Vorrede.bekleiden, Glauben haben. Ich hab dieses leider schon erfahren müssen, dennich bin öfters verläumdet, und, weilmanEinnur im Munde führt, sondern auch sei-ne Handlungen nach selbiger einrichtet.uWenn also mancher anstatt frommermenschlicher Erdichtungen zu lesen, sich0am Worte des Herrn hielt, und solcherecht beherzigte; so würd' er einsehenlernen, hie tif der Balken noch in sei-nem eigenen Augenstekke, da er wirklichbemüht ist — wie der Heiland sagtden Splitter aus dem Auge seines Näch-sten heraus zu zihen; er würde nichtdurch's Vergröserungsglaß der Tadel-sucht blos die Fehler seines Nebenmen-schen sehen, dir ein jeder hat; sondernauch ſein Gutes, und nicht durch'sVerschönerungsgleß der Eigenlibe blossein eigenes, das ein jeder und manch-mal der schlimmste besizet. Nulli mag-nitudine magis carent, quam qui sibimajestatem maxime vindicant. (Plin.Paveg.) „ Der Mensch, der seineneigenen unübertribenen Wert fühltund nicht zu hoch von anderen denktwird mit dem wahren Gefühle seinereigenen Menschenwürde nicht wieSklave vor einem andern krichen," der.
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