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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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549dürfniß, aber auch immer neue Befriedigung;und es hat noch dieses zum Voraus, daßnicht, wie bei sinnlichem Genuße, nach derSättigung das Organ für eine Zeitlang stumpfwird; sondern bei jeder Befriedigung werdendie Freuden lebhafter, und mit ihnen lebhafterund unwiderstehlicher die Reitze zur Wiederho-lung. Wie seelig ist also die Bemühung, die-ſes den Kindern, nach Maasgabe der Entwick-lung ihrer Verstandeskräfte, begreiflich und an-schaulich zu machen! Daß der Erzieher hiezuganz erstaunlich viel beitragen könne, ist schlech-terdings nicht zu läugnen: Denn es komthier, wie überal zufolge der Natur des Men-schen, auf deutliche Begriffe und die daraufruhenden Bewegungsgründe, auf Uebung an.Ich mus Sie daher bitten, diejenige Empfind-samkeit, welche blos Folge des Temperamentsist, und mehrentheils, wenigstens sehr leicht,in, die Menschheit entehrende, Empfindeleiausartet, mit dieser eigentlichen, wahrhaftigwohlthätigen nicht zu verwechseln. Diese istFolge und Beweiß von wahrer Seelenkraft;jene liegt gröstentheils im Bau des Körpers;hat also keinen moralischen Werth, und pflegtdie Erlangung oder Erhöhung der Seelenfeſtig-keit, dieses eigentlichen daurenden Seelenadels,eher zu hindern, als zu fördern.So herrlich nun eine dermaßen gestimmteEmpfindsamkeit ist, und so viel sie zu demglücklichen Zuſammenleben der Menſchen bei-trägt,