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Dichterische Idole : Heine, Horaz
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also nur geträumt? und dlls soll Wissen, die zweifellose Be-stätigung einer vorangegangenen Meinung sein?

Und sah die Nacht in deines Herzens Raume,Und sah die Schlang', die dir am Herzen frißt

was sür eine Schlange? die der Bosheit? der Falschheit? odersind Gewissensbisse hier gemeint?

Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.

Wer diese Verse ganz unbeeinflußt liest, sieht wie in einenschreckhaften, mit allerlei gespenstigen Bildern angefüllten Raum.Keine einzige Stimme, die menschlich vernehmlich zu seinemInnern spräche. Dagegen höre man die Musik Robert Schu-mann's, und sofort fetzt sich diefe verstandestuhle und wenigsinnvolle Schilderung wie in die brennendste That um. Sämt-liche Schlangen der Erinnyen sind ans einmal lebendig ge-worden, und der gellende Schrei eines zerfleifchten Herzenszerfchneidet in steigender Qual die bang aufhorchende Luft. Ausdieser seelischen Erschütterung, in die uns die Musik geworfen,fällt begreiflicherweife auch ein Strahl auf das ohnmächtigeWort des Dichters; und wir wähnen darum oft genug dieunbedeutende Erscheinung des letzteren in den Zügen eines Höherenwiederznerkennen.

Auf Flügeln des Gesanges

Herzliebchen trag' ich dich fort,

Fort nach den Fluren des Ganges

warum denn in die Ferne schweifen? denn das Gute liegt

vielleicht

Auf der anderen Seite des Ganges?Na weiß ich den schönsten Ort.

Da liegt ein rotblühender GartenIm stillen Mondenschein;Die Lotosblumen erwartenIhr trautes Schwesterlein.

Die Veilchen kichern und tosen