 443^147, Nr. 22. 24. 26. 25. 27-33. 89-93. 34-37. 41. 38^10. 42. 96-99. 61-62. 64. 65 und 63. 147 Ms. B 35 II Bl. 77-186: Westdeutschland; um 1445-1455 ■ Wz.: Ochsenkopf Typ PiccO IX 221-225 (1447- 1453); Traube Typ Fr I 396 (1449-1452) • Lagen: 11 V 186 ■ Reklamanten der Schreiberhand; Lagenzählung 1-10; Lagensignaturen von al-a5 und + bis 11-15 und +, an manchen Stellen abgeschnitten; Lagenzählung 1-10 der Schreiberhand, jeweils auf der letzten Versoseite jeder Lage • Schriftraum 18,5-19 x 12,5 • 41-43 Zeilen • italianisierende Bastarda (die italianisierende Tendenz ist auf Bl. 77-79" weniger stark ausgeprägt). 77 r - 186 v Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars aestivalis. Incipiunt Sermones beati Bernardi per estatem de tempore et aliquibus sanctis. (77-85 1 ) In Resurrectione Domini. Sermones 1-4. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 73-111. (85-87 v ) In Octava Paschae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 112-121. (88-98 r ) In Ascensione Domini. Sermones 1-4, 6 und 5. Druck: aaO, S. 123-148, 150-160 und 149-150. (98-102 v ) In die Pentecostes. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 160-176. (102 v -105 r ) In Nativitate Johannis Bapt. Sermo. Druck: aaO, S. 176-184. (105-109 r ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in Nativitate s. Johannis Bapt. Druck: PL 184, 991-1002. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 23. Druck: PL 144, 627-637. (109™) In Vigilia app. Petri et Pauli. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 185-187. (109 v —11 l v ) In sollemnitate app. Petri et Pauli. Sermones 1 und 3. Druck: aaO, S. 188-191 und 197-202. (lll v - 113 r ) Dominica IV post Pentecosten. Sermo. Druck: aaO, S. 202-205. (113™) Dominica VI post Pentecosten. Sermo 1. Druck: aaO, S. 206-209. (113 v -114 v ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Dominica VI post Pentecosten. Sermo IL Druck: PL 183, 339-341. (114 v -115 v ) Dominica VI post Pentecosten. Sermo 2. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 209-213. (115 V — 116 r ) Bernardus Morlacensis: Ep. ad Matthaeum Albanensem ep. Drucke: PL 182, 661-662 (= Ps.-Bernardus Claraevallensis: Ep. 461); J. Leclercq, Pour l'histoire du canif et de la lime, in: Scriptorium 26, 1972, S. 294-300. Entspricht Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo in parabolam de villico iniquitatis. Prooemium. Druck: PL 184, 1021. (116-119 v ) Bernardus Morlacensis (Ps.-Bernardus Claraevallensis): Sermo in parabolam de villico iniquitatis. Druck: PL 184, 1021-1032. (119 v -122 r ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in festo b. Mariae Magdalenae. Druck: PL 185, 213— 220. (122™) De altitudine et bassitudine cordis. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 214-216. (122 v -125 v ) In labore messis. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 217-228. (125 v -134 r ) In Assumptione Mariae. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 228-261. (134™) Sermones de diversis. Sermo 47. Druck: aaO, Bd. 6, 1, S. 266-267. (134 v -137 v ) Dominica infra Octavam Assumptionis. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 262- 274. (137 v -141 r ) In Nativitate b. Mariae. Sermo. Druck: aaO, S. 275-288. 148 Ms. B 36 (141-143 v ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo de b. Maria v. Druck: PL 184, 1013-1022. (143 v -145 r ) Sermo ad abbates. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 288-293. (145 r -147 r ) In comm. s. Michaelis. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 294-303. (147-157 v ) In festiv. Omnium ss. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 327-370. (157 v -159 v ) In transitu s. Malachiae ep. Sermo. Druck: aaO, S. 417^123. (159 v -166 r ) Dominica in Kalendis Novembris. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 304-326. (166 r -169 v ) In festiv. s. Martini ep. Sermo. Druck: aaO, S. 399^112. (169 v -171 r ) In Natali s. Clementis. Druck: aaO, S. 412-417. (171-172 r ) In Vigilia s. Andreae ap. Sermo. Druck: aaO, S. 423^126. (172-175 v ) In Natali s. Andreae ap. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 427^140. (175 v -177 v ) In obitu domni Humberti. Sermo. Druck: aaO, S. 440-447. (177 v -185 r ) In dedicatione ecclesiae. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 370-398. Bestand nach Schneyer: (77-105 r ) Bd. 1, S. 446- 452, Nr. 66-68. 175. 69-70. 72-76. 174. 77-79 und 100. (105 r -109 r ) Bd. 4, S. 250, Nr. 1. (109-115 r ) Bd. 1, S. 446-452, Nr. 101-102. 104 und 80-83. (119 v -122 r ) Bd. 4, S. 250, Nr. 4. (122 r -131 r ) Bd. 1, S. 446-^152, Nr. 167. 169-170. 168 und 105-108. (134-141 r ) Bd. 1, S. 446^152, Nr. 177-178 und 109-110. (143 v -185 r ) Bd. 1, S. 446-452, Nr. 166. 111-118. 84-88 und 120-131. - (185 v -186 v ) leer, bis auf zwei Registereinträge zu den vorangehenden Predigten. Nachtrag (15. Jh., 2. Hälfte). Ms. B 36 Bernardus Claraevallensis Pergament • 130 Bl. • 23,5x16,5 • Westdeutschland • 15. Jh., 2. Hälfte Lagen: (V-l) 9 + IV 17 + 5 V 57 + IV 65 + 3 V 95 + 2 VI 119 + (VI-1) 130 ■ Reklamanten; uneinheitliche Lagensignaturen: ab bl (Bl. 10"), b2 (Bl. ll r ) bis 6 (Bl. 113 r ), in der 1.-5. und 7. Lage aus einem Buchstaben und einer Ziffer zusammengesetzt, anderswo aus nur einer römischen oder einer arabischen Ziffer bestehend; Lagenzählung /-// (nur in den beiden ersten Lagen); zeitgenössische Foliierung I-CXXXI in Rot, am äußeren Rand jeder Rektoseite {LXXVII übergangen) • Schriftraum 16,5-17 x 10-11 • 33 Zeilen • qualitätvolle gotische Kursive von neun Schreibern: 1 Bl. 1-1 l r ; 2 Bl. IT; 3 Bl. 12 r -21 v ; 4 Bl. 22 r -24 r ; 5 Bl. 24 v -31 r ; 6 Bl. 31 v -59 v ; 7 Bl. 60 r -79 r ; 8 Bl. 79 r -81 r ; 9 Bl. 81 v -130 r • rubriziert • BL 1* 6-zeilige Fleuronne-Initiale von guter Qualität im niederländischwestdeutschen Stil. Braunes Schafsleder (17. oder 18. Jh. ?) über alten Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh.) • Rostspuren der Metallbeschläge eines älteren Einbandes auf Bl. 126-130. 149 Ms. B 36 Schrift und Ausstattung datieren die Hs. in die zweite Hälfte des 15. Jh. und lassen vermuten, daß sie in Westdeutschland entstanden ist • Bl. l r Bibliot. Can. Essendi (17. oder 18. Jh.), Besitzvermerk des Damenstifts in Essen. Handschriften aus diesem Stift, darunter die vorliegende Hs., gelangten 1819-1820 in die Königliche Landesbibliothek Düsseldorf (s. Karpp, Handschriften Essen, S. 165- 170). Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 22, Anm. 33 b • Kahsnitz, Gospel Book, S. 161, Anm. 1 ■ Krämer S. 235 • Karpp, Handschriften Essen, S. 173, 183 und 186 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 497. T - 130 r Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. >Incipiunt Sermones beati Bernardi abbatis de hieme.< (l r -13 v ) In Adventu Domini. Sermones 1-7. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 161— 196. (13 v -31 v ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 197-244. (31 v -38 r ) In Nativitate Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 244-262. (38 r -40 r ) Guerricus Igniacensis: Sermo 1 de Nativitate Domini. Druck: PL 185, 29-32. (40 r -43 r ) Nicolaus Claraevallensis: In Nativitate Domini. Sermo 1. Druck: PL 184, 827-832. Entspricht: Ps.-Petrus Damiani (?): Sermo de Nativitate Salvatoris et praeclaris miraculis in ea factis. Druck: PL 144, 848-853. (43 r -46 r ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in festo b. Stephani protom. Druck: PL 184, 845-850. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 62. Druck: PL 144, 853-857. (46-54 v ) Nicolaus Claraevallensis: In Nativitate Domini. Sermones 2-3. Druck: PL 184, 832- 846. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 11 und Sermo 60. Druck: PL 144, 557-563 und 839-846. (54 v -57 r ) In Nativitate Domini. Sermones 4-5. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 263-270. (5T-5S 1 ) In festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Sermo. Druck: aaO, S. 270-273. (58 v -65 r ) In Circumcisione Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 273- 291. (65-72 1 ) In Epiphania Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 291- 309. (72-73 r ) In Octava Epiphaniae. Sermo. Druck: aaO, S. 310-313. (73- 78 r ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 314-326. (78-8l r ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 327- 334. (81™) Ps.-Bernardus Claraevallensis: In Conversione s. Pauli. Sermo [II]. Druck: PL 183, 365-366. (81 v -85 r ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 334-344. (85-92 r ) Guerricus Igniacensis: In Purificatione b. Mariae. v. Sermo 5. Druck: PL 185, 79-89. (92 r ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sententia de Purificatione b. Mariae. v. >Item Sentencia eiusdem de eodem.< Qui vult in pace dimitti, conetur esse Symeon, qui audiens tristiciam interpretatur ... - ... perdidit et vitam invenit. Auch in Ms. B 40, Bl. 75 ra_rb , dort Ambrosius zugeschrieben. 150 Ms. B 37 (92-95 1 ) In Septuagesima. Sermones 1-2. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 344-352. (95 v -99 v ) In Quadragesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 353-364. (99 v -100 v ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: In Quadragesima. Sermo [VI]. Druck: PL 183, 181-183. (100 v -106 r ) In Quadragesima. Sermones 3-6. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 364-380. (106-110 r ) In Natali s. Benedicti. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 1-12. (110-118 v ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 3, 1 und 2. Druck: aaO, S. 34-42, 13- 34. (118 v -121 v ) In Ramis palmarum. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 42-51. (121 v -126 v ) Feria IV hebdomadae sanctae. Sermo. Druck: aaO, S. 56-67. (126 v -128 r ) In Cena Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 67-72. (128-130 r ) In Ramis palmarum. Sermo 3. Druck: aaO, S. 51-55. Zur Verfasserfrage der Sermones des Nicolaus Claraevallensis (Ps.-Petrus Damiani) s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 60. - 130 v leer. Ms. B 37 Bernardus Claraevallensis. Johannes Homo Dei Pergament • I + 204 Bl. • 24,5x18,5 • Kentrop, Zisterzienserinnenkloster • um 1470-1475 Lagen: Bl. I (Vorsatzbl.) + 16 IV 128 + II 132 + 9 IV 204 • Reklamanten, vermutlich der Schreiberhand (nicht auf Bl. 132 v ); Lagenzählung I-XXVI (Bl 204") ■ Schriftraum 17,5-18,5 x 14 ■ 2 Spalten • 30-32 Zeilen • gotische Textualis von vermutlich zwei Schreiberinnen; Schreiberin 1 Bl. l ra -132 ra ; Schreiberin 2 Bl. 133 ra -204 va (Bl. 173 vb -178 ra mit einstöckigem ä) ■ rubriziert • Bl. l ra , 15 rb , 31 ra , 35 va , 47 ra u.ö. 2-8-zeilige anspruchslose Fleuronne-Initialen. Braunes Rindleder über dünnen Holzdeckeln (16. Jh., 2. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden drei Außenrahmen, die mit Rollenstempeln besetzt sind: Bogenfries (auch Ms. B 38) und Apostelrolle im Renaissance-Stil (158 x 14 mm., Salvator mit der Inschrift Data est mifhi], Paulus mit Paulus ap., Petrus mit Tu es Petr[us], Johannes mit Ecce agnu[s]) • zwei Schließen, beide unvollständig • üppige Metallbeschläge im Renaissance-Stil (16. Jh., 2. Hälfte) auf Vorder- und Rückdeckel ■ Titel auf dem Vorderschnitt: Sermon. Bern. [17. Jh., 2. Hälfte]. Die Hs. bildet das Gegenstück zu Ms. B 38, wo die Pars aestivalis der Sermones per annum des Bernhard von Clairvaux erhalten ist. In Format, Blatteinteilung, Ausstattung und Schriftart sind sich die beiden Handschriften sehr ähnlich, obwohl die Schreiberhände nicht identisch sind. Ms. B 38 entstand 1473 im Zisterzienserinnenkloster Kentrop; vorliegende Hs. dürfte etwa gleichzeitig im selben Kloster geschrieben worden sein. In diesen beiden Hss. und in Ms. B 28 finden sich Randbemerke derselben Hand, die wohl noch im 15. Jh. in roter Tinte eingetragen wurden • die Herkunft aus der Bibliothek von Kentrop belegen zwei Besitzvermerke: Bl. 204 v : Iste über pertinet [sanete] Marie virgini in Kentorpp [15. Jh., 4. Viertel] und im Vorderdeckel [A]d bibliothecam in 151 Ms. B 37 Kentrup [17. Jh., 2. Hälfte]. Letzterer Vermerk stammt von derselben Hand, die 1673 den Besitzvermerk im Vorderdeckel von Ms. B 38 eingetragen hat. Krämer S. 392 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 498. Vorderdeckel und I r Übersicht über den Inhalt der Hs.; Vermerk über die Lektüre der Hs. in refectorio auf collatione (lat. und dt.). Nachträge von der Hand, die auch den jüngeren Besitzvermerk eingetragen hat (s.o.; 17. Jh., 2. Hälfte). - I v leer. l r - 132 ra Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. (l r -15 ra ) >Sermones beati Bernardi Clarevallensis abbatis. De Adventu Domini.< In Adventu Domini. Sermones 1-7. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 161-196. (15 ra -35 rb ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 197-244. (35 v M5 vb ) In Nativitate Domini. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 244-270. (45 vl M6 ra ) In festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Sermo. Druck: aaO, S. 270-273. (46 ra -53 vb ) In Circumcisione Domini. Sermones 2. 1 und 3. Druck: aaO, S. 273-291. (53 vb -62 va ) In Epiphania Domini. Sermones 1- 4. Druck: aaO, S. 291-313. (62 va -64 rb ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermo 1. Druck: aaO, S. 314-318. (64-66 va ) Sermones de diversis. Sermones 55-56 (ohne Trennung der beiden Sermones). Druck: aaO, Bd. 6, 1, S. 280-286. (66 va -69 vb ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermo 2. Druck: aaO, Bd. 4, S. 319-326. (69 vb -73 ra ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 327-334. (73 ra -76 va ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 334-344. (76 va -79 vb ) In Septuagesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 344-352. (79 vb -83 ra ) Sermones de diversis. Sermo 22. Druck: aaO, Bd. 6, 1, S. 170-178. (83 ra - 91 vb ) In Quadragesima. Sermones 1-6. Druck: aaO, Bd. 4, S. 353-380. (91 vb -95 va ) In Natali s. Benedicti. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 1-12. (95 va - 105 va ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 13^2. (105 va -lll ra ) In Ramis palmarum. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 42-55. (11 l ra -l 13 v ) >In Palmis.< Exulta,filia ... [Za 9,9]. Qualis ipse est, talem te esse vult. Mansuetus te iugum eius porta, ut ipse sedeat in te ... (113 v - 116 va ) Hildebertus Lavardinensis: Sermo in die palmarum. Druck: PL 191, 947-950. (116 va -122 ra ) Feria IV in hebdomadae sanctae. Sermo. Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 56-67. (122 ra -124 ra ) In Cena Domini. Druck: aaO, S. 67-72. (124 ra -125 vb ) In Vigilia s. Andreae ap. Sermo. Druck: aaO, 5. 423^126. (125 vb -132 ra ) In Natali s. Andreae ap. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 427^140. Bestand nach Schneyer: (l ra -l 1 l ra ) Bd. 1, S. 442^52, Nr. 1-7. 13-32. 186-187. 33. 89. 91-93. 34-35. 153. 36^0. 42. 96-99 und 61- 152 Ms. B 38 63. (113 vb -l 16 va ) Bd. 2, S. 714, Nr. 1. (116 va -132 ra ) Bd. 1, S. 444-^49, Nr. 64-65 und 122-124. - 132 rb_vb leer. 133 ra - 179 ra Bernardus Claraevallensis: Sermones in Psalmum 'Qui habitat'. >Item sermo IV S in Quadragesima de Psalmo 'Qui habitaf. Praefatio und Sermones 1-17. Am Schluß: >Explicit Tractatus beatissimi ac mellifluipatris nostri santissimi [!] Bernardi super Psalmum 'Qui habitat '.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 383^192. Schneyer Bd. 1, S. 444-^45, Nr. 43-60. 179 ra - 189 vb Bernardus Claraevallensis: Apologia [ad Guilelmum abbatem]. >Incipit Appollogeticus beati Bernardi abbatis.< - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 3, S. 81-108. 189 vb - 204 va [Johannes Homo Dei (de Fruttuaria)]: ([Ps.-]Bernardus Claraevallensis): De ordine vitae et morum institutione. >Incipit über de ordine vite et morum institucione beati Bernardi abbatis.< - Druck: PL 184, 559-584. Zu Werk, Verf. und Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 71 (Jean, l'Homme de Dieu); Wilmart, Auteurs spirituels, S. 64-100, 571 und 583; Bloomfield/Guyot Nr. 2431; DSAM Bd. 8, 531-532; Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 494, Nr. 7; DHGE Bd. 27, Sp. 47. Ms. B 38 Bernardus Claraevallensis. Isidorus Hispalensis Pergament • 233 Bl. • 25 x 18,5 • Kentrop, Zisterzienserinnenkloster • 1473 Bl. 55 (geringer Rest) und Bl. 155-157 stark beschädigt • Lagen: 3 Einzelbl. (Bl. I—III) + 3 IV 24 + (IV+1) 33 + 8 IV 97 + II 101 + 3 IV 125 + (IV+1) 134 + 3 IV 158 + II 162 + 8 IV 226 + (IV-1) 233 • Reklamanten der Schreiberhand, an manchen Stellen abgeschnitten; Lagenzählung F-XXX (Bl. 233 v ) Schriftraum 17,5 x 14 • 2 Spalten • 30-33 Zeilen • drei Schreiberinnen (s.u.): Schreiberin 1 Bl. l ra -101 vb (gotische Textualis, gotische Hybrida nur auf Bl. 34 rb -73 rb ), Schreiberin 2 Bl. 102 va -162 va (gotische Hybrida bis Bl. 126 rb , gotische Textualis ab Bl. 126 rb ), Schreiberin 3 Bl. 163 ra -233 va (gotische Textualis); zur Schrift s. W. Oeser, Das „a" als Grundlage für Schriftvarianten in der gotischen Buchschrift, in: Scriptorium 25, 1971, S. 25^15, hier S. 40 und Abb. 12 (c) (Bl. 17"); Ders., Beobachtungen zur Strukturierung und Variantenbildung der Textura. Ein Beitrag zur Paläographie des Hoch- und Spätmittelalters, in: Archiv für Diplomatik 40, 1994, S. 359^139, hier 432^133 (Schriften dieser Hs. besprochen) und Abb. 8 (Bl. 17 r ). Schreiberin 3 ist Katharina Konnygs (s.u.) • 153 Ms. B 38 rubriziert • Bl. l ra 9-zeilige Fleuronne-Initiale mit einer Federzeichnung des Bernhard von Clairvaux mit einem Abtsstab im Buchstabeninneren; Bl. 102 ra 8-zeilige Fleuronne-Initiale mit einer Federzeichnung der gekrönten Mutter Go zeilige anspruchslose Fleuronne-Initialen. Federzeichnung der gekrönten Mutter Gottes mit dem Christkind; Bl. 18 va , 34 ra , 44 ra , 49 rb u.ö. 2 Braunes Rindleder über dünnen Holzdeckeln (16. Jh., 2. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden drei Rahmen, die mit Rollenstempeln (Bogenfries bzw. Laubstab mit Rosetten) besetzt sind (Bogenfries auch Ms. B 37) • 2 Schließen (erneuert) • Rücken beschädigt • Vermerk über den Inhalt im Vorderdeckel (17. Jh.) • auf dem Vorderschnitt: Bern. Serm. (17. Jh., 2. Hälfte). Vorliegende Hs. bildet das Gegenstück zu Ms. B 37. Das Kolophon auf Bl. 233 r belegt, daß sie 1473 von drei Ordensschwestern geschrieben wurde. Die Textpartien dieser drei Schreiberinnen sind, obwohl die Schriftarten wechseln, nach ihren Schriften identifizierbar (s.o.). Ihre Namen wurden im späten 15. Jh. in das Nekrolog des Zisterzienserinnenklosters Kentrop (Berlin SB Ms. lat. qu. 297) eingetragen: Katharina de Westhoven am 28. Oktober (Bl. 34 1 ), Anna Kyttelers am 15. März (Bl. 15") und Katharina Konnygs (Regis) am 7. Mai (Bl. 19 v ): Obiit predicta mater Katherina Konnygis [!] sacrista, que in scribendo quamplurimos libros die noctuque multum fideliter servivit conventui. Das Kloster Kentrop ist somit die Schriftheimat der Hs. Katharina Konnygs schrieb auch Ms. B 42; Schriftvergleich der vorliegenden Hs. mit Ms. B 42 ergibt, daß sie mit Schreiberin 3 der vorliegenden Hs. identisch ist ■ in der vorliegenden Hs., in Ms. B 28 und in Ms. B 37 finden sich Randbemerke, die wohl noch im späten 15. Jh. von einer einzigen Hand in roter Tinte eingetragen wurden. Ein Besitzvermerk im Vorderdeckel belegt, daß die Hs. noch im späten 17. Jh. in Kentrop vorhanden war: Ad bibliothecam in Kentrup. 1673. Zur Geschichte des Klosters Kentrop s. Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, S. 480-483 (Lit). Wattenbach S. 747-748 • Krämer S. 392 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 499. I r - III r leer. - III V Übersicht über die in der Hs. enthaltenen Sermones des Bernhard von Clairvaux (Nachtrag, 17. Jh.). l ra - 162 va Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars aestivalis. (l ra -13 v ) >Incipiunt Sermones beatissimi Bernardi de Resurrectione Domini.< In Resurrectione Domini. Sermones \-A. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 73-111. (13 vb -17 vb ) In Octava Paschae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 112-121. (17 vb -18 va ) In Rogationibus. Druck: aaO, S. 121-123. (18 va -33 va ) In Ascensione Domini. Sermones 1-6. Druck: aaO, S. 123-160. (34 ra -36 ra ) In die Pentecostes. Sermo 1. Druck: aaO, S. 160-165. (36 ra ~ va ) Sermones de diversis. Sermo 88. Druck: aaO, Bd. 6, 1, S. 333-335. (36 va -38 vb ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo de Septem donis Spiritus sancti. Druck: PL 184, 1113-1118. (38 v, M4 ra ) In die Pentecostes. Sermones 2-3. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 165-176. (44 ra -48 ra ) In Nativitate s. Johannis Bapt. Sermo. Druck: aaO, S. 176-184. (48 ra -49 rb ) In Vigilia apostolorum Petri et Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 185-187. (49 rb -54 vb ) In sollemnitate apostolorum Petri et Pauli. Sermones 1-3. Sermo 3 am Ende unvollständig wegen der Beschädigung von Bl. 55. 154 Ms. B 38 Druck: aaO, S. 188-200, Z. 10. (56 ra -57 va ) Dominica IV post Pentecosten. Sermo. Am Anfang unvollständig wegen der Beschädigung von Bl. 55. Druck: aaO, S. 202, Z. 8-S. 205. (57 va -59 rb ) Dominica VI post Pentecosten. Druck: aaO, S. 206-209. (59 rb -60 va ) De altitudine et bassitudine cordis. Sermo. Druck: aaO, S. 214-216. (60 va -65 rb ) In labore messis. Sermones 1- 3. Druck: aaO, S. 217-228. (65 va -66 va ) Sermones varii. Sermo de misericordiis. Druck: aaO, Bd. 6,1, S. 40^13. (66 va -68 rb ) Dominica VI post Pentecosten. Sermo 2. Unvollständig. Druck: aaO, Bd. 5, S. 209-212, Z. 25. (68 rb -72 rb ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo in festo b. Mariae Magdelenae. Druck: PL 185, 213-220. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 29. De sancta Maria Magdalena. Druck: PL 144, 660-666. (72 ra -78 va ) Dominica infra octavam Assumptionis. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 262-274. (78 va -88 va ) Dominica in Kalendis Novembris. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 304-326. (88 va -91 va ) In obitu domni Humberti. Sermo. Druck: aaO, S. 440-447. (88 va -101 vb , 33 va " vb ) In Dedicatione ecclesiae. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 370-396. (102 ra -117 va ) In Assumptione b. Mariae. Sermones 1-2. 5. 3^1. 6. Druck: aaO, S. 228-238. 250-260. 238- 250 und 260-261. (117 va -l 19 rb ) Sermones de diversis 47-48 und 52. Druck: aaO, Bd. 6, 1, S. 266-268 und 274-277. (119 rb -125 rb ) In Nativitate b. Mariae. Sermo. Druck: aaO, Bd. 5, S. 275-288. (125 rb -127 rb ) Sermo ad abbates. Druck: aaO, S. 288-293. (127 rb -130 vb ) In Commemoratione s. Michaelis. Sermo. Druck: aaO, S. 294-303. (130 vb -147 vb ) In Festivitate omnium sanctorum. Sermones 1-5. Druck: aao, S. 327-370. (147 rb -150 ra ) In transitu s. Malachiae ep. Druck: aaO, S. AM-ATb. (150 ra -151 ra ) Epistola 374. Ad fratres Hiberniae de morte b. Malachiae. Druck: aaO, Bd. 8, S. 335-337. (151 ra -157 ra ) In festiv. s. Martini ep. Sermo. Unvollständig wegen Beschädigung der Bl. 155-157. Druck: aaO, Bd. 5, S. 399^112. (157 ra - 159 ra ) In Natali s. Clementis. Druck: aaO, S. AX2-AM. (159 ra -162 va ) Sermo de sapientia. >Item sermo valde notabilis.< Beatus vir ... [Sir 14,22]. Tria nobis presenti versiculo commendantur: commemoracio sapiencie, meditacio iusücie et sensibilis quedam ... - ... indissolubiliter faciat adherere. Amen. Bestand nach Schneyer: (l ra -36 va ) Bd. 1, S. 446-453, Nr. 66-68. 175. 69-75. 174. 76-77 und 218. (38 vb -68 rb ) Nr. 78-79. 100-104. 80-81. 167. 169-170. 168. 82-83. (68 rb -72 rb ) Bd. 4, S. 250, Nr. 4. (72 rb - 106 va ) Bd. 1, S. AA6-A52, Nr. 109. 84-88. 125-130. 105-106. (lll va -150 ra ) aaO, Nr. 107-108. 177-179. 183. 110. 166. 111. 113-118. (151 ra -159 ra ) aaO, Nr. 120-121. - 162 vb leer. 163 ra - 233 va ISIDORUS HlSPALENSlS: SENTENTIAE. >Incipit über Ysidori Hyspaniensis episcopi de summo bono.< Am Schluß: >Finitus et completus est über isteper nos sorores Katterinam de Westhoven priorissam et Annam Kyttelers et Katrinam Regis. Anno Domini M° CCCC° LXXIIP circa 155 Ms. B 39 tempus illud, quando regnavit pestis epidemii [!] [interlinear nachgetragen: scilicet disenteria] in omnibus regionibus istis.< Es folgen vier unleserlich radierte Zeilen. - Drucke: PL 83, 537-738; San Leandro, San Isidoro, San Fructuoso: Regläs monästicas, hg. v. J. Campos Ruiz und I. Roca Melia, Madrid 1971, S. 226-525 (nicht eingesehen); CC 111. CPL Nr. 1193. Ms. B 39 Bernardus Claraevallensis. Legenda de conversione s. Catharinae. Indulgentiae ecclesiarum urbis Romae. Instructiones in terram sanctam peregrinantibus. Conradus de Saxonia. Johannes Chrysostomus Papier ■ 133 Bl. • 21 x 13,5 • 14. Jh., 4. Viertel (I, II); 15. Jh., 1. Drittel (III) Die Hs. besteht aus drei Teilen: I: Bl. 2-25; II: Bl. 26-97; III: Bl. 98-131 (äußere Beschreibung der einzelnen Teile s.u.) • Bl. 1 vorderes Vorsatzbl. mit Wz. Ochsenkopf- PiccO VII 283, 3. Gruppe (1447/56), recto Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.u.), verso leer; Bl. 132 leeres hinteres Vorsatzbl. wahrscheinlich derselben Papiersorte (kein Wz.). Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen), 15. Jh., Mitte (vgl. Wz. Vorsatzbl. 1; s.o.); vielleicht frühe Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede • Spuren einer Mittelschließe • Bl. 98 Blattweiser aus Pergament • im Rückdeckel schwach erkennbarer Leimabdruck einer lat Pergament-HANDSCHRiFT wohl des 14. Jh., Inhalt nicht bestimmbar; Gegenfalz zwischen Bl. 123/124 erhalten. Nach Maßgabe der Wz. und des Schriftstils Teil I und II (außer 94 r -96 v ; s.u.) im 4. Viertel des 14. Jh., Teil III im 1. Drittel des 15. Jh. geschrieben • Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, vgl. l r Besitzvermerk des 15./16. Jh.: Liberfratrum Sancte Crucis Conventus Marie pacis prope Ryngenbergh; darunter von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. 1809 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • zur Ausbesserung der Falze Fragmente von mindestens zwei dt. Papier-URKUNDEN des 15. Jh. verwendet; ferner zwischen Bl. 123/124 Fragment einer lat. Papier-URKUNDE (?), 15. Jh., 3. Viertel; erhaltene Zeile: Frater Henricus de Odendail [Odenthal bei Bergisch Gladbach] prior fratrum sancte crucis Marie pacis <...>; Aussteller vermutlich identisch mit Henricus de Odenthal (f 1464/65), (gleichzeitig ?) Prior der Kölner Kreuzbrüder, vgl. van de Pasch, Definities, S. 125; Kat. StA Köln 2, S. 215 (zu Köln StA GB 4° 191, Rückspiegel, Falze) ■ auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1809): rnardi et Ctomi omel ... Ms. chart. <...>. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 9, 40, 47 • Kristeller S. 521 • Krämer S. 166 Handschriftencensus Rheinland Nr. 500. 156 Ms. B 39 I Bl. 2-25: 14. Jh., 4. Viertel • Wz.: Siebpaar menschlicher Kopf Typ Briquet 15592 (1379-1404; nicht identisch mit Siebpaar dieses Typs in Teil II); außer Bl. 18a: Traube, unteres Viertel • Lagen: VI 13 + (VI+1) 25 • Bl. 18a Schaltblatt in kleinerem Format (10 x 10) ■ Bl. 13 verso Kustode: primus sexternus • moderne Foliierung: 1-18, 18°, 19-25 ■ Schriftraum 15-15,5 x 10,5-11 • 2 Spalten (18a" einspaltig) • 31-35 Zeilen • gotische Kursive • 1 Hauptschreiber; 1 Nachtragsschreiber: Schaltblatt 1 Sa" und Rubriken • rubriziert. 2 ra - 19 ra ; lSa™ Bernardus Claraevallensis: Sermones in laudibus BMV. (2 ra ) Voraus Vers Walther II Nr. 5501, Z. 2. Text endet (18a v ). - Ed.: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 13-58; in der Hs. S. 20, Z. 20 - S. 22, Z. 9 ausgelassen (vgl. S. 20, Anm. zu Z. 20) und S. 58, Z. 1-15 (lSa™) nachgetragen. Stegmüller RB Nr. 1726 mit Suppl. Schneyer Bd. 1, S. 442, Nr. 8-12. 19 ra - 21 ra Legenda de conversione s. Catharinae. >Lectiones ex historia sancte Katharine.< In urbe Allexandrina exiit a cesare Maxencio edictum ut omnes seu reges seu principes ad imperii negocia disponenda properarent ... - ... tamquam a te incognita pertransivit. Tu autem domine nostri miserere etc. - Auch Fritzlar DomB Ms. 83, 67 rb ; Kassel StuLB 2° Ms. theol. 152, 88 vb ; Koblenz LHA Best. 701 Nr. 161, 61 r . 21 ra - 22 vb INDULGENTIAE ECCLESIARUM URBIS ROMAE. >Indulgencie ecclesiarum urbis Rome.< Gregorius universis et singulis peregrinantibus quocumque tempore anni venientibus ad ecclesiam sancti Petri apostoli... [es folgen: S. Paolo fuori le mura, S. Maria Maggiore, S. Giovanni in Laterano, S. Lorenzo fuori le mura] causa devocionis, oracionis ... in domino relaxat. Amen. In ecclesia sancti Petri apostoli ad maius altare xlviii anni et totidem quadragene cottidie conceduntur ... - ... Item in ecclesia sancte Marie Rotunde unus annus et festo omnium sanctorum remissio omnium peccatorum. - Cittä del Vaticano BAV Cod. Vat. lat. 4265, fol. 215 f. enthält eine im Wortlaut beinahe identische, aber kürzere Ablaßliste, (angeblich ?) ausgestellt von Papst Gregor im Jahr 1375 (demgemäß Gregor XL); abgedruckt: A. Weißthanner, Mittelalterliche Rompilgerführer. Zur Überlieferung der Mirabilia und Indulgentiae urbis Romae, in: Archivalische Zeitschrift 49, 1954, S. 39-64, hier 59-63 (linke Spalte). Auch in vorliegender Fassung werden fünf Hauptkirchen Roms ausführlich und zahlreiche weitere Kirchen Roms kurz behandelt. Zur Gattung und handschriftlichen Überlieferung N. R. Miedema, Die römischen Kirchen im Spätmittelalter nach den 'Indulgentiae ecclesiarum urbis Romae', Tübingen 2001 (Bibl. d. DHI in Rom, 97); VL 2 Bd. 6, Sp. 603 f.; Bd. 11, Sp. 708-711. - Nachfolgender Text direkt angeschlossen: 157 Ms. B 39 22 vb - 25 rb INSTRUCTIONES IN TERRAM SANCTAM PEREGRINANTIBUS. Sciendum quod Iapha est terra sancta et a Iapha sunt xl miliaria usque in Iherusalem et a Iapha usque in Rama sunt xii miliaria ... —... Et in cacumine montis [Sinai] possunt videri Egyptum, Babylonia et Mare Rubrum etc. - Pilgerführer mit Informationen zu Wegstrecken, Kosten und Zielen im Heiligen Land. An die Seitenränder gezeichnete Kreuze markieren Orte der remissio a pena et a culpa (23 r ). Zur Gattung R. Röhricht, Bibliotheca geographica Palaestinae, Berlin 1890. Vgl. ferner VL 2 Bd. 7, Sp. 687-696. - 25 v leer. II Bl. 26-97: 14. Jh., 4. Viertel (94-96 v : Textergänzung von Hand D, 15. Jh., 1. Drittel) • Wz.: Siebpaar menschlicher Kopf Typ Briquet 15592 (1379-1404; nicht identisch mit Siebpaar dieses Typs in Teil I) • Lagen: 5 Vi" + (V+2) 97 • Lage 3-4 Kustoden: 3, 4 ■ Schriftraum 14,5-16 x 8,5-10 • 26-37 Zeilen • gotische Kursive • 5 Hände (A: 26 r -56 r , 57 r -80 r ; B: 56™, 65" teilweise; C: 80 v -94 r ; D: 94 r -96 v ; E: oberes Drittel 96 v ) • rubriziert. 26 r - 96 v CONRADUS DE SAXONIA: Speculum BMV. >Speculum gloriose virginis Marie.< Voraus: In nomine domini. Amen etc. Prolog: Quoniam ut ait beatus Ieronimus nulli dubium est quin totum adgloriam ... (27 v ) Text: Ave Maria ... [Lc 1,28]. Audi dulcissima virgo Maria, audi nova ... - ... benedictus fructus ventris tui, qui cum deo patre ... Amen. >Explicit pulchrum speculum Marie gloriosissime virginis et matris Ihesu Christi.< - Druck: GW 4817-4819. Ed. und handschriftliche Überlieferung: P. de Alcäntara Martinez, Conradus de Saxonia O.F.M., Speculum seu salutatio Beatae Mariae Virginis ac Sermones Mariani, Grottaferrata 1975 (Bibl. Francisc. ascet. medii aevi, 11), S. 95-133 (Hs. S. 116 genannt), 141-504 (Ed.). Van den Bosch, Observantie, S. 145, Anm. 116 (Hs. genannt). P. van den Bosch, Speculumliteratur in Kreuzherrenhandschriften, in: Clairlieu 41, 1983, S. 146-149, hier S. 148, Nr. 34 (Hs. genannt als „D 39"). Stegmüller RB Nr. 2017 mit Suppl. G. E. Mohan, Initia Operum Franciscalium, S. Bonaventura, New York 1975, S. 373. A. Madre, Nikolaus von Dinkelsbühl. Leben und Schriften, Münster 1965 (BGPhThM; 40,4), S. 311. Distelbrink Nr. 214. VL 2 Bd. 5, Sp. 247-251, bes. 250. - 96 v Auf dem oberen Drittel der Seite zwei kurze, rot durchgestrichene Vermerke: l De die Dominica: Nota dignitatem dominice diei: In hec quia prima dierum fuit ... Zehn Punkte, beginnend wie München SB Clm 28563, 78 va . 2 De annuntiatione BMV: Octavo Kalendis Aprilis in annunciacione beate virginis: Mundus creatus est, Adam formatus ... 20 Koinzidenzien; weitgehend übereinstimmend: AH Bd. 15, Anm. zu Nr. 5. - 97™ Bis auf wenige Federproben (verso) leer. 158 Ms. B 40 III Bl. 98-131: 15. Jh., 1. Drittel ■ 4 Wz.: (Bl. 98, 102-105, 109) Siebpaar Hund ~ PiccVf 3 VII 1397 (1429); (Bl. 99-101, 106-108, 110-131) Siebpaar Delphin Typ Briquet 5817 (1415/18) ■ Lagen: VI 109 + (VI+2) 123 + IV 131 • 123 v Reklamant • Schriftraum 15 x 9-10 ■ 23-34 Zeilen • gotische Kursive • 2 Hände (A: 98-11 l v ; B: 112-13l v ) • rubriziert. 98 r - 13l v Johannes Chrysostomus: Homiliae Septem de laudibus s. Pauli apostoli (versio Latina Aniani Celedensis). - Druck: PG 50, 473- 514. Stegmüller RB Nr. 4360. CPG Nr. 4344 mit Suppl. Ms. B 40 Bernardus Claraevallensis Papier • 153 Bl. • 29x20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1450-1455 Wz.: Traube = PiccFr I 266-267 (1453; auch in Ms. B 33); Traube ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 5, Teil II; in Ms. B 41, Ms. B 54; in Ms. B 64, Teil II); Ochsenkopf Typ PiccO XIV 96 (1453- 1458; auch in Ms. B 33, Teil I und Ms. B 152); Buchstabe P = PiccP IX (1721-1727; auch in Ms. B 33 und Ms. B 152); Krone, nicht identifiziert (auch in Ms. B 33; Ms. B 64, Teil I und Ms. B 152) • Lagen: 14 V M0 + (VII-1) 153 ■ Lagensignaturen cl (Bl. 21 r ), c2 (Bl. 22^, usw. bis n4 (Bl. 124") und n5 (Bl. 125 r ), in den beiden ersten und in den beiden letzten Lagen nicht mehr vorhanden, in den übrigen Lagen gelegentlich abgeschnitten ■ Schriftraum 21 x 14,5 ■ 2 Spalten ■ 40-49 Zeilen • gotische Hybrida von guter Qualität • rubriziert • Bl. 1™, 85 va , 86 ra und 131 ra 5-8-zeilige rote Initialen mit braunem Fleuronne in schlichter, aber qualitätvoller Gestaltung. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); 2-3-fache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Stempel: kleiner heraldischer Adler (nach links, rhomb., umrandet); Blüte (sechseckig, nicht umrandet); Schunke Fabeltier Nr. 7 ■ Reste von zwei Schließen; vorne und hinten je fünf Buckel aus Eisen (neuzeitl.) ■ Rücken beschädigt • die Einbände von Ms. B 41 und Ms. B 54 sind nahezu identisch gestaltet • Fragmente: 2 Einzelbll. aus Pergament in Vorder- und Rückdeckel; je 29 x 21; Westdeutschland (?); 14. Jh., 2. Hälfte. Schreibübungen in verschiedenen Varianten der gotischen Textualis. Bll. bis an die Blattränder beschriftet, auch auf der Versoseite. Streifen aus derselben Hs. als Falzverstärkung in Ms. B 33. Die Hs. ist eine Schwesterhandschrift von Ms. B 41 (Format, Wz.-Befund, Inhalt, Einband). Neben den Sermones de tempore des Bernhard von Clairvaux enthält sie einige Sermones de sanctis desselben Verfassers und einige kurze pseudo-Bernardinische Predigten und predigtähnliche Schriften. Letztere Werke stammen meist von Nicolaus von Clairvaux oder von Guerricus Igniacensis. Die identifizierten Wz. legen es nahe, daß die Hs. um 1450-1455 entstanden ist. Die Einbandstempel belegen, daß die Hs. aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf stammt; vermutlich ist sie auch in diesem Kloster entstanden. 159 Ms. B 40 Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 501. l ra - 116 va Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. >Incipiunt Sermones beati Bernhardi abbatis de hyeme.< (l ra - 10 vb ) In Adventu Domini. Sermones 1-7. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 161-196. (10 vb -26 va ) In Vigilia Nativitatis Domini. Sermones 2-6 und 1. Druck: aaO, S. 203-244 und 197-202. (26 va -29 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de Vigilia Nativitatis Domini. Druck: PL 184, 839-846. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 60. Druck: PL 144, 839-846 (sie). (30 ra -38 vb ) In Nativitate Domini. Sermones 1-5. Druck: aaO, S. 244-270. (38 vl M0 va ) Guerricus Igniacensis: Sermo I de Nativitate Domini. Druck: PL 185, 32- 34. (40 va -47 ra ) Nicolaus Claraevallensis: Sermones II in Nativitate Domini. Druck: PL 184, 827-832 und 832-838. Entsprechen Ps.-Petrus Damiani: Sermones 61 und 11. Druck: PL 144, 848-853 und 557-563. (47 ra -49 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de s. Stephano. Druck: PL 184, 845-850. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 62. Druck: PL 144, 853-857. (49 va - 50 vb ) De festivitatibus s. Stephani, s. Johannis et ss. Innocentium. Sermo 1. Druck: aaO, S. 270-273. (50 vb -55 vb ) In Circumcisione Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 273-291. (55 vb -61 rb ) In Epiphania Domini. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 291-309. (61 rb -62 rb ) In Octava Epiphaniae. Sermo 1. Druck: aaO, S. 310-313. (62 rb -65 va ) Dominica prima post Octavam Epiphaniae. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 314-326. (65 va -67 vb ) In Conversione s. Pauli. Sermo. Druck: aaO, S. 327-334. (67 vb -68 rb ) Ps.- Bernardus Claraevallensis: Sermo in Conversione s. Pauli. Druck: PL 183, 365-366. (68 rb -70 vb ) In Purificatione s. Mariae. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 334-344. (70 vb -75 ra ) Guerricus Igniacensis: Sermo V in Purificatione s. Mariae. Druck: PL 185, 79-89. (75 ra ~ rb ) Sententia. >Sententia Ambrosii de eodem.< Qui vult in pace dimitti, conetur esse Symeon, qui audiens tristiciam interpretatur ... - ... perdidit, et vitam invenerit. Auch in Ms. B 36, Bl. 92 r , dort Bernhard v. Clairvaux zugeschrieben. (75 rb -80 rb ) In Septuagesima. Sermones 1-2. In Quadragesima. Sermones 1-2. Druck: aaO, S. 344-364. (80 rb -81 rb ) Ps.-Bernardus Claraevallensis: Sermo in Quadragesima. Druck: PL 183, 181-183. (81 rb -85 rb ) In Quadragesima. Sermones 3-6. Druck: aaO, S. 364-380. (85 va -116 va ) In Quadragesima de Psalmo 'Qui habitat'. Praefatio. Sermones 1-17. Druck: aaO, S. 383-492. Bestand nach Schneyer: (l ra -26 va ) Bd. 1, S. 442^143, Nr. 1-7. 14-18 und 13. (26 va -29 va ) Bd. 4, S. 251, Nr. 17. (30 ra -38 vb ) Bd. 1, S. 443, Nr. 19-23. (38 vb -40 va ) Bd. 2, S. 248, Nr. 7. (40 v M9 va ) Bd. 4, S. 251-252, Nr. 18. 16 und 19. (49 va -70 vb ) Bd. 1, S. 443^147, Nr. 24. 26. 25. 27-33. 89-93. (70 vb - 75 ra ) Bd. 2, S. 249, Nr. 19. (75 rb -85 rb ) Bd. 1, S. 444, Nr. 34-37. 41. 38^10 und 42. (85 va -l 16 va ) Bd. 1, S. 444-445, Nr. 43-60. 160 Ms. B 40 116 va - 129 vb Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. (116 va -119 rb ) In natali s. Benedicti. Sermo. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 1-12. (119 rb —121 va ) Nicolaus Claraevallensis: Sermo de s. Benedicto. Entspricht Ps.-Petrus Damiani: Sermo 9. Druck: PL 144, 548-553. (121 va —123 rb ) >De sancto Benedicto.< Iste sanctus digne vertitur in memoria hominum, etc. Si sumus et nos viri videntes paupertatem nostram in virga indignacionis ... (123 rb -129 vb ) In Annuntiatione Dominica. Sermones 1-3. Druck: aaO, S. 13-42. Bestand nach Schneyer: (116 va -119 rb ) Bd. 1, S. 447, Nr. 96. (119 rb -121 va ) Bd. 4, S. 250, Nr. 3. (123 rb -129 vb ) Bd. 1,S. 447, Nr. 97-99. 129 vb - 13l ra [RlCHARDUS DE SANCTO VICTORE: MYSTICAE ANNOTATIONES IN PS. 71.] >In Annunciacione dominica.< Descendet sicut pluvia ... [Ps 71,6]. O singula[v]is gloria Marie, o gloria virginis, o gratia Salvatoris, o gratia ammirabilis ... - Druck: PL 196, 383-388, in der Hs. etwas gekürzt. Stegmüller RB Nr. 7326. Zur hsl. Überlieferung s. DSAM Bd. 13, Sp. 618- 619. Vgl. J. Vennebusch, Die homiletischen und hagiographischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 1: Die Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln u.a. 1993 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 6,1), S. 89-90 (zu Hs. GB 4° 20, Bl. 62- 63 v ). 131 ra - 144 va Bernardus Claraevallensis: Sermones super 'Missus est'. Prologus. Sermones \-4. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 4, S. 13-58. Stegmüller RB Nr. 1726; Schneyer Bd. 1, S. 445, Nr. 8-12. 144 va - 152 rb Bernardus Claraevallensis: Sermones per annum. Pars hiemalis. (144 va -146 vb ) In Ramis palmarum. Sermones 1-2. Druck: Leclercq/Rochais Bd. 5, S. 42-51. (146 vb -150 ra ) Feria IV hebdomadae sanctae. Sermo. Druck: aaO, S. 56-67. (150 ra -151 rb ) In Cena Domini. Sermo. Druck: aaO, S. 67-72. (151 rb -152 rb ) In Ramis palmarum. Sermo 3. Druck: aaO, S. 51-55. Schneyer Bd. 1, S. 445-446, Nr. 61-62, 64-65 und 63.-152 v -153 v leer. 161 Ms. B41 Ms. B 41 Bernardus Claraevallensis Papier • 169 Bl. • 29 x 20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1445-1455 Wz.: Traube ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 5, Teil II; in Ms. B 40; in Ms. B 54; in Ms. B 64, Teil II; in Ms. B 69a); Krone Typ PiccKr I 312 (1441-1467; auch in Ms. B 54); Traube = PiccFr I 195/227 (1446); Ochsenkopf Typ PiccO VII 375-377 (1449-1463; auch in Ms. B 54 und Ms. B 69a); Ochsenkopf Typ PiccO VII 282-286 (1446-1457; auch in Ms. B 54) • Lagen: (I-l) 1 (Vorsatzbl.) + 16 V 160 + (V-l) 169 • Lagensignaturen ab al (Bl. V), a2 (Bl. 2") bis r4 (Bl. 164 1 ) und (Bl. 1650, gelegentlich abgeschnitten; Reklamanten erst ab Bl. 70 v erhalten ■ Schriftraum 21-21,5 x 14-15 ■ 2 Spalten • Schreiber 1 39-43 Zeilen, Schreiber 2 36^15 Zeilen, Schreiber 3 40-43 Zeilen, Schreiber 4 36-39 Zeilen, Schreiber 5 47-52 Zeilen • gotische Hybrida von 5 Schreibern: 1 Bl. l ra - 57 ra , 2 Bl. 57 rb -61 rb , 3 Bl. 61 va -67 vb , 4 Bl. 68 ra -140 vb , 5 Bl. 141 ra -167 ra ; die Schrift der Schreiber 1 und 3 ist von sehr guter Qualität) Schreiber 4 und 5 sind möglicherweise identisch • rubriziert ■ Bl. l ra 9-zeilige Fleuronne-Initiale. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); 2-3-fache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Stempel: kleiner heraldischer Adler (nach links, rhomb., umrandet); Blattwerk (sechseckig, nicht umrandet); Schunke Fabeltier Nr. 7 • Reste von zwei Schließen; vorne und hinten je fünf Buckel aus Eisen (neuzeitl.) • Rücken beschädigt • die Einbände von Ms. B 40 und Ms. B 54 sind nahezu identisch gestaltet. Die Hs. ist eine Schwesterhandschrift von Ms. B 40 (Format, Einband, Wz.-Befund, Inhalt). Der Wz.- Befund läßt eine Entstehungszeit um 1445-1455 vermuten • laut Besitzvermerk auf Bl. I r stammt vorliegende Hs. (wie Ms. B 40) aus der Bibliothek der Kreuzherren in Düsseldorf: Perünet ad conventum fratrum ordinis sancte Crucis in Düsseldorf (15. Jh., 2. Hälfte). Sie ist möglicherweise auch in diesem Kloster entstanden. Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 502. I r Besitzvermerk (s.o.), sonst leer. - I v leer. l ra - 167 ra Bernardus Claraevallensis: Sermones super Cantica CANTICORUM.. >Incipit sermo primus beati Bernardi abbatis super Cantica canticorum.< Sermones 1-86. - Druck: Leclercq/Rochais Bd. 1, S. 1-255 und Bd. 2, S. 1-320. Stegmüller RB Nr. 1721 mit Suppl. - 167 rb -169 vb leer. 162 Ms. B 42 Ms. B 42 Bernardus Claraevallensis (mnd.) Papier • 163 Bl. • 29x20,5 ■ Kentrop, Zisterzienserinnenkloster ■ 1475 Wz.: Buchstabe P - PiccP III 460 (1475); Buchstabe Y (4 Typen) Typ Briquet 9183 (1472-1476) ■ Lagen: II 4 + 13 VI 160 + (VI-9)' 63 (?) • Lagenzählung ab / (Bl. 16 v ) bis XIIF (Bl. 160 v ); Reklamanten der Schreiberhand • Schriftraum 20-21 x 15 ■ 2 Spalten ■ 36-39 Zeilen • qualitätvolle gotische Hybrida von der Hand der Katharina Konnygs • Bl. 5 ra 10-zeilige rot/blau geteilte Initiale mit schlichtem Fleuronne in Rot und Blau. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., Anfang); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel: kleine Rosette (nicht umrandet) • zwei Schließen (eine unvollständig) • auf dem Vorderschnitt: Bernar. über Cantic. (17. Jh., 2. Hälfte). Nach den Angaben im Kolophon (Bl. 163 vb ) entstand die Hs. 1475. Die Schreiberin ist Katharina Konnygs (Regis), Zisterzienserin in Kentrop; weiteres zur Person der Schreiberin in der Beschreibung von Ms. B 38. Die bemerkenswerte Formel apostoli mei im Kolophon verweist vermutlich auf den Brauch, durch das Los einen einzelnen besonderen Apostel zur bevorzugten Verehrung zu erlangen; vgl. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, hg. v. E. Hoffmann-Krayer, Bd. 1, Berlin/Leipzig 1927, Sp. 552-554. Für eine besondere Verehrung der Schreiberin für den hl. Jakobus spricht auch, daß die Wörter >Jacob dey hillige apostel< (Bl. 119 va ) mit roter Tinte hervorgehoben wurden; weitere Einträge oder hervorgehobene Stellen in Rot sind nicht vorhanden • die Hs. wurde in der Bibliothek von Kentrop aufbewahrt. Dies belegt ein Vermerk im Vorderdeckel: Zu der bibliotheca in Kentrup 1673. Es folgen lat. und dt. Notizen derselben Hand über den Inhalt der Hs., vermutlich von der Hand des Altenberger Zisterziensers Johann Jakob von Quentel, der seit 1660 Propst in Kentrop war (s. Mosler S. 238). Borchling S. 85-86 • Krämer S. 393 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 503. l r -4 v (Vorsatzbl.)leer. 5 ra - 147 vb [Bernardus Claraevallensis: Sermones super Cantica CANTICORUM.] Freie niederdeutsche (westfälische) Bearbeitung. Bestand nach Leclercq/Rochais Bd. 1-2: (5 ra -7 rb ) Sermo 1. Na dem male dat twe bosheit synt, dey to dem eyrsten kyven weder unse zeyle, datys deyydel leve ausser werlde ... (7 va -9 vb ) Sermo 2. Osculetur me ... [Ct 1,1]. Du sah merken, er dat Godes sone Christus Ihesus to der werlde quam unde geboren wort ... (9 vb -13 rb ) Sermo 3. Dyt küssen dat en kan neyman ghewetten, wat yd sy, dan allene dey mensche dey dat etfenghet ... (13 r - 19 ra ) Sermones 9-10. (19 ra -24 rb ) Sermo 18. (24 rb -25 va ) Sermo 19. (25 va - 27 va ) Sermo 20. (27 va -31 vb ) Sermones 21-22. (31 vb -35 rb ) Sermo 23. (35 rb - 163 Ms. B 42 37 ra ) Sermo 24. (37 ra -41 ra ) Sermones 25-27. (41 r M3 rb ) Sermo 28. (43 rb - 45 rb ) Sermo 29. (45 rl M6 va ) Sermo 30. (46 va -52 ra ) Sermones 31-33. (52 ra - 58 rb ) Sermones 34-38. (58 rb -60 vb ) Sermo 39. (60 vb -62 vb ) Sermo 40. (62 vb - 64 ra ) Sermo 41. (64 ra -66 ra ) Sermo 42. (66 ra -67 rb ) Sermo 43. (67 rb -68 vb ) Sermo 44. (69 ra -71 vb ) Sermo 45. (71 vb -74 ra ) Sermo 46. (74 ra -76 ra ) Sermo 47. (76 ra -81 rb ) Sermo 48 (3 Sermones). (81 rb -85 rb ) Sermones 49-50. (85 rb - 88 ra ) Sermo 51 (2 Sermones). (88 ra -91 rb ) Sermo 52. (91 rb -96 ra ) Sermones 53-54. (97 ra -98 rb ) Sermo 55. (98 rb -100 rb ) Sermo 56. (100 rb -103 vb ) Sermo 57. (103 vb -107 rb ) Sermo 58. (107 rb -109 va ) Sermo 59. (109 va -lll va ) Sermo 60. (lll va -117 ra ) Sermones 61-62. (117 ra -120 rb ) Sermones 63-66. (120 rb - 125 rb ) Sermones 67-69. (125 rb -130 rb ) Sermones 70-71. (130 rb -133 vb ) Sermo 72. (133 vb -139 ra ) Sermones 73-74. (139 ra -147 vb ) Sermones 75-79. In einigen der niederdt. Sermones wurden mehrere lat. Sermones zusammengefaßt (13 rb -19 ra , 27 va -31 vb u.ö.); der Inhalt von Sermo 48 und 51 wurde dagegen über drei bzw. zwei niederdt. Sermones verteilt. Alle Initien im Register. Vorliegende Hs. ist die einzig bekannte Hs., in der eine niederdt. Fassung der Hohelied-Predigten des Bernhard von Clairvaux überliefert ist. S. K. Ruh, Bonaventura deutsch. Ein Beitrag zur deutschen Franziskaner-Mystik und -Scholastik, Bern 1956 (Bibliotheca Germanica, 7), S. 29; W. Höver, Theologia Mystica in altbairischer Übersetzung, München 1971 (MTU, 36), S. 4; VL 2 Bd. 1, Sp. 755 (jeweils mit Kenntnis dieser Hs.). 147 rb - 161 rb [Sermones super Cantica Canticorum.] (147 rb -150 vb ) Adiuro vos ... [Ct 3,5]. Ach, wat wat [!] mach dyt yummer mer meynen, dat dey hemelsche brudegom hyr vore dey dochtere von Iherusalem ... (150 v - 157 v ) Que est ... [Ct 3,6]. Rechte alse in deme eyrsten orsprunghe unser salicheit, do dey tyt was ghekomen in der ewyghen vorsichticheit... (157 v - 161 r ) En lectulum ... [Ct 3,7]. Na dem male dat dey hilligen engele des brudegoms gesellen dey brut Christi, nu lovet umme eren wonderlicken upganck ... - Drei Sermones im Stil der vorangehenden Hohelied-Predigten des Bernhard von Clairvaux. - 161 va -163 va leer. - 163 vb >Finitus et completus est über iste anno Domini M° CCCC° LXXV° in Vigilia gloriosi apostoli mei sancti Jacobi [24. Juli 1475] per me Katerynam Konyngs. Oratepro ea.< 164 Ms. B 43 Ms. B 43 Vita prima sancti Bernardi abbatis Pergament • 128 Bl. • 23 x 16,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 4. Viertel 1700 restauriert • Lagen: (IV-1) 8 + 10 IV 89 + (IV+1) 98 + 4 IV 130 • Textverlust: eine Seite vor 2 r • Lage 11-14 Kustoden: XI-XIIII ■ Foliierung des 18./19. Jh.: 2-54, 56-130 ■ Schriftraum 17,5 x 12 • 23 Zeilen • karolingische Minuskel ■ 2 Hände (A: 2-89 v ; B: 89 v -130 v ) • rubriziert; 3 r 9- zeilige rote Silhouetteninitiale B; eine weitere große Initiale befand sich wahrscheinlich am Textbeginn auf der Versoseite des vor Bl. 2 verlorenen Blattes. Heller Schweinslederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (dreifache Rahmung) und Rollenstempeln (u.a. Ranken mit Blüten; stark berieben) im Renaissance-Stil, 16. Jh.; aus derselben (wahrscheinlich Altenberger) Werkstatt wie der Einband von Ms. B 34 • eine von zwei Schließen erhalten • Spuren von Blattweisern • als Ansetzfalze schmale Fragmente einer lat. Pergament- Handschrift des 14./15. Jh. Ausweislich des Schriftstils geschrieben im 4. Viertel des 12. Jh., Terminus post quem ist das Datum der Kanonisierung Bernhards von Clairvaux (18.1.1174), da dieser in der Hs. als sanetus bezeichnet wird; Schriftbild, Ausstattung und Thematik der Hs. lassen vermuten, daß sie in der Zisterzienserabtei Altenberg entstand, wo sie später wahrscheinlich ihren heutigen Einband erhielt (s.o.) bzw. wo sie sich sicher seit 1700 befand, vgl. Reparaturvermerk im Vorderdeckel: o.p. Abb. Lohe [Johann Jakob Lohe, Altenberger Abt 1686-1707; vgl. Mosler S. 178-180] reparavit anno 1700 • die nach Aufhebung der Altenberger Abtei im November/Dezember 1803 in die Düsseldorfer Hofbibliothek gelangte Hs. ist verzeichnet in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 1101; Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 1101; Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [43] (vgl. Redlich S. 118 f.); Altenberg, Inventar 1819 (Lacomblet), Nr. [17]; Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 46 • 2 r Besitzstempel der Königlichen Landesbibliothek Düsseldorf, nach 1872 ■ Düsseldorfer Rückenschild, nach 1803: Vita s. Bernardi libri v; Ms. membr. s. . Wattenbach S. 748 • G. Hüffer, Der heilige Bernard von Clairvaux. Eine Darstellung seines Lebens und Wirkens, Bd. 1: Vorstudien, Münster 1886, S. 109 • A. H. Bredero, Etudes sur la „Vita prima" de Saint Bernard, Rom 1960, S. 16; S. 63, Anm. 2 • A. H. Bredero, Etudes sur la „Vita prima" de Saint Bernard, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 17, 1961, S. 3-72, 215-260; 18, 1962, S. 3-59, hier 17, 1961, S. 20; S. 66, Anm. 1 ■ Mosler S. 41, Nr. 21 ■ Perkow S. 4, Nr. 64 • Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 504 ■ Hammer, Buchmalerei, S. 22. 2 r - 130 v Vita prima sancti Bernardi abbatis. Recensio prior (A). Text setzt ein in der Praefatio zu Lib. 1: || vereeundia prohibitus sim usque adhuc ... (3 r ) Lib. 1: >Incipit über primus in vi tarn sancti Bernardi abbatis Clarevallis.< Bernardus Castellione Burgundie opido oriundus fuit ... — Verfasser Lib. 1: Guilelmus de Sancto Theodorico; Lib. 2: Arnoldus Bonavallis; Lib. 3-5: Godefridus Altissiodorensis. Druck (geringfügig abweichend): PL 185, Sp. 225B - Sp. 366, Z. 3; G. Waitz (Hg.), in: MGH Scriptores Bd. 26, Hannover 1882 (Repr. 1964), S. 95-120 (Auszüge); A. H. Bredero, Un brouillon du XII e s.: l'autographe de Geoffroy d'Auxerre, 165 Ms. B 44 in: Scriptorium 13, 1959, S. 27-60, hier 33-44 (Lib. 5). BHL Nr. 1211, 1212, 1214-1216. Zum Werk vgl. neben der o.a. Lit. auch A. H. Bredero, Bernardus van Clairvaux (1091-1153): tussen cultus en historie, Kampen 1993 (dt: Bernhard von Clairvaux [1091-1153]: zwischen Kult und Historie, Stuttgart 1996). Ms. B 44 Vita prima sancti Bernardi abbatis Pergament • I + 127 + I Bl. • 28 x 19,5 • St. Joris (Georgenbusch), Zisterzienserinnenkloster (?) • 15. Jh., 2. Hälfte Bl. 114 beschädigt (Initiale ausgeschnitten) • Lagen: 15 IV 120 + (III+l) 127 • Lagensignaturen von W(B1. 9 ra ) bis oIII (Bl. 107 rb ), an vielen Stellen abgeschnitten • 2 Spalten • 24 Zeilen ■ littera gothica textualis von der Hand der Elisabeth de Strabach (s. Bl. 127 va ) rubriziert • Bl. l ra 4- zeilige Deckfarbeninitiale in Rosa und Purpur; Bl. 42 ra , 73 vb und 90 va 3-zeilige rot/blau geteilte Initialen mit Fleuronne in Grün, Rot und Blau im niederländisch-westdeutschen Stil. Neues, dunkelbraunes Rindleder über alten Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh., Anfang) mit Benutzung von Teilen des ursprünglichen Lederbezugs; 2- und 3-fache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein kompliziertes Muster (Vorderdeckel) bzw. ein Rautenmuster (Rückdeckel) im Mittelfeld; Einzelstempel: Rosette (rund, umrandet, 2 Typen), Ranke (Bordüre), Blüte (Vierblatt, rhomb., umrandet) und Blüte (Bordüre) ■ Reste von zwei Schließen; Metallbeschläge Lesebändchen aus hellem Leder; Merker an Bl. 42, 70 und 90, jeweils aus einem schmalen Streifen des Blattes geschnitten • Deck-, Vorsatz- und Nachsatzbll. neu • Fragmente Bl. I und II: 2 Einzelbll.; Pergament; 28 x 20 und 28 x 19,5, an den Rändern beschnitten; Schriftraum 24 x 17; 2 Spalten; 32 Zeilen; frühgotische Textualis; deutsche Neumen ohne Liniensystem. Bl. I va 8-zeilige Randleisteninitiale in Hellblau in Gelb mit Resten von Vergoldung; verschiedene 2-zeilige blaue Initialen mit rotem Fleuronne. 13. Jh., 4. Viertel. Aus einem Missale. Enthält auf Bl. II" Teile der Messe zum Fest der hll. Tiburtius und Valerianus (14. April). Text stellenweise unleserlich. Bl. I r : nachgetragene Notiz über die Weihe der Heilig-Kreuz-Kirche des Spitals in Valkenburg (NL, Prov. Limburg) am 22. Dezember 1310. Diese Notiz bildet einen terminus ante quem für die Datierung des Fragments. Schrift und Ausstattung (Fleuronne-Initialen) lassen vermuten, daß die Hs. in der zweiten Hälfte des 15. Jh. entstanden ist, möglicherweise erst im frühen 16. Jh. Die Schreiberin nennt sich Elisabeth de Strabach, ordinis Cisterciensis monialis professe in Rubo divi Georgii martiris (Bl. 127 va ). Von dieser Schreiberin ist nur noch die Hs. Weimar Q 59a bekannt: „Finitum et scriptum per manus sororis Elizabet de Strabaich [!] ordinis Cisterciensium monialis professe in Rubo sancti Georgij martyris", vgl. Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen / Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Die lateinischen Handschriften bis 1600. Beschr. von Betty C. Bushey und N.N. Bd. 2: Quart. Wiesbaden ca. 2008 (Bibliographien und Kataloge der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu Weimar). Der Ort, wo sie gearbeitet hat, ist vermutlich das unweit von Aachen gelegene Zisterzienserinnenkloster St. 166 Ms. B 46 Joris (Georgenbusch). Zu St. Joris s. A. Ostrowitzki, Die Ausbreitung der Zisterzienserinnen im Erzbistum Köln, Köln/Weimar/Wien 1993 (Rheinisches Archiv, 131), S. 22. Da St. Joris in der Mitte des 18. Jh. von dem Abt des Klosters Altenberg reformiert wurde und bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1802 von diesem Kloster betreut wurde, liegt es nahe, daß vorliegende Hs. mit den Hss. aus Altenberg nach Düsseldorf gelangte (s. Mosler S. 87-88). Vgl. Krämer S. 298 (lokalisiert die Hs. nach Görresbusch bei Eschweiler). Wattenbach S. 748 • G. Hüffer, Der heilige Bernard von Clairvaux. Eine Darstellung seines Lebens und Wirkens, Bd. 1: Vorstudien, Münster 1886, S. 109 • A. H. Bredero, Etudes sur la „Vita prima" de Saint Bernard, in: Analecta sacri ordinis Cisterciensis 17, 1961, S. 3-72, 215-260; 18, 1962, S. 3- 59, hier 17, 1961, S. 21,43 und 66 • Krämer S. 298 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 505. l ra - 127 va Vita [prima] sancti Bernardi abb. Recensio prior. >Prefacio Wilhelmi abbatis in Vita domni Bernardi primi Clarevallensis abbatis.< Am Schluß: >Explicit Vita sancti Bernardi abbatis.< Scripta per manus sororis Elyzabeth de Strabach ordinis Cisterciensis, monialis professe in Rubo divi Georgii martiris (Colophons Nr. 3742). - Verfasser lib. I: Guilelmus de Sancto Theodorico; lib. II: Arnoldus Bonavallis; lib. III-V: Godefridus Altissiodorensis. Druck: PL 185, 225-366. BHL Nr. 1211, 1212, 1219 und 1214-1216. Zum Werk s. A. H. Bredero, Bernardus van Clairvaux (1091- 1153): tussen cultus en historie, Kampen 1993 (dt.: Bernhard von Clairvaux [1091-1153]: zwischen Kult und Historie, Stuttgart 1996), passim (Lit). - 127 vb leer. Ms. B 46 Vita sanctae Gudilae v. Theodoricus Bollick Papier • 196 Bl. • 30 x 21 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1460-1465 Die Hs. wurde im letzten Drittel des 15. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 3. Drittel); Doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld • Reste von zwei Schließen; vier rechteckige Buckel aus Holz (!) auf dem Rückdeckel • Rücken beschädigt ■ Titel De SS. auf dem Vorderschnitt; auf dem Rücken, im 3. Feld Sermones Bollick de sanctis, im 4. Feld die Signatur C 8 (alle 15. Jh., 3. Drittel, oder 16. Jh., Anf.) • Brandkreuz im Oberschnitt (Marienfrede) Fragmente: halbes Einzelbl. als Spiegel im Vorderdeckel; gefaltetes Einzelbl. als Nachsatzbl. (Bl. 194) und als Spiegel im Rückdeckel: Pergament; 20 x 29,5 und 38 x 30; Schriftraum 28,5 x 21; 2 Spalten; 33 Zeilen; grobe gotische Textualis; 14. Jh., 4. Viertel oder 15. Jh., 1. Viertel. Aus einem 167 Ms. B 46 Breviarium. Enthält auf Bl. 194 Teile des Officium pro defunctis, darunter CAO Nr. 3725 und 7091 und den Versikel Qui in crucepositus latronem seropenitentem ... Die vier B1L, die jetzt Teil I der Hs. bilden, sind vermutlich Vorsatzbll, die erst später beschriftet wurden. Von den sechs Nachsatzbll. ist nur ein einziges erhalten (Bl. 193); die Schrift auf diesem Bl. stammt von derselben Hand wie auf Bl. 1-4. Der paläographische Befund deutet für Teil I und für Bl. 193 eher auf eine Entstehung im späten 15. Jh. oder im 1. Viertel des 16. Jh. als in der Zeit um 1465— 1470, wie es der Wz.-Befund vermuten ließe. In Teil II gibt es dagegen keinen Widerspruch zwischen dem Schrift- und dem Wz.-Befund; dieser Teil entstand wohl im Zeitraum um 1460-1470 • die Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Dies belegt ein Besitzvermerk im Vorderdeckel: Liber fratrum Sande Crucis conventus Mariepacis prope Ringenberch in parrochia Dyngden [15. Jh., 3. Drittel]. Ob die Hs. auch in Marienfrede entstanden ist, ist unsicher. Bemerkenswert sind die Oratio, Sequenz und Hymne an die hl. Gudila (Bl. 4 V ), die nicht in anderen Hss. nachgewiesen sind. Über eine besondere Verehrung dieser Heiligen am Niederrhein liegen keine weiteren Angaben vor. Ilgen S. 169 ■ Landmann S. 232 • Krämer S. 166, 831 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 506. I Bl. 1-4: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); 15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel • Wz.: Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch in Teil II, in Ms. B 5, Teil IV und in Ms. B 62; leicht variiert auch in Ms. B 76, 86, 94b) ■ Lage: II 4 ■ Schriftraum 22 x 15 • 2 Spalten • 42^16 Zeilen • gotische Hybrida currens. l ra - 4 va VITA SANCTAE GUDILAE V. Vita altera, Cap. 1-7. Vita sancte Gudile virginis gloriose. [l]gitur Sygiberti regis temporibus, qui fuit Dagoberti filius, exitit quidam comes Witgerus in pago Brabantensi ... - ... ibi manencium sibi indixit. - Druck: AASS, Januar, Bd. 1, S. 524-528. S. auch Wattenbach S. 748; BHL Nr. 3685; Index scriptorum operumque latino- belgicorum medii aevi. Troisieme partie: Xlle siecle, hg. v. L. Genicot und P. Tombeur, Vol. I: Oeuvres hagiographiques. Par M. McCormick, Brüssel 1977, S. 15-16; DHGE Bd. 22, Sp. 639-641. 4 va Oratio ad sanctam Gudilam v. O, pia regum filia, felix alumpna pauperum Christo ....... claret glorifwata. 4 va-vb s E q UENTIA DE sancta GUDILA V. Sequentia. Gaude, summa laude digna Gudila, virgo benigna, regum stirpe edita ... — ... laudis tue cumulum. Amen. 168 Ms. B 46 4 vb HYMNUS DE SANCTA Gudila v. Gloriosa Christi virgo Gudila, tuam sacram venerantes memoriam, te supplices deprecamur ... - ... salvemur animi beatis. 3 Strophen. II Bl. 5-194: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); um 1460-1470 • Wz.: Buchstabe P (Siebpaar) ~ PiccP IX 907/1102 (1461; auch in Ms. B 5, Teil IV; in Ms. B 98); Buchstabe P (Siebpaar) ~ PiccP EX 1039/1050 (1463-1465; auch in Ms. B 62, 83, 94b); Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2063/2070 (1466); Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch in Teil I, s. dort) • Lagen: 19 V 192 (Bl. 46a nach Bl. 46, Bl. 187a nach Bl. 187) + (III-5)' 93 + 1 m (Nachsatzbl.) ■ Lagensignaturen ab ei (Bl. 45 r ), e2 (Bl. 46"), usw., bis tf (Bl. 187a v ); Reklamanten ab Bl. 34 v • Schriftraum 20,5 x 14 • 2 Spalten • 45-54 Zeilen • qualitätvolle gotische Hybrida ■ rubriziert • Korrekturvermerk hucusque correctum (Bl. 83 v ). 5 ra - 193 v Theodoricus Bollick: Sermones EVANGELICALES de SANCTIS. (5 ra -15 v ) Register. >Tabula sequens docet prompte quamlibet materiam huius libri sermonum invenire. Unde notandum quod numerus, qui hie ponitur, connotat seu signat rubricam et littera alphabeti apposita semper indicat precise locum rubrice, in quo invenies materiam quam vis.< Abnegare, quomodo debemus nosmetipsos. III B. Abstinencia, quantum valet. VE. ... - ... Ypocrisis, quam detestabilis sit. L F. (16 ra_v ) Verzeichnis der Predigten. >Registrum sequentis libri.< De saneto Andreapostilla. I ... - ... Sermo de eadem. CXXXVI. (17 ra_v ) Text. >Incipiunt Postille super Evangelia cum sermonibus de sanetis per annum. Collectis [!] per religiosum et devotum fratrem Theodericum Bollick ordinis Carthusiensis, domus Insule Regine celi prope Wesaliam inferiorem in territorio Clivensi, Coloniensis dyocesis. Et primo de saneto Andrea. Rubrica prima.< Ambulans Ihesus ... [Mt. 4,18]. Ewangelium istud describit beatus ewangelista Matheus quarto suo capitulo, cuius exposicio sequitur ... (17 v - 18 va ) >Sermo de saneto Andrea. Rubrica II. < Relicitis rethibus ... [Mt 4,20]. Hec verba, karissimi, sumpta sunt ex evangelio hodierno, quod scribitur Mathei IIIF, in quibus verbis patet... (18 va -19 v ) >Alius sermo de eodem. Rubrica III. < Si quis vult ... [Mt 16,24]. In quibus verbis pius magister Ihesus Christus tria nos doeuit, que servare debemus ... Es folgen 131 weitere Predigten. Alle Initien im Register. Letzte Predigt: (191 va -192 va ) Gaudeamus et exultemus ... [Apc 19,7]. Karisssimi, est commune apud nos et omnes gentes, ut gaudeant et solempnisent in nupeiis, content et vacent conviviis ... - Wenigstens in ihren Initien sind einige der hier überlieferten Predigten identisch mit einzelnen Predigten von Jordanus de Quedlinburgo (Bl. 30 rb , 33 vb , 46 ra , 52 va , 57 vb , 64 rb , 120 va und 176 va ; s. Schneyer Bd. 3, S. 806, Nr. 18 und 20, S. 808, Nr. 28 und 32, S. 804, Nr. 11, S. 813, Nr. 61, S. 169 Ms. B 47 805, Nr. 13 und S. 859, Nr. 534), Johannes Contractus (Bl. 37 vb ; s. ibid., Bd. 3, S. 434, Nr. 12), Nicolaus de Aquaevilla (Bl. 74 vb und 173 rb ; s. ibid., Bd. 4, S. 198, Nr. 106 und S. 202, Nr. 161), Ps.-Bonaventura Sanctus (Bl. 136 va , 153 rb und 160 va ; s. ibid., Bd. 1, S. 654, Nr. 941 und S. 656, Nr. 975 und 976) und Antonius Azaro de Parma (Bl. 70 rb ; s. ibid., Bd. 1, S. 295, Nr. 76). Nach den Angaben in der Überschrift auf Bl. 17 ra war Theodoricus Bollick Kartäuser in Wesel. Weitere Angaben zur Person liegen nicht vor. Vgl. Landmann S. 51; J. B. Schneyer, Geschichte der katholischen Predigt, Freiburg 1969, S. 200. Sermones de tempore desselben Verfassers sind erhalten in Ms. B 47 und Ms. B 48. - 192 vb leer. 193 ra VITA SANCTI THEODORICI ABB. Fragment. [...] cunctorum corda cernit ab alto, quique medetur [?] et sanat contritos cor de et allevat dolores ... -... Dominus per miracula multa declaravit. - Es fehlen zwei Bll. vor Bl. 193, die wohl den Anfang und den größten Teil des Werkes enthielten. Nicht in BHL verzeichnet. - 193 rb " vb leer. Ms. B 47 Theodoricus Bollick Papier • 221 Bl. • 29x20,5 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1475-1480 Wz.: Buchstabe P Gruppe PiccP IX 966-1023 (1472-1477; auch in Ms. B 30a, Teil I); Buchstabe P ~ PiccP XIII 429, 431 (1476; auch in Ms. B 52); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP IX 981/1011 (1475); Buchstabe P Gruppe PiccP IX 966-976 (1472-1477); Buchstabe P = PiccP IX 984 (1475-1476; auch in Ms. B 82); Wappen mit Lilie = Briquet 1885 (1469-1473); Buchstabe P (Siebpaar), nicht identifiziert, auch in Ms. B 30a, Teil I (Marienfrede, 1473) • 8 VI 96 + (VI-1) 106 (Bl. 100a nach Bl. 100) + 9 VI 213 (Bl. 152a nach BL 152) + (VI-4) 221 • Reklamanten; unregelmäßige Lagensignaturen, von (Bl. l rb ) bis d6 (Bl. 42 rb ), von jl (Bl. 166*) bis n7 (Bl. 220 rb ); Lagensignaturen zwischen diesen beiden Reihen nur gelegentlich erhalten • Schriftraum 19,5-20,5 x 13-14 ■ 2 Spalten Zeilenzahl mehrfach wechselnd • gotische Hybrida von 11 Schreibern: 1 Bl. 1 ra —21 vb und 112 ra - 130 vb ; 2 Bl. 21 vb -24 vb ; 3 Bl. 25 rb -38 va ; 4 Bl. 38 va -45 rb ; 5 Bl. 45 rb -55 rb ; 6 Bl. 55 rb -59 vb ; 7 Bl. 59 vb - 72 rb ; 8 Bl. 73 rb -l 1 l vb und 132 ra -141 vb und 143 ra -155 va ; 9 Bl. 131 ra - vb und 142™"*; 10 Bl. 155 va -219 va ; 11 Bl. 219 va —221 m • rubriziert • Bl. l ra 6-zeilige blaue initiale mit rotem und grünem Fleuronne; Bl. 73 m 12-zeilige Initiale vom selben Typ, hier mit Aussparungen im Buchstabenkörper. Das Fleuronne gehört dem in Westdeutschland und in den Niederlanden häufig vorkommenden Typ an. Braunes Rindleder über Holzdeckeln; Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, 170 Ms. B 47 Marienfrede • Reste von zwei Schließen • Rücken restauriert • Brandkreuz im Oberschnitt (Marienfrede) • auf dem Vorderscnitt De tempore (18. Jh. ?). Nach der Datierung im Kolophon (Bl. 214 vb ) wurde die Hs. 1455 geschrieben. Die Datierungen der identifizierten Wasserzeichen weisen dagegen vielmehr auf eine Datierung der Hs. in den Zeitraum 1475-1480 hin. Dieser Befund läßt vermuten, daß die Datierung von dem Schreiber der vorliegenden Hs. aus seiner Vorlage übernommen wurde ■ Besitzvermerk des Kreuzherrenkonvents Marienfrede im Vorderdeckel: Liber fratrum Sancte Crucis conventus Mariepacis prope Ryngenberch [15. Jh., 4. Viertel], dort auch der Vermerk Sermones Bollick de tempore [15. Jh., 3. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel]. Beide Vermerke stehen auf Pergamentstreifen, die auf die neuen Deckbll. geklebt wurden. Vermutlich entstand die Hs. auch in Marienfrede, da eines der Wz. auch in dem 1472 und 1473 dort geschriebenen Ms. B 30a nachgewiesen wurde. Ilgen S. 169 • Landmann S. 49 (Kolophon), 51, 92, 180 und 233 (kurze Beschreibung) • Krämer S. 166, 831 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 507. f a - 214 va [Theodoricus] Bollick: Sermones evangelicales de TEMPORE. (l ra -2 r ) In Adventu Domini. Dominica prima. Erunt signa ... [Lc 21,25]. Consueverunt antiquitus principatum natalicia homines cum gaudio celebrare et ad hoc faciendum ... (2 va -3 v ) >Sermo primus.< Virtutes celorum ... [Lc 21,26]. Cum triplex sit adventus Domini, videlicet in carne[m], in mentem et ad iudicium ... (3 V -4 V ) >Sermo secundus.< Videbunt filium ... [Lc 21,27]. Verba ista, ut patet in evangelio hodierno, dicta sunt de ultimo iudicio, quando scilicet Dominus ad iudicandum veniet ... Es folgen 202 weitere Sermones. Als letzter: (213 rb -214 va ) Estpuer... [Jo 6,9]. Quatuor sunt hie notanda. Primum est quid per puerum, qui quinque panes ordeaeeos et duos pisces habuit... Am Schluß: >Expliciunt sermones dominicales cum brevibus postillis extracti et collecti ex diversis postillis et sermonibus, videlicet Jordani, Voraginis, Socci, Luce, Parati, Peregrini, Danielis, Anthonii, Biart, Abiciamus, Guiberti, Vilhelmi, Longobardi, Constantini et aliis sermonibus sive scriptis diversis. Completi anno Domini M CCCC LV° in profesto gloriose virginis Marie [14. August 1455 ?]. Amen. Per quendam solitarium fratrem, cuius nomen sit in libro vite. Amen.< Alle Initien im Register. 214 va - 219 va [Theodoricus] Bollick: Sermones in Dedicatione ECCLESIAE. >Sequuntur adhuc sermones cum postilla in Dedicatione ecclesie.< >In dedicatione ecclesie. Luce XIX°< Ingressus Ihesus ... [Lc 19,1]. In hoc evangelio tria notantur. Primo enim agitur de avaricie detestacione et largitatis commendacione ... Es folgen drei weitere Sermones für das Kirchweihfest; Initien im Register. 171 Ms. B 48 Nicht nur im Kolophon (Bl. 214 va , s. oben), sondern auch in den Überschriften zu einzelnen Predigten wird auf die von Bollick benutzten Quellen hingewiesen: (60 rb ) Sermo secundus ex Voragine, (137 ra ) Sermo tertius ex Jordano extractus, (155 v ) Sermo secundus ex Socco fere extractus, (193 ra ) Sermo secundus ex Parato quasi u.ö. Wenigstens in ihren Initien entsprechen etwa ein Viertel der hier überlieferten Predigten einzelnen Predigten des Jordanus de Quedlinburgo (Bl. 2 rb , 16 rb , 38 rb , 50 rb u.ö.; s. Schneyer Bd. 3, S. 803, Nr. 6; S. 805, Nr. 14; S. 810, Nr. 42 und 48), Jacobus de Voragine (Bl. 15 rb , 59 va , 60 rb u.ö.; aaO, Bd. 3, S. 222, Nr. 13; S. 224, Nr. 47 und 49), Antonius Azaro de Parma (Bl. 62 ra , 94 vb u.ö.; aaO, Bd. 1, S. 293, Nr. 52 und S. 305, Nr. 201), 'Paratus' (Bl. 40 vb , 84 ra u.ö.; aaO, Bd. 4, S. 526, Nr. 52 und 530, Nr. 98), Guilelmus de Malliaco (Bl. 57 va , 69 vb u.ö.; aaO, Bd. 2, S. 484, Nr. 26 und S. 485, Nr. 34), Nicolaus de Gorra (Bl. 97 va , 110 ra u.ö.; aaO, Bd. 4, S. 263, Nr. 128 und S. 265, Nr. 162), Aldobrandinus de Cavalcantibus (Bl. 120 ra ; aaO, Bd. 1, S. 157, Nr. 99), Johannes Contractus (Bl. 127 rb ; aaO, Bd. 3, S. 438, Nr. 66), Conradus de Waldhausen (Bl. 132 rb , 139 vb , 141 ra u.ö.; aaO, Bd. 1, S. 813, Nr. 280, 286 und 287), Ps.-Albertus Magnus (Bl. 23 ra , 176 vb u.ö.; aaO, Bd. 1, S. 115, Nr. 295 und 118, Nr. 354), Nicolaus de Byarto (Bl. 185 vb , 205 vb u.ö.; aaO, Bd. 4, S. 240, Nr. 142 und S. 241, Nr. 151). Die Verweise auf eine Hs. mit Sermones de sanctis desselben Verfassers (Bl. 21 ra , 81 ra und 106 va ) beziehen sich möglicherweise auf Ms. B 46. Zu Verfasser und hsl. Überlieferung s. die Beschreibung letzterer Hs. 219 va - 22l ra Sermo in Dedicatione ecclesiae. >Sermo quartus de dedicatione. Non tarnen Bollick est auctor, sed sermo interpositus.< Domus mea ... [Lc 19,49]. Hie tanguntur duo. Primum est templi materialis excellencia, seeundum est utilitatis consequencia ... - 221 rb_vb leer. Ms. B 48 Theodoricus Bollick Papier • 288 Bl. • 29x20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1503 Bl. I stark beschädigt • Wz.: Hand Typ Briquet 11424 (1502-1512); Hand Typ Briquet 11425 (1507) • Lagen: V 9 (Bl. I, 1-9) + 7 V 79 + 2 IV 95 + 19 V 285 + (II-l) 288 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagensignaturen von a<\> (Bl. V), a<2> (Bl. 2 1 ), usw. bis k<4> (Bl. 91") und von (Bl. 96"), (Bl. 97 r ), usw. bis T<4> (Bl. 279 r ) ■ Schriftraum 20 x 14 • 2 Spalten ■ 41 Zeilen; vermutlich Kammliniierung (s. Bl. 287 v -288 v ) • gotische Hybrida von der Hand des 172 Ms. B 48 Henricus de Werdenborch (s. Bl. 244 rb ) • rubriziert • Bl. l ra 8-zeilige rote Initiale mit grünem Fleuronne; Bl. 133 vb großer brauner Tintenklecks, in den mit roter Tinte ein betender Geistlicher eingezeichnet wurde. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (16. Jh., 1. Viertel [nach 1503]); doppelte und dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Stempel: Schunke Adler Nr. 94; herald. Adler (klein, rhomb., nach rechts, umrandet); Schunke Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; stehende weibl. Heilige mit Palmzweigen (rechteckig, umrandet); Schunke Hirsch Nr. 63a; Lamm Nr. 14; Laubstab (Bordüre, umrandet, 2 Typen); Schunke Lilie Nr. 19, 446; Lilie (klein, offen, 2 Typen); Rosette (klein, offen, 2 Typen); Schunke Schrift Nr. 273 (Maria); Schrift Maria (rechteckig, umrandet) ■ alter Titel mit Signatur auf dem Vorderdeckel: Sermones Bolck d[e] I tempore [...] XXV [Etikett, 16. Jh.] • Reste von zwei Schließen ■ Rücken restauriert Fragmente: Teile von zwei Einzelbl. als Spiegel im Vorder- und Rückdeckel: Pergament; je 29 x 19,5; Schriftraum 26 x 17,5; 30 Zeilen; gute karolingische Minuskel; deutsche Neumen ohne Notenlinien; rubriziert; Deutschland; 11. Jh., 2. Hälfte. Aus einem Missale. Im Vorderdeckel Teile der Liturgie für Ostersamstag: Exsultet (Lob der Osterkerze), am Anfang unvollständig. Der Passus von Apis bis et virgo permansit fehlt, die Fürbitten für Papst, König und Bischof sind dagegen vorhanden. Vgl. A. Franz, Die kirchlichen Benediktionen im Mittelalter, 2 Bde. Freiburg/Br. 1909 (Neudr. 1960), Bd. 2, S. 537-538. Anschließend: Gn 1, 1-7. Im Rückdeckel Teile der Liturgie für Karfreitag: Oremus et pro perfidis Judeis, ut Deus et Dominus noster auferat... Orationen (Invitatio ad orationem und Oratio). P. Bruylants, Les oraisons du missel romain. Texte et histoire, 2 Bde. Löwen 1952 (Neudr. Löwen 1965), Nr. 778 und 790. Anschließend: >Versus ad crucem.< Popule meus, quid feci tibi aut in quo contristavi te ... Improperien und Trishagion mit Antiphonen und Versikeln, am Ende unvollständig. Nach den Angaben im Kolophon (Bl. 244 rb ) wurde die Hs. 1503 fertiggestellt. Der Schreiber, Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513), war Kreuzherr in Düsseldorf; wohl hier hat er die vorliegende Hs. geschrieben (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 60, 77, 88, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1). Die Einbandstempel wurden in der Buchbinderei desselben Klosters benutzt (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Ilgen S. 169 • Landmann S. 233 • Krämer S. 172, 831 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 508. r leer. l ra - 244 rb [Theodoricus Bollick]: SERMONES EVANGELICALES de TEMPORE. (l ra -2 ra ) >Luce 21°.