Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

Der Inkunabelbestand, in dessen Einbänden sich noch zahlreiche weitereHandschriftenfragmente befinden, umfasst 998 Titel, davon 18 Fragmente. 4Etwa 5.000 Titel aus dem 16. und ca. 7.000 aus dem 17. Jahrhundertschließen sich an. Die Drucke des 15. bis 17. Jahrhunderts werden gemein-sam mit den Handschriften im Dezernat Sondersammlungen verwaltet undauch in einem gemeinsamen Sonderlesesaal benutzt, so dass gewährleistetist, dass die einstmals zusammengehörigen Bestände aus Klosterbibliothe-ken nicht durch eine Einteilung ihrer Bearbeitung anhand modernerMaßstäbe auseinandergerissen werden.

Die systematische Erschließung der Handschriften wurde auf älterenVorarbeiten u.a. Gerhard Karpps fußend mit dem 1993 erschienenen Hand-schriftencensus Rheinland 5 eingeleitet. Die durch die Deutsche Forschungs-gemeinschaft geförderte Richtlinienkatalogisierung begann 1998 und hat alserstes Ergebnis den vorliegenden Band mit den ersten 100 Handschriftendes Fonds B erbracht.

Vorleistungen und Hilfsmittel

Die mittelalterlichen Handschriften der Düsseldorfer B-Gruppe waren in derZeit vor ihrer modernen Erschließung in Inventaren summarisch dokumen-tiert. Läßt man die zum Teil ausführlichen Untersuchungen der Forschungzu einzelnen Handschriften, namentlich zu den Spitzenstücken (Ms. B 3;Ms. B 67; Ms. B 80; Ms. B 113), die im Katalogteil jeweils benannt sind,einmal beiseite, so ist auf die folgenden Vorleistungen zu verweisen:

Mehrere Erschließungsansätze der Düsseldorfer Handschriften aus dem19. und 20. Jahrhundert liegen ungedruckt vor, als Manuskript oder Typo-skript. An erster Stelle zu nennen ist der 1850 von Theodor JosephLacomblet abgeschlosseneKatalog der Handschriften der königlichenLandesbibliothek zu Düsseldorf'. Es handelt sich um ein in die noch heutemaßgeblichen Buchstaben-Signaturengruppen unterteiltes handschriftlichesInventar mit knappen Angaben zu Beschreibstoff, Format (manchmalBlattzahl), Datierung, Inhalt und Schreibsprache jeder Handschrift, hier undda mit Notae zu Besonderheiten, etwa der künstlerischen Ausgestaltung. 6Wie bei vielen Bibliothekskatalogen des 19. Jahrhunderts handelt es sich umein mit Sachverstand angelegtes Verzeichnis von Grunddaten, nicht aber um

4 Vgl. Inkunabelkatalog Düsseldorf (s. Abgekürzte Literatur).

5 Handschriftencensus Rheinland (s. Abgekürzte Literatur). Nr. 442-826 verzeichnen diemittelalterlichen Handschriften der ULB Düsseldorf.

6 Teilabdruck in: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur) S. 513-516. Zu LacombletsMethode und Systematik vgl. Karpp, Die Sammlung mittelalterlicher Handschriften inder Universitätsbibliothek Düsseldorf, in: Westfälische Forschungen 41, 1991, S. 360-378, hier S. 361-363 (frühere Version in: Codices Manuscripti 7, 1981, S. 4-13).

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