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Und wenn sie liebend nach mir blickt
Und alles rund vergißt,
Und dann an meine Brust gedrückt
Und weidlich eins geküßt:
Das läuft mir durch das Rückenmark
Bis in die große Zeh'!
Ich bin so schwach, ich bin so stark,
Mir ist so wohl, so weh!
Es ist unmöglich in dem Sinnen-, Seelen- und Geistes-leben dieses kraftstrotzenden Wesens alle Grade der Steigerungan Beispielen zu durchlaufen: es hieße damit einen Band Ge-dichte herausgeben; es muß genügen, auf die ersten und letztenSprossen zu verweisen:
Des Menschen SeeleGleicht dem Wasser:Vom Himmel kommt es,Zum Himmel steigt es,Und wieder niederZur Erde muß es,Ewig wechselnd —
und daneben noch, immer nur im Abrisse:
— mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgend ein Mensch.
Hebt er sich aufwärts
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgends haften dann
Die unsichern Sohlen:
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde —
so hat man damit den Umfang einer Kunst gezogen, die großund umfassend wie das Universum ist. Und diese ganze, kaumermeßliche Welt wird von einem Tone der Leidenschaft beseelt:so gesund, so edel und auch in der Liebesempfindung nochimmer so keusch, daß er in seinem vollkommenen Liebreize einemKlänge aus Himmelshohen gleicht.