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keinen bekehrt: man gelangt dazu einzig aus eigenem Vermögen.Kein Narr der Hoffnung, zu sein und keiner mehr der Furcht,sondern die Notwendigkeit seines Geschickes zu begreifen und dasKreuz, wenn es ein solches ist, mit stolzer Gleichgültigkeit aufdie Schulter zu laden, das heißt und nur das: weise sein. Essei genug! Zwar lehrt dieser Gesang einer angeblichen Lebens-weisheit noch: sei unerschrocken! sei vorsichtig in jedem Falle!Aber auch dieser Rat ist ebenso abgeschmackt und überflüssigwie all' die übrigen. Hätte der römische Klugkoser schlechtweg,ohne die Maske des Weltweisen vorzustecken, das Loblied derVerständigkeit, was diese Ode in Wahrheit ist, gesnngen, sowürde man ihm ohne viel Umstände in allem Recht geben können.Zwar raten läßt sich auch hierbei nichts, schon darum nicht, weilsich bei einem Verständigen ja alles jenes ganz von selbstversteht; denn er selbst bedeutet schon von vornherein das Mittel-maß in jedwedem Dinge, ist sich der Lebenszweck, den er einzigsucht, deu er deshalb auch geraden Weges finden muß: er kannlllfo nie in die Lage kommen, den Kopf zu verlieren. Da istes denn freilich leicht: maßvoll, weife, unerschrocken und vor-sichtig zu fein, und damit auch beinahe das Urbild der Ver-ständigkeit zu erreichen — beinahe! denn wer dieses Ideal inseiner vollen Glorie sehen will, Klugschnaker und Angstmeierzugleich, der muß sich die letzten Züge noch ans der nächstenOde holen:
Eichholz und dreifach starrendes Erz*)
War jenes Brust, der auf zerbrechlichem Kiel
Das wilde Meer als erster versuchte —
Der die schwimmenden Ungetüme und die
Steigende See trockenen Auges erschaute —
Vergeblich schied durch den weiten Ozean
In kluger Voraussicht Gott die unverträglichen
Völker, wenn die Frevler trotzdem
Im Floß die verbotenen Nfer besuchen —
*) 8io ts äivk r>ot,«r>3 ll^pri —