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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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517Lügen so leicht zur Gewohnheit wird, und wa-rum die Erzieher so sehr, mit der allergröstenSorgfalt und Strenge dasselbe bei ihren Zög-lingen zu verhüten, sich müssen angelegen seynlassen. Es ist daher eines der ersten Mittelhierin, immerhin beim Kinde das offenherzigeZutrauen gegen den Mentor zu erhalten. Jedeselavische Furcht erniedrigt den Menschen, undzwingt ihm niedrige Handlungen, folglich auchLügen ab. Diejenigen Erzieher also, welchevon ihren Zöglingen mehr fordern als sie leistenkönnen, setzen ihre Zöglinge in die Nothwen-digkeit der Warheit untreu zu werden, und aufallerlei Nebenmittel zu sinnen. Da der Zög-ling mehr leisten sol, als er kan, mus er sichauch berechtigt glauben, durch Nothlügen sichheraushelfen zu dürfen: hiebei mus ausserdemLiebe und Zutrauen zum Erzieher, immer mehrabnehmen. Dies ist also ein Umstand der inallen und jeden Lagen des Kindes auf das sorg-fältigste beobachtet werden mus. Nachher istes von der äussersten Nothwendigkeit nie einebemerkte Lüge beim Kinde ungeahndet vorbei-gehen zu lassen, und ohne ſeinen ganzen Un-willen darüber aufs ernsthafteste zu zeigen. Eskomt hier darauf an, sich so zu verhalten, daßman an der einen Seite sich bemühet, immerhinter die Schliche des Kindes zeitig genug zukommen; und nachher bei entdeckter Lüge, diedarauf jederzeit folgende Empfindung, so essich dadurch zugezogen, dermassen unangenehmund drückend für dasselbe, und zwar jedesmal,