560lich der Endzweck der Befriedigung jedes wah-ren Bedürfnißes, also ein Zunehmen an Kraftund Vermögen erhalten werde. So oft mandiesen Endzweck verfehlt, geht für uns, oderandre ein Theil von Kraft verlohren, welcherdurch nichts ersetzet wird. Dies ist also eineKlippe, die wir vermeiden müssen. Die un-richtige Auslegung eben dieser Warnung ist aberSchuld, daß sehr viele an die andere Klippestoßen, und bei den bemerkten moralischen eigenen und fremden Bedürfnißen zu viel, und,wenn ich mich so ausdrücken darf, sich kaltund unempfindlich raisonniren. Dieser Irrthum,oder vielmehr diese Seelenpest hat nemlich ih-ren Grund in dem Vorurtheil, man müssenicht anders thätig seyn, als wo und wannman der Erreichung des sich vorgestelten Re-ſultats gewiß ſeyn könne. O Mein Freund!suchen Sie doch mit aller Sorgfalt, diesen zurUnthätigkeit und Lieblosigkeit gerades Wegesführenden Irrthum, bei Ihren Zöglingen aufalle Weise durch Aufklärung zu verhüten. DerMensch sol, wie gesagt, nur dieses untersu-chen: ob das vorkommende Bedürfniß echt oderunecht, d. i. mit der Natur des Menschen undseiner ganzen Lage harmonirend, imgleichen dieMittel, die er zu dessen Befriedigung anwen-den kan, von der rechten Art seyen, so daß siewürklich befriedigen, und nicht etwa die Em-Pfindung des Bedürfnißes nur stärker reitzen,oder gar ein neues, dringenderes erwecken?Kan er sich also versichern, daß er nicht anstatt
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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