Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

Frauengemeinschaft in den Zisterzienserorden aufgenommen, das Visita-tionsrecht übte der Altenberger Abt aus. 1290 zogen die Frauen auf den HofKentrop um. Formal säkularisiert wurde das ZisterzienserinnenklosterKentrop im Jahr 1804, die tatsächliche Aufhebung erfolgte 1808, wonachder verbliebene Buchbestand nach Düsseldorf gelangte. Der 1189 vonZisterziensern besiedelten, 1803 aufgelösten Abtei Heisterbach gehörte seit1683 die heutige Düsseldorfer Ms. B 31. Sie befand sich zuvor im Besitzdes gemäß einer Legende auf einer Gründung von 1093 basierenden, 1804säkularisierten Zisterzienserinnenklosters Blatzheim.

Sechs der im vorliegenden Band beschriebenen Handschriften befandensich in der Bibliothek des Kanonissenstifts Essen (zuletzt fürstliches,freiweltliches Damenstift genannt). Auf diesen Vorbesitz gehen diebedeutendsten Handschriften der ULB Düsseldorf zurück. Um 850 vomHildesheimer Bischof Altfrid begründet, erlebte das Stift im Hochmittelalterseine Hochblüte. In den Handschriften finden sich neben alten Benutzungs-spuren auch Zeugnisse früherer Essener bibliothekarischer Aktivitäten.Obwohl das Stift schon 1803 säkularisiert worden war, gelangten diemeisten Handschriften seines Besitzes erst 1819/20 in die DüsseldorferLandesbibliothek. Aus der nahegelegenen, kurz vor 800 vom hl. Liudgergegründeten Benediktinerabtei Werden, in bezug auf die Inkunabeln derULB eine der wichtigsten Provenienzen, stammt Ms. B 81, die möglicher-weise auch dort entstand. In der Folge der bereits 1802 eingeleitetenSäkularisierung dieser Abtei kam die Handschrift 1811 nach Düsseldorf.Folgende Herkunftsorte sind außerdem zu nennen: Ms. B 30b gehörte früherden Augustinerinnen in Marienbrink zu Coesfeld, deren Haus einer Stiftungdes Priesters Johannes Vischer von 1427 zu verdanken ist und 1810aufgelöst wurde. Ms. B 11 und Ms. B 35 stammen aus dem MarienstiftDüsseldorf, das 1288 entstand und 1805 säkularisiert wurde.

Als Solitäre zu betrachten sind die wenigen Handschriften des Bestands,die nie einer der oben genannten Kongregationen gehörten, sondern einerEinzelperson, lange oder kurz bevor sie nach Düsseldorf kamen. Invorliegendem Band betrifft dies Ms. B 78, ehemals Eigentum eines Pfarrers,der auf seinen Besitzeintrag wenig Sorgfalt verwendete und deshalb bis aufweiteres nicht mit vollem Namen bestimmbar ist; Ms. B 95 nanntezeitweilig ein gewisser Hermannus Nepos sein eigen.

Entstehungsorte und Entstehungszeitraum

Bis auf wenige Ausnahmen sind die mittelalterlichen Handschriften derDüsseldorfer ULB im Rheinland respektive im Westfälischen entstanden;ein Großteil läßt sich dem nördlichen Rheinland, also den Regionen am

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