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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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Im Beginn schuf Gott die Sonne,Dann die nächtlichen Gestirne.Hierauf fchuf er auch die OchsenAus dem Schweiße feiner Stirne.

Darüber kommt der Teufel hinzu und ruft:

Ei, der Herr kopiert sich selber!

und der Herr antwortet:

Ich, der Herr, kopier' mich selber!

In seiner furchtbaren Matratzengruft, heißt es, hätte fichder Abtrünnige feinem Herrgotte wieder fo recht von Herzengenähert; er felbst hat in feiner tändelnden Art davon erzählt,und dummgläubige Seelchen haben denn auch nicht gezögert, esihm empfindsam nachzuplappern; aber fchon der Ton dieferUnterhaltungen ist geeignet, jeden Verständigen zum wenigstenaufs äußerste bedenklich zu stimmen: „o, welche Widersprüche,Herr!" ruft er da einmal,

— erlaube, daß ich staune,

Du fchufst den fröhlichsten Dichter und raubst

Ihm jetzt seine gute Laune.

Der Schmerz verdumpft den heitern SinnUnd macht mich melancholisch;Nimmt nicht der traurige Spaß ein End',So werd' ich am Ende katholisch.

Ich heule dir dann die Ohren vollWie andere gute Christen;O Misere«! verloren gehtDer beste der Humoristen.

Auch Heymann Levy, der sich unter dem Schriftsteller-namen Julius von Rodenberg bekannt gemacht hat, weiß vondem Aussehen des kranken Dichters zu berichten, daß diesem nurnoch der Dornenkranz gefehlt habe, um „jenem Haupte des großenDulders zu gleichen, an den er jetzt fo gern denkt." Aber die