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Mir ist, als «b ich die HändeAufs Haupt dir legen sollt',Betend, daß Gott dich erhalteSo rein und schon und hold.
Ein vortreffliches Mittel — dieses Liedchen! für alleMänner, die noch vor dem bindenden Schlüsse hinter dieSinnesart der Auserkorenen kommen möchten! Man lege esder Dame seines Herzens zur gnädigen Meinungsäußerung vor.Sagt sie: ach, wie dumm! so greife man mit beiden Händen zu,man bekommt eine tüchtige Natur ins Haus; sieht man hin-gegen die Jungfrau darnach mit — verschämten Wangen vorsich stehen, gleich als erwarte sie jeden Augenblick, daß sich überihrem Haupte Hände falten sollen, so mag man sicher sein:sie braucht mehr als ein Gebet, nicht um schön, hold und reinzu bleiben — du lieber Himmel, nein! um nur überhaupt erstso zu werden. Alte wie junge verschrobene Geschöpfchen habenvon jeher für dieses Erzeugnis der plattesten Gefühlsseligkeiteine unbegrenzte Schwärmerei gehegt, aber darum werdenfchlimme Sachen noch nicht besser. Was das Urteil über dengeistigen Gehalt dieses Liedchens ein wenig erschwert, ist derUmstand, daß es sich hier nicht wie bei den früheren um einenbloßen Aberwitz, fondern um eine falsch angewandte Empfindunghandelt. Ohne Frage! angesichts einer reinen, schönen, holdenErscheinung vermag uns recht wohl Wehmut zu überschleichen,nämlich wenn wir, lebens- und weiterfahren wie wir sind, be-denken, was für Leiden ein fo herrliches Wefen in dieser un-reinen, unschönen, unholden Welt naturgemäß vielleicht noch zuerwarten hat — nnd wenn Heine dieses Gefühl von trauernderVomusahnung in feinem Gedichte zum Ausdrucke gebracht hätte,so würde dasselbe wahrscheinlich eitel Vollkommenheit gewordensein. Aber daß wir beim Anblick einer wahrhaft fchönen Naturfogleich wehmütig an deren möglichen schmutzigen Fall denkensollten, ist gänzlich ausgeschlossen. Denn das adelige Gemiitweiß, daß alles wirklich Echte unsterblich ist, und kann darum