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1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

ein tiefergehendes Erschließungswerk. Letzterem Desiderat versuchtebereits 1930 der Düsseldorfer Bibliothekar Hermann Reuter (1880-1970) zuentsprechen. Doch blieb sein Katalog, der auf eine ausführlicheBeschreibung des Äußeren, der Geschichte und des Inhalts der DüsseldorferHandschriften bedacht war, fragmentarisch. 7 Zwischen 1909 und 1926hatten Reuter selbst, Walther Dolch und Otto Grüters im Auftrag derKöniglich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin für dasProjektInventarisation der deutschen Handschriften des Mittelalters"ausführliche, teilweise um Zeichnungen von Wasserzeichen ergänztehandschriftliche Beschreibungen u.a. von neun Bänden der B-Gruppe (imvorliegenden Katalogband Ms. B 82; Ms. B 94a) angefertigt. 8 14 B-Handschriften, in denen sich Texte des mittelniederdeutschen bzw.mittelniederländischen Sprachraums finden, sind beschrieben oder erwähntin den handschriftlichen Aufzeichnungen zurBibliotheca NeerlandicaManuscripta" von Willem de Vreese. 9 Das Augenmerk auf die in Düsseldorfvorhandenen Handschriften der Kreuzherrenkonvente Düsseldorf undMarienfrede richtet der zweite Teil derBibliotheca Manuscripta FratrumSanctae Crucis" von Antoine van de Pasch, 1951 in Cuyk entstanden undmaschinenschriftlich geblieben. Dort geht es weniger um das Beschreibenals um eine statistische Auswertung des Inhalts der betreffendenHandschriften. 10

In gedruckter Form liegen schon aus dem 19. Jahrhundert Listen mitErwähnungen oder kurzen Beschreibungen Düsseldorfer Handschriften vor,auf die hier nicht näher eingegangen werden kann; auch sie sind imKatalogteil berücksichtigt. Gemeint sind eher zufällige Produkte von For-schungsreisen oder die Ergebnisse themengebundener Recherchen. 11 Erstder 1993 erschienene Handschriftencensus Rheinland bietet eine lückenloseErfassung aller Düsseldorfer mittelalterlichen Handschriften. Ein Censuskann und will jedoch nicht mehr, aber auch nicht weniger sein als ein Be-

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Standsverzeichnis. Es versteht sich, daß der enorme Vorteil eines solchenProjekts, in möglichst kurzem Erfassungszeitraum einen Gesamtüberblicküber das Material zu liefern und damit das Erhaltene zunächst (nicht selten

7 Auszug aus Reuters Katalog in: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur) S. 536-539.

8 Heute im Handschriftenarchiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissen-schaften in Berlin; Kopien vorhanden in der ULB Düsseldorf.

9 Enthalten im Nachlaß de Vreeses in der ÜB Leiden; Kopien vorhanden in der ULBDüsseldorf. In diesem Zusammenhang ist zu verweisen auf die gedruckt vorliegendenBeschreibungen von acht B-Handschriften bei Borchling (s. Abgekürzte Literatur), imvorliegenden Katalogband Ms. B 30b, Ms. B 42, Ms. B 82.

10 Exemplar in der ULB Düsseldorf vorhanden.

11 Vgl. nur Ilgen und Wattenbach (s. Abgekürzte Literatur).

12 Näheres in der Einleitung des Handschriftencensus Rheinland (s. Abgekürzte Literatur),S. 1-21.

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