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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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519hung, durch weſſen Verſäumung nicht ſeltennachher, bei der besten Anlage dennoch derZweck des Daseyns, das moͤglichste Glück desZöglings verfehlet wird. Ich werde Ihnendie hieher gehörigen fürnehmsten Punkte nurstückweise aufzählen, und mus Sie bitten eineweitere Ausführung davon bei den Moralistenzu suchen, da meine Zeit mir nicht erlaubthierüber weitläuftig zu seyn.Die Pflichten welche der Zögling kennenmus, sind die algemeinen und besonderen. Er-stere bestehen in dem, was der Mensch Gotte,seinem Schöpfer und Erhalter; ferner was erdem Nebenmenschen, ja der ganzen Schöpfung;und endlich zulezt, was er sich selbst schuldigist. Bei dem dem Kinde hierüber ertheilt wer-denden Unterrichte, wird, wie ich sehr oft be-merket habe, folgender sehr wichtiger Fehlerleichtlich begangen, daß man nemlich dem Kin-de nicht genug die genaueste Verbindung, undden unzertrennlichen Zusammenhang dieser ge-samten Pflichten unter sich bekannt macht, undanschauend in Beispielen darstellet. Nicht sel-ten werden so gar diese Pflichten dem Kindedergestalt vorgetragen, daß es selbige von ein-ander trennen, und als verschiedene Sachen, we-von man eine thun, und die andere lassen könn-te, ansehen mus. Ist das Kind unglücklichgenug hierüber ähnliche Begriffe zu erlangen,dann ist für so lange alle Hofnung zur mora-lischen Festigkeit bei ihm verlohren. Manmus