< Erunt signa ... [Lc 21,25]. Consueverunt antiquitus principum natalicia homines cum gaudio celebrare et ad hoc faciendum ... (2 ra -3 va ) >Sermo primus. Rubrica secunda.< Virtutes celorum ... [Lc 21,26]. Cum triplex sit Adventus Domini, videlicet in carnem, in mentem et ad iudicium ... (3 va —4 va ) >Sermo secundus. Rubrica tertia.< Videbunt filium ... [Lc 21,27]. Verba ista, ut patet in Evangelio hodierno, dicta sunt de ultimo iudicio, quando scilicet Dominus ad iudicandum veniet ... Als letzter: (242 vb -244 rb ) >Sermo secundus. Rubrica 214.< Est puer ... 173 Ms. B 48 [Jo 6,9]. Quatuor sunt hie notanda. Primum quid per puerum, qui quinque panes ordeaeeos et duos pisces habuit... Am Schluß: >Expliciunt sermones dominicales cum brevibus postillis extracti et collecti ex diversis postillis et sermonibus, videlicet Jordani, Voraginis, Socci, Luce, Parati, Peregrini, Danielis, Anthonii, Girart Abiciamus, Gwiberti, Wilhelmi, Longobardi, Constantini et aliis sermonibus sive scriptis diversis. Completi anno Domini M. CCCCC. III in profesto saneti Johannis apostoli ante Portam Latinam [5. Mai 1503] per mefratrem Henricum de Werdenborch ad laudem Domini nostri Ihesu Christi, cui sit laus, honor et gloria in secula seculorum. Amen.< - Entspricht der Sermonesreihe des Theodoricus Bollick in Ms. B 47, Bl. 5 ra -214 va , jedoch meist ohne Verweise auf die vom Verf. benutzten Quellen. Vorliegende Hs. enthält zusätzlich vier Sermones nach den Sermones für den 3. Sonntag nach der Oktav der Epiphanie (Bl. 39 -43 ) und drei Sermones zum Karfreitag (Bl. 89 r -95 vb ). Alle Initien im Register. Zum Verfasser und hsl. Überlieferung s. zu Ms. B 46, Bl. 5 ra . 244 va - 250 ra [Theodoricus Bollick]: Sermones in Dedicatione ECCLESIAE. >In Dedicatione ecclesie. Secundum Lucam.< Ingressus Ihesus ... [Lc 19,1,]. In hoc evangelio tria notantur. Primo enim agitur de avaricie detestacione et largitatis commendacione ... Es folgen drei weitere Sermones zum Kirchweihfest. Entspricht Ms. B 47, Bl. 214 va -219 va . Initien im Register. 250 ra - 265 rb [Theodoricus Bollick]: Sermones evangelicales de TEMPORE. >In die Pasche super Evangelium. Postilla. Rubrica 4In die Penthecostes. Postilla super Epistolam. Rubrica 58.< Dum complerentur ... [Act 2,1]. Ista epistola scribitur Actuum II, in qua tangitur hystoria adventus ... Es folgen 11 weitere Sermones für Pfingsten und Pfingstmontag, für den Dienstag nach Pfingsten und de saneto Spiritu. Entspricht Ms. B 46, Bl. 89 va -104 ra . Initien im Register. 277 va - 287 rb Register. Alphabetisches Sachregister zur ganzen Handschrift. - 287 va -288 vb leer. 174 Ms. B 49 Ms. B 49 Expositio in Psalmos. Eucherius Lugdunensis. Isidorus Hispalensis. Hugo de Sancto Victore. Ps.-Seneca, Lucius Annaeus. Bernardus Claraevallensis (?). Odo Cluniacensis. Vitae et miracula s. Mariae Magdalenae. Beda Venerabilis. Heito. Computus ecclesiasticus. Petrus Pictor. Libellus adversus errores Alberonis sacerdotis Merkensis. Grammatica latina Pergament • 158 Bl. • 34 x 23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 3. Viertel; 12. Jh., 4. Viertel Die Hs. wurde im 14. Jh. aus drei Teilen zusammengesetzt. Teil III ist jünger als die Teile I und II. In allen Teilen: Lagenzählung 3 (Bl. 17 r ) bis 21 (Bl. 155 r ) des 14. oder 15. Jh., jeweils am unteren Rand (links). Helles Rindleder (?) über Holzdeckeln (14. Jh. ?); doppelte Streicheisenlinien bilden einen Rahmen und ein stehendes Andreaskreuz im Mittelfeld • Deckbll. neu • Spuren einer dreieckigen Kettenbefestigung auf dem Rückdeckel (oben); die obere der beiden Schließen fehlt; kunstvoll gestaltete Scharnierschließe in der Gestalt eines Tieres (Schildkröte ?) • Rücken beschädigt Merker an Bl. 111 Ms. B 18 hat einen Einband vom gleichen Typ, ebenfalls mit einer bemerkenswerten Scharnierschließe. Die Hs. stammt aus der Bibliothek der Zisterzienserabtei Altenberg. Besitzvermerke auf Bl. 117 rb und 152 rb : über Sande Marie de Berge (12. oder 13. Jh.); alte Signatur X [?] auf dem Vorderdeckel ■ da Bernhard von Clairvaux auf Bl. 11 l rb als domnus (nicht als sanctus oder beatus) bezeichnet wird, liegt es nahe, daß Teil II vor 1174, dem Kanonisationsjahr Bernhards, entstanden ist. Auch der paläographische Befund deutet für diesen Teil und für Teil I auf eine Datierung in das dritte Viertel des 12. Jh. Die Schrift von Teil III läßt dagegen eine Entstehung im 4. Viertel des 12. Jh. vermuten. Der Libellus adversus errores Alberonis sacerdotis Merkensis (Bl. 146 va -152 rb ) läßt eine rheinische Schriftheimat der Hs. vermuten; ihre Entstehung in der Abtei Altenberg ist damit nicht gesichert, aber sehr wahrscheinlich. IlgenS. 169 • Wattenbach S. 748 ■ Mosler S. 41, Nr. 22 ■ Perkow S. 2, Nr. 17 ■ Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 509. I Bl. 1-52: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel • Lagen: 6 IV 48 + ü. 52 • Lagensignatur JIF. (Bl. 24 v ) • Schriftraum 25,5 x 18 • 2 Spalten • 38 Zeilen • frühgotische Textualis von drei Schreibern: 1 Bl. l ra -40 vb , 2 Bl. 41 ra -52 rb , 3 Bl. 52 rl> " vb • rubriziert. 175 Ms. B 49 l ra - 52 rb [Expositio IN Psalmos 1-150.] (l ra " va , 9. Z. v. oben) Prolog 1. Prophetia est inspiratio divina, que eventus rerum vel per facta vel per dicta immobili veritate pronuntiat. Multis autem modis ... - ... proprio nomine meruit appellari. (i va_vb 5 20. Z. v. oben) Prolog 2. Ymnus est laus Dei cum cantico metrice edita ... — ... impiis debitas commoveret. (l v ) Text. Beatus vir [Ps 1,1]. Inmunis ab omni malo. Sed in lege. Plenitudo bonorum ... - ... retributionem iustorum. (l v -2 V ) Quare fremuerunt ... [Ps 2,1]. Iste Psalmus primus titulum habuit, unde et primus dicitur. Et quia materiam precedentis Psalmi, que communis ... — ... et in ceteris attende. (2 V -52 r ) >Psalmus cantici David.< Cum invocarem ... [Ps 4,1]. In finem Psalmi cantici David. Psalmus iste, id est exortatio bone operationis ... - ... Carmen nuptiale restat. - Entspricht wohl Stegmüller RB Nr. 9794, 10369 und 11004. Auch in Stuttgart LB HB IV 11, Bl. l r -44 r überliefert; vgl J. Autenrieth / V. E. Fiala, Die Handschriften der ehemaligen Hofbibliothek Stuttgart, Bd. 1,1: Codices ascetici (HB I 1-150), Wiesbaden 1968 (Die Handschr. d. Württemberg. Landesbibl. Stuttgart; Reihe 2, Bd. 1, T. 1), S. 135-136. 52 rb [Expositio in Cantica Veteris Testamente] Confitebor [Is 12,1.] Romani Egyptum infigura tocius mundi humiliaverunt... - ... in primis quid dixeritpremittens. - Stegmüller RB Nr. 9795 und 10370. 52 rb-vb [p s __HlLDEBERTUS LAVARDINENSIS: SERMO 69. IN FESTO S. MARIAE MAGDALENAE.] Excerpta. Super tribus ... [Am 2,1]. Sunt tria hec que precedunt: cogitacio mala, locucio perversa, operatio prava. Duobus modis peccatum corde ... - ... comperantur glorificantes et per Dominum Jhesum Christum. - Druck: PL 171, 673 D - 676 D. Zur Verfasserfrage s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 63. Vgl. H. Weisweiler, Das Schrifttum der Schule Anselms von Laon (...), Münster 1936 (BGPhThM, 33), S. 27-28. II Bl. 53-154: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 3. Viertel • Lagen: 10 VI 132 + (III-l) 137 + IV 145 + (V-l) 154 • Lagenzählung .IUI. (Bl. 84 v ) und Vlir (Bl. 116 v ) • Schriftraum 25-26 x 18 ■ 2 Spalten (nicht auf Bl. 73 v ) • 38^40 Zeilen ■ frühgotische Textualis von sieben (?) Schreibern: 1 Bl. 53 ra -l 16 vb , 2 Bl. 117 ra - rb und 117 va -124 vb , 3 Bl. 117 rb (teils) und Bl. 121 rb (teils), 4 Bl. 125 ra -137 ra , 5 Bl. 137 ra -152 rb , 6 Bl. 152 va " vb , 7 Bl. 153 ra -154 vb • rubriziert ■ Bl. 53 ra 16-zeilige rote Silhouetteninitiale; Bl. 53 va und 77 va 8- bzw. 5-zeilige rote Spaltleisteninitiale. 53 ra - 77 va EUCHERIUS LUGDUNENSIS: FORMULAE SPIRITUALIS INTELLIGENTIAE. Redactio II (versio longior). >Incipit über Eucherii Lugdunensis episcopi ad Veranum episcopum de signißcationibus 176 Ms. B 49 plerorumque latinorum nominum.< - Druck: PL 50, 727-772; der Prolog auch in CSEL 31, 3-6. Kap. 1 fehlt; Kap. 7 steht vor Kap. 6; Text stellenweise gekürzt oder ergänzt, Kap. 9-11 erheblich erweitert. Stegmüller RB Nr. 2258 mit Suppl; CPL Nr. 488. 77 va - 84 rb [Isidorus Hispalensis: Allegoriae quaedam sacrae SCRIPTURAE.] Am oberen Rand: Ysidorus de nominibus legis et evangeliorum (Nachtrag, 12. oder 13. Jh.). - Druck: PL 83, 97-130. Stegmüller RB Nr. 5173 mit Suppl.; M. C. Diaz y Diaz, Index scriptorum Latinorum medii aevi Hispanorum, Bd. 1, Salamanca 1958, Nr. 109; CPL Nr. 1190. 84 rb-va j- De ieiuniis quattuOR TEMPORUM.] >De quatuor legittimis ieiuniis.< Legitima ieiunia IUI sunt a sanctis apostolis constituta. Primum ieiunium est ante Passionem Christi... - ... Christus est crucißxus. — Auch in Windsheim Ratsb. Hs. 1, Bl. 39 ra_rb (s. E. Stahleder, Die Handschriften der Augustiner-Eremiten und Weltgeistlichen in der ehemaligen Reichsstadt Windsheim, Würzburg 1963 [Quellen und Forsch, zur Gesch. d. Bistums und Hochstifts Würzburg, 15], S. 35) und in Klosterneuburg Stiftsb. Hs. 209, Bl. 187 v -188 r (s. H. Pfeiffer / B. Cernik, Catalogus codicum manu scriptorum, qui in bibliotheca canonicorum regularium S. Augustini Claustroneoburgi asservantur, Bd. 1, Wien 1822, S. 180), in beiden Hss. (wie in der vorliegenden Hs.) unmittelbar nach den Allegoriae des Isidorus Hispalensis. 84 va - 92 ra [Isidorus Hispalensis: De ortu et obitu patrum.] (84 va ) Prolog. >Nomina eorum, qui in Veteri testamento fuerunt.< (84 v -92 ra ) Text. >Incipit vita vel obitus sanctorum patrum, qui in scripturarum laude efferuntur.< - Druck: PL 83, 129-156; Isidoro de Sevilla, De ortu et obitum patrum, hg. v. C. Chaparra Gömez, Paris 1985 (nicht eingesehen). BHL Nr. 6544; RB Nr. 5169 mit Suppl.; Diaz y Diaz (s. 77 va ) Nr. 103; CPPM Bd. 2, Nr. 2656-2656a; CPL Nr. 1191. 92 ra-rb AUGUSTINUS, AURELIUS ET ALU: SENTENTIAE. >De Trinitate L. XX. [!] Augustinus.< Memoriam, intellectum et voluntatem animdadverte separatim pronuntiari... - ... Filius meus dilectus. Augustinus. Cum necesse habemus aliquem reprehendere, primo cogitemus ... - ... est Concordia in malo. 92 rb - 93 vb Hugo [de Sancto Victore]: De meditatione. - Drucke: PL 176, 993-998; SC 155, 44-49. Zur hsl. Überlieferung s. Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 196-211. Auch in Ms. B 71, 211-215 r . 177 Ms. B 49 93 vb - 96 va [Hugo de Sancto Victore: Sermones et sententiae.] Bestand nach Schneyer Bd. 2, S. 786-812: (93 vb ) Nr. 396 und 160. (93 vb ) Continentie gradus tres sunt ... (93 v -94 ra ) Fides est voluntaria quedam certitudo absentium ... (94 ra_va ) Nr. 288, 306, 378, 293, 42 und 100 (Nr. 100 hier Bernardus zugeschrieben). (94 va_v ) Exi de terra ... [Gn 12,1] De terra exire est ea, que foris possidentur temporalia bona relinquere ... - ... in contemplatione divinitatis. (94 vb -95 va ) Nr. 92 und 152. (95 va-vb ) Tria consideranda sunt in penitentia, ut sit dolor plenus de preterito ... - ... condigna pro amisso. (95 vb -96 va ) Nr. 284. 376. 400. 94 und 265. - Druck einzelner Sententiae: PL 177, 469-900 (Miscellanea). Zur hsl. Überlieferung s. Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 452—457 (ohne Kenntnis dieser Hs.). 96 va - 97 ra Ambrosius Mediolanensis: [De apologia prophetae David.] Excerpta. >Ambrosius de parabola divitis et pauperis dicta ad David.< Quis iste dives nisi Dominus noster Ihesus Christus, qui de se ait: homo quidam cum dives esset ... - ... quibus culpe remissio proveniret. - Druck: CSEL 32,2, S. 311, Z. 1-S. 313, Z. 19. CPLNr. 135. 97 ra-va Ambrosius Mediolanensis: [De Joseph]. Excerpta. (97 ra_rb ) Ambrosius. Item. Videt Joseph sanctus somnum surgere et stare manipulos suos ... - ... oratio mea in conspectu tuo. Druck: aaO, S. 75, Z. 17—S. 78, Z. 11. (97 r va ) Quid interpretationes habet nomen Joseph, nisi quod divinam gratiam significet... - ... mensurampatrum vestrorum. - Druck: aaO, S. 81, Z. 1-S. 84, Z. 20. CPLNr. 131. 9? va _ 9g vb Sententiae p ATRUM . (97 v *-vb) Qrigenes. Fugite de medio Babilonis et salvet unusquisque animam suam ... (97 v -98 ra ) Item. Curavimus Babylon, est et non est ... (98 ra_r ) Bonus est Dominus sperantibus in eum ... (98 r va ) Duo sunt genera elationis, alius intus per super[b]iam mentis ... (98 va_v ) Duo sunt genera humilitatis, primum ad se, secundum ad alios ... (98 v ) Duo cythare ligna, due sunt cruces, inferius lignum ... (98 v ) Homo per superbiam primum recessit a Domino ... - ... in corruptione corporis. 98 vb - 99 rb [Hugo de Sancto Victore: Sermones et sententiae.] - Bestand nach Schneyer Bd. 2, S. 786-812, Nr. 199, 256, 26, 106, 176 und 336. 99 rb - 100 rb [Beda Venerabilis: In Proverbia Salomonis.] Excerpta. >Timor Domini ...< [Prv 1,7]. Duo sunt timores Domini, servulis qui 178 Ms. B 49 principium scientie vel sapientie dicitur ... - ... dilectionis pignus tenemus. - Druck:CC119B, S. 25,Z. 91-S.41,Z. 103.CPLNr. 1352. 100 rb - 110 ra [Hugo de Sancto Victore (?): Sententiae.] Am Rande: Hugo (12. oder 13. Jh.). (100 r va ) Quinque mansiones in archa, quinque sunt Status in ecclesia ... (100 va-v ) Archa secretum cordis est, in quo latere debemus ... (100 vb ) Quatuor modis eximus per actiones. Sunt carnales ... (100 v ) Quatuor modis per contemplationem eximus ... (100 vb -101 ra ) Tres sunt paradysi, primus terrestris, cuius incola fuit Adam ... Druck: H.-M. Rochais, Enquete sur les sermons divers de saint Bernard, Rom 1962 (= Analecta sacri ordinis Cisterciensis 18, 1962, Fase. 3^1), S. 98 (Nr. 9, in der Hs. unvollständig), hier Bernhard v. Clairvaux zugeschrieben, mit Kenntnis dieser Hs. (s. S. 101-102). (101 ra ) Plantabo eos ... [Am 9,15]. Humus et patria nostra Deus est, in quo plantamur ... (101 ra ) Quatuor sunt mala, que sustinet homo in hoc mundo ... (101 ra_r ) Domus Dei locus est cor tuum, materia, cogitationes ... (101 r ) Hoc mare ... [Ps 103,25]. Mare in nobis est coneupiscentia huius mundi... (101 r ) Hugo. [12. oder 13. Jh.]. Sicut ignem ligna nutriunt, sie cogitationes desideria paseunt ... Es folgen zahlreiche weitere Sententiae (nicht bei Schneyer), darunter: (107 rb ~ va ) Hieronymus. Omne quod non est exßde, peccatum est... Vgl. Lambert Bd. 4A, Nr. 990 (S. 12), diese Hs. erwähnt. 110 ra - 1 ll rb [Ps.-]Seneca, Lucius Annaeus: [Demoribus]. Sententiae 1- 119c. Incipit libellus Amnei Senece de gratia nati continentissimi viri q. p. a. m. e. Am Schluß: Explicit Über Senece. - Drucke: PL 72, 29-31, 4. Z. von oben; L. Annaei Senecae opera, Bd. 3, hg. v. F. Haase, Leipzig 1853, S. 462^66 (Sent. 1-119, ohne Sent. 119a-c); Publilii Syri sententiae, hg. v. E. Wölfflin, Leipzig 1869, S. 136-146 (Sent. 1-119c). S. auch M. Schanz / C. Hosius u.a., Die römische Literatur in der Zeit der Monarchie bis auf Hadrian, München 1935 (Neudr. 1967) (Handb. d. Altertumswiss., Abt. 8, Teil 2), S. 719-720; Bloomfield/Guyot Nr. 3609; Walther II Nr. 19841a; G. G. Meersseman, Seneca maestro di spiritualitä nei suoi opuscoli apoerifi dal XII al XV secolo, in: Italia medioevale e umanistica 16, 1973, S. 43-136; CPPM Bd. 2, Nr. 3483; CPLNr. 1090. 111 r SENTENTIAE. Ve qui edißcat domum suam in iniusticia et cenacula sua in iudicio ...; Quia creavit Dominus noster super terram semina ...; Ecce omnes ... [Ier 38,22]. Signißcat quod ßuxa cogitacio ... - ... comburet inextinguibili. 11 l rb - 116 ra Bernardus Claraevallensis (?): Sermo de misericordia Domini. Sermo domni Bernardi abbatis (am Rand, 12. oder 13. Jh.). 179 Ms. B 49 Homines et iumenta ... [Ps 35,7]. Quoniam homines vel angeli voluntati creatoris sui deberent potius obsequi quam adversari ... - ... delectationes usque in finem. - Nicht nur die Erwähnung seines Namens am Anfang, sondern auch Stil und Wortlaut dieser Predigt deuten auf Bernhard von Clairvaux als den mutmaßlichen Verfasser. 116 ra_rb [Hugo de Sancto Victore: Sententia.] Am Rand: Hugo. - Schneyer Bd. 2, S. 801, Nr. 244. 116 rb - 117 rb [Hugo de Sancto Victore (?): Sententiae.] (116 rb ) Honora dominum ... [Prv 3,9]. Qui thesaurizant in celis, veras divitias invenient... (116 r va ) Beatus homo ... [Prv 3,13]. Vera beatitudo hominis non est carere ... Es folgen weitere Sententiae (nicht bei Schneyer). 117 rb Ambrosius Mediolanensis: [De officiis]. Excerptum. Ambrosius. Proiecit Moyses virgam et serpens factus est [vgl. Ex 4,3], qui devoravit serpentes Egyptiorum ... — ... orabat ut veniam mereretur. — Druck: Ambrosius Mediolanensis, Les devoirs, Bd. 2, hg. v. M. Testard, Paris 1992, S. 125, Z. 21 - S. 126, Z. 15. CPL Nr. 144. 117 va - 12f b [Odo Cluniacensis:] Sermo in veneratione sanctae MARIAE MAGDALENAE. (117 va ) Prolog. Am oberen Rand: Incipit prologus in Vitam beatae Mariae Magdalenae (12. oder 13. Jh.). (117 va -121 r ) Text. Am Rand: Incipit Vita beatae Mariae Magdalenae [12. oder 13. Jh.]. - Druck: PL 133, 713-721. BHL Nr. 5439. Zu Werk und Verf. s. D. Iogna- Prat, La Madeleine du 'Sermo in veneratione sanctae Mariae Magdalenae' attribue ä Odon de Cluny, in: Melanges de l'Ecole francaise de Rome, Moyen äge 104, 1992, S. 37-70. 121 rb - 122 ra [Vita sanctae Mariae Magdalenae (Vita brevis).] Licet latioris atque prolixioris materiae stilo sit mandatum, qualiter beata Maria Magdalena ... —... a Domino feliciter coronatus, cuius est honor et gloria ... Amen. - Druck: G. de Lobrichon, Le dossier magdalenien aux XI e -XII e siecles, in: Melanges de l'Ecole francaise de Rome, Moyen äge 104, 1992, S. 164-169 (ohne Kenntnis dieser Hs., deren Varianten überwiegend mit denen der Hss. D und E übereinstimmen). BHL Nr. 5443. 122 ra - 123 vb [Translatio posterior sanctae Mariae Magdelenae.] [N]w«c ergo largiente Domino aggrediamur exponere, qualiter gleba corporis eiusdem sacratissimae Mariae Magdalenae... -... eiusdempresens auxilium. - Druck: G. de Lobrichon, aaO, S. 169-177 (ohne Kenntnis dieser Hs.). BHL Nr. 5491 und BHL Novum suppl. Nr. 5495 d. 180 Ms. B 49 123 vb - 124 VD [Miracula sanctae Mariae Magdalenae.] (123 VD ) Apud Avernensem urbem miles quidam captus in prelio ... - ... discipule Mariae absolvit. Druck: [E.-M.] Faillon, Monuments inedits sur l'apostolat de Sainte Marie-Madeleine, Paris 1865, Bd. 2, Sp. 737. BHL Nr. 5462. (123 vb - 124 ra ) Bituricensis quoque vir et ipse compedibus ferreis astrictus ... - ... in oratorio eosdem rogavit. Druck: aaO, Sp. 738, Z. 1-24. BHL Nr. 5463. (124 ra ~ r ) Non dispar denique apud Castrum Nantonis miraculum damit sub eodem tempore ... - ... contigit apparuisse. Druck: aaO, Sp. 738, Z. 25-42 und Sp. 739, Z. 16 v. unten - Sp. 740, Z. 12. Die Hs. enthält in dieser Textpartie eine bei Faillon fehlende Zeile. Druck dieser Zeile (Mirißca perfecte ...): Catalogus codicum hagiographicorum Bibliothecae regiae Bruxellensis, Bd. 1, Brüssel 1886, S. 214, Nr. 44. BHL Nr. 5465. (124 rb ) Quadam denique die sabbati, dum post matutinales dies menbra ex more Strato locasse ... - ... miraculorum virtutibus. Druck: Faillon, aaO, Sp. 740, Z. 13-28. BHL Nr. 5473. (124 rb_va , 19. Z. v. oben) Navis erat in Ligeris flumine onusta viris ac mulieribus ... - ... famulae Magdalenae obtulit. Druck: aaO, Sp. 740, Z. 29 - Sp. 741, Z. 12. BHL Nr. 5474. (124 va " vb ) Dignum etiam credimus memorabile illud atque evidens miraculum referre ....... Marie Magdalenae meritis. Druck: aaO, Sp. 741, Z. 13 - Sp. 742, Z. 14. BHL Nr. 5475. (124 v ) Evenit ergo die altera, ut vir quidam lumine privatus, a mancipio cognomento Castellulo ... - ... consecutus est beate Mariae Magdalenae suffragantibus meritis. Druck: aaO, Sp. 741, Z. 15-25. BHL Nr. 5476. Es folgt eine Ergänzung: De quibus ne videamur ... - ... sua largiflua pietate. Qui cum Deo ... seculorum. Amen. Druck: Cat. codd. hag. Brux. (s.o.), S. 214, Nr. 44. BHL Nr. 5478. Am Schluß: Pmnks Ibus knflme cbnkur (= Omnis laus in fine cani[t]ur). 125 ra - 130 ra Beda Venerabilis: In librum beati patris Tobiae ALLEGORICA EXPOSITIO. >Incipit Exposicio domni Bede in librum Tobie.< - Druck: CC 119 B, 1-19. Zur hsl. Überlieferung s. Laistner/King S. 78-82 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Stegmüller RB Nr. 1608; CPL Nr. 1350. 130 ra - 133 va [Heito]: Visio Wettini. >Visio sancti Wetini monachi.< In provinca Alemannorum vel Suevorum in monasterio sancte Marie virginis quod Augia nominatur ... - ... ultimam feliciter clausit horam. - Druck: MGH Poet, tat', Bd. 2, S. 267-275. Zu Verf. und hsl. Überlieferung s. E. Kleinschmidt, Zur Reichenauer Überlieferung der 'Visio Wettini' im 9. Jh., in: Deutsches Archiv 30, 1974, S. 199-207; C. Müller, 'Wettinus - Guetinus - Uguetinus'. Ein Beitrag zur Überlieferungsgeschichte von Heitos 'Visio Wettini', in: Variorum munera florum, Festschr. f. H. F. Haefele, hg. v. A. Reinle u.a., Sigmaringen 1985, S. 23-36 (diese Hs. erwähnt S. 28); VL 2 Bd. 3, Sp. 941-942. 181 Ms. B 49 133 va - 135 va [Miracula beatae Mariae virginis.] (133 va -134 rb ) >De quodam ceco illuminato.< Temporibus beati Bonefacii pape, qui, ut in ecclesiasticis historiis legitur, a Foca imperatore ... - ... ferventius inherere potuisset. Amen. Druck: De magno legendario Austriaco. App. VI: Miraculum B. V. Mariae, in: Analecta Bollandiana 17, 1898, S. 154-157. A. Poncelet, Miraculorum B. V. Mariae quae saec. VI-XV latine conscripta sunt index, in: Analecta Bollandiana 21, 1902, S. 241-360, hier Nr. 1707. (134 r v ) >Item insigne miraculum,< quod in monasterio Saviniensi contigit sub venerabili patre eiusdem monasterii relatu dignum credimus. Unus fratrum, cuius nomen novimus, faciem vidimus et de cuius familiaritate gaudemus ... -... gaudio conplevit agenda. Poncelet, aaO, Nr. 1734. (134 v - 135 va ) >Item aliud miraculum.< Fuit quedam sanctimonialis in quodam conventu feminarum summo Deo famulancium, que pre cun(c)tis sororibus amabatur ... - ... intercessionem dilecte genitricis Sue, qui vivit ... seculorum. Amen. Poncelet, aaO, Nr. 615. Entspricht BHL Nr. 5357, cap. 42. 135 va - 137 ra EXEMPLUM DE QUODAM SENATORE ROMANO. >Brevis historia de quodam senatore Romano, in qua exemplum [!] sui potioris mimi, servi [?] amici et nequissimi inimici [!].< Tempore quo Rome senatoria dignitas apicem orbis urbisque consultum, legum ac viris ponderabat examine ....... et populos in iusticia. 137 ra - 141 ra COMPUTUS ECCLESIASTICUS. >Incipit compotus annualis.< In principio huius artis considerandum est, quid sit annus et quot sint dies in anno ... - ... claves sie insere passim. Auf Bl. (140 v ) und (141 ra ) drei Zeichnungen von Händen, deren Gliederungen als Hilfsmittel für die Berechnung von epaeta, numeri terminorum und coneurrentes benutzt werden können. Text nur aus dieser Hs. bekannt. Zum Computus s. A. Cordoliani, Les traites de comput du haut moyen äge (526-1003), in: Archivum latinitatis medii aevi 17, 1942, S. 51-72 (ohne Kenntnis dieses Traktats). 14 l rb [De quattuor modis inter consilium impiorum.] Quatuor modis inter consilium impiorum timore persuasione, propinqu[i]tate, concupiscencia his trahimur ....... serpens Eve. 14l rb - 146 va [Petrus Pictor: Liber de sacramentis.] >Ad Patrem.< Prologus, Cap. 1-26, Epilogus. - Druck: CCCM 25, 11^16. Zu Werk, Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 76; Walther I Nr. 13305, 13623 und 16200 (Epilogus); DSAM Bd. 12,2, Sp. 1513-1514; O. L. Jacobsen, Fragment d'un manuscrit du debut du XHIe 182 Ms. B 49 siecle contenant le poeme 'Liber de sacramentis' par Petrus Pictor, in: Le livre et l'estampe 34, 1988, S. 69-74 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 146 va - 152 rb [LlBELLUS ADVERSUS ERRORES ALBERONIS SACERDOTIS MERKENSIS.] (146 va ) Kapitelverzeichnis. >Capitula super quibus domnus Albero sacerdos convictus est errasse.< (146 va —152 ) Propheta dudum tempora finalia, tempora periculosa, qualia non fuerunt principio in nos pervenisse ... - ... excludantur, qui argento probati sunt. - Druck: Veterum scriptorum et monumentorum (...) amplissima collectio, hg. v. E. Martene und U. Durand, Bd. 9, Paris 1733, Sp. 1251-1270 (nach dieser Hs.). Bernards S. 328 (diese Hs.). Albero war Priester in Merken (bei Düren); seine Ketzerei bezieht sich u.a. auf das Problem der Gültigkeit der Sakramente im Falle eines sündigen Priesters. 152 va - 154 va VOCABULARIUS. Ala: equestris exercitus. Alopicia: Scabies. Allegatio: responsio. Ambo, -nis: pulpitum ... - ... Zelotipia: aliene uxoris violatio. Zima: fermentum. - Text nur aus dieser Hs. bekannt. 154 va_vb [De VIRTUTIBUS.] Prudentia est rerum bonarum et malarum utrarumque scientia. Partes eius sunt memoria, intelligentia ... - ... ut iure prestari dicatur. - Entspricht teilweise Augustinus, Aurelius: De diversis quaestionibus LXXXVIII, quaestio XXXI. Druck: CC 44 A, 41-45. CPL Nr. 289. Bloomfield/Guyot Nr. 3237 und 4309. Auch in Köln StA GB 4° 41, Bl. 36 v (s. Kat. StA Köln 2, S. 40). III Bl. 154-158: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 4. Viertel • Lage: (III-2) 158 • Schriftraum 26 x 18 ■ 2 Spalten • 45-46 Zeilen • frühgotische Textualis. 155 ra - 158 va [Grammatica lattna.] (155 ra -156 va ) [...]ba collega vel desinencium apud grecos in -as vel in -es, apud latinos vero in -a ut catilines, catilina ... — ... militia venio, militia transseo. (156 va -157 ra , Z. 25) [Marbodus Redonensis: De ornamentis verborum.] Par. 17-30. Überschrift. Gradatio est, in qua ante ad consequens verbum non descenditur, quam ad superius ascensum est. Text. Hie quideumque videt, cupit et quideumque cupivit I Arripit, arreptum ... - ... mors est eversio Troiae. Druck: PL 171, 1690-1692 (mit zahlreichen Varianten). Walther I Nr. 8075. (157 ra , Z. 25- 29) [De avaris.] Qui sunt, qui rerum studio moriuntur? Avari ... 4 Verszeilen. Walther I Nr. 15685. (157 ra , Z. 30-157 vb ) [Versus de grammatica.] Scema a ymago vel figura vel scema figura dictionis I in 183 Ms. B 50 ordine verborum composita ... - ... falli prestabat avaros. Diese Textpartie bildet inhaltlich eine Fortsetzung von De ornamentis verborum. (157 vb - 158 va ) Nominativus singulares has habet breves distinctiones, a ut musa, e ut sedile, o ut virgo ... -... utposco,poposci, curro, cucurri. - 158 v leer. Ms. B 50 Vitas patrum Pergament • 323 Bl. • 34x23,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 14. Jh., 4. Viertel 2001 restauriert • Lagen: 20 IV 160 + III 166 + 19 IV 318 + (III-l) 323 • durchgehend Reklamanten • Kustoden: Lage 2-5, auf Schlußseiten: ii" s ... v" s (Lage 4-5 zusätzlich: iii" s primi; primi); Lage 11-14, auf Anfangsseiten: xi" s primi... xiiii primi (weiteres wegen Beschnitts nicht erhalten); Lage 22-26, auf Schlußseiten: i" s ... v us (Lage 23-24 zusätzlich: i m medi[i], if medii); Lage 27 ff., zunächst auf Schluß-, dann auf Anfangsseiten: medi[i] etc. (nur teilweise erhalten) ■ Bl. 1—48 Foliierung des 16. Jh.: 1—48 ■ Schriftraum 23,5 x 15,5 • 2 Spalten • 30 Zeilen • gotische Textura ■ 1 Hand • rubriziert; vereinzelt Rubrikatorvorgaben auf den Rändern; rote und blaue Lombarden. Heller Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt der Zisterzienserabtei Altenberg, spätes 15. Jh.; Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet bei Karpp-Jacottet/Karpp, Altenberg, S. 48 (mit Abb. 2 f.; Hs. außerdem S. 35, 49 genannt) • 2 Langriemenschließen von Restauratorhand; auf dem Rückdeckel Kettenspuren Blattweiser aus braunem Leder • als Spiegel zwei ursprünglich aufeinander folgende Einzelbll. (ehemals Doppelbl.?) aus einer lat. Pergament-HANDSCHRIFT, Rheinland (Aachen ?), 14. Jh., 2. Hälfte, 2 Spalten, enthaltend Johannes de Colonia sive de Francfordia: Commentum in primam partem (?) doctrinalis Alexandri de Villa Del Erhalten (Text lückenlos von Vorder- zu Rückspiegel): Lemmata und Kommentar zu Pars 1, cap. 4, Z. 598-662 (des Drucks Reichling; s. zu Ms. B 51). Zugehörig Spiegel von Ms. B 51 (Näheres s. dort) • im Rückdeckel zusätzlich eingelebt schmales Fragment eines Doppelbl. aus einem lat. Brevier (?), Pergament, 14. Jh., 4. Viertel, 2 Spalten, römische Lektionenzählung. Hs. wurde nach Maßgabe der sehr schematischen Textura und des Stils der vereinzelt erhaltenen Rubrikatorvorgaben gegen Ende des 14. Jh. geschrieben; die Vermutung liegt nahe, daß sie in der Zisterzienserabtei Altenberg entstand, wo sie später gebunden wurde (s.o.) und wo sie sich bis zur Aufhebung der Abtei 1803 befand, bevor sie im November/Dezember desselben Jahres in die Düsseldorfer Hofbibliothek gelangte, vgl. ihre Erwähnung in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 943 bzw. 951; Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 943 bzw. 951; Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [19] (vgl. Redlich S. 119); Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 22 ■ auf dem Vorderdeckel Spuren zweier Altenberger (Titel- und Signatur-) Schilder • l r , 323 v ausführliche Inhaltsangaben zum Band von einer Hand des 18. Jh. • Düsseldorfer Rückenschild, nach 1803: Vitas Patrum ... Cod. membr. s. a. Mosler S. 41, Nr. 23 • Perkow S. 4, Nr. 66 ■ Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 510 • Buchpaten gesucht (2) S. 18-21, Nr. 3 (mit Abb. des Einbandes) ■ Finger, Gedanken, S. 5; S. 7, Anm. 5. 184 Ms. B 50 l ra - 56 vb Rufinus Aquileiensis: Historia monachorum (= Vitas patrum, Lib. 2). >Incipit prologus de vitis sanctorum patrum heremitarum.< - Druck: PL 21, 387^62. Ed.: E. Schulz-Flügel, Tyrannius Rufinus. Historia monachorum sive de vita sanctorum patrum, Berlin/New York 1990 (Patrist. Texte und Studien, 34), S. 243-387 (zur handschriftlichen Überlieferung ebd., S. 91-103); Textabfolge der Hs. wie Variante e (vgl. ebd., S. 176, 192 f.), mit folgenden Ausnahmen: nach Kap. XXIV zusätzlich Kap. XXV f., nach Kap. XXX zusätzlich Kap. IV, XVII, X, III der Ed. BHL Nr. 6524 mit Suppl. CPG Nr. 5620 mit Suppl. CPL Nr. 198p (Prolog). - 56 v Auf dem oberen und unteren Rand nachgetragener Vermerk von zwei Händen des 14./15. Jh.: [oben:] Explicitprimus über de vitas [!] patrum. Secundus über in isto libro non habetur. [Unten; andere Hand:] Tercium librum quere in libro Iheronimi super Matheum in fine post explanacionem; ein entsprechender Band der ehemaligen Altenberger Bibliothek bei Mosler nicht aufgeführt. 56 vb - 99 va Athanasius Alexandrinus: Vita sancti Antonii (interprete EVAGRIO Antiocheno) (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 2). - Druck: PL 73, 125-168; PG 26, 833 f., 837-976; AASS, Januar, Bd. 2, S. 485-505 (Hs. ohne den Epilog des Evagrius). BHL Nr. 609 mit Suppl. CPG Nr. 2101 mit Suppl. 99 va - 105 va Hieronymus: Vita sancti Pauli eremitae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 1). - Druck: PL 23, 17-30. Lambert Bd. 2, Nr. 261 (Hs. genannt S. 464). BHL Nr. 6596 mit Suppl. CPL Nr. 617. 105 va - 110 va Hieronymus: Vita Malchi monachi captivi (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 4) - Druck: PL 23, 55-62. Lambert Bd. 2, Nr. 263 (Hs. genannt S. 502). BHL Nr. 5190 mit Suppl. CPL Nr. 619. 110 va - 127 vb Hieronymus: Vita sancti Hilarionis (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 3). - Druck: PL 23, 29-54; AASS, Oktober, Bd. 9, S. 43-58. Lambert Bd. 2, Nr. 262 (Hs. genannt S. 484). BHL Nr. 3879 mit Suppl. CPL Nr. 618. 127 vb - 254 vb Verba SENIORUM (aus Vitas patrum, Lib. 5,6).- Fassung in 19 Büchern; aus PL 73, 855-1022. Vgl. BHL Nr. 6527, 6529-6530, 6538 mit Suppl.; Lambert Bd. 3B, Nr. 570; CPG Nr. 5570 mit Suppl. Zum Textbestand der vorliegenden Version vgl. C. M. Batlle, Die „Adhortationes sanctorum patrum" („Verba seniorum") im lateinischen Mittelalter. Überlieferung, Fortleben und Wirkung, Münster 1972 (Beitr. zur Gesch. d. alten Mönchtums und d. Benediktinerordens, 31), S. 139 (Hs. gehört zur Gruppe 2a); Kat. LHA Koblenz 1, S. 250 (zu Koblenz LHA Best. 701 Nr. 185 Ms. B51 146, 46 ra -110 va ; dort zitierte Rubriken und Initien in vorliegender Hs. identisch). 254 vb - 257 rb Vita Marinae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 24). >Incipit de paciencia.< - Druck: PL 73, 691-694. BHL Nr. 5528 mit Suppl. 257 rb - 264 vb Vita Pelagiae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 22). - Druck: PL 73, 663-672 (Text der Hs. ohne die Prologverse des Eustochius). BHL Nr. 6605 mit Suppl. 264 vb - 273 ra Vita Euphrosynae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 19). - Druck: PL 73, 643-652. BHL Nr. 2723 mit Suppl. 273 ra - 287 vb Vita Mariae Aegyptiacae (interprete Paulo diacono) (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 23). - Druck: PL 73, 673-690 (Text der Hs. ohne Prologe). BHL Nr. 5415 mit Suppl. K. Kunze, Studien zur Legende der heiligen Maria Aegyptiaca im deutschen Sprachgebiet, Berlin 1969 (Philol. Studien und Quellen, 49), bes. S. 180 (Hs. genannt). 287 vb - 303 rb Vita Abrahae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 7). - Druck: PL 73, 281-292, 651-660. BHL Nr. 12 mit Suppl. CPG Nr. 3937 mit Suppl. 303 rb - 323 rb Vita Epicteti et Astionis (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 12). - Druck: PL 73, 393^114. BHL Nr. 2568 mit Suppl. - 323 v Bis auf die o.g. Inhaltsangaben des 18. Jh. leer. Ms. B 51 Johannes Cassianus Pergament • 230 Bl. • 31,5x22,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 12. Jh., 2. Drittel (II); 14. Jh., 3. Viertel (I) Die 2001 restaurierte Hs. besteht aus zwei Teilen: I: Bl. 1-60; II: Bl. 61-230 (äußere Beschreibung der einzelnen Teile s.u.). Heller Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt der Zisterzienserabtei Altenberg, spätes 15. Jh.; Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet bei Karpp-Jacottet/Karpp, Altenberg, S. 48 (mit Abb. 1; Hs. außerdem S. 35, 49 genannt) • 2 Langriemenschließen und 4 Kreuzbeschläge auf dem Rückdeckel von Restauratorhand; unten je 2 originale Kantenbeschläge; auf dem Rückdeckel Kettenspuren bei Restaurierung ursprüngliche Rückenmakulatur freistehend nach Bl. 230 eingefugt: ' 2 schmale 186 Ms.B51 Fragmente einer auf Pergament beidseitig identisch, allerdings nicht deckungsgleich ausgeführten Federzeichnung des Grundrisses vermutlich eines gotischen Sakralbaus des 13.-15. Jh., erhaltener Ausschnitt zeigt wohl vielfach profilierte Stützen; 4 schmale Fragmente einer lat. Pergament- Handschrift, 14./15. Jh., 2 Spalten, einen grammatikalischen Text enthaltend • als Spiegel zwei ursprünglich aufeinander folgende Einzelbll. (ehemals DoppelbL?) aus einer lat. Pergament- Handschrift, Rheinland (Aachen ?), 14. Jh., 2. Hälfte, 2 Spalten, enthaltend Johannes de Colonia sive de Francfordia: Commentum in primam partem (?) doctrinalis Alexandri de Villa Dei. Erhalten (Text lückenlos von Vorder- zu Rückspiegel): Lemmata und Kommentar zu Pars 1, cap. 6, Z. 990 des Drucks (s.u.) - cap. 7, Z. 1073, endend (Rückspiegel): ... ,Verborum' Hie ostendit cuius declinacionis sint verba meditative forme de quo sint quarte coniugacionis. Explicit scriptum prime partis doctrinalis magistri Johannis qui dicitur de Colonia vel seeundum aliquos de Frankinfordia qui rexit in Colonia, in Erfordia, nunc autem Aquis aput beatam virginem qui vivat honorifice amorum [?]. Sonst nicht nachweisbares Werk eines ausweislich der o.a. Schlußrubrik in Köln, Erfurt und am Aachener Dom wirkenden, nicht näher identifizierbaren Magisters Johannes aus Köln bzw. Frankfurt. Da vorliegende, wahrscheinlich im näheren Umkreis des Verfassers (in Aachen ?) entstandene Abschrift laut Aussage der Rubrik zu dessen Lebzeiten entstand, lebte Johannes, nach Maßgabe des paläographischen Befunds vorliegender Fragmente, in der 2. Hälfte des 14. Jh. Ob es sich tatsächlich um einen Kommentar lediglich zum ersten Teil des Doctrinale Alexanders de Villa Dei handelt, wie die Rubrik vermuten läßt, oder zum gesamten Doctrinale, ließe sich feststellen, wenn man den Rückspiegel ablösen würde, auf dessen Rückseite die Fortsetzung des Kommentarwerks oder der Beginn eines anderen Werks stehen müßte. Druck und Erläuterung des Grundtexts sowie Erörterung darauf bezogener Kommentare bei D. Reichling, Das Doctrinale des Alexander de Villa- Dei, Berlin 1893 (Monumenta Germaniae Paedagogica, 12; Repr. New York 1974). Zugehörig Spiegel von Ms. B 50. Aufgrund des rheinisch-zisterziensischen Stils der Initialen in Teil II (vgl. zur Einordnung Plotzek und Mazal, s.u.), der auch paläographisch in das 2. Drittel des 12. Jh. zu datieren ist, kann es als wahrscheinlich, jedoch nicht als gesichert gelten, daß dieser Teil in der Zisterzienserabtei Altenberg entstand, wo er sich zumindest kurz nach seiner Entstehung bereits befand, vgl. 61 v Besitzvermerk des späteren 12. Jh.: Liber sanete Marie de Berge. Auch für Teil I, nach Maßgabe des Schrift- und Initialstils im 3. Viertel des 14. Jh. geschrieben, kann die Entstehung in Altenberg angenommen werden. Die beiden Teile der Hs. wurden in Altenberg im späten 15. Jh. zusammengebunden (s.o.); bis zur Aufhebung der Abtei 1803 befand sich die Hs. dort, bevor sie im November/Dezember desselben Jahres in die Düsseldorfer Hofbibliothek gelangte, vgl. ihre Erwähnung in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 944; Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 944; Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [20] (vgl. Redlich S. 119); Altenberg, Inventar 1819 (Lacomblet), Nr. [11]; Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 23 ■ auf dem Vorderdeckel Spuren zweier Altenberger (Titel- und Signatur-) Schilder ■ Düsseldorfer Rückenschild, nach 1803: ati Cassiani... Ms. perg. sine a. Lamprecht, Initial-Ornamentik, S. 30, Nr. 98 Lamprecht, Handschriften, S. 137, Nr. 90 Clemen, Kunstdenkmäler, S. 69, Nr. 8 • Höfer S. 148 • Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 4, Nr. 15 • Mosler S. 44, Nr. 39 (vgl. S. 41, Nr. 23) • J. M. Plotzek, Zur rheinischen Buchmalerei im 12. Jahrhundert, in: Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800-1400, Bd. 2, Köln 1973, S. 305-332, hier 319 ■ Perkow S. 2, Nr. 19 • H. J. Roth, Zur Deutung der Pflanzen-Miniaturen in einigen Altenberger Kodizes, in: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land 26, 1976, S. 1-8, hier S. 2, Anm. 3 • O. Mazal, Buchkunst der Romanik, Graz 1978 (Buchkunst im Wandel der Zeiten, 2), S. 185 • Hammer, Skriptorium, S. 409 f. • Krämer S. 10 • A. Zurstraßen u.a., Der Altenberger Dom. Geschichte und Kunst, München 1992 (Große Kunstführer, 118), S. 47, Abb. (193 v ) • Handschriftencensus Rheinland Nr. 511 • Buchpaten gesucht (2) S. 22 f., Nr. 4 (mit Abb. des Einbandes) ■ Finger, Gedanken, S. 5; S. 7, Anm. 5 • Hammer, Buchmalerei, S. 19 f. mit Abb. (193 v ). 187 Ms. B51 I Bl. 1-60: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 14. Jh., 3. Viertel • Lagen: 4 V 40 + 2 IV 56 + II 60 ■ untere Hälfte und rechter Rand von Bl. 60 ohne Textverlust herausgeschnitten ■ durchgehend Reklamanten; Kustoden: f"... Vir ■ Schriftraum 23-25 x 15-16 ■ 32-35 Zeilen ■ gotische Textualis • 2 Hände (A: l-10 v ; B: 1 l r —60 r ) • rubriziert; an den Buchanfängen 2-8-zeilige, zumeist rot-blau ornamental gespaltene Fleuronne-Lombarden, im Binnenfeld kleinteiliges rotes oder blaues Garbenmuster mit Punkten in der Gegenfarbe, als Besatz Perlen und Staubfaden in Rot und Blau; l r mit rot-blauem Sägeblattstab am linken Rand. l r - 60 r Johannes Cassianus: De institutis coenobiorum. >Incipit prologus beati Cassiani episcopi de institucione monachorum.< - CSEL 17, 3-231. CPL Nr. 513. - 60 v leer. II 93 , t ,,,147 Bl. 61-230: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 12. Jh., 2. Drittel • Lagen: 3 IV 84 + (TV+1) W + 7 IV + (III+l) 154 + 2 IV' 71 + (III+l) 178 + 2 (IV+1) 196 + 3 IV 221 + (IV+1) 230 • moderne Foliierung: 61- 127, 127°, 128-140, 140°, 141-154, 156-200, 202-230 ■ Schriftraum 24-25 x 15-16 • 34-37 Zeilen • karolingische Minuskel • 5 Hände (A: 61 v -93 v , 179 r -186 v , 222 r -230 r ; B: 94 r -125 v ; C: 126 r -155 v , 172 r -178 v ; D: 156 r -171 v , 187 r -188 v ; E: 189 r -221 v , beteiligt 222 v -224 v ) • rubriziert; im Text kleine hell- bzw. dunkelrote oder schwarze Capitalis- und Unzial-Initialen, 61 v —63 r , 124 r blau und grün gefüllt; jeweils zu Beginn der Collationes sehr qualitätvolle, zumeist 3-8-zeilige, stellenweise bis 20-zeilige (193 v ) Spaltleisteninitialen (selten auch Flechtbandinitialen) rheinisch- zisterziensischen Stils auf blau-grünem, teilweise gebogt konturierten Grund (137 r Initiale gänzlich in Rot); Buchstaben- und Rankenkontur sowie Spaltfüllung in Rot oder Orange; Ranken vielfach gestaucht und mit Knollenblättern, Palmetten oder Akanthus besetzt, teilweise aus Drachenkörpern gebildet; 62 v im Zentrum Hase. 61 r leer. 61 v - 230 r Johannes Cassianus: Collationes. Anfangsrubrik, bezogen auf die ersten zehn Collationes: >Incipit prologus collationum decem Cassiani.< (230 r ) Endet: ... credimus inßammandos. >Explicit collatio abbatis Abraham de mortificatione. Amen.< - CSEL 13, 3-711, Z. 6. CPL Nr. 512. - 230 r Angeschlossen Gennadius MassiliensiS: De viris ILLUSTRIBUS, cap. 62. Cassianus natione Scitha ... — ... Theodosio et Valentiniano regnantibus. Amen. — Druck u.a.: CSEL 17, 115 f. (Text der Hs. stark gekürzt). CPL Nr. 957. - Abschließend Schreiberspruch: Hie labor estfelix cui sunt bona premiafinis, bona premia finis [dies weiter unten von einer anderen Hand des 12./13. Jh. imitiert]. - 230 v Bis auf wenige Federproben und flüchtige Griffelzeichnungen (Initialen, Ornament) des 12./13. Jh. leer. 188 Ms. B 52 Ms. B 52 Johannes Cassianus. Johannes de Castello. Henricus Herpius Papier • 249 Bl. • 29x20,5 ■ Marienfrede, Kreuzherrenkonvent • 1477/78 1998 restauriert ■ 8 Wz.: (Bl. I, 1-35) 2 Siebpaare Lilienwappen, darunter ~ PiccLi III 1578, 1579 (1476; auch Ms. B 104, Bl. 1-20, 184-188: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1476; ein Siebpaar auch Ms. B 119, Bl. 109-120: ebd., um 1475); (Bl. 36-249) 2 Siebpaare Buchstabe P ~ PiccP XIII 419,425,429,431 (1474/78; letztere beiden Varianten auch Ms. B 47) • Lagen: 6 VI 71 + (VI-1) 82 + 9 VI 191 + 5 V 241 + IV 249 • teilweise Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung: ; bl- b6 ...-y4 ■ moderne Foliierung: /, 1-188, 190-249 ■ Schriftraum 20 x 14 ■ 2 Spalten • 36-37 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Gerardus Messynck de Dingden ■ rubriziert; Seitentitel in Rot • 3-10-zeilige rote und blaue Lombarden, häufig mit ausgespartem Blattornament; Fleuronne-Lombarden: l ra 6-zeiliges D (rot, violett, grün), 2 ra 7-zeiliges C (rot, blau, grün, violett), jeweils mit Blattzier und auf dem linken Rand auslaufenden Perlstäben. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei S. Karpp-Jacottet, Marienfrede ■ 2 Schließen; auf dem Rückdeckel vier runde, angenagelte Zinnbeschläge ■ Blattweiser aus braunem oder rotgefärbtem Leder, teilweise mit Knotenenden • in den Deckeln Leimabdrucke eines lat. Martyrologiums des 10./11. Jh.; entsprechende Pergamentbll. von Wattenbach vor 1858 noch in situ gesehen (Wattenbach S. 748: „Die Vorsetzblätter sind bemerkenswerthe Bruchstücke eines sehr alten Martyrologs."). Erhaltener Text: vorne Eintragungen zu Ende August (Felix et Adauctus: 30.8.; Paulinus ep. Trev.: 31.8.) und Anfang September (Sixtus et Sinnicius: 1.9.; Iustus ep. Lugd.: 2.9.; Serapia: 3.9.; Marcellus mart: 4.9.); hinten zu Ende September (Michael: 29.9.; Hieronymus: 30.9.) und Anfang Oktober (Translatio s. Gerardi ep. Tüll.: 2.10.). 1477/78 geschrieben von Gerardus Messynck de Dingden (vgl. 96 va , 232 va ), einem Mitglied des Kreuzherrenkonvents Marienfrede (Näheres zur Person vgl. Ms. B 30a; außerdem nachweisbar in Ms. B 53, 153), wo die Hs. auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. I r Besitzvermerk des 15./16. Jh.: Liber fratrum Sande Crucis Conventus Mariepacis prope Ryngenbergh. 1809 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Unterschnitt Brandkreuz (Marienfrede); auf dem Seitenschnitt Aufschrift des 16. Jh. (?; Marienfrede): COLLACIONES PATRUM • auf dem Vorderdeckel Spur wahrscheinlich eines spätmittelalterlichen Titelschildes • auf dem Rücken zwei Schilder (Düsseldorf nach 1809): ' Titelschild: Cassiani... Ms. chart. s.a.; 2 Signaturschild: 115; ferner geringe Reste eines spätmittelalterlichen Titelschildes. Wattenbach S. 748 van de Pasch, Bibliotheca, S. 9, 40, 49 f. • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 512 ■ Buchpaten gesucht (2) S. 24 f., Nr. 5 (mit Abb. des Einbandes). I r Bis auf den o.g. Besitzvermerk leer; I v nur Seitentitel in Rot: Collacio abbatis Moysi [Fortsetzung Seitentitel l r : Depuritate cordis]. l ra - 232 va Johannes Cassianus: Collationes. (96 va ) Zwischenrubrik: >Explicit prima pars collacionum sanctorum patrum anno domini M 4 77. Explicit collacio secunda ...<; (232 va ) Schlußrubrik: >Expliciunt collaciones sanctorum patrum per me fratrem Gerhardum Messynck de Dyngeden 189 Ms. B 52 presbyterum conventualem anno domini M 4 Ixxviii circa festum Pancracii copulate autem et conscripte per Iohannem abbatem Cassyodorum.< - CSEL 13, 3-711. CPL Nr. 512. P. van den Bosch, in: Clairlieu 30, 1972, S. 80 (Hs. genannt). - 55 vb , 77 rb , 217 v (nur Seitentitel) leer. 232 vb - 243 ra Johannes de Castello: De fine religiosae perfectionis. Redactio brevior (16 capitula). >Incipit liber Alberti Magni de adherendo deo nudato intellectu et affectu et ultima et summa perfectione hominis quantum possibile est. Capitulum primum.< (233 ra ) Cogitavi mihi aliquid ultimate in quantum possibile est ... - ... nonnumquam eterne a qua nos custodiat Ihesus Christus. Amen. >Explicit tractatus Alberti Magni ... possibile est.<- Druck: Alberti Magni opera omnia, ed. A. Borgnet, Bd. 37, Paris 1898, S. 523-542. Zu Verfasser, Werk und handschriftlicher Überlieferung J. Sudbrack, Die geistliche Theologie des Johannes von Kastl, 2 Bde. Münster 1966/67 (Beiträge zur Gesch. des alten Mönchtums und des Benediktinerordens; 27,1/2), bes. Bd. 1, S. 49-58; Bd. 2, S. 196- 202 (Hs. S. 200 genannt); VL 2 Bd. 4, Sp. 652-658. 243 ra - 245 va Henricus Herpius: De novem gradibus ad vitam PERFECTAM. >Incipiunt novem gradus et Status bonorum hominum in quibus ponuntur ea que ducunt hominem ad vitam perfectam, et eciam retrahencia ibi semper in quolibet gradu, verumtamen dyabolus est ibi. Hos dyabolus agrgrediens [!] et sunt speculum perfectionis tocius. Revelati autem sunt cuidam persone devote cum multis aliis anno domini M 4 52. < Primus mortificacionis gradus est quo felix amator a regione dissimilitudinis egrediens ad divinam (243 r ) similitudinem ingredi nititur ... - ... Item: Quicumque imbiberit istos gradus studendo, audiendo et eos opere non impleverit, grave iudicium dei percipiet. >Explicit speculum perfectionis.< — Als Bestandteil des Sermo Nr. 26 im Werk ,Eden' des Henricus Herpius gedruckt in: Theologia mystica cum speculativa ... per Henricum Harph ..., Köln 1538 (Repr. Farnborough 1966), Lib. 3, fol. 226 v , Z. 24 - fol. 228 r , Z. 37 (Text der Hs. leicht abweichend und mit anderem Schluß). Ursprünglich im ,Spieghel van Volcomenheit' (Kap. 60) des Henricus Herpius enthaltenes, in lat. Übersetzung auch unter anderen Verfassernamen überliefertes Textstück, vgl. VL 2 Bd. 3, Sp. 1127-1135, hier 1131. - Angeschlossen Exzerpt aus IsiDORUS Hispalensis: Sententiae, Lib. 3, cap. 19. CC 111, S. 248, Z. 2-8; S. 249, Z. 18-22. CPL Nr. 1199. - 245 vb leer; 246 r nur Seitentitel in Rot: [Seitentitel 245 v : novem puncta ex quibus] tota perfectio hominis relucet; 246 v -249 v leer. 190 Ms. B 53 Ms. B 53 Cassianus, Johannes. Jacobus de Voragine Papier und Pergament ■ I + 257 + I Bl. • 21 x 14,5 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; Rheinland (?) • 1469; um 1415-1440 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus zwei Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln; doppelte Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Schachbrettmuster (8x4 Rechtecken) im Mittelfeld; Einzelstempel. Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 3. Drittel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, Marienfrede • Spuren einer Schließe ■ Brandkreuz im oberen Schnitt (Marienfrede) • Fragment Spiegel vorne und Bl. I: Pergament; Teil eines Einzelbl.; 27,5 x 21,5; 2 Spalten; Schriftraum (?) x 21; gotische Textualis; rubriziert; 14. Jh., 2. Hälfte. Aus einem Antiphonarium. Teile des Offiziums für Trinitatis, u.a. CAO Bd. 3, Nr. 3967, 2349, 3657, 4599, 2944 und 4796 (?) • Fragment Spiegel hinten und Bl. II: Pergament; 28 x 21; gotische Kursive; 143?. Teil einer Urkunde: Testament des Reynardus und seiner Ehefrau Hilla Deyndorp. Wichtigste Begünstigte ist die Pfarrkirche des hl. Columba in Köln. Das Kolophon auf Bl. 160 r belegt, daß Teil I am 20. Januar 1469 (n. S.) fertiggestellt wurde. Der Schreiber ist Gerardus Messynck de Dingden, Kreuzherr in Marienfrede (zur Person s. Ms. B 30a; von seiner Hand stammen auch Ms. B 52 und Teile von Ms. B 153). Teil II läßt sich mit Hilfe der identifizierten Wz. in den Zeitraum 1415-1440 datieren. Dieser Teil entstand an einem unbekannten Ort, nach der Schrift zu urteilen wohl in Westdeutschland (Rheinland ?) • die Hs. (in ihrer heutigen Zusammensetzung) stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Der Einband wurde in der dortigen Buchbinderwerkstatt angefertigt (s.o.). Besitzvermerke: Bl. I r Liber fratrum sancte Crucis conventus Mariepacis (15. Jh., 3. Drittel) mit einem Vermerk über den Inhalt von derselben Hand; Bl. l r Conventus B. M. Pacis ordinis Sancte Crucis [17. Jh. ?]. Krämer S. 166 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 513. I Bl. 1-164: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; 1469 • Papier • Wz.: Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2048/2066 (1470; auch in Ms. B 74, Teil II) • Lagen: 13 VI 156 + IV 164 • Reklamanten; Lagensignaturen von al (Bl. l r ), a2 (Bl. 2 r ), usw., bis o3 (Bl. 159") und (Bl. 160"), an manchen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 14 x 9 • 27-31 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Gerardus Messynck de Dingden (s. Bl. 160 1 ) • rubriziert • Bl. l r 6-zeilige rote Initiale mit Fleuronne in Rot und Lila • Merker aus hellem Pergament. l r - 160 r Cassianus, [Johannes]: De institutis coenobiorum. (IM 1 ) Prolog. >Incipit prefacio beati Cassiani super Instituta Egipciorum.< (4 r - 160 r ) Text. Am Schluß: >Explicit liber XIF S de Institutis sanctorum patrum.< >Expliciunt Instituta patrum per mefratrem Gerhardum Dyngden 191 Ms. B 53 presbyterum conventualem, anno 1469, ipso die Fabiani et Sebastiani [20. Jan. 1469 n. S.], hora quasi tercia post prandium.< - Druck: CSEL 17, S. 1-231. CPL Nr. 513. Auch in Ms. B 51, Bl. l r -60 r ; Ms. B 55, Bl. 3 v -119 r . - 160 v -164 v leer. II Bl. 165-257: Rheinland (?); um 1415-1440 • Papier und Pergament (Pergament: das äußere Doppelbl. jeder Lage) ■ Wz.: Schlüssel Typ PiccSchl V 41-50 (1417-1439) ■ Lagen: 6 VI 236 + (VI-1) 247 + (VI-2) 257 (Blattverluste ohne Textverluste) ■ Schriftraum 17-18 x 10,5-11,5 ■ 32-38 Zeilen • gotische Kursive • rubriziert. 176 r - 253 r [Jacobus de Voragine: Legenda aurea.] Kurzfassung. Adventus Ihesu Christi per quatuor septimanas agitur. Ad significandum quod quatuor sunt Adventus Domini... -... sancte Crucis habetur. - Druck: Jacobus de Voragine: Legenda aurea, [Breslau] 1890 (Neudr. Osnabrück 1965). Die Etymologien fehlen. Zu Bestand und Reihenfolge der Legenden der vorliegenden Hs. im Vergleich mit dem Grundbestand der Legenda aurea und zu den hinzugefügten Legenden s. Barbara Fleith: Studien zur Überlieferungsgeschichte der lateinischen Legenda aurea, Brüssel 1991 (Subsidia hagiographica, 72), S. 104-105. Zur hsl. Überlieferung s. Kaeppeli Nr. 2154. - 253 v -254 r leer. 254 v - 255 r Hymni. (254 v ) Hymnus de beata Maria virgine. Digna laude, gaude, materpia, quia sineßne, tu pro reis stas ... Druck: AH Bd. 1, S. 59- 61 (letzte Strophe abweichend). (254 v -255 r ) Hymnus de sancta Catharina v. et m. Nunc fes tum celebremus, laudemque decantemus cor de, voce, martiri et regine virgini Katerine ... Druck: aaO, S. 77-78 (letzte Strophe abweichend). Beide Hymnen mit einfacher Musiknotation. Nachträge (15. Jh., 2. Hälfte). 255 v - 257 r [Decisio de contractibus emptionis reddituum.] Quedam domus religiosorum, quorum fratres non mendicant, emerunt pensiones annuas perpetuas ... Queritur an tales contractus sunt liciti. Respondent doctores utriusque iuris communiter et dicunt et tenent quod contractus empcionis et vendicionis sub forma supra scripta ... - ... de iure non est dubium. Nachtrag (15. Jh., 2. Hälfte). - Druck: C. E. Du Boulay (Bulaeus), Historia Universitatis Parisiensis, Bd. 5, Paris 1670, S. 362-364. Die in der Hs. erwähnten Gutachter (doctores) sind Henricus de Düren, Henricus Sticker de Bunna, Johannes de Vorborch, Johannes de Novo Lapide, Johannes de Cervo, Theodericus (Kerkering) de Monasterio, Jacobus de 192 Ms. B 54 Susato, Nicolaus de Spira, Johannes Bau, (Franciscus) Cardinalis Florentinus, Cardinalis Cameracensis (Petrus de Alliaco), Johannes Gerson, Nicolaus Vordis und Ardicinus de Novaria. Vgl. H. Keussen, Regeste und Auszüge zur Geschichte der Universität Köln 1388-1559, in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln 36-37, 1918, S. 1-546, hier Nr. 372; B. Schnapper, Les rentes chez les theologiens et les canonistes du XIII e au XVf siecle, in: Etudes du droit canonique dediees ä Gabriel Le Bras, Paris 1965, Bd. 2, S. 965-995, hier S. 976-978; G. Powitz, Die Handschriften des Dominikanerklosters und des Leonhardstifts in Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1968 (Kat. der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main; 2,1), S. 315-316 (zu Ms. Praed. 138, Bl. 72 v -74 r , mit Angaben zu den Gutachtern). 25 T Notizen, Kritzeleien, durch Beschädigung stellenweise unleserlich. Predigtentwurf (?) Nachtrag (15. Jh., 2. Hälfte). Ms. B 54 Rufinus Aquileiensis. Verba seniorum. Palladius Helenopolitanus. Breviores sententiae de conversatione patrum Aegyptiorum Papier • 140 Bl. • 29 x 20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1450-1460 Bl. 140 stark beschädigt ■ Wz.: Krone Typ PiccKr I 312 (1441-1467; auch in Ms. B 41); Ochsenkopf Typ PiccO VII 282-286 (1446-1457; auch in Ms. B 41); Ochsenkopf Typ PiccO VTI 375-377 (1449-1463; auch in Ms. B 41 und Ms. B 69a); Ochsenkopf Typ PiccO VII 407 (1448- 1453; auch in Ms. B 33, Teil II); Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 5, Teil II, Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 64, Teil II und Ms. B 69a); Ochsenkopf Typ PiccO VII 401 (1446- 1455; auch in Ms. B 64, Teil IV) und ein nicht identifiziertes Ochsenkopf-Wz. (auch in Ms. B 41); im Vorsatzbl. Ochsenkopf = PiccO XIV 96 (1453-1458; auch in Ms. B 33, Teil I, vgl. auch Ms. B 40 und Ms. B 152) • Lagen: i" (Vorsatzbl.) + 14 V 140 • Lagensignaturen ab al (Bl. I 1 ), , (Bl. 2 r ), usw., bis (Bl. 134 r ) und (Bl. 1350, an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 21-21,5x14-15 • 2 Spalten • Schreiber 1 36^13 Zeilen, Schreiber 2 43^5 Zeilen ■ gotische Hybrida von zwei Schreibern; Schreiberwechsel auf Bl. 82 vb ■ rubriziert Bl. 1" 9-zeilige rot/grün geteilte Initiale mit Fleuronne in denselben Farben. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); doppelte und dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel herald. Adler (klein, rhomb., nach rechts, umrandet), Blüte (sechseckig, umrandet) und Schunke 193 Ms. B 54 Fabeltier Nr. 7 ■ Reste von zwei Schließen; vorne und hinten je fünf Buckel aus Eisen (neuzeitl.) • alte Titel und Signatur auf dem Vorderdeckel: Vitaspatrum A. a. (15. oder 16. Jh.) • Merker aus rotem Leder an Bl. 1, 27, 52, 72 und 129 • Rücken beschädigt ■ die Einbände von Ms. B 40 und Ms. B 41 sind nahezu identisch gestaltet ■ Fragmente: zwei Teile eines Einzelbl. als Spiegel im Vorder- und Rückdeckel; Pergament; je 29 x 19,5; gotische Kursive; 15. Jh., 2. Drittel. Notariell beglaubigte Abschrift einer Urkunde, Lüttich, 3. Oktober 1429 (Datum des Originals). Erwähnte Personen u.a. Johannes Ganterus, Johannes Sonman und Johannes Walle. Text stellenweise unleserlich durch Beschädigungen. Der Wz.-Befund weist für die Entstehungszeit der Hs. auf den Zeitraum 1450-1460 hin. Sie stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf. Besitzvermerk auf Bl. I r : Perti[n]et iste über fratribus ordinis sancte Cruc[is in D]uysseldarp [15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh., 1. Viertel]. Verschiedene der hier vorgefundenen Wz. sind auch in Hss. nachgewiesen, die ebenfalls aus der Bibliothek der Düsseldorfer Kreuzherren stammen. Auch in Schrift und Ausstattung ist vorliegende Hs. diesen Hss. sehr ähnlich. Diesem Befund entsprechend, liegt es nahe, daß vorliegende Hs. in demselben Kloster entstanden ist. Der Einband, der gleichzeitig oder nur wenig später als die Hs. hergestellt wurde, stammt aus der Buchbinderwerkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 514. I r - II V leer, bis auf einen Besitzvermerk (s.o.). p _ 27™ [Rufinus Aquileiensis: Historja monachorum.] (= Vitas patrum, Lib. II.) Am oberen Rand: Sancti Iheronimi (Nachtrag, 15. Jh.). (l ra ~ vb ) Prolog. >Prologus in Vitaspatrum.< (l vb -27 va ) >Liber primus de institutione monachorum.< - Drucke: PL 21, 387^62; E. Schulz-Flügel, Tyrannius Rufinus, Historia monachorum sive de vita sanctorum patrum, Berlin/New York usw. 1990 (Patristische Texte und Studien, 34), S. 243- 387. BHL Nr. 6524; CPG Nr. 5620; CPL Nr. 198 p (Prolog). Zur Verfasserfrage s. Schulz-Flügel, aaO, S. 37-48, zur hsl. Überlieferung S. 90-230 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Vorliegende Hs. gehört der Familie s an (ibid., S. 174-193); am meisten ist sie vermutlich mit der Hs. U (Paris BN Ms. lat. 10841) verwandt (ibid., S. 114-115). Reihenfolge der Kapitel: 1, 15-16, 12-14, 7-9, 11, 6, 20, 2, 5, 18-19, 21-27, 30, 4, 17, 8, 3, 31-33 und Epilogus. 2y va _ 52 vb ry ERBA SENIO rum.] (= Vitas patrum, Lib. III, V und VI.) Excerpta. (27 va -28 ra ) Prolog. >Incipit prologus in librum secundum.< (28 ra - 52 v ) >Incipit über secundus in Verba sanctorum patrum heremitarum.< - Druck: PL 73, 739-810 und 855-988 (abweichende und umfangreichere Fassung), hier die Abschnitte Lib. III, 1, 2, 9, 11, 15, 16, 22-24, 4, 6, 8, usw., bis Lib. V, 7, 15 und Lib. V, 7, 17. Fassung und Reihenfolge der 194 Ms. B 54 Abschnitte entsprechen der Editio prima. BHL Nr. 6525. S. auch LMA Bd. 8, Sp. 1482. 52 vb - 72 ra [Palladius Helenopolitanus: Historia Lausiaca (interprete anonymo).] (52 vb -53 ra ) Prolog. >Incipit prologus Palladii episcopi in librum tercium de Vita et conversacione sanctorum patrum.< (53 ra -72 va ) >Incipit über tercius de vita beatorum patrum.< - Druck: PL 74, 343-382. BHL Nr. 6534; CPG Nr. 6036 (versio latina b). S. auch C. Butler, The Lausiac history of Palladius, Bd. 1, Cambridge 1898 (Neudr. 1967) (Texts and studies; 6,1), S. 58-69; Siegmund, Überlieferung, S. 124-126; DSAM Bd. 12, Sp. 113— 126, hier 116-117. 72 ra _ I29 rb [Verba seniorum.] (= Vitas patrum, Lib. V-VI.) Excerpta. (72 ra ) Prolog. Cum omnis prefacio textum oportune preveniens aut sequentis materie predicet qualitatem ... - ... detrimenta non novit. (72 ra-va ) Kapitelverzeichnis. Prima igitur pars continet de profectu monachi, ydonee satis ostendens ... - ... confirmata quam verbis. (72 va -120 ra ) Lib. I-XVIII (Anfang). >Incipit über quartus de vita, verbis et exemplis sanctorum patrum in partes decem et novem divisus ad perfectionem monachi. Capitulum primum. Prima pars.< Ad profectum conversacionis quidam frater venire cupiens, interrogavit senem quendam ... — ... ut magis convertatur et vivat. >Huc usque de greco in latinum transtulit Pelagius dyaconus ecclesie Romane. Ab hinc autem Johannes subdyaconus.< (120 ra - 129 rb ) Lib. XVIII (Schluß) - XIX. >Capitulum primum.< Abiit aliquando Zacharias ad abbatem suum Silvanum, et invenit eum in excessu mentis ... - ... eam Dominus. Sic erit et anime. >Explicit quartus liber.< - Druck: PL 73, 855-1022 (abweichende, umfangreichere Fassung, ohne Prolog und Kapitelverzeichnis). Große Exzerptensammlung aus der Verba seniorum in 19 (20) Büchern. Vorliegende Hs. gehört zur Gruppe IIa bei C. M. Batlle, Die „Adhortationes sanctorum patrum" („Verba seniorum") im lateinischen Mittelalter. Überlieferung, Fortleben und Wirkung, Münster 1972 (Beitr. zur Gesch. d. alten Mönchtums und d. Benediktinerordens, 31), S. 139 (ohne Kenntnis dieser Hs.). BHL Nr. 6528, 6529 und 6530; Lambert Bd. 3B, Nr. 570 (diese Hs. erwähnt S. 473). Vgl. Kat. StA Köln 2 (zu Hs. GB 4° 249, Bl. 90 v -174 r ) und Kat. LHA Koblenz 1, S. 250 (zu Best. 701 Nr. 146, Bl. 46 ra - 110 va ). 129 rb - 136 vb [Breviores sententiae de conversatione patrum Aegyptiorum.] (= Vitas patrum. Lib. V-VI. Excerpta.) (129 ra ) Prolog. >Incipit prologus in librum quintum.< Licet ab exordio conscriptionis nostre voluntas nobis fuerit omnia ... — ... efficiamur etpremii. (129 r -136 v ) Text. >Incipit über quintus..< Replicans senior quedam beneßcia per 195 Ms. B 55 humanitatem Christi nobis exhibita ... - ... et suffocibat eum. Bestand: Lib. VI, 4, 8; Lib. V, 1, 18; Lib. V, 1, 11; Lib. V, 1, 14, usw. bis Lib. VI, 4, 33; Lib. VI, 4, 36; Lib. VI, 4, 37. (136 vb -137 rb ) Erat quidam monachus solitarius in Egipto, qui rogabat Deum dicens: Domine, ostende mihi... -... iusta sunt iudicia Dei. - Druck: PL 73, 855-1022 (erheblich abweichender, vollständiger Text). BHL Nr. 6538; zur hsl. Überlieferung s. Batlle (s. 72 ra ) S. 328. 137 rb - 138 rb [Vita s. Marinae v.] (= Vitas patrum, Lib. I, [25].) Am Schluß: >Explicit liber quintus de conversacione et institucione sanctorum patrum.< - Druck: PL 73, 691-694. BHL Nr. 5528. Die Rubrik am Schluß bezieht sich auf Bl. 129 rb -136 vb . Die in dieser Hs. (Bl. l ra -138 rb ) überlieferte Fassung der Vitas patrum in fünf Büchern ist auch in den Hss. Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 36 (s. Rose, Verzeichniss, Nr. 781) und Darmstadt LuHB Hs 760, Bl. 12 ra -151 ra (s. K. H. Staub / H. Knaus, Bibelhandschriften; Ältere theologische Texte, Wiesbaden 1979 [Die Hss. d. Hess. Landes- und Hochschulbibl. Darmstadt, 4], S. 188-189) enthalten. Dieselbe Fassung wurde als Vorlage für einige Frühdrucke der Vitaspatrum (Hain 8589bis, 8590, 8592 und 8593) benutzt; vgl. PL 73, 64-66; Schulz-Flügel, aaO, S. 230-231; VL 2 Bd. 10, Sp. 459- 461. 138 va - 139 ra [Verba Septem abbatis Moysis.] (= Vitas patrum. Lib. VI, 4, 1-7.) >Hec sunt verba Septem, que misit abbas Moyses abbati Pastori, in quibus continetur consummata virtus et perfectio monachi.< Dixit abbas Moyses primo: Quia debet homo quasi mortuus esse socio suo ... - ... in sempiternum est requies. >Amen. Explicit.< — Druck: PL 73, 1014—1015, 2. Z. v. unten. - 139 rb -140 vb leer. Ms. B 55 Cassianus, Johannes Papier • 119B1. • 21,5x14,5 • Rheinland • um 1450-1460 Wz.: Buchstabe P = PiccP IX 1721-1727 (1450-1453), auch in Ms. B 33 und Ms. B 152; in den Vorsatzbl. Waage Gruppe PiccW IV 327-328 (1458 und 1465) • Lagen: I 2 + 5 V 52 + (V-l) 61 (ohne Textverlust) + 3 V 91 + IV 99 + 2 V 119 • Lagensignaturen von al (Bl. 3 r ), a2 (Bl. 4 1 ), usw. bis <4m> (Bl. 113") und <5m> (Bl. 114 r ); Reklamanten erhalten ab Bl. 42 v ■ Schriftraum 15 x 9 • 28-29 196 Ms. B 55 Zeilen, vermutlich Kammliniierung (s. Bl. 118 V ) • anspruchslose gotische Hybrida • rubriziert ■ Bl. 4 r 8-zeilige rot/blau geteilte Initiale mit rotem, grünem und violettem Fleuronne, Bl. 6 r 5-zeilige rote Initiale mit Fleuronne vom selben Typ • Einband: dunkelbraunes Schafleder (?), vorne über einem Holzdeckel, hinten über einem Pappdeckel (18. Jh. ?). Wz.-Befund, Schrift und Ausstattung lassen eine Datierung der Hs. im Zeitraum 1450-1460 vermuten; dieselben Aspekte weisen auf ihre Entstehung im Rheinland hin. Der unvollständig gebliebene Vermerk Frm C auf Bl. l r (16. Jh. ?) ist vermutlich als Fratrum Cruciferorum in ... zu ergänzen. Falls diese Ergänzung richtig ist, stammt die Hs. aus der Bibliothek eines Kreuzherrenkonvents, vermutlich aus der des Düsseldorfer Klosters dieses Ordens (wegen des fehlenden Brandkreuzes im oberen Schnitt wohl nicht aus Marienfrede). Die Schrift (Hybrida) und der Stil der Fleuronne-Initialen sind durchaus charakteristisch für Handschriften dieser Provenienz. Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 515. l r - 2 V leer, bis auf einen Besitzvermerk (s.o.). 3™ Prologe zum nachfolgenden Werk des Johannes Cassianus. (3™) Gennadius [Massiliensis]: De viris illustribus. Cap. 62. >Gennadius in libro de illustribus viris. De Cassiano presbitero et monacho.< Drucke: PL 58, 1094-1096 (Cap. 61); CSEL 17, S. CXV-CXVI (Cap. 62); Hieronymus: Liber de viris inlustribus. Gennadius, Liber de viris inlustribus, hg. v. E. C. Richardson, Leipzig 1896 (Texte und Untersuchungen; 14,1), S. 82 (Cap. 62). CPL Nr. 957. (3 V ) Cassiodorus, Flavius M.: [Institutiones] I, 29. Excerptum. >Cassiodorus in libro qui intitulatur Introductorius.< Druck: PL 70, 1144, Z. 7-13; Cassiodori Senatoris Institutiones, hg. v. R. A. B. Mynors, 2. Aufl. Oxford 1961, S. 74, Z. 1-6. CPL Nr. 906. (3 V ) Cassiodorus, Flavius M.: Expositio Psalmorum. Expos, in Ps. 141. Excerptum. >Item Cassiodorus super Psalmum centesimum XLf.< Druck: CC 98, S. 1274, Z. 235-238. CPL Nr. 900. 3 V - 119 r Cassianus, Johannes: De institutis coenobiorum. (3 v -6 r ) Prolog. >In nomine sancte et individue Trinitatis orditur [!] prefacio Johannis, qui et Cassianus in duodecim libros de institucionibus monasteriorum, rogatu beate memorie Castoris pape editos. Sequitur alius titulus compendiosus. Incipit prefacio librorum Cassiani de institutis monasteriorum.< (6 r ) Kapitelverzeichnis. (6 r -119 r ) Text. >Incipit liber primus, intitulatus de habitu monachorum. De cingulo monachi. Capitulum I.< Am Schluß: >Explicit liber duodecimus Cassiani eloquentissimi intitulatus De spiritu superbie.< >Deo gracias.< - Druck: CSEL 17, 3-231. CPL Nr. 513. Auch in Ms. B 53, Bl. l r -160 r . - 119 v leer. 197 Ms. B 56 Ms. B 56 Hugo de Sancto Caro. Flores Cassiani Pergament • 204 Bl. • 24x17 • Westdeutschland (?) • 14. Jh., 1. Viertel Lagen: (V-l) 9 (Textverlust) + 19 V 199 + (IV-3) 204 (Textverlust) • am Anfang wurden die erste Lage (10 Bl.) und das erste Bl. der folgenden Lage bis auf kleine Reste ausgerissen • gleichzeitige Lagenzählung in Rot, jeweils am unteren Rand des ersten Bl. jeder Lage, von .///. (Bl. 10 r ), . V. (Bl. 300, VI. (Bl. 400, usw. bis .XXII. (Bl. 200 r ) • Schriftraum 16,5 x 11,5 • 26 Zeilen • qualitätvolle gotische Textualis, vermutlich von einem einzigen Schreiber • rubriziert • Bl. 124 v 6-zeilige rot/blau geteilte Fleuronne-Initiale mit Fleuronne-Stab; Bl. 16 v , 29 v und 99 v 3^t-zeilige Initialen vom gleichen Typ; Bl. 2 r , 6 r , 8 r , 9 r u.ö. 2-zeilige Fleuronne-Initialen, meist ohne Fleuronne- Stab. Helles Leder über Holzdeckeln (14. Jh., 2. Hälfte oder 15. Jh., Anfang); doppelte Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und fünf Spalten im Mittelfeld; im Außenrahmen Einzelstempel Rosette (rund, nicht umrandet), im Mittelfeld Einzelstempel zwei Vögel am Lebensbaum (2 Typen, jeweils rechteckig, nicht umrandet) und Lamm mit Kreuzfahne (rechteckig, nach links, nicht umrandet) • Kapitale oben und unten mit Rückenleder umstochen • Reste von zwei Langriemenschließen Rücken restauriert • Fragmente eines Graduale aus Papier (18. Jh.) als Spiegel im Vorder- und Rückdeckel. Schrift und Fleuronne-Initialen lassen eine Entstehung der Hs. in Westdeutschland vermuten, wohl im ersten Viertel des 14. Jh. Für die Behauptung, die Hs. stamme aus der Bibliothek des Dominikanerinnenkloster Paradiese (bei Soest), liegen keine Angaben vor. Sie wurde zurecht von B. Michael angezweifelt (B. Michael, Die mittelalterlichen Handschriften der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Soest..., Wiesbaden 1990, S. 11, Anm. 3); s. auch Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, S. 266. Alte Signatur No. 13 (18. Jh. ?) auf dem Vorderdeckel. Krämer S. 730 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 516 • G. Hendrix, Hugo de Sancto Caro's traktaat De doctrina cordis, Bd. 1, Löwen 1995 (Documenta libraria, 16), S. 30. l r - 124 r [Hugo de Sancto Caro:] De doctrina cordis. [...] in altum se tollere prevalebit, sie cor tuum, nisi prius custodias manus et oris sollerter repleas ... - ... que meo et per eum habebuntur. >Explicit über de doctrina cordis.< Am Anfang unvollständig wegen Blattverlust; Textanfang in Kap. 6. - Drucke: Paris 1506 und 1517 (ohne Verfassername), Neapel 1605 und 1607 (hier Gerardus Leodiensis zugeschrieben); s. Hendrix, aaO, S. 152— 159. Zur Verfasserfrage s. ibid., S. 195-211, 407^137, zur hsl. Überlieferung S. 7-110, diese Hs. erwähnt S. 30 (Hs. D 2 , mit der falschen Datierung „ca. 1480"). S. auch Bernards S. 329 (diese Hs.); Bloomfield/Guyot Nr. 4038; Distelbrink Nr. 83. 198 Ms. B 58 124 r - 204 v Flores Cassiani (= Vincentius Bellovacensis: Speculum historiale. Lib. 19, cap. 14 und 16-109). (124™) Prolog. >Flores Cassiani de Collationibus patrum excerpti a fratre Vincentio ordinis Predicatorum in Speculo hystoriarum. Servanti benedictio, et cetera.< damit tempore Honorii augusti vir illustris, prudens et facundus Johannes heremita, qui et Cassianus ....... excerpsi in nunc modum (Kap. 14). (124 v -204 v ) Text. >De doctrina eiusdem de habitu monachorum. Ex libro de Institutis monachorum.< Vestes sint monachi, que corpus contengant tantum ac repellant nuditatis verecundiam ... - ... ubi splendore sanctitatis et humilitatis enituit. Ne[...]. Am Ende unvollständig wegen Blattverlust. - Exzerpte aus Werken des Johannes Cassianus, dem Speculum historiale des Vinzenz von Beauvais entnommen. Druck u.a.: Vincentius Bellovacensis: Speculum maior, Bd. 4: Speculum historiale, Douai 1624 (Neudr. Graz 1965), S. 736-774, Z. 18. S. auch Kaeppeli Nr. 3987 (diese Hs. erwähnt). Dieselbe Exzerptensammlung ist vermutlich in der Hs., Paris BN Ms. lat. 2134, Bl. 7 V -108 V überliefert (s. Bibliotheque nationale, Catalogue general des manuscrits latins, Bd. 2, hg. v. Ph. Lauer, Paris 1940, S. 333-334). Abweichende Exzerptensammlung aus demselben Buch des Speculum Historiale in Leipzig ÜB Ms 284 (s. R. Helssig, Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek zu Leipzig, Bd. 4,1, Leipzig 1926, S. 413-414). Ms. B 58 Ps.-Johannes Chrysostomus. Johannes Chrysostomus Papier ■ 253 Bl. • 29x21 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent • 1480 Bl. 253 beschädigt • Wz.: Ochsenkopf = PiccO VII 62 (1475-1479; auch in Ms. B 82); Hund = PiccVf 3 VII 1454 (1484); Hund ~ PiccVf 3 VII 1455 (1485) (beide nur in der letzten Lage); (Bl. 3) Buchstabe P ~ PiccP VIII 477 (1483; leicht variiert auch in Ms. B 94) • Lagen: (II-l) 3 (ohne Textverlust) + 20 VI 243 + V 253 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagensignaturen von (Bl. 4 r ), (Bl. 5"), usw., bis u5 (Bl. 236") und u6 (Bl. 237 r ) • Bl. 4 r -242 r gleichzeitige Foliierung I- CCXXXIX in Rot am oberen Rand (Mitte) • Schriftraum 20 x 14 • Schreiber 1 44 Zeilen, Schreiber 2 38-39 Zeilen, Schreiber 3 54-58 Zeilen ■ gotische Hybrida von drei Schreibern, 1 Bl. 3", 2 Bl. 4 ra -242 rb , 3 Bl. 242^-252*; Schreiber 2 ist Hermannus de Bocholt (s.u.) • rubriziert • l ra , l va , 122 v \ 205 ra , 215 ra und 221 vb 7-10-zeilige rote, blaue oder rot/blau geteilte Initialen mit rotem, grünem und violettem Fleuronne von sehr guter Qualität. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel); dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld • Reste von zwei 199 Ms. B 58 Schließen; 3 (von 4) Buckel auf dem Rückdeckel • Merker aus rotem Pergament • auf dem vorderen Schnitt: Johannis Chrysostomi Homiliae (17. Jh. ?) • Rücken restauriert • in den Deckeln Abklatsch von Fragmenten eines Martyrologiums (9. oder 10. Jh.), nur stellenweise leserlich. Das Kolophon auf Bl. 242 rb belegt, daß die Hs. am. 1. Januar 1480 (n. S.) fertiggestellt wurde. Schreiber 2, dessen Pensum dort endet, nennt sich Hermannus de Bocholt. Er war Kreuzherr im Konvent Marienfrede, wo er 1458 zum ersten Mal belegt und 1496 gestorben ist (s. van de Pasch, Definities, S. 108 und 205). Von seiner Hand stammen auch die Hss. Berlin SB Ms. theol. lat. fol. 171, Bl. l ra -118 vb und Lüttich ÜB Ms. 731 und 732 (s. Colophons Nr. 6970-6972). Schriftprobe mit Transkription in W. Arndt, Schrifttafeln zur Erlernung der lateinischen Palaeographie, 2. Heft, 3. Aufl. Berlin 1898, S. 30-31 und Tafel 68 (nach der Berliner Hs.). Schreiber 1 und 3 arbeiteten, wie es der Wz.-Befund in Bl. 3 und in der letzten Lage vermuten läßt, etwas später als Schreiber 2. Ein Korrekturvermerk (?) auf Bl. 242 rb wurde fast vollständig unlesbar gemacht: >0[...]pro [...]pro F. L. X. [...]< (vgl. Ms. B 30a, Bl. 164 ra ). Die Initialen F. L. X. beziehen sich wohl auf Frater Lambertus de Xanctis, Kreuzherr in Marienfrede (zur Person s. zu Ms. B 15) ■ auf Marienfrede als Bibliotheksheimat deuten das Brandkreuz im oberen Schnitt und der Vermerk Servio [?] ConventuiB. M. Pacis P. P. Cruciferorum [18. Jh. ?] auf Bl. 3 r . Wattenbach S. 748 ■ Kristeller S. 521 • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 517. l rv (Vorsatzbl.)und2 n 'leer. 3™ Inhaltsverzeichnis zum anschließenden Werk. >Tabula omeliarum Operis imperfecti super Evangelio beati Mathei sancti Johannis Crisostimi episcopi Constantinopolitani, ad prompte inveniendum quo tempore serventur et quo loco contineantur omelie singule, etc.< - Verzeichnis der Predigten des Opus imperfectum in Matthaeum, für jede Predigt mit einem Verweis auf die Blattseite, auf der sie anfängt und auf den Tag, an dem sie gelesen wird. 4 r - 204 vb [Ps.-] Johannes Chrysostomus: Opus imperfectum in MATTHAEUM. (4 ra_va ) Prolog. >Incipit prefacio beati Johannis Crisostimi in librum omeliarum super Matheum opere imperfecto.< (4 va -204 vb ) Text. >Incipiunt omelie beati Johannis Crisostimi episcopi in exposicionem super Evangelium sancti Mathei opere imperfecto. Omelia prima. Capitulum primum.