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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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wird, und die rechte Hand nicht mehr weiß, was die linke so-eben noch packte.

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wer möchte bei diesem Anfange wohl auf den Gedanken geraten,daß der Gesang am Ende gleichsam zum Tugendpreise einesgefälligen Mädchens wird?

Wer in Unschuld und rein von Frevel lebt*),Der bedarf nicht maurischer Speere und Bogen,Noch eines Köchers voll giftgetränkter

Pfeile, o Fuskus:Führte ihn auch durch nährende Syrien

im Wasser dürften Pfeil und Bogen auch eher hinderlich sein!

Durch des Kaukasus unwirtbare Höhen,Oder wo der sagenreiche Hydaspes die FlurenNetzet, sein Weg.

Beneidenswerte Unschuld! eine jede Woge trägt sie, nnd selbstdie hungrige Bestie frißt sie nicht! denn:

Als ich meine Lalage in Liedern pries,Und von Sorgen frei in die Weite schweifte,Floh mich ein Wolf im Sabinerwalde

Ein solches Untier,Wie es das kriegerische Daumen in seinen weitenForsten, noch das Land des Iuba, der LöwenSengende Heimat, erzeugt floh mich

Den Unbewehrten.

^) Die Schönheit des Horazischen Verses wird in der Übersetzung immerbeeinträchtig erscheinen, und sie geht sogar ganz verloren, sobald man sichbei der Übertragung an die antiken Maße hält. Diesen letzteren zeigt sichdie deutsche Sprache so wenig gewachsen, daß ein derartig übersetzter Horazgewöhnlich ein wahres Jammerbild von verrenktem Satz- und Gedankenbanist. Um wenigstens eine erträgliche Vorstellung von dem Inhalt seinerGedichte zu geben, wird man sich daher stets dazu verstehen müssen, denZwang des originalen Versmaßes zu durchbrechen. Der sprachliche Reizseiner Oden, der übrigens groß nnd unbestreitbar ist, würde sich nur völligmodern im Reime nachschaffen lassen.