Druckschrift 
1,2 (1786)
Entstehung
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Vorrede.bekleiden, Glauben haben. Ich hab dieses leider schon erfahren müssen, dennich bin öfters verläumdet, und, weilmanEinnur im Munde führt, sondern auch sei-ne Handlungen nach selbiger einrichtet.uWenn also mancher anstatt frommermenschlicher Erdichtungen zu lesen, sich0am Worte des Herrn hielt, und solcherecht beherzigte; so würd' er einsehenlernen, hie tif der Balken noch in sei-nem eigenen Augenstekke, da er wirklichbemüht ist wie der Heiland sagtden Splitter aus dem Auge seines Näch-sten heraus zu zihen; er würde nichtdurch's Vergröserungsglaß der Tadel-sucht blos die Fehler seines Nebenmen-schen sehen, dir ein jeder hat; sondernauch ſein Gutes, und nicht durch'sVerschönerungsgleß der Eigenlibe blossein eigenes, das ein jeder und manch-mal der schlimmste besizet. Nulli mag-nitudine magis carent, quam qui sibimajestatem maxime vindicant. (Plin.Paveg.) Der Mensch, der seineneigenen unübertribenen Wert fühltund nicht zu hoch von anderen denktwird mit dem wahren Gefühle seinereigenen Menschenwürde nicht wieSklave vor einem andern krichen," der.