< Am Schluß: >Explicit Opus imperfectum beati Johannis Crisostimi episcopi Constantinopolitani ad honorem Dei et gloriose virginis Marie.< - Drucke: u.a. Johannes Chrysostomus, Opera omnia, Basel 1517, Bd. 1, Bl. 2 r -158 v ; PG 56, 611-946; CC 87 E (in Vorbereitung). S. auch Stegmüller RB Nr. 4350; DSAM Bd. 8, Sp. 362-369; CPG Nr. 4569 (mit Lit. zur Verfasserfrage) und CPL Nr. 707. Zur hsl. Überlieferung s. CC 87 B, passim. Nach der hier vorgeschlagenen Einteilung der Hss. gehört 200 Ms. B 58 vorliegende Hs. der 'second subgroup' der 'Family 4' an (aaO, S. LXI und CCXXIV-CCXXV [Nr. 129]). Diese Hs. diente vermutlich als Vorlage für die Editio princeps des Opus imperfectum (Hain 5035 [Köln, Johannes Koelhof, 1487]) (s. CC 87 B, CCXXV und CCXCIV-CCXCV). S. auch J. H. A. van Banning, Tekstverspreiding bij de Moderne Devoten, toegelicht aan de hand van het 'Opus imperfectum' in Matthaeum van Pseudo- Chrysostomus, in: Ons geestelijk erf 59, 1985, S. 271-286, hier 279-280 (diese Hs.). 204 vb - 214 vb Johannes Chrysostomus: Ad Demetrium de COMPUNCTIONE LIBER I. >Incipit über primus sancti Johannis Crisostimi episcopi Constantinopolitani de cordis compunctione ad Demetrium, etc.< Nachgetragene Überschrift (15. Jh., Ende). - Drucke: PG 47, 393^10 (Übersetzung des B. de Montfaucon); W. Schmitz, Monumenta tachygraphica codicis Parisiensis latini 2718, Fase. 2, Hannover 1883, S. 1- 20. CPG Nr. 4308. 214 vb - 22l vb Johannes Chrysostomus: Ad Stelechium de COMPUNCTIONE LIBER II. >Incipit über seeundus de compunctione eiusdem ad Sceletum.< Nachgetragene Überschrift (15. Jh., Ende). - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 64 r -71 r (lib. I + II) (diese Übersetzung); PG 47, 411-422 (Übersetzung des B. de Montfaucon); Schmitz, aaO, S. 21-31 (im Druck unvollständig). CPG Nr. 4309. 22 l vb - 242 rb Johannes Chrysostomus: Ad Theodosium lapsum libri I- II. >Incipit über beati Johannis episcopi Constantinopolitani de reparacione lapsi.< Nachtrag, 2. Hand: >Scriptus ad Amanticum episcopum lapsum, etc.< Am Schluß: >Explicit über Johannis Crisostimi episcopi Constantinopolitani de reparacione lapsi sive ad Amanticum episcopum lapsum. Finitus per me fratrem Hermannum de Bocholdia, anno Domini M° CCCC° LXXX°, ipso die Circumcisionis Domini nostri Ihesu Christi circa horam primam.< Anschließend Korrekturvermerk (s.o.). - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 71-78 v (nur lib. I); PG 47, 277-316 (Übersetzung des B. de Montfaucon); Bibliotheca Casinensis. Florilegium Casinense, Bd. 3, Montecassino 1877, S. 389^111; SC 117, 241-322. CPG Nr. 4305; W. Wenk, Zur Sammlung der 38 Homilien des Chrysostomus Latinus (...), Wien 1988 (Wiener Studien, Beih. 1), S. 12, Nr. 30. 242 va - 247 vb Johannes Chrysostomus: Quod nemo laeditur nisi a SEIPSO. >Incipit omelia beati Johannis Crisostimi de eo, quod nemo leditur ab alio nisi a seipso.< - Drucke: PG 52, 459^480 (Übersetzung des B. de Montfaucon); A.-M. Malingrey, Une ancienne version latine du texte de 201 Ms. B 58 Jean Chrysostome 'Quod nemo Laeditur', in: Sacris erudiri 16, 1965, S. 320-354 (diese Übersetzung); SC 103 (griech. mit französ. Übersetzung; S. 48-51 Verzeichnis der griech./lat. und lat. Ausgaben); BHG Nr. 488d; CPG Nr. 4400. Zu den lat. Übersetzungen s. A.-M. Malingrey, La tradition latine d'un texte de Jean Chrysostome ('Quod nemo laeditur'), in: Studia patristica, Bd. 7, hg. v. F. L. Cross, Berlin 1966 (Texte und Untersuchungen, 92), S. 248-254. 247 vb - 249 rb Johannes Chrysostomus: In Eutropium. >Incipit omelia beati Johannis Crisostomi ad Eutropium.< - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, S. 20-2l v (diese Übersetzung); PG 52, 391-396 (andere Übersetzung). CPG Nr. 4392; Wenk, aaO, S. 11, Nr. 28. 249 va - 250 rb Johannes Chrysostomus: [Sermo antequam iret in EXSILIUM]. >Incipit omelia beati Johannis Crisostomi, cum de expulsione eins ageretur.< - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 21 v -22 r (diese Übersetzung); PG 52, 431-436 (diese Übersetzung). CPG Nr. 4396. 250 rb - 251 rb Johannes Chrysostomus: De regressu. >Omelia eiusdem quando de Asia regressus est Constantinopolim.< - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 28 v -29 r (diese Übersetzung); PG 52, 421^24 (diese Übersetzung); A. Wenger, L'homilie de saint Jean Chrysostome 'A son retour d'Asie', in: Revue des etudes byzantines 19, 1961 (Melanges R. Janin), S. 110-123 (diese Übersetzung, ohne Kenntnis dieser Hs.). CPG Nr. 4394; Wenk, aaO, S. 13, Nr. 36. 251 rb_vb Johannes Chrysostomus: Sermo post reditum a priore exsilio I. >Omelia eiusdem post exilii prioris reditum.< - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 29™ (diese Übersetzung); PG 52, 441-442 (diese Übersetzung). CPG Nr. 4398; Wenk, aaO, S. 13, Nr. 37. 25 l vb - 252 rb [Augustinus, Aurelius] (Ps.-Johannes Chrysostomus): Sermo 343. De Susanna [et Joseph]. Unvollständig. >Omelia beati Johannis Crisostomi de sancta Susanna.< Divine lectiones et sancta oracula Dei, que insonuerunt auribus nostris ... - ... apud Dominum meritum. Ergo unusquisque fratres mei pro dono quod accepit, certet in hoc seculo, ut vincat in futuro. Per Christum Dominum ... seculorum. Amen. - Drucke: Opera omnia (s.o.), Bd. 5, Bl. 11™ (diese Übersetzung); PG 56, 590-594 (andere Fassung); C. Lambot, Le sermon CCCXLIII de S. Augustin 'De Susanna et Joseph', in: Revue benedictine 66, 1956, S. 20-38, hier S. 28- 31, Z. 107 (bis apudDeum meritum). CPL Nr. 919; Wenk, aaO, S. 25, Nr. 9. - 352 rb -353 v leer. 202 Ms. B 59 Ms. B 59 Johannes Chrysostomus Papier • 320 Bl. ■ 28x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1506 Wz.: Hand = PiccHH II 400 (1503); Hand Gruppe Briquet 11421-11426 (1483-1523; auch in Ms. B 60, Teil I—II); nur in Bl. 284 Ochsenkopf = PiccO VII 914-916 (1462-1468); ferner einige nicht identifizierte Lilien-Wz. (auch in Ms. B 60) ■ Lagen: 10 V 100 + III 106 + 5 V 156 + (V-l+1) 166 (ohne Textverlust) + 2 V 186 + VI 198 + V 208 + 2 VI 232 + 2 V 252 + 2 VI 276 + (VI-5+1) 284 (ohne Textverlust) + (V+l-1) 294 + 2 V 314 + (IV-2) 320 (ohne Textverlust) • Reklamant nur auf Bl. 70 v ; Lagensignaturen erhalten ab bl (Bl. 110, b2 (Bl. 12 r ) bis b5 (Bl. 15 r ) und + (Bl. 16 r ), usw. bis con6 (Bl. 2580 und con+ (Bl. 259") und von AI (Bl. 2650 bis F+ (Bl. 319 r ) • Bl. 284 und 285 sind Einzelbll. aus erheblich älterem Papier (s.o.) Numerierung der Homiliae am oberen Rand in roter Tinte, stellenweise fehlerhaft • Schriftraum 21 x 14 • 2 Spalten ■ 35-36 Zeilen (Schreiber 4: 39^0 Zeilen); vermutlich Kammliniierung (s. Bl. 93 v -960 gotische Hybrida von vier Schreibern: 1 Bl. l ra -106 vb , 2 Bl. 107 ra -232 vb , 3 Bl. 233 ra -276 va , 282 ra -285 vb und 313 ra -319 va , 4 Bl. 277 ra -281 vb und 286 ra -313 ra ; Schreiber 3 ist Henricus de Gerresheim (s. Bl. 319 va ) ■ rubriziert. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (16. Jh., 1. Viertel), wohl aus der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf; zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel durch Abnutzung nicht mehr identifizierbar ■ Spuren von zwei Schließen • Rücken restauriert; Deckbll. entfernt ■ in den Deckeln Abklatsche von Fragmenten einer Handschrift in karolingischer Schrift. Das Kolophon belegt, daß die Hs. am 24. September 1506 im Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf fertiggestellt wurde. Der dort erwähnte Schreiber Henricus de Gerresheim war Kreuzherr in Düsseldorf (zur Person s. Ms. B 23; außerdem nachweisbar in Ms. B 60, 89-91, 138). Aus dem Vermerk auf Bl. 276 vb (s.u.) ergibt sich, daß die vorliegende Hs. unter seiner Leitung hergestellt wurde. Die Hs. stammt wohl aus der Bibliothek des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, obwohl der in Hss. dieser Provenienz übliche Besitzvermerk fehlt. Kristeller S. 522 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 518. r leer. 2 ra — 319 va Johannes Chrysostomus: Homiliae in Matthaeum. Übers, des Burgundius de Pisa. (2 ra -5 vb ) >Incipit Opus perfectum Johannis Chrisostomi super Matheum, translatum ex greco in latinum foeliciter. Omelia I.< [0]portebat quidem nos non indigere eo, quod a litteris est auxilio, sed ita vitam prebere pur am ... (5 V -8 V ) >Capitulum I. Omelia 2 a .< Liber generationis ... [Mt 1,1]. Numquid meministis mandati, quod prius fecimus vobis deprecantes ... (8 V -11 V ) >Omelia tercia.< Liber generacionis ... [Mt 1,1]. Ecce tercia disputacio, et que in prohemiis sunt, 203 Ms. B 60 nondum dissolvimus ... Es folgen 87 weitere Predigten. Am Schluß: >Ihesus. Maria. Anna.< >Scriptus etfinitus est hie über ad laudem Dei etprofectum fratrum sanete Crucis in Dusseldorp per manus fratris Henrici de Ger[resheim] cursorie. Anno Domini 1506, 8 Kl. octobris [= 24. Sept. 1506].< - Druck: PG 57, 13^72 (Homiliae 1^14) und PG 58, [471J-794 (Homiliae 45-90), dort jedoch in der Übersetzung des Anianus Celedensis. Stegmüller RB Nr. 4348.9; CPG Nr. 4424. Zur vorliegenden Übers, s. M. Flecchia, La traduzione di Burgundio Pisano delle Omelie di S. Giovanni Crisostomo sopra Matteo, in: Aevum 26, 1952, S. 113-130. - Bemerkenswerter Vermerk von der Hand des Henricus de Gerresheim auf Bl. 276 v : >Consideret hie diligens lector, quod repperi quendam librum intitulatum Johannis Chrisostomi Opus perfectum super Matheum. Sed cum diligencius eum perspexissem, cognovi ipsum esse Opus imperfectum eiusdem super eodem suppletum Opere perfecto eiusdem, alia tarnen translacione [?]. Linde omittens ea, que erant Operis imperfecti, scripsi ex eodem libro que erant Operis perfecti, inchoando in VIII capitulo Utrum [?], etc., quousque cum magna diligencia inveni verum et integrum Opus perfectum, quapropter contigit hie et alibi spacium vacare.< — 319 v -320 v leer. Ms. B 60 Johannes Chrysostomus. Ps.-Johannes Chrysostomus. Matthaeus de Cracovia. Dionysius Carthusianus. Gerson, Johannes Papier • 237 Bl. • 28x20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • um 1505- 1510;1505; um 1480-1485 Die Hs. wurde im frühen 16. Jh. aus drei Teilen zusammengesetzt. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (16. Jh., 1. Viertel); zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel Schunke Blattwerk Nr. 15); Greif Nr. 30a; Hirsch Nr. 63a; Lilie 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria) und ein Wappen-Stempel (rechteckig, umrandet) • Reste von zwei Schließen • Rücken restauriert. Teil I entstand, nach dem Wz.-Befund zu urteilen, um 1505-1510. Der Schreiber ist wohl Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513; Schriftvergleich), Kreuzherr in Düsseldorf (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 77, 88, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1). Teil II wurde von Henricus de Gerresheim geschrieben, ebenfalls Kreuzherr in Düsseldorf (zur Person vgl. Ms. B 23; außerdem nachweisbar in 204 Ms. B 60 Ms. B 59, 89-91, 138). Er beendete seine Arbeit am 4. April 1505 (s. Bl. 197 va ). Teil III ist dagegen schon um 1480-1485 entstanden, denn auf diesen Zeitraum weist der Wz.-Befund hin. Der Name des Schreibers ist als Arnoldus Erley (oder Orley) zu lesen (s. Kolophon, Bl. 234 ra ), gleichfalls Düsseldorfer Kreuzherr (auch nachweisbar in Ms. B 10, zur Person s. dort; evtl. auch in Ms. B 9). Da die Schreiber aller drei Teile Angehörige des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf waren, ist die Hs. wohl dort entstanden • obwohl der übliche Besitzvermerk fehlt, ist davon auszugehen, daß die Hs. aus der Bibliothek des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents stammt. Auch die Einbandstempel weisen eindeutig auf diese Provenienz hin (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Kristeller S. 522 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 519. I Bl. 1-139: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1505-1510 • Wz.: Hand Gruppe Briquet 11421— 11426 (1483-1526; auch in Teil II und in Ms. B 59); Lilie Gruppe PiccLi III 1820-1824 (1506-1508) und einige nicht identifizierte Lilien-Wz. (auch in Ms. B 59) • Lagen: (V-l) 9 (ohne Textverlust) + 13 V 139 • Lagensignaturen ab (Bl. 1"), a3 (Bl. 2"), usw., bis o4 (Bl. 133 r ) und o5 (Bl. 134 r ), an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 19,5-20 x 14 • 2 Spalten • 30^41 Zeilen • gute, aber sehr unregelmäßige gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Werdenborch (Schriftvergleich mit Ms. B 21 und Ms. B 48) • rubriziert. l ra - 139 ra Johannes Chrysostomus: Homiliae in Epistolam Pauli ad HEBRAEOS. Übersetzung des Mutianus Scholasticus. >Incipit Commentum beati Johannis Chrisostomi episcopi Constantinopolitani in in [!] Epistolam Pauli apostoli ad Hebreos.< Am Schluß: >Explicit Commentarium beati Johannis episcopi Constantinopolitani in Epistolam beati Pauli apostoli ad Hebreos.< 34 Homiliae, die letzte in zwei Teilen (Nr. 34 und 35). - Drucke: Johannes Chrysostomus, Opera omnia, Basel 1517, Bd. 3, Bl. 22 v -70 v (diese Übersetzung); PG 63, 237^456 (diese Übersetzung). S. auch Siegmund, Überlieferung, S. 98; Stegmüller RB Nr. 4397 und CPG Nr. 4440. Zum Übersetzer s. I. Wilhelmsson, Studien zu Mutianus dem Chrysostomusübersetzer, Diss. Lund 1944, bes. S. 1^4. - 139 rb_vb leer. II Bl. 140-197b: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; 1505 • Wz.: Hand Gruppe Briquet 11421-11426 (1483-1526; auch in Teil I und in Ms. B 59) • Lagen: 6 V l97b (Bl. 197a und 197b nach Bl. 197) ■ Lagensignaturen ab AI (Bl. 140"), A2 (Bl. 141 r ), usw., bis F4 (Bl. 193 r ), F5 (Bl. 194 r ) und + (Bl. 195 r ), mit Stift eingetragen, an manchen Stellen durch eine Tintensignatur ersetzt • Schriftraum 20 x 14 ■ 2 Spalten • 40 Zeilen, vermutlich Kammliniierung (jeweils 7 Linien gleichzeitig, s. Bl. 197 ra -197b vb ) • gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Gerresheim (s. Bl. 197 vb ) • rubriziert. 205 Ms. B 60 140 ra - 197 va [Ps.-] Johannes Chrysostomus: Sermones in Job de patientia. Übersetzung des Laelius Tifernas. (140 ra-rb ) Widmung des Übersetzers an Papst Nicolaus V. >Sanctissimo patri et clementissimo domino, domino Nycholao divina Providentia pape quinto, sancte Romane ac universalis ecclesie summo pontißci, Lilii Tiferna ultimi suorum servorum prologus in Sermones sancti Johannis Chrisostimi.< Consueverunt, pater beatissime, qui sub ceteris predecessoribus tuis fideles militaverunt ... - ... convenientiusque consentiant. (140 r -197 v ) Text. >Sequitur sancti Johannis Chrisostomi in iustum et beatum Job de paciencia.< (140 r -142 r ) >Sermo primus.< Annuus ad nos hodierna die certator orbis advenit, venit ad nos peregrinus atque angelis par ... (142 r - 144 ra ) >Sermo secundus.< Magnum rerum pondus magnarum narrationum dignitatem postulat, splendidisque iustorum hystoriis ... (144 ra -147 r ) >Sermo tercius.< Iam et nos promissionem, vosque auditum attingamus atque omnes in hesterna Job rerum serie conveniamus ... Es folgen 13 weitere Predigten. Initien im Register. Am Schluß: >Finit [!] per manus fratris Henrici de Gerisheym cursim ad honorem Dei et profectum fratrum sancte Crucis in Dusseldorp. Anno 1505, Ambrosii episcopi [4. April 1505].< - Drucke (lat): Hain 5024-5027 (Hain 5024 abweichend); PG 56, 563-586 (nur die Sermones 1-4, in einer anderen Übersetzung und ohne Widmung). S. auch Stegmüller RB Nr. 4332 und CPG Nr. 4564. - 197 vb - 197b vb leer. III Bl. 198-235: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1480-1485 ■ Bl. 235 liegt lose bei • Wz.: Buchstabe P Typ PiccP IV 551-566 (1474-1481; auch in Ms. B 15, Teil I und IV); Buchstabe P Typ PiccP IV 571-582 (1474-1480; auch in Ms. B 15, Teil I und IV); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP IX 374-375 (1484, 1485; auch in Ms. B 15, Teil I—II und IV); Buchstabe P (Siebpaar) Typ PiccP IX 858-890 (15. Jh., 3. Viertel; auch in Ms. B 15, Teil I); Papst Typ Briquet 7547-7548 (1451-1484) • Lagen: 2 (V-l) 215 (ohne Textverluste) + 2 V 235 • Lagensignaturen ab cl (Bl. 216"), c2 (Bl. 217 r ), usw., bis d5 (Bl. 230 r ) ■ Schriftraum 20,5 x 14,5 ■ 2 Spalten • 34-39 Zeilen • gotische Hybrida, vermutlich von der Hand des Arnoldus Erley (s. Bl. 234 ra ). 198 ra — 211 ra [Matthaeus de Cracovia] (Ps.-Thomas de Aquino): [De PURITATE CONSCIENTIAE]. Quoniam fundamentum et ianua virtutum omnisque gratie ac spiritualis conversacionis principium ... — ... cum apparuerit gloria tua. Ad quam nos perducat... seculorum. Amen. >Explicit libellus magistri Thome de Aquino de modo confitendi et puritate consciencie.< - Drucke u.a.: Mateusz z Krakowa, Opuscula theologica, hg. v. W. Sehko und A. L. Szafrahski, Warschau 1974, S. 235-292; Thomas de Aquino, Opera omnia, hg. v. R. Busa, Bd. 7, Stuttgart 1980, S. 577-582. Zu 206 Ms. B 60 Verf., Werk, hsl. Überlieferung und älteren Drucken s. P. Michaud-Quantin, Sommes de casuistique et manuels de confessions au moyen äge (Xlle- XVIe siecles), Löwen 1962 (Analecta mediaevalia Namurcensia, 3), S. 79; Glorieux, Repertoire, Nr. 14 fg; Distelbrink Nr. 92; Bloomfield/Guyot Nr. 4945; DSAM Bd. 10, Sp. 804-808, bes. 805; J. Tfiska, Repertorium biographicum universitatis Pragensis praehussiticae 1348-1409, Prag 1981, S. 358-359; VL 2 Bd. 6, Sp. 172-182. 21 l ra - 222 ra [Dionysius Carthusianus: Contra simoniam.] Lib. 2. (211 ra_vb ) Prolog. Pecunia tua ... [Act 8,20]. Qui quantum in seipso salubrem consecravit paupertatem in victu atque vestitu ... - ... necessaria ad salutem. >Et sie est Jinis.< (211 vb -222 ra ) Text (Art. I-X). >Recitatio scripti doctoris. Articulus primus.< Movet doctor ille hanc questionem. Utrum in aliquo monasterio feminarum liceat reeipere aliquant feminam noviciam ultra numerum personarum, que de bonis monasterii sine penuria possunt sustentari... - ... eis oppositaprocurentur, ad laudem et gloriam ... benedictus. Amen. >Explicit tractatulus utilis a quodam fratre ordinis Carthusiensis editus, in quo docentur religiöse persone in reeeptionibus personarum noviciarum, quemadmodum debeant se habere.< - Druck: Dionysius Cartusianus, Opera omnia, Bd. 39, Tournai 1910, S. 308-325. Zur hsl. Überlieferung s. CC 121, S. 243 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Die Schrift richtet sich gegen die Quaestio de reeeptione novitiae in monasterio des Bernardus de Reyda (Teil 3 dessen Scriptum collectum ad praeeavendum ... [s.u.]). Sie enthält die Decem articuli und die Specialis responsio ad argumenta errantis am Schluß. Zur Quaestio des Bernardus de Reyda s. J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 3: Die Oktav-Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln/Wien 1983 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,3), S. 37 (zu GB 8° 56, Bl. 257-258 r ); CC 121, S. 209,Nr. 3. 222 ra - 225 ra [Bernardus de Reyda: Scriptum collectum ad PRAECAVENDUM IN INGRESSU RELIGIONIS PECCATUM SIMONIACAE.] Pars 4: Decem conclusiones et unum Correlarium. (222 ra -225 ra ) [Decem conclusiones.] Quoniam in plerisque monasteriis sororum non mendicancium sub debita clausura et regulas observanda....... et eadem q. c. Quique studet precii [C. 1 q. 1 c. 11]. (225 ra_rb ) Correlarium. >Sequitur correlarium.< Persone religiöse sive spirituales in sua fundacione Institute ad breves horas oraciones ... - ... beneßcio aeeepto frustratur. - Zu Werk, Verf. und hsl. Überlieferung s. H. Keussen, Regeste und Auszüge zur Geschichte der Universität Köln 1388-1559, in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln 36-37, 1918, S. 1-546, hier Nr. 554; J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 4: 207 Ms. B 60 Handschriften der Sammlung Wallraf, Köln/Wien 1986 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,4), S. 31 (zu Hs. Köln StA W 120, Bl. 170 v -187 r ), dort auch Literaturangaben; Kat. LHA Koblenz 1, S. 87-88 (zu Best. 701 Nr. 95, Bl. 80 r -83 r ); CC 121, 207-217 (Teildruck, ohne Kenntnis dieser Hs.); E. Overgaauw, Die nichtarchivischen Handschriften der Signaturengruppe Best. 701 Nr. 191-992 ..., Wiesbaden 2002 (Mittelalterl. Hss. im Landeshauptarchiv Koblenz, 2), S. 387 (zu Best. 701 Nr. 306, Bl. 50-55 v ). Zum Verfasser s. Keussen Bd. 1, S. 196, Nr. 115,7. 225 rb - 227 ra Tractatus de periculis contingentibus circa SACRAMENTUM MISSAE. >Incipit tractatus de periculis qae contingunt circa sacramentum eukaristie et de remediis eorum ex dictis sancti Thome de Aquino.< Primum periculum est, quod si sacerdos morte vel gravi infirmitate preoccupetur antequam missam finiat ... - ... quod a ieiuniis sumatur. - Drucke: Hain 1375-1384 (jeweils in erweiterten Form). S. auch Franz, Messe, S. 473^174. 227 ra -vb [QUAESTIO DE SUFFRAGIIS DEFUNCTORUM.] >De suffragiis misse.< Utrum suffragia facta pro multis equaliter prosint singulis. Respondetur secundum Thomam et Petrum ... - ... oblatum et sacrificatum. >Explicit de suffragiis misse.< 227 vb - 234 ra Gerson, Johannes: De cognitione castitatis. >Incipit tractatus venerabilis magistri Johannis Gerson, cancellarii Parisiensis, de cognicione castitatis et pollucionibus diurnis.< Schreiberspruch: >Laus et honor Christo, qui me liberavit ab isto.< Scripsi pridem aliqua super preparacione ad missam sub decem consideracionibus occasione sumpta principaliter... -... et est utilis multum. >Et sie habeturfinis, sit Deo laus et trinis.< >Explicit tractatulus venerabilis magistri Johannis Gerson de pollucionibus diurnis per fratrem Arnoldum Erley (oder Orloy ?).< Kolophon mit schwarzer Tinte überstrichten, später teilweise wieder lesbar gemacht. - Drucke: Du Pin Bd. 3, Sp. 335-345; Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 50-64. S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 5354. Auch in Ms. B 73, Bl. 16-25 r . -234 rb -235 vb leer. 208 Ms. B61 Ms. B 61 Ludolphus de Saxonia Papier • 156 Bl. • 28x20,5 • Borken/Westfalen (?) • um 1445-1460 Wz.: Ochsenkopf = PiccO VII 895-897 (1442-1452); Ochsenkopf = PiccO 282-286 (1446-1457) • Lagen: V 10 + (II— l) 13 + V 23 + (V-l) 32 + 10 V ,3 ° (Bl. 93a nach Bl. 93, Bl. 94a nach Bl. 94) + IV 138 + (V-l) 147 + (IV-2)' 51 (Bl. 148a nach Bl. 148, Bl. 149a nach Bl. 149); Blattverluste ohne Textverluste ■ Schriftraum 20-21,5 x 14-14,5 • 2 Spalten • 44-48 Zeilen ■ gotische Hybrida, vermutlich von der Hand des Johannes Amelonck (s.u.) ■ rubriziert. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und eine Raute im Mittelfeld; Einzelstempel Hahn (rhomb., nach links, umrandet), Lamm (rund, nach links, umrandet), Lilie (rhomb., umrandet) und Schrift hilf maria (rechteckig, umrandet) • Spuren von zwei Schließen und von Metallbeschlägen auf dem Rückdeckel • Rücken erneuert • Brandkreuz im oberen Schnitt (Marienfrede) • Inhaltsverzeichnis auf dem Vorderdeckel (15. Jh., 2. Hälfte), nur stellenweise leserlich • auf dem vorderen Schnitt: Confessio veraefidei (18. Jh. ?) ■ Fragment: schmaler Pergamentstreifen im Gelenk (vorne); Schriftraum (?) x 10,5; frühgotische Textualis; 12. Jh., 2. Hälfte. Aus: [Usuardus Sangermanensis: Martyrologium]. Links eine Textstelle aus der Notiz über die hll. Victor und Victorianus (6. März), rechts aus der Notiz über den hl. Johannes Heremita (27. März). Druck: J. Dubois, Le martyrologe d'Usuard. Texte et Commentaire, Brüssel 1965 (Subsidia Hagiographica, 40), S. 190 und 201. Fragment aus derselben Hs. in Ms. B 7 • Fragment im Rückdeckel: Teil eines Doppelbl.; Pergament; 19 x 28 (Blattgröße um 21 x 14); Schriftraum 16 x 11,5; 24 Zeilen; gotische Textualis; rubriziert; 14. Jh., 2. Drittel. Aus einem Werk zur lateinischen Grammatik, durch Abnutzung nur stellenweise leserlich. Nach dem Wz.-Befund zu urteilen, entstand die Hs. im Zeitraum 1445-1460. Der Schreiber ist Arnoldus de Vorschelen (Schriftvergleich mit Ms. B 7), der im fraglichen Zeitraum in Borken/Westfalen nachweisbar ist (Näheres zur Person s. Ms. B 7) • der Vermerk Orate pro me Johanne Amelonck (Bl. l r ) bezieht sich auf den früheren Besitzer der Handschrift, den Kreuzherrn Johannes Amelonck (Näheres zur Person s. Ms. B 7). Wohl aus seinem Besitz gelangte die vorliegende Hs. in die Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Das Brandkreuz im oberen Schnitt belegt, daß die Hs. in Marienfrede aufbewahrt wurde. Auf dieselbe Bibliothek weisen auch die beiden Besitzvermerke hin: im Vorderdeckel Liber fratrum Sande Crucis [16. Jh.], Bl. l r Conventus B. M. Pacis ord. S. Crucis [18. Jh. ?]. Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 520. jra _ 151 vb ["Ludolphus de Saxonia: Vita Jesu Christi.] Pars II, cap. 1- 57. (l ra -150 vb ) >De confessioni vere fidei, quam beatus Petrus apostolus fecit pro omnibus.< >Capitulum primum.< Prima pars libri huius que precedit, nullam de Passione mencionem expresse facit... -... Salvatorem te ostendas. >Amen.< (151 ra_vb ) Kapitelverzeichnis. >Incipiunt rubrice capittulorum premisse secunde partis huius operis.< - Druck: Vita Jesu 209 Ms. B 62 Christi e quatuor evangeliis concinnata per Ludolphum de Saxonia, hg. v. A.-C. Bolard, L.-M. Rigollot und J. Carnandet, Paris/Rom 1865 u.ö. (nicht eingesehen). Gleichzeitiger Vermerk am oberen Rand von Bl. l r : Tercii volumen de Vita Ihesu. Zu Werk, Verf. und hsl. Überlieferung s. M. I. Bodenstedt, The Vita Christi of Ludolphus the Carthusian, Washington 1944 (The Catholic Universitiy of America. Studies in medieval and Renaissance latin language and literature, 16); Stegmüller RB Nr. 5437; DSAM Bd. 9, Sp. 1133-1138; W. Baier, Untersuchungen zu den Passionsbetrachtungen in der 'Vita Christi' (...), Bd. 3, Salzburg 1977 (Analecta Cartusiana; 44,3), S. 151-158 (Hss.); Kaeppeli Bd. 3, S. 92; VL 2 Bd. 5, Sp. 976-977; S. Greiner, Ludolphus de Saxonia, 'Das Leben Jesu Christi', Freiburg im Br./Einsiedeln 1994 (Christliche Meister, 47). - 152" (ursprünglich Spiegel) leer. Ms. B 62 Johannes Damascenus Papier • 141 Bl. • 21x14,5 • Köln (?) • um 1460-1465 Wz.: Buchstabe Y (Siebpaar) Gruppe Briquet 9182 (1467; auch in Ms. B 46, Teil I—II und Ms. B 5, Teil IV [Köln, 1461]; in Ms. B 76, 86, 94b); Buchstabe P (Siebpaar) ~ PiccP III 661 (1463, 1464; auch in Ms. B 76); Buchstabe P ~ PiccP X 417 (1463; auch in Ms. B 5, Teil IV; in Ms. B 86, 93); Buchstabe P ~ PiccP IX 1039/1051 (1463-1465; auch in Ms. B 46, Teil II) • Lagen: (V+l)" + 8 V 91 + (IV+2) 101 + 4 V 141 • Lagensignaturen von (Bl. 2 r ), (Bl. 3"), usw., bis h5 (Bl. 76 r ) und von al (Bl. 82 r ), all (Bl. 83 r ), usw., bis/K (Bl. 136 r ), an manchen Stellen abgeschnitten; der Anfang der zweiten Signaturenreihe korrespondiert nicht mit einem kodikologischen Einschitt; Reklamanten ab Bl. 51 v erhalten • Schriftraum 15 x 9 • Schreiber 1 26-31 Zeilen, Schreiber 2 21-27 Zeilen • sehr unregelmäßige gotische Hybrida von zwei Schreibern: 1 Bl. 2-92 r , 2 Bl. 92- 140 v • rubriziert • Bl. 2' qualitätvolle, 4-zeilige Fleuronne-Initiale in Rot, Blau und Grün. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 3. Drittel); zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein stehendes Andreaskreuz im Mittelfeld • Spuren einer Schließe • Rücken restauriert • Fragmente: 2 Teile von einem Einzelbl. als Spiegel im Vorder- und Rückdeckel; Pergament; 13,5 x 21 und 14 x 21; Schriftraum (?) x 17; gotische Texmalis; Hufnagelnotation auf vier schwarzen Linien; rubriziert; 14. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Antiphonarium. Teile des Offiziums des hl. Johannes Baptista; enthält u.a. CAO Bd. 3, Nr. 3858, 2753, 4412 und 2714. Ein Makulaturfragment in Ms. B 32 stammt möglicherweise aus derselben Hs. Ein Inhalts- und Besitzvermerk auf Bl. l r belegt, daß die Hs. aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf stammt: Hystoria Josaphat et Barlaam. Pertinet ad conventum fratrum Sande Crucis in Dus[s]seldorp [15. Jh., 2. Hälfte]. Gleich zwei Wz. in der vorliegenden Hs. sind auch in Ms. B 5, Teil IV belegt. Da letztere Hs. 1461 in Köln entstanden ist, liegt es nahe, daß 210 Ms. B 64 auch vorliegende Hs. etwa gleichzeitig dort hergestellt wurde. Die Schriftheimat von Ms. B 46, in der ebenfalls zwei identische Wz. vorgefunden wurden, ist dagegen unsicher. Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 521. l r Inhalts- und Besitzvermerk (s.o.). - l v leer. 2 r - 140 v Johannes Damascenus: Vita Barlaam et Joasaph. >Incipit über gestorum Barlaan et Josophat servorum Dei, editus a Johanne Damasceno greco sermone, viro sancto et erudito.< Cum cepissent monasteria construi ac monachorum congregari multitudines et illorum virtutum ... - ... donis et virtutibus. (140 v ) Epilog. Hucusque finis presentis sermonis, quem secundum virtutem meam scripsi ... - ... gloria et magnificencia, cum Patre ... seculorum. Amen. - Drucke: GW 3397-3398; Johannes Damascenus, Opera omnia, Bd. 3, Basel 1559, S. 569-656 u.ö. BHL Nr. 979; CPG Nr. 8120. Zu Verf., Werk und hsl. Überlieferung s. J. Sonet, Le roman de Barlaam et Josaphat, Bd. 1: Recherches sur la tradition manuscrite latine et francaise, Löwen 1949 (Univ. de Louvain. Recueil de travaux d'histoire et de philologie, 3 e serie, Bd. 33), S. 74-88 (mit Angaben über Hss. und Editionen, ohne Kenntnis dieser Hs.) und 109, 113-116; H. Peri (Pflaum), La plus ancienne traduction du roman grec de Barlaam et Josaphat et son auteur, in: Studi mediolatini e volgari 6-7, 1959, S. 169- 189; P. Chiesa, Ambiente e tradizioni nella prima redazione latina della leggenda di Barlaam e Josaphat, in: Studi medievali, 3 a serie, 24, 1983, S. 521-544; VL 2 Bd. 11, Sp. 215-219. - 140 v Gebet. Conversus ad te, Deum Patrem Dominum omnipotentem, puro corde ... gracias ago ... - ... et ad beatitudinem tuam perducere dignare. Per Ihesum Christum ... nostrum. Amen. -141™ leer. Ms. B 64 Smaragdus Sancti Michaelis. Johannes de Schonhavia. Theodoricus de Herxen. Ps.-Augustinus, Aurelius. Ps.- Bernardus Claraevallensis. Gerson, Johannes. Bernardinus Senensis Papier • 158 Bl. • 20,5x14,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1450-1455; um 1445-1455 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus fünf etwa gleichzeitig entstandenen Teilen zusammengesetzt. 211 Ms. B 64 Braunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel herald. Adler (klein, rhomb., nach rechts, umrandet), Blüte (sechseckig, nicht umrandet) und Schunke Fabeltier Nr. 7 • Spuren einer Schließe ■ Merker aus hellem Pergament • Rücken neu. Die in diese Sammelhandschrift aufgenommenen Werke beziehen sich alle auf die geistigen Aspekte des Klosterlebens. Die Teile I, II, III und V entstanden wohl alle im Zeitraum 1450-1455. Dies belegt der Wz.-Befund. Nur Teil IV könnte einige Jahre früher entstanden sein. Keiner der fünf Teile ist lokalisiert. Da aber die Handschriften, die Wz. enthalten, die auch in dieser Hs. identifiziert wurden, wohl alle im Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf geschrieben wurden (Ms. B 33, Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 54 und B 152), liegt es nahe, daß auch jeder Teil der vorliegenden Hs. dort entstanden ist durch Beschädigung unvollständiger Besitzvermerk des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf auf Bl. l v : [...] fratrum Sande Crucis [...] in £>«v , .Ke/[dorp] [15. Jh., 2. Hälfte] und ein Inhaltsverzeichnis derselben Hand. Jüngeres Inhaltsverzeichnis (18. oder 19. Jh.) auf Bl. l r • der Einband, der nur wenig später als die einzelnen Teile der Hs. hergestellt wurde, entstand in der Buchbinderwerkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents. Dies belegen die Einbandstempel (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 522. I Bl. 1-84: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1450-1455 • Wz.: Krone, nicht identifiziert (auch in Ms. B 33, Ms. B 40 und Ms. B 152) ■ Lagen: (V+l)" + 5 V 6i + VI 73 + (VI-1) 84 • Lagensignaturen von (Bl. 2 1 ), (Bl. 3 r ), usw., bis h6 (Bl. 79 r ) • Schriftraum 14,5 x 9 • 30-33 Zeilen • regelmäßige gotische Hybrida • rubriziert. Im Vorderdeckel: Studium continuatum viget, sed interpaulatum [?] und weitere Notizen (15. Jh.). Bl. 1 Vorsatzbl. l r SENTENTIA. Omnis qui recedit et non permanet in doctrina ... und weitere nachgetragene Notizen (16. Jh.). - 1 Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.o.). V 2 r - 83 v [Smaragdus SanctiMichaelis]: Diademamonachorum. (2-3 v ) Register. >Tabula huius libri secundum ordinem capitulorum habetur in fine huius voluminis, sed hie ponitur alia tabula secundum ordinem alphabeti.< Abstinencia. Capitulo XXVf. De duobus altaribus. XCIX... - ... De zelo pastoralis offieii. XLI. (4™) Prolog. >Incipit prologus in Dyadema monachorum.< (4 V —81 v ) Text. >Incipit Dyadema monachorum. De oracione. Capitulum primum.< (82-83 v ) Kapitelverzeichnis. >Incipiunt capittula [!] precedentis libri.< - Druck: PL 102, 593-690 (ohne Register und Kapitelverzeichnis). Zu Werk und hsl. Überlieferung s. Bloomfield/Guyot Nr. 2374 und 2456; R. Gregoire, La tradizione manoscritta del 'Diadema monachorum' di Smaragdo (f ca. 830), in: Inter 212 Ms. B 64 fratres 34, 1984, S. 1-20 (nicht eingesehen); DSAM Bd. 14, Sp. 959-961. 84™ leer. II Bl. 85-122: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1450-1455 • Wz.: Traube ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 54 und Ms. B 69a) und zwei nicht identifizierte Trauben- Wz. (eines auch in Ms. B 40 und Ms. B 54, eines auch in den Teilen III und V) • Lagen: 3 V 1 ' 4 + IV' 22 • Lagensignaturen von al (Bl. 85 r ), a2 (Bl. 86"), usw., bis d4 (Bl. 118 r ) ■ Schriftraum 15- 15,5 x 9-9,5 • 28-37 Zeilen • gotische Hybrida; derselbe Schreiber schrieb auch Teil III • rubriziert ■ Bl. 85 r und 102 r 6-zeilige rote Initiale mit rotem und grünem Fleuronn6. 85 r - 101 v [Johannes de Schonhavia: Epistola secunda in Eemsteyn.] >Incipit über de cursu spirituali, qui medicamentum anime dicitur.< Sic currite ... [I Cor 9,24]. Karissime, multi in presentis miserie stadio currere conantur, sed heu, pauci eterne beatitudinis bravium assequuntur ... - ... eterno suo convivio deliciari. Quod tibi prestare dignetur ... seculorum. Amen. >Explicit de cursu spirituali.< - Nicht gedruckt. Zu Verf. und hsl. Überlieferung s. A. Gruijs, E. Persoons, Index des manuscrits contenant les oeuvres de Jean de Schoonhoven (1356-1432), in: Scriptorium 20, 1966, S. 75-82; Petri Trudonensis Catalogus scriptorum Windeshemensium, hg. v. W. Lourdaux und E. Persoons, Leuven 1968 (Universiteit te Leuven. Publicaties op het gebied van de geschiedenis en de filologie, 5e reeks, Bd. 3), S. 145 (Hss.); DSAM Bd. 8, Sp. 726 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs.). 101 v - 122 v [Theodoricus de Herxen]: Epistola contra detractores MONACHORUM [SEU De UTILITATE MONACHORUM]. >Incipit epistola contra detractores religiosorum.< Viam veritatis agnoscere, amare et per eam incedere, pro salute. Amice dilecte, verba que nuper vobiscum conferens, a vobis audivi, occupacionem ... - ... que sunt in patria. Ad quam nos perducat ... in secula. Amen. - Druck: M. Haverals, 'Contra detractores monachorum' alias 'De utilitate monachorum' van Dirk van Herxen, in: Serta devota in memoriam Guillelmi Lourdaux, hg. v. W. Verbeke u.a., Bd. 1, Löwen 1992 (Mediaevalia Lovanensia. Series 1: Studia, Bd. 20), S. 249- 287. Zu Verfasserfrage, Werk und hsl. Überlieferung s. DSAM Bd. 3, Sp. 999-1000; Petri Trudonensis Catalogus (s.o.), S. 24 (hier Arnoldus Budericus zugeschrieben); W. Lourdaux, M. Haverals, Bibliotheca Vallis Sancti Martini in Lovanio (...), Löwen 1978 (Symbolae. Series A, Bd. 8), Bd. 1, S. 6 und Bd. 2, S. 474; Haverals, aaO, S. 242-244 (jeweils ohne Kenntnis dieser Hs., die der Hs. C der Ausgabe sehr nahe steht). 213 Ms. B 64 III Bl. 123-142: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1450-1455 • Wz.: Traube = PiccFr I 266- 267 (1453; auch in Ms. B 40) und ein nicht identifiziertes Trauben-Wz. (auch in den Teilen II und V) • Lagen: 2 V 142 ■ Lagensignaturen von al (Bl. 123"), a2 (Bl. 124 r ), usw., bis b5 (Bl. 137 r ) ■ Schriftraum 15 x 9,5 • 27-30 Zeilen • gotische Hybrida; derselbe Schreiber schrieb auch Teil II • rubriziert. 122 v - 134 r , Z. 17 [Ps.-]Augustinus, Aurelius: [Manuale.] Cap. 1-24. >Incipit über beati Augustini de aspiracione hominis ad Deum.< - Druck: PL 40, 951-962. S. auch DSAM Bd. 1, Sp. 1131; Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 28; Bloomfield/Guyot Nr. 4957; PLS Bd. 2, Sp 1366; Kurz, Augustinus, 5,1, S. 158-160 (Liste der Hss. mit den Cap. 1-24 des Manuale und den Cap. 38-41 des De interiori domo des Ps.-Bernardus, ohne Erwähnung dieser Hs.); CPPM Bd. 2, Nr. 3074. 134 r , Z. 18—139 r [Ps.-Bernardus Claraevallensis: De interiori DOMO.] Cap. 38-4-1. Am Schluß: >Explicit über beati Augustini de aspi[r]acione hominis ad Deum.< - Druck: PL 184, 546 D-552. Der Text schließt ohne Überschrift bei dem vorangehenden Werk an; der Vermerk am Schluß belegt, daß beide Werke vom Schreiber als ein einziges betrachtet wurden. Vgl. Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 71. Beide Werke auch in Ms. B 24, Bl. 33 r -36 v ; Ms. B 132, 101 r -107 v . 139 r - 142 v [Gerson, Johannes]: De remediis contra PUSILLANIMITATEM. Versio brevior. >Incipit tractatulus de pusillanimitate.< Qui pussillanimis est et pavidus, cavere sibi debet a nimio timore. Si enim cor suum ... — ... ne nos inducat in temptacionem. Quod nobis prestare dignetur Christus ... seculorum. Amen. - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 10, S. 374-383, Z. 6 v. unten. S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 4624. IV Bl. 143-151: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1445-1455 Wz.: Ochsenkopf Typ PiccO VII 401 (1446-1455; auch in Ms. B 54) • Lage: (V-l)' 51 14,5x9 • 31-35 Zeilen ■ gotische Hybrida • rubriziert. VII 401 (1446-1455; auch in Ms. B 54) • Lage: (V-l) 151 - Lagensignaturen 7-5 • Schriftraum 143 r - 149 r [PS.-]AUGUSTINUS, AURELIUS: SERMO DE CLAUDENDO ALLELUIA IN SEPTUAGESIMA. >Sermo beati Augustini episcopi in Septuagesima de alleluya.< Quoniam voluit Dominus, ut in die quapropter penitencie dies Alleluya claudendum est... -... in eoperpetuum cantemus Alleluya, qui cum Patre ... seculorum. Amen. - Anklänge an Augustinus, Aurelius, Sermo 255 214 Ms. B 64 (Druck: PL 38, 1186-1190). Vgl. W. Neuhauser, Katalog der Handschriften der Universitätsbibliothek Innsbruck, Teil 2: Cod. 101-200, Wien 1991 (Veröffentl. d. Komm, für Schrift- und Buchwesen des MA, Reihe 2, Bd. 4, T. 2), S. 164 (zu Cod. 180, Bl. 23 ra -26 ra ); F. Heinzer / G. Stamm, Die Handschriften von St. Peter im Schwarzwald, Teil 2: Die Pergament handschriften, Wiesbaden 1984 (Die Handschr. d. Badischen Landesbibl. in Karlsruhe; 10,2), S. 44 (zu St. Peter perg. 18, Bl. 143 v ). 149 r - 15 l v [Ps.-] Augustinus, Aurelius: Sermo de claudendo alleluia IN SEPTUAGESIMA. >Alius sermo beati Augustini de alleluya.< Omnis doctrina Domini nostri Ihesu Christi et omnis disciplina Christiane fidei, fratres karissimi, promittunt nobis ... - ... vite meritis comparamus, adiuvante Domino ... seculorum. Amen. - Ab Bl. 150 ra , Z. 15 entspricht der Text Ps.-Augustinus, Aurelius: Sermo 252 (ab: Si adhuc est genitus ... bis Schluß). Druck: PL 39, Sp. 2211, Z. 4 - Sp. 2212. S. F. Römer, Die handschriftliche Überlieferung der Werke des heiligen Augustinus, Bd. 3: Polen, Wien 1973 (Österr. Akad. d. Wissenschaften. Philos.-hist. KL, Sitzungsber., Bd. 209), S. 129; Neuhauser (s. 143 r ) S. 164 (zu Innsbruck ÜB Cod. 180, Bl. 26 ra -27 rb , mit Angaben über weitere Hss.und Lit.). Bl. 152-158: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1450-1455 • Wz.: Traube, nicht identifiziert (auch in den Teilen II und V) • Lage: (IV-1) 158 • Schriftraum 15 x 9,5 • 31-33 Zeilen • gotische Hybrida ■ rubriziert. 152 r - 158 v [Bernardinus Senensis: Speculum amatorum de CONTEMPTU MUNDI.] Videte quomodo caute ... [Eph 5,15]. Apostolus Paulus conscius consiliorum Dei, sciens quod infinite sunt delicie celestis ... - ... eorum meritis et precibus possideat [...]. Am Ende unvollständig wegen Blattverlust. - Drucke: GW 3889-3892; Bernardus Senensis, Opera omnia, Bd. 3, Venedig 1745, S. 437-440. S. auch D. Pacetti, De s. Bernardini Senensis operibus. Quaracchi 1947, S. 95-96; Bloomfield/Guyot Nr. 6443; A. Madre, Nikolaus von Dinkelsbühl. Leben und Schriften, Münster 1965 (BGThPhM; 40,4), S. 297; K. Emery, Lovers of the world and lovers of God and neighbor (...), in: Historia et spiritualitas Cartusiensis. Colloquii quarti internationalis, hg. v. J. de Grauwe, Destelbergen 1983, S. 177-207 (Hss.: S. 204-207), jeweils ohne Kenntnis dieser Hs. 215 Ms. B 65 Ms. B 65 Ephraem Syrus Pergament • I + 89 Bl. • 17x11,5 ■ Westdeutschland (?) • 12. Jh., 1. Viertel; 15. Jh., 2. Viertel Der unvollständige Grundbestand des 12. Jh. wurde im 15. Jh. mit vier Einzelbauern und drei Quaternionen ergänzt. Aus dem 15. Jh. stammen die Bll. 1-8, 38, 42, 55-56, 72-81 und 82-89 ■ Lagen: 4 IV 32 + 2 (IV-1+1) 48 + (IV-2+2) 56 + (IV-1) 63 (ohne Textverlust) + IV 71 + V 8 ' + IV 89 • Schriftraum 12,5 x 8 • 16 Zeilen (12. Jh.) bzw. 25-27 Zeilen (15. Jh.) • schlanke, gepflegte karolingische Minuskel (12. Jh.) bzw. gotische Textualis (15. Jh.) • rubriziert • Einband: helles Rindleder über Pappdeckeln (18. Jh., 2. Hälfte oder 19. Jh., 1. Viertel). Der unvollständig erhaltene Grundbestand der Hs. entstand, wie es der paläographische Befund vermuten läßt, im ersten Viertel des 12. Jh. Im zweiten Viertel des 15. Jh. (Schrift) wurden die fehlenden Textpartien hinzugefügt. Damit ein lückenloser Anschluß zwischen dem Ende von Bl. 8 V (15. Jh.) und dem Anfang von Bl. 9 r (12. Jh.) zustande kommen konnte, wurde die Schrift auf der oberen Hälfte von Bl. 9 r entfernt. Dabei wurde jedoch zuviel Schrift getilgt; die dadurch fehlenden Zeilen wurden von einem zweiten Schreiber des 15. Jh. nachgetragen • die Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Besitz- und Inhalts vermerke: (I v ) Iste liber pertinet fratribus Sande Crucis conventus Mariepacis prope Wezaliam. Et continet sex libros beati Effrem dyaconi [15. Jh., 2. Hälfte] und (l r ) Conventus B. M. Pacis me possidet [18. Jh.]. Die ergänzenden Textpartien entstanden vermutlich noch vor der Gründung von Marienfrede im Jahr 1444, nach der Schrift zu urteilen vermutlich in Westdeutschland. Kristeller S. 522 • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 523. I r (Vorsatzbl.) Federprobe Amambmcmdm ... (15. Jh.). - I v leer, bis auf einen Besitz- und Inhaltsvermerk (s.o.). l r - 89 r Ephraem [Syrus: Sermones VII.] - (1 r —42 v ) De compunetione cordis. Lib. I. >Incipit liber saneti Effrem dyaconi atque abbatis de compunetione cordis.< Dolor me compellit dicere et iniquitas mea comminatur mihi ut sileam ... - ... preeibus sanetorum tuorum, qui es super omnia benedictus ... seculorum. - Bloomfield/Guyot Nr. 1727; CPG Nr. 3909, 3968; CPL Nr. 1143 (VI). - (42 v -54 r ) De compunetione cordis. Lib. IL Venite, karissimi michi, venite patres ac fratres, grex Salvatoris electus, venite, negociemur ... - ... et gloria Spiritui saneto, qui renovavit nos. >Explicit liberprimus..< - CPG Nr. 3909, 3968; CPL Nr. 1143 (VI). S. auch Sigmund, Überlieferung, S. 67-71 (diese Hs. erwähnt). 216 Ms. B 65 - (54-64 1 ) [De iudicio Dei et resurrectione.] >Incipit secundus beati Effrem De compunctione cordis.< Gloria omnipotenti Deo, qui os nostrum superno nutu aperuit ad enarrandum de Ulis terribilibus miraculis ....... impii autem inflrmabuntur in eis. Gloria Patri et Filio ... seculorum. Amen. - Vermeintlicher Anfang von Lib. 2 von De compunctione cordis. CPG Nr. 4080; CPL Nr. 1143 (I). - (64-72 r ) [De beatitudine animae.] Beatus qui odio habuerit hunc mundum et sollicitudo et meditacio eius in Deo fuerit... - ... ad Patrem luminumpervenire. - CPG Nr. 3935 (versio latina a); CPL Nr. 1143 (II). - (72-77 r ) [De poenitentia.] >Incipit über quartus. De penitencia.< Dominus noster Ihesus Christus descendit de sinu Patris et effectus est nobis via salutis ... - ... quoniam tibi debetur omnis laus et gloria in secula seculorum. Amen. - CPG Nr. 3915; CPL Nr. 1143 (III). - (77-8l v ) De luctamine spiritali. >Incipit über quintus de luctaminibus huius mundi.< In luctaminibus huius seculi nullus sine agone et certamine coronabitur et in spiritali conversacione ... - ... gloria Spiritui sancto immortali in secula seculorum. Amen. - CPG Nr. 3920, 3935 (versio latina b), 4002 und 4081; CPL Nr. 1143 (IV). - (82-89 1 ) [De die iudicii.] >Incipit sextus.< Venite, dilectissimi fratres, exhortacionem meam suscipite et semper mementote consilii mei peccatoris ... - ... meditatur trahatur advitam eternam. Amen. >Explicit über sextus beati Effrem de extremo iudicio et caritate et potentia lacrimarum.< - CPG Nr. 3940, 4089; CPL Nr. 1143 (V). Drucke: GW 9334 (Sermones hier in der Anordnung der Hs. gedruckt, jedoch ohne Einteilung in Bücher; benutztes Ex.: Berlin SB Inc. 1155, 35); Ephraem Syrus: Opuscula omnia, Köln 1547 (nicht eingesehen) u.ö.; J. A. Assemani, Ephraem Syri opera omnia, Bd. 3, Rom 1746, S. 553-560, 579- 581 (nicht eingesehen). Kapiteleinteilung an den Rändern nachgetragen. Dieselbe Anordnung der Sermones in der Hs. Berlin, SB, Ms. theol. lat. fol. 353, Bl. 4-58 r (Werden, 9. Jh.), dort ebenso mit dem vermeintlichen Anfang von lib. 2 von De compunctione cordis am Anfang von De iudicio et resurrectione. Zu Werk, hsl. Überlieferung und Drucke s. Siegmund, Überlieferung, S. 67-70 (diese Hs. genannt); DSAM Bd. 4, 1, Sp. 815-816; T. S. Pattie, Ephraem the Syrian and the Latin Manuscripts of 'De Paenitentia', in: The British Library Journal 13, 1987, S. 1-24; Ders., The early printed editions of Ephraem Latinus and their relationship to the manuscripts, in: Studia patristica, Bd. 20, hg. v. E. Livingstone, Löwen 1989, S. 50-53; CPG Nr. 4125; Kat. StA Köln 2, S. 11-12 (zu GB 4° 21, Bl. 50 v -81 v ). 217 Ms. B 66 Ms. B 66 Desiderius Erasmus Papier • 157 Bl. • 19,5x14,5 ■ Rheinland ■ gegen 1564 1971 restauriert • Wz.: Siebpaar Wappen ~ Briquet 1992 (u.a. Düsseldorf, Kleve, Köln, Trier, 1556/97) • Lagen: II 4 + 18 IV 148 + (IV+1) 157 • Schriftraum 12x9 • 23-26 Zeilen • Fraktur- Kursive ■ 1 Hand ■ rubriziert. Qualitätvoller dt. Renaissance-Einband von 1564: brauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert), Rahmung mit Rollenstempeln Christus, Elias mit Witwe von Sarepta (?), David, Isaaks Opferung, Sündenfall; im Zentrum je ein goldgeprägter Plattenstempel, vorne: Auferstehung Christi, auf Grabkante datiert 1551; hinten: Bekehrung des Saulus, links unten datiert 1551 (alle Stempel u.a. nicht bei K. Haebler, Rollen- und Plattenstempel des XVI. Jahrhunderts, 2 Bde. Leipzig 1928-1929 [Neudr. Nendeln/Wiesbaden 1968]); vorne im Mittelfeld Vorbesitzerinitialen W. A. V. und Datum 1564; hinten im Mittelfeld Datum 1564; wahrscheinlich wie der Buchblock (s.u.) rheinländische Arbeit • Reste von 2 Schließen. Geschrieben im Rheinland (vgl. Wz.), kurz vor oder im Jahr 1564, dem Entstehungsjahr des Einbandes (s.o.) • 5' Vermerk von einer Hand des späteren 16. Jh.: Erasmi Paraphrasin in Epistolam Apostoli Pauli ad Romanos Summopere in quadam epistola depraedicat Cardinalis Sadoletus [Jacopo Sadoleto; 1477-1547]; at contra eandem, inter alios, scripsit Franciscus Titelmannus Belga [Frans Tittelmans; 1502-1537], qui ex mitiori Observantia in Ordinem transiit Capuccinorum, vir sanctitate et doctrina, linguarumque peritia clarus ■ 1 r auf der unteren rechten Seitenecke neuzeitliche Ziffer: 44. Kristeller S. 522. l r - 4 V Leere Vorsatzlage; 5 r o.g. Vermerk. 5 V - 155 v Desiderius Erasmus : Paraphrases in epistolas Pauli ad Romanos, Galatas et Ephesios. Vorlage dieser Abschrift war eine der von Johannes Froben (1460-1527) in Basel gedruckten und nach Frobens Tod mehrfach nachgedruckten Ausgaben der Epistel-Paraphrasen des Erasmus. - (5 V ) Vorwort des Johannes Froben. >Joannes Frobenius pio lectori S. D.< Recte Grecorumproverbio celebratur ....... vicissim adiuva. - (6-87 r ) Paraphrasis in epistolam Pauli ad Romanos. (6 r -9 r ) Epistola (an Kardinal Domenico Grimani, Leuven, 13.11.1517); (9 V -17 V ) Argumentum; (17 v -87 r ) Paraphrasis. - Druck: J. Clericus (Hg.), Desiderii Erasmi Roterodami opera omnia, Bd. 7, Leiden 1706 (Repr. Hildesheim 1962), Sp. 771-832. - (87 v -122 r ) Paraphrasis in epistolam Pauli ad Galatas. (87 v -89 r ) Argumentum; (89-122 r ) Paraphrasis. - Druck: Opera omnia Bd. 7 (vgl. 6 r ), Sp. 941-968. 218 Ms. B 67 (122-155 v ) Paraphrasis rN epistolam Pauli ad Ephesios. (122—127 r ) Epistola (an Kardinal Lorenzo Campegio, Leuven, 5.2.1519); (127 v - 128 v ) Argumentum; (128 v -155 v ) Paraphrasis. - Druck: Opera omnia Bd. 7 (vgl. 6 r ), Sp. 967-990. - 156 r -157 v leer. Ms. B 67 Ps.-Eusebius Gallicanus. Anseimus Cantuariensis. Hugo de Folieto. Vitae sanctorum. Odo Morimundensis. Hugo de Sancto Victore (?) Pergament ■ I + 214 + IB1. • 33,5x22,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 13. Jh., 1. Viertel Die Hs. wurde spätestes im 14. Jh. aus fünf Teilen zusammengesetzt. In allen Teilen: Lagenzählung von (Bl. 8 V ), (Bl. 16 v ) usw. bis XXVIII (Bl 214 v ) (kursive Schrift, 14. oder 15. Jh.). Neues weißes Rindleder über (alten ?) Holzdeckeln; Teile des ursprünglichen Lederbezugs (helles Schafleder, 14. oder 15. Jh.) wurden auf den neuen Bezug geklebt • Spuren von vier bzw. fünf Buckeln vorne und hinten; zwei neue Langriemenschließen • Vor- und Nachsatzbll. aus neuem Pergament ■ Fragmente Bl. I und II: 2 Doppelbll. (die inneren Doppelbll. einer Lage), ursprüngl. Spiegel, quer eingebunden; Pergament; je 22 x 31 (Blattgröße 22 x 15,5); Schriftraum 19 x 11,5; 37 Zeilen; frühgotische Textualis; Deutschland (?); 13. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Missale. Teile der feierlichen Meßliturgie für Karfreitag. Enthält u.a.: (S. 1) Os 6,1-6 und die Gesänge der Sollemnis actio liturgica postmeridiana: [D]omine, audivi auditum tuum et timui... und [Ejripe me, Domine, ab nomine malo, a viro iniquo ... Druck: Graduale sacrosanctae Romanae ecclesiae (...), Paris [usw.] 1961, S. 219-224. (S. 2-5) Io 18,1-19,42. Anschließend die Orationes sollemnes für Karfreitag (P. Bruylants, Les oraisons du missel romain. Texte et histoire, 2 Bde. Löwen 1952 [Neudr. Löwen 1965], Nr. 780, 757, 758, 763, usw.). (S. 6-7) Teile der Benedictio cerei paschalis, mit u.a. dem Hymnus [l]nventor rutili, [dux] bone, luminis ... AH Bd. 50, S. 30 (Str. 1-3) und Exultet iam angelica turba celorum, exultent divina misteria ... RH Nr. 5868. (S. 7-8) Gn 1,1-22. >Oratio.< [D]eus, qui mirabiliter creasti hominem et mirabilius redemisti... Bruylants (s.o.) Nr. 385. >Lectio.< Ex 14,24- 27. Nach dem Schriftbefund zu urteilen, entstanden alle Teile der Hs. vermutlich im 1. Viertel des 13. Jh. Da die Schriften der vorliegenden Hs. mit denen anderer vermutlich in Altenberg geschriebener Hss. der ULB Düsseldorf (vgl. in vorliegendem Katalogband Ms. B 16-19, 25-26, 29, 43, 49, 51) sehr verwandt sind, liegt es nahe, daß auch diese Hs. dort entstanden ist. Sie ist dagegen etwas jünger als die genannten Hss. und als einzige mit qualitätvollen Federzeichnungen ausgestattet. Eine in der Literatur nach dem kunsthistorischen Befund vorgeschlagene spätere Datierung (13. Jh., 2. Viertel) erscheint aus paläographischen Gründen eher unwahrscheinlich, besonders wegen der altertümlich wirkenden Schriften in den Teilen I und II (vgl. Kat. Zisterzienser, S. 360 [Plotzek-Wederhake] und 566; Citeaux 1098-1998 [s.u.]), S. 72). Zur kunsthistorischen Einordnung der Hs. s. auch A. 219 Ms. B 67 Boeckler, Abendländische Minaturen bis zum Ausgang der romanischen Zeit, Berlin/Leipzig 1930 (Tabulae in usum scholarum, 10), S. 86-87; J. H. Oliver, Gothic manuscript illumination in the diocese of Liege (c. 1250 - c. 1330), Löwen 1998 (Corpus of illuminated manuscripts from the Low Countries, 2), S. 135-137 (jeweils mit Erwähnung bzw. Besprechung dieser Hs.) • auf Altenberg als Bibliotheksheimat der Hs. weisen zwei Besitzvermerke hin: Bl. I v Liber Sande Marie de Berge [14. Jh.] und Bl. 214 vb Finis libri B. Mariae de Berge [16. Jh.]. Bl. l r Notiz über den Inhalt der Hs., vermutlich von der Hand des Altenberger Zisterziensers Johann Jakob von Quentel (zur Person s. zu Ms. B 42). Lamprecht, Handschriften, S. 136, Nr. 77 • Clemen, Kunstdenkmäler, S. 69, Nr. 9 • Höfer S. 148, Nr. 4 • H. Swarzenski, Die lateinischen illuminierten Handschriften an Rhein, Main und Donau, 2 Bde. Berlin 1936, Textband, S. 88-89, Tafelband, Abb. 35-36 • Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 5, Nr. 18 • H. Schnitzler, P. Bloch, Die Meister des Dreikönigenschreins, Ausstellungskatalog, in: Kölner Domblatt 23-24, 1964, S. 427^68, hier S. 463, Nr. 46 ■ Mosler S. 41^12, Nr. 26 • Perkow S. 2, Nr. 22 • Hammer, Skriptorium, S. 410 • Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 • Kat. Zisterzienser, S. 565-568, Nr. F 28 • Kostbarkeiten Düsseldorf S. 36-37 ■ Krämer S. 10, 446 und 448 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 524 • Citeaux 1098-1998. Rheinische Zisterzienser im Spiegel der Buchkunst, [Katalog.], Red. A. Arens [et al.], Wiesbaden 1998, S. 72-73 (mit Farbabb. v. Bl. 83 1 ) • Hammer, Buchmalerei, S. 23 f. Bl. 1-40: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 13. Jh., 1. Viertel • Lagen: 5 IV 40 ■ Lagenzählung (Bl. 8 V ) bis IIf s (Bl. 24 v ) • Schriftraum 25,5 x 17 ■ 2 Spalten • 31 Zeilen • qualitätvolle frühgotische Textualis von drei Schreibern: 1 Bl. l r -8 vb und 28 ra -40 vb ; 2 Bl. 9 ra -10 rb ; 3 Bl. 10 va -27 vb rubriziert • Bl. l r 9-zeilige Spaltleisteninitiale in Rot auf grünem Hintergrund; Bl. l r Federzeichnung (13 x 11 cm) in Schwarz: stehender Eusebius 'Gallicanus' im Bischofsgewand vor grünem Hintergrund mit einem roten Innenrahmen, Gewand rot eingefärbt. Schriftband in der Miniatur: >Ista legens meliora merens [?] sie ad optim[um].< Umschrift: >Christus Pascha viro presenti carmine miro I Que Dens irrorat verbi dulcore soporat I Spe quod [rectius: que ?] resurgendi vitamque novam [s]apiendi I Corde dedit mundo fari, dedit ore totundo [!].< Am oberen Rand: >Sciendum quod iste Eusebius fuit Pisanus episcopus, non Cesariensis.< Zu dieser Autorenminiatur s. J. M. Plotzek, Zur rheinischen Buchmalerei im 12. Jahrhundert, in: Rhein und Maas. Kunst und Kultur 800-1400, Bd. 2, Köln 1973, S. 305-332, hier S. 325. l ra _ 2l va [Ps.-]Eusebius [Gallicanus]: Sermones. Sermones 12 A-23 (Sermones de Pascha). >Sermo beati Eusebii episcopi de resurrectione Domini < - Druck: CC 101, 145-274. Zur hsl. Überlieferung s. CC 101 B, 901-934 (mit Erwähnung dieser Hs. als Hs. ccM [S. 910]). S. auch Lambert Bd. 3A, Nr. 324 (S. 114); CPL Nr. 966; CPPM Bd. 1, Nr. 4629-4640. 2i va _ 29 ra Anselmus [Cantuariensis]: Proslogion. >Incipit Pro[s]logion liber Anselmi Cantuariensis episcopi.< Ursprüngliche Überschrift entfernt, heutige Überschrift am unteren Rand nachgetragen (13. Jh.); das s in Proslogion wurde nachträglich entfernt. - Druck: PL 158, 225- 220 Ms. B 67 242; Anseimus Cantuariensis, Opera omnia, hg. v. Fr. S. Schmitt, Edinburgh 1946, S. 89-122 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Zur hsl. Überlieferung s. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 187-188. 29 ra - 41 ra Hugo [de Folieto]: De CLAUSTRO animae. Lib. III, Prolog und Cap. 1-9 (Cap. 9 am Ende unvollständig). (29 ra-rb ) Prolog. Prologus Hugonis. Überschrift nachgetragen (14. Jh. ?). (29 rb -41 ra ) Text. >De claustro anime.< Nachgetragen: Hugo (14. Jh. ?). Der letzte Teil des Textes steht auf dem ersten Bl. von Teil II der Hs. - Druck: PL 176, 1085-1104, Z. 37 (bis: grabatum tuum et ambula). Krit. Ausgabe: I. Gobry, De claustro anime d'Hugues de Fouilloy, Diss. masch. Paris 1965 (nicht eingesehen). S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 3306 und 4313; DSAM Bd. 7,1, Sp. 882; Kat. LHA Koblenz 1, S. 445^146 (zu Best. 701 Nr. 190, Bl. 97-118 v ). Zu Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. R. Baron, Note sur le 'De claustro', in: Sacris erudiri 15, 1964, S. 249-255; G. Bauer, Claustrum animae, Bd. 1, München 1973, S. 269-281. II Bl. 41-104: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 13. Jh., 1. Viertel • Lagen: (IV+1) 49 + 6 IV 97 + (IV- 1 ) 104 • Lagenzählung ab f (Bl. 49 v ), IF (Bl. 57 v ), usw., bis VUT (Bl. 98 r !) • Schriftraum 25,5 x 16,5 • 2 Spalten ■ 31-32 Zeilen • regelmäßige frühgotische Minuskel von drei Schreibern: 1 Bl. 41 ra - rb , 2 Bl. 42 ra -98 vb , 3 Bl. 98 vb -104 vb • rubriziert • Bl. 42 ra und 79 rb 7-zeilige Silhouetten- Initiale in Rot; Bl. 74 ra , 77 vb , 78 ra , 85 rb u.ö. rote Zierinitialen mit Palmettenfleuronne; Bl. 83 ra 10- zeilige Spaltleisteninitiale in Rot auf grünem Hintergrund; Bl. 41 v ganzseitige Federzeichnung (23 x 16,5 cm) in Schwarz (Konturen), Rot und Grün: der Einsiedler Barlaam in Mönchsgewand bekehrt den Königssohn Josaphat; Schriftband >Sic bene proficies Christi, sie hostia ßes< (Barlaam) und >Credere me Christum, da mihi consilium< (Josaphat). Umschrift: >Sis pius obsequio feeundus [rectius: faeundus ?] doemate suavis, eloquio stabilis mente favore placens< (Walther II Nr. 29758), >Hic hunc hortatur, quiddam morale profatur< und >Pax iram reprimat fastum, paciencia luxum, sobrietas odium, gratia probat decus< (Walther II Nr. 21044). Bl. 83 r Federzeichnung (18 x 17 cm) in denselben Farben: Kaiser Decius gibt den Befehl zur Einmauerung der Siebenschläfer (oben); die Siebenschläfer schlafen in der Höhle (unten). Umschrift: >Obturat saxis quos impetus imperialis< I >Hos bonitate Dei somnus retinet requies, Irae [?] abit tristis secte surgentibus istis.< I >Quosque spem celat, virtus divina revelat. Competit ubi [?] fidei post cineresque spei.< I >Unde satis lucet, quem post funera surget, carnalisque domo quisque tegetur homo.< Beide Zeichnungen sind von sehr guter Qualität. Abb. der Zeichnung auf Bl. 41 v in Swarzenski 1936 (s.o.), Tafelband, Abb. 35; Kat. Kat. illustr. Hss. Düsseldorf, S. 7; E. Galley, Ein Blick in die Werkstatt der Altenberger Buchmalerei, in: Romerike Berge 4, 1955, S. 155-159, hier S. 156; Schnitzler/Bloch, Die Meister des Dreikönigenschreins (s.o.), S. 510; Lexikon der christlichen Ikonographie, Bd. 5, Rom [usw.] 1973, Sp. 315; Kat. Zisterzienser, S. 566; vgl. N. H. Ott, Barlaam und Josaphat, in: Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters, Bd. 2, München 1996, S. 5-21. Abb. der Zeichnung auf Bl. 83 r in Swarzenski 1936 (s.o.), Tafelband, Abb. 36; A. Paffrath, Altenberg. Der Dom des Bergischen Landes, Königstein 1974, S. 77; Kostbarkeiten Düsseldorfs. 37. 221 Ms. B 67 41 ra Schluß von De claustro animae (s.o.). 41 ra_r >Iste sunt Passiones que in hoc volumine continentur.< Inhaltsverzeichnis der ganzen Hs. (13. Jh., 1. Viertel), ab De historia Jepte später nachgetragen (14. Jh., 4. Viertel ?). 41 va - 79 ra [Johannes Damascenus]: Vita Barlaam et Josaphat. (41 v ) Miniatur (s.o.). (42 ra -79 ra ) Text. >Incipit Gesta sanctorum Barlam et Josaphat.< Cum in Egypto plurima monasteria ad servitium omnipotentis Dei cepissent undique instituitur... - ... et Josaphat, de quibusfuit narratio. - Drucke: GW 3397-3398; Johannes Damascenus, Opera omnia, Bd. 3, Basel 1559, S. 569-^56 u.ö. BHL Nr. 979; CPG Nr. 8120. Zu Verf., Werk und hsl. Überlieferung s. J. Sonet, Le roman de Barlaam et Josaphat, Bd. 1: Recherches sur la tradition manuscrite latine et francaise, Löwen 1949 (Univ. de Louvain. Recueil de travaux d'histoire et de philologie ; 3 e serie, Bd. 33), S. 74-88 (mit Angaben über Hss.und Editionen, ohne Kenntnis dieser Hs.) und 109, 113-116. Auch in Ms. B 62, Bl. 2-140 v (s. dort). 79 ra - 82 vb Vita sancti Alexii C. >Incipit Vita sancti Alexi confessoris.< Temporibus Honorii et Archadii Augustorum fuit Rome vir magnus et nobilis Eufemianus nomine, dives valde ... - ... sine dubio obtinebit, prestante Domino nostro ... seculorum. Amen. - Drucke: M. Spissler, Das rhythmische Gedicht 'Pater Deus ingenite', Münster 1966 (Forschungen zur roman. Philologie, 18), S. 107-153; C. J. Odenkirchen, The Life of St. Alexius (...), Brookline/Leiden 1978 (Medieval Classics. Texts and studies, 9), S. 34-51 (an manchen Stellen abweichend). BHL Nr. 287. 83 ra - 91 va Gesta sanctorum Septem dormientium. >Incipiunt Gesta sanctorum Septem dormiencium.< Sub Decio imperatore crudelissimo, qui Romane rei publice Imperium tenuit, per diversas fere provincias ... — ... resurrectionem mortuorum in secula seculorum. Amen. >Expliciunt Gesta sanctorum VII dormientium, qui in Epheso dormiunt.< - Druck: M. Huber, Beitrag zur Visionsliteratur und Siebenschläferlegende des Mittelalters, Teil I: Texte, Beilage zum Jahresbericht d. humanist. Gymnasiums Metten für das Schuljahr 1902/03, S. 39-78. BHL Nr. 2316, in der Hs. am Anfang stark abweichend. 91 va - 99 va Vita et Passio sanctorum Eustachii, [Theodosiae uxoris ET FILIORUM EORUM]. >Incipit passio sancti Eustachii et sociorum eius.< In diebus Traiany imperatoris demonum prevalente fallacia, erat quidam magister militum nomine Placidus ... - ... que promissa sunt sanctis, per gratiam Domini... seculorum. Amen. - Drucke: AASS, September, Bd. 4, S. 222 Ms. B 67 123-137; J. Murray, La Vie de Saint Eustace, Paris 1929 (Les classiques francais du Moyen Age, 60), S. 1^9. BHL Nr. 2760. 99 va - 104 rb [Odo Morimundensis: Sermones.] (99 va -103 va ) >De hystoria Jepte brevis summa colligitur ad expositionem.< Vetus continet scriptum, quod Jepte vir bellator etfortissimus, mulieris filius meretricis, congregata ... - ... monimenta cum lacrimis celebranda. Schneyer Bd. 4, S. 507, Nr. 128. (103 va -104 r ) Ero quasi ros ... [Os 14,6]. Ut omnes a mari derivantur aque, sie a fönte bonitatis omnis bonitas et a Domino virtutum ... - ... fruetus eorum manet perseverando. Schneyer Bd. 4, S. 501, Nr. 37. Zum Verf. s. DSAM Bd. 11, Sp. 624-627 (Lit). - 104 v leer. III Bl. 105-129: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 13. Jh., 1. Viertel ■ 2 IV 120 + (IV+1) 129 • Lagenzählung von /(Bl. 112 v ) bis///(Bl. 129 v ) • Schriftraum 25 x 15,5 ■ 2 Spalten • 31 Zeilen • frühgotische Textualis von drei Schreibern: 1 Bl. 105 ra -128 vb , 2 Bl. 129 ra , 3 Bl. 129 ra ~ va • rubriziert • Bl. 105 ra 9-zeilige Spaltleisteninitiale in Rot. 105 ra —11 0 va Passio SANCTI Marini pueri m. >Incipit Passio saneti Marini martyris.< Verbo vite seminato in omni, qui sub celo est, orbe a Domino et Salvatore nostro Ihesu Christo ... - ... imperatore, regnante autem in perpetuum Domino nostro Ihesu Christo, qui vivit ... seculorum. Amen. >Explicit Passio saneti Marini martyris.< - Druck: Catalogus codicum hagiographicorum Bibliothecae regiae Bruxellensis, Pars. 1, Bd. 2, Brüssel 1889 (Subsidia hagiographica, 1), S. 184-191. BHL Nr. 5538. 110 va — 129 va [Ps.-Ambrosius Mediolanensis]: Passio sancti Sebastiani m. >Incipit Passio saneti Sebastiani martyris.< - Drucke: AASS, Januar, Bd. 2, S. 629-642; PL 17, 1113-1150; A. Fäbrega Grau, Pasionario Hispänico, Bd. 2, Madrid 1955, S. 148-176 (nicht eingesehen). BHL Nr. 7543; CPL Nr. 2229. - 129 vb leer. IV Bl. 130-145: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 13. Jh., 1. Viertel • Lagen: 2 IV 145 • Schriftraum 24,5-25x15,5-16 • 2 Spalten • 45 Zeilen ■ frühgotische Textualis • rubriziert ■ Bl. 130 ra 14-zeilige Spaltleisteninitiale in Rot, Bl. 141 va und 144 vb 10- bzw. 7-zeilige Initiale vom gleichen Typ. 223 Ms. B 67 130 ra - 141 rb Passio sanctorum Juliani, Basilissae et soc. mm. >Incipit Passio sancti Juliani martyris.< Beati martires seculum relinquentes, hoc nobis exagiliarum suarum munus in titulo tradiderunt ... - ... et tantam gloriam prestat sanctis suis. Amen. >Explicit Passio sancti Juliani martyris.< - Drucke: AASS, Januar, Bd. 1, S. 575-587; P. Salmon, Le lectionnaire de Luxeuil (...), Rom 1944 (Collectanea biblica latina, 7), S. 27-56; Grau, Pasionario (s.o.), S. 118-144 (nicht eingesehen). BHL Nr. 4529. 141 va - 144 va [Antonius Hagiographus]: Vita sancti Symeonis STYLITAE SEN. >Incipit Vita sancti Symeonis monachi, qui in columpnis stetit.< - Drucke: PL 73, 325-334; H. Lietzmann, Das Leben des hl. Symeon Stylites, Leipzig 1908 (Texte und Untersuchungen; 32,4), S. 21-78 (nicht eingesehen). BHL Nr. 7957; CPG Nr. 6724. 144 va - 145 va PASSIO SANCTI LUCIANI M. >Incipit Passio sancti Luciani martiris.< Tempore illo sub Nerone imperatore, cum sevissima persecucio adversus Christianos invaluisset... -... dignatus est coronare, cui est gloria ... seculorum. Amen. - Druck: H. Moretus Plantin, Les Passions de saint Lucien et leurs derives cephalophoriques, Löwen/Paris 1953 (Bibl. de la Fac. de philos. et lettres de Namur, 15), S. 66-70 (ohne Kenntnis dieser Hs.). BHL Nr. 5008. - 145 vb leer. V Bl. 146-214: Altenberg, Zisterzienserabtei (?); 13. Jh., 1. Viertel • Lagen: 3 IV 169 + (III+l) 176 + 4 IV 208 + (IV-2) 214 (Blattverlust ohne Textverlust) • Reklamant auf Bl. 208 v ; Lagenzählung ab (Bl. 153 v ), (Bl. 161 v ), usw., bis (Bl. 208 v ), nur gelegentlich erhalten. Diese Lagenzahlung schließt an die Lagenzählung von Teil III (und IV) an, wurde jedoch von einer anderen Hand eingetragen • Schriftraum 24,5-25 x 17-17,5 • 2 Spalten • 28 (Schreiber 1) bzw. 32-33 Zeilen (Schreiber 2) • frühgotische Textualis von zwei Schreibern: 1 Bl. 146 ra -171 ra , 2 Bl. 171 ra - 212 ra • rubriziert ■ Bl. 171 rb , 172 va , 181 rb , 187 va , 190 ra und 200 rb 9-11-zeilige qualitätvolle Silhouetteninitialen in Rot und Grün. 146 ra - 171 ra Vita SANCTI Silvestri p. >Incipit Vita sancti Silvestripape.< (146 ra_r , Z. 12) Prolog. Hystoriographus noster Eusebius Cesariensis Palestine episcopus, cum Hystoriam eccliasticam [!] scriberet ... - ... orationis, si evasero culpam. W. Levison, Konstantinische Schenkung und Silvester-Legende, in: Aus rheinischer und fränkischer Frühzeit, Düsseldorf 1949, S. 390-465, hier S. 405^107. (146 rb , Z. 12-171 ra ) Lib. I-II. Silvester igitur, cum esset infantulus, a vidua matre iusta nomine et opere nutritus, traditus est Cyrino ... - ... civitas usque in hodiernum diem. >Explicit Vita 224 Ms. B 67 sancti Silvestri pape.< Druck: F. Combefis, Martyrum triumphi, Paris 1660, S. 253-264 (nicht eingsehen); P. de Leo, Ricerche sui falsi medievali, Bd. 1, Reggio Calabria 1974 (Univ. degli studi della Calabria. Studi e documenti, 1), S. 125-221 (nicht eingesehen). Neue Ausgabe in Vorbereitung (W. Pohlkamp). BHL Nr. 7725 (Prolog), 7726 und 7728 (Lib. I—II); CPL Nr. 2235. S. auch Levison, Konstantinische Schenkung (s.o.), S. 401 und 444 (Besprechung der Textfassung dieser Hs.). 171 ra - 200 rb [Johannes Diaconus]: Vita sancti Gregorii p. (171 ra " rb ) Prolog 1. >In Nomine sancte et individue Trinitatis. Incipit prologus Johannis Diaconi ad Johannem reverentissimum sancte apostolice sedis pontificem de institutione, vita, doctrina sive miraculis beati Gregorii Romanipontißcis.< Suscipe, Romuleos,pastor venerande, triumphos ... - ... posse iacere tuis. - Drucke: AASS, März, Bd. 2, S. 208; PL 75, 59-62; MGH Poet, lat., Bd. 4,2, S. 1068. BHL Nr. 3642; Walther I Nr. 18946; Schaller/Könsgen Nr. 15933. (171 rb -172 ra ) Prolog 2 (Widmungsbrief des Verf.). >Incipit prologus in Vitam sancti Gregorii pape.< (172 ra_va ) Kapitelverzeichnis zu Lib. I. (172 va -200 rb ) Text. >Incipit Vita sancti Gregorii pape.< Drucke (Prolog 2 + Text): AASS, März, Bd. 2, S. 136-207 C; PL 75, 61-240. Krit. Ausgabe in Vorbereitung (L. Castaldi). BHL Nr. 3641. Bestand (nach der Ausg. in den AASS): (171 ra -183 vb ) Lib. 1, § 1-16, 21- 34, 36-37 und 39^4. Lib. 2, § 1^1, 17-19, 22-23 und 27-29. Eingeschoben: (183 v ) >XIII.< Jam vero utrum aliquibus vir iste tanti meriti miraculis claruerit, superfluo queritur ... — ... et manifestare decrevit. (183 v — 184 r ) Mater familias quedam nobilis erat in hac civitate Romana, que religionis et devotionis studio ... - ... fervencius excreverunt. (184 r - 185 r ) >XIIII.< Quidam quoque nobilissimus secundum carnis prosapia et potentissimus iuxta regiam ... - ... in hodiernum diem. (185 r -186 va ) >VI.< Pater nichilominus erat Rome valde rebus ditissimus, sed religione nimis egenus ... - ... a nemine discuti. (186 va — 187 ra ) >XV.< Enarravit nobis presbyter nomine Petrus de sancto Gregorio papa Romano... - ... patriam desiderant [?], inquirunt. (187 ra " rb ) Lib. 2, § 60. (187 ra -191 ra ) Lib. 3, § 1, 6, 11, 27, 29-30, 33, 36, 45, 47; Lib. 4, § 1, 39 (bis S. 192, Sp. 1, Z. 5), 51, 61 und 67-68. Eingeschoben: (195 rb_va ) >VII.< Denique a fideli et religioso viro ac huic patri nostro sanctissimo ... - ... secretum custodivit. (195 va_v ) Lib. 4, § 69-70 (bis S. 200, Sp. 2, Z. 2). Eingeschoben: (195 vb -196 rb ) Quomodo post obitum suum sibi detrahentem virga percussum interemit. Migrato namque ad Dominum ... - ... in brevi defunctus est. (196 r -200 r ) Lib. 4, § 86-88 (gekürzt), 90-91, 93-94 und 97. (200 rb ) Am Schluß: Sane quam frequenter beatus Gregorius tarn illic, quam in apostolorum basilicis 225 Ms. B 67 ... - ... nunc narrare non valeo. >Explicit Vita beati Gregoriipape.< (nicht im Druck). 200 rb - 204 va PASSIO SANCTAE Julianae V. >Incipit Passio sancte Juliane virginis.< Benignissimi Salvatoris martyrum perseverantia comprobata eo usque concedit... — ... XIII f Kalendarum Marciarum, imperante Maximiano imperatore, aput nos autem regnante Domino ... seculorum. Amen. - Drucke: AASS, Februar, Bd. 2, S. 875-879; S. T. R. O. d'Ardenne, An edition of the Liflade ant te Passiun of Seinte Iuliene, Lüttich/Paris 1936 (Bibl. de la Fac. de philos. et lettres de l'Univ. de Liege, 64), S. 2-70 (diese Fassung). BHL Nr. 4522 (recensio y). 204 va - 213 ra Hugo [de Sancto Victore [?]]: Brevis comphresensio FIDEI CATHOLICAE ET FINIS SAECULI. (204 va " vb ) Prolog. >Incipit prologUS venerabilis Hugonis doctoris egregii in opus sequens.< Utile duximus ad opus volentium legere, brevem fidei catholice comprehensionem annotare ... - ... comprehendere possumus. >Explicit prologus.< (204 v -213 ra ) Text. >Incipit brevis comprehensio fidei catholice etfinis seculi.< Est igitur fides catholica credere unum Deum in sancta Trinitate, id est tres personas ... - ...et vita videntium, quam ipse prestare dignetur, qui... secula. Amen. — Die Zuschreibung an Hugo von Sankt Viktor beruht im wesentlichen auf der Erwähnung Hugos in der Überschrift. Das Werk fehlt in den neueren Verzeichnissen der Werke Hugos von St. Viktor; vgl. S. Ernst, Gewißheit des Glaubens. Der Glaubenstraktat Hugos von St. Viktor als Zugang zu seiner theologischen Systematik, Münster 1987 (BGPhThM, N.F., 30), S. 288-292. 213 rb - 214 rb Relatio DE SANCTA Maria MAGDALENA. >Relatio de sancta Maria Magdalenas Post Domini nos tri Ihesu Christi gloriosam resurectionem, beata Maria Magdalene et beatus Maximinus ... — ... statuerunt ecclesias, in Nomine Domini nos tri... cui est honor... seculorum. Amen. Nachtrag (13. Jh., 2. Viertel). - BHL Nr. 5458. 214 rb ~ va [Petrus Damiani: Vita sancti Odilonis abb.] Excerptum. Religiosus vir, oriundus de pago Rothenensi, revertebatur ab Iherosolimis. Qui dum mare transiret, quod a Sycilia versus Thesalonicam ... - ... quiescentium memoria celebretur. Nachtrag (13. Jh., 2. Viertel). - Druck: PL 144, 935 C-937 A. BHL Nr. 6282. Über die Einstellung des Festes der Commemoratio animarum (Allerseelen) durch Abt Odilo von Cluny. Dasselbe Exzerpt auch in den Hss. Douai BM Ms. 838, Bl. 21 r (s. Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques des departements, Bd. 6: Douai, Paris 1878, S. 577) und Valenciennes BM Ms. 516, Bl. 110 v —112 r (s. 226 Ms. B 68 Catalogue general des manuscrits des bibliotheques publiques de France, Departements, Bd. 25, Paris 1894, S. 417). 214 va VERSUS de Cluniaco. Nil valet iste lacus, quem sie spoliat Cluniacus ... Nachtrag (13. Jh., 2. Viertel). 10 Verszeilen. - 214 vb leer, bis auf einen Besitzvermerk (s.o.). Ms. B 68 Ps.-Eusebius Caesariensis. Ps.-Augustinus, Aurelius. Ps.- Cyrillus Hierosolymitanus. Regula saneti Benedicti Papier • 133 Bl. • 21,5x14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1455-1465 Wz.: Schlüssel Gruppe PiccSchl II 23-33 (1458-1462) ■ Lagen: I 2 + 8 V 82 + VI 94 + 3 V 124 + (III+l) 131 + I 133 • Lagensignaturen ab (Bl. 3 r ), (Bl. 4 r ), usw. bis i6 (Bl. 88 r ) (keine Lagensignaturen im Pensum von Schreiber 2); Reklamant auf Bl. 124 v • Schriftraum 14,5 x 9 • 29-32 (Schreiber 1) bzw. 24-26 Zeilen (Schreiber 2) • gotische Hybrida (Schreiber 1) bzw. gotische Kursive (Schreiber 2), Schreiberwechsel auf Bl. 93 v • rubriziert • Bl. 3 r , 45 r , 53 r , 93 v und 95 v 3-9-zeilige Fleuronne-Initialen von sehr guter Qualität, im Pensum von Schreiber 2 (ab. Bl. 93 v ) von einer anderen Hand. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel herald. Adler (klein, rhomb., nach rechts, umrandet), Blüte (sechseckig, nicht umrandet) und Schunke Fabeltier Nr. 7 • Merker aus Pergament ■ Reste einer Schließe • schmale Streifen aus einem nicht identifizierten Frühdruck auf Pergament als Falzverstärkung in jeder Lagenmitte • Rücken, Spiegel und Schutzbll. neu. Nach dem Wz.-Befund zu urteilen, entstand die Hs. im Zeitraum 1455-1465. Sie stammt aus der Bibliothek des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents; dies belegt der Besitzvermerk auf Bl. l r : Liber fratrum Sande Crucis in Duysseldorp (15. Jh., Ende). Die Einbandstempel wurden in der Buchbinderwerkstatt desselben Klosters benutzt (s. Schunke Bd. 2, S. 70). Vermutlich wurde die Hs. auch dort geschrieben. Bemerkenswert ist jedoch die Bezeichnung saneti patris nostri für den hl. Benedikt (Bl. 93 v ), die für ein Kloster mit der Augustinerregel nicht zutrifft. Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 525. l r Besitzvermerk (s.o.) und ein Vermerk über den Inhalt von derselben Hand. - 1 V -2 V leer. 227 Ms. B 68 3 r _ 44 v [Ps.-]Eusebius Caesariensis: Epistola ad Damasum episcopum ET THEODOSIUM SENATOREN! DE MORTE HlERONYMI. >Incipit Epistola beati Eusebii ad Damasium Portuensis episcopum et Theodosium Romanorum senatorem de morte gloriosi confessoris Iheronimi doctoris eximii.