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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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527führet haben, ob und in wie weit die Eigen-liebe, der erste Grundtrieb der Handlungen derMenschen abgebe, völlig. Gott fordert vom Men-schen nichts anders, als das Beste, nach ge-schehener Vergleichung und Gegeneinanderhal-tung gegen das Böse, zu erkennen, und zuwählen. Wie der Mensch sich hiebei verhaltenſolle, lehret die chriſtliche Religion, und zeigtden Weg, wie der Menſch auch auf dieſerWelt, in allen und jeden Fällen und Verwicke-lungen, immer das langdaurendste beste wählenkan und sol. Und hier zeigt sich die Religionin einer so vortreflichen, auch von Kindern leichtfaslichen Harmonie nicht allein, sondern giebtauch die deutlichsten Erklärungen und Vorschrif-ten, um die Seele von der Seite am mehreßenzu vervolkommnen, von welcher allein sie die er-langten Volkommenheiten und Vorzüge in diekünftige Welt mit übernehmen wird. Wirwissen nemlich, daß wir jede Kenntniß dieserWelt nicht anders, als mittels der Würkungunsres Körpers und dessen Sinne erlangen,und bewahren können. Der vortrefliche ApostelPaulus sagt ebenfals, (a) daß nach diesemLeben beim Menschen die Weissagungen, dieSprachen und das Erkenntniß aufhören wer-de. Nur die Liebe, d. i. der Trieb sich undandre zu vervolkommnen, werde fortdauren. Die-ſe liefert alſo von dieſer Seite das eigentlicheinnere selbstständige Wesen der Seele aus. Daaber(*) 1. Br. an die Kor. 13. v. 8.