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stand allein ist der Urgrund all' seiner sogenannten Schand^thaten geworden. Eine vornehmere Natur hatte unter durchausgleichen Bedingungen leicht und ganz ungezwungen jenes Maßgefunden, dem sich selbst die schärfste Abwehr, um noch schicklichzubleiben, anbequemen mnß: der gewöhnliche Mensch wird dagegenstets eines anständigen Maßes entbehren, und dies um so mehr, jeselbstgefälliger er ist, und je völliger er der Menschenliebe er-mangelt. Das letztere war Heine's Fall. Er vertrug es durch-aus nicht, daß seine Verse getadelt wnrden; und an seinenFreund Moser schrieb er gelegentlich: „ich habe nicht die Kraft,mir einen Bart wachfen und einen Iudenmaufchel nachrufen zulaffen". Daß man beides gleichwohl zuweilen that, gerade dashat ihn zu seiuen anrüchigsten Streichen verführt. Er war inallem nnr gewöhnlich. Er ist zum Christentum aus rein äußer-lichen Gründen übergetreten, und er hat, um vergnüglicher lebenzu können, als Berichterstatter einer deutschen Zeitung von derfranzösischen Regierung ein Iahresgehalt bezogen. Das ersterehat er oftmals um so bitterer bereut, als ihm der Wechsel desBekenntnisses keinen Vorteil eintrug; uud inbetreff des zweitenmuh man einräumen, daß er niemals ans Anlaß diefes Geldesauch nur eine Zeile gegen die alte Heimat gefchrieben hat: erhat fo manches zugunsten der französifchen Machthaber ver-schwiegen — aber wie viele hätten es unter ähnlichen Verhält-nissen nicht weit schlimmer gemacht! Er fühlte sich außerstande,jemals sür eine Idee zu dulden und zn entbehren, aber er wardoch nicht unedel genug, sich der Gemeinheit schlechthin zu ver-kaufen. Wie oft hat man ihn nicht den grüßten Gesinnungs-lumpen gescholten: aber die meisten, die ihn so schmäheten,würden bei einer Prüfung wahrscheinlich noch tief nnter ihm zustehen kommen. Der gewöhnlichen Welt sehlt jedes Recht, aufihn den ersten Stein zu werfen: denn die Gerechtigkeit verlangtes, zu bekennen, daß er zweifellos besser ist als feine schimvfen-den Feinde von damals und jetzt, nnd daß er ungefähr gleich-wertig mit feinen Freunden ist. Auch er lug wie alle Welt