< - Drucke: PL 22, 239-282; J. Klapper (Hg.), Schriften Johanns von Neumarkt, Zweiter Teil, Berlin 1932 (Vom Mittelalter zur Reformation; 6,2), S. 10-240 (diese Fassung). BHL Nr. 3866. 45 r - 53 r [Ps.-]Augustinus, Aurelius: Epistola ad Cyrillum HlEROSOLYMITANUM DE MAGNIFICENTIIS BEATI HlERONYMI. >Intipit Epistola beati Augustini doctoris eximii ad beatum Cyrillum Iherosolimitanum episcopum secundum de magnificenciis eximii doctoris beati Iheronimi presbiteri.< - Drucke: PL 22, 282-289; PL 33, 1120-1126; Klapper, aaO, S. 246-288 (diese Fassung). Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Ep. app. 18. BHL Nr. 3867; Kurz, Augustinus, 5,1, S. 358-361 (diese Hs. erwähnt); CPL Nr. 367; CPPM Bd. 2, Nr. 145 (18). 53 r - 93 r [Ps.-]Cyrillus Hierosolimytanus: Epistola ad Augustinum DE MIRACULIS HlERONYMI. >Incipit Epistola beati Cirilli secundi Ihersolimitani episcopi ad beatum Augustinum episcopum, doctorem eximium, de miraculis beati Iheronimi doctoris egregii.< - Drucke: PL 22, 289-326; PL 33, 1126-1154; Klapper, aaO, S. 292-512 (diese Fassung). Entspricht Ps.-Augustinus, Aurelius: Ep. app. 19. BHL Nr. 3868; Kurz, Augustinus, 5,1, S. 361-365 (diese Hs. erwähnt); CPL Nr. 367; CPPM Bd. 2, Nr. 145(19). Zu den drei Briefen s. Lambert Bd. 3B, Nr. 903 (diese Hs. erwähnt S. 647); über die mutmaßliche Überarbeitung einer älteren, wohl aus Italien stammenden Vorlage dieser Briefe durch Johannes de Novo Foro (Johannes von Neumarkt) um 1370-1371 s. Klapper, aaO, S. V-VIII; VL 2 Bd. 3, 1233-1238; Bd. 4, Sp. 689. 93 v - 130 r Regula sancti Benedicti. (93 v -95 v ) Prolog. >Incipit prologus in Regulam sancti patris nostri Benedicti.< (95 v —130 r ) >Incipit Regula beati Benedicti. De quatuor generibus monachorum. Capitulum primum.< Am Schluß: >Et sie Deo dantefinis habetur.< (130 v —13 l v ) Kapitelverzeichnis. - Druck: CSEL 75 (editio altera). CPL Nr. 1852. - 132-133 v leer. 228 Ms. B 69a Ms. B 69a Flores auctorum Papier • I+131 + IB1. • 21x14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • um 1450-1460 Wz.: Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 54 und Ms. B 64, Teil II); Ochsenkopf Typ PiccO VII 375-377 (1449-1463; auch in Ms. B 41 und Ms. B 54) • Lagen: 10 VI 120 + V 130 + 1 Einzelbl. (Bl. 131) • Lagensignaturen ab (Bl. l r ), (Bl. 2 r ), usw. bis <15> (Bl. 125 r ), an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 15 x 9 • 28-33 Zeilen • anspruchslose gotische Hybrida • rubriziert. Neues braunes Rindleder über Holzdeckeln; Teile des ursprünglichen Lederbezugs (15. Jh., 2. Hälfte) wurden wiederverwendet: zwei- und dreifache Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel Blüte fünfblatt (rechteckig, umrandet) und herald. Lilie (klein, offen) • Spuren einer Schließe • Fragmente Bl. I und Bl. 132: zwei Teile eines Bl., ursprünglich Spiegel; Pergament, je 20,5 x 13,5; gotische Kursive; 15. Jh., 1. Hälfte. Teile einer Urkunde, wegen Leimresten und Abnutzung nur stellenweise leserlich; Schreibsprache westl. niederdt. oder östl. mittelniederl. Der Wz.-Befund läßt vermuten, daß die Hs. um 1450-1460 entstanden ist. Da die beiden hier vorkommenden Wz. auch in Hss. belegt sind, die mit Sicherheit oder großer Wahrscheinlichkeit im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben wurde, liegt es nahe, daß auch vorliegende Hs. dort entstanden ist. Außerdem hat der Schreiber am Anfang des hier überlieferten Werkes vermerkt, daß die von ihm geschriebene Handschrift dem Kreuzherrenkonvent Düsseldorf gehört (s.u.). Auch dieser Vermerk ließe auf die Düsseldorfer Schriftheimat der Hs. schließen. Der Einband ist vermutlich ebenfalls dort entstanden. Die alte Signatur auf dem Vorderdeckel (>D< mit einer entfernten Ergänzung) bezieht sich wohl auf die Bibliothek desselben Klosters. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 143 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 526. l r - 129 v FLORES AUCTORUM. (l r -2 r ) Kapitelverzeichnis. >Hee sunt rubrice sive capitula de Floribus {Floribus verbessert aus autoribus) autorum.< De vera scientia et sapientia >I<. De fide >II<. De spe >III<. De commendacione spei >IIII< ... - ... De ieiunio >CXXIII.< De dilectione Dei et proximi >CXXIIII<. >Explicit tabula.< (2 r -129 v ) >Incipit über qui vocatur Flores au forum (au forum verb. aus patrum). Et pertinet fratribus Sancte Crucis in Dusseldorp.< >Versus.< Autorum Flores en collegi meliores I HU tribuunt mores et nos ducunt ad honores. >De vera sapientia atque scientia. Capitulum primum.< Nichil scientia suavius, nichil sapiencia utilius, nichilprudencia melius, nichilstulticiapeyus ... -.../actus est homo, ut ego fiam filius Dei. Et sie estßnis. >Laus tibi sit Christe, quoniam über explicit iste< (Colophons Nr. 22408). - Thematisch angeordnete Blütenlese 229 Ms. B 69b aus Werken frühchristlicher und mittelalterlicher Autoren und aus der Bibel. Auch erhalten in Ms. B 69b und in Köln StA GB 4° 234, Bl. 58 v -209 r . Aus einem gleichzeitigen Vermerk des Conradus de Grunenberg (Bibliothekar des Kölner Kreuzherrenkonvents) in der letzteren Hs. könnte abgeleitet werden, daß diese Blütenlese von einem Kölner Kreuzherr redigiert wurde (s. Kat. StA Köln 2, S. 249-250). S. auch Bernards S. 336; Kurz, Augustinus, 5,2, S. 436. - 130-13l v leer. Ms. B 69b Flores auctorum Papier ■ 135 Bl. ■ 21x14,5 • Westdeutschland ■ um 1415-1420 Wz.: Glocke Typ Briquet 4081 (1415-1427); Drache Gruppe PiccFab II 907-908, 911-918 (1413- 1418); Hund = PiccVf 3 VII 1361 (1418) • Lagen: (I+l) 3 + 11 VI 135 • Reklamanten der Schreiberhände • Schriftraum 16 x 10,5 • 2 Spalten • Schreiber 1 27-31 Zeilen, Schreiber 2 32-35 Zeilen • gotische Kursive von zwei Schreibern, Schriftwechsel auf Bl. 124 r ■ rubriziert. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel kleine herald. Lilie (offen) • Reste einer Schließe • Rücken erneuert • auf dem vorderen Schnitt: Flores auctorum (18. Jh. ?) • Fragmente: Teile eines Einzel- und eines Doppelbl. als Spiegel im Vorder- und Rückdeckel; Pergament; je 21 x 13,5; Schriftraum (?) x (um 13-14 cm); Zeilenzahl nicht feststellbar; qualitätvolle frühgotische Textualis; Deutschland (?); 13. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Psalterium; vorne Ps 39,13 - 40,8 (Antiphon zwischen den beiden Psalmen), hinten Ps 41,12 - 43,8. Die Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Dies belegen die Besitzvermerke (l r ) Liber fratrum Sande Crucis Mariepacis (15. Jh.) und (4 r ) Conventus B. M. Pacis ordinis S. Crucis (18. Jh. ?). Von der Hand, die den älteren Besitzvermerk eingetragen hat, folgen auf Bl. V ein Inhaltsvermerk mit einer alten Signatur: Flores doctorum [!]. E 9. Es fehlt das für Hss. dieser Provenienz übliche Brandkreuz im oberen Schnitt • der Wz.-Befund weist für die Entstehungszeit der Hs. auf den Zeitraum 1415-1420 hin; da Marienfrede erst 1444 gegründet wurde, kann die Hs. nicht dort entstanden sein, aber sie wurde vermutlich in der dortigen Buchbinderei während der zweiten Hälfte des 15. Jh. neu eingebunden. Die Schrift läßt eine Entstehung der Hs. in Westdeutschland vermuten. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 143 • Krämer S. 166 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 527. 230 Ms. B 70 l r Besitzvermerk, Inhaltsvermerk und alte Signatur (s.o.). Nachgetragene Notizen und Sententiae, u.a. Magis enim [!] operando quis proßcit, quam loquendo et plus monent exempla quam verba... [15. Jh.]. - 1 V -3 V leer. 4 ra - 135 ra FLORES AUCTORUM. (4 ra -5 rb ) Kapitelverzeichnis. >Hee sunt rubrice sive capitula de Floribus auctorum.< De vera scientia et sapientia. >Capitulum primum<. De fide >II<. De spe >III<. De commendacione spei >IIII< ....... De ieiunio >CXXIIK. De dilectione Dei etproximi >CXXIIII<. >Et sie est finis.< (5 va -135 ra ) Incipit über qui vocatur Flores auetorum. >Versus.< >Auetorum flores en collegi meliores I HU tribuunt mores et nos dueunt ad honores.< >De vera scientia et sapientia. Capitulum primum.< Nichil scientia suavius, nichil sapiencia utilius, nichil prudencia melius, nichil stulticia peyus ... — ... /actus est homo, ut ego fiam fllius Dei. >Et sie estfmis.< >Laus tibi sit Christe, quoniam über explicit iste< (Colophons Nr. 22408). Schreibervermerke >Deo laus< und >Si manus erravit scriptoris, corrige lector.< - Dasselbe Werk auch in Ms. B 69a (s. dort). Ms. B 70 Hugo de Folieto. Regula saneti Augustini. Hugo de Sancto Victore. Ps.-Anselmus Cantuariensis. Humbertus de Romanis. Matthaeus de Cracovia. Gerson, Johannes. Johannes Bourcelli Pergament • 238 Bl. • 21 x 14 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); Westdeutschland • 1485 Lagen: 23 IV 184 + (III-l) 189 + 6 IV 237 + 1 Einzelbl. (Bl. 238) • Reklamanten nur auf Bl. 16, 189, 205, 221 und 229; Lagensignaturen (vom üblichen Typ) nur ab Bl. 206 erhalten • Schriftraum 14,5 x 9 • 28-30 Zeilen (Schreiber 1 und 2), 29-34 Zeilen ( Schreiber 3), 34-35 Zeilen (Schreiber 4-5) • qualitätvolle gotische Hybrida von fünf Schreibern: 1 Bl. l-148 r , 2 Bl. 148-187 v , 3 Bl. 187 v -213 v , 4 Bl. 213 v -223 r , 5 Bl. 223 r -237 r • rubriziert • Bl. l r , 2 r , 29 r , 61 v , 103 r und 148 v 7-10- zeilige Fleuronne-Initialen von sehr guter Qualität. Braunes Rindleder über Holzdeckeln (19. Jh. ?). Der ursprüngliche Lederbezug ist nur auf dem Rückdeckel erhalten: dunkelbraunes Rindleder; doppelte Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel. Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, Marienfrede • Reste von zwei Schließen; vier Buckel aus Eisen (!); Metallbeschläge auf der Stehkante ■ Merker aus rotem Leder. 231 Ms. B 70 Die in diese Sammelhandschrift aufgenommenen Werke beziehen sich alle auf die geistlichen Aspekte des Klosterlebens. Die Hs. enthält eine unauffällige Datierung 1485 der Schreiberhand auf Bl. 212 v . Das Brandkreuz im oberen Schnitt belegt, daß die Hs. schon kurz nachdem sie fertiggestellt wurde in die Bibliothek des Kreuzherrenkonvents gelangte. Ob sie auch dort geschrieben wurden, ist nicht geklärt. Alter Besitzvermerk auf Bl. 1 r : Sermo [?] conventui B. M. Paris [ 18. Jh. ?]. Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143 ■ Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 528. l r - 148 r Hugo de Folieto: De claustro animae. Lib. I-IV. (l r ) Kapitelverzeichnis. >Incipiunt capitula libri primi Hugonis Folieti de claustro corporis et anime.< (l r -2 r ) Prolog. >Incipit Tractatus seuprologus magistri venerabilis Hugonis Folieti de claustro corporis et anime.< (2 r - 148 r ) Text. >Incipit überprimus. Quod incipientibus edificare querendus est locus fundamenti. Capitulum primum.< - Druck: PL 176, 1017-1182. Zu Werk, Verf. und hsl. Überlieferung s. zu Ms. B 67, Bl. 29 r Ml ra . Auch in Ms.B71,Bl. l v -146 v . 148 v - 152 v Regula sancti Augustini. >Incipit Regula beati Augustini episcopi patris nostri.< Ante omnia,fratres carissimi, diligatur Deus, deinde proximus, quia ista precepta ... - ... et in temptacionem non inducatur. >Explicit Regula beati Augustini episcopi patris nostri.< Regula recepta (Regula tertia), bestehend aus dem ersten Satz des Ordo monasterii und dem vollständigen Praeceptum. - Drucke: L. Verheijen, La Regle de saint Augustin, Bd. 1, Paris 1967, S. 148, 417^37 u.ö. S. auch Kurz, Augustinus, 5,1, S. 198-207 (diese Hs. genannt); CPLNr. 1839a-1839b. 152 v - 187 v Hugo de Sancto Victore: Expositio in Regulam sancti AUGUSTINI. >Incipit Commentum Hugonis de Sancto Victore super Regulam beati Augustini episcopi.< - Druck: PL 176, 881-924. Zu Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. Bernards S. 330 (diese Hs.); R. Baron, Etudes sur Hugues de Saint-Victor, Paris/Brügge 1963, S. 63-65; Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 457^177 (diese Hs. erwähnt als Nr. 30). 187 v - 192 v [Ps.-]Anselmus [Cantuariensis]: De pace et concordia. >Incipit tractatus domni Anselmi episcopi de pace et concordia cum proximis et de obedientia ad prelatos et de puritate cordis ad Deum.< - Druck: PL 158, 1015-1020. Dieses Werk, das nur selten überliefert ist, erscheint nicht in den modernen Verzeichnissen der Werke Anselms; vgl. R. W. Southern, Saint Anselm. A portrait in a landscape, Cambridge [usw.] 1988, S. XXVII-XXIX. 232 Ms. B 70 192 v - 212 v HUMBERTUS [DE ROMANIS]: EPISTOLA DE TRIBUS VOTIS SUBSTANTIALIBUS RELIGIOSORUM. >Incipit Epistola venerabilis patris fratris Humberti, quinti magistri ordinis fratrum Predicatorum, de tribus essentialibus religionis et virtutibus annexis eisdem, quam ad singulas provincias destinavit. Capitulum primum.< Filiis gracie et coheredibus glorie, fratribus karissimis de ordine Predicatorum universis, frater Humbertus eiusdem ordinis humilis magister et servus. Vitam ducere Deo gratam, sibi fructuosam, angelis iocundam, demonibus terribilem ... — ... et finis omnium sine fine. Amen. >Explicit Epistola venerabilis patris fratris Humberti... ad provincias singulas eam misit. 1485.< - Druck: Humbertus de Romanis, Opera de vita regulari, hg. v. J. J. Berthier, Bd. 1, Rom 1888, S. 1-41. S. auch Bernards S. 331 (diese Hs.); Kaeppeli Nr. 2021 (diese Hs. genannt); DSAM Bd. 7,1, Sp. 1110. 212 v - 23 f [Matthaeus de Cracovia] (Ps.-Bonaventura Sanctus): De PURITATE CONSCIENTIAE. (212 v -213 r ) Kapitelverzeichnis. >Incipit tabula capitulorum tractatus sequentis a beato Bonaventura doctore sancto editi.< (213 r ) Prolog. >Incipit über sancti Bonaventure de modo confitendi et puritate conscientie. Prologus.< Quoniam fundamentum et ianua virtutum omnisque gracie ac spiritualis consolacionis ... - ... principaliter est videndum. (213-23l r ) Text. >Confessio debet essepura. Capitulum I.< Est igitur primo videndum quod confessio debet esse pura, quia peccata debent simpliciter dici ... - ... cum apparuerit gloria tua. Ad quam nos perducat ipse Deus ... regnat. Amen. - Zu Verf., hsl. Überlieferung und Drucke s. zu Ms. B60,B1. 198 ra -211 ra . 23 l r - 234 v Gerson, Johannes: [Quaestiones quattuor circa poenitentiam et de detractione] . Quaestio prima: De custodia linguae. >Incipit notabilis questio de custodia lingue et corde bene ruminanda venerabilis magistri Johannis Gerson, sacre theologie doctoris preclarissimi et cancellarii Parisiensis.< Queritur an male loqui de aliis in eorum absentia semper sit peccatum. Videtur quod sie ... - ... cor am Deo loquimur, nulli in contemptum. - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 64-70. S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 4499. 234 v - 23 T [Johannes Bourcelli: Directorium ad vitae perfectionem CONSEQUENDAM SIVE TRACTATUS DIRECTIVUS IN MYSTICAM THEOLOGIAM.] >Incipit tractatulus quidam devotus et totus utilis, inducens pariter et disponens ad summam perfectionem et internam contemplacionem.< Quicumque post rudimenta active vite decursa, post adeptam eciam aliqualem sensualiter mortificationem ... - ... ad vite perfectionem perveniret. >Explicit aureus tractatulus. Deo gracias.< - Druck: CCCM 233 Ms. B 71 121 A, 712-720. Entspricht im wesentlichen Henricus Herpius: Theologia mystica. Collatio I. Zu Verfasserfrage, hsl. Überlieferung und Frühdrucken s. DSAM Bd. 8, Sp. 303-304 (Lit); CCCM 121 A, 702-712 und 720-779 (ohne Kenntnis dieser Hs.). S. auch J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 5: Handschriften des Bestandes W* und Fragmente, Köln/Wien 1989 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,5), S. 8 (zu W* 13, Bl. 22-31 1 ) und I. Neske, Katalog der lateinischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München, Clm 28615a-28786, Wiesbaden 1984 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Monacensis; 4,10), S. 70 (zu Clm 28646, Bl. 57-64 r ). -237 v -238 v leer. Ms. B 71 Hugo de Folieto. Hugo de Sancto Victore. Hugo de Sancto Victore (?) Papier • 306 Bl. • 21x14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) • 1493; um 1490-1495 Die Hs. wurde aus zwei etwa gleichzeitig entstandenen Teilen zusammengesetzt. Helles Schafleder über Pappdeckeln (19. Jh., 1. Hälfte) ■ Merker aus beschriftetem Pergament. Nach den Angaben im Kolophon auf Bl. 150 r wurde Teil I am 9. Oktober 1493 fertiggestellt; der Schreiber nennt sich Hermannus Duyrckoep de Colonia (auch nachweisbar in Ms. B 2; s. dort). An den Rändern hat er zwei weitere Datierungen eingetragen, die das Vorankommen der Schreibarbeit belegen: Bl. IV feria 5 ante diem Passionem [4. April 1493] und Bl. 133 v infesto Benedicti [wohl die translatio Benedicti am 11. Juli 1493]. Auf Bl. 133 v hat er zusätzlich seinen Namen eingetragen: Frater Hermannus. Derselbe Schreiber ist Schreiber 3 in Teil II. Sein Name findet sich dort auf Bl. 306 v (s.u.). Von seiner Hand stammen auch drei Datierungen ohne Jahreszahl: Bl. 215 r in profesto Benedicti [20 März oder 10. Juli], Bl. 265 v altera die Mauricii [23. SeptemberJ und Bl. 275 r in profesto Dyonisii [8. Oktober]. Da das Kannen-Wz. sowohl in Teil I als in Teil II vorkommt, entstanden beide Teile wohl etwa gleichzeitig und am selben Ort • laut Besitz- und Inhaltsvermerk auf Bl. l r stammt die Hs. aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents in Düsseldorf: In isto volumine continentur subscripta et pertinet Cruciferis [?] in Duysseldorp [es folgt eine Liste mit den in Teil I und Teil II enthaltenen Werken]. Da dieser Vermerk und das anschließende Inhaltsverzeichnis von der Schreiberhand eingetragen wurden, liegt es nahe, daß die Hs. bei den Kreuzherren in Düsseldorf entstanden ist, obwohl der Schreiber nicht als Angehöriger dieses Klosters nachgewiesen ist. Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 529. 234 Ms. B71 I Bl. 1-151: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); 1493 • Wz.: Kanne Typ Briquet 12621 (1485- 1496; auch in Teil II; Ms. B 141); Ochsenkopf Typ PiccO IX 161-163 (1488-1497; auch in Ms. B 12, Teil III) • Lagen: (VI-1)" (das erste Bl. der Lage wurde als Spiegel in den Vorderdeckel geklebt) + 11 VI 143 + IV 151 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagensignaturen ab a2 (Bl. l r ), ai (Bl. 2"), usw., bis (Bl. 147 r ) • Schriftraum 15 x 9 • 30 Zeilen ■ gotische Hybrida von der Hand des Hermannus Duyrckoep de Colonia (s. Bl. 150 1 ) • rubriziert • Bl. 2 r , 3 r , 27 v , 28 r , 56 r , 56 v u.ö. 6-15-zeilige Initialen mit üppigem Fleuronne in Rot, Violett, Blau, Grün und Gelb. l r Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.o.). l v - 146 v Hugo de Folieto: De claustro animae. (1 v ) Kapitelverzeichnis. >Incipiunt capitula in libro de claustro anime et corporis. Prologus. Incipit.< (1 V -2 V ) Prolog. >Incipit prologus tractatas de claustro anime editi a Hugone Folieti.< (2 V -146 V ) Text. >Incipit über primus. Quod incipientibus edificare querendus est locus fundamenti. Capitulum primum.< - Druck: PL 176, 1017-1182. Zu Werk, Verf. und hsl. Überlieferung s. zu Ms. B 67, Bl. 29 ra -41 ra . Auch in Ms. B 70, Bl. 1-148 r . 146 v - 150 r Hugo de Folieto (?): De constructione tabernaculi SECUNDUM LITTERAM. >Incipit über eiusdem de constructione tabernaculi secundum litteram.< Tabernaculum Moysi iuxta littere seriem domus erat quadrangula, in longitudine XXX ... - ... de tabernaculi composicione. Explicit. Ipso die Dyonisii martyris >per fratrem Hermannum Duyrckoep de Colonia. Anno Domini 1493°.< - Druck: Hugo Folietinus, Tractatus de claustro anime. Item tractatus eiusdem de constructione tabernaculi ad litteram, [Köln] 1504. Vgl. DSAM Bd. 7, Sp. 880 und 882. Auch in Köln StA GB 4° 173, Bl. 164-168 r (s. Kat. StA Köln 2, S. 188-189). - 150M5T leer. II Bl. 152-306: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1490-1495 • Wz.: Lilie Typ PiccLi 1719- 1733 (1491-1499; auch in Ms. B 12, Teil I—II); Kanne Typ Briquet 12621 (1485-1496; auch in Teil I; Ms. B 141) ■ Lagen: 12 VI 295 + (VI-1) 306 (Blattverlust wohl ohne Textverlust) • Reklamanten der Schreiberhände; bemerkenswerte Lagensignaturen, jeweils auf dem 1., 3. und 5. Bl. jeder Lage, ab (Bl. 152 r ), a2 (Bl. 154 r ), a3 (Bl. 156 r ), bl (Bl. 164"), bl (Bl. 166"), usw., bis n<3> (Bl. 30 l r ) • Schriftraum 15 x 9 ■ 26-29 Zeilen (Schreiber 1), bzw. 28-31 Zeilen (Schreiber 2) oder 28-35 Zeilen (Schreiber 3) • gotische Hybrida von drei Schreibern: 1 Bl. 152 r -215 r , 2 Bl. 215-220 r , 3 Bl. 220-306 v ; Schreiber 3 ist Hermannus Duyrckoep de Colonia ■ rubriziert • Bl. 152 r , 230 v , 266 r , 28 l v und 295 v 5-8-zeilige Fleuronne-Initialen, hier von einer anderen Hand als in Teil I. 235 Ms. B 71 152 r - 21 l v Hugo de Sancto Victore: Didascalicon de studio legendi. Lib. I-VI, cap. 13. (152™) Prolog. >Incipit prologus in Dydascalicon magistri Hugonis.< (152 v -215 r ) Text. >Incipit Dydascalicon Hugonis de studio legendi. Primus über de origine arcium.< - Drucke: PL 176, 739- 809; C. H. Buttimer, Hugonis de Sancto Victore Didascalicon de studio legendi, Washington 1939 (nicht eingesehen). Zur hsl. Überlieferung s. Stegmüller RB Nr. 3788 mit Suppl.; Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 14-36 (mit dieser Hs. als Nr. 28). 211 v - 215 r [Hugo de Sancto Victore:] De meditatione. >De meditacione.< Am Schluß: >Explicit Dydascalicon Hugonis.< Die Rubrik am Schluß bezieht sich auf das vorangehende Werk. - Drucke: PL 176, 993-998; SC 155, 44-59 (lat. und franz.). Zur hsl. Überlieferung s. Goy, aaO, S. 196-211 (mit dieser Hs. als Nr. 20). Auch in Ms. B 49, Bl. 92 rb - 93 vb . 215 r - 228 v Hugo de Sancto Victore: De beatae Mariae virginitate. >Hugo de Sancto Victore. De perpetua beate Marie virginitate. Prologus incipit.< Am Schluß: >Finit über de incorrupta virginitate ac coniugii veritate gloriose genitricis Marie, quem venerabilis Hugo de Sancto Victore edidit ad instanciam reverendi patris S. episcopi.< - Druck: PL 176, 857- 876. Zur hsl. Überlieferung s. Goy, aaO, S. 116-123 (mit dieser Hs. als Nr. 13). 228 v - 230 r Hugo de Sancto Victore: [De verbo incarnato]. Collatio I. >Hugo idem de triplici silencio.< - Druck: PL 177, 315-318. Zur hsl. Überlieferung s. Goy, aaO, S. 81-87 (mit dieser Hs. als Nr. 10). 230 r - 245 r Hugo de Sancto Victore (?); De statu virtutum variabili. >Incipit prologus libri de variabili statu virtutum scilicet humilitatis obediencie timoris caritatis magistri Hugonis de Sancto Victore.< - Druck: PL 184, 791-812. Zu Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. Bernards S. 336; Goy, aaO, S. 490. Nicht in der Liste der Werke Hugos in S. Ernst, Gewißheit des Glaubens. Der Glaubenstraktat Hugos von St. Viktor als Zugang zu seiner theologischen Systematik, Münster 1987 (BGPhThM, N.F., 30), S. 288-292. 245 r - 265 v Hugo de Sancto Victore: De tribus diebus. >Incipit über eiusdem qui dicitur de operibus trium dierum, cuius inicium sie et tale repertum est.< - Drucke: PL 176, 811-838; Ugo di S. Vittore, I tre giorni deH'invisibile luce, hg. v. V. Liccaro, Florenz 1974, S. 48-157 (mit ital. Übersetzung; nicht eingesehen). Zur hsl. Überlieferung s. Bernards S. 330 236 Ms. B 71 (diese Hs.); Stegmüller RB Nr. 3789 mit Suppl.; Goy, aaO, S. 98-115 (mit dieser Hs. als Nr. 26). Auch in Ms. B 73, Bl. 156 ra -168a r . 265 v - 275 r Hugo de Sancto Victore (?): Epistola [de praevaricatione Adae]. >Incipit epistola eiusdem in quattuor questiones.< (265 v -266 r ) Prolog. Domino suo ac precordialiter dilecto abbati venerabili in Christo, ultimus fratrum H. cum orationis debito, ut sit idemfidei genus omne quod est speciei. Novi mi, domine, quod tarn necessitas ... - ... quaterduanum fetentem. (266 r -268 v ) >Prima questio.< Questio vere talis est: Utrum tarn bona fuit Christi passio, quam mala fuit Ade prevaricacio ... (268 v -271 r >Secunda questio.< Questio enim est: Cum Deus sit iustus et misericors, quare extra numerum salvandorum animas creat, quas puniendas considerat ... (271™) >Tercia questio.< Questio nichilominus est: Si non salvantur nisi salvandi, qui erant ex Adam, si non peccasset, nascituri ... (271 v -275 r ) >Questio quarta< und >Solucio.< Questio etiam est. Utrum qui nascituri erant de Adam, si non peccasset omnes eiusdem meriti essent, an altero dignior ...... sint omnes peccatores. - Zur Verfasserfrage s. L. Ott, Untersuchungen zur theologischen Briefliteratur der Frühscholastik, Münster 1937 (BGPhThM, 34), S. 456^184 (Verfasserschaft Hugos abgelehnt); Bernards S. 336; O. Lottin, Quelques recueils d'ecrits attribues ä Hugues de Saint-Victor, in: RTAM 25, 1958, S. 248-284, hier 249 und 269; Goy, aaO, S. 482^183 (Verfasserschaft Hugos möglich). Nicht in der Liste Ernsts (s.o.). 275 r — 281 v Hugo de Sancto Victore (?): Exhortatio ad virgines. >Exhortacio magistri Hugonis eiusdem ad virgines et ut patet intuenti.< Congruum professioni quam Deo inspirante vovistis et dignum honestati... - ... tua usque infinem. Amen. - Lottin, Quelques recueils (s.o.), S. 250, Nr. 15; Schneyer Bd. 2, S. 789, Nr. 54. S. auch Kat. StA Köln 2, S. 175 (zu GB 4° 164, Bl. 228 v -238 r ). Nicht in der Liste Ernsts (s.o.). 281 v — 295 v Hugo de Sancto Victore (?): De dignitate humanae NATURAE. (281 v -282 r ) Prolog. >Incipit Hugo de dignitate humane nature. Prologus.< Elege et prophetis verbis et exemplis Salvatoris sanctorumque patrum ... - ... viriliter accingamur. (282 r ) Kapitelverzeichnis. (282-295 v ) >Incipit über primus de humane nature dignitate. Capitulum primum.< Dignitatem humane nature ad intelligendum Deum sibique serviendum esse creatam ... - ... conventu perpetuo glorietur. — Text nur aus dieser Hs. bekannt. Nicht in der Liste Ernsts (s.o.). 295 v - 306 v Hugo de Sancto Victore (?): Brevis comprehensio fidei CATHOLICAE ET FINIS SAECULI. (295 v ) Prolog. >Incipit prologus eiusdem in 237 Ms. B 73 opus sequens.< Utile duximus ad opus volencium legere, brevem fidei catholice comprehensionem ... - ... patrum comprehendere possumus. (295 v -306 v ) >Incipit brevis comprehensio fidei catholice etfinis seculi.< Est igitur fides catholica credere unum Deutn in sancta Trinitate, id est tres personas ... — ... salus et vita videncium, quam ipse prestare dignetur ... secula. Amen. >Per fratrem Hermannum de Colonia.< - Auch in Ms. B 67, Bl. 204 va -213 ra (s. dort). Ms. B 73 Honorius Augustodunensis. Beda Venerabilis. Hugo de Sancto Victore. Ps.-Augustinus, Aurelius. Augustinus, Aurelius. Vigilius Thapsensis. Legenda de Corpore Christi Papier und Pergament • 210 + I Bl. • 29 x 21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?) ■ um 1445-1455; um 1435-1440; 1439 Die Hs. wurde im 15. Jh. aus vier Teilen zusammengesetzt. Dunkelbraunes Rindleder über Holzdeckeln (15. Jh., 2. Hälfte); dreifache Streicheisenlinien bilden einen Außenrahmen und ein Rautenmuster auf Vorder- und Rückdeckel • Reste von zwei Schließen Rücken restauriert ■ Fragment Bl. I (urspünglich Spiegel): Einzelbl., an den Rändern stark beschnitten; Pergament; 29 x 20; Schriftraum (?) x 16; gotische Textualis; Quadratnotation auf vier roten Linien; Deutschland (?); 14. Jh., 1. Hälfte. Aus einem Antiphonarium. Gesungene Teile des Offiziums für das Fest der Himmelfahrt Mariae. Enthält u.a. (I v ) CAO Nr. 4425, 2762, 3261 und 1503. (I") CAO Nr. 5454,4988 und 4703 (?). Nur Teil IV der Hs. enthält eine Datierung (1439) der Schreiberhand (Bl. 195 rb ). Teil III entstand, wie es der Wz.-Befund belegt, wohl etwa gleichzeitig. Die vorgeschlagenen Datierungen der Teile I und II beruhen auf den Datierungen der vorgefundenen Wz. Verschiedene der Papiersorten in Teil I sind auch in Handschriften belegt, die mit Sicherheit oder wahrscheinlich im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent entstanden sind. Deshalb liegt es nahe, daß auch dieser Teil dort geschrieben wurde. Das einzige Wz. in Teil II ist mit einem der Wz. in Teil I identisch; auch Teil II stammt somit wohl aus derselben Schreiberwerkstatt. Die Schriftheimat der Teile III und IV ist unsicher. Da diese Teile schon im 15. Jh. mit den Teilen I und II zusammengebunden wurden, enstanden auch sie vermutlich ebenfalls im Kreuzherrenkonvent in Düsseldorf. Auch der Entstehungsort des Einbandes und die Bibliotheksheimat sind dort zu vermuten. Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 530. 238 Ms. B 73 I Bl. 1-155: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1445-1455 • vorne wurde ein Doppelbl. (2 Vorsatzbll.) ausgerissen • Wz.: Ochsenkopf (Siebpaar) = PiccO VII 895-897 (1442-1452; auch in Ms. B 61); Traube = PiccFr I 266-267 (1453; auch in Ms. B 40 und Ms. B 64, Teil III); Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 396-400 (1449-1452; auch in Ms. B 35, Teil II); Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 400/407 (1452; auch in Ms. B 40, Ms. B 41, Ms. B 54, Ms. B 64, Teil II und Ms. B 69a); Ochsenkopf Gruppe PiccO VII 282-286 (1447-1457); Ochsenkopf (Siebpaar) Gruppe PiccO VII 844-846 (1448- 1454); Ochsenkopf (Siebpaar) = PiccO VII 584 (1446-1447); Armbrust (Siebpaar) ~ PiccWW XI 2168 (1449) und ~ PiccWW XI 2182 (1453); Traube (Siebpaar) ~ PiccFr I 111 (1451); Traube ~ PiccFr I 251 (1448); Traube (Siebpaar) Typ PiccFr I 451 (1445-1446; auch in Teil II) • Lagen: 2 V 20 + 2 VI 44 + V 54 + (IV+1) 61 (Bl. 55a nach Bl. 55, Bl. 56a nach Bl. 56) + 4 Vi' 09 + 2 V 129 + (V-l) 138 (kein Textverlust) + V 148 + (IV-1)' 55 (kein Textverlust) ■ Lagensignaturen von (Bl. l r ), (Bl. 2 r ), usw., bis p3 (Bl. 151 r ) und p4 (Bl. 152 r ), an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 21 x 15 • 2 Spalten • Schreiber 1 31^40 Zeilen, Schreiber 2 39-50 Zeilen ■ unregelmäßige gotische Hybrida von zwei Schreibern: 1 Bl. l ra -89 vb , 2 Bl. 90 ra -155 va • rubriziert. l ra - 94 vb [Honorius Augustodunensis: Gemma animae.] (l ra ~ rb ) Kapitelverzeichnis. Am oberen Rand: Capitula in librum qui intitulatur Gemma anime [15. Jh.]. (l rb -94 vb ) Text. - Druck: PL 172, 541-753. S. auch DSAM Bd. 7,1, Sp. 733; M.-O. Garrigues, L'Oeuvre d'Honorius Augustodunensis. Inventaire critique, in: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft 38, 1986, S. 7-136; 39, 1987, S. 123-228; 40, 1988, S. 129-190, hier 38, 1986, S. 83-91. 94 vb - 95 ra [Versus de ornamentis filiarum Jerusalem.] Ecce, filie Iherusalem, quas delicias vobis preparavi, I quibus gemmis vos ornavi... - ... cum Ulis adepturos gaudeant. - Der Text schließt ohne Leerzeile oder Überschrift bei dem vorangehenden Werk an. 95 ra - 100 ra [Honorius Augustodunensis: Summa gloria de apostolico et augusto sive De praecellentia sacerdotii prae regno.] Ohne Prolog. - Drucke: PL 172, 1257-1270; MGH Libelli de lite, Bd. 3, S. 63- 80, hier S. 64-80. S. auch Garrigues (s. l ra ), hier Bd. 40, 1988, S. 166-176. 100 ra - 101 vb [Versus de morte et de mortificatione.] Qui seculum pro Deo relinquens se viciis et concupiscenciis crucifigit I mundo mortuus est, sedDeo vivit... -... quia oculus non vidit [I Cor 2,9], etc. 101 vb - 102 ra [Versus de generibus librorum.] Quibus desit copia librorum, hec pauca sufficiant in festivitatibus sanctorum. Qui autem ad celestia ... - ... cum Ulis adepturos gaudeant. - Bemerkenswerte Empfehlungen für eine Lektüreauswahl, die dem Seelenheil des Lesers dienlich ist. 239 Ms. B 73 102 ra [VERSUS DE VITIIS ET de VIRTUTIBUS.] Per me transite, qui queritis atria vite I Exilium fugite patriam ... - ... recti sectando ducatum. 8 Verszeilen. - Walther I Nr. 13948. 102 rb - 104 va [DE PRAEMIO ANIMAE POENITENTIS.] Premium iustorum est videre Deum, vivere de Deo, esse cum Deo ... -... etfelicitateperpetua. Deo gracias. Alleluia, etc. - Bloomfield/Guyot Nr. 4034. 104 vb - 131 vb Beda Venerabilis: Explanatio Apocalypsis. (104 vb -106 ra ) Prolog. Widmungsbrief an Acca. Bl. 104 vb , am oberen Rand: Incipit prologus venerabilis Bede presbiteri in explanacionem Apokalypsis. (106 ra - 13 l v ) Text. Bl. 106 ra , am oberen Rand: Incipit tractatus in explanacionem super Apokalypsim Bede presbiteri. - Auch in Ms. B 20, Bl. 136 ra -172 ra (s. dort, mit Angaben zu Drucken und weiterer Lit). 13 l vb - 153 rb Beda Venerabilis: Expositio Actuum Apostolorum. (131 vb -132 vb ) Prolog. Bl. 131 vb , am unteren Rand: Incipit prefacio in Exposicionem venerabilis Bede presbiteri super Actus apostolorum. (132 v - 153 rb ) Text. Incipit Exposicio in Actus apostolorum venerabilis Bede presbiteri (Bl. 132 vb , am oberen Rand). - Auch in Ms. B 20, Bl. 98 ra -130 vb (s. dort, mit Angaben zu Drucken und weiterer Lit.). 153 rb - 155 va [Beda Venerabilis: Nomina regionum atque locorum de ACTIBUS APOSTOLORUM.] Am Schluß: >Explicit Exposicio. Deo gracias.< - Auch in Ms. B 20, 130 vb -134 vb (s. dort, mit Angaben zu Drucken und weiterer Lit.). - 155 vb leer. II Bl. 156-170: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); um 1445-1450 • von Bl. 168a fehlt die äußere Spalte • Wz.: Traube (Siebpaar) Typ PiccFr 1451 (1445-1446; auch in Teil I) ■ Lagen: V 165 + (IV-2)' 70 (Blattverlust wohl ohne Textverlust; Bl. 168a nach Bl. 168) • Lagensignaturen al-a5 (1. Lage) und 1-3 (2. Lage); Reklamant auf Bl. 165 v ■ Schriftraum 19,5-20 x 14 • 2 Spalten • 38-39 Zeilen; vermutlich Kammliniierung (s. Bl. 157 v und 169 r ) • gotische Hybrida von drei Schreibern: 1 Bl. 156 ra -162 vb , 2 Bl. 163 ra -168a r , 3 Bl. 168a v • rubriziert. 156 ra - 168a r Hugo [de Sancto Victore]: De tribus diebus. >Incipit argumentum in opusculum domni Hugonis de operibus trium dierum.< Am Schluß: Explicit tractatus domni Hugonis de opere trium dierum. Hec qui scripta legis, rogo, scriptoris memoretis. - Druck: PL 176, 811-838. Zur hsl. Überlieferung s. Bernards S. 330 (diese Hs. genannt); Stegmüller RB 240 Ms. B 73 Nr. 3789 mit Suppl; Goy, aaO, S. 98-115 (mit dieser Hs. als Nr. 27). Auch in Ms. B71.B1. 245-265 v rV 168a v [De THEOLOGIA.] [...] eius utilitas potest declarari ex duobus, primo quia eterne beatitudinis dulcedinem ... - ... tarnen doctrinam comprehendit se sub utrumque [...]. - Fragment eines unbekannten Werkes, vermutlich eine Quaestio über die theologia als scientia. Der Anfang stand auf der jetzt fehlenden äußeren Spalte von Bl. 168a. - 169 ra -170 vb leer. III Bl. 171-185: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent); um 1435-1440 • Pergament: das innere und das äußere Doppelbl. der 1. Lage und das äußere Doppelbl. der 2. Lage • Wz.: Krone (Siebpaar) Typ PiccKr 1311 (1437-1440) • Lagen: VI 182 + (III-3) 185 (wohl ohne Textverlust) • Reklamant auf Bl. 182 v ; Lagensignaturen 1-6 in der 1. Lage • Schriftraum 20-21 x 13-14 • 2 Spalten • 39^11 Zeilen ■ gotische Hybrida • rubriziert. 171 ra - 172 ra [LEO Papa, I.: Sermones.] Sermo 22. - Druck: CC 188, 90- 101 (versio a). CPLNr. 1658. 172 ra [Gregorius Papa, L: Homiliae XL in Evangelia.] Hom. 8 (nur der Textanfang). - Druck: PL 76, 1103. Vgl. Schneyer Bd. 9, S. 69, Nr. 6; CPL Nr. 1711. 172 ra - 181 rb Beda Venerabilis: Homiliae. Bl. 172 ra , am unteren Rand: Omelia venerabilis Bede presbiteri. Hom. I, 6-8. - Druck: CC 112, 37-59. CPLNr. 1367. 181 rb - 182 vb [Fulgentius, Claudius G.: Sermones.] Sermo 3. Bl. 181 rb , am unteren Rand: In natali sancti Stephani proothomartyris sermo. - Druck: CC 91 A, 905-909. CPL Nr. 830. 183 ra - 184 va [Ps.-]Augustinus, Aurelius: Sermones. Sermo app. 215. Excerptum. >Sermo beati Augustini de sancto Stephano.< - Druck: PL 39, 2145. - Unmittelbar anschließend (ab Bl. 183, Z. 24): Tanto fulgore sanctus Stephanus in amore divino radiavit ... - ... provexit sancta mater ecclesia ipso opitulante, qui vivit... seculorum. Amen. - CPPM Bd. 1, Nr. 2461 (diese Fassung); s. auch CPPM Bd. 1, Nr. 1000. 184 va - 185 rb Augustinus, Aurelius: De civitate Del Lib. 22. Excerptum. >Sermo beati Augustini episcopi de miraculis sancti Stephani. Ex libro XXIf de civitate Dei.< Ad aquas Tibilitanas episcopo Preiecto 241 Ms. B 73 afferente ... - ... sanata est, hortati summ, vo[Iente ...]. Am Ende abgebrochen. - Druck: CC 48, S. 821, Z. 265 - S. 824, Z. 368. CPL Nr. 313. -185 v leer. IV Bl. 186-208: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent (?); 1439 • Pergament: das innere und äußere Doppelbl. jeder Lage • Wz.: Krone (Siebpaar) Typ PiccKr I 313 (1428-1462) ■ Lagen: VI 197 + (VI-1) 208 • Lagensignaturen al-a6 und bl-b6 ■ Schriftraum 21 x 14 • 2 Spalten • 38-47 Zeilen • gotische Hybrida • rubriziert. 186 ra " va [Alcuinus, Flaccus: De fide sanctae et inidividuae TriNITATIS.] Lib. III. Excerptum. Credimus sanctam Trinitatem, id est Patrem et Filium et Spiritutn sanctum ... - ... cuius maiestas visio eterna est omnium sanctorum beatitudo et gloria in secula seculorum. Amen. - Druck: PL 101, Sp. 56, 2. Z. v. u. - Sp. 58. 186 va - 195 rb [Vigilius Thapsensis] (Ps.-Augustinus, Aurelius): Contra Felicianum Arianum de unitate Trinitatis. Am Schluß: >Explicit tractatus beati Augustini episcopi contra Felicianum de sancta Trinitate. Anno Domini 1439, etcetera.< - Druck: PL 42, 1157-1172. CPL Nr. 808; CPPM Bd. 2, Nr. 168. 195 va - 197 vb [Paulus Diaconus: Homiliarum.] Hom. 158. >Dominica infra Ascensionem Domini. Lectio sancti Ewangelii secundum Johannem.< Nach dem Bibelzitat: >Omelia Herici de eadem lectione.< - Druck: PL 95, 1358-1362. 198 ra - 206 vb [Legenda de Corpore Christi.] Lesungen für das Fronleichnamsfest und für die Oktav dieses Festes. (198 ra -200 ra ) >De Corpore Christi.< Immensa divine largitatis beneficia exhibita populo Christiano, inestimabilem ei conferunt dignitatem ... - ... habentem vitam in seipso. Druck: C. Lambot, L'Office de la Fete-Dieu, in: Revue Benedictine 54, 1942, S. 61-123, hier S. 75-81 (Ad Matutinum. Lectiones 1-9). (200 ra - 20 l ra ) > Augustinus in Epistola ad Hereneum. Per ebdomadam. Lectio prima.< Cristus panis est, de quo qui manducat vivit in eternum ... - ... oblata sunt signißcamus. Druck: Lambot, aaO, S. 100-102. (Ex Legendario Romano, Lectiones 5-6). (201 ra -206 v ) >Augustinus de consecracione.< Utrum subfigura an sub veritate hoc misticum sacramentum fiat, veritas ait ... - ... usque adpatriam deducit. Ad quam nos perducere ... angelorum et hominum. Amen. Druck: Lambot, aaO, S. 106-118 (Ex Legendario Romano, Lectiones 10-12 und die Lectiones 1-3 für jeden Tag des Oktavs von 242 Ms. B 74 Fronleichnam). (206 v -207 ra ) [D]e tocius mundi operibus legisti, quia ipse dixit et facta sunt, ipse mandavit et creata sunt... — ... nullus horror cruoris sit, etprecium [...]. (Ex Legendario Romano, Lectiones 2>-^ (Teils). Druck: Lambot, aaO, S. 99, Z. 78-100, S. 100, Z. 114. - 207 rb ~ vb ; 208™ (Nachsatzbl., ursprünglich Spiegel) leer. Ms. B 74 Gerson, Johannes. Kempf, Nicolaus (?). Tractatus de effectus sacrae communionis. Stella clericorum. Gebeno Eber- bacensis. Ps.-Thomas de Aquino Papier • I + 264 + I Bl. • 21,5x14,5 ■ Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); Westdeutschland • 15. Jh., 3. Viertel Die Hs. wurde im 15. Jh. aus sechs Teilen zusammengesetzt. Braunes Rindleder über Holzdeckeln; doppelte Streicheisenlinien bilden zwei Außenrahmen und ein Rautenmuster im Mittelfeld; Einzelstempel. Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 2. Hälfte. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, Marienfrede • Resteeiner Schließe; vier Buckel aus Holz (!) auf dem Rückdeckel • Merker aus hellem Pergament ■ gleichzeitiges Inhaltsverzeichnis auf dem Rücken • Brandkreuz im oberen Schnitt (Marienfrede); alter Titel Johannes Gerson super materiam [?] celebracionis [18. Jh. ?] auf dem vorderen Schnitt. Nach dem Wz.-Befund entstand Teil I im dritten Viertel des 15. Jh. Die genau identifizierten Wz. in den Teilen II und III belegen, daß diese Teile um 1470 entstanden sind. Da zwei der hier nachgewiesenen Siebpaare auch in Hss., die 1469 bzw. 1473 im Kreuzherrenkonvent Marienfriede geschrieben wurden, vorkommen, entstanden auch diese Teile sehr wahrscheinlich dort. Auch die übereinstimmenden Schreiberhände in den Teilen I und III und die wohl von einer einzigen Hand eingetragenen Fleuronne-Initialen in den Teilen I — III deuten auf eine identische Schriftheimat. Die Datierungen der etwa gleichzeitig entstandenen Teile IV-VI (15. Jh., 3. Viertel) beruhen ebenfalls auf dem Wz.-Befund. Die Schriftheimat dieser Teile ist unbekannt, aber wegen der Schrift in Westdeutschland zu vermuten. Die in Teil III mit eingebundenen Bll. 134-144 (eine Lage) entstanden, wie es der Wz.-Befund belegt, schon um 1410-1415 • die Besitzvermerke auf Bl. 134 r beziehen sich ausschließlich auf Bl. 134-144: Iste liber pertinet executoribus domino Johannis Stoir [?] [15. Jh., durchgestrichen]. Datus est nobis iste tractatulas a domino Theoderico de Dynslaken [Dinslaken bei Wesel], altarista in Ghenham [Genheim bei Koblenz ?], ex parte testamenti domini Thome de Humre [Homer bei Borken in Westf. ?], quondam pastoris in Hysrodt [?]. Orate pro eis [15. Jh.] • der Vermerk am Anfang der Teile IV und V (Bl. 150 r und 168 r ) Orate pro Johanne Amelonck bezieht sich wohl auf den Vorbesitzer dieser Teile der Hs., Johannes Amelonck (Näheres zur Person s. Ms. B 7). Wohl aus seinem Besitz gelangten Teil IV und Teil V in die Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede ■ die Hs. (in ihrer heutigen Zusammensetzung) stammt aus der 243 Ms. B 74 Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede. Besitzvermerke (Bl. I 1 ) Liber fratmm Sande Crucis conventus Mariepacis [15. Jh., 2. Hälfte] und (Bl. 2') Conventus B. M. Pacis [18. Jh. ?]. Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 531. I Bl. I, 1-73: Westdeutschland; 15. Jh., 3. Viertel • Wz.: Einhorn Gruppe PiccFab III 2086-2095 (1453-1481) • Lagen: Vorsatzbl. (Bl. I) + (VI+1) 13 + 5 VI 73 • Reklamanten; Lagensignaturen von (Bl. 2 T ), a2 (Bl. 3"), usw. bis/<5 (Bl. 69 r ) • Schriftraum 14-16 x 9 • 26-31 Zeilen • gotische Hybrida von drei Schreibern: 1 Bl. 2-3 r ; 2 Bl. 3 V -15 V ; 3 Bl. 16-71 r ; Schreiber 3 ist mit Schreiber 2 in Teil III identisch • rubriziert • Bl. 2 r , 16 r , 25 v und 50 r 6-7-zeilige rote Initialen mit rotem und grünem Fleuronne. Bl. 1 Vorsatzbl. aus Pergament: f Besitzvermerk (s.o.) und Inhaltsverzeichnis derselben Hand (15. Jh., 2. Hälfte). - I v Fragment einer Urkunde. Schreibsprache östliches mittelniederländisch; 15. Jh., 1. Hälfte. Durch Beschädigungen stellenweise unleserlich. Bl. 1 Vorsatzbl. aus Papier: l r leer. - l v Versus et sententiae. Sex sunt effectus Verbi Dei. Cor frigidum inflammat, Cor aridum irrigat ...; Si vis proßcere, Septem debes retinere I Libros semper habe ... [4 Verszeilen]; Nunc lege, nunc ora, nunc cum fervore labora ... [4 Verszeilen]; Sanctus Thomas de laude celle sie dicit. Cum do me celle, eibor interius quasi melle ... [5 Verszeilen]. Gerson de laude scriptoris. Predicat atque studet, scriptor, largitur et orat... [3 Verszeilen]. Nachträge (15. Jh., 2. Hälfte). 2 r - 15 v Gerson, Johannes: De praeparatione ad missam. (2 r ) Prolog. >Incipit traetatus venerabilis magistri Johannis Gerson cancellarii Parisiensis super materia celebracionis misse. Prologus.< Dubitatum est apud me frequenter et diu, presertim post suseeptum sacerdocium ... - ... mentis sanari potest. >Explicit prologus.< (2 r -15 v ) >Incipit consideracio prima sive capitulum primum.< Nullus habet certitudinem evidentem absque Dei revelacione speciali ... - ... hoc est omnis homo. >Explicit tracatulus bonus super materia celebracionis misse venerabilis magistri Johannis Gerson cancellarii Parisiensis.< — Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 35- 50. 16 r - 25 r Gerson, Johannes: De cognitione castitatis. >Incipit traetatus venerabilis magistri Johannis Gerson cancellarii Parisiensis de cognicione castitatis et pollutionibus diurnis.< Scripsi pridem aliqua super preparacione ad mis(s)am sub decem consideracionibus ... - ... et est utilis 244 Ms. B 74 multum. - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 50-64. S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 5354. Auch in Ms. B 60, Bl. 227 vb -234 ra . 25 r - 50 r Gerson, Johannes: Regulae mandatorum. (25-26 r ) Prolog. >Incipit prologus super conclusiones de diversis materiis moralibus utiles valde, posite per magistrum Johannem Gerson, doctorem theologie eximium ac cancellarium Parisiensem.< Agamus nunc Interim quod natura et imitatrix nature ars solent nos ....... artißcio speciosius ordinäre. >Explicit prologus.< (26-50 r ) Text. >Incipiunt conclusiones.< Ea, que tibiprecepit Deus cogit[a] semper, [quo]om'[am] quilibet obligatur scire ... - ... penitus spoliare contenderit. >Expliciunt conclusiones magistri Johannis Gerson, etc.< - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 94-132. 50 r - 66 r Gerson, Johannes: De passionibus animae. >Incipit tractatus notabilis de passionibus anime magistri Johannis [Gc]rson.< Passionum fervorem effectum et originem cognoscere prodest anime ad devocionis scolam ... - ... in Psalmis canentem. Explicit tractatus notabilis de passionibus anime, editus a magistro Johanne Gerson cancellario Parisiensi nee non professore sacre theologie. - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 1-25. 66 v - 68 v Gerson, Johannes: De modo vivendi omnium fidelium. >Incipit tractatus bonus eiusdem de modo vivendi omnium ß[de]lium ad nobiles.< Regula prima, que spectat ad nobiles, potentes et scabinos, ne pauperes videlicet per potenciam ... - ... super illos et misericordia. Amen. >Expliciunt regule.< - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 8, S. 1-5. Bloomfield/Guyot Nr. 5127. 69 r - 70 r Gerson, Johannes: [Epistola ad fratrem Nicolaum] sive Forma ABSOLUTIONIS. >Incipit forma absolucionis sacramentalis magistri Johannis Gerson.< Gracia tibi et pax, frater karissime. Petis primo si apud aliquem doctorem reperiatur forma auetentica absolucionis sacramentalis ... — ... libro 3°, titulo XXXIIII, questione XCI habetur. >Explicit forma absolucionis sacramentalis venerabilis magistri Johannis Gerson.< - Druck: Glorieux, Gerson, Bd. 2, S. 133-136, Abs. 3. 70 v - 71 r Versus memoriales. Merkverse. >Decem preeepta Decalogi.< In tabulis binis, lex est depieta petrinis I Unum credere Deum ... [5 Verszeilen]. Walther I Nr. 9121. >Novem peccata aliena.< Jussio, consilium, consensus, palpo, recursus ... [3 Verszeilen]. Walther I Nr. 9990. Vgl. G. Meyer / M. Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, Abteilung B: Theologische Pergament- 245 Ms. B 74 handschriften, Bd. 2, Basel 1966, S. 489 (zu Hs. B X 8, Bl. 10 vb ) und Kat. LHA Koblenz 1, S. 215 (zu Best. 701 Nr. 138, Bl. 44 vb -45 va ). >Septem peccata mortalia.< Dat tibi saligia, que sunt mortalia Septem I Luxus, ava. super, ac. invidus, ira, gula. Walther I Nr. 10531. Es folgen Merkverse zu den Sex peccata in Spiritum sanctum (Walther I Nr. 8817), Quattuor peccata clamantia in coelum (aaO, Nr. 2821), Quinque sensus hominis (aaO, Nr. 7390), Duodecim articuli fidei (aaO, Nr. 3419), Octo beatitudines {Spiritus estpauper lugens mitis ...), Septem dona sancti Spiritus (Sap. intel. con.for. sei. ...), Septem opera misericordiae corporalia (aaO, Nr. 20647), Septem opera misericordiae spiritualia (aaO, Nr. 3368), Septem sacramenta ecclesiae (aaO, Nr. 13452), Casus papales (aaO, Nr. 13956) und den Casus episcopales (aaO, Nr. 15482). - 71 v -73 v leer. II Bl. 74—103: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; um 1470 ■ Wz.: Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2048/2066 (1470; auch in Teil III); Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP III 442 (1470; auch in Teil III und Ms. B 30a, Teil I) • Lagen: 3 V 103 • Reklamanten der Schreiberhand; Lagensignaturen ab al (Bl. 74"), a2 (Bl. 750, usw., bis c5 (Bl. 98 1 ) • Schriftraum 14,5 x 8,5 • 29-31 Zeilen • gotische Hybrida ■ rubriziert • Bl. 74 r 6-zeilige rote Initiale mit rotem und grünem Fleuronne. 74 r - 102 r [Kempf, Nicolaus (?)]: Alphabetarium divini amoris. (74™) Prolog. >Incipit prologus in Alphabetum divini amoris de elevatione mentis in Deum.< Ad honorem omnipotentis Dei aliquos modos et vias pro elevacione mentis in Deum propono conscribere ....... in Deum mentis. Et hoc de prohemio. (74 v -75 r ) Kapitelverzeichnis. (75-102 r ) Text. >Capittulum primum.< >De via inchoativa. Ancelmi de doctrinis.< A timore servili procedit filialis, plures enim ineipientes declinare a malo ... - ... protector, director et finis. Amen. >Explicit Alphabetum divini amoris de elevacione mentis in Deum.< - Druck: GW 1554-1566; Du Pin Bd. 3, Sp. 769-800. Zu Werk und Verfasserfrage s. G. Powitz, Die Handschriften des Dominikanerklosters und des Leonhardstifts in Frankfurt am Main, Frankfurt/M. 1968 (Kat. der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main; 2,1), S. 206 (zu Ms. Praed. 88, Bl. 62 va -72 va ); B. Michael, Die mittelalterlichen Handschriften der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Soest..., Wiesbaden 1990, S. 233 (zu Cod. 38, Bl. 3-69 v ); VL 2 Bd. 4, Sp. 1122; D. D. Martin, Fifteenth-century Carthusian reform. The world of Nicholas Kempf, Leiden [usw.] 1992 (Studies in the history of Christian thought, 49), S. 306-307 (Lit.). 246 Ms. B 74 102 r SENTENTIAE. Ama nesciri et pro nichilo reputari [Thomas a Kempis]. Carorum tristis discessus, tristior istis. Corporis et anime tristissimus a deitate. - 102 v -103 v leer. III Bl. 104-149 (ohne die Bll. 134-144): Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); um 1470 • Wz.: Buchstabe P (Siebpaar) = PiccP III 442 (1470; auch in Teil II und Ms. B 30a, Teil I); Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2048/2066 (1470; auch in Teil II) • Lagen: 2 VI 127 + (VI-1+[VI-1]) !49 • Lagensignaturen ab (Bl. 104 r ), (Bl. 105"), usw., bis c6 (Bl. 133 r ) • Schriftraum 14-14,5 x 9 • 30-33 Zeilen • gotische Hybrida von zwei Schreibern: 1 Bl. 104-110 r , 2 Bl. 110— 133 r ; Schreiber 2 ist mit Schreiber 3 in Teil I identisch • rubriziert • Bl. 104 r 8-zeilige rote Initiale mit rotem und grünem Fleuronne. Bl. 134-144 (kodikologisch abweichende Lage): Westdeutschland; um 1410-1415 • Wz.: Katze Typ PiccVf 2 II 1359-1360 (1411); Ochsenkopf- PiccO IX 401 (1411) • Schriftraum 16 x 10,5 • 37^0 Zeilen • anspruchslose gotische Kursive • rubriziert. 104 r - 130 r Tractatus de effectu sacrae communionis. (104 r ) Prolog. >Incipit prologus in tractatum de duodecim fructibus sive effectibus venerabilis Sacramenti.< Ihesu Christi nobili ancille et humili sponse, ymmo et nobili sponse et humili ancille ... -... Ihesu Salvator mundi, etc. >Explicit prologus.< (104 r -130 r ) Text. >Incipit tractatus de duodecim fructibus venerabilis sacramenti sive sacre communionis.< Accessuri itaque ad thronum veri Salomonis nostri pacißci Domini Ihesu Christi ad thronum gracie ... - ... communicantes tibi, o dulcis Ihesu. >Explicit tractatus de duodecim fructibus sive effectibus sacramenti.< Einteilung in sex gradus und duodecim fructus. - Auch in Berlin SB Ms. theol. lat. qu. 338, Bl. 203 v - 220 r , dort jedoch ohne die duodecim fructus. Vgl. G. Achten, Die theologischen lateinischen Handschriften in Quarto der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin, Teil 2, Wiesbaden 1984 (Staatsbibl. Preuß. Kulturbesitz. Kat. d. Handschriftenabt, Reihe 1, Bd. 1,2), S. 161. 130 r - 132 v [Quaestio de frequenti COMMUNIONE.] Si raro sumere Corpus Domini sit melius an sepe. Augustinus de verbis Domini: l Panem nostrum cotidianum da nobis hodie\ Si cotidianus est... - ... exinde de vita eterna sequitur. >Explicit.< >Ex canonibus.< 132 v - 133 r [De celebratione missae post illusionem nocturnam.] >Si post illusionem nocturnam Corpus Domini sumere vel missam debeat quis celebrare.< Sicut ait beatus Gregorius: Illusio que per sompnum solet accidere ... - ... pro nobis oratio et oblacio. >Deo gracias.< - Aus: Augustinus Cantuariensis: Interrogationes ad Gregorium papam. (Entspricht 247 Ms. B 74 Gregorius Papa, I. ?: Ep. XI, 64) Drucke: PL 77, 1198-1200; MGH Epistolae, Bd. 2, S. 342-343. Zur Verfasserfrage s. PLS Bd. 4, Sp. 1569. CPL Nr. 1327. S. auch J. Vennebusch, Die theologischen Handschriften des Stadtarchivs Köln, Teil 3: Die Oktav-Handschriften der Gymnasialbibliothek, Köln/Wien 1983 (Mitteil, aus dem Stadtarchiv von Köln; Die Handschr. des Archivs; 2,3), S. 132-133 (zu GB 8° 144, Bl. 63 v - 65 r ). - 133 v leer. 134 r Hie ineipit Stella clericorum [...] una summa de aliquibus virtutibus et vieiis (15. Jh.), Besitzvermerke (s.o.) und Kritzeleien, sonst leer. 134 v - 142 v Stella clericorum. In medio nebule, id est peccatorum. Proprietates huius stelle matutine possunt referri ad quemlibet sacerdotem fidei ... - ... ve vobis et semper ve. - Drucke: Hain 15060-15080; E. H. Reiter, 'Stella clericorum'. Edited from Wavrennes (Stavelot), Monastere St.-Remacle, s.n. Toronto 1997 (nicht eingesehen). S. auch O. Bonmann, Marquard von Lindau und sein literarischer Nachlaß, in: Franziskanische Studien 21, 1934, S. 333-335; G. Meyer / M. Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, Abteilung B: Theologische Pergamenthandschriften, Bd. 1, Basel 1960, S. 409^111 (zu Hs. B IV 28, Bl. 45-56 v ); Bloomfield/Guyot Nr. 4435; L. Lentner, 'Stella clericorum'. Ein Pastoralbuch des späten Mittelalters (...), in: Dienst an der Lehre, Wien 1965 (Wiener Beitr. z. Theologie, 10), S. 263-274; Schneyer Bd. 7, S. 611, Nr. 131; A. Garcia y Garcia, Manuscritos de la 'Stella clericorum', in: Scripta theologica 16, 1984, S. 395^04 (164 Hss.); Kat. LHA Koblenz 1, S. 317-318 (zu Best. 701 Nr. 159, S. 317-318). 142 v [Ps.-] Augustinus: Sententia. >Augustinus.< Malle penitentia sustinere in inferno potius Anne, Cayphe, Pylati et Herodis quam unius sacerdotis ... - ... miserabiliter acquirunt. - 143 r [Ps.-]GREGORIUS PAPA, L: SENTENTIA. Gregorius. Attentide vos, sacerdotes, cum quanta puritate et reverencia debetis accedere ad illudsacrificium ... — ... restituit sibi eundem 143 v - 144 v [CONRADUS HlRSAUGIENSIS (?): DE FRUCTIBUS CARNIS ET SPIRITUS.] Excerpta. Superbia est singularis excellencie super alios cetus quidam cetus appetitus. Luxuria est ... - ... Modestia est pudici et honesti [...]. Text am Ende unvollständig. - Druck: PL 176, 997-1006 (mit zahlreichen Varianten, hier Hugo von Sankt Viktor zugeschrieben). S. auch Bloomfield/Guyot Nr. 1164 und 5912-5913; Goy, Hugo von Sankt Viktor, S. 488 (Lit.); VL 2 Bd. 5, Sp. 205-206. - 145-149 r leer. 248 Ms. B 74 IV Bl. 150-167: Westdeutschland; um 1455-1460 ■ Wz.: Einhorn (Siebpaar) = PiccFab III 2008/2031 458) • Lagen: IV 161 + III 167 • Lagensignatun 23-25 Zeilen ■ gotische Kursive • rubriziert. (1458) • Lagen: IV 161 + III 167 Lagensignaturen 1-6 in der ersten Lage ■ Schriftraum 15 x 10 150 r - 167 v [Nicolaus Ambianensis] (Ps.-Alanus [ab Insulis]): De arte FIDEI CATHOLICAE. Incipit über primus de arte fidei catholice agens de una omnium causa, id est de uno Deo eodemque trino, XXX° continens propositiones (von anderer Hand: compositus a magistro Aland). (150 r - 151 v ) Prolog. (151 v -167 v ) Text. Am Schluß: >Explicit über de arte fidei catholice a magistro Alano compositus. Deo gracias.< - Drucke: PL 210, 495-618; M. Dreyer, Nikolaus von Amiens: Ars fidei catholicae - ein Beispielwerk axiomatischer Methode, Münster 1993 (BGPhThM, N.F., 37), S. 76-106. Zu Verf., Verfasserfrage und hsl. Überlieferung s. M. Grabmann, Geschichte der scholastischen Methode, Bd. 2, Freiburg/Br. 1911 (Neudr. Graz 1957), S. 459-465; Bernards S. 332 (diese Hs.); Stegmüller RB Nr. 551; Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 76; Dreyer, aaO, S. 40-61 (ohne Kenntnis dieser Hs.); LMA Bd. 6, Sp. 1177 (Lit.). 167 v VERSUS. Hie iacet in tumba rosa mundi, non rosa munda. — Walther I Nr. 7973; Walther II Nr. 10853. - Qui duo, qui Septem, qui totum seibile sciunt. Nachträge der Schreiberhand. Bl. 168-217: Westdeutschland; 15. Jh., 3. Viertel • Wz.: Einhorn (Siebpaar) Gruppe PiccFab III 1999-2090(15. Jh., 2. Hälfte) • Lagen: 3 VI 203 + VII 217 • Reklamanten; Lagensignaturen ab (Bl. 168 r ), (Bl. 169"), usw., bis d7 (Bl. 210") ■ Schriftraum 15 x 9 • 27-29 Zeilen • gotische Kursive ■ rubriziert. 168 r - 216 r Gebeno [Eberbacensis]: Speculum futororum temporum. (168™) Widmungsbrief. Honorabilibus viris semper in Christo diligendis, magistro Remundo scolastico et magistro Reinero, canonicis Sancti Stephani in Maguncia, frater Gereno dictus prior in Everbach. Si quis potest, peccatoris oracio. Sancta virgo Hildegardis, fundatrix et magistra monasterii Sancti Ruberti, quod situm est apud Pinguiam ... - ... multorum veniens publicetur. (168 v -169 v ) Prolog. >Incipit prologus in librum qui vocatur Speculum futurorum temporum.< De anticristo nostris temporibus diversi diversa proponentes, frivola quedam non per Dei spiritum ... - ... tempori congruere putavi. (169 v -216 r ) Text. >De eo quod sancta Hildegardis obscure loquitur in usitato stilo.< Libros sanete Hildegardis 249 Ms. B 74 plerique legere fastidiunt et horrent pro eo, quod obscure ... - ... convertamini vobis infundatur. >Amen.< - Druck (Auszüge): J. B. Pitra (Hg.), Analecta sacra, Bd. 8, Montecassino 1882 (Neudr. 1966), S. 483^188. Krit. Ausg. in Vorbereitung (F. Jürgensmeier). S. auch; Dict. aut. eist., S. 276-277; DHGE Bd. 20, S. 213-214; C. Meier, Nostris temporibus necessaria. Wege und Stationen der mittelalterlichen Hildegard-Rezeption, in: Architectura poetica. Festschr. für J. Rathofer (...), hg. v. U. Ernst und B. Sowinski, Köln [etc.] 1990 (Kölner germanistische Studien, 30), S. 307-325 und Anhang 2. - 216 v -217 v leer. VI Bl. 218-264: Westdeutschland; um 1460-1470 • Wz.: Buchstabe Y Typ Briquet 9189 (1464); Buchstabe Y Typ Briquet 9181 (1464); Buchstabe P Gruppe PiccP IV 511-515 (1467-1469) • Lagen: 3 VI 253 + (VI-1) 264 ■ Reklamanten; Lagensignaturen ab (Bl. 218 r ), (Bl. 2190, usw., bis d6 (Bl. 259 r ), an vielen Stellen abgeschnitten • Schriftraum 15 x 9 • 28-30 Zeilen • gotische Kursive von zwei Schreibern: 1 Bl. 218-229 v , 2 Bl. 230-263 v ■ rubriziert. 218 r - 25 l r [Ps.-]Thomas de Aquino: De beatitudine. >Liber beati Thome de eterna beatitudine.< Beati qui habitant... [Ps 83,5]. Domus Dei est eterna beatitudo, quam naturaliter omnis homo desiderat ... - ... ut ineumfestetur habundancia glorie tue, per infmita secula seculorum. Amen. >Explicit über beati Thome de eterna beatitudine.< - Druck: Thomas de Aquino, Opera omnia, hg. v. R. Busa, Bd. 7, Stuttgart 1980, S. 709-714. S. auch Glorieux, Repertoire, Nr. 14 eb. 25 l r - 263 v [Ps.-]Thomas de Aquino: De divinis moribus. >Incipit über eiusdem de divinis moribus.< Perfecti estote ... [Mt 5,48]. In sacra Scriptura nichil nobis possibile consulitur velpreeipitur. In hoc verbo Domini ... - ... solus seit numerum electorum. Benedictus Deus. >Amen.< - Drucke: J. Brecht, Die pseudothomasischen Opuscula „De divinis moribus" und „De beatitudine", München 1973 (MTU, 40), S. 17-62; Thomas de Aquino, Opera omnia, hg. v. R. Busa, Bd. 7, Stuttgart 1980, S. 706-709. S. auch Glorieux, Repertoire, Nr. 14 ey. Zur Verfasserfrage der beiden Thomas von Aquin zugeschriebenen Werke s. M. Grabmann, Die Werke des Hl. Thomas von Aquin, 3. Aufl, Münster 1949 (BGPhThM, 22), S. 398; Brecht, aaO, S. 1-4. -264™ leer. Bl. II Vorsatzbl. aus Pergament-Handschrift: IF~ Fragment einer Urkunde (Xanten, 1453). Genannte Personen u.a. Imbertus Hanon (Kanoniker an der St. Viktor-Kirche in Xanten) und Henricus Letwick. - II V leer. 250 Ms. B 75 Ms. B 75 Theologische Sammelhandschrift Papier ■ I + 178 Bl. • 21x14,5 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?) (I, III-V) • 1472 (I); 15. Jh., 2./4. Viertel (II-V) Die Hs. besteht aus fünf Teilen: I: Bl. 1-47, 129-153; II: Bl. 48-128; III: Bl. 154-159; IV: Bl. 160- 175; V: Bl. 176-178 (äußere Beschreibung der einzelnen Teile s.u.) das leere Pergament- Handschrift-Vorsatzbl. I ist die freistehende rechte Hälfte eines Doppelbl., dessen linke Hälfte als Vorderspiegel eingeklebt ist. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Rautenmuster) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei S. Karpp-Jacottet, Marienfrede • Reste einer Mittelschließe; auf dem Rückdeckel vier kleine Buckelbeschläge. Da die Hs. im Kreuzherrenkonvent Marienfrede gebunden wurde (s.o.), könnten ihre späteren Teile I, III-V (Teil II eingebundene Lagen des 2. Viertels des 15. Jh.) dort geschrieben worden sein: Teil I hauptsächlich geschrieben von Jacobus Clivis, 16 v datiert: 1472; 1470 ist ein Jacobus Cosfelt de Clivis in Köln immatrikuliert, vgl. Keussen Bd. 1, S. 806. Teil III (frühestens 1478; vgl. 158 v Datierung des Textes) und IV (frühestens 1481; vgl. Wz. und Datierung des Textes) jedenfalls im Raum Xanten geschrieben; Teil V ebenfalls 15. Jh., 4. Viertel • Hs. gehörte der Bibliothek in Marienfrede (vgl. l r Besitzvermerk des 15. Jh.: Liber iste pertinet conventui Marie pacis; anschließend von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band) entweder bis 1809, als die Bibliothek nach Auflösung des Konvents (1806) nach Düsseldorf gelangte, oder sie war bereits vorher (vor 1804 ?; s.u. zum Besitzschild) in das Düsseldorfer Staatsarchiv und von dort in die Hofbibliothek bzw. die Königliche Landesbibliothek gelangt (im 1850 vollendeten handschriftlichen Bestandskatalog T. J. Lacomblets genannt) • auf dem Oberschnitt Brandkreuz (Marienfrede); auf dem Seitenschnitt Aufschrift des 16. Jh. (?; Marienfrede): OPVSCVLVM tripertitum IOHANN1S GERSON ■ 2' auf dem oberen Rand Besitzvermerk des 17./18 Jh. (Marienfrede): Conventus B. M. Pacis • 1 % Inhaltsverzeichnis zum Band von einer Hand des frühen 19. Jh. • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1809; vom Schreiber des Inhaltsverzeichnisses l v ?): onw et Th opuscula ... Ms. chart. 1472 ■ auf dem Vorderdeckel Besitzschild des Düsseldorfer Staatsarchivs, darauf zusätzlich Besitzstempel sowie Aufschriften: 48 S; 177 Folien; ,4z«g[eschieden ?] 11.11.[18 ?]-Ö • Schriftraum 14-16 x 8,5-10,5 • 38 va -39 va , 142 ra -153 vb 2 Spalten • 31^14 Zeilen ■ gotische Hybrida • 2-4 Hände, darunter Jacobus Clivis ■ rubriziert. 251 Ms. B 75 1™ Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnisse (s.o.). 2 r - 16 v Johannes Gerson: Opus tripartitum. >Incipit opusculum tripertitum [!] de preceptis decalogi, de confessione et arte moriendi per eximium sacre theologie professorem magistrum Iohannem Gerson alme universitatis Parisiensis cancellarium.< Cristianitati suus qualiscumque zelator ... - ... laudabiliter observatur. >Explicit opusculum tripartitum ... cancellarium, finitum per pigrum Iacobum Clivis anno domini m° cccc° lxxii°prima hora ante dominicam Letare sabbati.< - Druck: Du Pin Bd. 1, Sp. 427^50. Glorieux, Gerson, Bd. 2, S. 74 f., Nr. 18 (Teildruck). Stegmüller RB Nr. 4491 mit Suppl.; van den Bosch, Observantie, S. 147, Anm. 142 (Hs. jeweils genannt). Bloomfield/Guyot Nr. 734. 17 r - 31 r Petrus de Alliaco: Meditationes super Septem psalmos POENITENTIALES. Prolog: Vera penitencia velut schala [!] quedam est ... (17 v ) Text: Domine Jesu Christe future iudex seculi qui bonos ... - ... habitare perhenniter et regnare, tu misericorditer prestare digneris qui vivis ... Amen. - Druck: Du Pin Bd. 4, Sp. 1-26. Zur Verfasserfrage Glorieux, Gerson, Bd. 1, S. 67. Stegmüller RB Nr. 4484 mit Suppl. (Hs. genannt), 6408 mit Suppl. Bloomfield/Guyot Nr. 1738. VL 2 Bd. 7, Sp. 496-499. Nachfolgender Text unmittelbar angeschlossen. 3 l r - 37 v Moraltheologische Exzerpte. - (31") Petrus Blesensis: Compendium in Iob. - PL 207, Sp. 817, Z. 26 -Sp. 818, Z. 32. - (32") Bernardus Claraevallensis: Sermones 17, 21, 31, 32 super Cantica CANTICORUM. - Ed.: Leclercq/Rochais Bd. 1, S. 98, Z. 13 - S. 99, Z. 20; S. 124, Z. 20 - S. 125, Z. 18; S. 223, Z. 6-8; S. 222, Z. 3-5; S. 227, Z. 7-28. - (32 v -33 v ) QUAESTIONES DUO. >Quare dominus subtrahit se ab amicis suis.< Subtrahit se dominus ab amicis suis non deserendo amiciciam ... (33 r ) >Qualiter homo posset probare an habeat spiritum sanctum.< (33 v ) Licetperfecte nos scirepotest utrum sit odio dignus vel amore ... — Beginn des zweiten Textes ähnlich Basel ÜB B IX 13, 116 r . - (33 v -35 v ; 36-37 v ) Stimulus amoris (maior I ?), II 6, III 2, I 1-3. >Quomodo homo perfecte se odiat ut perfecte deum diligat.< Quia ad dilectionem dei habendam impedit dilectio sui... - ... Veni benignissime et noli tardare etc. - Vgl. Ed. J. Klapper, Schriften Johanns von Neumarkt, Teil 3, Berlin 1939 (Vom Mittelalter zur Reformation; 6,3), S. 173-189; S. 254-258; S. 7, Z. 7 - S. 33, Z. 2 (Text der Hs. stark abweichend). Außer (36-37 v ) näherstehend der Ed. Stimulus amoris fratri Iacobi Mediolanensis, Quaracchi 2 1949 (Bibl. Francisc. ascet. 252 Ms. B 75 medii aevi, 4), S. 105-117, 69-76 (Stimulus amoris minor, Kap. 18 f., 14). Zum Werk, seinen Redaktionen und zur Verfasserfrage Distelbrink Nr. 217-219; VL 2 Bd. 9, Sp. 335-341; F. Eisermann, Diversae et plurimae materiae in diversis capitulis. Der 'Stimulus amoris' als literarisches Dokument der normativen Zentrierung, in: Frühmittelalterliche Studien 31, 1997, S. 214-232; F. Eisermann, Stimulus amoris. Inhalt, lateinische Überlieferung, deutsche Übersetzungen, Rezeption, Tübingen 2001 (MTU, 118). - (35 v -36 r ) Eingeschoben: >De passione Jesu Christi. Bernardus.< Quamdiu vixero memor ero laborum quos Christus sustinuit ... - Nicht aus Bernardus Claraevallensis. - 38 r leer. 38 va - 39 va Ps.-Thomas de Aquino: De divinis moribus. Exzerpte. >Hii mores divini sunt sive perfectiones.< Deus est immutabilis in sua natura ... — ... erit conformior infuturo et beacior. Hec extracta sunt omnia ex tractatu sancti Thome de divinis moribus ... Deo laus. Item: Ultima tribulacio multis tribulacionibus prevenitur. - Druck des Grundtextes: R. Busa, S. Thomae Aquinatis opera omnia, Bd. 7, Stuttgart-Bad Cannstatt 1980, S. 706-709. Glorieux, Repertoire, Nr. 14 ey. M. Grabmann, Die Werke des hl. Thomas von Aquin. Eine literarhistorische Untersuchung und Einführung, Münster 1949 (Repr. 1967) (BGPhThM; 22, 1-2), S. 398. - 39 vb leer. 40 r - 43 v Sermones quattuor. - (40™) Ps.-Augustinus: Sermo (65) DE ORATIONE DOMINICA. - PL 39, 1870 f. CPPM Bd. 1, Nr. 850. Bloomfield/Guyot Nr. 9011. - (AV-tä) Ps.-Augustinus: Sermo (242) de symbolo. - PL 39, 2191— 2193 (Text der Hs. leicht abweichend). CPPM Bd. 1, Nr. 1027. - (42™) Ps.-Augustinus: Sermo (243) de symbolo. - PL 39, 2193 f. CPPM Bd. 1, Nr. 186 (Ps.-Ambrosius), 1028 (Ps.-Augustinus), 4003 (Ps.-Beda Venerabilis). - (42 v -43 v ) Caesarius Arelatensis: Sermo 46. - CC 103, 205-211. CPPM Bd. l,Nr. 1079 (Ps.-Augustinus). 44 r Thomas de Aquino: De iudiciis astrorum. >Tractatus fratris Thome an liceat uti iudiciis astrorum.< Quia petisti ut tibi scriberem an liceret iudiciis astrorum uti ... — ... iudiciis astrorum uti. >Explicit de iudiciis astrorum beati Thome de Aquino.< - Ed.: Opera omnia (Editio Leonina), Bd. 43, Rom 1976, S. 201 (Hs. genannt S. 191, Nr. 12; außerdem ebd. Bd. 42, S. 214, Nr. 34, vgl. 129 r ). Glorieux, Repertoire, Nr. 14 cn. H. F. Dondaine / H. V. Shooner, Codices manuscripti operum Thomae de Aquino, Bd. 1, Rom 1967, Nr. 695 (diese Hs.). P. van den Bosch, in: Clairlieu 36, 1978, S. 172 (Hs. genannt). 253 Ms. B 75 44 Ambrosius Autpertus: De conflictu vitiorum atque virtutum, cap. 9 (Exzerpt). >Depassione domini.< - CCCM 27B, S. 915, Z. 4-6. 45 r - 47 v JOHANNES GERSON: QUAESTIO DE CUSTODIA LINGUAE. >Incipit notabilis questio de custodia lingue et cordis bene ruminanda venerabilis magistri Johannis Gerson sacre theologie doctoris preclarissimi et cancellarii Parisiensis.< Queritur an male loqui de aliis in eorum absencia ... -... nulli in contemptum. - Ed.: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 64-70, Z. 15, aus Nr. 427 (Quaestiones quattuor). Bloomfield/Guyot Nr. 4499. 48 ra -128 v s.Teil IL 129 r - 138 v Thomas de Aquino: De articulis fidei et ecclesiae SACRAMENTIS. Postulat a me vestra dilectio ... - ... surget autem corpus spirituale ad quam gloriam nos perducat pater ... Amen. >Explicit summa edita a sancto Thoma de Aquino de articulis fidei et ecclesiis sacramentis.< - Ed.: Opera Omnia (Editio Leonina), Bd. 42, Rom 1979, S. 245-257 (Hs. genannt S. 214, Nr. 34; außerdem ebd. Bd. 43, S. 191, Nr. 12, vgl. 44 r ). A. Michelitsch, Thomasschriften, Bd. 1, Graz/Wien 1913 (Thomistenschriften, 1; Phil. Reihe, 1), S. 63 (Hs. genannt). Grabmann (vgl. 38 va ) S. 321 f. u.ö. Dondaine/Shooner (vgl. 44 r ) Nr. 695; van den Bosch, Oberservantie, S. 143, Anm. 86; P. van den Bosch, in: Clairlieu 36, 1978, S. 172 (Hs. jeweils genannt). 139 r - 140 v Hieronymus: Epistola (14) ad Heliodorum monachum. Bricht ab: ... non multo vino || - CSEL 54, 44-56, Z. 15. CPL Nr. 620. Lambert Nr. 0/14 (Bd. 1A, S. 5; Hs. genannt ebd. S. 167; Bd. 1B, S. 398). - 141™ leer. 142 ra - 153 vb Hugo de Sancto Victore: Soliloquium de arrha animae. - Druck: PL 176, 951-970; K. Müller, in: Kleine Texte für Vorlesungen und Übungen, Bd. 123 (Bonn 1913), S. 1-26. Goy, Hugo von St. Viktor, S. 277- 329 (Hs. genannt S. 289, Nr. 74). Kurz, Augustinus, 5,2, S. 143; van den Bosch, Observantie, S. 142, Anm. 76; P. van den Bosch, in: Clairlieu 37, 1979, S. 107 (Hs. jeweils genannt). Perger Nr. 49.3. II Bl. 48-128: 15. Jh., 2. Viertel • 4 Wz.: (Bl. 48, 119-128) Traube ~ PiccFr I 471 (1429/30) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 49-118) Siebpaar Ochsenkopf- PiccO VII 559, 2. Gruppe (1430/33) • Lagen: (V+l) 58 + 7 V 128 • Textverlust nach Bl. 128 • Lagen 1-2 Reklamanten • Bl. 49-127 Foliierung des 15. Jh.: 1-76, 78-80 • Schriftraum 15,5 x 9; 127 v -128 v 16-18 x 9 • 48 ra ~ va 2 Spalten • 26-30 Zeilen; 127 v -128 v 42, 48, 33 Zeilen • gotische Hybrida ■ 1 Hauptschreiber; 3 254 Ms. B 75 Nachtragsschreiber (48 ra_va ; 127 v -128 r ; 128 v ) • rubriziert • 49 r 14-zeilige blaue, ornamental gespaltene Initiale Q mit rotem Fleuronne (Binnenfeld Garben; Perlenbesatz). 48 ra - 127 r Johannes de Tambaco: De consolatione theologiae. Gekürzte Fassung. (48 ra ~ va ) Tabula rubricarum mit Folioangaben. (49 r ) Prolog: >Incipit prologus in librum de consolacione sacre theologie.< Quoniam secundum apostolum quecumque scripta sunt ad nostram doctrinam ... (49 v -50 v ) Tabula rubricarum. (50 v ) Text: >Primus über. Consolatio contra mundanam felicitatem.< Primo ergo ut de hiis que opponuntur mundane felicitati non turberis ... - ... antiqui hostis insidias accingi. Deo gracias. >Explicit über qui intitulatur de consolacione theologie.< - Druck: Hain 15237 f. u.a. Exzerpt der Gruppe I, vgl. A. Auer, Johannes von Dambach und die Trostbücher vom 11. bis zum 16. Jahrhundert, Münster 1928 (BGPhThM; 27, 1-2), S. 189-203. Stegmüller RB Nr. 9348. Kaeppeli Nr. 2256. Bloomfield/Guyot Nr. 5015. VI/ Bd. 4, Sp. 571-577. - (48 vb ) leer. - 127 r Auf dem unteren Rand Vermerk des Rubrikators: litterarum capitalium 94 [= kleine Lombarden], deo gracias, reddat dominus pater [?]. 127 v - 128 v Vita Euphrosynae (= Vitas patrum, Lib. 1, Nr. 19). Bricht ab: ... ante ostium stat cupiens || - PL 73, Sp. 643-649, Z. 45. BHL Nr. 2723 mit Suppl. 129 r - 153 vb s. Teil I. III Bl. 154-159: Raum Xanten (Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?); frühestens 1478 • Wz. Kanne (nicht bei Briquet) • Lage: III 159 • Schriftraum 14,5 x 9 • 25-28 Zeilen ■ gotische Hybrida • 1 Hand ■ rubriziert. 154™ leer. 155 r - 158 v Arnold Heymerick: Praenostica infallibilia (Deventer, 7.9.1478). >Prenostica infallibilia magistri sine nomine ab Arnoldo decano Xanctensi e vulgari in Latinum versa.< Anno salvatoris millesimo quadringentesimo nono et septuagesimo atque annis decem subsequentibus infrascripta puncta ... >Sequuntur canones.< Imprimis et anteaquam calculare incipias ... - ... >In Decembri.< Omnium optimus erit ipse deus. >Traductum ex Theutonico in Latinum per Arnoldum Clivensem decanum Xanctensem Daventrie anno millesimo quadringentesimo septuagesimo octavo die septima mensis Septembris comici cuiuspiam viri ac familiaris 255 Ms. B 75 amici desiderio ac rogatu.< - Offenbar Abschrift aus der Entstehungszeit des Werks. Auch Xanten StiftsA H 1, fol. 114 f. Zum Werk und zum Verfasser F. Schröder, Arnold Heymerick, in: AHVN 100, 1917, S. 152- 179, bes. S. 160, Anm. 4 (Teilabdruck); A. Schröder, Die Opuscula des Xantener Humanisten Heymerick, in: AHVN 108, 1926, S. 67-102, bes. S. 68 f., Nr. 16; W. Oediger, Schriften des Arnold Heymerick, Bonn 1939 (Publ. d. Gesellschaft für rhein. Geschichtskunde, 49), S. 39, Nr. 15 (Hs. genannt); VL 2 Bd. 3, Sp. 1206-1210. - 159™ leer. IV Bl. 160-175: Raum Xanten (Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?); frühestens 1481 ■ Wz.: Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP XII 21, 68 (1481; leicht variiert auch Ms. B 94a, Bl. 98-145) • Lagen: VI 171 + II 175 • Schriftraum 13,5 x 8 ■ 22 Zeilen • gotische Hybrida formata mit Anklängen an humanistische Minuskel • 1 Hand ■ rubriziert. 160 r - 174 v Arnold Heymerick: Itinerarii Romani argumentum (Xanten, nach 5.9.1481). >Illustri Philippo clarissimi Clivensium ducis Germano itinerarii Romani argumentum ab Arnoldo Heymricio decano Xanctensi.< Prolog: Constitui aliquando tibi, illustris adolescens, quantum haberem possemque munusculi dare ... (161 r ) Text (Dialog): Regulus: Euge mi ubinam es Edilis ... - ... infabra iusseris tibi a me dari. Vale. >Arnoldi Heymricii Clivensis decani Xanctensi argumentum Romani itineris in personas Reguli et Edilis.< - Abschrift aus der Entstehungszeit des Werks (vgl. Wz.). Druck nach dieser Hs.: A. Harless, Aus dem Leben eines nachgeborenen Clevischen Fürstensohnes, in: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 17, 1881, S. 171-194, hier 177-192. Auch Xanten StiftsA H 1, fol. 85-89. F. Schröder, Arnold (vgl. 155 r ), bes. S. 152, Anm. 3 (Hs. genannt), 172 f. A. Schröder, Opuscula (vgl. 155 r ), bes. S. 68, Nr. 11. Oediger (vgl. 155 r ) S. 45, Nr. 21 (Hs. genannt); S. 37, Anm. 2 (über den Empfänger Philipp von Kleve, 1467-1505). VL 2 (vgl. 155 r ). - 175" leer. V Bl. 176-178: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (?); 15. Jh., 4. Viertel Wz. Buchstabe P Gruppe PiccP IX 1224-1228 (1478/8 gotische Kursive • 1 Hand. PiccP IX 1224-1228 (1478/86) • Lage: (II-l)' 78 • Schriftraum 15 x 8 28-33 Zeilen 176 r - 178 v Modus faciendi maledictionem dominicis diebus. >Iste est modus faciendi maledictionem dominicis diebus. < Ordo für den Einzug in die Kirche: In primis cum processio circuitu modo consueto presbytero 256 Ms. B 76 missam celebraturo ... >Sequitur missa.