546abhangende eigne besondere Veränderung hervorbringe, und diese Veränderung nicht schwä-cher und nicht stärker sey, als erfordert wird,um den Willen des Menſchen in die gehoͤrigelebhafte Bewegung; mithin den Menſchen ſelbſtin die gehörige, und zweckmäßige Würksamkeitzu setzen. Hiezu gehöret also die nemliche Har-monie zwischen den reitzenden Objekten so wol,als den der Empfindung fähigen Theilen; alsauch der harmonischen Empfindlichkeit dieserTheile unter sich, wie ich Ihnen im 19ten Br.zeigte, daß zur gehörigen Reitzbarkeit des mensch-lichen Körpers und dessen Fasern erfordert werde.Wie irrig handeln also diejenigen Erzie-her, welche glauben, alsdann ihre Zöglinge zuden würdigsten Menschen zu bilden, wenn sie,ohne Rücksicht auf Harmonie der Kräfte, die-se Empfindsamkeit nur auf alle ersinnliche Wei-se zu erhöhen suchen. Eben so wenig als der-jenige Mensch physische Kräfte gehörig ent-wickeln und anwenden wird, dessen Muskelfa-ſern, entweder von einzelnen Muskeln; oder imalgemeinen von den mehresten des Körpers, indem Grade reitzbar geworden sind, daß selbigenach einem geringen angebrachten Reitze sich inZuckungen zusammenziehen; eben so wenig wirdeiner im moralischen, zweckmäßig würksam undnützlich seyn können, wenn seine Empfindsam-keit durch Erziehung disharmonisch hoch gestim-met worden, oder vieleicht unglücklicher Weise,vermöge eigner Disposition, von Natur schonDie-geſtimmt iſt.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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