332ohne Mühe, daß um in ersterem Fal richtigurtheilen zu können, man nothwendig einengewissen Grad der Einsicht in die Staatsver-faſſung ſelbſt beſitzen müſte. Wie wenige ſindaber in dem Fal sich diese Einsicht zuzutrauen,und unterscheiden zu können, ob sie, das inder That, oder auch in ihrer Einbildung ſiedrükende, als warhaften, ungerechten Druck an-sehen müssen; oder, ob der Staat diese Ver-läugnung und Gehorsam von ihnen zu fordernnicht berechtigt sey. Viele Menschen glauben,durch verkehrte Eigenliebe geleitet, im Staatdie Stütze ihrer Bemühungen zur Befriedigungihrer Privatabſichten finden zu müſſen, undvergessen darüber dem Kaiser zu geben, wasdes Kaiſers iſt; ja, ſehen, şo bald lezteres vonihnen gefordert wird, solches als einen Eingrifin die algemeinen Rechte der Menſchheit an.Es bemächtigt sich sodann Misvergnügen aller-lei Art ihrer Seele, und nach und nah fin-den sie sich in dem Fal, fast mit der ganzenWelt unzufrieden zu seyn. Es fält daher leichtin die Augen, wie ſehr ꝺergleichen Lage derFestigkeit schaden, und eine Leidenschaft nachder andern rege machen müsse. Dieses musaber um so mehr eintreffen, wenn die zweite Er-tregung verabsäumet wird; ob nemlich bei würk-lich erkanntem ungerechten Druck, derſelbe vonder Art ſey, daß man ſich ꝺavon los machenkönne; oder, ob man nicht vieleicht Gefar lau-fe, unter vergeblicher Bemähung sich davon zubefreien, seine Empfindlichkeit, mithin die Em-pfin-
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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