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lediglich die eine Absicht an, einen spaßhaften Einfall bis aufden Grund auszunutzen und die Angegriffenen, vornehmlich znhöchsteigener Belustigung, lächerlich zu machen. Dem SpotteHeine's fehlt seder moralische Ernst. Der junge aber schon be-rühmte Dichter der Rheinlande hatte sich an den Höfen vonBerlin und München um Stellungen beworben und hatte nichtserreichen können. Darob erfüllte ihn ein unbändiger Zorn.Er hatte hierin bis zu einem gewissen Grade ja ganz sicherlichrecht. Dieses Heer nichtiger und geistesüder Hofschmnzen zusehen, die es sich da in ihren bequemen Ämtern wohl sein ließenund sich bläheten, während er, der sie alle oder doch die meistenvon ihnen an Geist nnd Talent turmhoch überragte, verächtlichbeiseite geschoben, der Not des Tages überlassen blieb — werwürde nicht bereitwillig einräumen wollen, daß es schwer sei,in einem solchen Falle keine Satire zu schreiben? Die Satirewäre sogar eine ausgezeichnete Sache! nur daß sie sich in denGrenzen der Billigkeit uud des Anstandes halte. Was jedochHeine unternahm, überstieg weit jedes erlaubte und gerechteMaß und verlief sich in eine schrankenlose Gemeinheit. Diearmen Könige! sie sind wirklich weit weniger schuldig, als manhänsig genug annimmt. Sie würden in der That so manchesmögen, was ihnen ihre Umgebung jedoch vorenthält und nichterlaubt. Sie sind ja leider Menschen und keine Götter. Undimmer ist, bevor etwas an sie gelangt, diese chinesische Mauer,von Hochmut, Streberei, Mißgunst, Heuchelei und Lüge zudurchbrechen! Wie oft gelingt's? Hierin versah sich Heine nochärger als in seinen Angriffen Deutschland gegenüber.
Der gebildete Jude ist und war von jeher mehr welt-bürgerlichen Sinnes: das ist weder eine Schande, noch einMangel, ja eher ein Vorzug. Die vornehmsten und edelstenGeister nicht bloß des achtzehnten Jahrhunderts, nein, allerZeiten waren zu allererst Weltbürger: sie stellten eine schöneMenschlichkeit über die Nasse, und das war recht so. Welt-bürgertum und Vaterlandsliebe lassen sich dabei recht wohl der-