< Oratio: Revelabunt celi iniquitatem ... Nachfolgend hauptsächlich Ps 108; Ps 51; (178 r ) >Hic sequu[n]tur preces.< Beginn des Pater noster; dann: Ego dixi domine miserere mei, sana animam meam ... (178 v ) >Collecta.< In spiritu humilitatis et in animo contrito ante sanctum altare tuum ... ecclesie tue quam leserunt satisfecerint, quod ipse prestare digneris qui ... Amen. Tunc celebrans prosequatur. Ms. B 76 Godefridus Heriliacensis. Gilbertus Crispinus. Hieronymus. Augustinus. Johannes Gerson Papier • 165 Bl. • 21,5 x 14 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • um 1460/65 8 Wz.: (Bl. I, 138-139,144-145) Buchstabe P ~ PiccP X 369 (1461; leicht variiert auch Ms. B 86, Bl. 41-52, 59-60, 71-80, 103-150: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 93, Bl. 31-50, 165-172, 175-220: ebd., 1462/65; Ms. B 125, Bl. 162-192, 201: ebd., um 1460/65; ferner Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 98, Bl. 87, 96: nördl. Rheinland, um 1460/65); (Bl. 1-10, 14, 17, 21-137) Buchstabe P ~ PiccP III 661 (1463/64) mit Siebpaar-Variante (beide auch Ms. B 62: Köln ?, um 1460/65); (Bl. 11-13, 15-16, 18-20) Siebpaar Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch Ms. B 86, Bl. 101-152: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; leicht variiert auch Ms. B 5, Teil IV: Köln 1461; Ms. B 46, 62; Ms. B 94b, Bl. 52, 61; Ms. B 101b, Bl. 120-139; Ms. B 104, Bl. 154-183; Ms. B 130, Bl. 4, 9); (Bl. 140-143) Papst Gruppe Briquet 7547-7550 (1451/84; auch Ms. B 86, Bl. 55-56, 61-70, 81-100: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 93, Bl. 11-30, 51-150, 163-164, 173-174: ebd., 1462/65); (Bl. 146-163) Buchstabe P ~ PiccP LX 1031 (1467/68) mit Siebpaar-Variante • Lagen: (V+l) 10 + 12 V 129 + 2 IV 145 + V 155 + (V-2) 163 • Lage 1-14 teilweise Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung: (Lage 2-14; nur stellenweise erhalten) bl- etc.; (Lage 17) -W ■ Bl. 1-121 Foliierung des 15. Jh.: 1-100 (Bl. 59a übersprungen), cl-c21; moderne Foliierung: /, 1-59, 59a, 60-163 ■ Schriftraum 14,5 x 8,5-9 • 24-36 Zeilen ■ gotische Hybrida; 138-145 v spätgotische Textualis • 5 Hände (A, Gotschalcus de Moers: l-136 v ; B: 138- 145 v ; C: 146 r -149 r ; D: 149 v -153 v ; E: 153 v -1620 • rubriziert; 121", 146 r am Rand Rubrikatorvorgaben. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld diagonal geteilt; Streifenrahmen); 15. Jh., 2. Hälfte; vermutlich Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf; Rücken erneuert (hellbraunes Leder) • Reste einer Mittelschließe • Bl. 121, 138, 146 als Blattweiser Fragmente einer lat. Pergament-HANDSCHRiFT des 14. Jh. • in Lagenmitte Falze aus zwei oder drei lat. theologischen Pergament-HANDSCHRIFTEN des 14. Jh. • als Vorderspiegel Fragment eines lat. Psalters, Pergament, 13. Jh., 1. Hälfte. Erhalten: Teile der Litanei • als Rückspiegel Fragment einer lat. Pergament-URKUNDE, Citeaux, 15. Jh., 1. Hälfte: Johannes, Abt von Citeaux (Jean VII. Martigny, 1405-1428; Jean VIII. Picart, 1428-1440; oder Jean IX. Vion, 1440- 1458) bittet den Abt der Zisterzienserabtei Kamp um Aufnahme des Bruders Philippus, der die Zisterze L^d (a. d. Warthe, Polen) aufgrund des dortigen Sittenverfalls verlassen möchte. Auf der zwischen Bl. 155/156 einsehbaren Rückseite beschnittener (späterer ?) Adreßvermerk: Detur Colonie domino <...> ecclesieparrochialis sancti Mauricii Coloniensis. 257 Ms. B 76 Geschrieben von Gotschalcus de Moers (A; vgl. 136 v ) und vier weiteren Schreibern, nach Maßgabe der Wz. (s.o.) um 1460/65 im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf, wo die Hs. vermutlich auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. I r Besitzvermerk des 15. Jh.: Et pertinet ad conventum fratrum sancti crucis in Dusseldorpi (darüber von derselben Hand Inhaltsverzeichnis zum Band sowie von einer Hand des 16. Jh. weitere kurze Inhaltsangabe); Ende 1812 gelangte sie in die Hofbibliothek Düsseldorf • I v Inhaltsverzeichnis zum Band von einer Hand des 18./19. Jh. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 48 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 533. I™ Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnisse (s.o.). l r - 120 v Godefridus Heriliacensis: Expositio ORATIONIS DOMINICAE. >Incipit exposicio super oracionem dominicam scilicet ,Pater noster' ordinans et considerans septem peticiones eins in oppositum contra Septem vicia capitalia.< Prolog: Cum oratis dicite: Pater noster qui es in celis [Mt 6,9]. Karissimi, vos debetis scire quodinter omnia opera qui possunt fieri in hac vita ... (2 r ) Text: Pater noster ... Carissimi, sicut legitur in ewangelio beati Mathei, apostoli pecierunt a domino Jesu ut doceret eos orare ... - ... reduxit nos ad suam sublimitatem et ad eternam felicitatem ad quam nos perducat ipse qui cum patre ... Amen. - Druck: GW 11904. Ed. der stark abweichenden Version Innsbruck ÜB Cod. 24, 120 ra -175 va : E. Bauer, Paternoster-Auslegung, zugeschrieben Jakob von Jüterbog, verdeutscht von Heinrich Haller, Lund 1966 (Lunder germanist. Forsch., 39), S. 84-260. Zu Verfasserfrage, handschriftlicher Überlieferung und Textvarianten B.-G. Guyot, A propos de quelques commentaires sur le Pater noster, in: Revue des Sciences philos. et theol. 53, 1969, S. 245-255; Stegmüller RB Nr. 2608 mit Suppl.; vgl. Nr. 1551 mit Suppl., Nr. 3886 mit Suppl., Nr. 11642; J. B. Schneyer, Wegweiser zu lateinischen Predigtreihen des Mittelalters, München 1965, S. 402,4; Bloomfield/Guyot Nr. 8078, 8085. 12l r - 136 v Gilbertus Crispinus: Disputatio Iudaei et Christiani. (136 v ) Schlußrubrik: >Scriptum et finitum per manus fratris Gotschalci [offensichtlich von einer anderen Hand verändert zu Gotschatii] de Moersa.< - PL 159, 1005-1036, Z. 25. Ed.: A. S. Abulafia / G. R. Evans, The Works of Gilbert Crispin Abbot of Westminster, London 1986 (Auetores Britannici medii aevi, 8), S. 8-53. Bernards S. 329 (Hs. genannt). K. Jacobi, Gilbert Crispin - Zwischen Realität und Fiktion, in: K. Jacobi (Hg.), Gespräche lesen. Philosophische Dialoge im Mittelalter, Tübingen 1999 (Scriptoralia, 115), S. 125-137, bes. 127-130. Sharpe Nr. 364, hier S. 142. Perger Nr. 43.1. - 137™ leer. 138 r - 139 v Hieronymus: De oboedientia. >Incipit libellus beati Augustini de vera obediencia.< - CC 78, 552-555. CPL Nr. 605. CPPM Bd. 258 Ms. B 77 1 Nr. 1123, 1181 (Ps.-Augustinus). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 170 f.; 5,2, S. 143 f. (Hs. genannt). 139 v - 145 v Augustinus: Sermones (347, 348, 350) de ttmore dei et de CARITATE. - PL 39, 1524-1529, 1533-1535. CPL Nr. 284. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 394; 5,2, S. 143 f. (Hs. genannt). 146 r - 162 r Johannes Gerson: De praeparatione ad missam. >Incipit tractatulus bonus de [!] magistri Johannis de [!] Gerson de [!] cancellarii Parisiensis et sacre pagine professoris de celebracione misse et impedimentis eius. Nota diligenter.< Dubitatum est apud me frequenter et diu ... - ... Hoc est omnis homo [Ecl 12,13]. >Explicit tractatulus bonus super materia celebracionis misse venerabilis magistri Iohannis Gerson cancellarii Parisiensis.< - Ed: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 35-50, Nr. 425. - 162M63 v leer. MS. B 77 Johannes Gerson Papier • 332 Bl. • 28,5x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • (gegen) 1508 6 Wz.: (Bl. I, 1-295) 2 Siebpaare Buchstabe R in Wappen Typ Briquet 8993 (1499; auch Ms. B 88, 99: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1507; leicht variiert auch Ms. B 91: ebd., 1510/11; Ms. B 138: ebd., 1519); (Bl. 296-331) Siebpaar Herz mit Buchstaben Typ Briquet 4325-4326 (1496/1523; leicht variiert auch Ms. B 21: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1511; Ms. B 89, Bl. 121-146: ebd., 1512/13; Ms. B 91, Bl. 148, 157, 160-165, 168-197: ebd., 1510/11; Ms. B 138, Bl. 291-301, 310: ebd., 1519) • Lagen: 4 V 39 + IV 47 + 8 V 227 + IV 235 + 9 V 325 + (IV-2) 331 • durchgehend Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung: al-a<5>, bl-b5 ... yl-y>5, A1-A4 ... M1-M4 ■ auf dem oberen Seitenrand arabische Zahlen als Lagensignaturen • als Seitentitel Werktitel sowie Zählung der fortlaufenden Alphabete der Abschnittsbuchstaben (s.u.): (l r ) Alphabetum primum, (2 1 ) AI. primum ... (9 r ) Alphabetum 2 m ... (322 r ) [Alphabetum] Ixxii • moderne Foliierung: /, 1-331 • Schriftraum 20 x 14 ■ 2 Spalten • 40-52 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Werdenborch • rubriziert; stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Adler Nr. 94; Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; Hirsch Nr. 63a; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria); ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; 2 Rosetten • Spuren von zwei Schließen • im Vorderdeckel Leimabdruck einer lat. Pergament-HANDSCHRIFT des 12. Jh., Inhalt nicht bestimmbar • hinten als Ansetzfalz Fragment einer Pergament-HANDSCHRIFT des 12. Jh. mit Usuardus Sangermanensis: Martyrologium. Erhalten: Teile der Texte zum 5. und 26. 259 Ms. B 77 März; ed. J. Dubois, Le martyrologe d'Usuard. Texte et Commentaire, Brüssel 1965 (Subsidia Hagiographica, 40), S. 190, 201. Zugehörig Ansetzfalz und Falze in Lagenmitte in Ms. B 125. Geschrieben von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513), nach seiner Erinnerung im oder um das Jahr 1508, vgl. sein nachträgliches Kolophon 33 l va . Schreiber war Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 60, 88, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1), wo die Hs. demnach geschrieben wurde, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. I v Besitz- und Inhaltsvermerk des frühen 16. Jh.: Liber fratrum cruciferorum in Duseldorff. Quarta scilicet pars operum Iohannis Gerson habens diversos sermones per annum deservientes. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf ■ auf dem Vorderdeckel Rest eines Düsseldorfer Titel- und Signaturschildes des 16. Jh.: o«u 0sculorum 4" pars. 76. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 47 ■ Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 534 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55 ■ Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199, Anm. 20. I™ Bis auf den o.g. Besitz- und Inhaltsvermerk leer. l ra - 331 va Johannes Gerson: Opuscula varia (= Quarta pars operum). - Abschrift des von Mathias Schürer (Werkstatt Martin Flach) besorgten Drucks „Quarta pars operum Johannis Gerson prius non impressa", Straßburg 27.2.1502; dazu Kurzbeschreibungen bei Hain 7622; M. Pellechet, Catalogue general des incunables des bibliotheques publiques de France, Bd. 3, Paris 1909, S. 541 (Nr. 5128). Dieser Druck (hier: dessen Abschrift) ergänzte die dreibändige Ausgabe von Gersons Opera (zuerst Straßburg 1488; vgl. Glorieux, Gerson, Bd. 1, S. 72; GW Bd. 9, S. 464), welche die Bibliothek des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents in der Nürnberger Fassung von 1489 besaß (heute Düsseldorf ULB M.Th.u.Sch. 103a; GW 10716; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 441). - Textabfolge der Hs. wie im Druck (Hs. verglichen; Abschnittseinteilung durch Randbuchstaben und deren Zählung als Seitentitel identisch; Arbores bei Alphab. VIII fehlen in der Hs.); allerdings stehen der Prolog mit Exhortatio und die Verzeichnisse im Druck am Beginn, in der Hs. dagegen am Schluß (322 ra -331 va ). Inhalt der Hs. gemäß den Ausgaben Du Pin (P.) und Glorieux, Gerson (Gl.): (l ra -13 vb ) Sermones duo de angelis, beginnend: Factum estprelium ... [Apc 12,7]. De angelis locuturi cognatam angelis virginitatem ... (Gl. Bd. 5, Nr. 228 f., S. 292-324); (13 vb -18 rb ) Sermo in circumcisione domini (Gl. Bd. 5, Nr. 240, S. 459^171); (18 rb -23 ra ) Sermo de s. Ludovico (Gl. Bd. 5, Nr. 223, S. 229-243); (23 ra -26 rb ) Sermo de s. Nicoiao (Gl. Bd. 5, Nr. 246, S. 511- 520); (26 rb -34 ra ) Sermones duo pro licentiandis in decretis (Gl. Bd. 5, Nr. 218, 238, S. 168-179, 435^147); (34 ra -37 va ) Sermo in coena domini (Gl. Bd. 5, Nr. 207, S. 1-11); (37 va -38 ra ) Epistola ad dominos Navarrae (Gl. Bd. 260 Ms. B 77 2, Nr. 7, S. 42 f.); (38 ra -39 vb ) Epistolae duae ad Petrum de Alliaco (Gl. Bd. 2, Nr. 28, 30, S. 105-107, 125-128); (39 vl M0 rb ) Epistola ad Petrum de Alliaco (Ps.-Johannes Gerson; P. Bd. 3, Sp. 433 f.; vgl. Gl. Bd. 2, S. xxxiii); (40 va_b ) Sermo in coena domini, Schluß (Gl. Bd. 5, Nr. 208, S. 26, Z. 20 - S. 27); (40 v -42 vb ) Rememoratio agendorum durante subtractione (Gl. Bd. 6, Nr. 268, S. 108-114); (42 vb -43 rb ) Octo conclusiones per plures doctores in Italiae partibus approbatae (von Petrus de Alliaco; P. Bd. 2, Sp. 110 f.); (43 rb_vb ) Propositiones utiles ad exterminationem praesentis schismatis per viam concilii generalis (von Petrus de Alliaco; P. Bd. 2, Sp. 112 f.); (44 ra ~ b ) Epistola ad Benedictum XIII. papam (von PETRUS DE Alliaco; P. Bd. 2, Sp. 105 f.); (44 rl M8 rb ) Sermo de s. Ludovico (von Johannes de Brevicoxa; P. Bd. 3, Sp. 1440-1449; vgl. Gl. Bd. 5, S. xvii); (48 r M9 ra ) Epistola ad Johannem Morelli (Gl. Bd. 2, Nr. 25, S. 93-96); (49 rb -52 rb ) Definitiones terminorum theologiae moralis (Gl. Bd. 9, Nr. 435, S. 133-142); (52 rb -56 va ) De quattuor virtutibus cardinalibus (Gl. Bd. 9, Nr. 436, S. 142-155); (56 va -58 vb ) De passionibus animae cum enumeratione peccatorum (P. Bd. 3, Sp. 123-128; andere Textabfolge: Gl. Bd. 9, Nr. 437 f., S. 155-160, Z. 33); (58 vb -59 va ) Zusatz ,Advertendum est' (Ps.-Johannes Gerson; P. Bd. 2, Sp. 23 f.; vgl. Gl. Bd. 6, S. X, zu Nr. 259); (59 va -60 ra ) Epistola ad abbatem de Sancto Dionysio (Gl. Bd. 2, Nr. 27, S. 103-105); (60 ra -62 vb ) Acta et disputatio de schismate tollendo (Gl. Bd. 6, Nr. 265 f., S. 97-105); (62 vb -71 vb ) Contra curiositatem studentem (Gl. Bd. 3, Nr. 99, S. 224-249); (71 vb -74 rb ) De respectu coelestium siderum (Gl. Bd. 10, Nr. 502, S. 109-116); (74 rb -79 rb ) Sermo in coena domini (Gl. Bd. 5, Nr. 211, S. 50- 64); (79 rb -82 vV ) Sermo de s. Ludovico (Gl. Bd. 5, Nr. 219, S. 179-190); (83 ra " va ) Epistola ad Dominicum Parvum (Gl. Bd. 2, Nr. 36, S. 167-169); (83 va -85 rb ) De cultu s. Joseph (Gl. Bd. 8, Nr. 405, S. 61-66); (85 rb -86 vb ) Officium in festo s. Joseph (P. Bd. 4, Sp. 736-742); (86 vb -88 ra ) Conclusiones octo de iure episcoporum (Gl. Bd. 6, Nr. 278, S. 175-178); (88 ra " va ) De illuminatione cordis (Gl. Bd. 8, Nr. 410, S. 84 f.); (88 va ~ b ) Super esu carnium (Gl. Bd. 9, Nr. 475, S. 660 f.); (88 vb -89 vb ) Adversus superstitionem in audiendo missam (Gl. Bd. 10, Nr. 509, S. 141-143); (89 vb -90 va ) Epistola ad praeceptorem Ludovici XI. (Gl. Bd. 2, Nr. 86, S. 335- 338); (90 va -92 ra ) Sermo de reddendo debito (Gl. Bd. 5, Nr. 243, S. 487- 493); (92 ra -94 vb ) Epistola ad Petrum Col (Gl. Bd. 2, Nr. 15, S. 65-70); (94 vb -96 rb ) De signis bonis et malis (Gl. Bd. 9, Nr. 439, S. 162-166); (96 rb - 98 rb ) Sermo in nativitate BMV (Gl. Bd. 5, Nr. 242, S. 481-486); (98 rb -99 vb ) De orationibus privatis fidelium (P. Bd. 2, Sp. 653-657; andere Textabfolge: Gl. Bd. 10, Nr. 507, S. 134-138); (99 vb -100 ra ) Epistola ad Guilelmum Chalancon (Gl. Bd. 2, Nr. 85, S. 335); (100 ra -103 rb ) Sermo de spiritu sancto (Gl. Bd. 5, Nr. 225, S. 255-265); (103 rb -104 rb ) Epistola ad reclusum Johannem (Gl. Bd. 2, Nr. 21, S. 80-84); (104 va ~ b ) Protestatio super 261 Ms. B 77 statum ecclesiae (Gl. Bd. 6, Nr. 257, S. 34 f.); (104 vb -106 va ) Epistola ad Petrum de Alliaco (Gl. Bd. 2, Nr. 3, S. 23-28); (106 va -107 ra ) Epistola ad Johannem Bassandi (Gl. Bd. 2, Nr. 83, S. 331-333); (107 ra -110 rb ) De causa finali (Gl. Bd. 9, Nr. 465, S. 613-625); (110 rb -l 15 vb ) De modis significandi (Gl. Bd. 9, Nr. 466, S. 625-642); (115 vb -l 16 ra ) Prolog zu den folgenden, lat. übersetzten Texten (P. Bd. 3, Sp. 897 f.); (116 ra -272 ra ) Sermones de tempore et de sanctis, lat. (P. Bd. 3, Sp. 899-932, 960-969, 994-1014, 1031-1061, 1070-1082, 1062-1069; Bd. 2, Sp. 431^142; Bd. 3, Sp. 1082- 1122, 1204-1222, 1225-1233, 1247-1292, 1317-1334; Bd. 2, Sp. 141-153; Bd. 3, Sp. 938-960, 980-994, 1372-1403, 1014-1020, 1365-1372, 1404- 1417, 1492-1504, 1541-1573; vgl. für die franz. Grundtexte Gl. Bd. 7,2, bes. S. VII-XVII); (272 ra -275 ra ) De consolatione in mortem amicorum, lat. (P. Bd. 3, Sp. 345-353; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 321, S. 316-326); (275 ra - 276 rb ) Explicatio sententiae ,Fiat voluntas tua', lat. (P. Bd. 3, Sp. 353-356; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 299, S. 57-62); (276 rb -289 vb ) Oratio solemnis ex parte universitatis Parisiensis in praesentia regis Caroli sexti ..., lat. (P. Bd. 3, Sp. 583-622; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 398, S. 1137-1185); (290 ra -291 ra ) Decem considerationes, lat. (P. Bd. 4, Sp. 622-625; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 325, S. 360-363); (291 ra -302 rb ) Propositiones coram rege Franciae pro pace et pro iustitia, lat. (P. Bd. 3, Sp. 625-656; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 396, 348, S. 1100- 1123, 598-615); (302 rb -306 vb ) Contra Romantium de Rosa, lat. (P. Bd. 3, Sp. 297-308; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 320, S. 301-316); (306 vb -307 ra ) De ludo stultorum (P. Bd. 3, Sp. 309 f.; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 334, S. 409-411); (307 ra_vb ) Epistola ad ducem Bituriae super festum s. Joseph, lat. (P. Bd. 4, Sp. 729-731; franz.: Gl. Bd. 2, Nr. 33, S. 155-157); (307 vb -309 ra ) Meditationes animae circa ascensionem domini, lat. (P. Bd. 3, Sp. 697-699; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 329, S. 390-393); (309 ra_b ) Modus quo certis ex causis Romam ire non valentes in anno iubilaeo ..., lat. (P. Bd. 2, Sp. 523 f.); (309 rb -310 va ) De refrenatione linguae, lat. (B. Bd. 3, Sp. 161-164; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 331, S. 400-^104); (310 va -311 va ) De spirituali conceptione Jesu, lat. (P. Bd. 3, Sp. 685-687; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 314, S. 209-213); (311 va -312 va ) Speculum bonae vitae, lat. (P. Bd. 3, Sp. 688-691; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 318, S. 280-285); (312 va -314 rb ) Sermo in commendatione domus dei, lat. (P. Bd. 4, Sp. 681-686; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 359, S. 714-717); (314 rb -315 rb ) Quaerela defunctorum in igne purgatorio detentorum, lat. (P. Bd. 3, Sp. 703-705; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 326, S. 363-367); (315 rb -316 vb ) Moralis admonitio pro sanctimonialibus, cum 15 perfectionibus, lat. (Ps.- Johannes Gerson; P. Bd. 3, Sp. 237-241; vgl. Gl. Bd. 7,1, S. xxi f.); (316 vb -317 rb ) Sex magistri de tribulatione loquentes, lat. (Ps.-Johannes Gerson; P. Bd. 3, Sp. 740 f.; vgl. Gl. Bd. 7,1, S. xx); (317 rb -318 ra ) Doctrina contra conscientiam, lat. (P. Bd. 3, Sp. 241-243; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 306, 262 Ms. B 78 S. 140-142); (318 ra va ) Duodecim considerationes quas habere potest homo, lat. (P. Bd. 3, Sp. 691-693; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 303, 303a, S. 101-103); (318 vb -320 ra ) Contra temptationem blasphemiae, lat. (P. Bd. 3, Sp. 243- 246; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 336, S. 412^116); (320 ra -321 vb ) Dialogus cordis, conscientiae, rationis et quinque sensuum, lat. Schließt:... ut celos nosfaciat ascendere. >Finit quarta pars Johannis Gerson.< (P. Bd. 4, Sp. 830-834; franz.: Gl. Bd. 7, Nr. 304, 304a, S. 103-111); (321 vb ) Praeparatio Johannis Gerson ad mortem; Disticha duo et tetrastichon (vgl. Pellechet, s.o.); (322 ra ~ v ) Prologus in opera Johannis Gerson cum exhortatione ad lectorem (von Jakob Wimpfeling; P. Bd. 1, S. CLXXIX f.); (323 ra -330 va ) Alphabetisches Stichwortverzeichnis; (330 vb -331 va ) Inhaltsverzeichnis; (33 l va ) Kolophon, vom Schreiber nachgetragen (andere Tinte, Schreibduktus leicht abweichend): >Scriptus est über iste et completus domino adiuvante per manus Henrici de Werdenborch etc. anno domini D viii° aut circiter etc.< — 33l vb leer. Ms. B 78 Theologische Sammelhandschrift Papier • II + 123 (144) + II Bl. ■ 22x15 • Rheinland (?) • kurz nach 1500 1930 restauriert • Handschriftlich: Bl. 1-34, 52, Bl. 57 (Schlußbl. der Inkunabel Hain 2909; s.u.)- Bl. 144 • Bl. 35-51, 53-57 zwischengebundene Inkunabeln: 1) Bl. 35-38, 53-57: Ps.-Anselmus Cantuariensis: Dialogus de passione Christi; Ps.-Bernardus Claraevallensis: De planctu BMV (Straßburg 1496; Hain 1140, 2909: 4. und 6. Bl. fehlen; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 897). 2) Bl. 39-51: Nicodemus-Evangelium (Hain/Copinger 11750: 1. und 2. Bl. sowie Schlußbl. 16 fehlen, letzteres Bl. 52 handschriftlich ersetzt, s.u.; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 717). 9 Wz., darunter (Bl. 1-16, 25, 32, 106-113, 130-137, 141-142) Siebpaar Buchstabe P = PiccP VIII 440, 447 (1503; Köln); (Bl. 60-65) Siebpaar Hand Gruppe PiccHH II 400-410 (1502/05; vorwiegend Niederrhein, u.a. Düsseldorf) • Lagen (gesamter Band): 4 IV 32 + (IV-2) 38 + II 42 + III 48 + (II— l) 51 + IV 59 + III 65 + 9 IV 137 + (IV-1)' 44 • Textverlust: 1 Bl. zwischen Bl. 33/34; vor Bl. 68 ausweislich der alten Foliierung (s.u.) offensichtlich ca. 80 Bll. (10 Lagen ?); nach Bl. 144 • zumeist Lagen- und Doppelblattzählung, springend • im gesamten Band von Schreiberhand Foliierung in Rot (in Braun vorgegeben): (Bl. 2-33) i-xxxii; (Bl. 34-36) xxxiiii-xxxvi; (Bl. 37) xxxvi; (Bl. 38) xxxviii; (Bl. 39-52) xli-liiii; (Bl. 53-58) Ivi-lxi; (Bl. 59-65) Ixi-lxvii; (Bl. 68-137) cl-ccxix ■ moderne Foliierung durchgehend: 1-144 • 2 r -120 v in Hs. wie Inkunabeln am Rand fortlaufende Buchstabenzählung in Rot von Schreiberhand (?): A-Z etc. • Schriftraum 15 x 8,5 • 30 Zeilen • gotische Hybrida formata 1 Hand • rot und blau rubriziert; 9 r 5-zeilige blaue Fleuronne-Lombarde E mit Palmetten- und Perlenzier. Einband von 1930: Pergament und hellbraunes Leinen über Holz • bei der Restaurierung wurden zwei ursprünglich als Spiegel bzw. Schutzbll. des Bandes dienende Pergamentbll. jeweils als Unio vor Bl. 1 und nach Bl. 144 eingebunden (modern foliiert: I-IV). Es handelt sich um zwei Doppelbll. eines lat. Graduale, Pergament, 12. Jh., neumiert. Erhalten: vorne Texte zum 21.12. (Thomas ap.), 263 Ms. B 78 31.12. (Silvester), 14.1. (Felix); hinten zum 22723. Sonntag nach Pfingsten, 21.1. (Agnes), 25.1. (Conversio Pauli). Die ausweislich der alten Foliierung ursprünglich umfangreichere Hs. (s.o.) entstand wenig später als die mit ihr zusammengebundenen, teilweise (Bl. 52) handschriftlich ergänzten Inkunabeln, gemäß dem Wz.-Befund wurde sie kurz nach 1500 wahrscheinlich im Rheinland geschrieben (s.o.) ■ l r Besitzvermerk des 17./18. Jh.: Johannes Linpach [?] Pastor in [Ortsname unleserlich]. Handschriftencensus Rheinland Nr. 535. 1™ Bis auf den o.g. Besitzvermerk leer. 2 r - 8 V SERMO DE DUOBUS MYSTERIIS INCARNATIONIS DOMINICAE. >In nominepatris ... Ad laudem et gloriam eiusdem omnipotentis dei... Sequitur de hiis que pertinent ad mysterium incarnationis dominice et qualiter sancti patres in lymbo deumpatrem exoraveruntpro liberationeperfilium suum ... per modum devote hystorice contemplacionis.< [0~\stende nobis ... [Ps 84,8], scribitur in persona generis humani divinam incarnationem efflagitantis. Humanuni siquidem genus peccato parentis primi damnatum ... - ... pro nobis miserrimis peccatoribus crucißxum et passum qui regnat cum eodem patre et spiritu sancto per evum. Amen. - Verfasser offensichtlich identisch mit dem der Predigt 57-65 r . 9 r - 23 r Johannes Gerson: Monotessaron. Exzerpte. >Sequitur ex concordantiis quattuor evangelistarum nudus textus de Christi passione collectus per venerabilem magistrum Johannem Gerson cancellarium Parisiensem. Et primo de preambulis passionis domini. De suscitatione Lazari.< Erat autem quidam languens Lazarus ... [Io ll,lff] ... - ... signantes lapidem cum custodibus [Mt 27,66]. Finis. - Ed.: Glorieux, Gerson, Bd. 9, S. 326-368 (aus Nr. 450), Kap. 106 f., 114-116, 118, 137- 141, 143-150. Stegmüller RB Nr. 4486 mit Suppl. 23 v - 34 v Jacobus de Voragine: Legenda aurea, cap. 51 (De passione domini). - Ed.: G P. Maggioni: Iacopo da Varazze, Legenda aurea. Edizione critica, Florenz 2 1998/99 (Millennio Medievale 6, Testi 3), S. 336- 352, Z. 23. 35 r -51 v Inkunabel (s.o.). 52™ Handschriftliche Ergänzung des verlorenen Textendes der Inkunabel Hain/Copinger 11750 (s.o.). >De passione et resurrectione domini.< [Druck bricht 51 v ab: ... assumpsit illa &\\vina maiestas irreprehensibilis ... -... speciosus interfilios hominum. Deo laus eterna. 264 Ms. B 78 53 r -57 r Inkunabel (s.o.). 57 r - 65 r Sermo DE PLANCTU BMV. >Sequitur sermo de beate virginis Marie planctu amarissimo quem habuit super filio suo dulcissimo eiusdemque doloris gladio et martyrio sumptus ex eiusdem benedicte virginis stellario. Thema:< Universipopuli... [Lam 1,18], et accipiuntur in persona Marie dicta quibus nos invitat... Contemplemur ergo pie quoniam virgo Maria vultu mesto ... - ... tantis doloribus plora et jle ut cum eis valeas in celo conregnare. Amen. - Verfasser offensichtlich identisch mit dem der Predigt 2 r -8 v . - 65 v -67 v leer. 68 r - 89 r Pelbartus de Themeswar: Sermones tres in parasceve. Nr. 1 (Beginn fehlt: O vos omnes ... [Lam 1,12]. Verba ista convenienter et optime dicere potuit ...): || pletum ut vos sanaret, sanguine perfusum ut vos redimeret etc. ... (76 v ) Nr. 2: >In die parasceve sermo alius scilicet de passionis Christi generalitate et suorum vulnerum in speciali multitudine.< Tristis est anima ... [Mt 26,38]. Verba sunt salvatoris nostri ... Videmus, charissimi, quod quando aliquis dominus ... (84 v ) Nr. 3: >In die parasceve sermo alius de pissionis [!] Christi prosequutione devotissima per vias plurimas.< Quo abiit dilectus ... [Ct 5,17]. Pas[s]ionem domini nostri Jesu Christi contemplantes flere magis übet quam loqui... - ... beatissime matris eius compassionem quatenus mereamur in presenti habere graciam et in futuro gloriam. Amen. - Druck: Hagenau 1520. Schneyer II Nr. 384-386. - (78 r ) Dt. Übersetzung: >Teutonice:< Ad populum: O mynscheit bloyt, o martylie groyt, o wonden dyep ... 89 r - 97 v Paratus de tempore: Sermones duo in parasceve. - Schneyer Bd. 4, S. 529, Nr. 90 f. 97 v - 100 r Jacobus de Voragine: Sermo in parasceve. - Schneyer Bd. 3, S. 244, Nr. 284; vgl. Bd. 4, S. 69, Nr. 267 (Lucas de Bitonto); Bd. 9, S. 414, Nr. 8. 100 r - 123 r Johannes Herolt: Sermones tres in parasceve. Nr. 1: >Sequitur alius sermo in die parasceve de passione domini nostri Ihesu Christi iuxta seriem evangelistarum.< O vos omnes ... [Lam 1,12]. Considerando passionem domini nostri Jesu Christi plus flere übet... (112 r ) Nr. 2: >Sequitur alius sermo de Christi passione scilicet de fructibus eius.< O vos omnes ... [Lam 1,12]. (112 v ) Johannes de s. Geminiano: Conveniens est ut sentiat membrum ... (115 r ) Nr. 3: >Incipit sermo alius in die parasceves de passione Christi et quomodo homo habere debet cum vidit ymaginem crucifixi.< Inclinato capite ... [Io 19,30]. Unde Johannes de s. 265 Ms. B 78 Geminiano dicit quod mors ... - ... et mortuum ut det nobis graciam in presenti et gloriam infuturo. Amen. - Hs. verglichen mit Druck Sermones venerabilis ac devoti religiosi magistri Johannis Herolt ..., Lyon 1514, De tempore-Reihe: Nr. 1 nicht enthalten; Nr. 2 = Nr. 48 I-L (inseriert Nr. 135 D); Nr. 3 = Nr. 49 O-Q, S-X mit Nr. 27 (in der Hs. nur 10 „defectus"). Vgl. Schneyer II Nr. 200, 53 f., 279 f. Aus Kaeppeli Nr. 2387. VL 2 Bd. 3, Sp. 1123-1127. 123 r - 137 v EXEMPLA ET MIRACULA DE PASSIONE DOMINI. >Sequuntur exempla et miracula de passione Christi collecta ex Discipulo, Cesario et Vitaspatrum aliorumque etc.< 41 Stücke; Bestand: - (123-125 r , 125 v -130 v ; Nr. 1-8, 11-26) Johannes Herolt: PROMPTUARIUM EXEMPLORUM, Exzerpte. Nr. 1: >Quidam honoravit quinque vulnera Christi. Ex Discipulo. Exemplum primum.< Quidam bonus homo multum dilexit deum dicens cum beato Bernhardo: O bone Ihesu ... - Verglichener Druck: Lyon 1514 (vgl. 100 r ), Exempla ad lit. A, Nr. 23-30, 31-46. Aus Kaeppeli Nr. 2389. VL 2 (vgl. 100 r ). - (125™; Nr. 9-10) Roberto Caraccioli: Sermones de laudibus SANCTORUM, Exzerpte. Nr. 9: >Hoc denique nomine crucißxi roborantur certantes pro Christo. Simile exemplum ex Roperto de Licio, libro de laudibus sanctorum.< De sancto Ignatio legitur qui discipulus fuit beati Iohannis evangeliste ... Nr. 10: >Extat exemplum simile. Ex Roperto ubi supra.< Inspexi, inquit, ego propriis oculis et (125 v ) manibus ... - ... eius dulcis presentia. - Druck: GW 6051-6060. - (130 v -133 v ; Nr. 27-36) Johannes Herolt: Sermones de tempore, Exzerpte. - Verglichener Druck: Lyon 1514 (vgl. 100 r ), De tempore- Reihe, Nr. 48 M, 49 R, 48 L, 49 Y-Z, 45 M, 61 T, 1 H, 130 T. Kaeppeli; VL 2 (vgl. jeweils 100 r ). - (133 v -134 v ; Nr. 37) EXEMPLUM DE QUODAM AGONIZANTE. >Cuidam agonizanti apparuit Christus in clamide coccinea.< Nemo de misericordia dei quantumcumque fuerit peccatis involutis debet desperare. Legitur enim quod in dyocesi Norbicensi fuerunt duo socii, unus multis malis implicatus et alter devotus ... - ... et miser miserrime defunctus est. - (134 v -137 v ; Nr. 38-41) Jacobus de Voragine: Legenda aurea, aus cap. 131, 64 (De exaltatione sive inventione s. crucis). (137 v ) Nr. 41 bricht ab:... super corpus defuncti apposuit, sedne \\ - Ed.: Maggioni (s. 23 v ) S. 936, Z. 1 - S. 938, Z. 2; S. 469, Z. 22 - S. 470, Z. 20; S. 459, Z. 6 - S. 467, Z. 11 (Auslassungen). 138 r - 144 v Speculum HUMANAE SALVATiONis. Unvollständig. >Casus Luciferi.< [Cap. 1] [l]ncipit speculum humane salvationis ... - ... [cap. 5] 266 Ms. B 79 Hoc osculando et amplexando dulciter relegebat \\ - Druck: J. Lutz / P. Perdrizet, Speculum humanae salvationis, Mulhouse/Leipzig 1907, Bd. 1, S. 4, Z. 1 - S. 13, Z. 70 (Hs. ohne den Prolog; ausgelassen: S. 10, Z. 11 - S. 11, Z. 72). E. Breitenbach, Speculum humanae salvationis. Eine typengeschichtliche Untersuchung, Straßburg 1930 (Studien zur dt. Kunstgesch., 272), S. 28 (Hs. genannt). VI? Bd. 9, Sp. 52-65. - Als Zwischenrubriken Angaben zum Inhalt zugehöriger, jedoch nicht vorhandener bildlicher Darstellungen (Figurae). Ms. B 79 Gregorius I. papa Pergament • 138 Bl. • 26x17 • Nordfrankreich oder Werden (?) • 9. Jh., 2.-3. Drittel 1991 restauriert • Lagen: (III+l) 7 + 6 IV 5S + II 59 + IV 67 + 2 III 79 + 4 IV 1 " + (I+l)" 4 + 3 IV 138 ■ Kustoden: A-T • Schriftraum 19,5-21,5 x 11-12 • 25-30 Zeilen ■ karolingische Minuskel; Überschriften Unziale • 6 Hände (A: l r -5 v , 60 r -61 v , 74 r -79 v , 91*—114 v ; B: 6 r -59 v , 67 v -69 v ; C: 61 v - 67 v , 70-73 v ; D: 80-9 l r ; E: 115-134 v ; F: 134 v -138 r ) • Überschriften und Briefzählung in Rot; 6 r 5- zeilige, schlichte braune Flechtband-Initiale; an den Briefanfängen 2^t-zeilige Capitalis-Initialen, 133 r umpunktet • 138 r Griffelskizze des 11./12. Jh., Gesamthöhe 12,5 cm, in späterer Zeit fast komplett mit Bleistift nachgezogen, dadurch stilistisch verunklärt (unter Quarzlicht ursprüngliche Struktur sichtbar): hl. Gregor im Bischofsgewand, nimbiert, in Frontalansicht auf Suppedaneum stehend, ein Krummstab in der Rechten, darüber Titulus: S GREGORIUS; 138 v von derselben Hand Griffelstudie eines Teils dieses Motivs, gleichfalls mit Bleitstift nachgezogen. Heutiger Einband von 1991: weißer Schweinslederbezug über Holz; zwei Schließen • in Düsseldorf als Ms. fragm. M 014 separat verwahrt werden zwei Teile eines Doppelbl. aus einem lat. Pergament- Lektionar des 15. Jh. (erhalten: Teile der Lektionen zu den Rogationes, zur Pfingstvigil und zu Pfingsten; vom selben Doppelbl. stammen Einbandfragmente zu Ms. B 4, 8), ehemals aufgeklebt auf den in Düsseldorf nach 1819/20 gefertigten früheren Einband der Hs., dessen Aussehen u.a. demjenigen von Ms. B 80 entsprach (s. dort). Ehemaliger Einband gehörte zu einer Gruppe von Einbänden von 13 Hss. Essener Provenienz in der ULB Düsseldorf, die mit Fragmenten dieses Lektionars ausgestattet sind bzw. waren, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 185-189, mit Taf. 14. Die von sechs stilistisch demselben Skriptorium zuzuweisenden Schreibern erstellte Hs. wurde nach B. Bischoff (Hss. 9. Jh., 1998; s.u.) im 2. bis 3. Drittel des 9. Jh. „wohl" im nördlichen Frankreich geschrieben; Kahsnitz (s.u.) und Karpp, Handschriften Essen (s.u.) halten eine Entstehung in der Benediktinerabtei St. Liudger in Werden für möglich • ehemaliges Düsseldorfer Rückenschild des alten Einbandes (s.o.) bei Restaurierung in den Vorderdeckel eingeklebt Hs. stammt aus der Bibliothek des Essener Kanonissenstifts (zuletzt: fürstliches, freiweltliches Damenstift): Sie ist in zwei 1819 von T. J. Lacomblet erstellten Essener Bücherverzeichnissen aufgeführt, der frühere Einband (s.o.) entspricht formal denjenigen Einbänden, die für die meisten der 1820 aus dieser Bibliothek in die Königliche Landesbibliothek Düsseldorf gelangten Hss. angefertigt wurden; vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 165-170,173 f., 185-189. 267 Ms. B 80 Wattenbach S. 748 • P. Ewald, Studien zur Ausgabe des Registers Gregors L, in: Neues Archiv der Gesellschaft für ältere dt. Geschichtskunde 3, 1878, S. 429-625, hier 468 f., 483 (gekürzt übernommen in die MGH-Ed.; s. I 1 ) ■ D. Norberg, In Registrum Gregorii Magni studia critica, Uppsala 1937/39 (Uppsala Universitets Ärsskrift, 1937,4; 1939,7), Hs. unter Sigle C 3, Pp 3 passim genannt ■ Drögereit S. 41 (Rezension: B. Bischoff, in: Anzeiger für dt. Altertum und dt. Lit. 66, 1952/53, S. 7-12, hier 8) • PLS Bd. 4 (1967/71), Sp. 1575 • Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 27 f., Nr. 11 • Kahsnitz, Gospel Book, S. 140, Nr. 11 • Tiefenbach S. 185 ■ Huth S. 215, Anm. 9 • Karpp, Bücherbesitz Essen, S. 63, 114, Anm. 47 • Krämer S. 235 ■ D. A. Bullough, Carolingian Renewal: Sources and Heritage, Manchester 1991, S. 121 f., Anm. 50 • Karpp, Handschriften Essen, bes. S. 173 f., 183, 199, Anm. 47 ■ McKitterick, Frauen, S. 90, Anm. 87 Handschriftencensus Rheinland Nr. 536 ■ McKitterick, Women, XIII, S. 18, Anm. 71 • Boewe- Koob S. 7 • El Kholi S. 110 • Bischoff, Hss. 9. Jh., S. 229, Nr. 1064 • Bodarwe, Sanctimoniales (2000), S. 166, Anm. 20 ■ Karpp, Büchersammlung Essen, S. 167, Anm. 11 ■ Bodarwe, Kontakte, S. 63 f. l r - 138 r Gregorius I. papa: Registrum epistolarum. (1-5 v ) Voraus Verzeichnis der Briefempfänger mit römischer Zählung (ab Nr. 55 gegenüber der Zählung im Text um eine Ziffer verschoben; vgl. Ewald 1878, s.o., S. 469); (6-138 r ) 254 Epistolae: (6-57 r ) Collectio P = 54 Epist., Abfolge s. CC 140, S. VIII; (57-138 r ) Collectio C = 200 Epist. (in der Hs. 199 Epist. gezählt, da 61 r Epist. CC IX, 130 bzw. MGH IX, 129 unbeziffert), Abfolge nach CC: IX, 115-138, 144-148, 151-154, 158-167, 169-176, 180-183, 185-186, 188, 168, 189-192, 1-10, 12-22, 25, 28^13, 45-51, 193-197, 199-204, 210-223, 226-231, 233-234, 236-240, 52, 54- 59, 61-82, 84-101, 103, 105-107, 111, 108, 114. -Ed. unter Verwendung dieser Hs. (Sigle C 3 bzw. Pb 3): P. Ewald / L. M. Hartmann (Berlin 1891/99): MGH Epist, Bd. 1, 2, passim (Hs. Bd. 2, S. XV, XVII f. genannt); D. Norberg (Turnhout 1982): CC 140, 140A, passim (Hs. Bd. 140, S. IX genannt). CPL Nr. 1714. - 138 v bis auf die o.g. Skizze leer. Ms. B 80 Gregorius I. papa. Heberollen, Allerheiligenhomilie (altsächsisch) Pergament • 153 Bl. • 28,5 x 19 • Essen, Kanonissenstift • 10. Jh., 1. Hälfte Lagen: 2 IV 16 + (III+l) 23 + 5 IV 63 + III 69 + 6 IV 117 + VIII 133 + 2 IV 149 + II 153 • Bl. 19 Schaltbl.; Bl. 125/126, 150/153, 151/152 zu Doppelbll. verklebte ehemalige Einzelbll. • Textverlust: vor Bl. 1 mehrere Lagen; zwischen Bl. 63/64 mehrere Bll. etwa im Umfang eines Quaternio; zwischen Bl. 69/70 mehrere Bll. • Text 153 v auf Rasur • Schriftraum 23-24 x 13-14 • 21-23 Zeilen • karolingische Minuskel; l-98 v Überschriften in Capitalis mit einzelnen unzialen Buchstaben • 4 268 Ms. B 80 Hauptschreiber (A: l r -69 v ; B: 70 r -105 v ; C: 106 r -121 v , 130 r -152 v ; D: 122 r -129 v ), 3 Nachtragsschreiber (altsächsische Texte; E: 152 v ; F: 153 r und eine Zeile 152 v ; G: 153 v ) ■ l r -63 v ; 69 r : zu Beginn der Homilien zumeist rote Überschriften sowie rote oder schwarze Capitalis-Initialen (58 r orange-blau; 69 r orange-grün); an den Satzanfängen Majuskeln in Rot, stellenweise silbern ausgemalt. Hellbrauner Halblederbezug über Pappe, Düsseldorf, nach 1819/20, auf den Deckeln aufgeklebt zwei Teile desselben Bl. eines zweispaltigen lat. Lektionars, Pergament, 15. Jh. Erhalten: Teile der Lektionen zum dritten Sonntag nach Ostern. Einband gehört zu einer Gruppe von Einbänden von 13 Hss. Essener Provenienz in der ULB Düsseldorf, die mit Fragmenten dieses Lektionars ausgestattet sind bzw. waren, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 185-189, mit Taf. 14. Die Hs. ist aus paläographischen Erwägungen der ersten Hälfte des 10. Jh. und dem Skriptorium des Essener Kanonissenstifts zuzuordnen (zu den Kriterien Hoffmann S. 118 f.; ferner Bischoff 1971; s. IL), worauf zudem die Auflistungen Essener Einkünfte 152 v und 153 v hinweisen (s.u.). Wenngleich alle Textteile ersichtlich in einem nicht allzu großen Zeitraum entstanden, ist der Band kein Produkt linearer Planung, sondern besteht aus mehreren inhomogenen Teilen, die vielleicht bereits im 10. Jh. in die heutige Ordnung gebracht wurden: Bl. 1-63 weicht hinsichtlich des dickeren, dunkleren und kaum geglätteten Pergaments sowie der Ausgestaltung (ausgemalte Majuskeln; s.o.) von den nachfolgenden Lagen ab und wurde ausweislich der verschmutzten und eingedunkelten Außenseiten l r , 63 v offensichtlich für längere Zeit separat verwahrt; der fragmentarische Zustand dieser Lagen (erheblicher Textverlust vor Bl. 1 und hinter Bl. 63; s.u.) könnte daraufhindeuten, daß sie zunächst Teil einer anderen Hs. waren und dann mit den übrigen Lagen des vorliegenden Bandes zusammengeführt wurden. Allerdings stammt die nach einer Textlücke (s.u.) einsetzende Fortführung des Texts zunächst (64 r -69 v ) von derselben Hand (A; Duktus nahezu identisch; helles Pergament). Eine weitere Textlücke besteht vor den von anderen Händen beschrifteten Lagen Bl. 70 ff. Der separat geschriebene Quaternio Bl. 122-129 wurde in den Quaternio Bl. 118-121, 130-133 nicht lange nach dessen Entstehung eingefügt, was eine Textangleichung notwendig machte (s.u.). Die von drei verschiedenen Händen geschriebenen altsächsischen Nachträge 152 v —153 v (zu korrigieren ist die Ansicht der bisherigen Forschung, 153" stamme von ein und derselben Hand) lassen sich nicht genau datieren, dürften nach Maßgabe des Schriftbilds jedoch nicht wesentlich jünger als der Haupttext sein, zumindest noch ins 10. Jh. gehören (zur Datierungsdiskussion etwa Ahlsson 1973; Santoro 1992/93; s. jeweils VI.). Unklar ist die Reihenfolge der Entstehung der drei Nachträge: Möglicherweise wurde zuerst 153 r von Hand F die Homilie geschrieben, deren Schluß zunächst 153 v stand (wonach ein weiterer Text folgte), bevor diese Rückseite rasiert wurde, von Hand F die Schlußzeile der Homilie auf den unteren Rand von 152 v neu geschrieben (hellere Tinte als 153 r !) und von Hand G 153 v die Heberolle eingetragen wurde; die Heberolle 152 v von Hand E könnte sowohl nach als auch vor dieser Aktion entstanden sein, für Letzteres spricht die Tatsache, daß 152 v die Schlußzeile der Homilie auf den unteren Rand gedrängt steht. Auch eine genauere Datierung der altsächsischen Glossen 122 v - 129 v u.ö. ist nicht möglich (10. oder 11. Jh. ?) • Hs. gehörte offensichtlich seit ihrer Entstehung der Bibliothek des Essener Kanonissenstifts (zuletzt: fürstliches, freiweltliches Damenstift), sie ist in zwei 1819 von T. J. Lacomblet erstellten Essener Bücherverzeichnissen aufgeführt, der Einband (s.o.) entspricht formal denjenigen Einbänden, die für die meisten der 1820 aus dieser Bibliothek in die Königliche Landesbibliothek Düsseldorf gelangten Hss. angefertigt wurden, vgl. Karpp, Handschriften Essen, S. 165-170, 174, 185-189. I. Druckausgaben der altsächsischen Texte der Hs.: V. N. Kindlinger, Zwei alte Bruchstücke Teutscher Schrift, in: Allgemeiner Litterarischer Anzeiger, Nr. 110, 16.7.1799, Sp. 1081-1084, hier 1081/83 (Homilie 153"), 1083 (Heberolle 153 v ) • Maßmann (1824; s. III.) S. 38 f. (Heberolle 153 v ), 40 f. (Homilie 153 r ) ■ E. G. Graff, Diutiska. Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus alten Handschriften, Bd. 2, Stuttgart/Tübingen 1827 (Repr. Hildesheim/New York 1970), S. 190 f. (Homilie 153^, 191 (Heberolle 153 v ) • Lacomblet (1831; s. III.) S. 11 f. (Homilie 153 r ), 12 f. (Heberolle 153 v ) ■ Müllenhoff/Scherer (s. III.) '1864, S. 181 (Heberolle 153 v ), 181 f. (Homilie 153 r ); 2 1873, S. 183 und 183 f.; 3 1892, Bd. 1, S. 232 f. und 233 • M. Heyne, Kleinere altniederdeutsche Denkmäler, Paderborn 1867 (Bibl. d. ältesten dt. Litteratur-Denkmäler; IV,2), S. 62 (Heberolle 153 v ), 63 f. (Homilie 153^ ( 2 1877, S. 64 und 65 f.) • J. Marbach, Geschichte der deutschen Predigt vor Luther, Bd. 1,1, Berlin 1874, S. 38^0 (Homilie 153 r ) • W. Crescelius, 269 Ms. B 80 Einnahmeverzeichnis aus Essen, in: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, N.F. 11, 1876, S. 200 (Heberolle 152 v ) • Wackernagel (1876; s. VI.) S. 317 (Homilie 153 r ) ■ Gallee (1894; s. III.) S. 110-114 (Glossen), 116 (Heberollen 152 v , 153 v ), 118 f. (Homilie 153 r ) • P. Piper, Nachträge zur älteren deutschen Litteratur von Kürschners deutscher National-Litteratur, Stuttgart 1898 (Dt. National-Litteratur, 162), S. 194 (Homilie 153 1 "), 196 (Heberollen 152 v , 153 v ) ■ Wadstein (1899; s. III.) S. 18 (Homilie 153"), 21 f. (Heberollen 152 v , 153 v ), 62-65 (Glossen; Repr. mit Korrekturen: Köbler 1993, s. IV., S. 114-117) • K. H. Schäfer, Geschichte des Oberhofes Eickenscheidt im Gebiete der gefürsteten Reichsabtei Essen, in: BGSSE 32, 1910, S. 1-123, hier 103 (Heberolle 153 v , Auszug) • Stricker (1913; s. V.) S. 69 (Heberolle 152 v ) • H. Th. Hoederath, Die Reichsabtei Essen. Quellen zur Geschichte eines deutschen Frauenstifts im Mittelalter, Essen-Ruhr 1929 (Hilfsmittel für den geschichtl. Arbeitsunterricht, 1), S. 5 (Heberolle 153 v ) • Jahn (1938; s. V.) S. 73 f. (Heberolle 153 v ) • Jahn (1940; s. III.) S. 73 (Heberolle 152 v , Auszug), 77 f. (Homilie 1530 • Wittkamp (1960; s. V.) S. 103 f. (Heberolle 153 v ) • Santoro (1992/93; s. VI.) S. 236 (Homilie 153"). II. Allgemeine Literatur (Hs. genannt oder insgesamt beschrieben): Wattenbach S. 748 ■ Ilgen S. 170 • A. Conradi, Die Heimat der altsächsischen Denkmäler in den Essener Handschriften und ihre Bedeutung für die Heimatbestimmung des Heliand, phil. Diss. Münster 1904, bes. S. 7-9, 11 ■ Borchling S. 108 • K. Löffler, Das Erbe der Stifts- und Klosterbibliotheken in den öffentlichen Bibliotheken Deutschlands, in: Sankt Wiborada 1, 1933, S. 55-92, hier 75 ■ D. Bains, A Supplement to Notae Latinae (Abbreviations in Latin Mss. of 850 to 1050 A.D.), Cambridge 1936 (Repr. Darmstadt 1963), S. 69 • Drögereit S. 42 • E. Jammers, Die Essener Neumenhandschriften der Landes- und Stadt-Bibliothek Düsseldorf, Ratingen 1952 (Veröffentl. d. Landes- und Stadt-Bibl. Düsseldorf, 1), S. 36, Anm. 1 • B. Bischoff, Die liturgische Musik und das Bildungswesen im frühmittelalterlichen Stift Essen, in: AHVN 157, 1955, S. 191-194, hier 194 • E. Wisplinghoff, Untersuchungen zu niederrheinischen Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts, in: AHVN 157, 1955 S. 12^10, hier 39 f. ■ Kahsnitz, Äbtissin Svanhild, S. 22, Anm. 33a; S. 28, Nr. 12 • Kahsnitz Gospel Book, S 134, Anm. 2; S. 140 f., Nr. 12 • B. Bischoff, Paläographische Fragen deutscher Denkmäler der Karolingerzeit, in: Frühmittelalterliche Studien 5, 1971, S. 101-134, hier 130 (Repr. Ders., Mittelalterliche Studien, Bd. 3, Stuttgart 1981, S. 73-111, hier 106) • R. Bergmann Verzeichnis der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften, Berlin/New York 1973 (Arbeiten zur Frühmittelalterforschung, 6), S. 14, Nr. 104 • Tiefenbach S. 118, 179, 182, 185 Huth S. 214, Anm. 3; S. 215, Anm. 9 • W. Bettecken, Stift und Stadt Essen. „Coenobium Astnide' und Siedlungsentwicklung bis 1244, Münster 1988 (Quellen und Studien, 2), S. 37-^42, 48 • Karpp. Bücherbesitz Essen, S. 64 ■ Krämer S. 235 • Vergessene Zeiten Bd. 1, S. 78, Nr. 70, Abb. S. 77 153 v (G. Karpp) • G. Karpp, Die Sammlung mittelalterlicher Handschriften in der Universitätsbibliothek Düsseldorf, in: Westfälische Forschungen 41, 1991, S. 360-378, hier 364 Karpp, Handschriften Essen, bes. S. 174, 183, 186 • McKitterick, Frauen, S. 90, Anm. 87 Handschriftencensus Rheinland Nr. 537 • Hoffmann S. 121, 124, 132, Abb. 8 (7 r ), 9 (83 r ) McKitterick, Women, XIII, S. 18, Anm. 71 ■ Die Frau im mittelalterlichen Rheinland Ausstellungsbeiheft, Düsseldorf 1995 (Schriften d. ULB Düsseldorf, 22), Abb. S. 79 (153") Boewe-Koob S. 7 • El Kholi S. 40, 49, 109 • Buchpaten gesucht (2) S. 26, Nr. 6, mit Abb. S. 65 (63 v -64 r ) • Bodarwe, Sanctimoniales (2000), S. 103 (Abb.: 1530, 104, 106 (Abb.: 66 1 ), 114; S. 165 f., Anm. 8, 17, 21 • Bodarwe, Kontakte, S. 58, Anm. 31. III. Übergreifend zu den altsächsischen Texten der Hs.: H. F. Maßmann, Ueber Sprache, Zeit und Oertlichkeit der Frekkenhorster Heberolle, in: W. Dorow (Hg.), Denkmäler alter Sprache und Kunst, Bd. 1, Heft 2-3, Berlin 1824, S. 43-204, hier 47 f. (mit S. 38-42) • A. H. Hoffmann (von Fallersleben), Althochdeutsche Glossen, Breslau 1826, S. XLII f. ■ T. J. Lacomblet, Legende von dem h. Bonifacius und Heberolle des Stiftes Essen, in: Archiv für die Gesch. des Niederrheins 1, 1831, S. 9-15 • K. Müllenhoff / W. Scherer, Denkmäler deutscher Poesie und Prosa aus dem VIII - XII Jahrhundert, Berlin 1864, S. 181 f, 482-484 ( 2 1873, S. 183 f., 543-545; 3 1892, Bd. 1, S. 232 f.; Bd. 2, S. 369-372) ■ J. Kelle, Geschichte der Deutschen Litteratur von der ältesten Zeit bis zur Mitte des elften Jahrhunderts, Berlin 1892, S. 131 f., 138, 353, 358 • J. H. Gallee, Altsächsische Sprachdenkmäler, Leiden 1894 (mit Tafelbd. 1895), S. 107-119, 366, 372 f.; Taf. 3a-c (Rezension: E. von Steinmeyer, in: Anzeiger für dt. Altertum und dt. Litteratur 22, 1896, S. 266-280, hier 274) ■ F. Jostes, Saxonica, in: Zeitschrift für dt. Altertum und dt. Lit. 40 (N.F. 28), 1896, S. 129-192, hier 140 f. • R. Koegel, Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgange des Mittelalters, Bd. 1,2, 270 Ms. B 80 Straßburg 1897, S. 564-566, 572 • E. Wadstein, Kleinere altsächsische Sprachdenkmäler, Norden/Leipzig 1899, S. 18, 21 f., 62-65, 126 f., 131 f., 140-142 (Rezension: W. Schlüter, in: Jahrbuch des Vereins für niederdt. Sprachforschung 26, 1900, S. 148-154, hier 151) • J. H. Gallee, Vorstudien zu einem altniederdeutschen Wörterbuche, Leiden 1903 (Homilie 153 r und Heberolle 153 v verwendet) ■ J. H. Gallee, Altsächsische Grammatik, Halle 2 1910 (Samml. kurzer Grammatiken german. Dialekte, 6), S. 4 f. • G. Ehrismann, Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgang des Mittelalters, Teil 1: Die althochdeutsche Literatur, München 1918 (Handbuch des dt. Unterrichts an höheren Schulen; VI,1), S. 334, 348 ( 2 1932, S. 346, 360) • W. von Unwerth / T. Siebs, Geschichte der deutschen Literatur bis zur Mitte des elften Jahrhunderts, Berlin/Leipzig 1920 (Grundriss der dt. Literaturgesch., 1), S. 230-234 • R. Jahn, Die ältesten Sprach- und Literaturdenkmäler aus Werden und Essen, in: BGSSE 60, 1940, S. 9-142, hier 73, 77-80, Abb. zwischen S. 78/79 (153") • W. Foerste, Untersuchungen zur westfälischen Sprache des 9. Jahrhunderts, Marburg 1950 (Münstersche Forschungen, 2), S. 88 u.ö. • W. Foerste, Altsächsische Literatur, in: Reallexikon der dt. Literaturgeschichte, Bd. 1, Berlin 2 1958, S. 38^16, hier 40 f. ■ T. Klein, Studien zur Wechselbeziehung zwischen altsächsischem und althochdeutschem Schreibwesen und ihrer Sprach- und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Göppingen 1977 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 205), S. 181, 470, 503, 539-549 B. Labs-Ehlert, Versalschreibung in althochdeutschen Sprachdenkmälern, Göppingen 1993 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 553), S. 100, 123. IV. Speziell zu den altsächsischen Glossen 122 v -129 v u.ö.: R. Schützeichel, Addenda und Corrigenda (II) zur althochdeutschen Glossensammlung, Göttingen 1985 (Studien zum Althochdeutschen, 5), S. 39, 47 sowie S. 113, 117 f. (im Exkurs von H. Tiefenbach: Nachträge zu altsächsischen Glossen aus dem Damenstift Essen) ■ G. Köbler, Ergänzungen, Richtigstellungen, Nachträge, Teileditionen, Editionen, Nachweise 1993 zu Steinmeyers Edition: Die althochdeutschen Glossen, Gießen 1993 (Arbeiten zur Rechts- und Sprachwissenschaft, 40), S. 61, 113-117 • E. Glaser, Frühe Griffelglossierung aus Freising, Göttingen 1996 (Studien zum Althochdeutschen, 30), S. 52, Anm. 63. V. Speziell zu den Heberollen 152", 153 v : K. Stricker, Geschichte des Essener Propsteihofes Nünning, in: BGSSE 35, 1913, S. 3-69, hier 12, 69 • R. Jahn, Der Hoftag König Ottos I. bei Steele im Mai 938, in: BGSSE 56, 1938, S. 7-90, hier 72-76 • L. van de Loo, Eickenscheidt. Zur Geschichte des Oberhofes ... und zur Geschichte des Essener Bauerntums, in: BGSSE 56, 1938, S. 91-211, hier 106-114, 125 ■ R. Jahn, Essener Geschichte, Essen 1952, S. 52 • M. Gysseling, Toponymisch woordenboek van Belgie, Nederland, Luxemburg, Noord-Frankrijk en West-Duitsland (vöör 1226), Brüssel 1960 (passim Erläuterung der Hofnamen 152 v , 153 v ) • A. Wittkamp, 1100 Jahre Huckarde, Dortmund 1960 (= Beitr. zur Gesch. Dortmunds und der Grafschaft Mark 56, 1960), S. 12, 22-25, 103-105 • D. Geuenich, Zur niederdeutschen Sprache des Borghorster Necrologs und der Essener Parallelüberlieferung, in: G. Althoff, Das Necrolog von Borghorst, Münster 1978 (Veröffentl. d. Hist. Komm, für Westfalen, 40: Westfäl. Gedenkbücher und Nekrologien, 1), S. 323- 334, hier 323, 328 ■ R. Schmidt-Wiegand, ,Essener Heberolle', in: VL 2 Bd. 2 (1980), Sp. 634 f. • Vergessene Zeiten Bd. 2, S. 23 (T. Lux); S. 89 mit Anm. 8 (T. Schilp). VI. Speziell zur Allerheiligenhomilie 153 r : W. Wackernagel, Altdeutsche Predigten und Gebete aus Handschriften, Basel 1876 (Repr. Darmstadt 1964), S. 316 f. ■ A. Leitzmann, Saxonica 2./3., in: Beitr. zur Gesch. der dt. Sprache und Lit. 24, 1901, S. 245-266, hier 260, 265 f. • E. F. Ohly, Sage und Legende in der Kaiserchronik. Untersuchungen über Quellen und Aufbau der Dichtung, Münster 1940 (Forsch, zur dt. Sprache und Dichtung, 10), S. 39 • E. Rooth, Saxonica. Beiträge zur niedersächsischen Sprachgeschichte, Lund 1949 (Skrifter utgivna av Kungl. Humanistiska Vetenskapssamfundet i Lund, 44), S. 128 • G. Cordes, Zur Frage der altsächsischen Mundarten (Teil 1), in: Zeitschrift für Mundartforschung 24, 1956, S. 1-51, hier 27 f. • J. Rathofer, Altsächsische Literatur, in: L. E. Schmitt (Hg.), Kurzer Grundriß der germanischen Philologie bis 1500, Bd. 2: Literaturgeschichte, Berlin 1971, S. 242-262, hier 246 f. • L.-E. Ahlsson, Die altsächsische Bedahomilie, in: Niederdt. Mitteilungen 29, 1973, S. 30-41 • K. Morvay / D. Grube, Bibliographie der deutschen Predigt des Mittelalters. Veröffentlichte Predigten, München 1974 (MTU, 47), S. 4 f. • A. Wolf, Predigt, in: Reallexikon der dt. Literaturgeschichte, Bd. 3, Berlin 2 1977, S. 223-257, hier 226 • W. Sanders, ,Altsächsische Homilie Bedas', in: VL 2 Bd. 1 (1978), 271 Ms. B 80 Sp. 317 f. (Nachtrag: Bd. 11, 2000, Sp. 81) • B. Bischoff, Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters, Berlin 1979 (Grundlagen der Germanistik, 24), S. 156, Anm. 83 ( 2 1986, S. 164, Anm. 83) • V. Santoro, La versione in sassone antico della prima lectio del sermone In festiuitate omnium sanctorum, in: Romanobarbarica 12, 1992/93, S. 223-249, Abb. 1 (152 v ),2(153 r ). l r - 152 v Gregorius I. papa: Homiliae in evangelia (unvollständig). Stegmüller RB Nr. 2646 mit Suppl. CPL Nr. 1711. CPPM Bd. 2, Nr. 2289. - (l r -63 v ) Hom. 22 (teilweise), 23-31, 32 (teilweise). Setzt (l 1 ) ein in Hom. 22: || quo eum laborare usque ad mortem viderant ...; (63 v ) Abbruch in Hom. 32: ... Nee tarnen sufficit \\ - CC 141, S. 183, Z. 81 - S. 278, Z. 31. - Zwischen Hom. 25 und 26 eingeschoben: (23-24 v ) Augustinus: In Evangelium Johannis, Tract. 121, cap. 4 f. - CC 36, 667 f. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 144; 5,2, S. 144 (Hs. genannt). CPL Nr. 278. - (64-69 v ) Hom. 33 (teilweise), 34 (Beginn). Setzt (64 r ) ein in Hom. 33: || in viampacis. Tunc enim gressus ...; (69 v ) Abbruch in Hom. 34:... Et quo sepeccatores \\ - CC 141, S. 291, Z. 99 - S. 300, Z. 28. - (70-152 v ) Hom. 34 (teilweise), 35-37, 38 (doppelt; s.u.), 39-40. Setzt (70 r ) ein in Hom. 34: || secretorum vestrorum merita ... - CC 141, S. 311, Z. 324 - S. 411 (126 v ausgelassen: S. 369, Z. 244 - S. 371, Z. 292; S. 376, Z. 426 - S. 378, Z. 478). - Hom. 38 ist wegen Lagenänderung (s.o.) zweimal enthalten (108 v -122 r und 122 v -129 v ): Ursprünglich war Bl. 121/130 das innere Doppelbl. eines Quaternio, der Text ging direkt von (121 v ) zu (130 r ) über (Hand C; Übergang: CC 141, S. 378, Z. 479). Um die Lage Bl. 122- 129 mit einer weiteren Abschrift dieser Homilie (122 v -129 v ; Hand D) hier einlegen zu können, wurde (130 r ) der Textschluß getilgt (CC 141, S. 378, Z. 479^93; erhalten blieben die beiden Anfangszeilen von Hom. 39) und (122 r ; Hand D) neu geschrieben. - Besonders (122 v -129 v ), ansonsten nur vereinzelt altsächsische Interlinearglossen (teilweise Griffel- glossierung) von mehreren Händen. Druckausgaben und Literatur s.o. 152 v Heberolle. Zehnzeilige Liste von Höfen nahe dem Essener Kanonissenstift und der auf sie bezogenen Geldabgaben (Hofnamen mit Präpositionen altsächsisch, sonstige Angaben lat); Druckausgaben und Literatur s.o. 153 r (Schlußzeile: 152 v ) Allerheiligenhomilie. Altsächsische Übersetzung einer lat. Homilie über den Ursprung des Allerheiligenfestes; einführend: Sanders (1978; s. VI.); Santoro (1992/93; s. VI.). Druckausgaben und weitere Literatur s.o.; vgl. außerdem zum Inhalt und zur Verfasserfrage (Ps.-Beda Venerabilis), mit Ed. des lat. Grundtextes: J. E. Cross, ,Legimus in ecclesiasticis historiis': A Sermon for All Saints, and its Use in Old English Prose, in: Traditio 33, 1977, S. 101-135 (Ed.: S. 105 f., 272 Ms. B 81 Z. 1-17); Santoro (1992/93; s. VI.) S. 234 f.; femer CPL Nr. 1368; CPPM Bd. 1, Nr. 4046, 6074. 153 v Heberolle, altsächsisch. Liste von Naturalienabgaben umliegender Höfe an das Essener Kanonissenstift bzw. das dortige Brauamt (?); einführend: Schmidt-Wiegand (1980; s. V.); Druckausgaben und weitere Literatur s.o. - Am oberen Rand unleserlicher Rest eines kurzen Vermerks in Rot (Überschrift ?). Ms. B 81 Gregorius I. papa Pergament • 109 Bl. • 26,5-27,5x21 • Nordfrankreich oder Werden (?) • 9. Jh., 3. Drittel 1989 restauriert • Lagen: (III+l) 7 + 9 IV 79 + (IV-2) 85 + 3 IV 109 • heute freistehende Bl. 1, 109 waren vor der Restaurierung jeweils auf den Lederüberschlag der Deckel des alten Einbandes (s.u.) geklebt, infolgedessen l r Beschriftung fast vollständig abgelöst, 109 v dagegen nur unerhebliche Textschädigung; außerdem mehrere Lagen Textverlust nach Bl. 109 • unterer Rand von Bl. 13, 62, 86, 88, 92-94, 96-97 herausgeschnitten, bei Restaurierung ergänzt (außer Bl. 13) • Schriftraum 20- 22 x 16-17 • 24-27 Zeilen • karolingische Minuskel; Auszeichnungsschrift häufig Capitalis rustica, stellenweise Unziale • wahrscheinlich 1 Hand (80-85 v evtl. weitere Hand) Überschriften in hellem Rot (stellenweise Zusatz von Silber) oder in Braun, letztere teilweise von wenig späteren Händen nachgetragen; 2 r , 10 r , 12 v , 52 v , 55 v , 59 v , 68 v , 99 r , 104 r , 106 r schlichte, zumeist 3-4-zeilige braune Flechtband- bzw. Rankeninitialen, teilweise mit Deckfarben orange, grün, braun gefüllt; 2 r , 17 r , 18 r , 19 r , 21 r , 75 r auf den Rändern kleine Ornament-Skizzen von einer oder mehreren wohl hochmittelalterlichen Händen, oft Griffelskizzen (unter Quarzlicht sichtbar); 67 r auf leerer unterer Seitenhälfte schwach erkennbare Feder- und Griffelskizzen: Initiale X (?), Gebäude, Akanthusblatt, Hand, Gewandteil (?). Heutiger Einband von 1989: weißer Schweinslederbezug über Holz, zwei Lederstreifen als Schließbänder ursprünglicher Einband separat verwahrt: eingedunkelter Lederbezug über Holz, vielleicht noch aus der Entstehungszeit der Hs., dem Stil der Capitalis-Aufschrift auf der Innenseite des Rückens (s.u.) zufolge jedenfalls spätestens 11. Jh.; innen schmale Einschnitte im Lederbezug wohl für Schließbänder; in den Deckeln Pergament-Makulatur, früher zwischen Deckelholz und Lederüberschlag bzw. unter Bl. 1, 109 der Hs. (s.o.) eingeklebt, bei Restaurierung ausgelöst und jetzt zusammen mit dem Einband lose verwahrt: ' Vorne Bl. aus einer lat. Handschrift des 9./10. Jh. (Text der einen Seite weitgehend verblaßt), enthaltend Teile eines frühmittelalterlichen moraltheologischen Traktats, erhalten sind Abschnitte zu ,De divitibus', ,De homicidis', überwiegend Bibelzitate, außerdem zitiert: Gregorius I. papa, Isidorus Hispalensis. 2 Hinten Teil eines Doppelbl. (Faltungsspuren) mit Blindliniierung, leer bis auf eine Federprobe von einer Hand des 9./10. Jh. (aus Ps 41,4). Hs. wurde nach Bischoff, Hss. 9. Jh. (s.u.) im 3. Drittel des 9. Jh. „wohl" im nördlichen Frankreich geschrieben; jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, daß sie in der Benediktinerabtei St. Liudger in Werden entstand (so Gerchow und Karpp; s.u.), wo vermutlich die Lektionenziffern (monastische Vierteilung) auf den Rändern hinzugefügt wurden (s.u.) und aus dessen Bibliothek die Hs. stammt, 273 Ms. B81 vgl. 2 r auf dem oberen Rand Besitzvermerk des 15. Jh.: Liber sancti Liudgeri in Werdena. 1811 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • bibliothekarische Spuren auf dem separat verwahrten alten Einband (s.o.): ' Auf dem Rücken Spuren einer monumentalen (Titel-) Aufschrift in Kapitalbuchstaben vermutlich noch aus der Zeit der Erstbindung, stilistisch wahrscheinlich entsprechend einer weiteren (sichtlich unzutreffenden und daher umseitig neu geschriebenen) Titelaufschrift in Capitalis quadrata auf der heute freiliegenden Innenseite des Rückens: S[AN]C[T]/ G[RE]G[ORII] A*[AGNI] 0[MELI]^ [..] PARS VLTIMA. 2 Auf dem Rücken geringe Reste eines wahrscheinlich spätmittelalterlichen Rückenschildes. 3 Auf dem Vorderdeckel Reste eines spätmittelalterlichen roten Signaturbuchstabens, vor 1905 von Th. Ilgen als „B" gelesen (vgl. Schmidt, s.u., Anm. zu Nr. 27; heute nicht mehr verifizierbar); ferner Rest eines spätmittelalterlichen Papierschildes mit braunem Signaturbuchstaben B (?); jeweils Charakteristika der Bibliothek von St. Liudger. A. Schmidt, Handschriften der Reichsabtei Werden, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 22, 1905, S. 241-264, hier S. 246, Nr. 27 (aus dem Verzeichnis des Barons Hüpsch; identisch in: Beiträge zur Geschichte des Stifts Werden 11, 1905, S. 113-137, hier S. 120, Nr. 27) • Drögereit S. 42 (Rezension: B. Bischoff, in: Anzeiger für dt. Altertum und dt. Lit. 66, 1952/53, S. 7-12, hier 9) ■ E. Wisplinghoff, Untersuchungen zu niederrheinischen Urkunden des 11. und 12. Jahrhunderts, in: AHVN 157, 1955, S. 12-40, hier 40 • B. Bischoff, Wendepunkte in der Geschichte der lateinischen Exegese im Frühmittelalter, in: Ders., Mittelalterliche Studien, Bd. 1, Stuttgart 1966, S. 205-273, hier S. 220, Anm. 63 • W. Stüwer, Das Erzbistum Köln, 3: Die Reichsabtei Werden an der Ruhr, Berlin 1980 (Germania Sacra, N.F. 12), S. 66, Nr. 25 • Kostbarkeiten aus der Bibliothek der ehemaligen Reichsabtei Werden, hg. v. G. Gattermann, Düsseldorf 1988, S. [8] (G. Karpp) • Buchpaten gesucht [= Erste Buchpatenaktion]; Forschungsinstitut für Mittelalter und Renaissance der Universitätsbibliothek Düsseldorf, Düsseldorf 1989, Nr. 1 (G. Karpp) • Krämer S. 827 Vergessene Zeiten Bd. 1, S. 46, Nr. 27 (G. Karpp) • B. C. Barker-Benfield, The Werden ,Heptateuch', in: Anglo-Saxon England 20, 1991, S. 43-64, hier S. 47, Anm. 20 Handschriftencensus Rheinland Nr. 538 ■ Bischoff, Hss. 9. Jh., S. 229, Nr. 1065 ■ Das Jahrtausend der Mönche. Kloster Welt Werden 799-1803, Ausstellungskat., hg. v. J. Gerchow, Köln 1999, S. 383, Nr. 103 (J. Gerchow). l r - 109 v Gregorius I. papa: Homiliae in evangelia (unvollständig). (1™) Tabula der Perikopen zu Lib. 1; (2-67 r ) Lib. 1: Hom. 1-20; (67 v -68 r ) Tabula der Perikopen zu Lib. 2; (68M09 V ) Lib. 2: Hom. 21-27, 29, 28, 30 (teilweise), (109 v ) abbrechend: ... in hominibus, quia quanto || . - CC 141, 5-263, Z. 196. Stegmüller RB Nr. 2646 mit Suppl. CPL Nr. 1711. CPPM Bd. 2, Nr. 2289. - Auf den Rändern von mehreren späteren Händen Einteilung des Texts in Lektionen römischer Zählung (I-IV bzw. I—VIII mit ,Finis'-Vermerken); zum Prinzip vgl. B. Michael, Liudger und Probianus. Zur Geschichte der illuminierten Liudgervita und des spätantiken Konsulardiptychons, in: Das Jahrtausend der Mönche (s.o.), S. 223-231, bes. 227 f. - (104 r , 106 r ) Doxologie teils in lat, teils in griech. Buchstaben. 274 Ms. B 82 Ms. B 82 Gregorius I. papa Papier ■ I + 212 + IB1. • 29,5x21 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent -um 1475/80 8 Wz., darunter (Bl. 1-73, 76-79, 82-83, 191-202, 204-210) Ochsenkopf = PiccO VII 62 (1475/79) mit Siebpaar-Variante (auch Ms. B 58: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1480); (Bl. 96-97, 106- 190) 2 Siebpaare Buchstabe P, darunter PiccP IX 984 (1475/76; alle auch Ms. B 47: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1475/80; IX 984 mit Siebpaar-Variante auch Ms. B 94b, Bl. 104-111, 113-168, 199-205: ebd., um 1460/80; Ms. B 104, Bl. 21-26: ebd., 1476; Ms. B 119, Bl. 73-108: ebd., um 1475) • Lagen: (VI+1) 12 + 4 VI 60 + (VI-1) 71 + 11 VI 202 + (VM) 210 ■ durchgehend Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung stellenweise erhalten: etc. moderne Foliierung: //(Papier-Vorsatzbl. des 15. Jh.), 1-142,142a, 143-210 ■ Schriftraum 20 x 14 • 2 Spalten • 32-35 Zeilen • gotische Hybrida • 1 Hand • rubriziert • 2 m , 3 ra 7- bzw. 5- zeilige, blau-rot gespaltene Lombarden M bzw. U. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen); vermutlich Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel ■ Reste von zwei Schließen • Blattweiser aus braunem und rotgefärbtem Leder • vorne und hinten, jeweils zur Hälfte als Spiegel eingeklebt und zur anderen Hälfte freistehend (mitgezählt als Bl. I, Bl. 211), je ein Einzelbl. aus einem lat. Brevier, Pergament, 14./15. Jh., zweispaltig, Gesangsteile in gotischer Choralnotation auf fünf Linien. Erhalten: aus dem Commune sanctorum Teile aus ,De confessoribus' (vorne); aus dem Sanctorale Teile zum 18.8. (Helena), 20.8. (Bernardus), 27.9. (Cosmas und Damianus). Zugehörig: Rückspiegel von Ms. B 94b; Spiegel und Vorsatzbl. von Ms. B 101b. Wz.-Befund (s.o.) verweist auf eine Entstehung der Hs. im Kreuzherrenkonvent Marienfrede, wo sie vermutlich auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. zwei Besitzvermerke des 15./16. Jh.: ' auf dem Vorderspiegel: Dit boeck hoert toe den Cruysbrodern yn Marienvreed + Sunt Gregorius Omelien; 2 II r : Dyt boeck hoert den Crusbroderen in gen Marien vrede [von einer wenig späteren Hand: by Wesell\. 1809 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf ■ auf dem Oberschnitt Brandkreuz (Marienfrede); auf dem Seitenschnitt kaum leserliche Aufschrift des 16. Jh. (?; Marienfrede): HOM[...] • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1809) • Schreibsprache: mittelniederdeutsch (Borchling S. 87: „südwestlich-westfälisch, mit Einmischung östlich-ndl. Elemente"). Handschriftliche Beschreibungen (jeweils in Kopie vorhanden in ULB Düsseldorf): 1) W. Dolch für die dt. Kommission „Handschriftenarchiv" der Preussischen Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1909 (4 Seiten); 2) W. de Vreese, Aufzeichnungen zur „Bibliotheca Neerlandica Manuscripta" (Nachlaß ÜB Leiden), Auszug (20. Jh., 1. Drittel): Düsseldorfer Hss.,S. 5, 8 • Borchling S. 86-88 • C. G. N. de Vooys, Middelnederlandse legenden en exempelen, Groningen / Den Haag 1926, S. 12, Anm. 1 ■ van de Pasch, Bibliotheca, S. 10, 40, 50 ■ P. van den Bosch, in: Clairlieu 41, 1983, S. 171 • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 539. II r Besitzvermerk (s.o.); II V leer. 1 ra — 210 rb Gregorius I. papa: Homiliae XL in evangelia. Basierend auf der mittelniederländischen Übersetzung des sog. ,Bijbelvertaler van 1360'. Voraus: (l ra_b ) Tabula: >Dit is die taeffel van den ewangelien der 275 Ms. B 82 sonnendaghe.< Op den yersten off up den anderen sonnendaghe van der advent sal men hijr vynden ... (l va ) Rubrik zu einer weiteren, nicht ausgeführten Tabula: >Hijr volghen ewangelien van somyghen hellighen myt oeren omelien.< (2 ra ) Prolog des Übersetzers: >Dit is dieprologus ofdie voersprake yn sunte Gregorius omelien yn duytsche.< Men sal weten dat sunte Gregorius enn dye andere leraers yn oeren woerden spreken van der ghedachten dat ys van der syelen ... (2 va ) Temporale: >Op anderen Sonnendach (2 V ) van der advente. Lucas ewangeli.< In der tijt seyde Ihesus synen yongheren ... [Lc 21,25-33]. (3 ra ) >Sunte Gregorius omelie up dit sehe ewangeli die hepredicte den volke te Romen yn sunte Peters kerken.< Unse here unde unse verloeser dye uns beghert bereyt toe vyndene he baetschapt ... (143 va ) Sanctorale: >Op sunte Andries dach. Matheus.< (143 v ) In der tijt wanderde Ihesus beneven dye zee van Galilea ... [Mt 4,18-20]. >Sunte Gregorius omelie up dit sehe ewangeli die dit predicte yn sunte Andries kerke.< Ghy hebt ghehoert, lieve broders, dat Peter unn Andries ten woerden van enen bevelen oere netten lieten ... (172 rb ) Commune sanctorum: >Van den apostelen. Johannes.< In der tijt seghede Ihesus synen iongheren ... [Io 15,12-16]. (172 va ) >Sunte Gregorius omelie up dit sehe ewangeli die he predicte yn sunte Pancracius kerke.< Als alle dye hellighe schrifturen vol syn van ghebaden ... - ... up dat wanneer ghy dese tijtlike dynghe uwes danckes vliet dye ewighe blijtscapen sonder pyne vercrighen moghet. Amen. >Hijr eynden sunte Gregorius omelien yn duytsche. God sijs ghelaeft unn dye moder Ihesu Cristi Maria. Amen.< - Druck: GW 11424. Abweichend von der lat. Ed. CC 141, 5^111 stehen die Homilien in der Hs. in liturgischer Abfolge; so u.a. auch Darmstadt LuHB Hs 813, l ra ; vgl. K. H. Staub / T. Sänger, Deutsche und niederländische Handschriften, Wiesbaden 1991 (Die Hss. der Hess. Landes- und Hochschulbibl. Darmstadt, 6), S. 62 f. (Konkordanz zu PL 76). Zur Übersetzung des sog. ,Bijbelvertalers' und zur handschriftlichen Überlieferung C. G. N. de Vooys, Iets over middeleeuwse Bijbelvertalingen, in: Theologisch Tijdschrift 37, 1903, S. 111-158, hier 154-156; J. Deschamps, Middelnederlandse Handschriften uit Europese en Amerikaanse Bibliotheken, Ausstellungskat. Leiden 1972, S. 251-254; K. Ruh, Bonaventura deutsch. Ein Beitrag zur deutschen Franziskaner-Mystik und -Scholastik, Bern 1956 (Bibliotheca Germanica, 7), S. 27 f.; VL 2 Bd. 3, Sp. 233-244, hier 236 f. (Hs. jeweils genannt); VL 2 Bd. 11, Sp. 249-256, hier 251.-l vb ,210 v leer. 276 Ms. B 83 Ms. B 83 Geert Groote. Thomas de Cantiprato. Henricus de Frimaria. Gallus de Aula Regia. Iordanus de Quedlinburgo. De virtutibus moralibus. Thomas a Kempis. Miracula Papier • 276 Bl. ■ 21,5x14,5 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (IV) • 15. Jh., 1.-3. Viertel Die 1980 restaurierte Hs. besteht aus vier Teilen: I: Bl. 1-69; II: Bl. 70-119; III: Bl. 120-147; IV: Bl. 148-276 (äußere Beschreibung der einzelnen Teile s.u.). Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld diagonal geteilt; Streifenrahmen); wahrscheinlich Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 2. Hälfte; Rücken neu • Spuren einer Mittelschließe • auf dem Rückdeckel vier quadratische Lederbeschläge ■ Blattweiser aus grün- oder rotgefärbtem Pergament • in den Deckeln Leimabdrucke einer lat. Handschrift des 14. Jh. mit Marbodus Redonensis: De lapidibus. Bestand: vorne Teile aus Kap. 5-7; Ed.: J. M. Riddle, Marbode of Rennes' (1035-1123) De lapidibus, Wiesbaden 1977 (Sudhoffs Archiv, Beih. 20), S. 42^t5, Z. 115-146; hinten Teile des Registers zum Werk. Teil IV ausweislich der Wz. (s.u.) um 1460/70 im Kreuzherrenkonvent Marienfrede geschrieben (außer Bl. 208-243, 245-256; s.u.), wo er wahrscheinlich (s.o.) mit Teil I—III (15. Jh., Anfang bzw. 2. Viertel; vgl. Wz.) zusammengebunden wurde und wo sich die Hs. befand (vgl. l r auf dem oberen Rand Besitzvermerk des 17./18 Jh.: Conventus B. M. Pacis ord. S. Crucis), bevor sie 1809 in die Hof bibliothek Düsseldorf gelangte. Ilgen S. 170 • Handschriftliche Beschreibung (in Kopie vorhanden in ULB Düsseldorf): W. de Vreese, Aufzeichnungen zur „Bibliotheca Neerlandica Manuscripta" (Nachlaß ÜB Leiden), Auszug (20. Jh., 1. Drittel): Düsseldorfer Hss., S. 5, 9 • P. J. Blök, Verslag aangaande een onderzoek in Duitschland naar archivalia belangrijk voor de geschiedenis van Nederland, Den Haag 1888, S. 30 ■ van de Pasch, Bibliotheca, S. 10, 40, 49 ■ Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 540. I Bl. 1-69: 15. Jh., 2. Viertel • Wz.: Siebpaar Anker Gruppe PiccA II 885-886 (1445/46) • Lagen: (VI-1) 11 +2 VI 3S + (VI-l) 46 + VII 60 + (VI-3) 69 ■ durchgehend Reklamanten • ab Lage 2 jeweils verso Doppelblatt- und Lagenzählung: a ix—fix; a iii -fiii etc. • Schriftraum 15-16 x 10 • 29-40 Zeilen ■ gotische Kursive • 1 Hauptschreiber; 1 Nachtragsschreiber (56 v -57 v ) • rubriziert. l r - 55 v GEERT GROOTE: SERMO ,RECEDITE'. >Incipiunt dicta magistri Gerardi dicti Groet contra focaristas.< Recedite, recedite ... [Is 52,11]. Patres et domini venerabiles, hec exhortacio et iussio est principaliter omnipotentis dei ... - ... propter parvulos hec scripsi. In nomine domini ... Amen. - Druck: T. A. Clarisse, Sermo magistri Gerardi Magni ..., in: Archief voor kerkelijke geschiedenis, Bd. 1, 1829, S. 364-379; Bd. 2, 1830, 277 Ms. B 83 S. 307-395; Bd. 8, 1837, S. 5-107. J. G. J. Tiecke, De werken van Geert Groote, Utrecht/Nijmegen 1941, S. 144-152 (Hs. S. 145, 275 genannt). Van den Bosch, Observantie, S. 146, Anm. 130 (Hs. genannt). VL 2 Bd. 3, Sp. 263-272. - 56 r leer. 56 v - 57 r Geert Groote: Epistola (70) ad fratrem infirmum. Exzerpte. >Ex epistola magistri Gherardi Groet ad quendam melancolicum.< Hostis antiquus inveniens capud melancolicum ... - ... Ventura, expellunt. - Druck: W. Mulder, Gerardi Magni Epistolae, Antwerpen 1933 (Tekstuitgaven van Ons Geestelijk Erf, 3), S. 287, Z. 14 - S. 293, Z. 12 (Hs. S. VII, XVII genannt). Tiecke (s. l r ) S. 120-122. Van den Bosch, Observantie, S. 146, Anm. 131 (Hs. genannt). VL 2 (s. l r ). -Angeschlossen kurze Exzerpte: 57™ aus Aristoteles, Plato, Seneca; 57 v Thomas de Cantiprato: Bonum UNIVERSALE DE APIBUS, aus Lib. 1, cap. 20 (Exemplum de clerico in synodo). Clericus quidam in synodo episcoporum predicare compulsus ... - Druck: Douai 1627 (s. 67 r ), S. 80. Weitere Angaben s. 67 r . - 58-60 v leer. 61 r - 66 r Geert Groote: De cura pastorali non acceptanda (= EPISTOLA 73). >Consilium magistri Gerardi Magni dicti Groet sive mensio cuidam iuveni data cui collata fuit ecclesia quedam curata ad instanciam sororum suarum.< Queritur a me cur dissuadeam cuidam iuveni... - ... cui respondi in Christo per predicta. Deo gracias. - Druck: Mulder (s. 56 v ) S. 310-321 (Hs. S. VII, XVII genannt). Tiecke (s. l r ) S. 160-166 (Hs. S. 161, 275 genannt). Van den Bosch, Observantie, S. 146, Anm. 131 (Hs. genannt). VL 2 (s. l r ).-66 v leer. 67 r - 69 v Thomas de Cantiprato: Bonum universale de apibus, Lib. 1, cap. 19. Bruno inpartibus Teutonie in opido magno ... - ... extra cimiterium sepultus. - Druck: Thomae Cantipratani ... bonum universale de apibus, Douai 1627, S. 68-75. Bloomfield/Guyot Nr. 6157. Kaeppeli Nr. 3775. VL 2 Bd. 9, Sp. 839-851. II Bl. 70-119: 15. Jh., Anfang ■ 4 Wz. (gemischt): Ochsenkopf- PiccO IX 395 (1400) mit Siebpaar- Variante; Siebpaar Glöckchen Typ Briquet 7440 (1399/1416) • Lagen: 4 V 109 + (VII^l) 1 ' 9 • durchgehend Reklamanten als Schriftbänder • Schriftraum 16 x 11 • 70 m -113 rb 2 Spalten • 34- 37 Zeilen • gotische Kursive ■ 1 Hand • als Seitentitel in Rot und Braun Zählung der Zehn Gebote • rubriziert. 70 ra - 118 V Henricus de Frimaria: Super decem praecepta. Voraus Schreiberspruch Colophons Nr. 19981. Prolog: Audi Israhelprecepta ... [cf. 278 Ms. B 83 Dt 4,1; 5,1; Ex 3,17; 13,5]. In verbis propositis spiritus sanctus circa divina precepta tria tangit... (73 v ) Text: >Primum preceptum.< Non adorabis ... [cf. Ex 20,3]. Quod approprietate respicit personam patris ... (113 r ) quod vinum nobis meritis gloriose virginis prestare dignetur eiusfilius benedictus qui cum patre ... Amen. Et sie estßnis de quo eternus pater sit benedictus et pia mater eius. Amen. Amen. (114 r ) Tabula: Ut autem in isto traetatu contenta legenti prompeius oecurrant ... - ... in dulcedinem mentalis devocionis etc. etc. - Druck: GW 12199-12212. A. Madre, Nikolaus von Dinkelsbühl. Leben und Schriften, Münster 1965 (BGPhThM; 40,4), S. 330 f., Nr. 11. Stegmüller RB Nr. 3172 mit Suppl. Zumkeller Nr. 325 mit Nachtrag. Bloomfield/Guyot Nr. 526. VL 2 Bd. 3, Sp. 730-737. - 113 v , 119 r leer; 119 V wenige Federproben und die angedeutete Zeichnung eines Wappens. III Bl. 120-147: 15. Jh., 2. Viertel ■ Wz.: Siebpaar Traube Gruppe PiccFr I 53-57 (1438/42) • Lagen: 3 IV 143 + (IV-^t) 147 • Lagen- und Doppelblattzählung: al-a4; bl-b4; cl-c4\ d2-d5 ■ Schriftraum 15,5 x 11 ■ 2 Spalten • 44-47 Zeilen • gotische Hybrida • 1 Hand • rubriziert; Rubrikatorvorgaben an den Rändern. 