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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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484Kind zu allem demjenigen, was man glaubtdaß es thun müsse, mit angemessener Gewaltanhalte. Schon das noch in den Windeln ein-geſperrte Kind merkt bald, ob und worin esdie Erfüllung seines Willens, durch irgend einBemühen von seiner Seite erlangen könne. Beiverschiedenen Thieren, z. E. den Hunden, kanman täglich das nemliche beobachten. Läst mannun dem Kinde zu dieser Zeit in einem Stückeden Willen, dann iſt es ſo viel muthiger, dennemlichen Versuch von einer anderen Seite zumachen; und um so viel verdrieslicher überjeden Widerstand, welchen es in dessen Erfül-lung antrift. So bald man daher seine Be-dürfniße, so viel wie möglich, (Siehe S. 413.)bestimmen zu können sich bemühet hat, musman einem solchen Kinde in den anderen Sa-chen die ihm schädlich sind, oder in gleichgül-tigen Sachen, die es mit einiger Heftigkeitbegehret, nie den Willen thun; sondern demsel-ben mit einer, zwar freundlichen, aber festenMiene die Erfüllung ſeiner Begierde verſagen;oder, wo man etwas von bemſelben begehrt zuthun, was es nicht thun wil, durchaus nieablaßen, bis es dasjenige was man von ihmbegehrte, erfüllet hat. Ich rede hier aus eig-ner so wol als anderer Erfahrung, und ver-ſichere Sie, daß es blos auf Feſtigkeit vonSeiten des Erziehers ankommt, um das Kindohnedazu zu gewöhnen; in beiden Fällen,Widerspruch und ohne ihm Gewalt anzuthun,zu gehorchen. Aber eine Hauptsache ist, nur111*