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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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567Empfindsamkeit andichten, als er, zufolge dermenschlichen Natur, unter den angegebenenUmständen, haben kan. Der geringste Scha-den so daraus entstehet, ist, daß derjenige, wel-cher solches hört, oder lieset, zwar zur Be-wunderung und zum Anstaunen, aber auch ebendadurch zur Unthätigkeit gebracht, und von sei-nem Hauptzwecke weggeführet wird. Ein Feh-ler, welchen man bei Kindern so unzähligemalbegeht, und wodurch man bei denselben nochüberdem die Luſt erregt, ihre Zeit zu vertän-deln.Da es zum moralischen Theilnehmen noth-wendig ist, daß der Mensch das Elend desanderen sich vergegenwärtiget und in so fernsolches mit empfindet, es folglich dabei aufrichtige und geübte Organen seiner Sinne, an-komt; so mus es auch von dieser Seite eineHauptsorge bei der Erziehung seyn, die Sin-nen der Kinder zu üben, und ihr Empfindungs-vermögen von dieser Seite zu stärken. Je grö-ßer dieses ist, desto fähiger wird die Seele inallen ihren Verrichtungen. Von dieser Seiteiſt und bleibt der Ariſtoteliſche Satz; wasnicht in den Sinnen ist, ist auch nicht imKopfe, ganz unwidersprechlich wahr. Nurmus freilich immer, wie ich oben gesagt ha-be, die Seele gleich darauf mit Kaltblütigkeitden Fal überschauen und die besten Mittel er-wegen. Die von dieſer Seite gehörig geſtim-ten Eltern schütten z. E. ihrem kranken Kinde,wenn