630gerichtet werden müssen, wenn der Mensch inBeobachtung seiner gesammten Pflichten seineAnlage zum Guten überal hätte nach Möglich-keit ſollen entwickeln koͤnnen. Nachher nenneman dem Kinde dieses Wesen, wie man wil-Nur hüte man sich, so viel moͤglich hier einWort zu gebrauchen, welches durch Aſſociationmit irrdischen Dingen, leicht verkleinernde, derMajestät dieses höchsten Wesens unanständigBegriffe erwecken könnte. Ich sehe keine Ur-ſache warum man hier nicht das angenommeneWort, Gott, gleich von Anfang gebrauchenwolte Einige scheinen zuweilen dieses Wortzu scheuen; es kan aber in obiger Rücksicht,der Sache selbst ganz angemessen seyn, ohne wi-drige Begriffe zu erregen, und dieses mus dochdie einzige Wagschaale seyn, nach welcher derWerth, oder Unwerth eines Wortes beurtheiltwerden mus. Einige schämen sich vieleichtgar dieses Worts, weil es so algemein 8brauchet wird: diese möchte ich aber dann fra-gen: ob es auch Schande ſey, algemeinen Men-schenverstand zu haben, da man doch denselbenheim ganz gemeinen Mann ebenfals bemerkt?Zur Erkenntniß und gehörigen Befolgungder algemeinen Pflichten, iſt es durchaus noͤ-thig, daß dem Zögling gleich von ſeiner Ju-gend an, die Nothwendigkeit gezeigt werde,der Obrigkeit des Landes in welchem er woh-net, zu gehorchen. Dieser Umstand ist in derThat, in Rücksicht auf Festigkeit, und dasbaraus
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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