Druckschrift 
1 (2005) Ms. B 1 bis B 100
Entstehung
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Einleitung

Die Stadt Düsseldorf hat bei der Übergabe der Landes- und Stadt-bibliothek an das Land Nordrhein-Westfalen 1970 die Handschriften undInkunabeln in ihrem Eigentum behalten, sie also vom gewachsenen Bestandder Klosterbibliotheken, in den sie ursprünglich gehörten, abgetrennt. Diemeisten neuzeitlichen Handschriften und Autographen bildeten denGrundstock der Bestände des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf. Diemittelalterlichen Codices und Fragmente von Codices, ein Teil derfrühneuzeitlichen Manuskripte sowie die Inkunabeln hingegen wurden 1977als Dauerleihgabe der Universitätsbibliothek übergeben, wo sie seit 1979 ineinem klimatisierten Tresor im Bibliotheksneubau untergebracht sind.

Es handelt sich um 386 Handschriften, 2 die zum überwiegenden Teilmittelalterlichen Ursprungs sind. Hinzuzurechnen sind 38 Handschriften ausdem Depositum Binterim, der Bibliothek des Düsseldorfer Pfarrers undKirchenhistorikers Anton Joseph Binterim (1779-1855). Diese sind jedochfast ausschließlich neuzeitlich. Zur Handschriftensammlung gehörenschließlich auch etwa 750 meist mittelalterliche Fragmente (ca. 1.500Blätter), die derzeit in einem eigenen Erschließungsprojekt bearbeitetwerden.

Der Kernbestand der mittelalterlichen Codices wurde von Theodor Jo-seph Lacomblet (1789-1866), der als Leiter des Düsseldorfer Staatsarchivsnebenamtlich die Bibliothek betreute, vor 1850 in sieben Gruppen unterteilt:

A Bibelhandschriften

B Theologische Schriften

C Martyrologische Schriften, Heiligen-Viten, geistliche Ordenssachen,

Ritualien

D Ritualien mit vorzüglicher Kunstausstattung

E Konzilien, Dekretalen, Römisches Recht, Medizin

F Scholastik, Philologie

G Geschichte

Das darauf fußende Signaturensystem hat trotz mancher Kritik, die mandaran etwa wegen der Vermischung inhaltlicher und äußerer Kriterien beiden Gruppen C und D üben kann, bis heute Gültigkeit. Ergänzt wurde esmittlerweile um die Gruppen K und M, die Fragmente aufnehmen, und umdie Gruppen N für Neuerwerbungen bis 1977 und P für Zugänge nach 1977.

2 Vgl. dazu: Bücherschätze (s. Abgekürzte Literatur).

3 Vgl. Klaus Zechiel-Eckes (Bearb.): Katalog der frühmittelalterlichen Fragmente derUniversitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Vom beginnenden achten bis zum aus-gehenden neunten Jahrhundert (Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düs-seldorf, 34). Wiesbaden 2003.

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