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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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554fühl eines verspührten nicht gehörig erkannten,und daher auch nicht gründlich zu hebendenMangels, stehen bleiben. Dies ist nicht alleinder Fal bei gewissen einzelnen moralischen Be-dürfnißen, sondern es trift solches bei allenund jeden ein. Jeder irrende Mensch bedarfZurechtweisung, und jeder geängstete, oder auchder, in Ungewisheit und Gefühl der ihm man-gelnden Kenntniß sich fühlende, sehnt sich nachfremden Rath und Unterricht. Dies ist sowahr, daß dieses Sehnen nach Hülfe und Auf-klärung, den ersten Grad des moralischen Em-pfindens ausmacht. Da also der Mensch schonzur gehörigen Kenntniß seiner moralischen Be-dürfniße, fremder Hülfe bedarf; es auch fernernicht zu läugnen ist, daß wenn er schon seinephysischen Bedürfniße aus eigner Kraft undInstinkt allein fühlen kan und sol, er dochohne fremdes Zuthun, lezterer hinreichende Be-friedigung nicht wohl erlangen könne, so sehenSie jezt die Nothwendigkeit ein, warum derMensch so beschaffen seyn muste, daß ihm dieBedürfniße seiner Mitmenschen nicht allein auf-sloßen; sondern jede Bemerkung derselben, inihm den Trieb erregen solte, alles was vonihm zur möglichsten Erkenntniß und Befriedi-gung derselben beizutragen möglich wäre, alseignes Bedürfniß anzusehen, und auf diese Artaus moralischem Instinkt, wenn ich mich fausdrücken darf, das Gesetz der Liebe zu er-füllen, und in gegenseitiger Wärme gemein-schaftlich untereinander zu erhalten, und im-mer