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Wie gerne dir zu Füßen
Schau ich in dein Gesicht!
Wie Mitleid bebt es d'rüber hin,
Dein Mitleid will ich nicht!
Ich weiß es wohl, du spielst mit mir,
Und dennoch sonder Ruh
Lieg' ich vor dir und singe,
Singe: wie schön bist dn!
Wie gerne dir zu Füßen
Stürb' ich in stummer Qual!
Doch lieber möcht' ich springen empor
Und küssen dich tausendmal,
Möcht' küssen dich, ja küssen dich
Einen Tag lang immerzu
Und sinken hin und sterben
Und singen: wie schön bist du —
so ist das unmittelbare Empfindung, denn sie spiegelt den schlecht-hin ersten Eindruck wieder, den die Seele des Sängers von dersie umgebenden Außenwelt empfängt. Und dieses so gesungeneWort ist der Naturlaut der Empfindung. Wenn dagegen Schillerin den Göttern Griechenlands klagt:
Schöne Welt, wo bist du? kehre wieder,Holdes Nlütenalter der Natur!Ach, nur in dem Feenland der LiederLebt noch deine fabelhafte Spur.Nusgestorben trauert das Gefilde,Keine Gottheit zeigt sich meinem Blick,Uch, von jenem lebenwarmen BildeBlieb der Schatten nur zurück —
oder in den Idealen:
Ich sah des Ruhmes heil'ge KränzeAuf der gemeinen Stirn entweiht.Ach, allzu schnell, nach kurzem LenzeEntfloh die fchöne Liebeszeit!Und immer stiller ward's und immerVerlass'ner auf dem rauhen Steg:Kaum warf noch einen bleichen SchimmerDie Hoffnung auf den finstern Weg —