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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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531daraus folgende Glück des Zöglings, wichtigerals man wol glaubt. Keine Staatsverfassungauf dieser Welt kan volkommen seyn, sondernmus nothwendig mit Mängeln behaftet blei-ben. Ausserdem aber kan es nicht fehlen, daßin jeder Staatsverfassung, Einrichtungen ge-troffen werden müssen, die zwar dem Ganzenvöllig angemessen und gut, aber für manchesbesondre Glied des Staats mehr oder minderdrükend ſind. Nun liegt 's zwar in der Naturdes Menschen, daß er jeden Druck, den erempfindet, von sich abzuschütteln sucht; unddem Zögling befehlen zu wollen, daß er solchesnicht thun, sondern sich überal drüken, ja un-terdrüken lassen solle, würde höchst thöricht undder menſchlichen Natur und Beſtimmung völligentgegen gehandelt seyn. Es komt also daraufan, ihn in solchen Fällen nach allen Regelnder Vernunft und Klugheit handeln zu lehren.Diese bestehen nun fürnemlich darin, daß eran der einen Seite die Beschwerlichkeit wohleinsehe, um gehörig urtheilen zu können, obwürklich das ihm begegnende unangenehme vonder Art ſey, daß er ſolches, als einen für ihnungerechten Druck ansehen könne undZweitens: ob er würklich hinreichende Kräftebesitze, diesen Druck abschütteln zu können;oder, ob er nicht vieleicht durch solche Bemü-hung, Gefahr laufen werde, den Druck vonandern Seiten; oder wenigstens seine Empfind-lichkeit, mithin auch sein Ungemach selbst da-durch zu vermehren. Sie begreifen nemlichKk 2ohne