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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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anderen Dichter deutscher Zunge, wird kaum geleugnet werdenkönnen; aber im weiteren ist doch der jüdische Geist mehrkritisch zerlegender Art, als daß er nicht die gedanklichen Un-gereimheiten, die sich ja massenhaft in den empfindsamen Liebes-gedichten unseres Minnesängers emporrecken, sofort zu erschauenvermöchte: er lächelt wohlgefällig zu den gelungenen Witzendesselben, wie er belustigt zu dessen erheuchelten Schmerzenlächelt. Die Heinewnt rast sich allerdings fast ganz ausschließ-lich in den jüdisch-freisinnigen Blättern aus, was nur natürlichist da erstens diese schon aus Nassegründen aller Weltvon vornherein als der geeignetste Boden zur Ablagerung solch'gespielter und auch gefühlter Verzückungen erscheinen müssen,nnd zweitens weil die materialistische Welt- und Lebens-anschllunng dieser Art Presse sich mit derjenigen des Dichterszum großen Teile vollauf deckt. Die Ianitscharenmusik beiallen gelegentlichen Prozessionen indessen spielt unausbleiblichdie Bande teutonisch-semitischer Dichterlinge. Diese Schmarotzersind es, die sich nach Möglichkeit in allen nur zugänglichenBlättern nnd Blättchen einnisten, um dort aus gemeinsterNotdurft ihr gemeinfchädliches Gewerbe auszuüben. Zu allererstwolleu sie selbst leben; und so arbeiten sie für ihn, damit sieleben können; und sie arbeiten um so kräftiger für feinen Ruhm,damit desto eher auch auf sie der Schein noch eines anderen Lebensfalle. Sie wiffen: mit ihm stehen und fallen fie. Untrüglichsagt es ihnen das Gefühl, daß sie in ihren besten Augenblickenwohl die schlechtesten Eingebungen ihres Idols auch dieLorelei noch erreichen können; darum müssen diese undandere Sächelchen zu wahren Prunkstücken der deutschen Poesieemporgeschmettert werden. Volkstümlich ist Heinrich Heine des-wegen gleichwohl noch nicht geworden und wird es auch niewerden, aber er ist dafür populär ganz in dem Sinne diesesliterarischen Mobs, der von jeher für seine Zeit in der Gesell-schaft die Mode bestimmte oder doch zu bestimmen versuchte.Dem Geiste, dem man gleicht, fühlt man sich bekanntlich auch