120 ra - 147 rb Gallus de Aula Regia: Malogranatum, Lib. 1. Beginnt mit dem Abschnitt ,De misericordia' (Lib. 1, dist. 1, cap. 6). >Pomum granatum primum.< Ante omnia scire debemus quod homo propter peccata perpetrata meruit dampnacionem perpetuam ... - ... penitenciam et eius partes. Et sie estßnis libri primi. Angeschlossen kurze Tabula zu Lib. 1. - Druck: Hain 7449-7451. Bloomfield/Guyot Nr. 2131. VL 2 Bd. 2, Sp. 1063- 1065. M. Gerwing, Malogranatum oder der dreifache Weg zur Vollkommenheit. Ein Beitrag zur Spiritualität des Spätmittelalters, München 1986 (Veröffentl. des Collegium Carolinum, 57), bes. S. 122-136 zur handschriftlichen Überlieferung. - 147 v leer. IV Bl. 148-276: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, um 1460/70 (Bl. 208-243, 245-256 integrierte ältere Lagen: Rheinland, um 1450/60) • 13 Wz.: (Bl. 148-159) Siebpaar Buchstabe P; (Bl. 160-171) Siebpaar Krummstab Typ Briquet 5799 (1460/83); (Bl. 172-191, 199-200, 258-271, 274-276) 2 Siebpaare Einhorn (auch Ms. B 53, Teil I: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1469); (Bl. 192-198, 201-207, 244, 257) Siebpaar Buchstabe P = PiccP IX 1039, 1050 (1463/65; auch Ms. B 46, Teil II: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1460/70; Ms. B 94b, Bl. 22-51: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, um 1460/80; Ms. B 101b, Bl. 1-9, 60-119, 150-178: ebd., 1462; Ms. B 104, Bl. 134-153: ebd., gegen 1476; Ms. B 130, Bl. 5, 8, 13-16, 21-24, 30-31, 37-82: ebd., 1468); (Bl. 208- 243, 245-256) Siebpaar Waage (sehr ähnlich in Ms. B 5, Teil I: Diözese Köln ?, 1456); (Bl. 272, mit Bl. 273) Wappen, oberer Teil • Lagen: 3 VI 183 + IV 19 ' + VIII 207 + 3 VI 243 + VII 257 + VI 269 + (VI- 279 Ms. B 83 5) 276 • Lage 5-8, 10 Reklamanten ■ Lagen- und Doppelblattzählung: (Lage 1-4) al-a6... dl-d4; (Lage 9 in Rot) -a6 ■ Schriftraum 15-16 x 10-11 • 2 Spalten • 31-42 Zeilen • gotische Hybrida; gotische Kursive • 4 Hände (A: 148 ra -191 vb ; B: 193 ra -207 va , 244 ra " vb , 257 ra " vb ; C: 208 ra - 243 vb , 245 ra -256 vb ; D: 258 ra -276 va ) ■ rubriziert ■ 148 ra 10-zeilige schwarz-rot gespaltene Fleuronne-Lombarde I; 193 ra 6-zeilige rote Lombarde Q auf rechteckigem grünen Grund, in Binnenfeld und Zwickel Blütenornament, Besatz am linken Rand auslaufend (Staubfäden, Perlen). 148 ra - 188 va lORDANUS DE QUEDLINBURGO: MEDITATIONES DE PASSIONE Christi. Prolog: Inspice et fac ... [Ex 25,40]. Etsi Cristus ubique in scripturis mons dicatur ... (149 v ) Artikel Nr. 1: Primus articulus dominice passionis estpavoris et tristicie assumptio ....... consepeliat eciam seipsum in eodem sepulchro cum Ihesu, quod nobis prestare dignetur Ihesus Christus dei et Marie virginis ßlius. Amen. >Expliciunt sexaginta quinque articuli de passione domini nostri Ihesu Christi.< - Druck: Hain 9444 u.ö. Zumkeller Nr. 646 mit Nachtrag. Stegmüller RB Nr. 5141 mit Suppl. VL 2 Bd. 4, Sp. 853-861. - 148 vb leer. 189 ra - 191 vb De virtutibus moralibus. >De virtutibus moralibus.< Circa materiam de virtutibus moralibus primo notandum est quod nomine virtutis signißcetur. Unde nomen virtutis secundum primam sui imposicionem videtur quandam violenciam importare ... - ... circa medium consistere de quibus ad presens sufßciant dicta etc. >Et sie est finis de virtutibus moralibus.< - Philosophischer Traktat, wiederholt Aristoteles zitierend und griechische Begriffe erläuternd. - 192™ leer. 193 ra - 257 vb Thomas a Kempis (Endredaktor): De imitatione Christi, Lib. 1-3. >Incipit devotus tractatulus de imitacione Christi. De contemptu omnium vanitatum mundi. Capitulum primum.< Qui sequitur me ... [Io 8,12]. Hec sunt verba Cristi quibus ammonemur quatinus vitam eius ... - ... adpatriam perpetue claritatis. Amen. >Explicit Über interne consolacionis. Deo gracias.< - Ed.: T. Lupo, De imitatione Christi libri quatuor, Cittä del Vaticano 1982 (Storia e Attualitä, 6), S. 3-300. Zur Überlieferung Bloomfield/Guyot Nr. 4633; S. Axters, De imitatione Christi. Een handschrifteninventaris bij het vijfhonderdste verjaren van Thomas Hemerken van Kempen, Kempen 1971 (Addenda in: Nederlands Archief voor kerkgeschiedenis 56, 1975, S. 141-158); U. Neddermeyer, Radix Studii et Speculum Vitae. Verbreitung und Rezeption der Jmitatio Christi' in Handschriften und Drucken bis zur Reformation, in: Studien zum 15. Jahrhundert, Festschrift E. Meuthen, München 1994, Bd. 1, S. 457-481. Zur Verfasserfrage DSAM 7, Sp. 2339-2355; VL 2 Bd. 9, Sp. 868-871. - Im älteren Teil (s.o.) auf den Rändern stellenweise dt. Übersetzungen von Schreiberhand, z.B.: (228 r ) importunitas - onverdrechlicheit off [?] onverbeidenheit. - (207 v ) leer. 280 Ms. B 84 258 ra - 276 va Miracula varia. - (258 ra -271 ra ) Miracula de puella et diabolo. >Hic incipiunt diversa miracula multum horribilissima et mirabilissima circa quandam puellam per dyabolum facta videlicet in Amsterdam.< Quia exempla melius docent quam verba et in actibus humanis magis creditur operibus quam sermonibus ... (258 r ) Que puella maxime et mirabilissime ab extra a demonibus vexata est per quinque annos videlicet ab anno nativitatis domini M° ccc° nonagesimo octavo usque ad annum nativitatis eiusdem m m cccc m tercium ... - ... qui quasi menbra [!] sua dissolvisset universa etc. - Unterteilt in zehn Abschnitte. - (271 ra -275 ra ) MlRACULUM DE UDONE. Anno domini nonogentesimo quinquagesimo octavo [Ottone] tercio imperante apud Parthinopolim id est Meydenborch in Saxonia contigit prodigium terribile nimis ... - ... et severissimam ulcionem. Finis est. - Ed.: A. E. Schönbach, Studien zur Erzählungsliteratur des Mittelalters, 3.: Die Legende vom Erzbischof Udo von Magdeburg, Wien 1902 (Sitzungsber. d. phil.-hist. Cl. d. kaiserl. Akad. d. Wiss., 144,2); E. Öhgren, Die Udo-Legende. Ihre Quellen und Verbreitung mit besonderer Berücksichtigung ihrer Übersetzung ins Russisch-Kirchenslavische, Uppsala 1954 (Publ. de l'institut slave d'Upsal, 8), S. 51-57 (Text), 145-148 (handschriftliche Überlieferung). BHL Nr. 5762. - (275 ra -276 va ) Miracula sub tempore terraemotus. Anno nativitatis domini M° cccc° xxvii in toto regno Catholonie a die secunda ante Carnisprivium usque ad quartam feriam post octavam pasche, qua visitator provincie Catolonie ordinis Carthusie iter arripuit ad capitulum generale, fuerat gravissimi terremotus pretextu ... - ... Omnia ista sunt indicia finis mundi quare preparemus nos in occursum iusti iudicis. Et sie est finis. - Über schreckliche Auswirkungen eines Erdbebens in spanischen Städten und Klöstern im Jahr 1427. - 276 vb leer. Ms. B 84 Johannes Algrinus. Petrus Damiani. Ps.-Augustinus. Paulinus Aquileiensis. Petrus Blesensis. Origenes interprete Rufino Papier; Pergament ■ I + 134 (187) Bl. • 21x14 • „Goedinghen", 1367/68 (I); Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1485/90 (II, III) Handschriftlich: Bl. 1-109, 122-144, 186 • Bl. 110-121, 145-185 drei beigebundene Inkunabeln: 1) Bl. 110-121: Gerardus Eltensis: Utrum liceat pueros ante pubertatis annos ad religionis 281 Ms. B 84 ingressum inducere (Köln, 1473/77; GW 10672; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 397). 2) BI. 145- 152: Hieronymus: Narratio de monacho Malcho (Zwolle, um 1479; Copinger 2976; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 537). 3) Bl. 153-185: De accentibus SYLLABARUM (Deventer, um 1480; GW 136; Inkunabelkatalog Düsseldorf Nr. 1). Die Hs. besteht aus drei Teilen: I: Bl. 2-22; II: Bl. 23-109; III: Bl. 122-144 (äußere Beschreibung der einzelnen Teile s.u.) ■ Bl. 1 vorderes Vorsatzbl. mit Wz. Buchstabe P, oberer Teil (fast identisch mit Teil II, Bl. 63-71; s. dort): recto Federproben von mehreren Händen des 15./16. Jh., verso kurzer Inhaltsvermerk zum Band von einer Hand des 17./18. Jh. • Bl. 186 hinteres Vorsatzbl.: Fragment einer lat. Papierhandschrift des späteren 15. Jh., möglicherweise Ausschuß der Produktion des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (s.u.), ursprüngliches Blattformat etwas größer als das des Bandes, kein Wz.; Text zweispaltig in gotischer Hybrida, eine Hand, rubriziert. Erhalten Teil einer spätmittelalterlichen Predigt (möglicherweise zu Rm 15,4: Quaecumque enim scripta sunt ...): (186 ra ) || presentis [?] sermonis tunc principaliter ad nostram doctrinam Septem sunt scripta. Primum estfides catholica ad credendum ... -... (186 vb ) pena inferni maior est ||. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert), auf dem Vorderdeckel Streicheisenlinien (Mittelfeld diagonal geteilt; Streifenrahmen) und Einzelstempel (durch Abrieb teils unkenntlich); Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, spätes 15. Jh. Identifizierbare Stempel: Adler in Raute; 2 Rosetten (jeweils u.a. auch Ms. B 77); ferner vermutlich Schunke Adler Nr. 94; Greif Nr. 30a ■ Reste einer Mittelschließe • Blattweiser aus Pergament • als Spiegel Fragmente eines lat. Psalters, Pergament, 13. Jh., 1. Hälfte, vorne Einzelbl. sowie schmales Fragment eines weiteren Einzelbl., letzteres heute freistehend und als Bl. I gezählt; hinten Einzelbl. Erhalten: (Vorderspiegel) Schluß des Meerliedes des Moses (Ex 15,19), Beginn Canticum Habakuks (Hab 3,1-8); (freistehendes BI. I) Schluß des ,Magnificat' (Lc 1,55), ,Nunc dimittis' (Lc 2,29-32), Teile des Athanasianum; (Rückspiegel) Teile des Gesangs der drei Jünglinge (Dan 3,76-86) und des Canticum Zachariae (Lc 1,68-71) • als Ergänzung des Rückspiegels schmales Fragment eines lat. Breviers, Pergament, 14. Jh. Erhalten: Teile der Texte zu Pfingsten. Teil I 1367/68 geschrieben von Albertus, Pfarrer in „Goedinghen" (vgl. 18 v , 22 r ), vielleicht Goedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg. Teil II — III in geringem zeitlichen Abstand um 1485/90 (Wz.) im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben, da Schreiber von Teil II auch im wahrscheinlich dort geschriebenen Ms. B 6 nachweisbar (vgl. auch Wz.-Parallelen; s.u.) und da die Hs. dort unter Verwendung einer zu Teil II passenden Papiersorte gebunden wurde (s.o.) • Hs. gehörte dem Kreuzherrenkonvent Düsseldorf (Handschriftencensus Rheinland Nr. 541 irrtümlich: „Marienfrede, Kreuzbrüderkonvent"), wie Reste eines für die dortige Bibliothek typischen Titel- und Signaturschildes des 15./16. Jh. auf dem Vorderdeckel zeigen (lesbar nur Signaturbuchstabe £), ein entsprechender Besitzvermerk befand sich wahrscheinlich auf dem herausgerissenen oberen Rand von Bl. 1. Somit kam die Hs. wie die übrigen Hss. dieser Provenienz Ende 1812 in die Hofbibliothek Düsseldorf ■ auf dem Vorderdeckel links unten geringe Reste eines früher auf Rücken und Deckelansätze geklebten Papierschildes. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 10, 40, 45, 50 ■ Kristeller S. 522 ■ Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 541. I Bl. 2-22: „Goedinghen" (Goedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg ?); 1367/68 • Bl. 6, 7, 16 Pergament • Wz.: Siebpaar Kreise Typ Briquet 3182 (1368) • Lagen: V 11 + (IV+3) 22 • Lage 1 Reklamant ■ Schriftraum: (2-18 v ) 16 x 10; (19-22 v ) 18 x 12,5 ■ 53-60 Zeilen • Notulavonder Hand des Pfarrers Albertus • rubriziert. 282 Ms. B 84 2 r - 18 v Johannes Alumnus: Sermones 52 de tempore. (2 r ) Anfangsrubrik: >In hoc volumine continentur omelie magistri Johannis de Villa Abbaus archiepiscopi Bissuncii super epistolas et ewangelia dominicalia per circulum anni compilate.<\ (18 v ) Schlußvermerk: Scripta sunt hec per manus Alberti presbyteri in Goedinghen anno domini M° ccc° lxvii°, beate Magdalene. - Schneyer Bd. 3, S. 510-522, Nr. 1, 5, 9, 12, 17, 21, 25, 29, 33, 37, 41, 45, 48, 51, 55, 59, 63, 67, 71, 75, 79, 83, 87, 91, 95, 99, 103, 108, 112, 115, 117, 121, 125, 129, 133, 138, 141, 144, 146, 150, 152, 156, 159, 163, 167, 171, 175, 179, 182, 193, 189, 194. Glorieux, Repertoire, Nr. 113a. 19 r - 22 r Perikopentexte (in der Regel Epistel) zu den vorstehenden Predigten, beginnend mit Rm 13,11-14 (zu Schneyer Bd. 3, S. 510, Nr. 1); endend mit Ier 23,5-8 (zu Schneyer Bd. 3, S. 521 f., Nr. 194); (22 r ) Schlußvermerk: Expliciunt epistole dominicales complete per manus Alberti sacerdotis anno domini M° ccc° lxviii° [folgt unleserlicher Zusatz: ...finivi ?]. 22™ SERMO DE SANCTIS, Beginn. >De sanctis.< Ad Hebreos xi: Sancti per fidem ... [Hbr 11,33-39]. Sancti idem est quodfirmi, ut dicit glossa ... — ... de resurrectione [?] scilicet venientes. Anschließend Vermerk von einer Hand des 15. Jh.: Explicit über sermonum magistri Johannis de Villa Abbaus circa epistolas per anni circulum [vgl. 2-18 v ]. II Bl. 23-109: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1485/90 ■ 16 Wz., darunter (Bl. 23-32, 44, 51, 53, 62, 72-81, 104-107) drei geringfügig voneinander abweichende Siebpaare Buchstabe P (Variante Bl. 23-32 auch Ms. B 6: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent ?, um 1485/90); (Bl. 45-50) Hund (auch Ms. B 6, s.o.); (Bl. 54, 61) Hand = PiccHH III 1097 (1487; auch Ms. B 6, s.o.); (Bl. 63-71) Siebpaar Ochsenkopf Gruppe PiccO XII 246-249 (1487/88) • Lagen: 8 V 101 + IV 109 • durchgehend Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung: al-a5... U—i4 • moderne Foliierung: 23-67, 67°, 68-109 • Schriftraum 16 x 9,5 ■ 2 Spalten • 30-34 Zeilen • gotische Hybrida ■ 1 Hauptschreiber; 1 Nachtragsschreiber (109 ) • rubriziert. 23 ra - 40 rb Petrus Damiani: Epistola ad Blancam. - Ed.: K. Reindel, Die Briefe des Petrus Damiani, Teil 2, München 1988 (MGH Die Briefe der dt. Kaiserzeit, IV,2), S. 248-279 (Hs. als Sigle „D" genannt; in Teil 1, München 1983, S. 34 jedoch irrtümlich: „Cod. B 89 [!], 14. Jh."); in der Hs. fehlt S. 267, Z. 8 - S. 268, Z. 2. Van den Bosch, Observantie, S. 140, Anm. 44; van den Bosch, Passionsliteratur, S. 23 (Hs. jeweils genannt, irrtümlich unter Marienfrede). 283 Ms. B 84 40 rb - 41 vb PS.-AUGUSTINUS: DE EO QUOD NIHIL SIT GLORIA MUNDI. >Incipit sermo beati Augustini de eo quod nichil sit gloria mundi ...< - PL 40, 1341 f. CPPM Bd. 1, Nr. 1185. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 415^122; 5,2, S. 144 (Hs. genannt). 41 vb - 80 rb Paulinus Aquileiensis: Liber exhortationis. >Incipit epistola beati Augustini scripta ad comitem Bonifacium.< Text beginnt (42 ra ). - PL 99, 197-282; auch PL 40, 1047-1078 (Ps.-Augustinus). CPPM Bd 2, Nr. 3078 (Ps.-Augustinus). Kurz, Augustinus, 5,1, S. 151-153; 5,2, S. 144 (Hs. genannt). 80 rb - 93 vb Petrus Damiani: Epistola ad Gerhardum et Hildebrandum. - Ed. unter Verwendung dieser Hs. (Sigle „D"): Reindel (s. 23 ra ) S. 163-190. - Der folgende Text unmittelbar angeschlossen: 93 vb - 96 ra Petrus Damiani: Sermo (35) de ss. Flora et Lucilla. (96 ra ) Rubrik, zu beziehen auf 80 rb -93 vb : >Explicit epistola Petri Damiani ad quendam episcopum de recusacioneprelature.<- CCCM 52, 211-213. 96 ra - 109 rb Petrus Blesensis: Canon episcopalis sive de institutione episcopi. -PL 207, 1097-1112. Van den Bosch, Observantie, S. 147, Anm. 148 (Hs. genannt, irrtümlich unter Marienfrede). - 109 rb Angeschlossen: Ps.-Thomas DE AQUINO: De beatitudine. Nur Rubrik und Textbeginn (beides durchgestrichen), endet: ... fruicione, unione. - Druck: R. Busa, S. Thomae Aquinatis opera omnia, Bd. 7, Stuttgart-Bad Cannstatt 1980, S. 709 a , Z. 1-5. 109 va_b De ANIMA ET CORPORE. Hieronimus ad amicum: Pone semper ante oculos cordis quod non amicorum turba ... - ... postmodum poculis intermiscet. - Beginnt mit Exzerpt aus PAULINUS AQUILEIENSIS: LlBER exhortationis (vgl. 41 vb ): PL 99, Sp. 203, Z. 24 - Sp. 204, Z. 2; das Übrige nicht nachweisbar. III Bl. 122-144: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent; um 1485/90 • Wz.: 2 Siebpaare Buchstabe P, geringfügig abweichende Varianten in Teil II enthalten (s.o.) • Lagen: VI 133 + (VI-1) 144 • Lage 1 Lagen- und Doppelblattzählung: al-<&6> ■ Schriftraum 16 x 9,5 • 36-40 Zeilen • gotische Hybrida ■ 1 Hand • stellenweise Buchzählung als Seitentitel ■ rubriziert. 122 r - 142 v Origenes: Commentarii in Epistolam s. Pauli ad Romanos (Versio Latina, Rufino interprete). Bestand: Praefatio Rufini; Lib. 1 - Lib. 284 Ms. B 85 2, cap. 5. (142 v ) Endet am Seitenende: ... non est similisputanda illa tribu= [143 r nicht weitergeführt]. - Ed.: C. P. Hammond Bammel, Der Römerbriefkommentar des Origenes. Kritische Ausgabe der Übersetzung Rufins, Buch 1-3, Freiburg 1990 (Vetus Latina; Aus der Gesch. der lat. Bibel, 16), S. 35-122, Z. 206; CC 20, S. 275 (Praefatio Rufini). Stegmüller RB Nr. 6221 mit Suppl. CPG Nr. 1457 mit Suppl. CPL Nr. 198m (Praefatio Rufini). - 143-144 v leer. Ms. B 85 Henricus de Langenstein sive Job Vener. Legendae et opuscula s. Francisci Papier ■ 130 + 11 Bl. • 29 x 20,5 • nördl. Rheinland (Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?) • um 1490/95 1981 restauriert • 20 Wz., darunter (Bl. 1-6) Siebpaar Buchstabe P = PiccP VIII 22, 27 (Xanten, 1489); (Bl. 8-17) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP VII 135, 172 (Utrecht, 1491); (Bl. 49-56, 58-77) 2 Siebpaare Buchstabe P, darunter ~ PiccP VIII 268 (Utrecht, 1494/95); (Bl. 118-130) Siebpaar Buchstabe P~ PiccP VII 999, 1095 (Utrecht, 1498) • Lagen: I 2 +(II+1) 7 +12 V 127 + II 131 • als Bl. 131 foliiertes heutiges Schlußbl. der letzten Lage Inkunabelfragment (s.u.) • Lage 3-14 Lagen- und Doppelblattzählung: -65... -n<5> ■ Schriftraum 19,5-21 x 14 • 2 Spalten ■ 30-42 Zeilen • gotische Hybrida formata ■ 1 Hand • rubriziert • l ra 5-zeilige blaue Fleuronne- Initiale I, Randausläufer aufgrund Blattbeschädigung großenteils verloren. Einband bei Restaurierung mit hellbraunem Lederbezug über Holz erneuert, unter Verwendung des alten Deckelbezugs aus dunkelbraunem Kalbleder mit Streicheisenlinien (Streifenrahmen) und Einzelstempeln: Arbeit der Werkstatt des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, Marienfrede • Reste von zwei Schließen • auf dem Rückdeckel vier quadratische Lederbeschläge • Blattweiser aus rotgefärbtem Leder • Bl. 131 offenbar auch vor der Restaurierung freistehend situiertes Einzelbl. aus einer Inkunabel: Hugo de Prato Florido: Sermones dominicales super evangelia et epistolas (Basel, um 1485), Bl. K 2 (Beginn Sermo 94 in dominica 15 post pentecosten; Schneyer Bd. 2, S. 750 f., Nr. 105); Hain 9002; in Inkunabelkatalog Düsseldorf als Nr. 561 aufgeführt fast vollständiges Exemplar dieses Drucks (Düsseldorf ULB Pr. Th. I. 377), gleichfalls aus Marienfrede; das vorliegende, nicht im Inkunabelkatalog verzeichnete Bl. jedoch diesem Exemplar nicht zugehörig • ursprünglicher Pergament-Rückspiegel nach Bl. 131 freistehend eingefügt. Hs. wurde im Raum der Kölnischen Franziskanerprovinz geschrieben (vgl. zu 8 ra -130 va ), ausweislich der Wz. am Niederrhein um 1490/95; somit könnte sie im Kreuzherrenkonvent Marienfrede entstanden sein, aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. V auf dem oberen Rand Besitzvermerk des 17./18. Jh.: Servio Conventui B. M. Pacis ord. S. Crucis. 1809 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Oberschnitt nach Restaurierung unkenntlich gewordenes Brandkreuz (Marienfrede) • geringer Rest eines ehemaligen Rückenschildes (Düsseldorf, nach 1809) bei Restaurierung in den Vorderdeckel eingeklebt. Analecta Bollandiana 21, 1902, S. 444 • B. Kruitwagen, De middelnederlandsche handschriften over het leven van Sint Franciscus en zijn eerste gezellen, in: De Katholiek 128, 1905, S. 151-191, 285 Ms. B 85 hier S. 179, Anm. 1 • B. Kruitwagen, Descriptio nonnullorum codicum mss. quibus insunt libelli „Speculum perfectionis" et „Actus B. Francisci", in: Archivum Franciscanum Historicum 1, 1908, S. 301—412, hier 317-319 ■ V. Branca, II cantico di Frate Sole. Studio delle fonti e testo critico, in: Archivum Franciscanum Historicum 41, 1948, S. 3-87, hier 8 ■ van de Pasch, Bibliotheca, S. 10 f., 40, 49 • A. Sottili, I Codici del Petrarca nella Germania occidentale, Bd. 1, Padua 1971 (Censimento dei Codici Petrarcheschi; 4), S. (67), Anm. 1 ■ K. Esser / R. Öliger, La tradition manuscrite des opuscules de Saint Francois d'Assise. Preliminaires de Fedition critique, Rom 1972 (Subsidia scientifica Franciscalia, 3), S. 38 f. • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 542. l ra _ 7 vb henricus de Langenstein sive Job Vener: De proprietate RELIGIOSORUM. >Incipit tractatus venerabilis magistri Hinrici de Hassia doctoris eximii studii Wienne fundatoris, qui fuit lumen tocius ecclesie, de proprietarüs monachis et monialibus.< In nomine domini Amen. Pro salute eorum qui viciafugere cupiunt cum ad viam veritatis reformati fuerint... - ... ut unicuique ex hiis que habet tribuat quantum ei opus est. In Christo Ihesu domino nostro. >Explicit dictum magistri H. de Hassia de proprietarüs pulchrum valde et graciosum ut videtur.< - Ed.: H. Heimpel, Die Vener von Gmünd und Straßburg 1162-1447, Göttingen 1982 (Veröffentl. d. Max-Planck-Inst. für Gesch., 52), Bd. 3, S. 1269-1284. Zur Verfasserfrage ebd. Bd. 2, S. 934 f. (Job Vener); VL 2 Bd. 10, Sp. 207-214, bes. 212 f. (Henricus de Langenstein oder Job Vener ?; Hs. genannt). T. Hohmann, Initienregister der Werke Heinrichs von Langenstein, in: Traditio 32, 1976, S. 73-82, hier Nr. 157. Bloomfield/Guyot Nr. 4274. 8 ra - 130 va Legendae et opuscula s. Francisci. Nachfolgende Texte sind in drei Libri aufgeteilt; Bestand entspricht dem Usus der Kölnischen Franziskanerprovinz, vgl. dazu und zum Inhalt vorliegender Hs. S. Clasen, Legenda antiqua s. Francisci, Leiden 1967 (Studia et documenta Franciscana, 5), S. 76, 167-169. Zu den Texten neben der unten angegebenen Lit. J. Cambell, Les ecrits de Saint Francois d'Assise devant la critique, in: Franziskanische Studien 36, 1954, S. 82-109, 205-264 (Hs. S. 84 genannt). Van den Bosch, Observantie, S. 144, Anm. 107 (Hs. genannt). - (8 ra -62 rb ) Speculum perfectionis status fratris minoris. Hier gezählt als Liber 1. >Incipit speculum perfectionis Status fratrum minorum.< Prolog: Istud opus conpilatum est per modum legende ... (8 ra - 10 ra ) Kapitelverzeichnis. (10 ra ) Text: >Quomodo beatus Franciscus respondit ministris nolentibus obligari ad observandum regulam quam faciebat. Capitulum primum.< Postquam secunda regula quam fecit beatus Franciscus ... - ... tandem ad ipsum gloriosissime perveniens cui cum patre ... Amen. >Explicit speculum perfectionis ...< - Druck: P. Sabatier / A. G. Little, Le speculum perfectionis ou Memoires de Frere Leon sur la seconde partie de la vie de Saint Francois d'Assise, Bd. 1, Manchester 1928 (British Society of Franciscan Studies, 13), S. 1-350 286 Ms. B 85 (Hs. S. ix genannt); der ,Cantico di Frate Sole' cap. 120 (60 va_b ; in der Hs. vielfach mißverstandene Übertragung des ital. Textes) auch bei Branca (s.o.) S. 83-87; Textabfolge und Einteilung (124 Kapitel) der Hs. wie im Druck, Näheres bei Clasen (s.o.) Taf. D, 2*-5* (Sigle Düs 85). P. van den Bosch, Speculumliteratur in Kreuzherrenhandschriften, in: Clairlieu 41, 1983, S. 146-149, hier S. 148, Nr. 40 (diese Hs.). BHL Nr. 3120 mit Suppl. DSAM Bd. 14, S. 1116 f. (62 va -80 va ) Legenda trium sociorum s. Francisci. Hier gezählt als Liber 2. (62 va_b ) Kapitelverzeichnis. (62 vb ) >Hec sunt quidam scriptaper tres socios beati Francisci de vita et conversacione eius in habitu seculari ...< (63 ra ) Prolog: Reverendo in Christo patri fratri Crescensio [!] ... Cum de mandato Christi ... (63 rb ) Text: >De nativitate eius et vanitate ...< Franciscus de civitate Assisii oriundus ... — ... se conformantes ut ad celestem gloriam pervenirent. Amen. >Expliciunt miracula cum vita beatissimi patris Francisci ...< - Druck der Version der Kölnischen Franziskanerprovinz: AASS, Oktober, Bd. 2, S. 615-630; in der Hs. 19 Kapitel, Textabfolge bei Clasen (s.o.) Taf D, 9*-12* (Sigle Düs 85). T. Desbonnets, La legende des Trois compagnons. Nouvelles recherches sur la genealogie des biographies primitives de saint Francois, in: Archivum Franciscanum Historicum 65, 1972, S. 66-106 (Hs. S. 67 f. u.ö. genannt; Rezension: H. Ooms, in: Skriptorium 27, 1973, S. 140 f.: Hs. genannt). BHL Nr. 3114 mit Suppl. (80 va -123 va ) Actus beati Francisci et sociorum eius. Hier gezählt als Lib. 3, cap. 1-62. (80 va -81 rb ) Kapitelverzeichnis zu den Texten (80 va - 129 va ). (81 va ) >Incipiunt actus quidam mirabiles beati Francisci et sociorum eius primorum.< Prolog: Adlaudem domini nostri ... hie scripta sunt quidam notabilia de beato Francisco et soeiis eius ... Text: Primo ergo sciendum est quodpater noster Franciscus ... - ... interim malacia reproborum. Ad laudem domini etc. - Druck: P. Sabatier, Actus beati Francisci et sociorum eius, Paris 1902 (Collection d'etudes et de documents sur l'histoire religieuse et litteraire du Moyen äge, 4), S. 1- 191; J. Cambell / M. Bigaroni / G. Boccali, Actus beati Francisci et sociorum eius, Assisi 1988 (Publ. della Bibl. Francescana, Chiesa nuova, 5), S. 108-592; in der Hs. 62 Kapitel, Textabfolge und -bestand gegenüber den Drucken abweichend, Näheres s. Clasen (s.o.) Taf. D, 6*- 8* (Sigle Düs 85). BHL Suppl. Nr. 3119b. - Die folgenden Texte bei fortlaufender Kapitelzählung jeweils direkt angeschlossen: (123 va -125 va ) Franciscus Assisias: Admonitiones, cap. 2-28. Hier gezählt als Lib. 3, cap. 63-67. >De malo proprie voluntatis.< [Auf dem linken Rand Nachtrag von Schreiberhand: In nomine patris ... humilia verba sacre admonicionis venerabilis patris nostri saneti F. ad omnes fratres saneti Francisci] Dixit dominus ad Adam ... -... observat in corde 287 Ms. B 85 suo. - Ed.: K. Esser, Die Opuscula des hl. Franziskus von Assisi, Quaracchi 1976 (Spicilegium Bonaventurianum, 13), S. 107-117 (Hs. dort und S. 33, 38, 68, 70, 78, 106 als Sigle Ddl genannt). (125 va -127 va ) Franciscus Assisias: Epistola ad fideles (Recensio posterior). Hier gezählt als Lib. 3, cap. 68-70. >Opusculum sancti Francisci monitorium.< Universis Christianis religiösis ... - ... usque in finem, benedicat eis pater et filius et spiritus sanctus. - Ed.: Esser (s. 123 va ) S. 207-213 (Hs. dort und S. 33, 38, 185 als Sigle Ddl genannt). (127 va -129 rb ) Franciscus Assisias: Epistola toti ordini missa. Hier gezählt als Lib. 3, cap. 71. >Testamentum [!] beati Francisci.< In nomine summe trinitatis ... - ... deus omnipotens per omnia secula seculorum. Amen. - Ed.: Esser (s. 123 va ) S. 259-263 (Hs. dort und S. 33, 38, 241 als Sigle Ddl genannt). (129 rb_va ) Franciscus Assisias: Epistola ad clericos (Recensio posterior). Hier gezählt als Lib. 3, cap. 72. >De reverencia corporis domini et de mundicia altaris.< Attendamus, omnes clerici... — ...fecerint exemplari. - Ed.: Esser (s. 123 va ) S. 164 f. (Hs. dort und S. 33, 38, 157 als Sigle Ddl genannt). - Die beiden folgenden Texte außerhalb der Kapitelzählung: (129 va ~ b ) Franciscus Assisias: Salutatio virtutum. Regina sapiencia, dominus te salvet... - ... datum desuper a domino. - Ed.: Esser (s. 123 va ) S. 427 f. (Hs. dort und S. 33, 38, 422 als Sigle Ddl genannt). (129 vb -130 ra ) Miraculum de quodam milite. >Exemplum.< Fuit quidam miles fortis et multas habuit victorias ... - ... meipsum impugnando. -Druck: Sabatier (s. 80 va ) S. 192. Vgl. Clasen (s.o.) S. 32, 169. (130 ra_va ) VlNCENTIUS BELLOVACENSIS: SPECULUM HISTORIALE, Lib. 30, cap. 107 (De miraculis gestorum s. Francisci). >Ex speculo historiali libro xxxi° [recte: xxx°] capitulum c vii m .< Per civitates et castella longe lateque beatus Franciscus circu[m]iens ... - ... a viris fide dignis accepimus. Laus deo. Es folgt Schlußrubrik für die Texte (80 va -130 va ) >Explicit liber tercius de actibus quibusdam mirabilibus beati Fra[n]cisci et sociorum eius primorum.< - Druck: Bibliotheca mundi seu Speculi maioris Vincentii Burgundi praesulis Bellovacensis ... tomus quartus qui Speculum historiale inscribitur ..., Douai 1624 (Repr. Graz 1965), S. 1269. Kaeppeli Nr. 3987 - 130 vb leer. 288 Ms. B 86 Ms. B 86 Haimo Altissiodorensis Papier • 153 Bl. • 30x22 ■ Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • um 1460/65 12 Wz.: (Bl. 1^0) Siebpaar Schlüssel Gruppe PiccSchl III 23-33 (1458/62; leicht variiert auch Ms. B 125, Bl. 196-197: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65); (Bl. 41-52, 59-60, 71-80; Bl. 103-150 gemischt mit Buchstabe Y, s.u.) 2 fast identische Siebpaare Buchstabe P ~ PiccP X 369, 417 (1461/63; leicht variiert sämtlich oder teilweise auch Ms. B 76, Bl. I, 138-139, 144-145: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 93, Bl. 31-50, 165-172, 175-220: ebd., 1462/65; Ms. B 125, Bl. 162-192, 201: ebd., um 1460/65; ferner Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 62: Köln ?, um 1460/65; Ms. B 98, Bl. 87, 96: nördl. Rheinland, um 1460/65); (Bl. 53-54, 57-58) Siebpaar Ochsenkopf- PiccO IX 3, 3. Gruppe (1460/64; leicht variiert auch Ms. B 93, Bl. 1-10: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1462/65); (Bl. 55-56, 61-70, 81-100) Siebpaar Papst Gruppe Briquet 7547- 7550 (1451/84; auch Ms. B 76, Bl. 140-143: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 93, Bl. 11-30, 51-150, 163-164, 173-174: ebd., 1462/65); (Bl. 101-152, gemischt mit Buchstabe P, s.o.) Siebpaar Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch Ms. B 76, Bl. 11-13, 15-16, 18-20: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; leicht variiert auch Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 46, 62; Ms. B 94b, Bl. 52, 61; Ms. B 101b, Bl. 120-139; Ms. B 104, Bl. 154-183; Ms. B 130, Bl. 4, 9) • Lagen: 14 V 140 + (VI+1) 153 • leeres hinteres Vorsatzbl. Bl. 153 zur Hälfte herausgeschnitten Lagen- und Doppelblattzählung (nur stellenweise erhalten): ... pl- ■ auf dem oberen Seitenrand arabische Zahlen als Lagensignaturen • Schriftraum 21 x 14,5 • 2 Spalten • 34-^6 Zeilen • gotische Hybrida formata • 2 Hände (A: l ra -110 vb , 121 vb -152 vb ; B: lll ra -121 vb ) • rubriziert; stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit braunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, 15. Jh., 2. Hälfte. Verwendete Stempel: Schunke Fabeltier Nr. 7; ferner (nicht bei Schunke) Christuskopf in Quadrat; 2 offene Lilien; offene Rosette • Reste von zwei Schließen • in Lagenmitte Bl. 85/86, 115/116, 135/136 und zwischen Bl. 152/153 Falze aus zwei lat. Pergament-URKUNDEN des 15. Jh. • als Vorderspiegel und als Falze in Lagenmitte Bl. 125/126, 146/147 Fragmente eines lat. Antiphonale monasticum, Pergament, 15. Jh., 1. Hälfte, gotische Choralnotation auf vier Linien. Erhalten: Teile der Gesänge zum 1. Sonntag nach Ostern. Hs. wurde ausweislich der Wz. (s.o.) um 1460/65 im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. zwei gleichlautende Besitzvermerke des 15./16. Jh. auf dem Vorderspiegel und l r : Pertinet ad conventum fratrum ordinis sancte crucis in Düsseldorf, ferner auf dem Vorderdeckel Aufschrift des 16. Jh.: Düsseldorf. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel Titel- und Signaturschild des 16. Jh.: Haymo super apocalipsim [Schluß des letzten Worts von einer späteren Hand zu xcvi verändert und davor kleines Schild geklebt: C (in Rot)]; ferner von anderen Händen des 16. Jh. (?): C. 96; 96 ■ auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): Haymonis ... Ms. chart. <...>; unterhalb des Schildes Rest einer nicht datierbaren Aufschrift: //<...>. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 543. l ra_b Erster Ansatz des Textes 2 ra (PL 117, 937-940, Z. 2), rot durchgestrichen. - l v leer. 289 Ms. B 87 2 ra - 152 vb Haimo Altissiodorensis: Expositio in Apocalypsin. >Incipit exposicio domini Haymonis in librum Apocalipsis.< (2 ra_va ) Prolog; (2 va - 152 vb ) Text. - PL 117, 937-1220 (Kapitelrubriken der Hs. teilweise nicht analog der Kapiteleinteilung der Vulgata positioniert). Glorieux, Pour revaloriser Migne, S. 57. Stegmüller RB Nr. 3122 mit Suppl. DSAM Bd. 7, Sp. 91-97, bes. 93.-153™ leer. Ms. B 87 Lectiones officii (Prophetae maiores. Epistolae Pauli. Augustinus) Pergament ■ 278 Bl. ■ 36 x 25 • Rheinland (Altenberg, Zisterzienserabtei ?) • 14. Jh., 1. Viertel; 15. Jh., 2. Hälfte Lagen: (III-l) 5 + (IV-1) 12 + 15 IV 132 + (IV-2) 138 + 12 IV 234 + III 240 + 4 IV 272 + III 278 • Textverlust: vor Bl. 1 ursprüngliches Anfangsbl. der Hs. bis auf geringen Rest (ca. 27 x 5; nicht mitfoliiert) herausgeschnitten; ein Bl. zwischen Bl. 5/6; nach Bl. 278 • Lage 2-35 Reklamanten; ferner Kustoden: IF S -XXXV (auf Schlußseiten; teilweise zusätzlich Griffel-Kustoden auf Anfangsseiten); Lage 25-35 Doppelblattzählung: -;7/7; <\>-viii... xxv-xxviii; -d; e-h; i-m; -xm7 • Schriftraum 26 x 18 ■ 2 Spalten • 24 Zeilen; l ra -5 vb , 273 ra -278 vb 29 Zeilen • sorgfältige gotische Textura (bei Schreiber A stärker gerundet); l ra -5 vb , 273 ra -278 vb spätgotische Textualis formata • 2 Hauptschreiber (A: 6 ra -100 vb , 139 ra -158 va ; B: 101 ra -138 va , 158 va -272 vb ); 1 Nachtragsschreiber (C: l ra -5 vb , 273 ra -278 vb ) • Hauptteil 6 ra -272 vb rubriziert, hellrote Lombarden; an den Textanfängen 3-6-zeilige, blau-rot ornamental gespaltene Fleuronne-Initialen, im Binnenfeld kleinteilige rote Garben oder Knospen mit blauem Kern (241 ra auch umgekehrt), Perlen- und Fadenbesatz, vielfach blau-rote Keilstäbe; auf oberster Zeile häufig vergrößerte, ornamental verzierte Majuskeln (Cadellen-Frühform), daran stellenweise kleine Drölerien: 179* Vögel; 188 vb Bläser; 209 rb Drache; 244 ra Mann mit Fisch. Ergänzungen l ra -5 vb , 273 ra -278 vb rubriziert, rote Lombarden; auf Blattrest vor Bl. 1 (s.o.) recto weitgehend erhalten blau-rot ornamental gespaltene, auf dem linken Rand auslaufende Initiale I (wahrscheinlich des Wortes „Incipit"). Brauner Halbledereinband über Pappe; Düsseldorf, 19. Jh. • Spuren von Blattweisern • zwischen Bl. 5/6 schmaler Streifen aus einer lat. liturgischen Notenhandschrift, Pergament, 14. Jh., offensichtlich Gegenfalz des verlorenenen Vorderspiegels eines früheren Einbandes • im Falzbereich vielfach schmale Fragmente mehrerer lat. theologischer Pergament-HANDSCHRIFTEN des 14. Jh. zur Ausbesserung verwendet. Der Stil der Schrift und Fleuronne-Initialen deutet daraufhin, daß die Hs. im 1. Viertel des 14. Jh. im Rheinland entstand, vielleicht in der Zisterzienserabtei Altenberg, aus deren Bibliothek sie stammt; die Texte l ra -5 vb , 273 ra -278 vb sind Ergänzungen auf separaten Lagen, ausweislich des Schriftstils aus dem späteren 15. Jh. Die Hs. enthält Officiumslektionen (als fortlaufende Texte) des Temporale zu den Nokturnen für den Zeitraum kurz vor Advent (November: Ez, Dn) bis zur Fastenzeit (Augustinus, Ier), und zwar ausweislich der Dreiteilung der Lektionen und der Textauswahl ausschließlich für Werktage. Da die Disposition auf zisterziensische Gewohnheit deutet (Näheres s.u.), könnte die Hs. in der Altenberger Abtei für den Eigenbedarf hergestellt worden sein; die ursprüngliche Lektionenzählung im Text (durchgehend I — III; in Rot) wurde (dort) mehrfach von späteren Händen durch Neubezifferung auf den Rändern modifiziert • der nach Aufhebung der Altenberger Abtei im 290 Ms. B 87 November/Dezember 1803 in die Düsseldorfer Hofbibliothek gelangte, spätestens seit damals unzutreffend als Hs. mit Hieronymus-Werken geltende Band ist verzeichnet in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 874 Vx (nach Mosler; s.u.); Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 874 Vi (?); Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [4] (vgl. Redlich S. 118); Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 1 (?) Düsseldorfer Rückenschild, nach 1803: S. Hieronymi Comment. in 4 Prophetas, in epistolas Pauli, in psalmos. Mosler S. 38, Nr. 7 • Perkow S. 2, Nr. 28 • Krämer S. 10 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 544. Blattrest vor Bl. 1: recto (ehemals l ra ' b ) geringe Reste von Hieronymus: Prologus in Hiezechielem, zuletzt erhalten: || Legite || - Druck: R. Weber / B. Fischer u.a., Biblia Sacra iuxta Vulgatam versionem, Stuttgart 3 1983 u.ö., S. 1266. Stegmüller RB Nr. 492. Hs. bei Lambert Bd. 2, S. 123 irrtümlich genannt unter Nr. 213 (Hieronymus: Commentarii in Hiezechielem). - Anschließender Beginn von Hiezechiel (ehemals l rb ) verloren, verso geringe Teile von Ez 1,12-18 (ehemals l vb ), zuletzt erhalten Anfangswort von Vers 18: || tura. - Anschluß: jra_ 46 va HlEZECHIEL 1,18 - 36,38. In Lektionen unterteilt. (l ra ) Setzt ein in Ez 1,18: || quoque erat rotis ...; (5 vb ) endet in Ez 8,7: ... >Lectio II.< Et introduxit me ad ostium atrii et cetera. (6 ra ) Setzt ein in Ez 9,4: || cunctis abhomninationibus [!] ... - Bei den Zisterziensern im November gelesen, vgl. D. Choisselet / P. Vernet, Les Ecclesiastica officia Cisterciens du XII eme siecle, Reiningue 1989, S. 599. - (l r ) Auf dem oberen Rand Vermerk von einer Hand des 18./19. Jh. (1803 ?; s.o.): Hieronymi Presbiteri Comment. in 4 prophetas Majores. 46 va - 78 va Danihel cum prologo. In Lektionen unterteilt. (46 va -48 va ) Prolog Stegmüller RB Nr. 494. Druck: Biblia sacra (s.o.) S. 1341 f. (48 va - 78 va ) Text Dn. - Bei den Zisterziensern im November gelesen, vgl. Choisselet/Vernet (s. l ra ) S. 599. 78 va - 138 va Isaias 8,9 - 66,24. In Lektionen unterteilt. (78 va ) >Lectiones de Ysaiapropheta.< - Da gemäß dem zisterziensischen Normcodex Dijon BM Ms. 114 der Leseabschnitt für den zweiten Adventssonntag mit Is 8,8 endet (vgl. R. Gregoire, L'homeliaire cistercien du manuscrit 114 [82] de Dijon, in: Citeaux. Commentarii Cistercienses 28, 1977, S. 137, Nr. 17), dürften vorliegende Lektionen den Werktagen danach zuzuordnen sein. - 138 vb leer. 139 ra - 240 vb Epistolae Pauli CUM prologis. In Lektionen unterteilt. (139 ra -140 vb ) Prolog Stegmüller RB Nr. 669. Druck: Biblia sacra (s.o.) S. 1748 f. (140 vb -142 rb ) Prologe Stegmüller RB Nr. 674, 677. (142 rb -160 rb ) Ad Romanos. (160 rb_va ) Prolog Stegmüller RB Nr. 685. (160 va -178 ra ) Ad 291 Ms. B 87 Corinthios I. (178 ra_b ) Prolog Stegmüller RB Nr. 700. (178 rb -189 vb ) Ad Corinthios II. (189 vb ) Prolog Stegmüller RB Nr. 707. (189 vb -195 va ) Ad Galatas. (195 va ) Prolog Stegmüller RB Nr. 715. (195 va -201 va ) Ad Ephesios. (201 va ) Prolog Stegmüller RB Nr. 728. (201 vb -206 ra ) Ad Philippenses. (206 ra ) Prolog Stegmüller RB Nr. 736. (206 ra -210 ra ) Ad Colossenses. (210 rb_ vb ) Ad Laodicenses (apokryph). Druck: Biblia sacra (s.o.) S. 1976. Stegmüller RB Nr. 233. (210 vb -211 ra ) Prolog Stegmüller RB Nr. 747. (211 ra -214 va ) Ad Thessalonicenses I. (214 va-b ) Prolog Stegmüller RB Nr. 752. (214 vb -216 vb ) Ad Thessalonicenses II. (216 vb ) Prolog Stegmüller RB Nr. 765. (216 vb -221 va ) Ad Timotheum I. (221 va ) Prolog Stegmüller RB Nr. 772. (221 va -224 vb ) Ad Timotheum IL (224 vb ) Prolog Stegmüller RB Nr. 780. (225 ra -226 vb ) Ad Titum. (226 vb ) Prolog Stegmüller RB Nr. 783. (227 ra " vb ) Ad Philemonem. (227 vb -228 ra ) Prolog Stegmüller RB Nr. 793. (228 ra - 240 vb ) Ad Hebraeos. - Bei den Zisterziensern im Januar und Februar gelesen, vgl. Choisselet/Vernet (s. l ra ) S. 599. - (139 rb ) Auf dem oberen Rand Vermerk von einer Hand des 18./19. Jh. (1803 ?; s.o.): Sancti Hieronymi Tractatus Super Epistolas Sancti Pauli Apostoli. - (240 v ) Auf dem unteren Rand Vermerk von einer Hand des 15. Jh.: Lectiones per septuagesimam quere in postillis in unum e quatuor circa breviarium Ieronimi. 241 ra - 275 rb Augustinus: Enarrationes in psalmos 119-121, 122 (Beginn). In Lektionen unterteilt. (275 rb ) Endet: ... angeretur cor meum. Tu autem domine: Miserere nostri. Deo gracias. - CC 40, 1776-1815, Z. 9; CSEL 95/3, S. 37-109, Z. 12. Stegmüller RB Nr. 1463 mit Suppl. Kurz, Augustinus, 5,1, S. 96-103; 5,2, S. 144 (Hs. genannt). CPL Nr. 283. - Bei den Zisterziensern wurde an den Werktagen zwischen den Fastensonntagen aus der Psalmenauslegung des Augustinus gelesen, vgl. Choisselet/Vernet (s. l ra ) S. 84 (XI,6), 604. 275 rb - 278 vb Hieremias 2,30 - 7,14. In Lektionen unterteilt. (275 rb ) >Lectiones privatis diebus de Iheremia propheta.< Setzt ein in Ier 2,30: Videte verbum domini ...; (278 v ) bricht ab in Ier 7,14: ... dedi vobis et patribus \\ - Für die Wochentage nach dem fünften Fastensonntag (dessen Leseabschnitt hier deshalb fehlt), vgl. auch Choisselet/Vernet (s. l ra ) S. 84 (XI,6), 599. 292 Ms. B 88 Ms. B 88 Hieronymus Papier • 250 BI. • 28x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1507 10 Wz.: (Bl. I, 1-9, 60-69, 91-98, 100-129, 152-157, 170-249) 3 Siebpaare Hand, darunter ~ PiccHH III 558, 581, 582, 586 (1505/06; alle auch Ms. B 96: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1508; 2 Siebpaare auch Ms. B 99: ebd., 1507; leicht variiert teilweise auch Ms. B 59: ebd., 1506; Ms. B 60, Teil I: ebd., um 1505/10; Ms. B 138: ebd., 1519); (Bl. 10-59, 70-90, 99, 130-151, 158-169) 2 Siebpaare Buchstabe R in Wappen Typ Briquet 8993 (1499; auch Ms. B 77, Bl. I, 1-295: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, [gegen] 1508; Ms. B 99, Bl. 160-165, 168-177, 180, 183, 186, 193-351: ebd., 1507; leicht variiert auch Ms. B 91, Bl. 1-147, 149-156, 158-159, 166-167, 198-227: ebd., 1510/11; Ms. B 138: ebd., 1519) • Lagen: 25 V 249 • zumeist Reklamanten; Lagen-und Doppelblattzählung: al-a5 ... zl-z5; zl-z5; zl-z<5> ■ moderne Foliierung: I, 1-249 • Schriftraum 19-20 x 13-14 ■ 2 Spalten ■ 35-39 Zeilen • gotische Hybrida formata von der Hand des Henricus de Werdenborch rubriziert; stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; Buch- und Kapitelzählung als Seitentitel in Rot, teilweise außerdem in Braun (Zählung wie auch in den Textrubriken oftmals unstimmig); an den Buchanfängen 4-8-zeilige, ornamental gespaltene rote Lombarden. Brauner Kalblederbezug über Holz (Rücken teilweise mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria); ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; weibliche Heilige in Rechteck; Lilie offen; Ranke; 2 Rosetten • Reste von zwei Schließen • in den Deckeln Leimabdrucke einer lat. (Pergament-) Handschrift des 11 ./l 2. Jh., nicht bestimmbarer Text mit Interlinearglossen. 1507 geschrieben vom damals fast 80-jährigen Henricus de Werdenborch alias de Broichusen, vgl. 210 va , 248 rb . Der demnach 1427 geborene Schreiber, der 1513 starb (vgl. Ms. B 89, 118*), war Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 60, 77, 90, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1), wo die Hs. gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. I v Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liberfratrum cruciferorum in Duysseldorff; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf ■ auf dem Vorderdeckel Spuren eines Düsseldorfer Papierschildes des 16. Jh. • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): Iheronimi <...> Ezechiel et Dan explanatio. Ms. chart. de a[nno] 7<507>. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44 • van den Bosch, Observantie, S. 135, Anm. 18 • Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 545 ■ Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55 ■ Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199, Anm. 20. I r Schreibervers Colophons Nr. 19984. - I v Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.o.). l ra - 210 va Hieronymus: Commentarii in Hiezechielem. (210 va ) Schlußrubrik: >Explicit liber xiiii u$ exposicionis sancti Iheronimi presbyteri in Ezech\\\elem prophetam per manus fratris Henrici de Werdenborch anno domini M° d vii in crastino sanctorum martyrum Mauricii [gestrichen: 293 Ms. B 89 sanctorumque eius]; sit inde nomen domini benedictum.< - CC 75, 3-743; in der Hs. Leerstellen für nicht ausgeführte griech. Interpretamente. Stegmüller RB Nr. 3357 mit Suppl. Lambert Nr. 213 (Hs. genannt Bd. 2, S. 123; Bd. 4A, S. 190; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 587. 210 va - 248 rb Hieronymus: Commentarii IN Danielem. (248 rb ) Schließt: ... Deo sint mille milium graciarum actio[n]es. >Explicit über tercius beati Ieronimi presbyteri explanacionum in Danielem prophetam per manus fratris Henrici de Werdenborch alias de Broichusen fere octogenarii anno domini M° d septimo in die sanctorum martyrum Gereonis et Victoris.< — CC 75A, 771-950; in der Hs. Leerstellen für nicht ausgeführte griech. Interpretamente; Textvertauschung in cap. 3 f., korrekte Reihenfolge: 217 v , 219" 218" 220 r . Stegmüller RB Nr. 3358 mit Suppl. Lambert Nr. 215 (Hs. genannt Bd. 2, S. 143; Bd. 4A, S. 191; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 588. - 248 v -249 v leer. Ms. B 89 Hieronymus. Didymus Caecus. Rufiiuis Aquileiensis. Eusebius Caesariensis Papier ■ 296 Bl. ■ 28,5x21 ■ Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1512/13 14 Wz.: (Bl. 1-31, 34-37, 40-91, 100, 147-180, 183-186) Siebpaar Hand (auch Ms. B 21: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1511); (Bl. 32-33, 38-39) Siebpaar Kanne Typ Briquet 12623 (1488/97); (Bl. 92-99, 101-120, 181-182, 187-236) 2 Siebpaare Buchstabe R in Wappen Typ Briquet 8993 (1499); (Bl. 121-146) Siebpaar Herz mit Buchstaben Typ Briquet 4325^1326 (1496/1523; leicht variiert auch Ms. B 21: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1511; Ms. B 77: ebd., [gegen] 1508; Ms. B 91: ebd., 1510/11; Ms. B 138, Bl. 291-301, 310: ebd., 1519); (Bl. 237-256) Lilienwappen ~ PiccLi III 1703 (1412; Düsseldorf) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 257-296) Siebpaar Kanne Typ Briquet 12629 (1515/33; leicht variiert auch Ms. B 138, Bl. 141-190, 195-196: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1519) • Lagen: 13 V 130 + 2 IV 146 + 15 V 296 • Lage 1-13 Reklamanten; Lagen- und Doppelblattzählung: (Lage 1-12) a<\>-a5 ... ml-m5; (Lage 13-15) al-a5 ... cl-c5[l]; (Lage 16-30) ... p/- • Schriftraum 19-20 x 13,5-14,5 • 2 Spalten • 32-37 Zeilen • gotische Hybrida formata ■ 4 Hände (A, Henricus de Werdenborch: 2 ra -l 18 rb ; B, Virus de Gladbach ?: 121 ra -145 va ; C, Henricus Russiensis: 148 ra ~ vb , 180 ra -295 va ; D, Henricus de Gerresheim: 149 ra -180 ra ) • rubriziert; 2 ra -l 18 rb Kapitelzählung als Seitentitel in Braun und Rot; an den Textanfängen 6-9-zeilige, ornamental gespaltene rote Lombarden. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria), 384 („über cruciferorum in Duseldorp"); ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; Ranke; 2 Rosetten ■ Reste von zwei Schließen • in den Deckeln Leimabdrucke einer lat. liturgischen (Pergament-) Handschrift des 12. Jh. mit neumierten 294 Ms. B 89 Gesangsteilen; im Rückdeckel außerdem Leimabdruck einer lat. (Pergament-) HANDSCHRIFT des 15. Jh. 1512 (2™-118*. vgl. 118 rb ) und 1513 (148 ra -295 va , vgl. 295 va ; 121 ra -145 va gemäß Wz.-Befund zeitlich zugehörig) geschrieben von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (A; vgl. 118 rb ), vermutlich Vitus de Gladbach (B; Händevergleich mit Ms. B 90; wahrscheinlich auch beteiligt an Ms. B 91), Henricus Russiensis (C; vgl. 295 va ) und Henricus de Gerresheim (D; Händevergleich mit Ms. B 91). Henricus de Gerresheim (f 1536/37) war Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 23; außerdem nachweisbar in Ms. B 59, 60, 90, 91, 138); ebenso Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (vgl. Haaß S. 122; van de Pasch, Definities, S. 114 u.ö.; Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199-204), dessen Geburtsjahr 1427 sich aus einem Hinweis in Ms. B 88, 248 rb (Näheres s. dort) erschließen läßt und dessen Todesjahr 1513 in vorliegender Hs. 118 rb vermerkt ist (s.u.); er ist außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 22 (?), 48, 60, 77, 90, 96, 99, 107b (?), 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1. Vorliegende Hs. wurde demzufolge im Kreuzherrenkonvent Düsseldorf geschrieben, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. Besitzstempel auf dem Einband (s.o.) und 1' Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liber fratrum Cruciferorum in Dusseld.; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel Reste eines Düsseldorfer (Signatur- und ?) Titelschildes des 16. Jh., einzelne Buchstaben erhalten • zwei Rückenschilder: ' Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 16./17. Jh.: Hyeronimi [!] in Jeremiam ... de preparatione ev<...>. "Düsseldorf, nach 1812: Hieronymi in Iheremiam ... Ms. chart. 1512-13. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44-46 ■ Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 546 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55 • Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199, Anm. 20. l r Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.o.); l v leer. 2 ra - 118 rb HlERONYMUS: COMMENTARII IN HlEREMIAM. (118 rb ) Schlußrubrik: >Explicit liber sextus commentariorum Ieronimi presbyteri per manus fratris Henrici de Werdenborch alias de Broickhusen anno domini M d xii ad laudem domini cui sit laus, honor et gloria in secula seculorum. Amen [anschließend von anderer Hand in Rot: 13 obiit].< - CC 74, 1-347; in der Hs. Leerstellen für großenteils nicht ausgeführte griech. und hebr. Interpretamente. Van den Bosch, Observantie, S. 135, Anm. 18 (Hs. genannt). Stegmüller RB Nr. 3356 mit Suppl. Lambert Nr. 211 (Hs. genannt Bd. 2, S. 105; Bd. 4A, S. 189; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 586. - 76 v , 118M20 v leer. 121 ra - 144 vb Didymus Caecus: De spiritu SANCTO (versio Latina Hieronymi). - SC 386, 121-390. Lambert Nr. 258 (Hs. genannt Bd. 2, S. 424; Bd. 4A, S. 231; Bd. 4B, S. 65, 181). L. Doutreleau, Etüde d'une tradition manuscrite: Le „De Spiritu Sancto" de Didyme, in: Kyriakon. Festschrift J. Quasten, Münster 1970, Bd. 1, S. 352-389 (Hs. genannt S. 355). CPG Nr. 2544 mit Suppl. CPL Nr. 615b (Prolog). - Angeschlossen kurzer Zusatz: Scripsit idem Dydimus alia valde multa ... Schließt mit Exzerpt aus Hieronymus: Continuatio librorum chronicorum Eusebii 295 Ms. B 90 Caesariensis. - Druck: R. Helm, Eusebius Werke, Bd. 7: Die Chronik des Hieronymus, Berlin 3 1984 (Die griech. christl. Schriftsteller der ersten Jahrh., 47), S. 246, Z. 13-17 (aus cap. 287). CPG Nr. 3494. CPL Nr. 615c. 145 ra-va De j) IDY MO CAECO. (145 ra ) HIERONYMUS \ DE VIRIS ILLUSTRIBUS, cap. 109. - Druck: PL 23 (1883), 743; E. C. Richardson, Leipzig 1896 (Texte und Unters, zur Gesch. d. altchristl. Lit., 14/la), S. 50. Lambert Nr. 260 (Hs. genannt Bd. 2, S. 437; Bd. 4A, S. 232; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 616. - (145 ra_va ) Rufinus Aquileiensis: Continuatio historiae ECCLESIASTICAE Eusebii Caesariensis, Lib. 2, cap. 7. - Druck: PL 21, 516 f.; E. Schwartz / Th. Mommsen (Hg.), Eusebius Werke, Bd. 11,2, Leipzig 1908 (Die griech. christl. Schriftsteller der ersten Jahrh.; 9,2), S. 1012 f. CPG Nr. 3495 mit Suppl. - 145 vb -147 v leer. 148 ra - 295 va Eusebius Caesariensis: De praeparatione evangelica (versio Latina Georgii Trapezuntii). (148 ra ) Prolog des Georgius Trapezuntius: >Prologus translatoris in Eusebium Pamphili ex Greco in Latinum de evangelica preparacione feliciter.< Eusebium Pamphili de ewangelica preparacione ... (148 v ) Text: >Incipit über sancti Eusebii Cesariensis episcopi de preparacione evangelica. Capitulum primum.< Cum quid sit Christianismus nescientibus aperire ... - ... explosi sunt. Amen. >Eusebius Pamphili de evangelica preparacione ex Greco in Latinum translatus explicit feliciter, per me fratrem Heinricum Russiensem anno domini 1513 in profesto pasche etc.< - Druck: GW 9440-9445; Venedig 1501; Paris 1534 u.ö. Zum griech. Grundtext CPG Nr. 3486 mit Suppl. Zum Übersetzer Georgius Trapezuntius (1395-1484) LMA Bd. 4, Sp. 1280. - 295 vb -296 v leer. Ms. B 90 Hieronymus. Ps.-Hieronymus. Anseimus Cantuariensis. Hugo de Sancto Victore Papier • 232 Bl. • 29x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1498-1500 1989 restauriert • 13 Wz.: (Bl. 1-50, 120-139, 156-166, 175) Hand Typ PiccHH III 1034 (1495) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 51-63, 68-70, 140-149, 167-174, 176-202) Hand ~ PiccHH III 947 (1499) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 64-67) Hand ~ PiccHH III 995 (1498); (Bl. 71-90, 103-112, 203- 212, 215-220, 223-232) Siebpaar Hand ~ PiccHH III 947, 979 (1498/99; u.a. Düsseldorf); (Bl. 91- 102) Siebpaar Hand Typ PiccHH III 741, 924 (1499/1501); (Bl. 113-119) Buchstabe P Typ PiccP XI 106 (1505); (Bl. 150-155) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP XIII 108, 122 (1499); (Bl. 213-214, 221- 296 Ms. B 90 222) Lilie Typ PiccLi I 127 (1495) • Lagen: 9 V 90 + VI 102 + V 112 + (IV-1)" 9 + 3 V 149 + III 155 + 4 V 195 + (IV-l) 202 + 3 V 232 • Lage 22-23 Reklamanten • Lagen-und Doppelblattzählung: (Lage 1- 10) al-a5 ... ki-kvi; (Lage 11-12) 1-5; bl-b4; (Lage 13-16) a/- ... dl-d3; (Lage 22-24) - a5... cl-c5 • Schriftraum 19,5-20,5 x 13,5-14 • 2 Spalten • 33-38 Zeilen ■ gotische Hybrida • 4 Hände (A, Vitus de Gladbach: 2 ra -50 vb , 157 ra -202 ra ; B, Henricus [de] Millingen: 51 ra -101 vb , 120 ra -154 ra ; C, Henricus de Gerresheim: 103 ra -117 rb ; D, Henricus de Werdenborch: 203 ra -232 vb ) rubriziert; anfänglich stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; 120-23 V Buch- und Kapitelzählung als Seitentitel in Rot und Braun • an den Textanfängen 5-7-zeilige rote und blaue, ornamental gespaltene Lombarden; 232 vb auf dem rechten Rand kleine Federzeichnung: männlicher Kopf. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (vorne: Mittelfeld Rautenmuster, Streifenrahmen; hinten: diagonal geteilt, Streifenrahmen) und Einzelstempeln (Rücken neu; ursprünglicher Rücken im Schuber der Hs. verwahrt); Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, gegen 1500. Verwendete Stempel: Schunke Blattwerk Nr. 15; Fabeltier Nr. 7; Lamm Nr. 14; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria); ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; Christuskopf in Quadrat; Lilie offen; Ranke; 4 Rosetten ■ Reste von zwei Schließen ■ ehemalige Spiegel (Vorderspiegel komplett, Rückspiegel zu einem Drittel erhalten) und zwei Falze im Schuber der Hs. verwahrt: Fragmente eines lat. Missale Plenum, Pergament, 12. Jh., 1. Hälfte, Gesangsteile neumiert. Erhalten: Teile der Texte zum 13. und 14. Sonntag nach Pfingsten und zu den Ferialtagen dazwischen. Die hier feststellbare Zuordnung der Communio ,Panis quem' zum 14. Sonntag entspricht Mainzer Brauch, vgl. H. Reifenberg, Messe und Missalien im Bistum Mainz seit dem Zeitalter der Gotik, Münster 1960 (Liturgiewiss. Quellen und Forsch., 37), S. 89, Anm. 580. 1498 (vgl. 202 ra ), 1499 (vgl. 231 rb ) und 1500 (vgl. 117 rb ) geschrieben von Vitus de Gladbach (A; vgl. 202 ra ), Henricus (de) Millingen (B; vgl. 154 ra ), Henricus de Gerresheim (C; vgl. 117 rb ) und Henricus de Werdenborch (de Broichusen; D; vgl. 231 rb ). Die letzteren drei waren Mitglieder des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, vgl. zu Henricus de Gerresheim (f 1536/37) Ms. B 23 (außerdem nachweisbar in Ms. B 59, 60, 89, 91, 138); zu Henricus de Werdenborch (1427-1513) Ms. B 89 (außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 60, 77, 88, 96, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1); von Henricus (de) Millingen (f 1536/37), Pfarrer in Düsseldorf, zeitweilig Subprior und Magister novitiorum am Kreuzherrenkonvent Maaseik und zuletzt Subprior des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (vgl. van de Pasch, Definities, S. 275, 316; L. Heere, Het Kruisherenklooster te Maaseik vöör de Franse Revolutie, in: De Kruisheren te Maaseik 1476-1797, 1855-1955, Diest 1955, S. 9-77, hier 66), sind außerdem seine Autographen Ms. B 103, 160 (jeweils Predigten), 190 (Sentenzenkommentar) erhalten, vgl. dazu die Beschreibungen im folgenden Katalogband. Vitus de Gladbach ist vermutlich außerdem beteiligt an Ms. B 89 und Ms. B 91 (Kreuzherrenkonvent Düsseldorf 1510/13). Vorliegende Hs. wurde demzufolge im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent geschrieben, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. l r Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: über istepertinetfratribus sancte crucis in Duyss.; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel Düsseldorfer Signatur- und Titelschild des 16. Jh.: Iheronimus super Matheum, Marcum, Paralipomenon, Ecclesiasten, sc. [?; danach getilgte Signatur: C 72 ?]; B 34 • auf dem rechten Rand des Vorderdeckels umfangreiche, unleserliche Notiz von einer Hand des 16. Jh. • auf dem separat verwahrten alten Rücken (s.o.) Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): nimi in <...> Mathei... liber car<...> 1498. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44, 46 • van den Bosch, Observantie, S. 136, Anm. 19; S. 140, Anm. 47 • P. van den Bosch, in: Clairlieu 37, 1979, S. 120 • van den Bosch, Passionsliteratur, S. 21 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 547 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55 • Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199, Anm. 20. l r Besitzvermerk und Inhaltsverzeichnis (s.o.); l v leer. 297 Ms. B 90 2 ra - 101 vb HlERONYMUS: COMMENTARII IN MATTHAEUM. - CC 77, S. 1-4, Z. 84; S. 7-283; in der Hs. Prolog unvollständig; im Text vereinzelt Leerstellen für griech. Interpretamente, diese teilweise von einer anderen, wenig späteren Hand auf den Rändern nachgetragen. Stegmüller RB Nr. 3372 mit Suppl. Lambert Nr. 217 (Hs. genannt Bd. 2, S. 197; Bd. 4A, S. 194; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 590. - 102™ leer. 103 ra - 117 rb PS.-HlERONYMUS (COMIANUS ?): EXPOSITIO EVANGELII SECUNDUM MARCUM. (103 ra ) Anfangsrubrik: >Incipit prologus gloriosi Hieronimi in evangelium sancti MarcK (117 rb ) Schlußvermerk: Anno domini M 5 C [= 1500] finitus est per Henricum de Gerisheym [Schreibername von einer anderen Hand schwarz nachgezogen, deswegen fast unkenntlich] dyaconum in profesto Vitalis ad laudem dei et Iheronimi über iste. - CC 82, 1-82 (Hs. genannt S. 14*, 37*; zur Verfasserfrage S. 116*—122*); in der Hs. Haupttext mit dem Beginn (103 v ) Inicium evangelii ... [Mc 1,1-3]. Beati Marci evangelium per quod venit redempcio fldelium ... (PL 30 [1846], Sp. 591, Z. 10-23) und dem Schluß (117 ra ) Hunc libellum ... (117 rb ) imitare assidue (CC 82, S. 82 unten). Stegmüller RB Nr. 3436 mit Suppl. Lambert Nr. 473 (Hs. genannt Bd. 3B, S. 377; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 632. CPPM Bd. 2, Nr. 2366. - 117 v -l 19 va leer; 119 vb s.u. 120 ra - 154 ra PS.-HlERONYMUS: QUAESTIONES HEBRAICAE IN I—II REGUM ET I — II PARALIPOMENON. (120 ra ) Anfangsrubrik: >Incipit über Hebraicarum questionum beati Hieronimi in libris Regum.< (154 ra ) Schlußrubrik: >Explicit secundus über Paralipomenon. [In Rot:] * Frater Henricus de Millingen.< - PL 23 (1883), 1391-1428, 1431-1470. Ed. der Quaestiones zu I, II Sm bzw. I, II Rg (hier 120 ra -137 vb ): A. Saltman, Pseudo-Jerome: Quaestiones on the Book of Samuel, Leiden 1975 (Studia Post-Biblica, 26), S. 65-150. Stegmüller RB Nr. 3414, 3415, 3417, 3418 mit Suppl. Lambert Nr. 412 (Hs. genannt Bd. 3B, S. 290; Bd. 4B, S. 65, 181). CPPM Bd. 2, Nr. 2349, 2349a,c,d. - 119 vb und unterer Rand (137 vb ) von einer Hand des 16. Jh. zwei Vermerke darüber, daß laut Nicolaus de Lyra: In II Regum, cap. 23; In II Paralipomenon, cap. 24 (vgl. Stegmüller RB Nr. 5838 mit Suppl., 5842) nicht Hieronymus, sondern ein unbekannter Jude Verfasser der Texte sei.-154 rb -156 v leer. 157 ra - 202 ra Hieronymus: Commentarius in Ecclesiasten. (157 ra ) Dem Prolog vorangestellt: Prologus autem memorate expositionis hoc continetur modo sicuti subtra calamo percurrente anneximus et desiderio volencium hoc opus habere annuimus. (202 ra ) Schlußrubrik: >Commentarium gloriosi doctoris Hieronymi manibus elaboratum fratris Viti de Gladbac ["h" getilgt] iuxta verum Orthographie tenorem feliciter finit; in festo eiusdem 298 Ms.B91 beati Hieronymi anno incarnationis dominice ab hoc 1498. Deo gracias.< - CC 72, 249-361. Stegmüller RB Nr. 3351 mit Suppl. Lambert Nr. 205 (Hs. genannt Bd. 2, S. 49; Bd. 4A, S. 186; Bd. 4B, S. 65, 181). CPL Nr. 583. - 202 rl ^ v leer. 203 ra - 231 rb Anselmus Cantuariensis: Cur deus homo. (231 rb ) Schlußrubrik: >Explicit über beati Ancelmi [!] secundus cur deus homo per manus fratris Henrici de Werdenborch alias de Broichuysen ad laudem Christi anno etc. M. cccc. xcix in profesto sancti Bartholomei apostoli.< - Ed.: F. S. Schmitt, S. Anselmi Cantuariensis archiepiscopi opera omnia, Bd. 2, Rom 1940, S. 42-133. Perger Nr. 41.5. - Der nachfolgende Text unmittelbar angeschlossen: 231 rb - 232 vb Hugo de Sancto Victore: De sacramentis Christianae FIDEI, Lib. 2, pars 8, cap. 6-9. (231 rb ) Anfangsrubrik: >De sacramento eucharistie.<; (232 vb ) Schlußrubrik: >Explicit eodem die quo supra [= 231 rb ] ad laudem Christi Ihesu.< - PL 176, 465^468. F. Stegmüller, Repertorium commentariorum in sententias Petri Lombardi, 2 Bde. Würzburg 1947, Nr. 374. Goy, Hugo von St. Viktor, S. 133-172. Ms. B 91 Expositio Psalterii iuxta LXX et Canticorum utriusque testamenti. Nicolaus Trevetus Papier • I + 227 + II Bl. • 28,5 x 20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1510/11 9 Wz.: (Bl. 1-147, 149-156, 158-159, 166-167, 198-227) 3 Siebpaare und eine Einzelvariante Buchstabe R in Wappen Typ Briquet 8993 (1499; leicht variiert teilweise auch Ms. B 77, Bl. I, 1- 295: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, [gegen] 1508; in Ms. B 88, 99: ebd., 1507; in Ms. B 138: ebd., 1519); (Bl. 148, 157, 160-165, 168-197) Siebpaar Herz mit Buchstaben Typ Briquet 4325^*326 (1496/1523; leicht variiert auch Ms. B 21: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1511; Ms. B 77, Bl. 296- 331: ebd., [gegen] 1508; Ms. B 89, Bl. 121-146: ebd., 1512/1513; Ms. B 138, Bl. 291-301, 310: ebd., 1519) • Lagen: 14 V ,40 + (IV-1) 147 + 8 V 227 • Kustoden: (Lage 1-15) a-p; (Lage \6-23) A-H ■ Schriftraum 19,5 x 14 • 2 Spalten • l ra -145 vb 37 Zeilen; 149 ra -225 vb 32-41 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Gerresheim (außer 26 va -27 ra : Vitus de Gladbach ?) rubriziert; Rubrikatorvorgaben an den Rändern; an den Textanfängen 4-9-zeilige, ornamental gespaltene rote Lombarden. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Adler Nr. 94; Blattwerk Nr. 15; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria); ferner (nicht bei Schunke) Blattwerkornament in Rechteck; Lilie offen; 3 Rosetten • Reste von zwei Schließen • als Vorderspiegel und als freistehendes Bl. vor Bl. 1 Einzelbl. (35 x 28) aus 299 Ms. B91 einer Pergamenthandschrift des Corpus iuris canonici (glossiert), Nordfrankreich (?), um 1300; Haupttext zweispaltig mit schlichten roten und blauen Fleuronne-Lombarden sowie vereinzelten Interlinearglossen; Rahmenglosse von einer anderen Hand, wenig spätere Zusatzglossen von einer dritten Hand (Glossen nicht identisch mit den Glossa ordinaria des Bernardus Bottonius, Hs. verglichen mit Druck GW 11451). Erhalten: Text und Glossen von X 4.2.5-13 (De desponsatione impuberum) • als freistehendes Bl. hinter Bl. 227 und als ehemaliger, heute freistehender Rückspiegel Fragment eines Einzelbl. (28 x 24,5) aus einer zweispaltigen hebräischen Pergamenthandschrift, geschrieben im traditionellen Aschkenaz-Typ, daher kaum näher datierbar (jedenfalls vor 1500); vereinzelte Randglossen. Erhalten: babylonischer Talmud, Traktat Baba Batra, 37b~39a gemäß der Druckausgabe von D. Bomberg, Venedig 1520/23. Dankenswerterweise identifiziert durch Dr. Gianfranco Miletto, Halle. Aus derselben Hs., jedoch von einem anderen Schreiber, Vorderspiegel von Ms. B 125 ■ auf den äußeren Rändern der Innendeckel Leimabdrucke von dort ursprünglich zusätzlich zu den Spiegeln (s.o.) verklebten Fragmenten zweier lat. Handschriften, vorne: 15. Jh., Inhalt theologisch; hinten: 14. Jh., offenbar Wortkommentar. 1510/11 von Henricus de Gerresheim geschrieben (vgl. 145 vb , 225 vb ), ausgenommen 26 va -27 ra : wahrscheinlich geschrieben von Vitus de Gladbach (Händevergleich mit Ms. B 90; vermutlich auch beteiligt an Ms. B 89). Henricus de Gerresheim (t 1536/37) war Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (vgl. Ms. B 23; auch nachweisbar in Ms. B 59, 60, 89, 90, 138), wo die Hs. demnach geschrieben wurde, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. l r Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liberfratrum cruciferorum in Duyseldorp.; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf ■ auf dem Vorderdeckel Düsseldorfer Signatur- und Titelschild des 16. Jh.: Hieronymi psaltehum secundum lxx a . Eiusdem psalterium ex hebreo cum explanacione. S 53 [?] • l r auf dem unteren und dem rechten Rand Inhaltsverzeichnis zum Band von Peter Joseph Bohlen, 18.2.1755, endet: ... 6) S. Hieronymi translatio Psalterii ex Textu Hebraeo, cum glossa Nicolai Triveth, ordinis Praedicatorum; qua glossa opus fuisse scribit Descriptor propterea quod translationem prodictam sumpsisset ex Codice corrupto [vgl. 225 v ]. Ita notabat Pet. Jos. Bohlen, Anno 1755, 18. februarii • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): Hieron. in psalte<...> secund. LXX ... rf. !<...>. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 2, 39, 44 ■ van den Bosch, Observantie, S. 135, Anm. 16 ■ Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 548 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55. l ra - 145 vb EXPOSITIO PSALTERII IUXTA LXX ET CANTICORUM UTRIUSQUE testamenti. Traditionell als Ps.-Hieronymus angesetztes Kommentarwerk wohl des 15. Jh.; auch Frankfurt/M. StUB Ms. Barth. 74, 291 r M22 va (15. Jh. Mitte); Neapel BN XVI. A. 17, fol. 1-154 (15. Jh.); Neustift KlosterB Cod. 190, fol. 1-67 (15. Jh.; nur die Psalmenerklärung). Da die Hs. in Neapel von Arnoldus Kempenich de Colonia (vgl. Stegmüller RB, s.u.; dieser wohl kaum der Verfasser; zu einer Person dieses Namens vgl. Keussen Bd. 1, S. 94; Rep. Germ. Bd. 4, Sp. 135), also gleichfalls von einem am Niederrhein ansässigen Schreiber geschrieben wurde, könnte das Werk dort auch entstanden sein. Es gliedert sich wie folgt (weitere Textproben bei Stegmüller RB; s.u.): - (l ra -137 ra ) Expositio Psalterii iuxta LXX. >Incipit explanacio sancti Iheronimi super psalterium secundum translationem septuaginta interpretum. Prologus.< Prolog: [Beatus vir ... Ps. 1,1] Quidam putant istius psalmi clavem ... de viro iusto interpretamur. >Explicit prologus. Sequitur psalmus primus.< Text: Beatus vir ... [Ps 1,1]. Quis beatior 300 Ms. B91 homine dominico, hoc est domino nostro Ihesu Christo, esse potest ? Qui malum non cogitavit nee fecit ... - ... [in Ps 150,6] quod celestia sapit eternaque premia coneupiseit, hoc laudet dominum. Amen. — Stegmüller RB Nr. 3337 mit Suppl. CPL Nr. 2401. Prolog (l ra ) ist ein am Schluß geringfügig gekürztes Zitat aus dem Beginn von HiERONYMUS: Tractatus in Psalmos, tract. de psalmo 1. CC 78, S. 3, Z. 10 - S. 4, Z. 26. Vgl. CPL Nr. 592. - (137 rb -143 ra ) Expositio Canticorum veteris testamenti. >Incipiunt cantica ferialia. Canticum Ysaie, capitulo xii.< Conßtebor tibi ... [Is 12,1]. Vox prophete ex persona ecclesie que in persecutione posita ad Christum clamat ... - ... magnißcentia demonstratur. - Stegmüller RB Nr. 3338. CPL Nr. 2399. - (143 ra -145 vb ) Expositio Canticorum novi testamenti. >Canticum Zacharie. Luce seeundo [recte: primo].< Benedictus dominus deus ... [Lc 1,68]. In his verbis notandum quia beatus Zacharias quod proxime sciendum cognoverat ... Duo enim dicit: visitare et redimere ...—... [in Symbolum Athanasium] 'Hec estfides catholica\ Hie sensus in promptu est. >Inceptus est hie über anno domini xv c x [= 1510] Georgii martiris et finitus ad vineula Petri eodem anno per manus fratris Henrici de Gerishem presbyterum ad laudem dei omnipotentis et utilitatem fratrum ibidem commorancium.< - Stegmüller RB Nr. 3339. CPL Nr. 2400. Auslegung des Pater Noster (144 va ) nur geringfügig abweichend von PL 138, 1184; vgl. Bloomfield/GuyotNr. 8404. - 146-148 v leer. 149 ra - 225 vb Nicolaus Trevetus: Expositio Psalterii iuxta Hebraeos. Epistola: >Epistola magistri Nicholai Trevith in exposicionem presentis libri.< Reverendo patri patri fratri Iohanni de Brisollis ... Inter celebres veteris testamenti translaciones ... (149 v ) Prolog: >Prologus magistri Nycholai Trivet super psalterium.< In psalterio ... [Ps 143,9]. Cum multi prophete ante David multa et diversa ediderunt cantica ... (151 r ) Text: >Prefacio saneti Iheronimi in psalterium Hebraicum cum exposicione.< l Eusebius Iheronimus ...' Beatus Iheronimus cum ad instanciam cuiusdam familiaris sui ... (152 ) >Incipit psalterium Iheronimi translatum ex Habraica [!] veritate cum aliquali glosa magistri Nycholai Trevith.< (152 va ) Beatus vir ... [Ps 1,1]. Putant nonnulli duas fuisse translaciones psalterii immediate de Hebreo in Latinum ... -... [Ps 150,6] Omne quodspirat laudet deum. Alleluia. >Deo gracias, alleluia, quod dedit hunc librum scribere per manus fratris Henrici de G. etßnire infesto Johannis ante portam Latinam anno Christi 1511. Consideret autem diligens lector me hanc translacionem saneti Iheronimi seeundum Hebraicam veritatem ex corrupto scripsisse exemplari, superaddita ubi oportunum videbatur aliqua glosula fratris Nichilai [!] Triveth.< - Stegmüller RB Nr. 6038. Kaeppeli Nr. 3135. Sharpe 301 Ms. B 92 Nr. 1119, hier S. 397 (Hs. genannt). Nach Auskunft des Schreibers (s. Rubrik 225 vb ) enthält die vorliegende Abschrift lediglich eine Auswahl der Glossen des Nicolaus Trevetus, die offensichtlich vor allem am Schluß deutlich gekürzt sind. -226-227 v leer. Ms. B 92 Guilelmus Peraldus Pergament • 181 Bl. ■ 25x17,5 • Altenberg, Zisterzienserabtei (?) • 14. Jh., 2. Hälfte; 15. Jh., 1. Hälfte Lagen: 7 IV 56 + (IV+1) 65 + 3 IV 89 + (III+l) 96 + III 102 + (III— l) 107 + (IV-3)" 2 + 4 IV 144 + (IV-1) 151 + 3 IV 175 + III 181 • Foliierung des 14./15. Jh.: (Bl. 1-57) 1-57; (Bl. 108-151) 58-101 • Schriftraum 19-20x12 • 28-35 Zeilen • spätgotische Textualis formata, teilweise zur Hybrida tendierend • 4 Hände (A: l r -57 v , 108 r -151 v ; B: 57 v -85 v , 163 r -167 v ; C: 85 v -107 r , 168 r -181 v ; D: 151 v -163 r ) ■ rubriziert; an den Buchanfängen 4-6-zeilige rot-blau ornamental gespaltene Lombarden. Brauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld vertikal geteilt; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt der Zisterzienserabtei Altenberg, 15. Jh., 4. Viertel; Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet bei Karpp-Jacottet/Karpp, Altenberg, S. 48 (mit Abb.; Hs. außerdem S. 35 genannt) • Reste von 2 Schließen; auf dem Rückdeckel Kettenspuren • Blattweiser aus braunem Leder. Die möglicherweise in der Zisterzienserabtei Altenberg (Vorbesitzer; s.u.) entstandene Hs. besteht aus einer älteren, unvollständigen Fassung des enthaltenen Werks (Bl. 1-57, 108-151; foliiert, s.o.), von Schreiber A im späteren 14. Jh. geschrieben (Schriftstil), die in der 1. Hälfte des 15. Jh. (Schriftstil) von den Schreibern B-D komplettiert wurde. Als der Band zusammengefügt wurde, integrierte man Bl. 57 in Lage 8 und entfernte vor Bl. 108 und nach Bl. 151 (leere) Bll. des älteren Teils • Hs. stammt aus dem Besitz der Zisterzienserabtei Altenberg, wo sie auch gebunden wurde (s.o.); nach der Aufhebung der Abtei gelangte sie im November/Dezember 1803 in die Düsseldorfer Hofbibliothek, vgl. Einträge in: Altenberg, Inventar 1803 (I), Nr. 1089; Altenberg, Inventar 1803 (II), Nr. 1089; Altenberg, Inventar 1803 (III), Nr. [31] (vgl. Redlich S. 119); Altenberg, Inventar Reuter, Nr. 34. Mosler S. 44, Nr. 40 • Perkow S. 2, Nr. 32 ■ Krämer S. 10 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 549. l r - 18l v Guilelmus Peraldus: De eruditione religiosorum. Prolog: >In nomine domini incipit prologus in librum erudicionis religiosorum.< Erudire Iherusalem ... [Ier 6,8]. Iherusalem secundum nominis interpretacionem que estpacifica ... (3-6 v ) Inhaltsübersicht zum Werk; (6 V ) Text: >Incipit liber primus erudicionis religiosorum; prima pars huius libri de gracia et eductione de seculo. Capitulum primum etc.< Qui graciam acceptam non agnoscit, de ea gracias non agit ... - ... (177 v ) O quam 302 Ms. B 93 gloriosa dicta sunt de te, civitas dei [Ps 86,3]- >Explicit über de erudicione religiosorum.< (178-181 v ) Alphabetisches Wortregister zum Werk. - Druck: Speculum religiosorum sive opusculum de eruditione religiosorum ... fratris Humberti de Romanis ..., Breslau 1747 (Hs. verglichen); weitere Drucknachweise bei Kaeppeli Nr. 1625 (Hs. genannt); Bloomfield/Guyot Nr. 1939. -(107 v ) leer. Ms. B 93 Gerardus de Fracheto. Johannes Gobi iunior. Visio Tnugdali. Amt Buschmann Papier • 221 Bl. • 21,5x14,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1462/65 8 Wz.: (Bl. 1-10) Siebpaar Ochsenkopf- PiccO IX 3, 3. Gruppe (1460/64; leicht variiert auch Ms. B 86, Bl. 53-54, 57-58: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65); (Bl. 11-30, 51-150 und leicht variiert Bl. 163-164, 173-174) Siebpaar Papst Gruppe Briquet 7547-7550 (1451/84; auch Ms. B 76, Bl. 140-143; Ms. B 86, Bl. 55-56, 61-70, 81-100: jeweils Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65); (Bl. 31-50 und leicht variiert Bl. 165-172, 175-220) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP X 369, 417 (1461/63; leicht variiert sämtlich oder teilweise auch Ms. B 76, Bl. I, 138-139, 144-145; Ms. B 86, Bl. 41-52, 59-60, 71-80, 103-150; Ms. B 125, Bl. 162-192, 201: jeweils Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; ferner Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 62: Köln ?, um 1460/65; Ms. B 98, Bl. 87, 96: nördl. Rheinland, um 1460/65); (Bl. 151-162) Siebpaar Buchstabe P Typ PiccP III 583 (1461) • Lagen: Vorsatzbl. 1 + 15 V l50 + 3 VI 186 + III 192 + VI 204 + V 214 + III 220 : Lage 17-21 Reklamanten • Lagen- und Doppelblattzählung: (Lage 1-15) al-a5 ... pl-p5; (Lage 16) 2>7-; (Lage 17-18) -<5, bl-b6; (Lage 20-22) a/-, bl-b5, cJ-c3 ■ moderne Foliierung: /, 1-220 ■ Schriftraum 14,5 x 9 ■ 26-32 Zeilen • gotische Hybrida, bei Hand B teilweise mit kursiven Zügen • 2 Hände (A, Albertus: l-149 v ; B, Jacobus: 151-219 v ) rubriziert; 1 r — 149 v Rubrikatorvorgaben am unteren Rand. