Vorrede.man mich nicht verstund / unschuldigerWeise für einen Freigeist ausgeschrienworden. Zwar ist misverstanden zu wer-den das Schiksal von unser einem, wieGöthe sagt; allein ich mögte doch auserwehnten Ursachen nicht gern misverstan-den sein, und daher erklät ich hier kurzund deutlich, daß ich zwar freilich be-aupte: die Natur könne die organischeKörper bilden, aber nicht, daß sie solcheskönne ohne ein vernünkiges und höchst1 in 50weisesder auch mit der höchsten äusserlichenPrädikaten nur immer noch Mensch4 — nichts mehr ist „: Charlatanerienin alphab. Ord. 2ter Abschn. S. 89.Uebrigens that Kleist wol recht, wenner sagt: Wer in Gesellschaft seiner1Freunde immer Worte wiegt, ist selten.ein wahrer Freund und selten der Freund-1schaft fähig; er denkt nur immer anſich, und liebt ſich zu viel — Manmus gros genug sein, sich seinen Freun-1den zu zeigen, wie man ist. Verlirtman sie um seiner Schwachheit willen,.so ist es ein glücklicher Verlust, so sindsie niemals Freunde gewesen.
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