533Pfindung des Uebels selbst, nur noch um einvieles zu vermehren. Nirgend findet wol diebekannte und sehr alte Klugheitsregel, daß mannemlich den Stein, welchen man nicht hebenkau, müsse liegen lassen, mehr statt als hier:denn, wo ist bei den mehresten der heutigenStaatsverfassungen, wol weniger Gleichgewicht,als zwiſchen dem Oberhaupte des Staats, undeinem einzelnen untergeordneten Gliede dessel-ben? Mit Gewalt läst sich also hier gar keineHülse gedenken; sondern Unterwerfung undVerläugnung im gehörigen Grade zu erlangen,mus ſodann das Hauptbeſtreben jedes klugenMenschen, der solchem Druck nicht entgehenkan, abgeben. Denn, da durch die Einbil-dungskraft jede neue Vergegenwärtigung desUebels, folglich auch jeder vergebliche Wunschvon demselben befreiet zu werden, die Empfin-dung desselben nur lebhafter macht; so steigetmit lezterer, in gleichem Grade die Verblen-dung, und mit selbiger die Gefar verführt zuwerden, bei zugenommener Leidenschaft der-gleichen Mittel zu wählen, welche nicht alleinder Moralität, sondern der glücklichen physi-schen Existenz den grösten Druck geben können.Höchst weise sind deshalben die Vorschriften,welche die Religion von dieſer Seite den Men-schen giebt, kraft deren sie gehalten seyn sol-len, ihren Herren, deren Herrschaft sie sichrechtmäßig nicht entziehen können; und zwarnach dem ausdrüklichen und auf verschiedeneangeführte Gründe ruhenden Gebot des Apo-stels
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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