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Binnenfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln, 15. Jh., 2. Hälfte. Verwendete Stempel: Schunke Krone Nr. 4b (der Werkstatt „zu Warendorf Schachbrett a" zugeordnet); Schunke Stern Nr. 34 (der Werkstatt „Düsseldorf Vogelbordüre" zugeordnet); ferner (nicht bei Schunke) Lilie offen; Ranke; Rosette in Kreis; Rosette in Quadrat. Da die Hs. im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent geschrieben wurde und aus der dortigen Bibliothek stammt (s.u.), muß es sich bei dem Einband um die Arbeit einer Düsseldorfer Werkstatt handeln; ein Zusammenhang mit Warendorf (s.o.) läßt sich nicht erkennen • Spuren von 2 Schließen • Bl. 191 Blattweiser aus Pergament • vorne als Ansetzfalz schmales Fragment eines lat. Martyrologiums, Pergament, 12. Jh.; Textposition nicht bestimmbar. 163-219 v 1465 vom Bruder Jacobus im Düsseldorfer Kreuzherrenkonvent geschrieben (vgl. 219 v ; wörtlich: „circa annum" 1465); von ihm auch 151-162 v , dem Schriftbild nach zeitlich zugehörig; 1- 149 v 1462 ebenfalls dort (Wz.-Übereinstimmung; s.o.) vom Bruder Albertus geschrieben (vgl. 149 v ) • die keinen Besitzvermerk aufweisende Hs. gehört nach Maßgabe ihrer Entstehung (s.o.) zu den Ende 1812 aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf in die Hofbibliothek Düsseldorf gelangten Hss. • auf dem Rückspiegel Notenzeile in Hufnagelnotation auf vier Linien (ohne Text) sowie Federskizze eines männlichen Gesichts im Profil, beides spätmittelalterlich • auf dem 303 Ms. B 93 Vorderdeckel geringer Rest eines Titel- und Signaturschildes des 16. Jh. (?), erhalten roter Signaturbuchstabe D [?]. Wattenbach S. 748 • IlgenS. 170 • van de Pasch, Bibliotheca, S. 2 f., 39 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 550 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55. I™ Bis auf wenige Federproben (verso) leer. l r - 149 v Gerardus de Fracheto: Vitae fratrum ordinis praedicatorum. Epistola des Humbertus de Romanis >Epistola venerabilis patris fratris Humberti magistri ordinis fratrum predicatorum de libello seu tractatu qui intitulatur vitasfratrum.< Dilectis in dilecto dei filio ... Salvator mundi cui cura est de salute omnium seculorum ... (l v ) >Prologus.< Libellus iste qui vitasfratrum intitulari potest ... (2 r ) Text: >Quod domina nostra ordinem fratrum predicatorum impetravit a filio. Capitulum primum.< Fuit ante institucionem ordinis predicatorum monachus quidam vitam ducens honestam ... - ... fratrem Thomam de Laentino predicatorem egregium in prioratu habuit successorem. >Scriptum et finitum per manus fratris Alberti anno domini M° cccc° 62° feria quarta post Invocavit etc.< - Druck: B. M. Reichert, Fratris Gerardi de Fracheto O.P. vitae fratrum ordinis praedicatorum ..., Leuven 1896 (Monumenta Ordinis Fratrum Praedicatorum Historica, 1), S. 3-319, Z. 14; S. 321, 324- 338, Z. 23; Text der Hs. ohne die im Druck kursiv gesetzten Zusätze, jedoch mit Appendix (bis Kap. 11) und 'Chronica ordinis' (recensio prior mit wenigen Auslassungen). Kaeppeli Nr. 1282 (Hs. genannt). Ed. der im Appendix enthaltenen ,Relatio Sviperti', unter Verwendung vorliegender Hs.: S. Tugwell, Notes on the Life of St Dominic, in: Archivum Fratrum Praedicatorum 68, 1998, S. 5-116, hier 86-92 (Rezension: Bibliographie annuelle du moyen-äge tardif 9, 1999, S. 553, Nr. 4031: Hs. genannt). - 150™ leer. 15l r - 162 v Johannes Gobi iunior: De spiritu Guidonis. Versio Latina. >Incipiunt revelaciones Guidonis quefacte sunt post mortem eius sub anno domini Millesimo trecentesimo xxiiii.< Augustinus in libro de fide ad Petrum dicit: Mir acutum est quidquid arduum ... - ... et non invenit dictum spiritum, unde creditur, quod iam regnat in celo, ad quod nos perducat qui sinefine vivit et regnat. Amen. - Druck: G. Schleich, The Gast of Gy. Eine englische Dichtung des 14. Jahrhunderts nebst ihrer lateinischen Quelle De spiritu Guidonis, Berlin 1898 (Palaestra, 1), S. 1-118; Übersetzungsversion der Hs. kürzer als die des Drucks und hiervon in Wortwahl und Satzstruktur in der Regel abweichend. Kaeppeli Nr. 2370 (Hs. genannt). Bloomfield/Guyot Nr. 5705. Palmer (s. 163 r ) S. 404^106. VL 2 Bd. 3, Sp. 299 f. 304 Ms. B 93 163 r - 19l r VlSlO TNUGDALI. >Incipiunt visiones Tondali militis prout eas quidam monachus devotus [am Rand von einer anderen Hand des 15. Jh.: nomine Marcus] ex ore eius audivit atque ad instanciam cuiusdam abbatisse conscripsit. Describitur autem primo insula et regio unde idem Tondalus ortum duxit.< Hybernia est insula in extremis maris occidentalis tendens a parte Australi ad Aquilonarem plagam, fluminibus et stagnis ornata ... - ... istud scribere curavimus ad edificacionem et utilitatem legencium quatinus eo devocius serviant domino nostro Ihesu Christo qui vivit ... Amen. >Expliciunt visiones Tondali militis.< - Text vorliegender Hs. ohne Prolog und auch sonst erheblich abweichend von den Druckausgaben A. Wagner, Visio Tnugdali lateinisch und altdeutsch, Erlangen 1882, S. 5-56 (Hs. S. XII genannt); B. Pfeil, Die ,Vision des Tnugdalus' Albers von Windberg. Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte im ausgehenden 13. Jahrhundert, Frankfurt/M. u.a. 1999 (Mikrokosmos, 54), S. *l-*57 (nach München SB Clm 22254). Mehrere rot durchgestrichene Verwerfungen könnten darauf hinweisen, daß der Schreiber Jacobus eine dt. Vorlage in eigenständiger Formulierung direkt ins Lat. übertrug (vgl. auch zu 191 v -219 v ). Zum Werk, seiner handschriftlichen Überlieferung und zur Verfasserfrage (Bruder Marcus; Honorius Augustodunensis) neben Wagner und Pfeil (s.o.) N. F. Palmer, "Visio Tnugdali". The German and Dutch Translations and their Circulation in the Later Middle Ages, München 1982 (MTU, 76), bes. S. 6, Nr. 31; S. 296 (Hs. genannt); M.-O. Garrigues, L'auteur de la „Visio Tnugdali", in: Studia monastica 29, 1987, S. 19-62; VL 2 Bd. 5, Sp. 1231- 1233; vgl. Bd. 1, Sp. 108-111; Bd. 9, Sp. 1142-1146. - Angeschlossen Exzerpt aus Honorius Augustodunensis: Cognitio vitae, cap. 40 (in der Hs. Augustinus zugeschrieben). PL 40, Sp. 1026, Z. 50-68. CPPM Bd. 2, Nr. 156 (Ps.-Augustinus), 924 (Ps.-Hieronymus). 191 v - 219 v Arnt Buschmann: Revelatio Henrici Buschmann DEFUNCTI. Versio Latina. >Incipit revelacio seu apparicio cuiusdam defuncti nomine Henrici Buschman que facta est sub anno domini millesimo quadringentesimo tricesimo septimo.< Fuit olim [gestrichen: temporibus, davor weiteres Wort] vir quidam agricola defunctus in ducatu Clivensi in parrochia quadam dicta Meiderich que sita est iuxta opidum quod dicitur Duyssburch, in ripa torrentis Rure. Et fuit vir iste mortuus fere per quadraginta annos et nomen eius erat Henricus Buschman ... Factum est itaque in profesto sancti Martini quod iuvenis quidam ... dictus Arnoldus Buschman ... - ... Qui [= Nicolaus V. papa] eam [= translationem Latinam] sua auctoritate approbavit atque cunctis ßdelibus ... delegavit amplectendam. Ad laudem et honorem domini nostri Ihesu Christi qui est benedictus in omnia secula. Amen. Deo gracias. >Scriptum et finitum circa annum domini M cccc Ixv in mense Aprili per manus fratris Jacobi ordinis 305 Ms. B 94a sancte crucis conventus in Dusseldorp.< - In 33 Abschnitte unterteilte Version dieses Mirakeltextes mit zahlreichen rot durchgestrichenen Verwerfungen und mehreren Randergänzungen von Schreiberhand, was darauf hinweisen könnte, daß der Schreiber Jacobus eine dt. Vorlage in eigenständiger Formulierung direkt ins Lat. übertrug (vgl. auch zu 163- 191 1 )- Im letzten Abschnitt wird die Visio Tnugdali (vgl. 163-19l r ) als inhaltliche Parallele benannt und die 1450 Papst Nicolaus V. überreichte, nicht erhaltene lat. Übersetzung des Buschmann-Textes erwähnt. Abweichende lat. Fassung u.a. Ms. B 120, 102-122 v (Übersetzung des Johannes de Essendia; Näheres s. im zweiten Katalogband); Köln StA GB 4° 218, 85 r , vgl. A. Sottili, I Codici del Petrarca nella Germania occidentale, Bd. 1, Padua 1971 (Censimento dei Codici Petrarcheschi, 4), S. (143), Anm. 1; Kat. StA Köln 2, S. 234 (vorliegende Hs. jeweils genannt). Zur übrigen handschriftlichen Überlieferung W. Seelmann, Amt Buschmans Mirakel, in: Jahrbuch d. Vereins für niederdt. Sprachforschung 6, 1880, S. 32-67 (Druck einer dt. Version); Palmer (s. 163 r ) S. 401 f. u.ö.; VL 2 Bd. 1, Sp. 1142- 1145; Bd. 11, Sp. 308 (jeweils ohne Kenntnis vorliegender Hs.). - 220 r leer; 220 v unvollendeter Vermerk von einer Hand des 15./16. Jh.: In omnibus operibus tuis memora. Ms. B 94a Iordanus de Quedlinburgo Papier ■ 314 Bl. ■ 28x20,5 ■ nördl. Rheinland (Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?) • 1482 1964 restauriert • 12 Wz.: (Bl. 1; Papiersorte Bl. 314 wahrscheinlich identisch) Wappen Typ Briquet 1044 (1479/85); (Bl. 2-90, 93-97) Siebpaar Buchstabe P = PiccP IX 786, 791 (1480); (Bl. 91-92) Buchstabe P ~ PiccP VIII 477 (1483; leicht variiert auch Ms. B 58, Bl. 3: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1480); (Bl. 98-145) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP XII 21, 68 (1481; leicht variiert auch Ms. B 75, Teil IV: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, frühestens 1481); (Bl. 146-186, 199-205) Siebpaar Buchstabe P = PiccP VIII 499, 502 (1483); (Bl. 187-198, 206-313) 2 Siebpaare Hund, darunter ~ PiccVf 3 VII 1454, 1455 (1484/85; letzteres auch Ms. B 58, Bl. 244-253: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1480) • Lagen: (VI+1) 13 + 14 VI 181 + (XI+2) 205 + 8 VI 301 + (VI+1) 314 ■ Textverlust nach Bl. 313 (Bl. 314 hinteres leeres Vorsatzbl.) • durchgehend Reklamanten ■ Schriftraum 20 x 14 ■ 2 Spalten • 38—42 Zeilen • gotische Hybrida ■ 1 Hand • rubriziert; stellenweise Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; 187 ra 5-zeilige rot-blau gespaltene Lombarde M. Brauner Kalblederbezug über Holz (bei Restaurierung Rücken und Teile des Deckelbezugs erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der niederrheinischen Werkstatt Schunke „Calcar II", 15. Jh., 4. Viertel. Verwendete Stempel: Schunke 306 Ms. B 94a Adler Nr. 200; Lamm Nr. 62; Lilie Nr. 199; Löwe Nr. 69; Rosette Nr. 25, 369, 460; Schrift Nr. 143 (Ihesus), 219 (Maria); ferner (nicht bei Schunke) Einhorn in Quadrat; Hirsch in Quadrat; Löwe in Raute; Ranke; 2 Rosetten; Stern ■ Reste von 2 Schließen • Bl. 187 Blattweiser aus rotgefärbtem Leder • in den Deckeln Leimabdrucke einer lat. (Pergament-) Handschrift des 11712. Jh., Inhalt nicht bestimmbar. 1482 geschrieben (vgl. 186 va ), nach Maßgabe der Wz. möglicherweise im Kreuzherrenkonvent Marienfrede, in dessen Buchbinderwerkstatt (vgl. z.B. Ms. B 75) die Hs. jedoch nicht gebunden wurde (Einband nach Schunke Kaikar zuzuweisen; s.o.) • Hs. stammt aus der Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Marienfrede, vgl. Besitzvermerke des 15./16. Jh.: (l r ) Dyt boeck hoert den cruysbroderen in Marien vrede by Wesel; (314 v ) Dyt boeck hoert tho den Crusbroderen in Marien vrede. 1809 gelangte die Hs. von dort in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Oberschnitt Brandkreuz (Marienfrede); auf dem Seitenschnitt unleserliche Aufschrift des 16. Jh. (?; Marienfrede) ■ Schreibsprache: mittelniederdeutsch. Handschriftliche Beschreibung bzw. Erwähnung der Hs. (jeweils in Kopie vorhanden in ULB Düsseldorf): 1) H. Reuter für die dt. Kommission „Handschriftenarchiv" der Preussischen Akad. d. Wiss. zu Berlin, 1925 (11 Seiten Beschreibung; vgl. Sitzungsberichte der Preussischen Akad. d. Wiss., Berlin 1926, S. LXIX); 2) W. de Vreese, Aufzeichnungen zur „Bibliotheca Neerlandica Manuscripta" (Nachlaß ÜB Leiden), Auszug (20. Jh., 1. Drittel): Düsseldorfer Hss., S. 4 f. (Hs. genannt) • van de Pasch, Bibliotheca, S. 11, 40, 50 • R. Lievens, Jordanus van Quedlinburg in de Nederlanden. Een onderzoek van de handschriften, Gent 1958, S. 33, 36, 70, 383 f. • J. Koch, Meister Eckharts Weiterwirken im deutsch-niederländischen Raum im 14. und 15. Jahrhundert, in: La Mystique rhenane. Colloque de Strasbourg 16-19 mai 1961, Paris 1963, S. 133-156, hier S. 147, Anm. 1 f.; S. 148 (Rezension: F. Masai, in: Scriptorium 20, 1966, S. 320: Hs. genannt) • van den Bosch, Observantie, S. 145, Anm. 121 ■ van den Bosch, Passionsliteratur, S. 27 • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 551. 1™ Bis auf den o.g. Besitzvermerk leer. - 2 ra unvollendeter Satz von Schreiberhand: In den name ons heren want in den helighen ewangelis steet wylstu vol. - 2 r va leer. 2 vb - 313 vb IORDANUS DE QUEDLINBURGO: SERMONES 82 DE TEMPORE. (2 vb ) Voraus Rubrik: >Hyer beghynt sermone op die sonnendaeghes ewangelium als Jordanus beschryvet.< - (3 ra -186 va ) Winterteil. 50 Predigten zu 1. Advent bis Palmsonntag, Quatemberfreitag in der Fastenzeit, Montag nach Ostern (!), 12 Horae. Eene grote schaere [Mt 21,8]. Et en is nyet sonder saeke dat die helighe kerke die den ghyest des brudegoms ende oirs gades ... - ... [Predigt Van tweelf ureri] des levendigen gades soen. Amen. >Hier eyndet sick Iordanus sermonen op die ewangelien van der advent an hent paschen to etc. [Das Folgende mit Tinte durchgestrichen, jedoch lesbar:] Imjaer ons heren M° cccc° Ixxxii op sunte Huberts dach des avendes na complete etc. Lyve broeders: Inre devote gebet voir den armen sundighen schryver die er myt arbeide ghewonnen hevet tot inrer beeteringhe etc.< - (186 v ) leer. 307 Ms. B 94b - (187 ra -313 vb ) Sommerteil (unvollständig). 32 Predigten zu Ostern bis 2. Sonntag nach Pfingsten. >Op paesdach opt evangelium des dages dat yrste sermoen Iordaens.< Maria Magdalena ende Maria Iacobi ... [Mc 16,1]. Sunte Augustinus secht op den Psalm: So wat men myt groten arbeyde soeket... - ... offerhande des sacramentes Ihesus Cristus onse here dye levet ende regnyert van ewicheyden tot ewicheyden. Amen. Es folgt Rubrik der nicht erhaltenen Anschlußpredigt zum 3. Sonntag nach Pfingsten: >Up den der den sondach na belaken pynxteren dat yrste sermo en Iordaens upt evangelium des sehen dages.< \\ - (196 r —198 v , 201 r ) leer; 314™ bis auf den o.g. Besitzvermerk leer. Mittelniederdeutsche Übertragung eines Teils der Predigten des lat. ,Opus postillarum' (,Postilla de evangeliis dominicalibus') des Iordanus de Quedlinburgo und einzelner Predigten offenbar anderer Verfasserschaft, vgl. allgemein dazu und zur übrigen mittelniederdeutschen handschriftlichen Iordanus-Überlieferung Zumkeller Nr. 648b (Hs. genannt); Lievens (s.o.), bes. S. 27-36. Vorliegende Hs. beginnt (3 ra -7 rb ) mit Sermo „f (nach Lievens, s.o., S. 69 f.), (7 rb -ll vb ) folgt Sermo Nr. 6 in der Zählung des Straßburger lat. Drucks des ,Opus postillarum' von 1483 (Hain 9438); die Hs. endet (299 rb -313 vb ) mit den Sermones Nr. 333-335 dieser Zählung; zu Sermo Nr. 339 ist (313 vb ) nur die Rubrik erhalten (Angaben nach Lievens, s.o., S. 383 f.). VL 2 Bd. 4, Sp. 853-861, bes. 859 f. Ms. B 94b Iordanus de Quedlinburgo Papier • 205 Bl. • 28,5 x 21 • Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ■ um 1460/80 15 Wz.: (Bl. 2-21) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP IX 907, 1102 (1461; auch Ms. B 101b, Bl. 10-59: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1462; leicht variiert auch Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 46, Teil II: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1460/70; Ms. B 98, Bl. 99, 108: nördl. Rheinland, um 1460/65); (Bl. 22-51) Siebpaar Buchstabe P = PiccP IX 1039, 1050 (1463/65; auch Ms. B 46, Teil II Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1460/70; Ms. B 83, Bl. 192-198, 201-207, 244, 257 Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, um 1460/70; Ms. B 101b, Bl. 1-9, 60-119, 150-178: ebd., 1462 Ms. B 104, Bl. 134-153: ebd., gegen 1476; Ms. B 130, Bl. 5, 8, 13-16, 21-24, 30-31, 37-82: ebd. 1468); (Bl. 52, 61) Buchstabe Y Typ Briquet 9182 (1467; auch Ms. B 101b, Bl. 120-139 Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1462; leicht variiert auch Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 46, 62; Ms. B 76, Bl. 11-13, 15-16, 18-20: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 86, Bl 101-152: ebd., um 1460/65; Ms. B 104, Bl. 154-183: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, gegen 1476 Ms. B 130, Bl. 4, 9: ebd., 1468); (Bl. 53, 60, 169-171, 174-176) Einhorn = PiccFab III 2070 (1466 auch Ms. B 46, Teil II: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1460/70; Ms. B 101b, Bl. 140-149 Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1462; Ms. B 130, Bl. 17-20, 25-29, 32-36: ebd., 1468); (Bl. 54- 308 Ms. B 94b 59) Siebpaar Buchstabe P = PiccP IX 815, 816 (1472; auch Ms. B 30a, Teil I: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1473); (Bl. 62-74, 76-77, 79-91) Einhorn ~ PiccFab III 2040 (1466) mit Siebpaar-Variante (letztere auch Ms. B 104, Bl. 72, 77: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1473); (Bl. 75, 78, 92-103, 177-198) Siebpaar Buchstabe P (auch Ms. B 30a, Teil I: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, 1473; Ms. B 47: ebd., um 1475/80; Ms. B 104, Bl. 27-71, 73-76, 78-133: ebd., 1473; Ms. B 119, Bl. 1-72: ebd., um 1475); (Bl. 104-111, 113-168, 199-205) Buchstabe P = PiccP IX 984 (1475/76) mit Siebpaar-Variante (auch Ms. B 47; Ms. B 82, Bl. 108-190: jeweils Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, um 1475/80; Ms. B 104, Bl. 21-26: ebd., 1476; Ms. B 119, Bl. 73-108: ebd., um 1475); (Bl. 172-173) Buchstabe P Gruppe PiccP X 191-197 (1463/64) • Lagen: (V+l)" + 8 V 91 + VI 103 + (VI+1)" 6 + VII 130 + VI 142 + V 152 + VI 164 + (VI-8) 168 + IV 176 + V 186 + VI 198 + (VI-5) 205 • Bl. 112 Schaltbl. in kleinerem Format (11 x 21) • teilweise Reklamanten; Lagen- und Doppelblattzählung (al-a5 ... vl-v6) vereinzelt erhalten • Schriftraum 20-21 x 14 • 2 Spalten • 50-71 Zeilen • gotische Hybrida und Kursive • 4 Hände (A: 2 ra -46 rb ; B: 46 rb -53 rb ; C: 53 va -87 ra , 169 ra -183 ra ; D: 87 ra -168 vb , 183 rb -204 va ) • rubriziert; 2 ra , 4 ra , 169 ra blaue Lombarden R, D, M, jeweils 3,5 x 4, teils ornamental gespalten, im Binnenfeld und als Besatz Blattornament auf grünem Grund, auf dem linken Rand auslaufende Perlstäbe und Staubfäden. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Krcuzhcrrcnkonvcnts Marienfrede, 15. Jh., 4. Viertel. Stempel des vorliegenden Einbandes aufgelistet und abgebildet bei Karpp-Jacottet, Marienfrede • 2 Schließen; auf dem Rückdeckel vier angenagelte runde Bleibeschläge • Bl. 169, 194 Blattweiser aus rotgefärbtem Leder • als Rückspiegel halbes Einzelbl. aus einem lat. Brevier, Pergament, 14./15. Jh., zweispaltig, Gesangsteile in gotischer Choralnotation auf fünf Linien. Erhalten: Teile der Hymnen AH Bd. 51, Nr. 107; Bd. 12, Nr. 154 (Bd. 23, Nr. 216). Zugehörig: Spiegel und Vorsatzbll. von Ms. B 82; Spiegel und Vorsatzbl. von Ms. B 101b ■ in Lagenmitte Falze aus einer Pergament-HANDSCHRIFT des 14./15. Jh. mit lat. Orationes; erhalten u.a. Beginn einer Secunda oratio ad [...]usdiam [?], bestehend aus lat. geschriebenen hebräischen (?) Wörtern und nebenstehendem (Kreis- ?) Schema in Rot und Braun (Falze Bl. 16/17, 97/98, 136/137). Die Arbeit an der Hs. wurde nach Maßgabe der Wz. möglicherweise in den 60er Jahren des 15. Jh. begonnen (2 ra -46 rb [53 ra ?], vielleicht auch 169 ra -175 rb ), dann unterbrochen und innerhalb der 70er Jahre in einem kurzen Zeitraum vollendet, sowohl unter Verwendung (des ursprünglich vorgesehenen ?) älteren als auch neueren Papiers; hierauf deuten insbesondere Unstimmigkeiten zwischen dem vorab entstandenen Verzeichnis 2 ra -3 vb und dem tatsächlichen Textbestand (s.u.). Aufgrund des insgesamt relativ einheitlichen Schriftbildes ist jedoch nicht auszuschließen, daß die komplette Hs. erst zu einem Zeitpunkt zwischen 1470/80 entstand, unter Verwendung zuvor ungenutzten älteren Papiers. Geschrieben wurde die Hs. ausweislich der Wz. im Kreuzherrenkonvent Marienfrede, wo sie auch gebunden wurde (s.o.) und aus dessen Bibliothek sie stammt, vgl. Besitzvermerke: ' auf dem Vorderspiegel, 15./16. Jh.: Liberfratrum sancte Crucis Conventus Mariepacis (Ergänzung wohl vom Schreiber des Besitzvermerks 2 r : ordinis S. Crucis); 2 2 r , 17./18. Jh.: Servio Conventui B. M. Pacis ordinis S. Crucis. 1809 gelangte die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Unterschnitt Brandkreuz (Marienfrede); auf dem Seitenschnitt Aufschrift des 16. Jh. (?; Marienfrede): Sermones Dan de Sanctis • auf dem Vorderdeckel Spur wahrscheinlich eines spätmittelalterlichen Titelschildes • auf dem Rücken zwei Schilder (Düsseldorf, nach 1809): ' Titelschild: Jordani... Ms. chart. s.a.; 2 Signaturschild: 131. Van den Bosch, Observantie, S. 145, Anm. 122 • van de Pasch, Bibliotheca, S. 11, 40 • Krämer S. 166 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 552 • Buchpaten gesucht (2) S. 28 f., Nr. 7 (mit Abb. des Einbandes). r leer. 2 ra - 204 va lORDANUS DE QUEDLINBURGO: SERMONES DE SANCTIS (,OPUS Dan'). - (2 ra -3 vb ) Themen- und Initienverzeichnis zum Band; aufgeführt 309 Ms. B 95 sind auch die Teile zu Schneyer (s.u.) Nr. 463 f. und die Sermones Nr. 465- 471, die im Band fehlen; die Kirchweihpredigten Nr. 521-532 stehen, anders als (3 rb ) angegeben, erst am Schluß des Bandes (s.u.; 168 vb entsprechender Hinweis von Schreiber D). (3 V ) Anfangsrubrik: >Incipiunt sermones fratris Iordani de Quiddelburch de ordine fratrum heremitarum sancti Augustini de sanctis per circulum anni. Sequitur prohemium.< (4 ra - 204 va ) Predigten Schneyer Bd. 3, S. 843-863, Nr. 352-358, 360-409, 359, 410-462, 463 (ohne den Teil ,Dixi, rigabo'), 464 (ohne die Teile ,Viso quomodo', ,Tertio sanctitas'), 472-520, 533-569, 521-532; S. 861 vor Z. 22 fehlt Initium der Predigt zu Ct 3,11: (179 va ) Egredimini filie Syon ... Verba ista possunt dupliciter exponi: unomodo de egressu intellectuali ... - Handschriftliche Überlieferung und Drucknachweise: Zumkeller Nr. 641. VL 2 Bd. 4, Sp. 853-861, bes. 859 f. - (118 v -121 r ; 126 v -129 r ) Text- vertauschung, entsprechende Hinweise von Schreiberhand (korrekte Reihenfolge: 118 vb , 120 ra " vb , 119 ra - vb , 121 ra ; 126 vb , 128", 127", 129 ra ). - 112 v ,204 v% -205 v leer. Ms. B 95 Servasanctus Tuscus de Faenza. Jacobus de Cessolis Papier ■ 332 Bl. • 29x21 • Rheinland ■ 1470 26 Wz.: (Bl. 1, 3-8, 10-20) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP XIII 358, 376 (1469/70; Xanten; eine Variante auch Ms. B 75, Bl. 2-16, 23-25: Rheinland, 1472); (Bl. 2, 9, 33-81, 83, 85-88, 90, 92-284, 312, 314-315, 317, 321-332) 19 Varianten Buchstabe Y Typ Briquet 9182-9183 (1467/76); (Bl. 21- 32) Siebpaar Anker ~ PiccA I 244, 245 (1467; Utrecht); (Bl. 82, 84, 89, 91) Anker ~ PiccA I 232 (1469; Köln); (Bl. 285-311,313, 316, 318-320) Siebpaar Buchstabe P • Lagen: 2 V 20 + 26 VI 332 • Lage 3-28 durchgehend rot unterstrichene Reklamanten sowie Lagen- und Doppelblattzählung: al- a6... -z<5, &1-&6; weiteres nicht bestimmbar • Foliierung von ca. 1470, Hand A: (Bl. 21-302) 1-282; (Bl. 305-330) 1-26 ■ 21 ra -301 va von Hand A Abschnittsbuchstaben auf den Rändern • Schriftraum: (2 r -200 23 x 16; (21 ra -330*) 21-22x14-15 • 21 ra -330 rb 2 Spalten • (2 r -20 r ) 31-38 Zeilen; (21 ra -330 rb ) 40-49 Zeilen • gotische Kursive (A) und Hybrida (B) • 2 Hände (A: 2-20 r , 330 ra ~ b ; B: 21 ra -330 rb ) • rubriziert; 21 r -301 v rot unterstrichene Seitentitel. Dunkelbrauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempel Rosette, 15. Jh., 3. Drittel; Rücken und Teile der Deckel mit hellbraunem Leder erneuert ■ Reste von 2 Schließen; auf dem Rückdeckel Kettenspuren Blattweiser aus Pergament ■ als Spiegel Fragmente eines Einzelbl. aus einer lat. Bibel, Pergament, 11. Jh., 1. Hälfte. Erhalten: Teile von II Sm 17-19. 21 ra -330 ra 1470 geschrieben von Johannes Dulken alias Toput (B; vgl. 304™); ein Johannes (de) Dulken ist mehrfach bezeugt etwa in Köln um 1460, vgl. Keussen Bd. 3, S. 321; Rep. Germ. Bd. 8, Nr. 2748; Texte 2 r -20 r und Register 330 ra ~ b von Schreiber A noch 1470 oder geringfügig später geschrieben (Papiersorte Bl. 2, 9 wie Bl. 312, 317). Die Herkunft von Schreiber B anscheinend aus 310 Ms. B 95 Dülken bei Mönchengladbach und die geographische Einordnung der Papiersorten (vgl. Wz.) lassen darauf schließen, daß die Hs. im Rheinland entstand ■ Vorbesitzer: Hermannus Nepos, vgl. Besitzvermerk 2 r (16. Jh.): Sum ex libris Hermanni Nepotis [von einer anderen Hand ?: Foliorum numerus 330]; von seiner Hand zwei weitere Einträge: V dt. Bauanleitung für ein Holzkonstrukt: Zu gedencken: Item daer baeuen 4 stucker holtzer, item ein van 13, item das ander van 12 fueßen ... (9 Zeilen); l v Verse Walther II Nr. 31721. Handschriftencensus Rheinland Nr. 553. 1™ Bis auf die o.g. Einträge leer. 2 r - 18 r Alphabetische Tabula zum Werk 21 ra -304 va mit Angabe von Folioziffern und Abschnittsbuchstaben: 3 a de c. 20°: Abusiones claustri sunt duodecim. 28 E ...; (18 r ) Schluß vermerk: Et sie est finis huius registri presentis summe de penitencia seeundum ordinem Abcdarii collecti ... - ... materiam coneupitam ipsius investiganüs sive querentis. 18 v - 20 r Moraltheologische Schemata. Kurze Betrachtungen über Gebet, Meditation, Tugenden und Laster in schematischer Darstellung, bezogen auf Tagwerk, Tageszeiten und Wochentage, beginnend: Evigilans de nocte vel mane signans se cruce 'In nomine patris et filii et spiritus sanctV elevet desiderium ad deum ... Es folgen Schemata: (18 v ) Tempore orationis etc.; (19 r ) Tempore laboris, - refectionis etc.; (19 v ) Dominica die pro humilitate bzw. Contra superbiam; Feria seeunda pro paupertate spiritus bzw. Contra avariciam etc.; (20 r ) schließt: Probatio omnium istorum: Quißcte in hac tabula proßeit vane et carnaliter letatur ... / Qui vere in hac tabula proßeit vere et spiritualiter letatur ... - 20 v leer. 21 ra - 304 va Servasanctus Tuscus de Faenza: Summa de poenitentia. Tabula hierzu: 2-18 r . (21 ra ) >Incipit traetatus de penitencia. Prefacio seu prohemium huius operis.< Praefatio: Quoniam in libello de exemplis naturalibus a me scripto dietavi de penitencia ... Prolog: >Primum capittulum. Incipit prologus huius libri.< Verum quia omnis virtus sicut in ethycis docet philosophus ab indigencia ... (25 va ) Text: Deum esse non solum docet divina scriptura sed eciam omnium philosophorum summorum sciencia ... - ... (301 vb ) Et ideo cum ipso quem gracia dei coneepit et peperit et lactavit sit per omnia benedieta. Amen. Explicit. (302 ra -304 va ) Tabula zum Werk; (304 va ) Schlußrubrik: >Scriptus et completus gracia spiritus saneti opitulante per me Johannem Dulken cognomine parentum Toput anno domini Millesimo quadringentesimo 70° sexta feria antefestum penthecostes. Orate pro scriptore.< - Druck: Hain/Copinger 14155 (ohne die Praefatio ,Quoniam in libello'). Bloomfield/Guyot Nr. 4956. DSAM Bd. 14, Sp. 671 f. - 304 vb leer. 311 Ms. B 96 305 ra - 330 rb Jacobus de Cessolis: Libellus de moribus hominum et de OFFICIIS NOBILIUM SUPER LUDO SCACCORUM. Prolog: >Incipitprologus huius in librum compositum super ludo scakorum, de moribus hominum et officiis nobilium.< Adultorum fratrum ordinis nostri et diversorum scolarium precibus perswasus ... Text: >Capittulum primum sub quo rege inventus est hie ludus.< Inter omnia mala signa in homine unum est quando aliquis homo non timet deum ... - ... (330 ra ) ego frater Iacobus ordinis fratrum predicatorum composui ... Optimum et perfectum. Deo igitur sit honor et gloria in secula seculorum. Amen. Amen. Amen. Angeschlossen Verse Walther I Nr. 10460. (330 ra " b ) Tabula zum Werk. - Druck: GW 6523-6526; E. Köpke, Iacobus de Cessolis, Brandenburg 1879 (= Mittheilungen aus den Hss. d. Ritter-Akad. zu Brandenburg a. H., 2), S. 1-36; F. Vetter, Das Schachzabelbuch Kunrats von Ammenhausen ..., Frauenfeld 1892 (Bibl. älterer Schriftwerke der Dt. Schweiz, Erg.-Bd.), Sp. 25-834. Kaeppeli Nr. 2066 (Hs. genannt). Bloomfield/Guyot Nr. 3134. Vgl. VL 2 Bd. 8, Sp. 589- 592. - 330 v -332 v leer. Ms. B 96 Isidorus Hispalensis. Origenes interprete Rufino. Guilelmus Tornacensis Papier • 232 Bl. • 28x21 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1508 Wz.: 6 Siebpaare Hand, darunter ~ PiccHH III 558, 581, 582, 586, 815 (1505/07; 3 Siebpaare auch Ms. B 88, 2 Siebpaare auch Ms. B 99: jeweils Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1507; leicht variiert teilweise auch Ms. B 59: ebd., 1506; Ms. B 60, Teil I: ebd., um 1505/10; in Ms. B 138: ebd., 1519) • Lagen: 8 V 79 + 2 IV 95 + 4 V 135 + (V-l) 144 + 8 V 224 + (IV-1) 231 • Bl. 35 Textverlust, da teilweise ausgerissen ■ Lage 1-10 Reklamanten sowie Lagen- und Doppelblattzählung: al-a5 ... kl-k4\ Lage 11-24 teils Doppelblattzählung (1-5 etc.; Bleistift), teils Lagen- und Doppelblattzählung (z.B. Lage 14: dl-d5; Tinte) • moderne Foliierung: 1-35, 35a, 36-231 ■ Schriftraum 19,5-20,5 x 13,5-14,5 • 2 Spalten • 35-38 Zeilen • gotische Hybrida • 4 Hände (A: 2 ra -5 va ; B: 5 va -92 vb ; C: 96 ra - 14p b , 144 va -228 ra ; D: 142 ra -144 va ) • rubriziert; Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; 3 r -59 r Seitentitel in Rot • 2 ra blaue, ornamental gespaltene Lombarde H, 5,5 x 5, im Binnenfeld und als Besatz Blattornament auf grünem Grund, Perlen, Staubfäden; 96 ra , 96 vb , 115 vb 3-5-zeilige rote und blaue, ornamental gespaltene Lombarden mit violettem Blattornament. Brauner Kalblederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Blattwerk Nr. 15; Greif Nr. 30a; Hirsch Nr. 63a; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria), 384 („liber crueiferorum in Duseldorp"); ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; weibliche Heilige in Rechteck; 3 Rosetten • Reste von 2 Schließen • Bl. 95 Blattweiser aus Pergament • als Spiegel Fragmente eines lat. Breviers, Pergament, 14. Jh., 2. Hälfte, Gesangsteile in Quadratnotation auf vier Linien. Erhalten: Teile der 312 Ms. B 96 Lesungen und Gesänge zum Fest Conceptio BMV; vorne u.a. Oratio CC 160A (Corpus Orationum, Bd. 2), Nr. 1373. 1508 geschrieben (vgl. 228 ra ), u.a. von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513; B; Händevergleich), einem Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 60, 77, 88, 90, 99, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1), wo die Hs. gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. neben dem Besitzstempel auf dem Einband (s.o.) l v Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liber fratrum cruciferorum in Dusseldorff; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel Düsseldorfer Titel- und Signaturschild des 16. Jh.: Isidorus s« testamentum; Flores Bernardi. C 89 • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): hidori... Ms. chart. de 7<508>. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 3, 39 • Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 554 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55. 1™ Bis auf den o.g. Besitzvermerk und das Inhaltsverzeichnis leer. 2 ra - 92 rb Isidorus Hispalensis: Mysticorum expositiones SACRAMENTORUM SEU QUAESTIONES IN VETUS TESTAMENTUM. - PL 83, 207^24 (in der Hs. zusätzlich Kapitelverzeichnisse; es fehlt Sp. 336, Z. 5 - Sp. 340, Z. 6). Stegmüller RB Nr. 5233-5262 mit Suppl. M. C. Diaz y Diaz, Index scriptorum Latinorum medii aevi Hispanorum, Bd. 1, Salamanca 1958, Nr. 121. CPL Nr. 1195. - Auf den Rändern und zwischen den Spalten zahlreiche Anmerkungen von einer frühneuzeitlichen Hand. 92 va_b Origenes: Homiliae in Leviticum (Versio Latina, Rufino interprete), Exzerpte aus Hom. 1, § 1,4. Hoc in novissimis diebus verbum dei... - ... et divinis humana sociavit. - Druck (u.a.): PG 12, Sp. 405, Z. 1— 12; Sp. 409, Z. 33^17; Sp. 410, Z. 28-30. Stegmüller RB Nr. 6176 mit Suppl. CPG Nr. 1416. - 93 r -95 v leer. 96 ra - 228 ra GUILELMUS TORNACENSIS: Flores Bernardi (Lib. 1-10). Prolog: >Incipit prologus excerptorum beati Bernardi abbatis.< Cum non essem alicui exercicio magnopere occupatus ... (96 va ~ ) Kapitelverzeichnis Lib. 1; (96 v ) Text: >De eo quid sit deus. In libro de consideracione. [Cap.] i.< Quid est Deus? Qui est merito quidem nil competencius eternitati ... - ... quoniam regina celorum est, misericors est et mater misericordie. >Expliciunt excepciones collecte ex diversis opusculis beati Bernardi abbatis. Anno domini M v c viii tercia feria post Servacii episcopi de mane circa octavam.< - Druck: GW 3928-3930. Stegmüller RB Nr. 1731,1 mit Suppl. Bloomfield/Guyot Nr. 1155. - 228 rb -231 v leer. 313 Ms. B 97 Ms. B 97 Lactantius Papier ■ 200 Bl. • 29,5x21 • Westdeutschland (Rheinland ?) • 15. Jh., 3. Viertel 1987 restauriert • Wz.: Buchstabe P ~ PiccP XIII 369 (1469; Heilbronn) mit Siebpaar-Variante • Lagen: 16 VI 190 + (V-2) 198 • Textverlust: 1-2 Seiten nach Bl. 198; anfangs geringer Textverlust wegen Wasserschadens • durchgehend Reklamanten; Lagen- und Doppelblattzählung (A1-A6 ... R1-R5) vereinzelt erhalten • moderne Foliierung: 1-20, 20a, 21-169, 169a, 170-198 Schriftraum 18,5 x 11,5 • 38-42 Zeilen • gotische Hybrida ■ 1 Hand ■ Buchzählung als Seitentitel ■ rubriziert; rote und blaue, ornamental gespaltene Lombarden; l r , 2 r funfzeilige blaue, ornamental gespaltene Fleuronne-Lombarden D, M, im Binnenfeld und als Besatz Blattornament in Rot, rote Staubfäden am linken Rand auslaufend. Einband von 1987: dunkelbrauner Lederbezug über Holz. Wz.-Siebpaar gehört zur vorwiegend im Rheinland um 1460/70 nachweisbaren Gruppe Buchstabe P PiccP XIII 363-399. Handschriftencensus Rheinland Nr. 555. l r - 198 v Lactantius. Nachfolgende drei Werke in neun Büchern vereint (vgl. dazu CSEL 27, S. 3, 67), mit Kapitelverzeichnissen und Einleitung; so u.a. auch München ÜB 2° Cod. Ms. 13, l r . Die griech. Zitate (l v -183 v ) in mißverstandener Notierung, nebenstehend lat. Übersetzungen. - (1™) Als Einleitung fünf Exzerpte aus AUGUSTINUS und HiERONYMUS: De hys libris dici potest aliquid ... - ... a patre interfectus est. - Nachweise bei H. Boese, Die lateinischen Handschriften der Sammlung Hamilton zu Berlin, Wiesbaden 1966, S. 182 (zu Berlin SB Cod. Harn. 385, 6™; u.a. auch Cod. Harn. 384, l r -2 r ; München ÜB 2° Cod. Ms. 13, 1"). - (l v -168 v ) Divinaeinstitutiones. (l v -2 r ) Kapitelverzeichnis Lib. 1; (2- 168 v ) Text; (168 v ) Schlußrubrik: >Explicit über septimus.< - Ed.: CSEL 19; SC 204 f., 326, 337, 377 (Lib. 1 f., 4 f.). CPL Nr. 85. - Text der Hs. schließt (168 v ) wie häufig mit Exzerpt aus Augustinus: De civitate dei, Lib. 20, cap. 30. CC 48, S. 757, Z. 161 - S. 758, Z. 174. - (168 v -184 r ) De ira dei. >Incipit über octavus.< (168 v -169 r ) Kapitelverzeichnis; (169—183 v ) Text; (184 r ) Schlußrubrik: >Firmiani Lactantii de ira dei über explicit.< - Ed.: CSEL 27, 67-132; SC 289, 90- 212; H. Kraft / A. Wlosok, 4 Darmstadt 1983 (Wege zur Forschung, 4). CPL Nr. 88. 314 Ms. B 98 (184-198 v ) De OPIFICIO DEI (unvollständig). >Incipiunt capitula libri noni de opißcio hominis.< (184 r ) Kapitelverzeichnis; (184-198 v ) Text, abbrechend mit Schluß von cap. 19, im Zusatz 'Dedit ei' (vgl. CSEL 27, Anm. S. 61 f.): ... constituerit breviter exponam. Es folgt Beginn der Rubrik zu cap. 20: Cur dem dedit [spiritum temptatorem] || — Ed..: CSEL 27, 3-62; SC 213, S. 106-210, Z. 45. CPL Nr. 87. Ms. B 98 Matthias de Liegnitz Papier • I + 241+IB1. • 29x21,5 • nördl. Rheinland (Nijmegen ?) • um 1460/65 11 Wz.: (Bl. 2, 13, 27, 29, 34, 36, 38, 49-73, 75-84, 86, 89-94, 97-98, 100, 107, 109) 5 Varianten Buchstabe Y Typ Briquet 9182 f. (1467/76); (Bl. 1, 3-12, 14-26, 28, 30-33, 35, 37, 39^18, 74, 85, 88, 95) Buchstabe P Typ PiccP III 584 (1464) mit Siebpaar-Variante; (Bl. 87, 96) Buchstabe P ~ PiccP X 369 (1461; leicht variiert auch Ms. B 76, Bl. I, 138-139, 144-145; Ms. B 86, Bl. 41-52, 59- 60, 71-80, 103-150: jeweils Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, um 1460/65; Ms. B 93, Bl. 31-50, 165-172, 175-220: ebd., 1462/65; Ms. B 125, Bl. 162-192, 201: ebd., um 1460/65; ferner Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461); (Bl. 99, 108) Buchstabe P ~ PiccP IX 907 (1461; leicht variiert auch Ms. B 5, Teil IV: Köln, 1461; Ms. B 46, Teil II: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent ?, um 1460/70; Ms. B 94b, Bl. 2-21: Marienfrede, Kreuzherrenkonvent, um 1460/80; Ms. B 101b, Bl. 10-59: ebd., 1462); (Bl. 101-106, 110-241) Buchstabe P ~ PiccP IV 606 (1464) mit Siebpaar-Variante ■ Lagen: (VI+1) 13 + 19 VI 41 • durchgehend Reklamanten; Lagen- und Doppelblattzählung: al-avi ... ul-uvi Schriftraum 20-21 x 14,5 • 2 Spalten ■ 35-43 Zeilen • gotische Kursive • 1 Hand • rubriziert. Schwarz eingefärbter Lederbezug über Holz mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln (berieben), 15. Jh., 2. Hälfte; identifizierbare Stempel: Lamm in Raute; Lilie offen; Rosette • eine von zwei Schließen erhalten; auf dem Rückdeckel 5 Rundbeschläge aus Messing ■ beide Pergamentspiegel freistehend; auf dem ehemaligen Rückspiegel verso von einer Hand des späten 15. Jh. drei Exzerpte aus lob. Die Hs. wurde nach Maßgabe der Wz. (s.o.) um 1460/65 im nördlichen Rheinland geschrieben, vielleicht in Nijmegen, denn zunächst gehörte sie dort als Kapläne ansässigen, bernhardinisch orientierten Zisterziensern Münsteraner Herkunft, welche die Hs. frühestens 1482 dem in diesem Jahr gegründeten Augustinerinnenkonvent Mariengaard zu Opheusden in der Region Betuwe, nordwestlich von Nijmegen, schenkten, vgl. Besitzvermerke und Schenkungsvermerk auf den freistehenden ehemaligen Spiegeln: ' vorne verso (nach 1460/65; rasiert, unter Quarzlicht teilweise erschließbar): Ad [...] d. Bernardi; 2 hinten recto (nach 1460/65): Ad testamentum [?] d. Bernardi; 3 vorne verso (frühestens 1482): Executores domini Bernardi de Monasterio [Münster/Westfalen] quondam cappellani in Novimagio [Nijmegen] dedemnt nunc librum conventui sororum ordinis sancti Augustini in Huesden Betue [Opheusden/Betuwe] ut orent deum pro anima eius; 4 vorne verso (15./16. Jh.): Conventus Hoesdensis [rechts daneben rasierter (Besitz- ?) Vermerk]; vgl. zu Mariengaard/Opheusden M. Schoengen, Monasticon Batavum, Deel II: De Augustijnsche orden, Amsterdam 1941 (Verhand. d. Nederl. Akad. v. Wetensch., Afd. Letterkunde, N.R. 45), S. 150 f.; L. H. Cottineau, Repertoire topo-bibliographiques des abbayes et prieures, Macon 1939, Sp. 1753. 315 Ms. B 98 Offenbar gelangte die Hs. 1667 durch testamentarische Verfügung in den Kreuzherrenkonvent Marienfrede, vgl. 2 ra im Binnenfeld der Anfangslombarde U schwer lesbaren Vermerk: Hoc [!] Überall et testamentall donatione a [!] domlnl reverendt kartsslmt nostrl [?] avunculi K. [?] Everhardi Loppl [?] [.] sum [?] conventus B. M. Pacls 1667 22 febr. P. P. Cruciferorum. Wie auch die übrigen Hss. aus Marienfrede dürfte also auch vorliegende Hs. 1809 in die Hofbibliothek Düsseldorf gekommen sein • auf dem Seitenschnitt Aufschrift des 15./16. Jh.: postilla eplstolarum dominicallum. Handschriftencensus Rheinland Nr. 556. 1" leer. 2 ra - 239 ra Matthias de Liegnitz: Postilla super epistolas DOMINICALES. Prolog (Predigt Nr. 1): Videte quoniam ... [Sir 24,47]. Hanc proposicionem scribit sapiens filius Iesus Syrach Ecclesiastici xxiiii. Quamquam, dilectissimi, duplex sit labor scilicet bonus et malus ... (4 ra ) Predigt Nr. 2(1. Advent): Scientes quia hora... [Rm 13,11]. Hie commendat caritatem eo quod per ipsam est oportunitas ... (96 v ) Predigt Nr. 25 (Ostern): Fratres, expurgate vetus ... [I Cor 5,7 f.]. Hodie dominice resurrectionis celebratur solempnitas in qua solemnissima die ... (235 r ) Predigt Nr. 59 (25. Sonntag nach Pfingsten): Fratres, non cessamus ... [Col 1,9]. De quanto enim aliquis actus est nobilior et excellentior ... - ... hanc felicitatem et consolationem propter suam magnam misericordiam nobis prestare dignetur Ihesus Christus ... cui laus et potestas et claritas graciarum actio quia affuit prineipio misericorditer medio etßni liberaliter in secula seculorum. Amen. >Explicitpostilla epistolarum dominicalium per circulum anni compilata per magistrum Mathiam de Legenitz sacre theologie professorem. Deo sempiterna laus.< - Nicht gedruckt vorliegend; zur handschriftlichen Überlieferung und zum Verfasser Schneyer II; J. B. Schneyer, Wegweiser zu lateinischen Predigtreihen des Mittelalters, München 1965, S. 531, 301 u.ö.; J. B. Schneyer, Beobachtungen zu lateinischen Sermoneshandschriften der Staatsbibliothek München, München 1958 (Bayer. Akad. d. Wiss., phil.-hist. Kl., Sitzungsber. 1958, 8), S. 109; J. Tfiska, Repertorium biographicum universitatis Pragensis praehussiticae 1348-1409, Prag 1981, S. 364. - Festbezeichnungen von einer Hand des 16. Jh. nachgetragen; ferner zahlreiche Randbemerkungen und Anstreichungen von mindestens einer weiteren Hand des 16. Jh., darunter (168 r ) auf dem unteren Rand dt. Interpretament: [laseiviat:] geweldych; geyll; weyst. - 239 rb -241 v leer. 316 Ms. B 99 Ms. B 99 Leo I. papa. Cyprianus Papier • 352 Bl. • 28,5x20,5 • Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent • 1507 8 Wz.: (Bl. I, 1-159, 166-167, 178-179, 181-182, 184-185, 187-192) 2 Siebpaare Hand, darunter ~ PiccHH III 582, 586 (1506; auch Ms. B 88, 96: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, 1507/08; leicht variiert teilweise auch Ms. B 59: ebd., 1506; Ms. B 60, Teil I: ebd., um 1505/10); (Bl. 160-165, 168- 177, 180, 183, 186, 193-351) 2 Siebpaare Buchstabe R in Wappen Typ Briquet 8993 (1499; auch Ms. B 77, Bl. I, 1-295: Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent, [gegen] 1508; Ms. B 88: ebd., 1507; leicht variiert auch Ms. B 91, Bl. 1-147, 149-156, 158-159, 166-167, 198-227: ebd., 1510/11; Ms. B 138: ebd., 1519) • Lagen: 9 V 89 + IV 97 + 8 V 177 + 2 IV 193 + 15 V 343 + IV 351 • durchgehend Reklamanten; Lagen- und Doppelblattzählung: -a<5> ... ul-u4; A1-A5 ... Q1-Q4; anfänglich zusätzlich Bleistift-Doppelblattzählung 7-5 • moderne Foliierung:/, 7-557 • Schriftraum 19-20 x 13,5 • 2 Spalten ■ 37-38 Zeilen • gotische Hybrida von der Hand des Henricus de Werdenborch ■ rubriziert; Rubrikatorvorgaben am unteren Rand; l vb , 110 vb , 189 va 8-9-zeilige rote, ornamental gespaltene Lombarden L, D, B, im Binnenfeld und als Besatz Blatt-, Blüten- und Rankenmotive auf grünem Grund, Staubfäden, l vb am linken Rand auslaufender Perlstab. Brauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld Rautenmuster; Streifenrahmen) und Einzelstempeln; Arbeit der Werkstatt des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents, frühes 16. Jh. Verwendete Stempel: Schunke Adler Nr. 94; Blattwerk Nr. 15; Fabeltier Nr. 7; Greif Nr. 30a; Hirsch Nr. 63a; Lamm Nr. 14; Lilie Nr. 19, 446; Schrift Nr. 273 (Maria), 384 („über cruciferorum in Duseldorp"); Wappen (recte: Eisblume) Nr. 48a; ferner (nicht bei Schunke) Adler in Raute; Blattwerkornament in Rechteck; Christuskopf in Quadrat; weibliche Heilige in Rechteck; 2 Lilien offen; 2 Ranken; 5 Rosetten • Reste von 2 Schließen • Bl. 110, 299 Blattweiser aus Pergament • als Spiegel Fragmente eines lat. Antiphonars, Pergament, 14. Jh., Hufnagelnotation auf vier Linien. Erhalten: Teile der Gesänge zu den Festen des hl. Nicolaus und der hl. Lucia (vorne) sowie zu Assumptio BMV (hinten). 1507 geschrieben von Henricus de Werdenborch alias de Broichusen (1427-1513), Mitglied des Düsseldorfer Kreuzherrenkonvents (vgl. I r , 188 va , 350 ra ; zur Person vgl. Ms. B 89; außerdem nachweisbar in Ms. B 10, 15, 21, 48, 60, 77, 88, 90, 96, 107b ?, 124, 126, 136, 143, 188, 194; Ms. C 29; Ms. F 5, 14; Ms. G 1), wo die Hs. gebunden wurde (s.o.) und zu dessen Bibliothek sie gehörte, vgl. neben dem Besitzstempel auf dem Einband (s.o.) I r Besitzvermerk des frühen 16. Jh.: Liber fratrum Cruciferorum in Duysseldorp; es folgt von derselben Hand kurzes Inhaltsverzeichnis zum Band. Ende 1812 kam die Hs. in die Hofbibliothek Düsseldorf • auf dem Vorderdeckel Spur eines spätmittelalterlichen Titelschildes • auf dem Rücken Titelschild (Düsseldorf, nach 1812): Leonis papae Sermones ... Ms. chart. 750S [!]. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 3, 39 ■ van den Bosch, Passionsliteratur, S. 22 • Krämer S. 172 ■ Handschriftencensus Rheinland Nr. 557 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55 • Hemfort, Kreuzherrenhandschriften, S. 199, Anm. 20. I r Außer den o.g. Vermerken Eintrag von Schreiberhand: Assit ad inceptum sancta Maria meum [Colophons Nr. 19981]. Anno quingen[te]simo vii circa Valentini. - I v leer. 317 Ms. B 99 l ra _ 110 va Le0 j pApA . SerM0NES- (i"- va ) Verzeichnis der Tituli des Werks; (l vb -110 va ) Text; (110 va ) Schlußrubrik: >Expliciunt sermones beati Leonis papeper manus ut infra.< - CC 138, 138 A; Reihenfolge in der Hs.: Nr. 1 f. (als eine Predigt), 3 f., 6-10, 12-19, 22, 24, 30, 27, 21, 28 f., 23, 25 f., 35, 31-34, 36-62, 64, 66, 63, 65, 67-81, 84, 82, 85-96. CPL Nr. 1657. - (40 ra -41 ra ) Zwischen Nr. 38 und Nr. 39: Ps.-Leo I. PAPA: Sermo in natali S. Vincentii. Druck u.a. PL 54, 501-503, Z. 26. CPL Nr. 1185. CPPM Bd. 1, Nr. 973 (Ps.-Augustinus), 5490 (Ps.-Leo I. papa), 5948 (Ps.-Maximus Taurinensis). 110 va - 188 va LEO I. PAPA: EpisTOLAE. (110 va ) >Incipit epistolare beati Leonis pape.< (110 vb -188 va ) Text; (188 va ) Schlußrubrik: >Et sie est finis huius libri. Laudetur Christusßlius dei vivi in seculum seculi. Finitus est hie über epistolaris scilicet saneti Leonis pape, ad laudem sit et honorem summe trinitatis patris etfilii et spiritus saneti, per manus fratris Henrici de Werdenborch alias de Brockhuysen ordinis fratrum crueiferorum conventus in Duysseldorp anno domini millesimo quingentesimo septimo in festo invencionis alme crucis per nobilem et sanetam reginam Helenam.< - 72 Briefe, vereinzelt von anderen Verfassern; Abfolge und Textbestand in der Hs. entsprechen der Fassung PL 130, 763-904, Z. 6 (aus Isidorus Mercator: Collectio decretalium, ed. Jacobus Merlinus); vgl. PL 54, 593-1218. CPL Nr. 1656 (Angaben zu Teileditionen, Echtheitsfragen etc.). 188 vb - 350 ra Cyprianus: Opera. (188 vb -189 rb ) Tabula zum Werk; (189 va - 350 ra ) Text; (350 ra ) Schlußrubrik: >Expliciunt epistole Cecilii Cypriani episcopi Carthaginensis confessoris et martyris dignissimi per manus humilis fratris Henrici de Werdenborch ad honorem dei et domini nostri Ihesu Christi anno domini M. D. vii in oetavis [!] visitacionis beate Marie virginis gloriose et matrisßlii dei.< - Der Textbestand und der Wortlaut der Rubriken lassen darauf schließen, daß die Vorlage dieser Abschrift der Druck GW 7887 (Stuttgart, um 1486) war. - Textabfolge: (189 va -193 ra ) Ad Donatum. CC 3A, 3-13. CPL Nr. 38; (193 ra -198 va ) Ad Demetrianum. CC 3A, 35-51. CPL Nr. 46; (198 vb -204 va ) De opere et eleemosynis. CC 3A, 55-72. CPL Nr. 47; (204 va -211 vb ) Ad Fortunatum de exhortatione martyrii. CC 3, 183-216. CPL Nr. 45; (21 l vb -215 rb ) De zelo et livore. CC 3A, 75-86. CPL Nr. 49; (215 rb -220 rb ) De bono patientiae. CC 3A, 118-133. CPL Nr. 48; (220 rb -225 ra ) De mortalitate. CC 3A, 17-32. CPL Nr. 44; (225 ra -230 ra ) De habitu virginum. CSEL 3,1, 187-205. CPL Nr. 40; (230 ra -233 va ) Epistola 63. CC 3C, 389-417. CPL Nr. 50; (233 va -239 vb ) De catholicae ecclesiae unitate. CC 3, 249-268. CPL Nr. 41; (239 vb -247 rb ) De lapsis. CC 3, 221-242. CPL Nr. 42; (247 va -254 va ) De dominica oratione. CC 3A, 90- 113. CPL Nr. 43; (254 va -256 vb ) Quod idola dii non sint (= Ps.-Cyprianus). 318 Ms. B 100 CSEL 3,1, 19-31. CPL Nr. 57. CPPM Bd. 2, Nr. 550; (256 vb -271 ra ) De singularitate clericorum (= Ps.-Cyprianus). CSEL 3,3, 173-220. CPL Nr. 62. CPPM Bd. 2, Nr. 3229 u.ö.; (271 ra -274 va ) De montibus Sina et Sion (= Ps.- Cyprianus). CSEL 3,3, 104-119. CPL Nr. 61. CPPM Bd. 2, Nr. 551; (274 va - 280 va ) Epistola 55. CC 3B, 256-295. CPL Nr. 50; (280 va -283 rb ) Epistola 58. CC 3C, 319-335. CPL Nr. 50; (283 rb -284 vb ) Epistola 69, cap. 12-17 (cap. 1—11: 310 va -313 rb ). CC 3C, 487^196. CPL Nr. 50; (284 vb -298 va ) Ad Quirinum, Lib. 1-2. CC 3, 3-72. CPL Nr. 39; (298 va -350 ra ) Epistolae 60, 57, 59, 67, 13, 69 (cap. 1-11; cap. 12-17: 283 rb -284 vb ), 65, 43, 1, 2, 4, 70, 72, 37, 38, 10, 30, 52, 47, 45, 44, 51, 61, 46, 54, 32, 20, 12, 78, 64, 3, 14, 49, 50, 68, 53, 16, 15, 17-19, 26, 25, 9, 29, 56, 7, 76, 6, 28, 11, 39, 48, 66, 40. CC 3B/C 1-26, 29-39, 44-110, 123-126, 133-150, 162 f., 177-195, 200-255, 296-310, 336-384, 418^86, 497-515, 523-528, 605-617, 621- 623. CPL Nr. 50. - 350 rb -351 v leer. Ms. B 100 Nicolaus de Lyra Papier • 170 Bl. • 29,5x21,5 ■ Rheinland • 1424; 15. Jh., Mitte 10 Wz.: (Bl. 2-9, 11-31, 34-38) Siebpaar Halbmond Typ Briquet 5290 (1420/35); (Bl. 10, 89-96, 99-170, Rückspiegel) Siebpaar Buchstabe P ~ PiccP IX 1711, 1721 (1452; Culemborg); (Bl. 32-33, 39-43, 46-50) Siebpaar Buchstabe A Typ Briquet 7954 (1422/34); (Bl. 44-45, 51-74) Siebpaar Hand Gruppe PiccHH II 432^34 (1419/22; u.a. Köln); (Bl. 75-88, 97-98) Ochsenkopf Typ PiccO IX 235, 1. Gruppe (1450/55; Rheinland) mit Siebpaar-Variante ■ Lagen: (VI+2) 14 + 7 VI 98 + (VI-1) 109 + 4 VI 157 + VII 170 • Schlußbl. der letzten Lage als Rückspiegel eingeklebt, daher nicht foliiert • durchgehend Reklamanten • Lage 1-5 stellenweise Doppelblattzählung von 1424: 1-6 etc.; Lage 1— 14 Lagen- und Doppelblattzählung aus der 2. Hälfte des 15. Jh.: al-a6... ol-o7 ■ Schriftraum 22- 23x16 ■ 2 Spalten ■ 46-54 Zeilen • gotische Hybrida; Lemmata in vergrößerter Textualis • 3 Hände (A: 2 ra -9 ra , 1 l ra -74 vb ; B: 9 ra -10 vb , 75 ra -78 lb , 79 va -170 vb ; C: 78 va -79 rb ) • rubriziert; Seitentitel in Rot; 2 ra rote, ornamental gespaltene Lombarde Q, 4,5 x 4,5, Binnenfeld Fleuronne (Knospen, Palmetten). Brauner Kalblederbezug über Holz (Rücken mit hellbraunem Leder erneuert) mit Streicheisenlinien (Mittelfeld vorne Rautenmuster, hinten diagonal geteilt; Streifenrahmen), 15. Jh., 2. Hälfte ■ Reste von 2 Schließen • Bl. 60, 73, 108 Blattweiser aus Pergament • als Vorderspiegel Fragment eines lat. Notariatsinstruments, Pergament, Hauptteil datiert [Köln] 24.7.1443; Datum eines 10-zeiligen Zusatzes unvollständig: Millesimo quadringente<...>; Notar: Heidenricus Johannes de Sybergh. Schlichtung einer Streitsache in Köln zwischen Conradus Engelberti de Brilon (Kläger) und Regula, Ehefrau des Gotfridus de Meschede; in der Arenga genannt werden der Kölner Erzbischof sowie der Propst von St. Severin in Köln. Kläger offensichtlich identisch mit dem in einer makulierten Urkunde vom 25.5.1444 in der Hs. Köln StA GB 4° 72 I (Köln, um 1460) genannten Kläger Conradus Engelberti, Vikar und vormals Altarist in Brilon, vgl. Kat. StA Köln 2, S. 76 • als Falze in Lagenmitte Fragmente einer lat. Pergament-HANDSCHRIFT des 14. Jh., offenbar liturgischen Inhalts (Brevier ?). 319 Ms. B 100 2 ra_ 9 ra n n._ 74 vb yon Schreiber A 142 4 geschrieben (vgl. 73 rb ), nach Maßgabe der Wz. (s.o.) im Rheinland. Die Hs. wurde erst um die Mitte des 15. Jh. unter Verwendung neuer Papiersorten von Schreiber B, mit geringfügiger Beteiligung von Schreiber C, vervollständigt (9 ra -10 vb , 75 ra -170 vb ; von Schreiber B Randkorrekturen im älteren Teil), gemäß den Wz. (s.o.) gleichfalls im Rheinland, möglicherweise jedoch an einem anderen Ort als der ältere Teil. Der Wz.-Befund und die Lokalisierung der als Vorderspiegel verwendeten Urkunde (s.o.) könnten darauf hinweisen, daß die gesamte Hs. in oder nahe Köln entstand • Hs. gelangte im späteren 15. Jh. durch Schenkung des Johannes Brant aus Oldenzaal (NL; nördl. von Enschede) in die Bibliothek des Kreuzherrenkonvents Düsseldorf, vgl. 2 ra auf dem oberen Rand Schenkungsvermerk dieser Zeit: Iste liber datus est fratribus sancte crucis in Duysseld. per venerabilem dominum Johannem Brant canonicum Aldenselensem [Oldenzaal] ut orent deum pro eo; Ende 1812 kam die Hs. von dort in die Hofbibliothek Düsseldorf. Van de Pasch, Bibliotheca, S. 3, 39, 45 • van den Bosch, Observantie, S. 136, Anm. 19 • Krämer S. 172 • Handschriftencensus Rheinland Nr. 558 • Finger, Bibliotheken, S. 226, Anm. 55. r leer. 2 ra - 170 vb Nicolaus de Lyra: Postilla litteralis super quattuor EVANGELIA. (2 ra ) Super Mt: Quatuor facies uni. Ezechielis primo [6]. Secundum quod scribit beatus Gregorius super Ezechielem ... (60 ra ) Super Mc: [Thema fehlt: Facies leonis ...]. Ezechielis primo [10]. Secundum quod dictum fuit in principio evangelii secundum Matheum, per quatuor facies ... (73 r ) Rubrik: >Explicit postilla Marci evangeliste, finita anno domini Mccccxxiiii° sabbato ante Iudica.<; (73 va ) Super Lc: Facies bovis ... Ezechielis primo [10]. Sicut dictum fuit in principio evangelii secundum Matheum, Ezechieliprophete ... (108 ra ) Super Io: [am oberen Rand Thema, beschnitten: Facies aquile ... Ez 1,10] Ezechielpropheta cui aperti sunt celi vidit visionem dei... -... (169 va ) tandem veniamus ad contemplandum facie ad faciem prestante domino nostro Ihesu Christo qui cum patre ... Amen. >Explicit postilla Nycolai de Lyra super evangelia de quo deus sit benedictus in secula.< (169 vb —170 vb ) Verzeichnis der Evangelienperikopen für das Kirchenjahr. - Druck: Hain/Copinger 10384. Stegmüller RB Nr. 5896-5898, 5900 mit Suppl. VL 2 Bd. 6, Sp. 1117-1122. 320 Register der Repertorien ah Bd. 12, Nr. 154 B 94b, Rückspiegel Bd. 14, Nr. 53 B 3, 255 v Bd. 15, Nr. 5(Anm.) B 39, 96 v Bd. 15, Nr. 226 B 18,224 ra Bd. 19, Nr. 333 B 26, 65 v Bd. 21, Nr. 54 B15,289 va Bd. 23, Nr. 216 B 94b, Rückspiegel Bd. 27, Nr. 35, 74, 184, 187 B 3, 255 v Bd. 29, S. 205-232 B 5, 29 v Bd. 31, Nr. 52 B15,289 va Bd. 50, Nr. 4-5, 7, 8, 17-24, 66, 153 B 3,255 v Bd. 51, Nr. 22, 23, 25-30, 32-39,41,44, 48,49, 84, 86, 103, 112, 113, 114a, 121 B3,255 v Bd. 51, Nr. 107 B 94b, Rückspiegel Bd. 54, Nr. 121 B 15, 289 vb BHG Nr.488d B58,242 v BHL Nr. 12 B 50, 287 vb Nr. 287 B 67, 79 ra Nr. 609 B 50, 56 vb Nr. 979 B62,2 r ;B67,41 va Nr. 1208 B 26, 67 r Nr. 1211 B43,2 r ;B44, l ra Nr. 1212 B 43, 2 r ; B 44, l ra Nr. 1214 B43,2 r ;B44, l ra Nr. 1215 B43,2 r ;B44, l ra Nr. 1216 B43, 2 r ;B44, l ra Nr. 1219 B44, l ra Nr. 2316 B 67, 83 ra Nr. 2568 B 50, 303 rb Nr. 2723 B 3, 240 r ; B 50, 264 vb ; B 75, 127 v Nr. 2760 B 67, 91 va Nr. 3114 B 85, 62 va Nr. 31191 »(Suppl.) B85, 80 va Nr. 3120 B 85, 8 ra Nr. 3513 B 6, 145 rb Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. Nr. 3641 3642 3685 3866 3867 3868 3879 4522 4529 5008 5169 5188 5190 5415 5439 5443 5458 5462 5463 5465 5473 5474 5475 5476 5478 5491 5495d 5528 137 rb 5538 5762 5773 6282 6410 6524 6525 6527 6528 6529 6530 6534 6538 6596 6605 7543 7725 7726 7728 B 67, 172 va B67, 171 ra B46, l ra B 68, 3 r B 68, 45 r B 68, 53 r B50, 110 va B 67, 200 rb B 67, 130 ra B 67, 144 va B 49, 84 va B26, r B 50, 105 va B 50, 273 ra B49, 117 va B 49, 121 rb B67,213 r[ B 49, 123 B 49, 123 v B49, 124 ra B49, 124 rb B 49, 124 rb B49, 124 v B49, 124 v B 49, 124 vb B 49, 122 ra B 49, 122 ra B 3,252 r ; B 50, 254 vb ; B 54, vb ivb /ivb B67, B83, B17, B67, B 17, B50, B54, B50, B54, B50, B50, B54, B50, B50, B50, B67, B67, B67, B67, 105 ra 271 ra 154 va 214 rb 130 ra l ra ; B 54, l ra 27 va 127 vb ?2 ra 127 vb ; B 54, 72 ra 127 vb ; B 54, 72 ra 53 ra 127 vb ; B 54, 129 rb 99 va 257 rb 110 va 146 ra 146 rb 146 rb 321 Register der Repertorien Nr. 7957 B 67, 141 v Nr. 8404 Nr. 9011 B91,143 ri B 75, 40 r Bloomfield/Guyot CPG Nr. 526 B 5, l r ; B 83, 70 ra Nr. 734 B 75, 2 r Nr. 842 B 2a, 165 ra Nr. 1146 B12, 118 vb Nr. 1155 B 27, l ra ; B 96, 96 ra Nr. 1164 B 74, 143 v Nr. 1727 B65, l r Nr. 1738 B5, 17 V ;B75, 17 r Nr. 1883 B12,185™ Nr. 1939 B 92, l r Nr. 2131 B 83, 120 ra Nr. 2374 B 64, 2 r Nr. 2431 B37, 189 vb Nr. 2456 B 64, 2 r Nr. 2530 B27, 164 va Nr. 2561 B 10, 172 rb Nr. 2918 B 5, 26 r Nr. 3038 B23, 153 r Nr. 3134 B 95, 305 ra Nr. 3237 B49, 154 va Nr. 3306 B 67, 29 ra Nr. 4034 B 73, 102 rb Nr. 4274 B 85, l ra Nr. 4309 B49, 154 va Nr. 4313 B 67,29 ra Nr. 4330 B 10, 188 rb Nr. 4435 B 74, 134 v Nr. 4499 B70,231 r ;B75,45 r Nr. 4624 B 64, 139 r Nr. 4633 B 83, 193 ra Nr. 4866 B 24, 2 r Nr. 4919 B 24, 2 r Nr. 4945 B 60, 198 ra Nr. 4956 B95,21 ra Nr. 4957 B 24, 33 r ; B 64,122 v Nr. 5015 B 75,48 ra Nr. 5127 B 74, 66 v Nr. 5354 B 60, 227 vb ; B 74, 16 Nr. 5705 B93, 151 r Nr. 5912- -5913 B74, 143 v Nr. 6157 B 83, 67 r Nr. 6195 B 12, 185 va Nr. 6443 B64, 152 r Nr. 8078 B 76, l r Nr. 8085 B 76, l r Nr. 8332 B 12, 162 ra Nr. 1028 B25, l r Nr. 1411 B21,2 ra Nr. 1416 B 96, 92 va Nr. 1457 B 84, 122 r Nr. 2101 B 50, 56 vb Nr. 2544 B89, 121 ra Nr. 3486 B 89, 148 ra Nr. 3494 B 89, 144 vb Nr. 3495 B 89, 145 ra Nr. 3909 B3,290 r ;B65, l r Nr. 3915 B 65, 72 r Nr. 3920 B 65, 77 r Nr. 3935 B 65, 64 r , 77 r Nr. 3937 B 50, 287 vb Nr. 3940 B 65, 82 r Nr. 3968 B65, l r Nr. 4002 B 65, 77 r Nr. 4080 B 65, 54 r Nr. 4081 B 65, 77 r Nr. 4089 B 65, 82 r Nr. 4305 B58,221 vb Nr. 4308 B 58, 204 vb Nr. 4309 B58,214 vb Nr. 4344 B 39, 98 r Nr. 4392 B 58, 247 vb Nr. 4394 B 58, 250 rb Nr. 4396 B 58, 249 va Nr. 4398 B58,251 rb Nr. 4400 B 58, 242 va Nr. 4424 B 59, 2 ra Nr. 4440 B 60, l ra Nr. 4564 B 60, 140 ra Nr. 4569 B 58,4 r Nr. 5570 B 50, 127 vb Nr. 5620 B 50, l ra ; B 54, l ra Nr. 6036 B 54, 53 ra Nr. 6724 B 67, 141 va Nr. 8120 B 62, 2 r ; B 67,41 vl CPL Nr. 38-50, 57, 61, 62 B 99, U Nr. 85 B97, l v Nr. 87 B97, 184 r jvb 322 Register der Repertorien Nr. 88 B 97, 168 v Nr. 123 B 2, 99 ra Nr. 131 B49, 97 ra Nr. 135 B6, 193 ra ; B49, 96 va Nr. 138 B6,147 vb ;B19,76 ra Nr. 144 B49, 117 rb Nr. 145 B 2, 144 va Nr. 146 B2, 177 va Nr. 147 B2, 161 vb Nr. 148 B2, 199 rb Nr. 149 B2, 188 vb Nr. 150 B2,210 ra Nr. 151 B2,232 ra Nr. 152 B2, 99 ra Nr. 154 B2,232 ra Nr. 155 B2,232 ra Nr. 156 B 2, 124 vb Nr. 157 B 6, 168 ra Nr. 158 B6, 159 va Nr. 159 B 6, 137 ra Nr. 160 B 2, 209 vb ; B 6, 2 ra , 113 vb , 145 rb , 157 vb Nr. 171a B 6, 205 va Nr. 184 B3,304 v Nr. 191 B12,316 va Nr. 198m B 84, 122 r Nr. 198p B50, l ra ;B54, l ra Nr. 220 B 12, 117 rb Nr. 227 B 12, 160 vb Nr. 250 B10,3 ra ;B12,45 ra Nr. 251 B 10, 3 rb ;B 13, 19 v Nr. 260 B12, 82 va Nr. 263 B12,2 ra Nr. 264 B 12, 203 va Nr. 273 B15, 130 va Nr. 274 B 12, 122 ra Nr. 278 B80,23 r Nr. 279 B9,3 V Nr. 283 B87,241 ra ;B12, 117 vb Nr. 284 B 8, l v ; B 12, 157 va , 162 ra , 221 vb ;B76, 139 v Nr. 289 B 12,47 ra ; B 49, 154 va Nr. 295 B 13, l r ; B 22, 125 ra Nr. 305 B 3, 280 r ; B 12, 193 rb Nr. 310 B3,291 r Nr. 313 B73, 184 va Nr. 329 B 15, 2 ra Nr. 343 B15,218 ra Nr. 367 B68,45 r ,53 r Nr. 368 B 12, 117 rb , 160 rb , 160 vb , 161 vb , 163 ra Nr. 373a B 12, 171 ra Nr. 374 B 12, 118 vb Nr. 377 B12, 117 vb Nr. 393 B 12, 226 vb Nr. 488 B12, 164 rb ; B49, 53 ra Nr. 512 B51,61 V ;B52, l ra Nr. 513 B51,l r ;B53, l r ; B 55, 3 V Nr. 583 B90, 157 ra Nr. 586 B89,2 ra Nr. 587 B 88, l ra Nr. 588 B19, 153 r ;B 88,210 va Nr. 590 B90,2 ra Nr. 591 B 19, 153 r Nr. 592 B91,l ra Nr. 605 B 76, 138 r Nr. 615b B89, 121 ra Nr. 615c B 89, 144 vb Nr. 616 B 89, 145 ra Nr. 617 B50,99 va Nr. 618 B50, 110 va Nr. 619 B 50, 105 va Nr. 620 B75, 139 r Nr. 632 B90, 103 ra Nr. 633 B12, 164 rb Nr. 707 B58,4 r Nr. 730 B12, 185 va Nr. 807 B6,210 ra Nr. 808 B 73, 186 va Nr. 830 B73, 181 rb Nr. 854 B2, 106 va Nr. 899 B2,271 rb Nr. 900 B55,3 V Nr. 906 B55,3 V Nr. 919 B58,251 v Nr. 957 B51,61 v ;B55,3 r Nr. 958 B 12, 181 ra Nr. 966 B 67, l ra Nr. 1008 B 12, 158 va , 159 va , 169" Nr. 1016 B9,98 r Nr. 1090 B49, 110 ra Nr. 1106 B12,227 va Nr. 1143 B3,290 r ;B65, l r Nr. 1185 B99,40 ra Nr. 1190 B49,77 va Nr. 1191 B49, 84 va Nr. 1193 B38, 163 ra Nr. 1195 B96,2 ra Nr. 1199 B52,243 ra Nr. 1217 B3, l v Nr. 1258 B12,281 rb Nr. 1327 B 74, 132 v i vb 323 Register der Repertorien Nr. 1349 B 16, l va Nr. 1350 B49, 125 ra Nr. 1352 B49,99 rb Nr. 1353 B3, 101 r Nr. 1355 B17, l va ; B 20, l ra Nr. 1356 B18, l va ;B21,4 ra Nr. 1357 B 16, 145 ra ; B 20, 98 ra (vgl. B 73, 131 vb );B22,62 vb Nr. 1359 B 16, 173 rb ; B 20, 130 vb (vgl. B73, 153 rb );B22, 88 rb Nr. 1362 B19, l ra ;B22,2 ra Nr. 1363 B5,325 r ;B20, 136 ra (vgl. B 73, 104 vb );B22,91 rb Nr. 1367 B3,229 r ;B73, 172 ra Nr. 1368 B 80, 153 r Nr. 1656 B99, 110 va Nr. 1657 B 99, l ra Nr. 1658 B73, 171 ra Nr. 1709 B3, 134 r Nr. 1711 B8,22 r ;B73, 172 ra ;B80, T; B81,l r Nr. 1714 B8,23 V ;B79, l r Nr. 1839a-1839b B 70, 148 v Nr. 1852 B 68, 93 v Nr. 2229 B 67, 110 va Nr. 2235 B 67, 146 ra Nr. 2399 B91, 137 rb Nr. 2400 B91,143 ra Nr. 2401 B91, l ra CPPM Bd. l,Nr. 154 B 12, 159 Bd. 1, Nr. 155 B 12, 227 Bd. 1, Nr. 186 B 75, 42 r Bd. 1, Nr. 490 B 12,227 Bd. 1, Nr. 556 B 12,227 Bd. 1, Nr. 603 B 12, 157 Bd. 1, Nr. 758 B 12, 226 Bd. 1, Nr. 765 B 25, 161 r Bd. 1, Nr. 806 B 12, 169 ra Bd. 1, Nr. 841 B 12, 163 ra Bd. 1, Nr. 846 B 12, 160 vb Bd. 1, Nr. 850 B75,40 r Bd. 1, Nr. 858 B 12, 161 vb Bd. 1, Nr. 882 a B 12, 160 rb Bd. 1, Nr. 973 B99,40 ra Bd. l,Nr. 1000 B 73, 183 ra Bd. l,Nr. 1027 B75,41 r Bd. l,Nr. 1028 B 75, 42 r vb Bd. l,Nr. 1079 B 12, 158 va ;B75,42 v Bd. l,Nr. 1110 B 12, 118 vb Bd. l,Nr. 1123 B76, 138 r Bd. l,Nr. 1181 B76, 138 r Bd. l,Nr. 1185 B 84, 40 rb Bd. l,Nr. 1199 B 12, 117 vb Bd. l,Nr. 1200 B 12, 164 ra Bd. 1, Nr. 1201 B 12, 163 vb Bd. l,Nr. 1203 B 12,118 va Bd. l,Nr. 1341 B 12, 227 va Bd. 1, Nr. 2168 B 12, 159 va Bd. 1, Nr. 2461 B73, 183 ra Bd. 1, Nr. 2643 B19,88 ra Bd. 1, Nr. 4003 B 75,42 r Bd. 1, Nr. 4046 B 80, 153 r Bd. 1, Nr. 4210 B 12, 158 va Bd. 1, Nr. 4392 B 12, 159 va Bd. 1, Nr. 4413 B 12, 163 ra Bd. 1, Nr. 4629-4640 B 67, l ra Bd. 1, Nr. 5490 B 99, 40 ra Bd. 1, Nr. 5948 B 99, 40 ra Bd. 1, Nr. 6074 B 80, 153 r Bd. 1, Nr. 6346 B 12, 161 vb Bd. 2, Nr. 35 B 12, 164 rb Bd. 2, Nr. 145(18) B 68, 45 r Bd. 2, Nr. 145(19) B 68, 53 r Bd. 2, Nr. 151 B 12, 171 ra Bd. 2, Nr. 153 B 12, 192 va Bd. 2, Nr. 156 B22, 155 ra ;B24, 12 V ;B 93, 191 r Bd. 2, Nr. 157 B 12, 185™ Bd. 2, Nr. 168 B73, 186 va Bd. 2, Nr. 172 B 12, 164 rb Bd. 2, Nr. 174 B 12, 181 ra Bd. 2, Nr. 208 B 19, 151 va Bd. 2, Nr. 550 B 99, 254 va Bd. 2, Nr. 551 B99,271 ra Bd. 2, Nr. 710 B 12, 185 va Bd. 2, Nr. 766 B 12, 181 ra Bd. 2, Nr. 863 B 12, 164 rb Bd. 2, Nr. 924 B22, 155 ra ;B24, 12 V ;B 93, 191 r Bd. 2, Nr. 1085 B 12, 181 ra Bd. 2, Nr. 1415 B 12, 185 va Bd. 2, Nr. 1749 B 3, 304 v Bd. 2, Nr. 2011 B19, l ra ;B22,2 ra Bd. 2, Nr. 2012 B5,325 r ;B20, 136 ra (vgl. B 73, 104 vb );B22,91 rb Bd. 2, Nr. 2187 B3, P Bd. 2, Nr. 2289 l r B8,22 r ;B80, l r ;B81, 324 Register der Repertorien Bd. 2, Nr. 2290 B 3, 134 r Bd. 2, Nr. 2343 B 16, 173 rb ; B 20, 130 vb (vgl. B73, 153 rb );B22, 88 rb Bd. 2, Nr. 2349 B 90, 120 ra Bd. 2, Nr. 2349a,c,d B 90, 120 ra Bd. 2, Nr. 2366 B 90, 103 ra Bd. 2, Nr. 2656-2656a B 49, 84 va Bd. 2, Nr. 3008 B 12, 192 va Bd. 2, Nr. 3070 B 24, 19 r Bd. 2, Nr. 3072a B 24, 19 r Bd. 2, Nr. 3074 B 24, 33 r ; B 64, 122 v Bd. 2, Nr. 3078 B84,41 vb Bd. 2, Nr. 3080 B 12, 118 vb Bd. 2, Nr. 3229 B 99, 256 vb Bd. 2, Nr. 3483 B 49, 110 ra Nr. 412 B 90, 120 ra Nr. 473 B 90, 103 ra Nr. 521 B22, 155 ra Nr. 570 B 50, 127 vb Nr. 903 B 68, zu 3 r -93 r Nr. 990 B3, 1 V ;B11, l ra ;B49, 107 rb RH Nr. 1005 B 18,224 n Nr. 5868 B67,Fr. Nr. 12000 B 26, 65 v Nr. 33358 B 5, 29 v Kaeppeli Nr. 146 B 5, 354 r Nr. 1282 B93, l r Nr. 1625 B92, r Nr. 2021 B70, 192 v Nr. 2066 B 95, 305 ra Nr. 2154 B53, 176 r Nr. 2256 B 75, 48 ra Nr. 2370 B93, 151 r Nr. 2387 B 78, 100 r ; 130 v Nr. 2389 B 78, 123 r Nr. 3135 B91,149 ra Nr. 3184 B 24, 2 r Nr. 3289 B 24, 17 r Nr. 3775 B 83, 67 r Nr. 3987 B56, 124 r ;B85, 130' Lambert Nr. 0/14 B 75, 139 r Nr. 205 B90, 157 ra Nr. 211 B 89, 2 ra Nr. 213 B87,vorBl. 1;B88, 1 Nr. 215 B88,210 va Nr. 217 B 90, 2 ra Nr. 258 B89, 121 ra Nr. 260 B 89, 145 ra Nr. 261 B 50, 99 va Nr. 262 B 50, 110™ Nr. 263 B 50, 105 va Nr. 314 B 12, 164 rb Nr. 324 B 67, l ra Schaller/Könsgen Nr. 15933 B 67, 171 r Nr. 16856 B12,281 r Nr. 16936 B 16, 70 ra Sharpe Nr. 87 : B 3, 25 r ; B 8, 17' Nr. 364 B76, 121 r Nr. llic » B91, 149 ra Nr. 2056 i B27, 164 va Stegmüller KB Nr. 165 B25, l r Nr. 165,2 B25, l r Nr. 233 B 87, 210 rb Nr. 234 B12,316 va Nr. 492 B 87, vor Bl. 1 Nr. 494 B 87,46 va Nr. 551 B74, 150 r Nr. 669 B 87, 139 ra Nr. 674 B 87, 140 vb Nr. 677 B 87, 140 vb Nr. 685 B 87, 160 rb Nr. 700 B87, 178 ra Nr. 707 B87, 189 vb Nr. 715 B87, 195 va Nr. 728 B 87, 201 va Nr. 736 B 87, 206 ra Nr. 747 B87,210 vb Nr. 752 B87,214 va 325 Register der Repertorien rvb vb 230 VD ;B 15,2 ra ;B 17,2 VD ;B 18, 4 vb ;B20,4 vb ;B21,6 r \ 185 rb ;B 22, 125 ra ; B 69a, l r ; B 69b, 4 ra ; B 85, 8 ra , 62 va , 80 va - Kettenspuren B 11; B 14; B 18; B 29;B49;B50;B51;B92;B95 - Korrekturvermerk B 30a, 164 ra ; B 46, 83 V ;B 48,22l vb - Kustoden B 3; B 4; B 29; B 39 (I, II);B43;B50;B51(I);B79;B 87;B91 - Lagen- / Doppelblattzählung B 1; B 2; B 4; B 5 (I, III-IV); B 6; B 7; B 9; B 10; B 12 (I—III); B 14; B 15 (I-IV); B 16 (I-III); B 17; B 18; B 19 (I—II); B 20 (I-III); B 21; B 22; B 23 (I-III); B 25; B 28: B 30a (I—II); B 30b; B 32; B 33 (I); B 35 (I—II); B 36; B 37; B 38; B 40; B 41; B 42; B 44; B 46; B 47; B 48; B 49 (I-II); B 52; B 53 (I); B 54; B 55; B 56; B 58; B 59; B 60 (I-III); B 62; B 64 (I-IV); B 67; B 68; B 69a; B 70; B 71(1- II); B 73 (I-IV); B 74 (I-VI); B 75 (I); B 76; B 77; B 78; B 82; B 83 (I, III, IV); B 84 (II, III); B 85; B 86; B 87; B 88; B 89; B 90 - laufende Titel B 12 (I) - Legatierungsvermerk s. Buch- und Schriftwesen: Schenkungs- / Stiftungs- / Legatierungsvermerk - Merker s. Buch- und Schriftwesen: Blattweiser -Rasur B 80, 153 v - Register B 5, 343 r ; B 7, l va , 200 va ; B24, 180 rb ;B27,310 va ;B35,I r ; B 46, 5 ra ; B 48, 277 va ; B 64, 2 r - Reklamanten B 2; B 5 (I, III); B 11; B 12 (I-II); B 13; B 14; B 15 (I-II); B 20 (I-III); B 21; B 24 (IV); B 27; B 28; B 30a (I-II); B 30b; B 32; B 35 (I-II); B 36; B 37; B 38; B 39 (III); B 41; B 42; B46(II);B47;B50;B51(I);B 52; B 55; B 58; B 59; B 62; B 67 (V); B 68; B 69b; B 70; B 71 (I- II); B 73 (II); B 74 (I-II, V-VI); B 75 (II); B 76; B 77; B 82; B 83 (I, II, IV); B 84 (I, II); B 87; B 88; B 89; B 90 - als Schriftbänder B 83 (II) - Reparaturvermerk B 43, Vorderdeckel - Rubrikatorvermerk B 75, 127 r - Rubrikatorvorgaben B 2; B 22; B 50; B 76; B 77; B 83 (III); B 86; B88;B90;B91;B93;B94a;B 96; B 99 - Schenkungs- / Stiftungs- / Legatierungsvermerk B 4, 2 r ; B 24, 186 rb ;B27, 310 rb ;B98, Vorderspiegel - Schreibersprüche B 5, 39 r ; B 17, 129 vb , 171 rb ;B21,292 rb ;B51, 230 r ; B 60, 227 vb ; B 69a, 129 v ; B 69b, 135 ra ;B73, 168a r ;B83, 70 ra ; B 88, I r ; B 99, I r - Schreibübungen B 33, Falz Bl. I/II; B 40, Spiegel - Signaturen, alte B 32, Vorderdeckel; B 33, Vorderdeckel; B 46, Rücken; B 48, Vorderdeckel; B 52, Rücken; B 54; B 69a, 374 Personen-, Orts- und Sachregister Rücken; B 77, Vorderdeckel; B 81, Vorderdeckel; B 84, Vorderdeckel; B 86, Vorderdeckel; B 90, Vorderdeckel; B 91, Vorderdeckel - Stiftungsvermerk s. Buch- und Schriftwesen: Schenkungs- / Stiftungs- / Legatierungsvermerk - Titel, alte B 21, Vorderdeckel (16. Jh.); B 46; B 54 - Vorlagen - Druck als Vorlage einer Handschrift B 77 - Handschrift als Vorlage einer Handschrift B 2, 99 ra , 232 ra ; B 9;B 10; B 13, 19 v - Kopieren aus einem Druck B 23, 153 r - - Korrekturvorlage B 1, l r , 94 v ; B 10, 110 ra - Handschrift als Vorlage eines Druckes B 58, 4 r - Wasserschaden B 97 Burgundius de Pisa (Übersetzer) B 59, 2 ra Buschmann, Amt: Revelatio Henrici Buschmann defuncti B 93, 19l v Byrchardys (S) B 17 Caesarius Arelatensis - Expositio in apocalypsim B 9, 98 r - Sermones (einzelne) B 12, 158 va (46), 159 va (63), 169 ra (100);B 75, 42 v (46) Campegio, Lorenzo (Kardinal) B 66, 122 r Cantica monastica B 3, 272 r Caraccioli, Roberto: Sermones de laudibus sanctorum (Exz.) B 78, 125 r Cassianus, Johannes s. auch Flores Cassiani - Collationes B 51, 61 v ; B 52, l ra - De institutis coenobiorum B 51, l r ;B53, l r ;B55,3 v Cassiodorus, Flavius M. - Expositio Psalmorum (Exz.) B 55, 3 V - Historia ecclesiastica tripartita (Exz.) B2,271 rb - Institutiones (Exz.) B 55, 3 V Casus episcopales B 24, 180 rb Catharina v. et m. s. Hymni; Legendae Ps.-Cato s. Ps.-Marbodus Redonensis Citeaux B 76, Rückspiegel Claudius Taurinensis: Commentarius in Genesim (Exz.) B 3, l v Clivis, Jacobus (S) B 75 (I) Cluny s. Versus: de Cluniaco Coesfeld/Westfalen, Augustinerinnenkonvent (P) B 30b Comianus (?): Expositio evangelii secundum Marcum B 90, 103 ra Communio s. Sacramentum Eucharistiae (Communio) Computus - Computus ecclesiasticus B 49, 137 ra - De computo ecclesiastico B 5, 113 v Confessio s. Summa confessorum Conradus Engelberti de Brilon B 100, Vorderspiegel Conradus Hirsaugiensis (?): De fructibus camis et spiritus (Exz.) B 74,143 v Conradus de Saxonia: Speculum BMV B39,26 r Conradus de Waldhausen s. Waldhausen, Konrad von Consilium impiorum: De quattuor modis inter consilium impiorum B49, 141 A Contiled (?), Gomarus B 34, Vorderdeckel Contractus: Decisio de contractibus emptionis reddituum B 53, 255 v Corbie s. Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) 375 Personen-, Orts- und Sachregister -ab-Typ B3 Corpus: De anima et corpore B 84, 109 va Corpus Christi s. Legendae; Paschasius Radbertus Cyprianus, Thascius Caecilius s. auch Drucke: Inkunabeln - Ad Demetrianum B 99, 193 ra - Ad Donatum B 99, 189 va -193 ra - Ad Fortunatum (de exhortatione martyrii) B 99, 204 va -AdQuirinum B 99, 284 vb - De bono patientiae B 99, 215 rb - De catholicae ecclesiae unitate B 99, 233 va - De dominica oratione B 99, 247 va - De habitu virginum B 99, 225 ra -Delapsis B 99, 239 vb - De mortalitate B 99, 220 rb - De opere et eleemosynis B 99, 198 vb ,vb - De zelo et livore B 99, 21 V - Epistolae B 99, 230 ra , 274 va , 280 va 283 rb ,298 va - s. auch Cyprianus, Thascius Caecilius: Ad Demetrianum; Ad Donatum; Ad Fortunatum (de exhortatione martyrii); Ad Quirinum Ps.-Cyprianus, Thascius Caecilius - De montibus Sina et Sion B 99, 271 ra - De singularitate clericorum B 99, 256 vb - Quod idola dii non sint B 99, 254 va Ps.-Cyrillus Hierosolymitanus: Epistola ad Augustinum de miraculis Hieronymi B 68, 53 r Datierung der Handschriften - Datierte Handschriften --1336 B24(II) —1367/68 B84(I) - 1380 B24HV) - 1424 B 100 (2 ra -9 ra , 1 l ra -74 vb ) --1426 B30b — 1438 B 13 — 1439 B73(IV) --1446 B32 — 1456 B5(I) — 1459 B9 --1460 B 10 — 1461 B 5 (III); B 5 (IV) --1462/65 B93 — 1469 B53(I) — 1470 B95 — 1472 B 30a (II); B 75 (I) — 1473 B30a(I);B38 — 1475 B42 — 1477/78 B52 — 1480 B58 — 1482 B94a — 1483 B 15(1-111) --1485 B70 — 1493 B71(I) — 1495 B2 --1498-1500 B90 --1502 B 23(1-11) --1503 B48 — 1505 B60(II) — 1506 B59 --1507 B88;B99 -- 1508 B77(?);B96 — 1510/11 B91 — 1511 B21 — 1512/13 B89 — 1514 B 1 --1548 B 1 — falsche Datierungen B 5, 332 r ; B 14, 174 va (?) — Zeiträume — 9. Jh., 1. Drittel B4 — 9. Jh., 2.-3. Jz. B3 --9. Jh., 2.-3. Drittel B 79 --9. Jh., 3. Drittel B 81 — 10. Jh. B8 — 10. Jh., 1. Hälfte B80 — 12. Jh., 1. Viertel B 65 — 12. Jh., 2. Drittel B51 (II) — 12. Jh., 2. Hälfte B16;B17;B 18; B 19;B29 376 Personen-, Orts- und Sachregister -12. Jh., 3. Viertel B 25 (I); B 26; B 49 (I—II) -12. Jh., 4. Viertel B 25 (II); B 43; B 49 (III) ■ 13. Jh., 1. Viertel B 67 -13. Jh., 3. Viertel B31;B31, 227 -1302 oder wenig früher B 27 •14. Jh., 1. Viertel B 56; B 87 ■ 14. Jh., 2. Viertel B 34 ■ 14. Jh., 2. Drittel B 11; B 24(1, III) -14. Jh., 2. Hälfte B 92, l r -57 v , 108 r -151 v ■ 14. Jh., 3. Viertel B51 (I) ■ 14. Jh., 4. Viertel B 39 (I, II); B 50 15. Jh., Anfang B 83 (II) 15. Jh., 1. Hälfte B 92, 57 v -107 r , 151 v -181 v 15. Jh., 1. Drittel B 39 (III) •um 1410/15 B 74, Bl. 134-144 um 1415/20 B69b um 1415/40 B53(II) ■15. Jh., 2. Viertel B 5 (V); B 7; B 65; B 75 (II); B 83 (I, III) ■um 1430/35 B 20 •um 1435/40 B 73 (III) um 1445/55 B35;B41;B64 (V); B 73 (I—II) um 1445/60 B 61 15. Jh., Mitte (um 1450) B 100, 9 ra -10 vb ,75 ra -170 vb 15. Jh., 2. Hälfte B 36; B 44; B 87, l ra -5 vb , 273 ra -278 vb 15. Jh., 3. Viertel B 14 (?); B 74 (I, V); B 97 um 1450/55 B 5 (II); B 33; B 40; B 64 (I—III, V) um 1450/60 B 54; B 55; B 69a; B 83, Bl. 208-243, 245-256 um 1455/60 B 74 (IV) um 1455/65 B 68 um 1460/65 B 62; B 76; B 86; B 98 um 1460/70 B 46 (II); B 74 (VI); B 83 (IV) --um 1460/80 B 94b --um 1470 B 74(11-111) --um 1470/75 B 22; B 37 — um 1470/80 B 28 — 15. Jh., 4. Viertel B 75 (V) — um 1475 B2a — um 1475/80 B 47; B 82 — frühestens 1478 B 75 (III) — um 1480/85 B 60 (III) --gegen 1481 B 75 (IV) --um 1483 B15(IV) --um 1484/1500 B 12 — um 1485/90 B 6; B 84 (II, III) — um 1490/95 B 71 (II); B 85 — 15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel B 46 (I) — um 1500/05 B 23 (III) --kurznach 1500 B 78 --um 1505/10 B60(I) --gegen 1564 B 66 Datierung der Fragmente — Datierte Fragmente — 1431 B 9, Vorderspiegel; B 10, Falze — 1433 B 10, Falze — 1443 B 100, Vorderspiegel — Zeiträume — 9./10.Jh. B81, Einbandmakulatur — 10./11. Jh. B 52, Leimabdrucke — 11. Jh., 1. Hälfte B 95, Spiegel — 11. Jh., 2. Hälfte B 48, Spiegel — 11./12. Jh. B 2, Spiegel; B 94a, Leimabdrucke — 12. Jh. B 77, Leimabdruck, Ansetzfalz; B 78, ehem. Spiegel; B 89, Leimabdrucke; B 93, Ansetzfalz — - 12. Jh., 1. Hälfte B 90, ehem. Spiegel, Falze --12. Jh., 2. Hälfte B 7, Pergamentstreifen; B 61, Pergamentstreifen — 12. Jh., 4. Viertel B 25, Bl. 161 — 13. Jh., 1. Hälfte B 18, 377 Personen-, Orts- und Sachregister Rückspiegel; B 67, Bl. I, II; B 69b, Spiegel; B 76, Vorderspiegel; B 84, Spiegel — - 13. Jh., 2. Hälfte B 23, Bl. II --13. Jh., 4. Viertel B 23, Bl. I; B 44, Bl. I, II — 13. (?) /14. Jh. B2a, Pergamentfalze — 13.-15. Jh. B51,Makulatur — um 1300 B 91, Vorderspiegel, vor Bl. 1 -- 14. Jh. B 1, Ansetzfalz; B 13, ehem. Vorderspiegel (Ms. fragm. K 10: 002); B 22, Falze, Leimabdruck Rückdeckel; B 39, Leimabdruck (?); B 76, Blattweiser, Falze; B 83, Leimabdrucke; B 84, Rückdeckel; B 87, Falze; B 91, Leimabdruck; B 99, Spiegel; B 100, Falze — 14. Jh., 1. Hälfte B 32, Spiegel; B 62, Spiegel; B 73, Bl. I — 14. Jh., 2. Drittel B 15, Vorderspiegel; B 61, Rückspiegel — 14. Jh., 2. Hälfte B 15, Rückspiegel; B 22, Leimabdruck Vorderdeckel, Falz Bl. 194/195; B 40, Spiegel; B 50, Spiegel; B 51, Spiegel; B 53, Vorderspiegel, Bl. I; B 96, Spiegel — 14. Jh., 3. Viertel B21, Vorderspiegel — - 1356/60 B 9, Rückspiegel — 14. Jh., 4. Viertel B 50, Fragment im Rückdeckel -- 14. Jh., 4. Viertel oder 15. Jh., 1. Viertel B 20, Falze; B 46, Spiegel, Bl. 194 — 14./15. Jh. B 9, Falze; B 22, Leimabdrucke Rückdeckel; B 51, Makulatur; B 82, Spiegel — 15. Jh. B 3, ehem. Einband (Ms. fragm. M 002); B 8, ehem. Einband (Ms. fragm. M 009); B 22, Falze; B 30b, Falz; B 39, Falze; B 79, ehem. Einband (Ms. fragm. M 014); B 80, Einband; B 86, Falze; B 89, Leimabdruck; B 91, Leimabdruck; B 94b, Rückspiegel, Falze --15. Jh., 1. Hälfte B 76, Rückspiegel; B 86, Vorderspiegel, Falze - - 15. Jh., 2. Drittel B 54, Spiegel - 15. Jh., 2. Hälfte B 84, Bl. 186 - 15. Jh., 3. Viertel B 39, zwischen Bl. 123/124 --um 1480 B 2a, Spiegel --16. Jh., 1. Viertel B21,B1. 