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wie ausgelassen das bescheidene Veilchen am Ganges ge-worden ist!
Und schau'n nach den Sternen empor —
warum nur gerade die Veilchen, kichernd und kosend, so dreist zuden Sternen emporschauen müssen? ah, ganz natürlich! denn
Heimlich erzählen die RosenSich duftende Märchen ins Ohr
Es hüpfen herbei und lauschenNie klugen, frommen Gazell'n —Und in der Ferne rauschenDes heil'gen Stromes Well'n.
Dort wollen wir niedersinkenUnter dem Palmenbaum,Und Lieb' und Ruhe trinkenUnd träumen seligen Traum.
Das ist doch ganz gewiß eine recht anmutige, wenn auchhin und wieder etwas abgeschmackte Verstandeständelei! VielGescheidtes läßt sich dabei kaum denken, und noch weniger läßtsich dabei etwas empfinden. Das ändert sich jedoch sofort, sobaldFelix Mendelssohn-Bartholdy den Takt zu schlagen beginnt;und seinem Rufe widerspruchslos überantwortet, glauben wir inder That auf seinen Tönen wie auf den Wellen eines traum-haften Liebesglückes selbstvergessen dahinzugleiten.
Die unübertreffliche Leichtigkeit und der melodifche Fall desHeineschen Wortes mußten natürlich zn jeder Zeit und werdenauch nach wie vor die Neigung der Tondichter herausfordern.Ob vollkommener Sinn, ist nebensächlich. Natürlich sind jeneauch für diesen von Herzen dankbar. Fehlt derselbe aber, soläßt sich auch ohne ihn auskommen. Gedankenschwere aber wäreeher unbequem. Die Musik verlangt nur einen ungefähren Hin-weis; darnach aber für sich die schrankenloseste Ungebundenheit,wenn sie schöpferisch walten soll. Wo der gedankliche Inhaltdes Wortes sie zu sehr bindet, wird sie zur Sklavin und ermattetleicht. Die Hauptsache für sie bleibt: weichster, bieg- und schmieg-