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Zeiten vor jedem Unwetter zu bergen. Er wird stets mit demStrome, niemals gegen diesen schwimmen. Heute kämpft er fürden Freistaat, und morgen wird er mit Pauken und Drommetenwetteifernd verkünden: daß Augustus der leibhaftige Jeus sei-Alle Überzeugungen sind ihm feil, die eine ausgenommen:
Freu' dich des Lebens,
So lang das Liimpchen glüht.
In diesem Glauben, sein Leben lediglich des Genusses halberempfangen zu haben, erschienen ihm Menschen und Dingenur insofern von Bedeutung, als sie einen Beitrag zu seinerSelbstliebe liefern. Zuweilen überraschte er durch eine Artkameradschaftlichen Gefühls; aber es bleibt unentschieden, ob ihndazu die Wonne, unter seinesgleichen zu sein, belebte, oder obihn auch hierbei wie zu allem anderen nur die schmutzige Be-rechnung trieb: unverkennbar und unüberwindlich dagegen istdie Abneigung, mit der er die unverständige, weil selstlosereMenschenart durchgehends beehrt. Kein Schicksal dieser ist ge-waltig genug, um auch uur eine Fiber seines Herzens in Be-wegung zu setzen: voller Zufriedenheit schweifen seine lachendenAugen über das Trümmerfeld des hehrsten Daseins; und alswäre er von einem quälenden Alp befreit, mit dem ihn dieGegenwart des höheren Wesens bedrückte, schlürft er aus denfurchtbarsten Leiden und selbst der Vernichtung eines solchendie Genugthuung des befriedigten Widerwillens.
Die Empfindsamkeit wirkt komisch, die Verständigkeit töd-lich. Nicht, daß diese letztere der Menschlichkeit gegenüber jeauch nur zur Hülste, geschweige denn ganz im Rechte verbleibenkönnte — sie vermöchte solches immer nnr in ihrem durchausbeschränktem Sinne — aber der Atem, den dieselbe über dasblühende Leben der Empfindung haucht, hat etwas von der ent-fettenden Luft des Tartaros: ein jedes fühlende Geschöpf ver-stummt und flieht verzweifelnd vor ihr wie vor der Umarmungdes Todes. Nie findet sich in der Verständigkeit ein Wort, das