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stets am nächsten; und dieser Sänger der Empfindelei ist in derThat inmitten des reimenden Pöbels nur ein hinaus interpar«8. Darum, wenn jemand, hat er auch eine Dichterschulebegründet; und seine dichterischen Nachkommen haben dieProphezeiung für sich, zahlreich wie der Sand am Meere zuwerden — was ihnen um so leichter gelingen muß, als siegleich ihm nicht selbst zn zeugen, sondern bloß Gebärden, dieeben ein jeder spielen kann, abzugucken brauchen. Wie dies zumachen, hat er ihnen vorgemacht, indem er den Stil der Nach-ahmung folgendermaßen fixierte:
Sie gab mir vor ihrem TodeEin blasses, blaues Band;Es liegt in meiner Kommode,In der Schublade linker Hand —
Wer würde da aufstehen und behaupten, daß dies keinechter Heine sei? Aber Ludwig Robert war es, der es demerfolgeiteln Dichter gelegentlich aus dem Stegreise zu Gemüteführte, wie leicht es doch im Grunde sei, sich als durchtriebenerStrick, bei einiger Fixigkeit im Gesichterschneiden, die Unsterb-lichkeit in einer anrüchigen Welt zu erringen.
Es wäre nun freilich ganz gegen die Wahrheit, wollte manbehaupten, daß neben der platten Witzelei und den Schöpfungeneiner verlogenen und jeden Sinnes baren Gefühlsfeligkeit nichtauch Gedichte von echtem Gefühl und großer Schönheit stünden.Gewiß! solche sind da. In der Wallfahrt nach Kevlaar wirdman sogar nicht ohne Staunen ein Muster der Vollkommenheitbetrachten können, wie man es bei dem bloß nachahmenden Kunst-gewerbe nur in ganz seltenen Fällen vorfindet. Der bezauberndeRattenfänger von Düsseldorf hat eben hier einen wirklichenVorfall in die einfach rührendsten Verse gebracht; und wo erähnlich verfährt und bei allen Motiven, die er der volkstüm-lichen Dichtung entlehnt, in kluger Enthaltsamkeit es lediglichder schönen Einfalt der deutscheu Volksseele überläßt, sich ganzrein und ungetrübt auszusprechen, gerät auch ihm jener gesunde