563bemühen, so werden Sie leicht die nöthigenUnterscheidungszeichen so wol, als die Verhü-tungsregeln gegen Empfindelei, als Korollarienaus oben gesagtem ziehen können. Ich wilIhnen zur Probe einige hiehersetzen; ich sage,zur Probe, weil Zeit und Raum keine völligeAusführung davon mehr gestatten, und Sieauch hierüber bei anderen Schriftstellern z. B.in der schönen Abhandl. des H. Rath Campe,über Empfindsamkeit und Empfindelei, mehre-res finden können. Also nur einige wenigePunkte, welche mir eben beifallen!Ein gehörig geſtimter Empfindſamer kanfreilich nicht zur nemlichen Zeit, von allenSeiten gleichmäßig empfindsam seyn, weil esein Naturgesetz beim Menschen ist, daß wenner von einer gewissen Seite empfindlicher ge-worden, er von einer anderen fühlloser wird;allein er zeichnet sich doch jederzeit dadurchvom Empfindelnden aus, daß, so bald ihn et-was von der anderen Seite wieder hinlänglichreitzet, er auch von dieser Seite den nöthigenGrad der Empfindsamkeit wieder bekömmt.Der empfindelnde hingegen bleibt immer vongewissen Seiten übertrieben und disharmonischempfindend, und von anderen sühllos. Undwas die von niedriger Verstellung herrührendeEmpfindelei betrift, so zeichnet selbige sich gleichdadurch aus, daß obzwar der Empfindler sichnicht gedrungen fühlt, er doch gern den ge-drungenen spielen mögte. Er kennt daher we-derM m 2
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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