Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

erstmals) zu dokumentieren, den Nachteil mit sich bringt, daß die Beschrei-bungen mangels zeitlich ausgedehnterer Beschäftigung fehlerbehaftet seinkönnen. Der vorliegende Katalogband und die ihm zugehörigen weiterenKatalogbände werden den auf die Düsseldorfer ULB bezogenen Teil desHandschriftencensus Rheinland ersetzen und auch dessen Fehlschlüsse zubeseitigen versuchen. Dabei ist zu betonen, daß die Erfassungsarbeit aufdem Census aufbauen konnte und durch diesen beschleunigt wurde. Einweiteres wichtiges Hilfsmittel, das hier nicht verschwiegen werden soll, istdie laufend fortgeführte Zettelkartei in der Handschriftenabteilung der ULBDüsseldorf, die der Bibliothek bekanntgewordene Sekundärliteratur zu denDüsseldorfer Handschriften dokumentiert.

Allgemeine Charakterisierung der B-Gruppe

Die Signaturenreihe mit der Ordnungsziffer B bildet mit knapp 220Nummern die mit Abstand größte Gruppe der Handschriften der ULB Düs-seldorf. Lacomblet betitelte sie in seinem Katalog (s.o.)TheologischeSchriften, in alphabetischer Folge", und in der Tat umfaßt die Gruppe alleTheologica, die weder der 'Bibelgruppe' A, noch den hagiographisch undliturgisch ausgerichteten Gruppen C und D oder den danach folgendenKleingruppen des Düsseldorfer Bestands zuzuordnen waren (das LektionarMs. B 87 ist aufgrund einer alten inhaltlichen Fehleinschätzung ein Irrläu-fer). Dies bedeutet: Die B-Gruppe umfaßt viel Patristik und im übrigeneinen reichhaltigen Querschnitt durch das hoch- und spätmittelalterlichetheologische Schrifttum. Zu bedenken ist dabei, daß die B-Gruppe zwarvornehmlich mittelalterliche Handschriften enthält, aber auch vereinzeltefrühneuzeitliche Bände, die in vorliegendem ersten und dem anschließendenzweiten Katalogband nicht erfaßt werden und auch nicht im Handschriften-census Rheinland dokumentiert sind: Ms. B 45, 57, 63, 72, 111, 122, 127,128, 133, 148, 149, 162, 189, 192, 196, 199, 200, 201 sind Handschriftenaus dem ausgehenden 16. bis zum 18. Jahrhundert, zumeist solche des 17.Jahrhunderts. 13 Die Handschrift Ms. B 106, nach Lacomblet ein Band des15. Jahrhunderts mit einem Passionstraktat, ging bei einem Brand von 1872verloren. Die übrigen gut 200 Handschriften - hinzu kommen wenigeFragmente - stammen aus dem 9. bis 16. Jahrhundert (Näheres s.u.). DieAnordnung der B-Gruppe war von Lacomblet wie erwähnt prinzipiellalphabetisch gedacht, mit Orientierung an Verfassernamen und Titel-ansetzungen, was angesichts der zahlreichen Sammelhandschriften nuransatzweise gelingen konnte. Insbesondere gegen Ende der Gruppe ist

13 Bis auf Ms. B 133 befinden sich diese Handschriften im Heinrich-Heine-Institut Düssel-dorf.

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