1-2 --18. Jh. B 56, Spiegel David Martini B 9, Rückspiegel Dedicatio ecclesiae s. auch Sermones; Theodoricus Bollick - 22. Dez. 1410 (Valkenburg [NL], Spital) B44,I r Dekalog-Erklärungen s. auch Henricus de Frimaria - De decem praeceptis B 5, 251 Y Deutsche und niederdeutsche Texte s. auch Allerheiligenhomilie (altsächsisch); Bauanleitung (Holzkonstrukt); Bernardus Claraevallensis; Bijbelvertaler van 1360; Gregorius I. papa; Heberollen, Essener; Iordanus de Quedlinburgo; Ps.-Richardus de Sancto Victore; Schreibsprache der dt. Texte; Sermones; Urkunden - Glossen/Interpretamente/Überset- zungen B 78, 78 r ; B 83, 193 ra ; B 98, 168 r - zu Gregor-Homilien (altsächsisch) B 80, l r Deventer B 13 - St. Lebuinus, Kapitel, Propstei B 13 - Stadtkämmerei B 13 Dialogus inter crucifixum et peccatorem B 12, 31 l ra 378 Personen-, Orts- und Sachregister Didymus Caecus B 89, 145 ra - De spiritu sancto (versio Latina Hieronymi) B 89, 121 ra Dies dominica: De die dominica B 39, 96 v Dilectio: De dilectione B 9, 2 r Diogenes Laertius B 12, 315 va Diogenes Sinopensis: Epigrammata de secta et moribus Diogenis Sinopensis B 12, 315 va Dionysius Carthusianus: Contra simoniam (Exz.) B 60, 211 ra Dionysius exiguus s. Pachomius abb., s. Disputatio cuiusdam iusti cum Deo B 34, 85 vb Disputatio divitis et pauperis B 12, 317 va Doctrina cordis s. Hugo de Sancto Caro Doesburg B 2a, Spiegel Dominikaner s. Aldobrandinus de Cavalcantibus; Alfonsus Bonihominis; Antonius Azaro de Parma; Gerardus de Fracheto; Guilelmus de Malliaco; Hugo de Sancto Caro; Humbertus de Romanis; Jacobus de Susato; Jacobus de Voragine; Nicolaus de Byarto; Paulus de Hungaria; Petrus de Palude; Vincentius Bellovacensis Dominikaner (?) s. Ps.-Albertus Magnus Dominikanerinnen s. Paradiese Domus lapideae s. Beyenburg, Kreuzherrenkonvent Dormientes Septem mm., ss.: Gesta sanctorum Septem dormientium B 67, 83 ra Drucke s. auch Buch- und Schriftwesen; Inkunabeln und Drucke, Düsseldorfer, zitierte - Inkunabeln - Ps.-Albertus Magnus: Mariale (GW 678) B 2a, Bl. 1-164 vb — Ps.-Anselmus Cantuariensis: Dialogus de passione Christi (Hain 1140) B 78, Bl. 35-38 — Ps.-Bernardus Claraevallensis: De planctu BMV (Hain 2909) B 78, Bl. 53-57 — Cyprianus, Thascius Caecilius: Opera (GW 7887) s. B 99, 188 — De accentibus syllabarum (GW 136) B84,B1. 153-185 — Gerardus Eltensis: Utrum liceat pueros ante pubertatis annos ad religionis ingressum inducere (GW 10672) B 84, Bl. 110-121 — Gerson, Johannes: Opera omnia (GW 10716 u.a.) s. B 77, l ra — Hieronymus, Sophronius Eusebius: Narratio de monacho Malcho (Copinger 2976) B 84, Bl. 145-152 — Hugo de Prato Florido: Sermones dominicales super evangelia et epistolas (Hain 9002; Fragment) B85,B1. 131 — Iordanus de Quedlinburgo: Opus postillarum (Hain 9438) s. B 94a, 2 vb — Nicodemus-Evangelium (Hain/Copinger 11750) B 78, B. 39-51 — Postinkunabeln — Gerson, Johannes: Quarta pars operum prius non impressa (Straßburg 1502) s. B 77, l ra Dülken (bei Mönchengladbach) B 95 Düsseldorf — Jesuitenkolleg (P) B 5 — Kreuzherrenkonvent (P) B 1; B 2; B 2a; B 5 (?); B 6; B 9; B 10; B 12;B15;B21;B22;B23;B24; B33;B40;B41;B48;B54;B 55 (?); B 59; B 60; B 62; B 64; B 68;B71;B73(?);B76;B77;B 84;B86;B88;B89;B90;B91; B 93; B 96; B 99; B 100 379 Personen-, Orts- und Sachregister - Emblem B l,382 vb - Prior (Alard von Waldniel) B 2a, Spiegel - s. auch Einbände, bemerkenswerte; Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) - Staatsarchiv (P) B 75 - Stadtwappen B 1, 382 vb - Stift St. Marien (P) B 11; B 35 Dulken (Toput), Johannes (S) B 95 (B) Eigenapostel B 42 Einbände, bemerkenswerte - Einband des 9.-11. Jh. B 81 - gotische Einbände mit Einzel- und Rollenstempeln B 2; B 2a; B 6; B7;B9;B 13; B 14; B 15;B21; B 23; B 27; B 29; B 30b; B 33; B 34;B37;B38;B40;B41;B 42; B 44; B 47; B 48; B 50; B 51;B52;B53;B54;B56;B 58;B59;B60;B61;B64;B 68; B 69a; B 69b; B 70; B 74; B 75; B 77; B 84; B 85; B 86; B 88;B89;B90;B91;B92;B 93; B 94a; B 94b; B 95; B 96; B 98; B 99 - - Ketteneinbände B 11; B 14; B 18;B29;B49;B50;B51;B 92; B 95 - Werkstätten ------Altenberg, Zisterzienserabtei B50;B51;B92 ------Deventer(?) B 13 ------„Calcar II" (Kaikar) B 94a ------Düsseldorf B 93 ---------Kreuzherrenkonvent B 2; B 2a;B6;B9;B 10(?);B 15; B21;B22;B23;B24;B 33;B40;B41;B48;B54; B 59; B 60; B 64; B 68; B 69a (?); B 73 (?); B 76 (?); B 77; B 84; B 86; B 88; B 89; B90;B91;B96;B99 ---------„Vogelbordüre" s. B 93 ------Marienfrede, Kreuzherrenkonvent B 7 (?); B 39 (?); B 47; B 52; B 53; B 58 (?); B 69b (?); B 70; B 74; B 75; B 82 (?); B 83 (?); B 85; B94b ------Münster, Fraterhaus B 30b ------„Zu Warendorf Schachbrett a" s. B93 — Einbände im Renaissancestil — Werkstatt der Zisterzienserabtei Altenberg (?) B 34; B 43 — Werkstatt Köln (?) B 1 — - Werkstatt Rheinland (?) B 66 — Werkstatt „SVS" B31 — Moderne Werkstätten — Düsseldorf (nach 1819/20) B 3; B 8; B 79; B 80 — Datierungen — 9.-11. Jh. B81 — 12. Jh., 2. Hälfte B 29 — 14. Jh. (?) B 18 — 14. Jh., 2. Hälfte oder 15. Jh., Anfang B 56 — 15. Jh. B11;B14;B20 — 15. Jh., Mitte B 39 --15. Jh., 2. Hälfte B 2a; B 5; B 7; B32;B40;B41;B54;B61;B 64; B 68; B 69a; B 69b; B 73; B 74; B 76; B 83; B 86; B 93; B 98;B 100 — nach 1459 B9 --nach 1460 B 10 --um 1470/80 B 13 — - 15. Jh., 2. Hälfte oder 16. Jh. B 35 — 15. Jh., 3. Drittel B 53; B 62; B 95 — 15. Jh., 4. Viertel B15;B22;B 30a;B47;B50;B51;B52;B 58; B 70; B 75; B 82; B 84; B 85; B 92; B 94a; B 94b — 15. Jh., 4. Viertel oder 16. Jh., 1. Viertel B24;B33;B42 — 15. Jh., Ende oder 16. Jh., 1. Viertel B6 380 Personen-, Orts- und Sachregister --nach 1495 B2 --gegen 1500 B 90 --16. Jh. B34;B43 — 16. Jh., Anfang B 77; B 88; B 89;B91;B96;B99 — 16. Jh., 1. Viertel B21;B23;B 48; B 59; B 60 — 16. Jh., 1. Hälfte B 27 — 16. Jh., 2. Hälfte B 37; B 38 — 1550/60 B 1 — 1564 B66 — 1607 B31 — 17./18. Jh. B36 --18. Jh. (?) B55 — 18. Jh., 2. Hälfte oder 19. Jh., 1. Viertel B 65 — 19. Jh. B 17;B19;B25;B87 --nach 1819/20 B3;B4;B8;B 79; B 80 Elisabeth de Strabach (S) B 44 Engelberti, Conradus s. B 100, Vorderspiegel Ephraem Latinus s. B 3, 290 r Ephraem Syrus — Sermo asceticus (Versio Latina) (Exz.) B3,290 r -SermonesVII B 65, V Epictetus s. Vita: Epicteti et Astionis Epitaphia — Epitaphium s. Bernardi abb. B 26, 82 r — Epitaphium s. Eugenii papae IV. B 26, 82 r Erasmus, Desiderius: Paraphrases in epistolas Pauli ad Romanos, Galatas et Ephesios B 66, 5 V Erfurt B 51, Spiegel Essen -Brauamt s. B 80, 153 v -Heberollen B 80, 152 v , 153 v — Kanonissenstift (fürstliches, freiweltliches Damenstift) (P) B 3; B 4; B 8; B 36; B 79; B 80 — Brief Essener Kanonisse B 3, 305 v - Bücherverzeichnis B 4, I v - Namenseinträge Essener Kanonissen B 3; B 4, 92 r (?) - s. auch Adalu; Feihin; Provenienz I (Schriftheimat; Enstehungsort) Eucharistia s. Sacramentum Eucharistiae (Communio) Eucherius Lugdunensis: Formulae spiritualis intelligentiae B 49, 53 ra Eugenius IV. papa s. Epitaphia Euphrosyna v. s. Vita: Euphrosynae Eusebius Caesariensis s. auch Hieronymus, Sophronius Eusebius - De praeparatione evangelica (versio Latina Georgii Trapezuntii) B 89, 148 ra - Historia ecclesiastica s. B 89, 144 vb , I45 ra - s. auch Rufinus Aquileiensis Ps.-Eusebius Caesariensis: Epistola ad Damasum episcopum et Theodosium senatorem de morte Hieronymi B 68, 3 r Ps.-Eusebius Gallicanus: Sermones 12A-23 B67, l ra Eustachius, Theodosia es. mm., ss. s. Vita: Eustachii, Theodosiae uxoris et filiorum eorum Evagrius Antiochenus s. B 50, 56 vb Evangelistarium (Fragment) (?) B 23, Bl. II Exempla s. auch Herolt, Johannes; Legendae; Miracula; Passio; Vita -einzelne B 32, 200 r - Exempla et miracula de passione domini B 78, 123 r - Exemplum de quodam agonizante B 78, 133 v - Exemplum de quodam senatore Romano B 49, 135 va Expositio psalterii iuxta LXX et Canticorum utriusque testamenti B91,l ra Exsultet s. Benedictio cerei 381 Personen-, Orts- und Sachregister Feihin, Essener Kanonisse B 3, 305 v Flach, Martin, Straßburger Drucker B 77, r Flores auctorum B 69a, V; B 69b, 4 ra Flores Cassiani B 56, 124 r Florigerus sive Liber florum Augustini B 24, 27 r ; B 27, 149 va Fragmente (Einbandmakulatur) s. auch Antiphonarium; Augustinus, Aurelius; Benedictio cerei; Ps.-Bernardus Claraevallensis; Biblia sacra; Breviarium; Buch- und Schriftwesen: Schreibübungen; Datierung der Fragmente; Drucke; Evangelistarium (?); Graduale; Grammatica Latina; Improperien mit Trishagion; Johannes de Colonia sive de Francfordia; Juristische Texte; Iustinianus; Lectionarium; Liturgische Texte; Marbodus Redonensis; Martyrologium; Missale (plenum); Moraltheologische Texte; Notariatsinstrument; Petrus Hispanus; Petrus Lombardus; Psalterium; Sermones; Talmud, babylonischer; Testament; Theologische Texte; Urkunden; Usuardus Sangermanensis; Vita - Nicht bestimmt (lat.): 11./12. Jh.: B 88, Leimabdrucke; B 94a, Leimabdrucke • 12. Jh.: B 77, Leimabdruck • 14. Jh.: B 22, Falze, Leimabdruck Rückdeckel; B 39, Leimabdruck (?); B 76, Blattweiser; B 91, Leimabdruck • 14. Jh., 2. Hälfte: B 22, Leimabdruck Vorderdeckel • 14./15.Jh.:B9,Falze;B43, Ansetzfalze ■ 15. Jh.: B 22, Falze; B 89, Leimabdruck Franciscus Assisias s. auch Actus beati Francisci et sociorum eius; Legendae; Vita: Francisci - Admonitiones B 85, 123 va - Epistolae --adclericos B 85, 129 rb - adfideles B 85, 125 va - toti ordini missa B 85, 127™ - Legendae et opuscula B 85, 8 ra - Salutatio virtutum B 85, 129 va Franciscus Cardinalis Florentinus B 53,255 v Franco de Meschede: Altercatio de utroque Johanne Bapitista et evangelista B 5, 29 v Franziskaner s. Ps.-Bonaventura Sanctus; Franciscus Assisias; Johannes Blomendal; Johannes Contractus; Johannes Courcelli; Johannes de Rupescissa; Nicolaus de Aquaevilla; Speculum perfectionis Status fratris minoris; Westfalen: Franziskaner Ps.-Fredoli, Berengarius s. B 24, 2 r Froben, Johannes (1460-1527; Drucker) B 66, 5 V Fulgentius, Claudius G.: Sermo 3 B 73, 181 rb Gallus de Aula Regia: Malogranatum B83, 120 ra (Lib. 1) Gebeno Eberbacensis: Speculum futurorum temporum B 74, 168 r Gebuinus Trecensis (?): Gemmae crucifixi B 15,283 ra Geheimschrift s. Buch- und Schriftwesen Geidgen/Luxemburg s. Goedinghen Gennadius Massiliensis - De viris illustribus (Exz.) B 51, 230 r ; B 55, 3 r - Liber sive diffinitio ecclesiasticorum dogmatum B 12, 181 ra Geographia: Nomina geographica B 26, 129 v - s. auch Jerusalem; Instructiones in 382 Personen-, Orts- und Sachregister jvb terram sanctam peregrinantibus Georgenbusch s. St. Joris (Georgenbusch), Zisterzienserinnenkloster Georgius Trapezuntius, translator Eusebii Caesariensis B 89, 148 ri Gerardus de Cappella (S) B 5 (I) Gerardus Eltensis s. Drucke: Inkunabeln Gerardus de Fracheto: Vitae fratrum ordinis praedicatorum B 93, l ra Gerardus Messynck de Dingden (S) B 30a (I—II); B 52; B 53 (I) Gerson, Johannes B 53, 255 v - Acta et disputatio de schismate tollendo B 77, 60 ra - Adversus superstitionem in audiendo missam B 77, 88 v - Conclusiones octo de iure episcoporum B 77, 86 vb - Considerationes decem B 77, 290 ra - Considerationes duodecim quas habere potest homo B 77, 318 ra - Contra curiositatem studentem B 77, 62 vb - Contra Romantium de Rosa B 77, 302 rb - Contra temptationem blasphemiae B77, 318 vb - De causa finali B 77, 107 ra - De cognitione castitatis B 60, 227 vb ;B74, 16 r - De consolatione in mortem amicorum B 77, 272 ra - De cultu s. Joseph B 77, 83 va - De illuminatione cordis B 77, 88 ra - De ludo stultorum B 77, 306 vb - De modis significandi B 77, 110 rb - De modo vivendi omnium fidelium B 74, 66 v - De orationibus privatis fidelium B 77, 98 rb - De passionibus animae cum enumeratione peccatorum B 74, 50 r ; B 77, 56 va vb De praeparatione ad missam B 74, 2 r ; B 76, 146 r De quattuor virtutibus cardinalibus B 77, 52 rb De refrenatione linguae B 77, 309 rb De remediis contra pusillanimitatem B 64, 139 r De respectu coelestium siderum B 77, 71 vb De signis bonis et malis B 77, 94 De spirituali conceptione Iesu B 77,310 va Definitiones terminorum theologiae moralis B 77, 49 rb Dialogus cordis, conscientiae, rationis et quinque sensuum B 77, 320 ra Doctrina contra conscientiam B 77, 317 rb Epistola ad fratrem Nicolaum sive Forma absolutionis B 74, 69 r Epistolae (einzelne) B 77, 37 va u.ö. Explicatio sententiae 'Fiat voluntas tua' B77,275 ra Meditationes animae circa ascensionem domini B 77, 307 vb Modus quo certis ex causis Romam ire non valentes in anno iubilaeo ... B77, 309 ra Monotessaron (Exz.) B 78, 9 r Officium in festo s. Joseph B 77, 85 rb Opus tripartitum B 75, 2 r Oratio solemnis ex parte universitatis Parisiensis in praesentia regis Caroli sexti... B 77, 276 rb Propositiones coram rege Franciae pro pace et pro iustitia B 77, 291™ Protestatio super statum ecclesiae B 77, 104 va Quaerela defunctorum in igne 383 Personen-, Orts- und Sachregister purgatorio detentorum B 77, 314 rb - Quaestio de custodia linguae B 70,23T;B75,45 r - Quaestiones quattuor s. B 70, 231 r ;B75,45 r - Regulae mandatorum B 74, 25 r - Rememoratio agendorum durante subtractione B 77, 40 vb - Sermones de tempore, de sanctis et devariis B 77, l ra , 116 ra u.ö. - Speculum bonae vitae B 77, 31 l va - Super esu carnium B 77, 88 va - s. auch Drucke; Praeparatio Johannis Gerson ad mortem...; Wimpfeling, Jakob Ps.-Gerson, Johannes - Admonitio moralis pro sanctimonialibus, cum 15 perfectionibus B 77, 315 rb - 'Advertendum est' (Zusatz) B 77, 58 vb - Epistola ad Petrum de Alliaco B 77, 39 vb - Sex magistri de tribulatione loquentes B77,316 vb Gilbertus Crispinus: Disputatio Iudaei et Christiani B 76, 12 l r Gilbertus Foliotus: Epistola 287 B 32, 178 v Glossa ordinaria - in Apc 21,19 B5,251 r - in prophetas minores B 5, 213 r Gobelinus de Drinhusen B 9, Rückspiegel Godefridus Altissiodorensis - Declamationes de colloquio Simonis cum Iesu B 25, 60 r - Vita prima s. Bernardi abbatis B 26, 67 r (Exz.); B 43, 2 r ; B 44, l ra Godefridus Babio (?): Sermo de poenitentia B 12, 226 vb Godefridus Heriliacensis: Expositio orationis dominicae B 76, l r Goedange/Luxemburg s. Goedinghen Goedinghen (Goedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg ?) s. Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Gotfridus de Meschede B 100, Vorderspiegel Gotschalcus de Moers (S) B 76 (A) Graduale (Fragmente) B 56, Spiegel; B 78, ehem. Spiegel Grammatica Latina B 49, 155 ra -Fragmente B 51, Makulatur; B 61, Rückspiegel - s. auch Marbodus Redonensis; Vocabularius Gratianus Augustus (Imperium Romanum, Imperator): Epistula adAmbrosium B 2, 209 vb Gregorius I. papa s. B 81, Einbandmakulatur - Homiliae in evangelia B 8, 22 r (Lib. 1); B 73, 172 ra (Hom. 8); B 80, l r ;B81,l r - mittelniederdeutsch B 82, l ra - In Cantica canticorum B 3, 134 r - Registrum epistolarum B 79, l r - Epistola ad Secundinum, episcopum Taurominitanum B 8,22 r - s. auch Buchschmuck; Ikonographie; Johannes Diaconus Ps.-Gregorius I. papa: Sententiae B 74, 143 r Gregorius XI. papa s. B 39, 21 ra Grimani, Domenico (Kardinal) B 66, 6 r Groote, Geert - De cura pastorali non acceptanda (= Epistola 73) B83,61 r - Epistolae - Epistola (70) ad fratrem infirmum (Exz.) B83, 56 v - Epistola 73 B 83, 61 r - Sermo 'Recedite' B 83, l r Gudila v., s. s. auch Vita: Gudilae 384 Personen-, Orts- und Sachregister - Hymnus de sancta Gudila v. B 46, 4 vb - Oratio ad sanctam Gudilam v. B 46, 4 va - Sequentiae de sancta Gudila v. B 46, 4 va Guerricus Igniacensis: Sermones (einzelne) B31,30 ra , 116 ra ;B 34, 122 ra ; B 35, 26 r ; B 36, 38 r , 85 r ; B 40, 38 vb , 70 vb Guigo Carthusianus B 34, 74 ra Guilelmus Durantis s. auch Hermannus Galigaen - Rationale divinorum officiorum (Exz.) B5, 11 l r Guilelmus de Malliaco: Sermones (einzelne) B 47, 57 va , 69 vb u.ö. Guilelmus Peraldus: De eruditione religiosorum B 92, l r Guilelmus de Sancto Theodorico - De contemplando Deo (Prooemium) B 34, 85 va - Vita prima s. Bernardi abbatis B 43, 2 r ; B 44, l ra Guilelmus Tornacensis: Flores Bernardi B 27, l ra ; B 96, 96 ra (Lib. 1-10) Haeresis, haeretici s. Albero sacerdos Merkensis; Pelagius Haereticus; Vigilius Thapsensis Hagiographische Texte s. Athanasius Alexandrinus; Bernardus Claraevallensis; Dormientes Septem mm., ss.; Exempla; Franciscus Assisias; Gerson, Johannes; Hieronymus, Sophronius Eusebius; Hymni; Jacobus de Voragine; Johannes de Brevicoxa; Legendae; Maria Magdalena, s.; Miracula; Passio; Verba seniorum; Versus; Vita; Vitas Patrum Haimo Altissiodorensis: Expositio in Apocalypsin B 86, 2 ra Handschriften, zitierte Basel ÜB B IV 20: B 27, 164 va • B IV 23: B 27, 149 va ■ B IV 28:B74, 134 v • BIX13, 116 r : B75, 32 v • BX8:B74,70 V Berlin SB Cod. Ham. 384, l r : B 97, l r • Cod. Ham. 385, 6 r : B 97, l r ■ Hdschr. 328: B 31 (Einband) • Ms. lat. fol. 737: B 31 (Einband) • Ms. lat. qu. 297: B 38 • Ms. theol. lat. fol. 36:B54, 137 rb • Ms. theol. lat. fol. 46: B 6, 240 va • Ms. theol. lat. fol. 139, 53 va -101 ra : B 1, 106 va • Ms. theol. lat. fol. 171: B58 • Ms. theol. lat. fol. 312: B33, 119 r • Ms. theol. lat. fol. 353: B 65, l r • Ms. theol. lat. fol. 355, 28 v : B 3, 290 r • Ms. theol. lat. fol. 699: B 25, 93 v • Ms. theol. lat. qu. 338: B 28, l r ; B 74, 104 r • Ms. theol. lat. qu. 369: B 24, 36 v Brüssel Bibl. Royale Ms 384: B 14 (Gesch.) Chalon-sur-Saöne BM Ms. 6: B 24, T ■ Cittä del Vaticano BAV Reg. lat. 285: B 34, 85 vb • Cod. Vat. lat. 4265, fol. 215 f.: B 39, 21 ra Darmstadt LuHB Hs 358: B 15, 283 ra • Hs 760: B 54, 137 rb • Hs 813, l ra : B 82, l ra • Hs 2273:B 7 • Dijon BM Ms. 114: B 87, 78 va Douai, BM Ms. 838: B 67, 214 rb Düsseldorf ULB (in vorliegendem Band nicht beschriebene Signaturen) A 6: B 4 (Einband; Gesch.) • A 14: B 4 (Gesch.) • A17:B 30b (Einband) • B 101b: B 76 (Wz.); B 82 (Einband); B 83 (Wz.); B 86 (Wz.) • B 102: B 29 (Gesch.) • B 103: B 90 (Gesch.) • B 104: B 52 (Wz.); B 76 (Wz.); B 82 (Wz.); B 83 (Wz.); B 86 385 Personen-, Orts- und Sachregister (Wz.) • B 107b: B 22 (Wz.); B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • B 112:B7 ■ B 113: B 8 (Einband) • B 117: B 29 (Gesch.) • B 118: B 29 (Gesch.) • B 119: B 52 (Wz.); B 82 (Wz.) • B 120: B 7; B 120, 102 r -122 v : B 93, 191 v • B 124: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • B 125: B 76 (Wz.); B 77 (Einband); B 86 (Wz.); B 91 (Einband) • B 126: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • B 129: B 7; B 61 ■ B 130: B 76, 83, 86, 94b (jeweils Wz.) • B 131: B 29 (Gesch.) • B 136: B 22 (Wz.); B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • B 138: B 77, 88 (Wz.); B 89 (Wz. u. Gesch.); B 90 (Gesch.); B 91 (Wz. u. Gesch.); B 96, 99 (Wz.) • B 141: B 2 (Gesch.) ■ B 143: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • B 153: B 52 (Gesch.) • B 160: B 90 (Gesch.) • B 173a: B 1 (Gesch.) • B 173b: B 1 (Gesch.) ■ B 177: B 1 (Gesch.) • B 179: B 1 (Gesch.) • B 188: B 77, 88, 89, 90,96,99 (jeweils Gesch.) • B 190: B 90 (Gesch.) • B 194: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • C 29: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • C 93: B 7; B 61 • C 103: B 30b (Einband) • D6:B 16 • F 5: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • F 6: B 1 (Einband; Gesch.) • F 10: B 1 (Gesch.) • F 14: B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • G 1:B 77, 88, 89, 90, 96, 99 (jeweils Gesch.) • G 2: B 2, 271 rb • K8:018:B 1 - Frankfurt/M. StUB Ms. Barth. 43: B5,362 r • Ms. Barth. 74, 291 r M22 va : B 91, l ra • Ms. Barth. 108:B5,39 r • Ms. Barth. 173: B 27, 149 va • Ms. Praed. 88: B 74, 74 r • Ms. Praed. 138: B 53, 255 v - Freiburg ÜB Hs. 456: B 24, 186 v - Fritzlar DomB Ms. 83, 67 rb : B 39, 19 ra - Hannover LB Ms I 188: B 26, l r - Innsbruck ÜB Cod. 24, 120 ra - 175 va :B76, l r • Cod. 109: B 5, 117 r • Cod. 180: B 64, 143 r , 149 r - Karlsruhe LB St. Peter perg. 18: B 64, 143 r - Kassel StuLB 2° Ms. theol. 152, 88 vb : B 39, 19 ra - Klosterneuburg StiftsB Hs. 209: B 49, 84 rb - Koblenz LHA Best. 701 Nr. 95: B 60, 222 ra • Best. 701 Nr. 138: B 74, 70 v ■ Best. 701 Nr. 146, 46 ra -110 va :B50, 127 vb ; B 54, 72 ra • Best. 701 Nr. 159: B 74, 134 v • Best. 701 Nr. 161, 61 r : B 39, 19 ra • Best. 701 Nr. 190: B67,29 ra • Best. 701 Nr. 306: B 60, 222 ra -Köln StA GBfol. 1: B 12, 317 va • GB 4° 20: B 40, 129 vb • GB4° 21:B65, l r • GB4°41:B49, 154 va • GB 4° 59: B 25, 96 v • GB 4° 72 I: B 100, Vorderspiegel • GB4°74:B15,283 ra • GB4° 147: B 5, 325 r , 332 r , 333 r • GB 4°164:B71,275 r • GB4°173: B71,146 v • GB4°195:B31, 46 va • GB4°208,92 r -189 v :B 10,110 r -204 va • GB4°218,85 r : B93,191 v • GB 4° 225, passim: B9,passim • GB 4° 234: B 69a, 2 r ■ GB 4° 249: B 54, 72 ra • GB8 o 56:B60,211 ra • GB 8° 144: B 74,132 v • W120:B60, 222 ra • W133:B12,311 ra • W 255: B 31,106 ra • W*13:B70, 234 v • W*59:B5(I) 386 Personen-, Orts- und Sachregister Krakau Bibl. Jagel. Cod. 727: B 23, 153 r Leipzig ÜB Ms 284: B 56, 124 r Lüneburg RatsB Ms. theol. fol. 84:B23, 153 r Lüttich ÜB Ms. 731: B 58 • Ms. 732:B 58 Luxemburg BN Ms. 32: B 25, 93 v München -SB Clm 5964: B 5, 250 v • Clm 22254: B 93, 163 r • Clm 27481:B 23, 153 r ■ Clm 28563, 78 va : B 39, 96 v • Clm 28646:B 70, 234 v -ÜB 2° Cod. Ms. 13, l r : B 97, l r Münster, Diözesanarchiv, Hs. 180: B30b Neapel BN XVI. A. 17, fol. 1- 154: B 91, l ra Neustift KlosterB Cod. 190, fol. 1-67: B 91, l ra Paris - Bibl. Ste. Genevieve Ms. 63: B 3, 101 r -BN Ms. lat.2134:B56, 124 r • Ms. lat. 10841: B 54, l ra • Ms. lat. 13373, 34 v -89 v : B 3, 25 r Rom s. Cittä del Vaticano St. Agatha/Cuijck, Kreuzherrenkonvent C 11: B 33, 119 r Soest StB Cod. 30: B 24, 186 v ■ Cod. 38, 74 r Stuttgart LB HB IV 11: B 49, l ra • HB VII 55: B 25, 93 v Tours BM Ms. 343: B 26, 83 r UppsalaUB C 28: B 5, 250 v • C 126: B 5, 325 r Utrecht, Catharijneconvent BMH 19: B 5, 39 r Valenciennes BM Ms. 516: B 67, 214 rb Vatikan s. Cittä del Vaticano Windsheim RatsB Hs. 1: B 49, 84 rb Xanten StiftsA H 1, fol. 85-89, 114f.:B75, 155 r , 160 r - Zürich, Zentralbibl. Rh. 68: B 25, 96 r Hartmann von Aue (?) B 13, 28 v Hasselt B 22, Falz Bl. 194/195 Hattingen s. B 10 Heberollen, Essener B 80, 152 v , 153 v Hebräische Texte s. Talmud, babylonischer Heidenricus Johannes de Sybergh, Notar (Köln) B 100, Vorderspiegel Heiliges Land s. Instructiones in terram sanctam peregrinantibus Heymerick, Arnold - Itinerarii Romani argumentum B 75, 160 r - Praenostica infallibilia B 75, 155 r Heisterbach, Zisterzienserkloster (P) B31 Heito: Visio Wettini B 49,130 ra Henno Vayntzembecker B 9, Vorderspiegel Henricus, Abt v. Altenberg B 27 Henricus de Broichusen s. Henricus de Werdenborch (de Broichusen) Henricus de Cossey B 5, 333 r Henricus de Düren B 53, 255 v Henricus Eycholz, Pfarrer an St. Maria Ablaß in Köln (P) B 24 Henricus de Frimaria: Super decem praecepta B 5, l r ; B 83, 70 ra Henricus de Gerresheim (S) B 23 (I—II); B 59; B 60 (II); B 89 (D); B90(C);B91 Henricus de Gry s. Henricus de Gerresheim Henricus Herpius - De novem gradibus ad vitam perfectam B 52, 243 ra -Eden s. B 52, 243 ra - Spieghel van Volcomenheit s. B 52, 243 ra - Theologia mystica (Exz.) B 70, 234 v (Collatio I) 387 Personen-, Orts- und Sachregister Henricus de Langenstein (sive Job Vener): De proprietate religiosorum B 85, l ra Henricus Letwick B 74, II r Henricus de Millingen s. Millingen, Henricus Henricus de Odenthal, Prior in Köln (und Marienfrede ?) B 39, zwischen Bl. 123/124 Henricus Russiensis (S) B 89 (C) Henricus de Segusio: Summa super titulis Decretalium (Exz.) B 5, 358 r Henricus Sticker de Burma B 53, 255 v Henricus de Werdenborch (de Broichusen) (S) B 10; B 15 (I, III); B 21; B 22 (Besitzvermerk l r ?); B 48; B 60 (I); B 77; B 88; B 89 (A); B 90 (D); B 96 (B); B 99 Hermannus de Bocholt (S) B 58 Hermannus Dwerg, Propst in Deventer B 13 Hermannus Duyrckoep de Colonia (S) B 2; B 71 (I—II) Hermannus Galigaen: Rationale divinorum officiorum Guilelmi Durantis abbreviatum (Collectorium) B 5, 39 r Herolt, Johannes - Promptuarium exemplorum B 78, 123 r - Sermones de tempore B 78, 100 r , 130 v (Exz.) Hervaeus Burgidolensis: Epistola de vita et operibus Hervaei Burgidolensis B 25, 135 r Hieronymus, Sophronius Eusebius s. B3, r -Exzerpte B 97, l n - Commentarii - - in Danielem B 19, 153 r (Exz.); B88,210 va - in Ecclesiasten B 90, 157 ra - in Epistolam ad Epheseos B 19, 153 r - inHieremiam B 89, 2 ra - in Hiezechielem B 88, l ra - - in Matthaeum B 90, 2 ra ------ s. auch B 50, 56 v - Continuatio librorum chronicorum Eusebii Caesariensis B 89, 144 vb - De oboedientia B 76, 138 r - De viris illustribus (Exz.) B 89, 145 ra - Epistolae (einzelne) B 75, 139 r (14) - Prologus in Hiezechielem (Fragment) B 87, vor Bl. 1 - Tractatus in Psalmos (Exz.) B 91, jra - Translatio Didymi Caeci De spiritu sancto B 89, 121 ra -Vita - s.Hilarionis B 50, 110 va - Malchi monachi captivi B 50, 105 va - - s. Pauli eremitae B 50, 99 va - s. auch Drucke: Inkunabeln; Ps.- Eusebius Caesariensis Ps.-Hieronymus, Sophronius Eusebius - Expositio evangelii secundum Marcum B 90, 103 ra - Expositio psalterii iuxta LXX et Canticorum utriusque testamenti s. B91, r - Quaestiones Hebraicae in I — II Regum et I — II Paralipomenon B 90, 120 ra Hildebertus Lavardinensis - Carmina minora (Exz.) B 26, 128 v (Carm. 45) - Liber de sacra Eucharistia (Exz.) B 26, 128 v - Sermo in die palmarum B 37, 113 vb Ps.-Hildebertus Lavardinensis: 388 Personen-, Orts- und Sachregister Sermo (69) in festo s. Mariae Magdalenae B 49, 52 rb Hilla Deyndorp B 53, Bl. II, Rückspiegel Hohelied-Kommentare s. Beda Venerabilis; Bernardus Claraevallensis; Biblia sacra; Gregorius I. papa; Ps.-Richardus de Sancto Victore; Sermones Homiliae s. Allerheiligenhomilie (altsächsisch); Augustinus, Aurelius; Beda Venerabilis; Gregorius I. papa; Homiliarium; Johannes Chrysostomus; Ps.- Maximus Taurinensis; Origenes; Paulus Diaconus; Sermones Homiliarium B 8 Honorius Augustodunensis - Cognitio vitae B 22, 155 ra ; B 24, 12 V ;B93, 19f (Exz.) - Elucidarius (Exz.) B 24, 36 v - Gemma animae B 73, l ra - Sermo in adventu domini s. B 22, 60 ra - Speculum ecclesiae (Exz.) B 22, 60 ra - Summa gloria de apostolico et augusto B 22, 59 ra (Exz.); B 73, 95 ra Hrabanus Maurus - Commentaria in libros Macchabaeorum B 16, 71 ra - Epistolae (einzelne) B 16, 71 ra (35), 71 va (19) Hugo de Folieto: De claustro animae (Exz.) B 67, 29 ra ; B 70, l r ;B71, r Hugo de Folieto (?): De constructione tabernaculi secundam litteram B 71, 146 v Hugo de Prato Florido s. Drucke: Inkunabeln Hugo de Sancto Caro: De doctrina cordis B 56, l r Hugo de Sancto Victore >vb - De beatae Mariae virginitate B 71, 215 r - De meditatione B 49, 92 rb ; B 71, 211 v - De sacramentis Christianae fidei (Exz.) B90,231 rb - De tribus diebus B 71, 245 r ; B 73, 156 ra - De verbo incarnato B 71, 228 v - Didascalion de studio legendi B 71, 152 r - Sermones et sententiae B 49, 93 v 98 vb , 116 ra - Soliloquium de arrha animae B 75, 142 ra Hugo de Sancto Victore (?) - Brevis comprehensio fidei catholicae et finis saeculi B 67, 204 va ;B71,295 v - De dignitate humanae naturae B 71, 281 v - De statu virtutum variabili B 71, 230 r - Epistola de praevaricatione Adae B71,265 v - Exhortatio ad virgines B 71, 275 r - Expositio in Regulam sancti Augustini B 70, 152 v - Sermones et sententiae B 49, 100 rb , 116 rb Ps.-Hugo de Sancto Victore s. B 19, 199 ra - Elucidationes variae in Scripturam moraliter (Exz.) B 25, 97 v Humbertus de Romanis s. B 93, l ra - Epistola de tribus votis substantialibus religiosorum B 70, 192 v Hymnarium B 3, 255 v Hymni s. auch Bernardus Claraevallensis; Gudila v., s. -einzelne B 15,289 va -DeBMV B53,254 v - De s. Catharina v. et m. B 53, 254 v 389 Personen-, Orts- und Sachregister Jacobus, Bruder (S) B 93 (B) Jacobus de Cessolis: Libellus de moribus hominum et de officiis nobilium super ludo scaccorum B 95, 305 ra Jacobus Cosfelt de Clivis s. B 75 Jacobus de Susato B 53, 255 v Jacobus de Voragine — Legenda aurea B 34, 217 va (Exz.); B 53, 176 r (Kurzfassung); B 78, 23 v , 134 v (Exz.) — Sermones (einzelne) B 47, 15 rb , 59 va , 60 rb u.ö.; B 78, 97 v Jean VII. Martigny, Abt von Citeaux (1405-1428) s. B76, Rückspiegel Jean VIII. Picart, Abt von Citeaux (1428-1440) s. B76, Rückspiegel Jean IX. Vion, Abt von Citeaux (1440-1458) s. B76, Rückspiegel Ieiunium: De ieiuniis quattuor temporum B 49, 84 rb Jerusalem s. auch Instructiones in terram sanctam peregrinantibus; Versus: de ornamentis filiarum Jerusalem — De ordinatione locorum quae sunt in Jerusalem B 26, 126 v Ps.-Ignatius Antiochenus: Epistolae IV mediaevales B 25, l r Ikonographie s. auch Buchschmuck — Gebäude B 51, Makulatur (Grundriß Sakralbau); B 81, 67 r — Personen bzw. menschliche Figuren, Kleidung, Körperteile — Augustinus als Bischof B 12, 47 rb — Autorenminiatur B 67, l r — Barlaam und Josaphat B 67, 41 v — Bernardus von Clairvaux B 38, jra — Bläser B 87, 188 vb — Eusebius 'Gallicanus' B 67, l r Geistlicher, betend B 48, 133 vb — Gewandteil (?) B81,67 r — hl. Gregor B 79, 138™ — - Hand/Zeigehand B 81, 67 r — Kopf/Gesicht B 13, 27 v , 52 v ; B 90, 232 vb ; B 93, Rückspiegel — Mann mit Fisch B 87, 244 ra — Maria mit dem Christkind B 38, 102 ra — Minerva mit der Sau B 1, 166 r --Siebenschläfer B 67, 83 r -Pflanzen B81,67 r (Akanthusblatt) — Szenen — - Darbringung Christi B 31, 51 ra — Geburt Christi B31,23 rb — Kreuzigung Christi durch die Tugenden B31,122 v — - Krönung Maria B 31, 170 rb — Verkündigung B 31, 94 vb — Tiere B 51 (II; Drachen, Hase); B 87, 179 rb (Vögel), 209 rb (Drache) Imbertus Hanon B 74, IT Improperien mit Trishagion B 48, Rückspiegel Indulgentiae ecclesiarum urbis Romae B39,21 ra Inkunabeln und Drucke, Düsseldorfer, zitierte M.Th.u.Sch.4, l.Expl.: B 1, l ra ■ M.Th.u.Sch.5: B 1 • M.Th.u.Sch.l2:B2a • M.Th.u.Sch.l03a:B77, l ra ■ M.Th.u.Sch.l24:B 1 • P.Eccl.l69:B 1 • Pr.Th.1.377: B85,B1. 131 Instructiones in terram sanctam peregrinantibus B 39, 22 vb Johannes, Abt von Citeaux (Jean VII. Martigny ?; Jean VIII. Picart ?; Jean IX. Vion ?) B 76, Rückspiegel Johannes Algrinus: Sermones de tempore B 84, 2 r Johannes Amelonck bzw. Amelinck s. Amelonck, Johannes Johannes Bau B 53, 255 v 390 Personen-, Orts- und Sachregister Johannes Beleth: Summa de officiis ecclesiasticis B 23, 2 r Johannes Blomendal: Fasciculus B 7, l ra Johannes de Brandenburg B 9, Rückspiegel Johannes de Brevicoxa: Sermo de s. Ludovico B77,44 rb Johannes de Castello: De fine religiosae perfectionis (Redactio brevior) B 2a, 165 ra ; B 52, 232 vb Johannes de Cervo B 53, 255 v Johannes Chrysostomus - Ad Demetrium de compunctione liberl B 58, 204 vb - Ad Stelechium de compunctione über II B58,214 vb - Ad Theodosium lapsum libri I — II B58,221 vb -Deregressu B 58, 250 rb - Homiliae in Epistolam Pauli ad Hebraeos B 60, l ra - Homiliae Septem de laudibus s. Pauli apostoli (versio Latina Aniani Celedensis) B 39, 98 r - Homiliae in Matthaeum B 59, 2 ra -InEutropium B 58, 247 vb - Quod nemo laeditur nisi a seipso B 58, 242 va - Sermo antequam iret in exsilium B 58, 249 va - Sermo post reditum a priore exsilio I B58,251 rb Ps.-Johannes Chrysostomus - Opus imperfectum in Matthaeum B 58,4 r - Sermo de Susanna et Joseph B 58, Johannes Contractus: Sermones vb. (einzelne) B 46, 37 VD ; B 47, 251 vb - Sermones in Job de patientia B 60, 140 ra Johannes de Colonia sive de Francfordia: Commentum in primam partem (?) doctrinalis Alexandri de Villa Dei (Fragmente) B 50, Spiegel; B 51, Spiegel 127 rb Johannes Courcelli: Directorium ad vitae perfectionem consequendam sive Tractatus directivus in mysticam theologiam B 70, 234 v Johannes Damascenus: Vita Barlaam etJoasaph B 62, 2 r ; B 67, 41 va Johannes Diaconus: Vita sancti Gregorii papae B 67, 171 ra Johannes de Dulken s. B 95 Johannes de Francfordia s. Johannes de Colonia sive de Francfordia Johannes de Fruttuaria s. Johannes Homo Dei (de Fruttuaria) Johannes Ganterus B 54, Spiegel Johannes Gebynch (S) B 13 Johannes Gerson s. Gerson, Johannes Johannes Gobi iunior: De spiritu Guidonis B 93, 15l r Johannes Homo Dei (de Fruttuaria): De ordine vitae et morum institutione B 37, 189 vb Johannes Lubberti B 13 Johann(es) von Neumarkt s. Johannes de Novo Foro Johannes de Novo Foro B 68, 53 r Johannes de Novo Lapide B 53, 255 v Johannes de Papia B 9, Rückspiegel Johannes Rode OSC (S) B 32 Johannes de Rupescissa: Vade mecum in tribulatione B 5, 359 v Johannes de Schonhavia: Epistola seeunda in Eemsteyn B 64, 85 r Johannes Sonman B 54, Spiegel Johannes Spull B 5, 358 r Johannes Stoir (P) B 74, 134-144 Johannes de Tambaco: De consolatione theologiae B 75, 48 ra Johannes Vischer B 30b Johannes de Vorborch B 53, 255 v 391 Personen-, Orts- und Sachregister Johannes Walle B 54, Spiegel Iordanus de Quedlinburgo s. auch Drucke: Inkunabeln - Meditationes de passione Christi B 83, 148 ra -Opus Dan B 94b, 2 ra - Opus postillarum (Postilla de evangeliis dominicalibus) s. B 94a, 2 vb - Sermones - - de tempore (dt.) B 94a, 2 vb - - de sanctis (Opus Dan) B 94b, 2 ra - einzelne B 46, 30 rb , 33 vb , 46 ra u.ö.; B 47, 2 rb , 16 rb , 38 rb u.ö. Iordanus de Traiecto (S) B 1 Ps.-Irenaeus Lugdunensis: Commentarius in Apocalypsin B 19, 88 ra Isidorus Hispalensis s. B 3, l v ; B 81, Einbandmakulatur - Allegoriae quaedam sacrae scripturae B 49, 77 va - De ortu et obitum patrum B 49, 84 va - Mysticorum expositiones sacramentorum seu quaestiones in vetus testamentum B 96, 2 ra - Sententiae B 38, 163 ra ; B 52, 245 va (Exz.) Isidorus Mercator: Collectio decretalium s. B 99, 110 va Iuliana v., s. s. Passio: Iulianae Iulianus, Basilissa et soc. mm., ss. s. Passio: Iuliani, Basilissae et soc. Iulianus Pomerius s. Pomerius, Iulianus Iulianus Toletanus: Prognosticum futuri saeculi B 12, 281 rb Juristische Texte s. auch Casus episcopales; Contractus; Divisio librorum legalium et iuris canonici; Henricus de Segusio; Isidorus Mercator; Notariatsinstrument; Petrus de Palude; Regimen conscientiae; Tilmannus de Roede; Urkunden - Corpus iuris canonici (Fragment) B 91, Vorderspiegel, vor Bl. 1 - Divisio librorum legalium et iuris canonici B 24, 186 v Iustinianus (Imperium Byzantinum, Imperator, I): Institutiones (Fragment) B 13, ehem. Vorderspiegel (Ms. fragm. K 10: 002) Kamp, Zisterzienserabtei (Abt) B 76, Rückspiegel Karfreitag s. auch Benedictio cerei; Pelbartus de Themeswar - Orationes sollemnes B 67, Bl. I, II - Sollemnis actio liturgica postmeridiana B 67, Bl. I, II Kartäuser s. Dionysius Carthusianus; Kempf, Nicolaus (?); Theodoricus Bollick Katharina Konnygs (Regis) (S) B 38; B 42 Katharina de Westhoven (S) B 38 Kempf, Nicolaus (?): Alphabetarium divini amoris B 74, 74 r Kentrop, Zisterzienserinnenkloster (P) B 14; B 28; B 37; B 38; B 42 - s. auch Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Kirchweihe s. Dedicatio ecclesiae Köln B 51, Spiegel; B 95; B 100, Vorderspiegel -Erzbischof B 100, Vorderspiegel - Franziskanerprovinz B 85 - Kirchen --St. Columba B 53, Bl. II, Rückspiegel - - St. Maria Ablaß (S. Mariae Indulgentiarum) s. Henricus Eycholz - St. Mauritius, Pfarrkirche B 76, Rückspiegel --St. Severin B 13; B 100, Vorderspiegel - Kreuzherren (-konvent) B 9; B 10; 392 Personen-, Orts- und Sachregister B 39, zwischen Bl. 123/124 - Offizial B 9, Vorderspiegel - Universität s. B 1; B 2; B 75 - s. auch Bruno III., Bf. v. Köln; Einbände, bemerkenswerte; Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Krefeld-Uerdingen s. B 2 Kreuzherren s. Albertus, Bruder; Amelonck, Johannes; Arnoldus Erley; Arnoldus Marie Pacis; Arnoldus de Vorschelen; Gerardus Messynck de Dingden; Gotschalcus de Moers; Henricus de Gerresheim; Henricus Russiensis; Henricus de Werdenborch (de Broichusen); Hermannus de Bocholt; Jacobus, Bruder; Johannes Rode OSC; Lambertus de Xanctis; Millingen, Henricus; Virus de Gladbach Kreuzherren (?) s. Arnoldus de Bercka; Gerardus de Cappella; Hermannus Duyrckoep de Colonia Kreuzherrenkonvente s. Beyenburg; Düsseldorf; Köln; Marienfrede Lacomblet, Theodor Joseph, Düsseldorfer Archivrat (1789— 1866) s. B3;B79;B80 Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus -Deiradei B 97, 168 v - De opificio dei B 97, 184 r -Divinae institutiones B 97, l v Lad a. d. Warthe (Polen), Zisterzienserkloster B 76, Rückspiegel Laelius Tifernas (Übersetzer) B 60, 140 ra Lambertus de Xanctis (S) B 15 (II); B30a(I);B58 Lapides pretiosi s. auch Glossa ordinaria: in Apc 21,19; Marbodus Redonensis; Versus: de coloribus lapidum - De lapidibus pretiosis B 5, 250 v Lectionarium (officii) (Fragmente) B 3, ehem. Einband (Ms. fragm. M 002); B 4, ehem. Einband (Ms. fragm. M 004); B 8, ehem. Einband (Ms. fragm. M 009); B 15, Rückspiegel (?); B 23, Bl. II (?); B 79, ehem. Einband (Ms. fragm. M 014); B 80, Einband Lektionenzählung B 3; B 50, Fragment im Rückdeckel; B 81; B87 Lectiones officii B 87 Legendae s. auch Actus beati Francisci et sociorum eius; Exempla; Franciscus Assisias; Jacobus de Voragine; Miracula; Speculum perfectionis Status fratris minoris; Vita - Legenda de conversione s. Catharinae B 39, 19 ra - Legenda de Corpore Christi B 73, 198 ra - Legenda trium sociorum s. Francisci B 85, 62 va Leo I. papa -Epistolae B 99, 110 va - Sermones B 73, 171 ra (Sermo 22); B 99, l ra Ps.-Leo I. papa: Sermo in natali s. Vincentii B 99, 40 ra Leo III. papa: Symbolum orthodoxae fidei B 15, 129 va Liber de compunctione cordis s. B 3, 290 r Libri s. Versus: de generibus librorum Linpach (?), Johannes (P) B 78 Liturgische Texte s. Ps.-Alcuinus, Flaccus; Antiphonarium; Benedictio cerei (Exsultet); Berno Augiensis; Bernoldus Constantiensis; Biblia sacra; Breviarium; Cantica monastica; 393 Personen-, Orts- und Sachregister Evangelistarium (?); Gerson, Johannes; Graduale; Guilelmus Durantis; Hermannus Galigaen; Homiliae; Homiliarium; Hymnarium; Hymni; Johannes Beleth; Lectionarium; Lectiones officii; Lektionenzählung; Martyrologium; Missa; Missale (plenum); Modus faciendi maledictionem dominicis diebus; Nicolaus de Plove; Offiziumslektionen; Oratio; Psalterium; Sequentiae; Sermones - Fragmente (nicht bestimmt) B 22, Leimabdrucke Rückdeckel; B 30b, Falz; B 87, Falz Bl. 5/6; B 89, Leimabdrucke Liudger ep. et cf. s. B 3 Lohe, Johann Jakob (Altenberger Abt 1686-1707) B43 Loppi (?), K. (?) Everhardus B 98, 2 ra Lucas de Bitonto s. B 78, 97 v Lucianus m., s. s. Passio: Luciani Ludolphus de Saxonia: Vita Iesu Christi (Pars II, cap. 1-57) B 61, r Lüttich B 54, Spiegel - Hl. Kreuz B 20, Falz Bl. 6/7 Mainz s. B 90, ehem. Spiegel und Falze Malachias ep., s. s. Bernardus Claraevallensis; Versus: de s. Malachia ep. Marbodus Redonensis - De lapidibus (Fragment) B 83, Leimabdrucke - De ornamentis verborum (Exz.) B 49, 156 va Ps.-Marbodus Redonensis: Carmen 45 (Proverbia philosophi Catonis) B 16, 70 ra Marcus, Bruder: Visio Tnugdali B 93, 163 r Maria mater Christi s. auch Anseimus Cantuariensis; Bernardus Claraevallensis; Conradus de Saxonia; Drucke: Inkunabeln; Hugo de Sancto Victore; Hymni; Ikonographie; Miracula; Ps.-Petrus Damiani; Sermones - De annuntiatione BMV B 39, 96 v Maria Aegyptiaca, s. s. Vita: Mariae Aegyptiacae (interprete Paulo diacono) Maria Leonora (geb. 1550), Tochter Wilhelms V. v. Kleve, Jülich u. Berg B 35, Vorderdeckel Maria Magdalena, s. s. auch Ps.- Hildebertus Lavardinensis; Miracula; Odo Cluniacensis; Ps.- Petrus Damiani; Vita: Mariae Magdalenae - Relatio de s. Maria Magdalena B 67, 213 rb - Translatio posterior s. Mariae Magdalenae B 49, 122 ra Marienfrede, Kreuzherrenkonvent (P) B7;B13;B30a;B39;B46;B 47;B52;B53;B58;B61;B 65; B 69b; B 70; B 74; B 75; B 82; B 83 (IV); B 85; B 94a; B 94b;B 98 - s. auch Einbände, bemerkenswerte; Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Mariengaard/Opheusden, Augustinerinnenkonvent s. Opheusden/Betuwe, Augustinerinnenkonvent Mariengaard Marina v., s. s. Vita: Marinae Marinus puer m., s. s. Passio: Marini pueri Martyrologium (Fragmente) B 52, Leimabdrucke; B 58, Leimabdrucke; B 93, Ansetzfalz - s. auch Usuardus Sangermanensis Matthaeus de Cracovia: De puritate 394 Personen-, Orts- und Sachregister conscientiae B 60, 198 ra ; B 70, 212 v Matthias de Liegnitz: Postilla super epistolas dominicales B 98, 2 ra Matthias Lincopiensis: Expositio in Apocalypsin B 5, 252 r Matthias dictus papa de Aquis (S) B 24 (IV) Maurus abb., s. s. Odo Glannafoliensis Ps.-Maximinus Taurinensis s. B 99, 40 ra -Homilial8 B 12, 117 rb Merken s. Albero sacerdos Merkensis Merlinus, Jacobus s. B 99, 110 va Millingen, Henricus (Henricus de Millingen) (S) B 90 (B) Miracula s. auch Exempla; Legendae; Passio; Vita - Miracula de BMV B 49, 133 va - Miracula Hieronymi s. Ps.- Cyrillus Hierosolymitanus - Miracula s. Mariae Magdalenae B 49, 123 vb - Miraculum de quodam milite B 85, 129 vb - Miracula et exempla de passione domini B 78, 123 r - Miracula de puella et diabolo B 83, 258 ra - Miracula sub tempore terraemotus B 83, 275 ra - Miraculum de Udone B 83, 271 ra Missa s. auch Berno Augiensis; Gerson, Johannes; Missale (plenum) - De celebratione missae post illusionem nocturnam B 74, 132 v - Expositio missae B 23, 143 v - Tractatus de periculis contengentibus circa sacramentum missae B 60, 225 Missale (plenum) (Fragmente) B 2 rb Spiegel; B 24, Spiegel; B 44, Bl. I, II; B 48, Spiegel; B 67, Bl. I, II; B 90, ehem. Spiegel, Falze Modus faciendi maledictionem dominicis diebus B 75, 176 r Moraltheologische Texte B 75, 32 v , 35 v ; B 81, Einbandmakulatur Morimond, Zisterzienserabtei s. B 29 Mors s. Cyprianus, Thascius Caecilius; Ps.-Eusebius Caesariensis; Gerson, Johannes; Oratio; Versus: de morte et de mortificatione Münster/Westfalen - Fraterhaus (P) B 30b - Herkunftsort zisterziensischer Kapläne in Nijmegen B 98 Musiknotation - Choralnotation, gotische B 82, Spiegel; B 86, Vorderspiegel, Falze; B 94b, Rückspiegel - Hufnagelnotation B 62, Spiegel; B 93, Rückspiegel; B 99, Spiegel - Neumen B 2, Spiegel; B 44, Bl. I, II; B 48, Spiegel; B 78, ehem. Schutzblätter; B 89, Leimabdrucke; B 90, ehem. Spiegel, Falze - Quadratnotation B 32, Spiegel; B 73, Bl. I; B 96, Spiegel Mutianus Scholasticus (Übersetzer) B 60, r Nepos, Hermannus (P) B 95 Neuss: Oberkloster der Augustiner- Chorherren bei Neuss B 1, l ra ; B 2, 99 ra Nicodemus-Evangelium s. Drucke: Inkunabeln Nicolaus V. papa s. B 93, 191 v Nicolaus Ambianensis: De arte fidei catholicae B 74, 150 r Nicolaus de Aquaevilla: Sermones (einzelne) B 46, 74 vb , 173 rb Nicolaus de Byarto: Sermones 395 Personen-, Orts- und Sachregister (einzelne) B 47, 185 vb , 205 vb u.ö. Nicolaus Claraevallensis: Sermones (einzelne) B31, 184 vb ;B33, 17 r ;B34, 14 rb , 115 vb , 153 ra , 155 ra , 182 rb ;B35, 105 r , 119 V ;B 36, 40 r , 43 r , 46 r ; B 38, 68 rb ; B 40, 26 va , 40 va , 47 ra , 119 rb Nicolaus de Gorra: Sermones (einzelne) B 47, 97 va , 110 ra u.ö. Nicolaus Kempf s. Kempf, Nicolaus Nicolaus de Lyra - In II Regum; In II Paralipomenon s.B90, 119 vb , 137 vb - Postilla litteralis super quattuor evangelia B 100, 2 ra Nicolaus Magni de Iawor: De superstitionibus B 22, 171 ra Nicolaus de Plove: Tractatus sacerdotalis de sacramentis deque divinis officiis et eorum administrationibus B 23, 153 r Nicolaus de Spira B 53, 255 v Nicolaus Trevetus: Expositio Psalterii iuxta Hebraeos B 91, 149 ra Nicolaus Vordis B 53, 255 v Niederdeutsche Texte s. Deutsche und niederdeutsche Texte Niederelten, Augustinerinnenkonvent B 2a, Spiegel Niederrhein B91, l ra - s. auch Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Nijmegen s. auch Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) - zisterziensische (bernhardinische) Kapläne aus Münster/Westfalen (P) B98 Nordfrankreich s. Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Notae de temporibus Ambrosii B 2, 271 rb Notariatsinstrument (Fragmente; lat.) 14. Jh., 2. Hälfte: B 22, Falz Bl. 194/195 (?) • 24.7.1443: B 100, Vorderspiegel - s. auch Urkunden Notation s. Musiknotation Odenthal bei Bergisch Gladbach B 39, zwischen Bl. 123/124 Odilo abb., s. s. Petrus Damiani Odo Cluniacensis: Sermo in veneratione sanctae Mariae Magdalenae B 49, 117 va Odo Glannafoliensis: Vita s. Mauri abbatis B 17, 154 va Odo Morimundensis: Sermones B 67, 99 va Oerdinghen, Wilhelmus (S) B 2 Offiziumslektionen B 87 Oldenzaal B 100 Opheusden/Betuwe, Augustinerinnenkonvent Mariengaard (P) B 98 Oratio s. auch Augustinus, Aurelius; Gerson, Johannes; Gudila v., s.; Karfreitag - Oratio dominica s. Cyprianus, Thascius Caecilius; Godefridus Heriliacensis - Oratio de mortalitate B 8, 23 v - Orationes B 14, 174 va ; B 75, 176 r ; B 94b, Falze; B 96, Spiegel Origenes - Commentarii in Epistolam s. Pauli ad Romanos (Versio Latina, Rufino interprete) B 84, 122 r - Homiliae in Genesim (Versio Latina, Rufino interprete; Exz.) B21,l ra ;2 ra - Homiliae in Leviticum (Versio Latina, Rufino interprete; Exz.) B 96, 92 va Pachomius abb., s. s. Vita: Pachomii abbatis Päpste s. Augustinus Cantuariensis; Bernardus Claraevallensis; Eugenius IV. papa; Gregorius I. papa; Gregorius XL papa; 396 Personen-, Orts- und Sachregister Johannes Diaconus; Leo I. papa; Ps.-Leo I. papa; Leo III. papa; Nicolaus V. papa; Petrus de Alliaco; Silvester p., s. Palladius Helenopolitanus: Historia Lausiaca B 54, 52 vb Paradiese, Dominikanerinnenkloster B56 Paratus de tempore: Sermones (einzelne) B 47,40 vb , 84 ra u.ö.; B 78, 89 r Paschasius Radbertus: De corpore et sanguine Domini (Exz.) B 19, 151 va Passio s. auch Exempla; Legendae; Miracula; Vita - animae s. Gerson, Johannes - Domini (Christi) s. auch Dialogus inter crucifixum et peccatorem; Drucke: Inkunabeln; Exempla; Iordanus de Quedlinburgo; Ludolphus de Saxonia; Miracula - Auctoritates paganae de vita et passione Iesu Christi B 5, 357™ -Iulianae B 67, 200 rb - Iuliani, Basilissae et soc. B 67, 130 ra -Luciani B 67, 144 va - Marini pueri B 67, 105 ra - Sebastiani s. Ps.-Ambrosius Mediolanensis Paternoster (Oratio dominica) s. Oratio Ps.-Patricius Sanctus: De triplici habitaculo B 12, 227 va Paulinus Aquileiensis: Liber exhortationis (Exz.) B 84, 41 vb , 109 va Paulus diaconus (Übersetzer) s. B 50, 273 ra Paulus Diaconus: Homiliarum (Exz.) B73, 195 va (Hom. 158) Paulus de Hungaria: Summa de poenitentia B 24, 2 r Paupertas s. Petrus de Palude Peccatum s. auch Bernardus de Reyda; Dialogus inter crucifixum et peccatorem; Gerson, Johannes - De peccato in Spiritum sanctum B 5, 36 v , 38 r Pelagia v. et m. s. Vita: Pelagiae Pelagius Haereticus: De vita christiana ad Iulianum viduam B 12, 185 va Pelbartus de Themeswar: Sermones in parasceve B 78, 68 r Perikopentexte B 84, 19 r ; s. B 100, 169 vb Petrarca, Francesco - Epistola ad dementem sextum Romanum pontificem B 13, 81 r - Invectivarum contra medicum B 13, 81 r Petrus de Alliaco B 53, 255 r - Conclusiones octo per plures doctores in Italiae partibus approbatae B 77, 42 vb - Epistola ad Benedictum XIII. papam B 77, 44 ra - Meditationes super septem psalmos poenitentiales B 5, 17 v ; B 75, 17 r - Propositiones utiles ad exterminationem praesentis schismatis per viam concilii generalis B 77, 43 rb - s. auch Ps.-Gerson, Johannes Petrus Blesensis B 12, 314 vb - Canon episcopalis sive de institutione episcopi B 84, 96 ra - Compendium in lob (Exz.) B 75, 31 r Petrus Cantor: Sermo in festo Omnium sanctorum B 32, 20l v Petrus Cardinalis B 9, Rückspiegel Petrus Chrysologus (?): Sermo 53 B 12, 160 vb Ps.-Petrus Chrysologus: Sermo app. 6 B 12, 161 vb Petrus Damiani - Epistolae - adBlancam B 84, 23 ra 397 Personen-, Orts- und Sachregister - ad Gerhardum et Hildebrandum B 84, 80 rb - Sermo (35) de ss. Flora et Lucilla B 84, 93 vb - Sermo 63 (Exz.) B 9, 3 V - Vita s. Odilonis abb (Exz.) B 67, 214 rb Ps.-Petrus Damiani: Sermones (einzelne) B31, 184 vb (44:de nativitate BMV); B 34, 14 rb (59: de s. Nicoiao), 115 vb (23: de s. Johanne Baptista), 153 ra (44: de nativitate BMV), 155 ra (47: de exaltatione sanctae Crucis), 182 rb (56: de s. Martino); B 35, 105 r (23: de s. Johanne Baptista); B 36, 43 r (62: de s. Stephano), 46 r (11: de annuntiatione BMV; 60: in vigilia nativitatis domini); B 38, 68 rb (29: de s. Maria Magdalena); B 40, 26 va (60: in vigilia nativitatis domini), 40 va (11: de annuntiatione BMV; 61: in nativitate domini), 47 ra (62: de s. Stephano), 119 rb (9:des. Benedicto) Ps.-Petrus Damiani (?): Sermo de Nativitate Salvatoris B 36, 40 r Petrus Hispanus: Summulae logicales (Fragment) B 2a, Pergamentstreifen Petrus Lombardus - Collectanea in Epistolas sancti Pauli (Fragment) B 18, Rückspiegel - Commentaria in Psalmos (Kurzfassung) B 11, l ra - Commentum in: Sententiae, Lib. II, dist.43. B5, 37 r Petrus de Monteruco Cardinalis B 9, Rückspiegel Petrus de Palude: De paupertate Christi et apostolorum B 24, 17 r Petrus Pictor: Liber de sacramentis B49, 141 rb Pharetra doctorum B 27, 164 va Philipp, Herzog von Kleve (1467- 1505) s. B 75, 160 r Philosophische Texte: De virtutibus moralibus B 83, 189 ra Pilgerfuhrer s. Jerusalem; Instructiones in terram sanctam peregrinantibus Plato(Exz.) B83, 57 r Poenitentia s. Ambrosius Mediolanensis; Ps.-Augustinus, Aurelius; Godefridus Babio (?); Paulus de Hungaria; Petrus de Alliaco; Servasanctus Tuscus de Faenza; Victor de Cartenna Pomerius, Iulianus: De vita contemplativa B 12, 230 ra Praeparatio Johannis Gerson ad mortem; Disticha duo et tetrastichon B77,321 vb Predigtmaterialien B 32, 200 r Priesteramt B 22, Leimabdruck Vorderdeckel Pronosticatio de anno MCCCCLXI 0 B 5, 362 r Ps.-Prosper de Aquitania s. B 12, 230 ra Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) s. auch Schreibsprache der dt. Texte - Deutschland B 11 (?); B 24 (I—III) (?); B 48, Fr.; B 69b (?); B 73, Fr. (?) - - Westdeutschland B 14; B 20 (?); B 27; B 33 (II); B 35; B 36; B 40, Fr.; B 56 (?); B 65 (?); B 69b; B 74 (IV-VI); B 97 ------Rheinland B 5 (V); B 24 (IV); B 31 (?);B 50, Spiegel; B 53 (II) (?); B 55; B 66; B 75 (I); B 78 (?); B 83 (IV); B 87; B 95; B97(?);B 100 ---------nördl. Rheinland (Niederrhein) B 4; B 85; B 94a; B 98 ---------Aachen (?) B 50, Spiegel; B 51, Spiegel 398 Personen-, Orts- und Sachregister - Altenberg, Zisterzienserabtei (?) B 16; B 17; B 18; B 19; B 25; B 26; B 29; B 34; B 43;B49;B50;B51;B67; B 87;B 92 - Beyenburg, Kreuzherrenkonvent B 32 - Düsseldorf, Kreuzherrenkonvent B 1; B 2; B 2a; B 5 (II) (?); B 6 (?); B9(?);B 10; B 12 (?); B 15; B21 mit Fr. Bl. 1-2; B 22; B 23 (?); B 33 (I) (?); B 40 (?); B 41 (?); B 48; B 54 (?); B 55 (?); B 59; B 60; B 68 (?); B69a(?);B71(?);B73(?); B 76; B 77; B 84 (II, III); B 86;B88;B89;B90;B91; B 93; B 96; B 99 - Essen, Kanonissenstift B 8; B80 - Köln bzw. Köln, Diözese B 5 (I, III, IV); B 62; B 100 (?) -----Kreuzherrenkonvent B 9 (?) - Marienfrede, Kreuzherrenkonvent B 30a; B 46 (?); B 47 (?); B 52; B 53 (I); B 58; B 70 (?); B 74 (I—III) (?); B 75 (I, III-V ?); B 82; B 83 (IV); B 85 (?); B 94a (?); B 94b - St. Joris (Georgenbusch), Zisterzienserinnenkloster (?) B44 - Werden, Benediktinerabtei St. Liudger(?) B79;B81 - Raum Xanten B 75 (III, IV) - s. auch B 97; Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort): Niederlande Westfalen -Borken B 7; B 61 (?) - Kentrop, Zisterzienserinnenkloster B 28;B37;B38;B42 ---------Münster/Westfalen, Fraterhaus (?) B 30b - Goedinghen (Goedingen/Goedange/Geidgen in Luxemburg ?) B 84 (I) - Niederlande --Deventer B 13 - Nijmegen(?) B 98 - Nordfrankreich (?) B 79; B 81; B 91, Vorderspiegel, vor Bl. 1 - Corbie oder Umgebung B 3 Provenienz II (Vorbesitzer) s. Altenberg, Zisterzienserabtei; Amelonck, Johannes; Beyenburg, Kreuzherrenkonvent (Steinhaus); Blatzheim, Zisterzienserinnenkloster; Brant, Johannes; Coesfeld/Westfalen, Augustinerinnenkonvent; Düsseldorf: Jesuitenkolleg; Düsseldorf: Kreuzherrenkonvent; Düsseldorf: Staatsarchiv; Düsseldorf: Stift St. Marien; Essen, Kanonissenstift; Heisterbach, Zisterzienserkloster; Henricus Eycholz; Johannes Stoir; Kentrop, Zisterzienserinnenkloster; Linpach (?), Johannes; Marienfrede, Kreuzherrenkonvent; Münster, Fraterhaus; Nepos, Hermannus; Nijmegen; Opheusden/Betuwe, Augustinerinnenkonvent Mariengaard; Theodoricus de Dynslaken; Thomas de Humre; Werden, Benediktinerabtei St. Liudger Psalterium - Fragmente B 23, Bl. I; B 69b, Spiegel; B 76, Vorderspiegel; B 84, Spiegel - Psalter-Auslegung s. Augustinus, Aurelius; Bernardus Claraevallensis; Biblia; Cassiodorus, Flavius M.; 399 Personen-, Orts- und Sachregister Expositio psalterii iuxta LXX et Canticorum utriusque testamenti; Hieronymus, Sophronius Eusebius; Ps.-Hieronymus, Sophronius Eusebius; Nicolaus Trevetus; Petrus de Alliaco; Petrus Lombardus; Richardus de Sancto Victore Quaestio s. auch Alcuinus, Flaccus; Augustinus, Aurelius; Ps.- Augustinus, Aurelius; Gerson, Johannes; Ps.-Hieronymus, Sophronius Eusebius; Isidorus Hispalensis - de blasphemia B 5, 36 v - de frequenti communione B 74, 130 r - de natura humana B 24, 33 r - de peccato in Spiritum sanctum B 5,38 r - de rebus consumptibilibus B 5, 251 r - de Sacramento Eucharistiae B 25, 96 v - de suffragiis defunctorum B 60, 227 ra Quentel, Johann Jakob von B 14; B 42; B 67 vb bemerkenswerte; Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Richardus de Sancto Victore - Beniamin minor B 21, 265 va - De eruditione hominis interioris (Exz.) B21,176 va (Lib. III), 232 va (Lib.II) -DeTrinitate B 21, 184 ra - Liber exceptionum (Exz.) B 19, 199 ra (Sermo4) - Mysticae annotationes - inPs.28 B21,254 ra ;B30a, 214 ra - inPs. 71 B34, 71 va ;B40, 129 Ps.-Richardus de Sancto Victore: Explicatio in Cantica canticorum B 10, 110 rb ;B21,254 ra (Cap. 41); B 30a, 166 ra (Cap. 1-41); B 30b, l v (dt.) Robertus Holcot B 5, 333 r Rom, Kirchenablaß s. Indulgentiae ecclesiarum urbis Romae Rufinus, interpretator Origenis B 84, 122 r ; B 96, 92 va Rufinus Aquileiensis - Continuatio historiae ecclesiasticae Eusebii Caesariensis B 89, 145 ri - Historia monachorum B 50, l ra ; B 54, r Rabbi Samuel: Epistola ad Rabbi Isaac de adventu messiae Alfonso Bonihominis interprete B 5, 354 r Regimen conscientiae B 24, 42 ra Regula, Ehefrau des Gotfridus de Meschede B 100, Vorderspiegel Regula sancti Augustini B 70, 148 v Regula sancti Benedicti B 68, 93 v Regular-Kanoniker s. Hugo de Sancto Victore; Johannes de Schonhavia Reynardus B 53, Bl. II, Rückspiegel Rheinbach bei Bonn B 9, Vorderspiegel Rheinland s. Einbände, Sadoleto, Jacopo (1477-1547) B 66, 5 r Sakrament B 22, Leimabdruck Vorderdeckel Sacramentum Eucharistiae (Communio) s. Ps.-Bernardus Claraevallensis; Hildebertus Lavardinensis; Petrus Pictor; Quaestio: de frequenti communione; Quaestio: de Sacramento Eucharistiae - De duodecim effectibus de venerabili sacramento B 27, 14 r - Tractatus de effectu sacrae communionis B 74, 104 r St. Joris (Georgenbusch), 400 Personen-, Orts- und Sachregister Zisterzienserinnenkloster s. Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Schemata - theologisch B 94b, Falze - Gebet, Meditation, Tugenden und Laster B 95, 18 v - moraltheologisch B 95, 18 v Schreiber s. Albertus, Bruder; Albertus, Pfarrer; Anna Kyttelers; Arnoldus de Bercka; Arnoldus Erley; Arnoldus de Vorschelen; Byrchardys; Clivis, Jacobus; Dulken (Toput), Johannes; Elisabeth de Strabach; Gerardus de Cappella; Gerardus Messynck de Dingden; Gotschalcus de Moers; Henricus de Gerresheim; Henricus Russiensis; Henricus de Werdenborch (de Broichusen); Hermannus de Bocholt; Hermannus Duyrckoep de Colonia; Jacobus, Bruder; Johannes Gebynch; Johannes Rode OSC; Iordanus de Traiecto; Katharina Konnygs (Regis); Katharina de Westhoven; Lambertus de Xanctis; Matthias dictus papa de Aquis; Millingen, Henricus; Oerdinghen, Wilhelmus; Virus de Gladbach - s. auch Arnoldus Kempenich de Colonia; Versus: de laude scriptoris Schreibersprüche s. Buch- und Schriftwesen Schreibsprache der dt. Texte -altsächsisch B 80, 152-153 v - mittelniederdeutsch B 30b; B 42; B 82;B 94a - mittelniederländisch mit östl. Einfluß B30b Schriftarten - Aschkenaz-Typ B 91, nach Bl. 227 Bastarda B 1; B 2; B 2a; B 9; B 10;B13 - italianisierend B 35 (I-II) Capitalis quadrata / rustica (Auszeichnungsschrift) B 3; B 4;B80;B81 Corbie ab-Typ B 3 Fraktur-Kursive B 66 Humanistische Minuskel (Anklänge) B 75 (IV) Hybrida, gotische (littera gothica hybrida) B 6; B 7; B 12 (I—III); B 14; B 15(I-IV);B21mitFr. Bl. 1-2; B 22; B 23 (I—III); B 28; B 30a (I-II); B 32; B 33 (I); B 37;B38;B40;B41;B42;B46 (I-II); B 47; B 48; B 52; B 53 (I); B 54; B 55; B 58; B 59; B 60 (I- III);B61;B62;B64(I-V);B 68; B 69a; B 70; B 71 (I-II); B 73 (I-IV); B 74 (I—III); B 75 (I- IV); B 76; B 77; B 78; B 82; B 83 (III, IV); B 84 (Bl. 186; II, III); B 85; B 86; B 88; B 89; B 90;B91;B92;B93;B94a;B 94b; B 95; B 96; B 97; B 99; B 100 Karolingische Minuskel B 2, Spiegel; B 4; B 8; B 29; B 43; B 48, Fr.; B 51 (II); B 65; B 79; B 80;B81 Kursive, gotische / spätgotische (littera gothica cursiva) B 5 (I- V); B 20 (I—III); B 24 (I-IV); B 33 (II, Fr.); B 36; B 39; B 53 (II, Fr.); B 54, Fr.; B 68; B 69b; B 74, 134-144; B 74 (IV-VI); B 75 (V); B 83 (I, II, IV); B 94b; B 95; B98 Notula B84(I) Textualis (früh-, spätgotische; littera gothica textualis) B 7, Fr.;B 11; B 15, Spiegel; B 16(1- III); B 17; B 18 mit Rückspiegel; B 19 (I-II); B 21, Vorderspiegel; B 23, Fr.; B 24, Fr.; B 25 (I, II, 401 Personen-, Orts- und Sachregister Fr.); B 28; B 31 mit Fr.; B 32; B 34; B 37; B 38; B 40, Fr.; B 44 mit Fr.; B 46, Fr.; B 49 (I—III); B 51 (I); B 53, Fr.; B 56; B 61, Fr.; B 62, Fr.; B 65; B 67 (I-V, Fr.); B 73, Fr.; B 76, 138 r -145 v ; B 87, l ra -5 vb , 273 ra -278 vb - Textura, (spät-) gotische B 30b; B 50; B 87 - Unziale (Auszeichnungsschrift) B 3;B4;B79;B81 - Vorkarolingische Minuskel (Corbie ab-Typ) B3 Schürer, Mathias, Straßburger Drucker B 77, l ra Sebastianus m., s. s. Ps.-Ambrosius Mediolanensis Seneca, Lucius Annaeus (Philosophus) (Exz.) B 83, 57 r Ps.-Seneca, Lucius Annaeus (Philosophus) -Demoribus B 49, 110 ra - Epistolae ad Paulum apostolum et Pauli ad Senecam B 12, 316 va Sententiae, Sententiae patrum B 11, 217 rb ;B49, 97 va , 111^6 74, 102 r Sequentiae s. Gudila v., s. Sermones s. auch Ps.-Albertus Magnus; Aldobrandinus de Cavalcantibus; Anseimus Cantuariensis; Antonius Azaro de Parma; Augustinus, Aurelius; Augustinus, Aurelius (?); Ps.- Augustinus, Aurelius; Bernardus Claraevallensis; Bernardus Claraevallensis (?); Ps.- Bernardus Claraevallensis; Bernardus Morlanensis; Ps.- Bonaventura Sanctus; Caesarius Arelatensis; Caraccioli, Roberto; Drucke; Ephraem Syrus; Ps.- Eusebius Gallicanus; Fulgentius, Claudius G.; Gerson, Johannes; Godefridus Babio (?); Groote, Gert; Guerricus Igniacensis; Guüelmus de Malliaco; Herolt, Johannes; Hildebertus Lavardinensis; Ps.-Hildebertus Lavardinensis; Homiliae; Honorius Augustodunensis; Hugo de Sancto Victore; Hugo de Sancto Victore (?); Jacobus de Voragine; Johannes Algrinus; Johannes de Brevicoxa; Johannes Chrysostomus; Ps.-Johannes Chrysostomus; Johannes Contractus; Iordanus de Quedlinburgo; Leo I. papa; Ps.- Leo I. papa; Matthias de Liegnitz; Nicolaus de Aquaevilla; Nicolaus de Byarto; Nicolaus Claraevallensis; Nicolaus de Gorra; Odo Cluniacensis; Odo Morimundensis; Paratus de tempore; Pelbartus de Themeswar; Petrus Cantor; Petrus Chrysologus (?); Ps.- Petrus Chrysologus; Petrus Damiani; Ps.-Petrus Damiani; Ps.-Petrus Damiani (?); Predigtmaterialien; Richardus de Sancto Victore; Theodoricus Bollick; Waldhausen, Konrad von - de tempore et de sanctis (Fragment) B 1, Ansetzfalz - de tempore (einzelne) B 37, 11 l ra (in die palmarum) - de sanctis (einzelne) B 84, 22 r - de dedicatione ecclesiae B 47, 214 va ,219 va -devariis B 38, 159 ra (de sapientia); B 78, 2 r (de duobus mysteriis incarnationis dominicae), 57 r (de planctu BMV); B 84, Bl. 186 (super Rm 15,4?; Fragment) - super Cantica canticorum (mnd.) B 42, 147 rb Servasanctus Tuscus de Faenza: 402 Personen-, Orts- und Sachregister Summa de poenitentia B 95, 21 ra Sibylla Tiburtina B 26, 120 r Silvester p., s. s. Vita: Silvestri papae Smaragdus Sancti Michaelis - Collectiones in epistolas et evangelia (Exz.) B 8, 21 r - Diadema monachorum B 64, 2 r Spanien (Erdbeben) B 83, 275 ra Speculum humanae salvationis B 78, 138 r Speculum perfectionis Status fratris minoris B 85, 8 ra Spiritus sanctus s. Ambrosius Mediolanensis; Ps.-Bernardus Claraevallensis; Didymus Caecus; Hieronymus, Sophronius Eusebius; Peccatum; Quaestio: de peccato in Spiritum sanctum Steinhaus s. Beyenburg, Kreuzherrenkonvent Stella clericorum B 74, 134 v Steven Gruter B 2a, Spiegel Stimulus amoris (Exz.) B 75, 33 v , 36 r Suffragia s. Quaestio: de suffragiis defunctorum Summa confessorum B 24, T Symbolum apostolorum: Expositio rhythmica de Symbolo apostolorum B 6, 240 va Symeon stylita sen., s. s. Antonius Hagiographus Talmud, babylonischer (Fragment) B 91, nach Bl. 227 Terra sancta s. Jerusalem; Instructiones in terram sanctam peregrinantibus Terraemotus s. Miracula Testament (Fragment) B 53, Bl. II, Rückspiegel Theodoricus abb., s. s. Vita: Theodorici abbatis Theodoricus Bollick - Sermones in Dedicatione ecclesiae B 47, 214 va ;B 48,244™ - Sermones evangelicales - de tempore B 47, l ra ; B 48, l ra , 250 ra , 265 ra --desanctis B 46, 5 ra Theodoricus de Dynslaken (P) B 74, 134-144 Theodoricus de Herxen: Epistola contra detractores monachorum seu de utilitate monachorum B 64,101 v Theodericus Kerkering de Monasterio B 53, 255 v Theodoricus W(i)atz B 9, Vorderspiegel Theologia s. auch Gerson, Johannes; Henricus Herpius; Johannes Courcelli; Johannes de Tambaco -De theologia B 73, 168a v Theologische Texte s. auch Moraltheologische Texte; Schemata - Fragmente B 21, Vorderspiegel; B 76, Falze; B 87, Falze; B 91, Leimabdruck - Varia theologica B 26, 116 r , 124 v Thomas de Aquino - De articulis fidei et ecclesiae sacramentis B 75, 129 r - De iudiciis astrorum B 75, 44 r Ps.-Thomas de Aquino - De beatitudine B 74, 218 r ; B 84, 109 r (Exz.) - De divinis moribus B 74, 25 l r ; B 75, 38 va (Exz.) Thomas de Cantiprato: Bonum universale de apibus (Exz.) B 83, 57 v , 67 r Thomas de Humre (P) B 74, 134- 144 Thomas a Kempis: De imitatione Christi B 83, 193 ra (Lib. 1-3) Tilmannus Drolshagen s. Tilmannus de Roede 403 Personen-, Orts- und Sachregister Tilmannus de Roede: Tractatus de interdicto B 5, 362 r Tittelmans, Frans (1502-1537) B 66, 5 r Toput, Johannes s. Dulken (Toput), Johannes Tugenden und Laster s. Virtutes et vitia Udo-Legende s. Miracula Urkunden (Fragmente) s. auch Notariatsinstrument - lat.: Köln, 1191: B 19,I r ,H r • 14. Jh., 2. Hälfte: B 22, Falz Bl. 194/195 (?) • 1356/60: B 9, Rückspiegel • 14. Jh., 4. Viertel oder 15. Jh., 1. Viertel: B 20, Falze • 15. Jh.: B 86, Falze • 15. Jh., 1. Hälfte: B 76, Rückspiegel • 1427: B 33, Rückspiegel • 1429: B 54, Spiegel • 1431: B 9, Vorderspiegel; B 10, Falze • 1433: B 10, Falze • 15. Jh., 3. Viertel: B 39, zwischen Bl. 123/124 (?) -dt.: 15. Jh.: B 39, Falze • 15. Jh., 1. Hälfte: B 69a, B. I, 132; B 74, Bl. I • um 1480: B 2a, Spiegel Usuardus Sangermanensis: Martyrologium (Fragmente) B 7, Pergamentstreifen; B 61, Pergamentstreifen; B 77, Ansetzfalz Utrecht s. B 1 -Bischof B 13 Valkenburg (NL), Spital B 44, I r Vaterunser (Oratio dominica) s. Oratio Vener, Job (sive Henricus de Langenstein): De proprietate religiosorum B 85, l ra Verba seniorum B 50, 127 vb ; B 54, 2? va ?2 ra vh ,vb Verba Septem abbatis Moysis B 54, 138 va Versus B 74, 167 v - cum commento B 5, 25" - de s. Bernardo B 26, 81 v -deCluniaco B 67,214™ - de coloribus lapidum B 5, 250 v - de effectis Verbi Dei B 74, l v - de generibus librorum B 74, 101 - de laude scriptoris B 74, l v - de s. Malachia ep. B 26, l r - de morte et de mortificatione B 73, 100 ra - de ornamentis filiarum Jerusalem B 73, 94 vb - de sex diebus B 26, 83 r - de vita monastica B 74, l v - de vitiis et de virtutibus B 73, 102 ra - memoriales B 74, 70 -Schreiberverse B 1,382 - s. auch Ps.-Bernardus Claraevallensis: De amore; Diogenes Sinopensis; Franco de Meschede; Hildebertus Lavardinensis; Speculum humanae salvationis; Symbolum apostolorum Victor Cartennensis: De poenitentia B 2, 106 va Victor de Tunnuna s. B 2, 106 va Vigilius Thapsensis - Contra Arianos, Sabellianos, Photinianos dialogus B 6, 210 ra - Contra Felicianum Arianum de unitate Trinitatis B 73, 186 va Vincentius Bellovacensis: Speculum historiale (Exz.) B 56, 124 r ; B 85, 130 ra Virtutes et vitia s. auch Ambrosius Autpertus; Augustinus, Aurelius; Avaritia; Bernardus Claraevallensis; Franciscus Assisias; Gerson, Johannes; Hugo de Sancto Victore (?); 404 Personen-, Orts- und Sachregister Philosophische Texte; Schemata; Versus: de vitiis et de virtutibus: - De virtutibus B 49, 154 va - De virtutibus moralibus B 83, 189 ra Visio Tnugdali B 93, 163 r -s. auch B 93, 191 v Visio Wettini s. Heito Vita s. auch Exempla; Gerardus de Fracheto; Gerson, Johannes; Henricus Herpius; Hervaeus Burgidolensis; Honorius Augustodunensis; Johannes Courcelli; Johannes Homo Dei (de Fruttuaria); Legendae; Miracula; Passio; Pelagius Haereticus; Pomerius, Iulianus; Versus: de vita monastica; Vita monastica; Vitas patrum -Abrahae B 50, 287 vb - Agnetis (Vita metrica) B 31, 46 va -Alexii B67, 79 ra - Antonii s. Athanasius Alexandrinus - Barlaam et Joasaph s. Johannes Damascenus - Bernardi abbatis (Vita prima, Recensio prior) B 26, 67 r (Exz.); B 43, 2 r ; B 44, l ra - Epicteti et Astionis B 50, 303 rb - Euphrosynae B 3, 240 r ; B 50, 264 vb ; B 75, 127 v - Eustachii, Theodosiae uxoris et filiorum eorum (Vita et passio) B67,91 va - Francisci s. B 85, 8 ra - Gregorii papae s. Johannes Diaconus - Gudilae (Vita secunda; Exz.) B 46, r - Hilarionis s. Hieronymus, Sophronius Eusebius - Iesu Christi s. Ludolphus de Saxonia; Passio - Malachiae s. Bernardus Claraevallensis - Malchi monachi captivi s. Hieronymus, Sophronius Eusebius - Mariae Aegyptiacae (interprete Paulo diacono) B 50, 273 ra - Mariae Magdalenae (Vita brevis) B49, 121 rb - Marinae B 3, 252 r ; B 50, 254 vb ; B 54, 137 rb - Mauri abbatis s. Odo Glannafoliensis - Odilonis abbatis s. Petrus Damiani - Pachomii abbatis (interprete Dionysio exiguo) B 17, 130 ra - Pauli eremitae s. Hieronymus, Sophronius Eusebius -Pelagiae B 50, 257 rb - Silvestri papae B 67, 146 ra - Symeonis stylitae sen. s. Antonius Hagiographus - Theodorici abbatis (Fragment) B 46, 193 ra Vita monastica: De vita monastica B 12, 314 vb Vitas patrum s. B 3, 240 r ; B 50; B 54; B 75, 127 v - s. auch Breviores sententiae de conversatione patrum Aegypticorum; Palladius Helenopolitanus; Rufinus Aquileiensis; Verba seniorum; Verba Septem abbatis Moysis; Vita Vitia s. Virtutes et vitia Virus de Gladbach (S) B 89 (B ?); B 90(A);B91,26 va -27 ra (?) Vocabularius B 49, 152 va Waldhausen, Konrad von: Sermones (einzelne) B 47, 132 rb , 139 vb , 141 ra u.ö. Warendorf s. B 93, Einband Werden, Benediktinerabtei St. Liudger(P) s. B3;B81 - s. auch Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) 405 Personen-, Orts- und Sachregister Westfalen s. auch Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) -Franziskaner B 24, 42 ra Wimpfeling, Jakob: Prologus in opera Johannis Gerson cum exhortatione ad lectorem B 77, 322 ra Xanten s. Provenienz I (Schriftheimat; Entstehungsort) Zisterzienser/innen s. B 76, Rückspiegel; B 87; B 92; B 98 - s. Alcherus Claraevallensis; Alcherus Claraevallensis (?); Anna Kyttelers; Bernardus Claraevallensis; Broichausen, Godfried; Byrchardys; Elisabeth de Strabach; Gebeno Eberbacensis; Godefridus Altissiodorensis; Guerricus Igniacensis; Johannes Homo Dei (de Fruttuaria); Katharina Konnygs; Katharina de Westhoven; Nicolaus Ambianensis; Nicolaus Claraevallensis; Nijmegen; Odo Morimundensis Zisterzienser(innen)klöster s. Altenberg; Blatzheim; Heisterbach; Kamp; Kentrop; L^d a. d. Warme; Morimond; St. Joris (Georgenbusch) 406 Bernhard Bischoff Katalog der festländischen Handschriften des 9. Jahrhunderts (Mit Ausnahme der Wisigotischen) Herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Kommission für die Herausgabe der mittelalterlichen Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz 1: Aachen - Lambach 1998. XXVIII, 495 Seiten, Ln ISBN 3-447-03196-4 €149,-(D)/sFr252- 2: Laon - Paderborn Aus dem Nachlaß herausgegeben von Birgit Ebersperger 2004. XXIII, 451 Seiten, Ln ISBN 3-447-04750-X € 149-(D) / sFr 252- 3: Paris-Zwickau In Vorbereitung. Der als Ergebnis jahrzehntelanger Forschungsarbeit von dem Paläographen und langjährigen Münchener Ordinarius für Mittellateinische Philologie Bernhard Bischoff verfasste Katalog verzeichnet die erhaltenen Handschriften und Fragmente des 9. Jahrhunderts (mit Ausnahme der insularen und der westgotischen). Diese für die Überlieferung der klassischen und patristischen Literatur so bedeutende Epoche war auch für die Schriftentwicklung immens fruchtbar; der Katalog ermöglicht nun einen Gesamtüberblick über die erhaltenen Handschriften des 9. Jahrhunderts und eröffnet somit neue Erkenntnisse über die Buchproduktion und die Schriftentwicklung in bereits bekannten wie auch bislang unbehandelten Skriptorien. Der zweite Teil des aus dem Nachlass herausgegebenen Katalogs umfasst die in den Bibliotheksorten Laon bis Paderborn aufbewahrten Handschriften und Fragmente; die knapp 2000 Katalogisate enthalten neben einer Beschreibung der Handschrift, des Schriftstils und der Dekoration auch Angaben zu Inhalt, Datierung und Provenienz (soweit bekannt) sowie weiterführende Literaturhinweise. Gesamtindex mittelalterlicher Handschriftenkataloge Kumulation der Register der seit 1945 in der Bundesrepublik Deutschland erschienenen Handschriftenkataloge Erarbeitet von Bernd Michael 2., erweiterte Auflage 2000 37 Mikrofiches und 36 Seiten Ergänzungsheft ISBN 3-447-04315-6 € 124-(D) / sFr 210- Die zweite, wesentlich erweiterte Auflage der Mikro- fiche-Ausgabe des Gesamtindexes mittelalterlicher Handschriftenkataloge basiert auf der Erfassung und elektronischen Kumulation der Kreuz- und Ini- tienregister von 176 seit dem Zweiten Weltkrieg erschienenen Handschriftenkatalogen des In- und Auslandes. Gegenüber der ersten Auflage von 1995 stehen nunmehr neben den in der Zwischenzeit erschienenen Registern deutscher Kataloge auch die Indices der in der ehemaligen DDR erarbeiteten Handschriftenverzeichnisse sowie die einiger wichtiger ausländischer Kataloge (Basel, Graz, Innsbruck, Klosterneuburg, Krakau, Uppsala u.a.) zur Verfügung. Über eine halbe Million Haupteinträge, über 170000 mehr als in der ersten Auflage, darunter über 300000 Personen-, Orts- oder Sachbegriffe mit einem Vielfachen an Informationen und über 200000 lateinische und deutsche Initien, werden dem Studenten und Forscher in einem einfach zu benutzenden Medium zugänglich. Deutsches Bibliotheksinstitut (Hg.) Handbuch der Handschriftenbestände in der Bundesrepublik Deutschland 1: Alte Bundesländer Bearbeitet von Tilo Brandis und Ingo Nöther 1992 XVIII, 653 Seiten, gb ISBN 3-447-03228-6 € 64-(D) / sFr 109- Weitere Teile erscheinen nicht. HARRASSOWITZ VERLAG• WIESBADEN www.harrassowitz.de/verlag • verlag@harrassowitz.de Mittelalterliche Handschriften im Landeshauptarchiv Koblenz Bandl: Die nichtarchivischen Handschriften der Signaturengruppe Best. 701 Nr. 1-190 ergänzt durch die im Görres-Gymnasium Koblenz aufbewahrten Handschriften A, B und C Bearbeitet von Christina Meckelnborg 1998. VIII, 623 Seiten, 48 Abb., Ln ISBN3-447-04081-5. € 124-(D) / sFr 210- lm Landeshauptarchiv Koblenz befindet sich eine bislang nahezu unbekannte Sammlung von ca. 200 mittelalterlichen Handschriften. Es handelt sich hauptsächlich um Säkularisationsgut aus mittelrheinischen Klöstern. Die Hälfte dieser Handschriften, überwiegend lateinische und mehrere deutsche Handschriften, ist hier umfassend beschrieben und wird z.T. im Abbildungsteil vorgestellt. Hinzu kommen drei Zimelien aus der Bibliothek des Görres-Gymnasiums, darunter das Balduin-Brevier. Schwerpunkte des katalogisierten Bestandes sind Liturgica, Theologica, Universitätsschriften und Ser- mones. Die ausführliche Einleitung informiert über die Geschichte der einzelnen Klosterbibliotheken und über das Schicksal der klösterlichen Sammlungen in der Zeit der Französischen Revolution. Band 2: Die nichtarchivischen Handschriften der Signaturengruppe Best. 701 Nr. 191-992 Bearbeitet von Eef Overgaauw 2002. 623 Seiten, 37 Abb., Ln ISBN3-447-04437-3. €98,-(D)/sFr 166- Die mittelalterlichen Handschriften im Landeshauptarchiv Koblenz stammen fast alle aus Kloster- und Stiftsbibliotheken im Mittelrheingebiet, darunter die der Karmeliter in Boppard, der Dominikaner in Koblenz, des Augustiner-Chorherrenstifts in Niederwerft! und der Kartause in Koblenz. In dem zweiten und abschließenden Katalogband werden 105, überwiegend theologische lateinische Handschriften beschrieben, darunter zahlreiche Handschriften mit bisher unbekannten Predigten, teilweise als Autographen. Bemerkenswert sind die große Zahl der Werke von Autoren aus dem Karmeliterorden und die Autographen des Koblenzer Dominikaners Heinrich Kalteisen wie auch einige philosophische Handschriften. Fast alle Einbände stammen aus dem 15. Jahrhundert. Zu den Handschriften kommen 85 Fragmente, zum Teil aus Klassiker- und Rechtshandschriften und aus mittelhochdeutschen Handschriften. Die Handschriften der Stadtbibliothek Mainz Bandl: Handschriften 1 1 - 1 150 Beschrieben von Gerhard List und Gerhardt Powitz 1990. 358 Seiten, Ln ISBN 3-447-02890-4 €82,-(D)/sFr138- Band 2: Handschriften 1 151 - Hs 1 250 Beschrieben von Gerhard List 1998. 443 Seiten, 14Abb.,Ln ISBN 3-447-04051-3 €99,-(D)/sFr168- Band 3: Handschriften 1 251 - Hs 1 350 Beschrieben von Gerhard List ISBN 3-447-05162-0 In Vorbereitung. HARRASSOWITZ VERLAG • WIESBADEN www.harrassowitz.de/verlag • verlag@harrassowitz.de ÜB WM MHHHHi BliHHiaiBaM HWBBlIIIW IIH Hl ;'''''■ Sä «»«las® BEI* ■ wem Wssbbm HHI ■'■'■:•:;••■■:■■•■•:■:■-■• jjSQvi»"* * rSfv*'*