521also um so viel mehr das schwächere, um soviel leichter verführte Kind, bedarf daher durch-aus verschiedener Hülfsmittel, wenn es in Er-füllung seiner gesammten Pflichten fest werden,fest bleiben sol. Diese Mittel liegen entwederausser ihm, oder in ihm selbst, und bedürfengewißer Uebung zur gehörigen Entwicklung.Von beiden wil ich mich noch kurz mit Ihnenunterhalten. Von den ersteren sind die vor-nehmſten: die Kenntniß Gottes und der vonihm geoffenbarten Religion. Wie auch dieEhre und der Nutzen, ſo auf dieſer Welt ausder treuen Erfüllung der Pflichten fliesset. Je-der gutdenkende Mensch, Mein Freund! mußmit uns traurig werden, wenn er bedenkt,wie wenig, ja, ich darf kühn sagen, auf wel-che verkehrte Weise von den mehresten Eltern,die Religion dazu gebraucht wird, den Kin-dern moralische Festigkeit in ihren Gesinnun-gen und Handlungen, d. i. männliche, bei al-len Gelegenheiten sich äussernde Tugend zu ver-ſchaffen. Die meiſten Kinder lönnen ſich dabeivon Gott keine andere Begriffe bilden, alsdaß er ein mächtiges Wesen ist, welches zureinzigen Beschäftigung hat, verbotene Hand-lungen, oder Unterlassungen zu bestrafen: unddas, durch gewiße, mit bestimmten Geberden,ausgeſprochene Worte; oder durch dieſe undjene Handlungen davon abgehalten werden kan.Mit solchen Begriffen wächst das Kind auf,lernt mechanisch seinen Katechismus auswen-dig; folgt, aufs beſte genommen, den äuſſe-ren
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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