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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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oder in dem Ideal und das Leben:

Wollt ihr schon auf Erden Göttern gleichen,Frei sein in des Todes gleichen,Biechet nicht von seines Gartens Frucht!An dem Scheine mag der Blick sich weiden;Des Genusses wandelbare FreudenRächet schleunig der Begierde Flucht.Selbst der Styx, der neunfach sie umwindet,Wehrt die Rückkehr Ceres' Tochter nicht;Nach dem Apfel greift sie, und es bindetEwig sie des Orkus Pflicht

so liegt all' dem ebensogut wie jenem kleinen Liebesgedichte eineecht leidenschaftliche Empfindung zugrunde freilich keineunmittelbare, vielmehr eine dem Geiste des Sängers in einerunendlichen Reihe von seelischen Betrachtungen vermittelte: aberEmpfindung in jedem Falle. In dem sinnvollen Abschlüssemannigfaltiger feelifcher Erfahrungen entsprießt so das Lied,das uns die Lebensweisheit zu singen versteht.

Es ist gewiß, daß auch nur eine Leidenschaft den Dichter,wofern dieser ihr ganz allein in seinen Schöpfungen folgt, be-fähigen würde, zum wenigsten im Liede Unvergängliches zuleisten. Eine jede seelische Eigenschaft, die von der Art ist,nötigenfalls als Leidenschaft zu wirken, befähigt dazu im Vereinemit einigen mehr untergeordneten Gaben. Wenn Lutherbeifpielsweife singt:

Ein' feste Burg ist unser Gott,Ein' gute Wehr und Waffen;Er hilft uns frei aus aller Not,Nie uns jetzt hat betroffen--------

Und wenn die Welt voll Teufel wa'r'!Und wollt' uns gar verschlingen:So fürchten wir uns nicht fo fehr:Es foll uns doch gelingen.Der Fürst dieser Welt,Wie sau'r er sich stellt,