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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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524den Zweck, sich algemein beliebt zu machen,nothwendig verfehlen muß, und nie Feſtigkeiterlangen kan; weil nicht zu läugnen ist, daßdasjenige was dem einem Menschen gefället,dem andern verhaßt ist. Die höhere christlicheMoral wil hingegen, daß der Mensch sich selbst,und seinen Nächsten überal, mit Aufopferungseiner sinnlichen eitelen Vergnügungen, zu ver-volkommnen stets bemüht seyn sol. Der Apostelsagt deswegen: (a) Lasset es alles geschehen zurBesserung. Und wie dieses so überal in allenund jeden Vorfällen dieses Lebens geschehen undbeobachtet werden solle, darüber giebt er inseinem 2ten Br. an die Kor. dem 6ten Hauptst.einen weitläuftigen Kommentar. Zeigen Sieihm aber auch ferner diese zwei Punkte, daßes nemlich, erstlich: nie genug seyn könne ei-ne gute Absicht zwar gehabt, aber nicht alleKräfte zu derselben Ausführung angewendet zuhaben. Ein Fehler, in welchen sehr viele, sonstgutgesinnte empfindsame Seelen leicht fallen;und der im Grunde den Menschen noch mehrheruntersetzet, indem sodann der Mensch einePflicht zwar einsiehet, es aber bei dieser Erkenntnißbewenden läßt, mithin seine Schuld verdop-pelt. Zeigen Sie ihm ferner, daß zweitens:die eigentliche höhere Moral die Nothwendig-keit angiebt, wie es für den Menschen nichtgenug sey, seinem guten natürlichen Triebe,d. i. derjenigen, einem Menschen vor dem an-dern(1) 1. Br. g. d. Kor. K. 14. v. 26.