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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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(dankbar und schwiirmeiisch)

Sei'3, wo es sei! umstarrt vom Eise,

Dort wo die Sommerluft keine Bäume erquickt,

An dem Weltrande, den nur spärlicher Nebel und

Regen beschwertSelbst mitten im sengenden Sonnenbrände,Der noch keinem Menschen zu weilen erlaubte,Werde ich immer Lalage, ihr Gevlauder, ihr

Lächeln lieben.

Sie hat es auch um ihn verdient! Wäre man aber trotz-dem nicht versucht, diese Ode, ähnlich jener anderen: Leaws ille für einen gar nicht übel geratenen Spaß zn halten? Schondas sinnlose Durcheinander, das alberne Übermaß der Phrasesollte von vornherein jeden Glauben au Ernst ausschließen,spräche für den letzteren nicht die Inbrunst, mit welcher vor-nehmlich unsere gebildete Welt genau dieses Liedchen zu singenpflegt. Aber wie dem auch sei! daß sich ein Mensch der antikenWelt im Stande der Unschuld weiß, wenn er an eine Hetäredenkt, ist gar nicht so wunderlich; daß aber die lernende Jugendeinem jeden Lehrer zum Abschied melodisch an die Seele legt,sich ja nur, um ganz fromm und deshalb rächen-, fpeer-, feuer-,wassersicher zu sein, bei dräuenden Gefahren in Gedanken aneine Laura zu verlieren das würde unglaublich fcheiuen,wenn nicht eben dies gerade unfere Jugend thäte.

Nur nicht im Unglück den Gleichmut verloren!*)Und lächelt dir wieder das Glück, so mäßigeDen Taumel überschäumender Freude,O Dellius: denn du muht sterben.

Ein wunderliches msinLuto nwi-i! Da hat unfer schmuck-loser Gellert einen ganz anderen Vorschlag zur Hand:

Meine Lebenszeit verstreicht,Stündlich eil' ich hin zum Grabe;Und wie wenig ist's vielleicht,Was ich noch zu leben habe?

5) ^.SHnain rusuisut« rsduL in Kiäui8