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Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,Die Möve flog hin und wieder;Aus deinen Augen liebevollFielen die Tränen nieder —
was rührte sie? der Sonnenuntergang?
Ich sah sie fallen auf deine HandUnd bin aufs Knie gesunken —
für die Verhältnisse zu sehr ^ 1a eonr äe I^ouis Huill2s!
Ich hab' von deiner weißen HandDie Tränen fortgetrunken.
Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,Die Seele stirbt vor Sehnen.Mich hat das unglücksel'ge Weib —
wie so unglückselig?
Vergiftet mit ihren Tränen —warum sich verzehren, warum sterben, da das liebevolle Weibdoch in der Nahe ist? Was geht da überhaupt vor? Das sindalles Fragen, auf die ein Windbeutel freilich keine Antwort zugeben braucht: dafür aber hat auch niemand anders nötig, darausklug zu werden. Aus dieser Welt nebelhafter und widerspruchs-voller Erscheinungen hat sich Franz Schubert zum Grundtoneeines gelegentlichen Schüpfungsdranges das Verslein:
Die Seele stirbt vor Sehnen —erlesen, und darüber, gleichgültig gegen alles andere, sofort mitden ersten, langgedehnten Akkorden seines Gesanges das Hohe-lied der ungestillten Sehnsucht begonnen und ausgesungen. Undin ähnlicher Weise geht es weiter, Lied nm Lied, so gut wieohne Ausnahme:
Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht —nun dann ja erst recht nicht! denn kein Herz bricht vor Groll —
Ewig verlor'nes Lieb! ich grolle nicht.Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.Das weiß ich längst. Ich sah dich ja im Traume —Maueihof, Dichterische Idole. 8